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Mein Trading der ersten Ausbaustufe

Geschrieben von Rainbowtrader , in Risiko, Geld & Depot 17 Januar 2011 · 201 Aufrufe

Mein strategischer Ansatz im Bereich "Risiko- und Moneymanagement" unterscheidet sich von den klassischen Methoden, die da lauten: "Riskiere nie mehr als ein bis 2 Prozent Deines Tradingkapitals".

Da meine Strategie ein Zusammenspiel verschiedener Ansätze ist, hebe ich hier bewusst die Trennung von Risikomanagement, Moneymanagement und Depotmanagement auf. Positionsmanagement hingegen betrachte ich als Teil des eigentlichen Tradingvorgangs und dieser bleibt darum hier außen vor. Auch ist das Risikomanagement als Teil des eigentlichen Tradingvorgangs nicht das Thema dieses Kapitels, doch spielt die Risikobetrachtung in Bezug auf das Tradingdepot bei meinem hier vorgestellten Ansatz eine grundsätzliche und wichtige Rolle. Darum verfahre ich so, wie ich es hier darstelle.

Mit Activtrades als Broker habe ich bei einem Depotstartkapital von 1.000€ einen maximalen Hebel von 1:400. Dieser maximale Hebel steht mir bis zu einem Depotkapital von 4.999€ zur Verfügung. Ab 5.000€ sinkt der maximal verfügbare Hebel auf 1:200. Da ich mich darauf spezialisiere, als Trendfolger auf kleinen Zeitebenen passende Einstiegsbedingungen zu finden und dabei mit minimalem Stopploss zu arbeiten, gibt mir das die Möglichkeit, hochgehebelte Trades mit vertretbarem Risiko einzugehen. Alle Trades erhalten einen Stopploss und werden zur Gewinnsicherung mit einem oder mehreren Indikatoren überwacht.


Trading auf der ersten Ausbaustufe bedeutet für mich, mein Depot auf 5.000€ zu überführen, also 4.000€ Gewinn zu machen. Mein Depotstartkapital zu verfünffachen. Das ist das erste Etappenziel und meine persönliche Herausforderung, zu der ich mir die Zeit nehmen werde, die ich brauche, um mit meinem unkonventionellen Angriffsplan genau dieses Ziel zu erreichen. Sobald ich dieses Ziel erreicht habe, sprechen wir über die nächste Aufgabe. Bis dahin interessiert mich einzig und alleine, in der nächsten Zeit einen wirklich guten Job zu machen, mein Depotkonto zu erhalten (1. Überlebensregel) und den entsprechenden Gewinnaufbau zu betreiben (2. Regel).

Das ich einen gewissen Bammel habe, diese Zeilen hier und jetzt für mich und für Euch niederzuschreiben, das könnt Ihr mir abnehmen. Ich bin ein Frischling, habe vom Trading nicht die blasseste Ahnung, außer einem Haufen Theorie, mit dem ich mich die letzten Monate beschäftigt habe. Ich will Erfolg haben bei dem, was ich hier tue und weiss jedoch, dass die wichtigen Lektionen nun die der kommenden Wochen sein werden. Eine Zeit, die mir zeigen wird, aus welchem Holz ich wirklich geschnitzt bin, wenn auch ich mir anmaße, das schon lange zu wissen. Nein, hier tut sich für mich echtes Neuland auf - hier gilt das, was ich bisher geleistet oder erreicht habe, nicht mehr. Das nötigt mir einen gewissen Respekt ab, lässt mich nachdenklich sein, vorsichtiger und in gewisser Weise auch bescheidener.


Regeln für die erste Ausbaustufe meines Tradings

Das Tradingkapital von 1.000€ wird in 20 einzelne Töpfe zu je 50€ überführt. Dies geschieht rein virtuell, also per Excelkalkulation, nicht jedoch auf meinem Tradingaccount. Diese Töpfe stellen meine Risikokapitaleinheiten dar. So hat ein jeder Topf in der ersten Stufe meines Tradings 5% Gesamtkapitalrisiko inne. Das ist bedeutend mehr als beim klassischen Moneymanagement. Jede der nachfolgenden Staffeln startet mit einem Topf von 50€ Risiko im Stopploss. Somit beträgt das Risiko einer jeden Staffel zum Anfang 5% und nimmt im weiteren Verlauf mit jeder einzelnen Staffel prozentual ab. Eine Staffel wird entweder erfolgreich abgeschlossen oder vollständig verloren. Geht eine Staffel zu Beginn des Angriffsplans verloren, so wird das verbliebene Kapital neu auf 20 Töpfe aufgeteilt. Dieses Verfahren findet immer dann Anwendung, wenn das Depotkapital unter den Ausbaustufen-Startwert (1. Ausbaustufe = 1.000€) sinkt. Sinn und Zweck ist es, die wichtigste Regel, nämlich das Überleben, sicherzustellen.

