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So schaut es gerade aus...

Geschrieben von Rainbowtrader , in Strategie 27 April 2012 · 266 Aufrufe

Liebe Leser,

es ist mal wieder Zeit für das April-Update, und gerade passt das zeitlich ja ganz gut.

Ich tue mir derzeitig ein wenig schwer, was mein Trading betrifft. Eine Unzufriedenheit, die auf mehreren Ebenen ihren Ausdruck findet. Man kann es auch so sagen, dass ich meinen endgültigen Tradingstil noch nicht gefunden habe. Es spielen hier mehrere Themen eine Rolle: die Anzahl der beobachteten Märkte und die Anzahl der verschiedenen Zeiteinheiten sind die beiden dominierenden Themen.

Wie Ihr hier am Beispiel seht, dominieren Trendlinien, die Breakoutbox, Pivots, sowie der High-Low-Channel mein Trading auf dem Renko. Nach vielen Versuchen und viel Herumprobierens werde ich dieses Profil für die kommende Woche einsetzen, um auf einer Zeiteinheit zu traden. Eine ZE bedeutet, dass der eingesetzte Renko eine Boxgröße von 5 Pips inne hat.



Zum Einsatz kommen alle 3 Handelsstile Ausbruchshandel, Bewegungshandel und Trendhandel.


Warum nur eine Zeiteinheit?

Mein ganzes Experimentieren mittels verschachtelter/übergeordneter ZE führt bisher zu keinem dauerhaften Erfolg im Trading. Und ich bin davon überzeugt, dass dies mit den verschiedenen Intradaytrends zu tun hat, mit den verschiedenen Börsenöffnungszeiten und dem Agieren der Big Boys in London und in den Staaten. Ich weiss nicht, ob es dem einen oder anderen auch so geht, doch komme ich zur Erkenntnis, dass mich tradingtechnisch genau das interessiert, was JETZT gerade passiert. An diesem Tag. Zu dieser Stunde. In diesem Moment und in den Folgemomenten. Alles andere, wenn auch die Theorie der übergeordneten ZE so passend und schlüssig sein mag, nutzt mir im Moment, in dem ich eine fundierte Entscheidung treffen möchte, nicht wirklich.

Nicht, weil nicht gültig, sondern, weil das Entscheidende ist, was nun gerade wirklich passiert - und nicht das, was passieren sollte. Mag sein, dass ich in einiger Zeit wieder anders denke oder anderes sage, doch sehe ich hier bei mir irgendwie den Knackpunkt, warum ich nicht wirklich vorwärts komme. Trading auf Basis der Markttechnik, was die ÜZE betrifft, scheint mir gut im H4 zu funktionieren. Nur ist das nicht die ZE, die ich aktiv traden kann, wenn ich mal für ein paar Stunden an meinen Charts sitze und agieren will. In meiner Handelszeiteinheit sind es die Intradaytrends/Bewegungen: mal 30 oder 50 oder 100 Pips, bevor der Markt Intraday wieder dreht. Natürlich gehts auch mal länger in eine Richtung.

Darum denke ich, dass ich mich auf die Suche nach den Bewegungen mache, die innerhalb der Tradingsession, beziehungsweise des Tages, ausschlaggebend sind. Schön und gut zu wissen, dass wir uns gerade übergeordnet am Ende einer Korrektur in M30 oder H1 befinden, oder am Beginn eines möglichen Trendwechsels auf H4 oder dem Dailychart. Die Frage ist: was bringt mir dieses Wissen wirklich? In wie weit behindert mich dieses Wissen in meiner aktuell anstehenden Entscheidung zu einem Trade, weil die Inseltrader die Börse öffnen oder zu Mittag gehen? Dieses Wissen mag entscheidend sein - denn die Auswirkungen sehe ich ja täglich - doch in ÜZE? Bei meiner Art und Weise des Tradens? Ich weiss es wirklich nicht. Ich weiss nur: ich verpasse die wirklich guten Einstiege oft oder sehe im Nachhinein, was mir da entgangen ist oder frage mich, warum ich den Einstieg denn gemacht habe.

