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Wer bin ich? Und wie viele? Oder so...

Geschrieben von Rainbowtrader , in Psychologie 12 Mai 2012 · 225 Aufrufe

Liebe Leser,

nachdem ich diese Woche emotional in mein Handeln eingegriffen habe (Depotverlust: -15%) durch Stoppversetzung und Nachkauf im Minus (war das nicht die Sache mit dem fallenden Messer...?), habe ich die Notbremse gezogen, um nachzudenken und daraufhin die richtigen Entscheidungen zu treffen. So habe ich vorübergehend mein Depot leergeräumt und mir auf die Fahnen geschrieben, in den nächsten Wochen in mich als Mensch mit meinen Eigenschaften zu investieren, also in meine persönliche Weiterentwicklung.

Das Thema stellt sich mir so, dass ich meine Grundüberzeugungen und Glaubenssätze, die von außen auf mich eingeströmt sind und denen ich ein Zuhause gegeben habe, überprüfen will. Mir geht es dabei nicht um meinen Charakter als solchem, sondern um die Konditionierung, da ich davon ausgehe, hier Optimierungsbedarf zu haben, vielleicht auch ungelöste Konflikte. So etwas in der Art. Das will ich für mich auf den Prüfstand stellen, da ich der festen Überzeugung bin, dadurch nur gewinnen zu können.

Selbstsabotage durch Emotionalität mag bewusst kein Thema spielen, doch unbewusst ist vieles möglich. Und wenn es einfach nur um die Urangst des Verlustes geht, vor dem Versagen als solchem oder einer leichteren Banalität. Ich weiss es nicht, doch habe ich mir im Laufe der Zeit Literatur zugelegt, bei der es um die Beschäftigung mit dem eigenen Ich geht. Diese will ich für mich durcharbeiten, mich inspirieren lassen, Antworten finden und mal sehen, was ich dabei über mich entdecke, was mir gar nicht so bewusst ist. Die Eigenwahrnehmung ist bekanntermaßen ja sowieso sehr weit von jeglicher Objektivität angesiedelt. Schon alleine deswegen, weil wir alle uns unsere eigene Welt erzeugen, durch unsere eigenen Vorstellungen, Erwartungen und Wertesysteme. Objektiv ist also anders.

Wenn einer von Euch ebenso das Gefühl hat, im eigenen Trading klemmt es irgendwie und irgendwo, dann möchte ich Euch ermutigen, Euch auch mal anders mit Euch selbst zu beschäftigen, als Ihr das im Alltag tut. Ich bin davon überzeugt, dass man nicht durch pausenloses Trading am Stück zum gestandenen profitablen Trader werden kann, sondern dass die eigene Entwicklung immer in Stufen verläuft, die es bedingen, auch mal einen echten Perspektivenwechsel vorzunehmen. Das möchte ich eben tun. Darum diese Pause, die keine ist, denn ich werde mich intensiv mit der Materie beschäftigen. Keine theoretische Psychologie oder Philosophie, sondern gelebte.

Eure eigenen Erfahrungen interessieren mich. Wer von Euch hat hier was zu erzählen? Oder genauer: möchte hier darüber schreiben?

Beste Grüße,
Rainbowtrader :)







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