In der ersten Staffel geht es darum, einen Topf zu 50€ Risiko in 100€ Gewinn zu verwandeln, diesen also auf 150€ zu überführen. Damit haben wir grundsätzlich ein CRV von 2. Ein laufender Trade wird jedoch nicht abgebrochen, wenn das Ziel erreicht wird, sondern nach meinen Handelsregeln entsprechend so lange laufen gelassen, wie es diese eben vorgeben.

Die zweite Staffel startet wieder mit einem Topf zu 50€ Risiko. Diesmal mit dem Ziel, zuerst die 100€ Gewinn zu realisieren, um anschließend mit doppeltem Volumen 200€ Gewinn zu realisieren. Die zweite Staffel beinhaltet also nochmal den Weg der ersten Staffel und setzt eben ein weiteres Ziel obendrauf: eine martingale Verdoppelung von Risiko und Gewinn.

Dieses Prinzip setzt sich solange fort, bis die erste Ausbaustufe meines Tradings realisiert ist: ein Depotkapital von 5.000€.


Frage: was wird passieren, während ich daran arbeite, die erste Ausbaustufe zu realisieren? Antwort: mir werden Staffeln wegbrechen, ich werde diese also verlieren. Das geschieht im günstigsten Fall gleich zu Beginn der ersten Staffel mit 50€, das geschieht im schlechtesten Fall kurz vor Erreichen des Ausbaustufenziels, bei dem ich einen 4-stelligen Betrag verliere.

Doch das ist ein rein mentales Thema: ich habe dann nichts weiter verloren, als 50€ (einen Topf!), die bis dahin erreichten Etappengewinne (x.xxx€!) und die Zeit, die mich diese Verlustetappe gekostet hat. Das ist alles. Das ist das Modell. So will und werde ich dieses Thema behandeln, denn darauf beruht die Stärke meiner Strategie.


Für mich bedeutet Tradingpsychologie:

1. Mit den enormen Etappenverlusten klarzukommen, die Bestandteil meiner Tradingstrategie sind. Das ist für mich der Schlüssel zu dauerhaftem Erfolg: die mentale Stärke zu entwickeln, die notwendig ist, mit diesen Dimensionen richtig umzugehen.

2. Sicher auf dem schmalen Grat zu wandeln, der meine Strategie von Harakiri in Reinkultur unterscheidet. Wenn ich zum Zockertum neige, dann begehe ich hier 100% sicher den rituellen Tradingselbstmord. Handle ich zu 100% diszipliniert auch in den schwierigsten Tradingsituationen, die ebenso sicher auftreten werden, dann meistere ich das Spiel der Töpfe und kann sehr erfolgreich darin werden, Risiko und Chance in ein bestmögliches Gewinnverhältnis zueinander zu bringen.

Soviel zur Theorie, der reinen unverfälschten Theorie. Nun habt Ihr eine Vorstellung davon, wie ich ticke, wie ich an das Trading herangehe, wie ich persönlich Risiko- und Moneymanagment für mich nutzen will, und welche harte Nuss es ist, die ich mir hier vorgenommen habe, zu knacken. Ich bin diese Nuss, ich muss mich selbst knacken. Wenn mir das nicht gelingt, steht mir das klassische Moneymanagement immer noch zur Verfügung. So sehe ich diese Dinge heute. Dieses Risiko bin ich derzeitig bereit, einzugehen.

Beste Grüße von
Rainbowtrader





Ich wünsche dir viel Glück bei deinem Vorhaben.

Allerdings glaube ich nicht das es funktioniert.

Warum ?
Wenn ich mir hier und in anderen Foren die Systemthreads ansehen, fallen mir folgende Punke auf:

Die meisten Threads werden von hochmotivierten Beginnern eröffnet.

Das Risiko ist eher zu hoch als zu niedrig.

Die Zeiteinheiten gehen selten über 5 min hinaus. Meistens 1m oder weniger.

Nach ein paar Wochen ( wenn überhaupt ) wird der Thread eingestellt oder nicht mehr fortgeführt.

Ich würde mich freuen wenn es hier anders wäre.

andy
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