Nun weiss ich nicht, ob der eine oder andere von Euch diese Gedanken selbst hat/hatte, diese Art und Weise der Problematik - doch finde ich das irgendwie auch sehr spannend, weil mir das klar aufzeigt, dass ich noch lange nicht angekommen bin, auch wenn ich mit dem Traden auf kleiner ZE oft erfolgreich bin. Das Gesamtpaket ist noch immer im Wandel, auch wenn ich mich auf H4-Trading zurücklehnen könnte (ist mir zu langwierig!) oder dem schnellen kleinen Renko bei einem CRV von um die 1,0. Beides ist nicht so meine Welt, ich will die echten Intradaybewegungen handeln - nicht das Marktrauschen und nicht den Tagestrend.


Letzte Woche habe ich mich über Oanda geärgert. Wen das interessiert, der findet den Beitrag hier ja im Forum. Ich muss gestehen, dass ich mit den Stopps irgendwie noch Probleme habe. Als Lösung kommt mir dann in den Sinn, eben die ZE nach oben zu schrauben und mit einem größeren Stopp zu agieren, um nicht jedes Mal bei anstehenden News durch Spreaderweiterungen der Looser zu sein. dabei reicht ja eine Spreadausweitung von einer Sekunde ja mitunter schon in der Nähe des Stopps, um ausgestoppt zu werden. Ist ein Spiel, welches mir nicht gefällt, doch habe ich vor, damit in Zukunft besser umzugehen. Mal schauen, wie das wird.

Viele Grüße,
Rainbowtrader :)






Schön von dir wieder was zu lessen. Schaut so aus wie wenn wir zwei die letzten Mohikaner in Sachen "Blog führen" sind. Mein nächster Eintrag ist auch fast fertig und geht die nächsten Tage online.
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Rainbowtrader
03.05.2012 - 16:29 Uhr
Hallo Shrike,

sorry, dass ich erst so spät antworte, doch ich war mit meinen Gedanken beschäftigt. Ich habe immer mehr das Gefühl von "Verdichtung", was meine eigene Handelsmethode betrifft. Diese ändert sich andauernd, passt sich an, Vereinfachung als Prinzip (nicht, dass ich ein KISS-Trader wäre, doch die Suche geht für mich eben nach Vereinfachung). Ich denke, ich beginne mal mit dem letzten Punkt in meinem Blog, der noch nie einen Eintrag inne hatte: den Handelsregeln - auch wenn sich hier andauernd was ändern wird, wie ich denke. Mal gucken.

Viele Grüße,
Rainbowtrader :)
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Hallo Rainbowtrader,

ich glaube,ich hatte die Frage auch schon mal im TS an Dich gerichtet, aber ich wiederhole diese gerne noch einmal. Wie willst Du jemals erfolgreich handeln, wenn Du permanent alles wieder über den Haufen wirfst und erneut von vorne anfängst? Versuche doch eines Deiner Systeme so zu performen, dass es dauerhaft Gewinn bringt. Du hast mit dem Renko ein sehr gutes Werkzeug an der Hand! Bring endlich Dein Regelwerk auf die Reihe und setze es um! Evtl. solltest Du Dich auch nur auf ein oder zwei WPs konzentrieren, zumindest so lange, bis der Erfolg sichtbar ist!

Just my 5 Centavos! 


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Rainbowtrader
06.05.2012 - 19:11 Uhr
Hallo nasap,

danke für Dein Feedback! Du liegst schon ziemlich richtig mit dem, was Du sagst, ich wehre mich ja gar nicht dagegen. Höchstens ein wenig oder so... :)

Da ich auf meinem kleinen Renko nicht so arbeiten konnte, wie ich wollte, habe ich hier diverse Anpassungen vorgenommen. Keine Prinzipien über den Haufen geworfen, doch eben für mich relevante Parameter verändert, dass sich das nun besser anfühlt. Feinschliff eben.

Was bringen mir TP von 6 bis 8 Pips, wenn das Risiko mindestens genauso groß ist? Das ist eben ein Missverhältnis, mit dem ich nicht zurechtgekommen bin. Ich habe Plus erwirtschaftet, schön und gut, doch ich habe es wieder abgegeben. Und diesen Frust kennst Du ja auch von früher. Ein anderes Thema ist es, dass ich von News auch profitieren wollte, doch das klappt eben nicht so dolle bei einem MM. Das hat mich Geld gekostet. Und ich habe das von meiner Liste gestrichen. Man kann eben nicht alles haben/machen.

