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Rainbowtraders Börsenhandel

Geschrieben von Rainbowtrader , 05 Dezember 2012 · 772 Aufrufe

Liebe Leser!

Nachdem einige Zeit vergangen ist, in der ich mein Trading verfeinert habe, hier mal wieder ein Update.

Inzwischen handle ich nur noch 2 Märkte: den DAX Future (FDAX) und Light Sweet Crude Oil (CL). Diese bescheren mir eine optimale Volatilität zu allen 3 möglichen Handelssitzungen: Vormittags (9:00-11:00 Uhr) FDAX, Nachmittags (14:00-17:00 Uhr) FDAX und CL, Abends (19:00-20:30 Uhr) CL. Das Ziel lautet, am Tag ein bis zwei Handelssitzungen umzusetzen. Meistens sind es eineinhalb, da ich ergebnisorientiert ausgerichtet bin. Wenn ich den Vormittag mit Verlust beendet habe, und am Nachmittag auf Break Even handle, dann ist Schluss. Fließen lassen, doch kein Krampf mit Kampf.

Ich handle beide Märkte mittels 2er-Renko, habe jedoch die Zeitcharts M1, M10 und H1 auf den Monitoren ebenso mit dabei, da es mir wichtig ist zu sehen, was "obendrüber" abgeht, also besonders die Hauptmarktphase H1. Und in den jeweiligen Zeiteinheiten, denn mitunter sind hier Infos zum Schließen der Minutenkerze zum Beispiel relevant: beim Durchbruch oder dem Ausstieg aus einer Position.

In den meisten Fällen kommt bei mir ein parabolisches Trailing zum Einsatz, um Teilpositionen individuell mit Stopps und Targets auszustatten. Da ich ausschließlich Ausbrüche handle, klappt das oft sehr gut, jedoch auch genauso oft als Verrecker, weil meine Stopps dann sehr eng nachgezogen werden zwecks Gewinnsicherung. So kann ein schöner Ausbruch, der eine Korrektur inne hat, mich eben im Minus, auf BE oder im Plus ausstoppen. Daher bin ich auf der Suche nach Ausbrüchen, die möglichst glatt laufen werden. Im Idealfalle erreicht ein Trade im FDAX +33 Ticks (jede Teilposition mit eigenem Target) und im CL +30 Ticks bei der aktuellen Konfiguration. Stopps liegen bei 3 mal -8 Ticks im FDAX, sowie bei 3 mal -7 Ticks im CL. Doch das sind derzeitige Parameter, diese verändern sich immer etwas, je nach Erfahrungswerten. Ich backteste nicht, ausschließlich Forwardtest im realen Handel.

Derzeitig beschäftige ich mich mit dem Buch Tradingpsychologie von Norman Welz, um meine mentalen Traderanlagen auf ein besseres Niveau zu heben. Die Psyche ist das Wichtigste, wenn mich heute einer fragen würde. Gefolgt vom Money- und Risikomanagement, gefolgt von der Handelsmethode. Weil ich durch fehlende Disziplin und Beständigkeit keine Duplizierbarkeit erreiche, und in einem einzelnen schwachen Moment das Handelskonto an die Wand - oder gar unter Null - fahren kann. Und weil das in der Regel auch passiert, und sei dies in vielen kleinen Schritten des Versagens als Börsenhändler. Ein langsamer Tod ist eben auch einer.

Von News halte ich mich fern, denn zu diesen Zeiten wird man im Futuresmarkt von den Großen überrollt, verdaut und wieder ausgespuckt. Diese Erfahrung habe ich ebenso hinter mir, wie manch andere. Sich daran zu halten, nicht weiter um große Schmerzen zu betteln, ist ein wichtiger Fortschritt im Leben eines Traders.

Schwierig ist es mitunter auch, die Märkte richtig zu analysieren. Von den mir bekannten 6 Marktzuständen eignen sich nur 2 für meine Handelsmethode: der Trendmarkt und der Reversalmarkt. Stopp & Go, Choppy, Range, Wall of Fear überlasse ich liebend gerne anderen - beziehungsweise: ich übe mich darin, hier im richtigen Moment die Notbremse zu ziehen. Gar nicht so einfach. Bewährt hat sich übrigens, nach dem ersten Trade diesen nochmal unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, wie sauber dieser gelaufen ist. Wenn unsauber - oder im Verlust geendet - dann empfiehlt es sich, den Rangemarkt als solches auch anzuerkennen, anstatt hier weitere Trades in dieser Handelssitzung zu versuchen. Bekomme ich auf diese Art und Weise vom FDAX auf die Mütze, dann schalte ich den FDAX-Monitor aus und warte auf die nächste Handelssitzung unter CL ab Nachmittag auf dem zweiten Monitor. Diese Regel bemühe ich mich derzeitig, möglichst strikt einzuhalten, doch gelingt mir das nicht immer so sauber, wie beschrieben.

Die Challenge läuft noch, ich habe sie weiter unter Vertrag. Das hat auch seine Gründe, wie ich schon mal früher beschrieben habe. Doch wenn ich von Zielen spreche, meine ich damit auch wirklich dieses Wort - und nicht das krampfhafte Erreichen müssen dieser Vorgaben. Locker flockig Ziele. Zur Orientierung. Kein Muss. Denn das macht nur Stress und die Professionalität als Händler sinkt. Die Performance ebenso. Also alles mit der richtigen inneren Haltung, dann sollte das Traden auch dauerhaft gelingen. Ich habe daran keinen Zweifel.

Hier mal das Arbeitsgerüst für das CL-Trading:


Ein Auszug meiner Kennzahlen vom November 2012:

FDAX: Profitfaktor: 1,41. Profitable Trades: 71,53%. Haltedauer: 4,9 Minuten.
CL: Profitfaktor: 1,35. Profitable Trades: 75,00%. Haltedauer: 6,1 Minuten.

Viele Grüße,
Rainbowtrader :)






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