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Challenge by Rainbowtrader

Geschrieben von Rainbowtrader , in Strategie 22 Februar 2012 · 268 Aufrufe

Liebe Leser,

da es mal wieder an der Zeit ist, über mein Trading zu berichten, schreibe ich Euch dazu ein paar Worte, wie ich denn an meinen eigenen Zielvorgaben arbeite, warum ich das tue und auch, was meine eigenen ersten Eindrücke dazu sind.

Vor Kurzem hatte ich die Idee, mit mir selbst eine Art Challenge zu veranstalten, bei dem ich an jedem Tag eine andere Aufgabe zu lösen habe. Diese Idee finde ich an und für sich recht interessant, da dies Abwechslung in den Trading-Alltag bringt und zudem man immer auf etwas andere Art und Weise gefordert ist - um schlussendlich das übergeordnete Ziel zu erreichen, wie genau das nun auch definiert sein mag. Aus meinen Versuchen geht die folgend beschriebene Verfahrensweise hervor.

Ich habe auf einem großen Monitor die folgenden 6 Charts vor mir: EURUSD, GBPUSD, EURGBP, AUDUSD, USDCAD und USDCHF. Den EURUSD größer als die restlichen 5 Währungspare. Wie Ihr seht, bleibe ich dem Renko treu.



Auf jedem Chart steht eine negative rote Zahl in der rechten oberen Ecke. Diese stehen für die Anzahl an Pips, die mit dem jeweiligen WP zu ertraden sind. Mache ich einen Scalptrade im EURUSD von +5 Pips Gewinn, dann reduziert sich der vorgegebene Wert von "-36" auf "-31". Diese Werte sind sozusagen vorgetragene Verluste, die es abzustreichen gilt. Sobald ich ein Chart auf Null heruntergetradet habe, steht dort eine grüne Null. Das Ziel ist das vollständige Abstreichen aller offenen negativen roten Werte. Hierbei gibt es keinen "Transport" von offenen Stellen auf ein anderes WP, welches besser läuft. Was jedoch erlaubt ist, ist die "Übererfüllung": dann finden sich an dieser Stelle eben positive grüne Zahlen wieder.

Das Ganze hat den Hintergrund, zum Wochenbeginn eine Zielvorgabe für das Ende der Handelswoche vorzugeben und zu motivieren, dieses Ziel Zug um Zug zu erreichen. Hier unter Umständen auch mal zu unüblichen Zeiten einen Trade durchführen, da die Aufgabe besteht, dieses "Projekt" in einer gegebenen Zeit zu realisieren. Da ich es beruflich gewohnt bin, Wochenweise zu planen (das ist mein wichtigster Arbeitsrhythmus, abgesehen vom nächtlichen Schlaf), und ich lieber in Projekten arbeite als an diversen Einzelaufgaben, ist das Ganze eben etwas anders zu sehen als alltäglicher Tradingtrott oder der Gedanke "Schaun mer mal, ob sich heute was ergibt, aber wir haben ja Zeit...".

Wenn das Ziel vorzeitig erfüllt wird, dann ist tuck für den Rest der Woche - also tradingtechnisch langes Wochenende. Und wenn die Aufgaben eben noch nicht gelöst wurden, also noch mindestens ein Chart in der Nichterfüllung steht, dann nehme ich das aktuelle Wochenprojekt eben mit in die nächste Woche. Soviel Zeit muss dann eben da sein, also kein Traden auf Biegen und Brechen und mit irgendwelchen Harakiriaktionen.

Das Risiko ist für jeden Trade nahezu gleich: 0,2% bis 0,3% (je nach WP, zwischenzeitlicher Stopploss-Anpassungen). Was während einer Challenge gleich bleibt, ist das gehandelte Volumen, welches für jedes WP individuell festgelegt wird. Erst nach Abschluss der aktuellen Runde (Zielerreichung) wird geprüft, ob sich auf den einzelnen WP Anpassungen des Volumens nach oben ergeben. Dabei gilt: ein einmal getradetes Volumen wird nicht nach unten korrigiert, auch wenn das durch Kursänderungen so "eingefordert" wird. Die erreichte jeweilige Stufe wird ausschließlich am Ende einer Challenge überprüft und gegebenenfalls nach oben gesetzt.

So, das dürften die wichtigsten Informationen dazu sein.

Viele Grüße,
Rainbowtrader

PS: mit den Werten bin ich noch am Experimentieren. Die hier im Beispiel genannten Werte resultieren aus dem gestrigen Start mit leichtem Minus. Und heute habe ich nicht getradet. Mein erster Eindruck ist der, dass ich mit dieser Methode konzentrierter und ernsthafter an die ganze Sache herangehe, ich mir zwischendurch auch Gedanken dazu mache, wie ich die zum Beispiel fehlenden 2 Pips im USDCHF aus der ersten Runde einfahre oder wie ich den auf 17 Pips aufgelaufenen EURGBP nun wieder abgebaut bekomme, ohne diesen weiter in die falsche Richtung zu manövrieren. Dadurch verändert sich der Blick. Zudem interessiert mich nun das Tagesergebnis nicht mehr so wie zuvor, denn was zählt ist das, was mit meinen Zahlen auf dem Monitor passiert - das genießt Priorität. Und zuletzt noch dies: in der ersten Runde habe ich die Charts "abgestrichen": auf Null getradet, dann geschlossen. In der zweiten Runde arbeite ich mit dem Prinzip der Übererfüllung, um auch gute Chancen noch mitnehmen zu können. Mal sehen, was sich noch alles ändert. Generell macht mir das Traden derzeitig wieder mehr Spass. :)








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