Diese Woche habe ich nur 6 Trades gemacht, Plus 47 Pips. Ist nicht die Welle, doch eine positive Woche.

Was ich nun eben auch gemacht habe, ist, mein Moneymanagement umzustellen. Ich trade nun so, wie ich auch als "Großer" traden würde mit einem 100.000€-Depot. Gleiches Prinzip, auch wenn das sich nun in Euro noch länger nicht wirklich lohnt im Verhältnis zur eingebrachten Zeit. Bis dorthin dauert es eben ein paar Jahre. Oder noch länger? Das wird sich zeigen. Die Idee, eines Tages vom Traden leben zu können, ist da, doch ich muss nun auch zusehen, wie ich das Ganze zeitlich und finanziell über diesen Zeitraum sicherstellen kann, denn es gibt ja schließlich noch andere Aufgaben, denen man nachgehen muss, wenn man keinen Baum, an dem Geld wächst, vor der Türe stehen hat.

Insgesamt sieht das so aus, dass ich nur 4 Charts vor mir habe. Alle gleich groß. 4 verschiedene WP. Eine Zeiteinheit. Mehr nicht. Und das mit einem doch etwas langsameren Renko. Nun heißt es eben: abwarten, bis sich auf einem mein Setup zeigt, dann schauen, ob dieses Sinn macht (Pivots usw.), dann eben ein Ja oder ein Nein. Und wenn ich mich für einen Trade entscheide, dann mit der Konsequenz, einen anderen Trade auf einem anderen WP nicht wahrzunehmen. Soll heißen: Überschneidungen lasse ich laufen, Fokus auf das WP, welches ich gerade trade. Und das bedeutet auch, sich zu überlegen, ob dieser Trade nun ein Sahnestückchen werden kann oder nicht doch besser abwarten auf eine bessere/sauberere Gelegenheit. Das schult mich in Geduld und damit tut mir das auch gut.

Beim Pokern mit Freunden gewinne ich in letzter Zeit meistens, da ich das beste Moneymanagement von uns betreibe und unberechenbar agiere. Und weil ich mit Wahrscheinlichkeiten arbeite, nur 30% meiner Hände ausspiele. Ich denke, das Traden schult es sehr gut, sich in solchen Situationen besser zu verhalten. Und ich denke, dass mein Trading insgesamt besser geworden ist, auch wenn ich 2 mal Mist gebaut habe und jeweils gut Geld gelassen habe. Es ist zumindest irgendwie einfacher geworden, ich habe mein Regelwerk reduzieren können, das war mir sehr wichtig. So ist es nun leichter umzusetzen, konsequenter. Ich bin gespannt, ob ich damit meine Qualität erhöhen kann.

Und ich bin konsequenter geworden. Bei mir lautet eine Regel, dass ich bei einem Trade, der nicht fachlich sauber umgesetzt wurde (ganz egal, an welcher Stelle!), also einen Fehltrade produziert habe, ich für den restlichen Tag eine Zwangspause vom Traden nehmen muss. Ich habe am Freitag 2 Trades gemacht. Der zweite war nicht regelkonform, da ich in die News reingerutscht bin, und damit war der Tag dann fertig - trotz Plustrade. Ich will konsequent und diszipliniert Traden lernen, darum kontrolliere ich mich eben genau. Wie soll ich wachsen und reifen als Trader, wenn ich mir alles durchgehen lasse? Nein, das geht so nicht. Und das fruchtet eben, wenn auch die Lernkurve doch nicht so steil verläuft, wie ich mir das wünsche. Darum lege ich inzwischen viel Wert darauf, wie ich etwas tue, auch wenn ich locker flockig mit meinen Kommentaren sein kann/bin.

Also zusammengefasst: ich habe die Änderungen vorgenommen, die für mich am wichtigsten/notwendigsten waren. Nun bin ich dabei, das alles richtig umzusetzen. Üben üben üben.

Viele Grüße,
Rainbowtrader :)
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