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Mein aktueller Stand und meine Ziele

Geschrieben von marty , 04 November 2011 · 119 Aufrufe

 Hallo, das wird jetzt ein etwas längerer Beitrag. Ich habe lange überlegt ob ich in diesem Blogbeitrag reale Zahlen nennen soll, und ich werde es tun. Meine Konten sind eh so klein. 
Bevor ich loslege erst mal ein großes Dankeschön an Dive für dieses excellente Forum und an Optionator für die geduldige Beantwortung von 1000 dummen Fragen von mir.

Der aktuelle Stand
Ich habe aktuell 5 Konten bei Alpari, ein Konto seit Beginn meiner Tradingtätigkeit, vier sind dann im Laufe des Jahres dazu gekommen. Warum ich so viele Konten habe will ich später erklären. 

Konto 1 - Seit Anfang an, aktuell hat es einen Stand von 1008,24 Euro. Bisher versemmelt habe ich 1389,27 Euro. Auf diesem Konto habe ich so ziemlich alles probiert was ich irgendwo in den Weiten des WWW gefunden habe. Die Kurve zeigt so langsam nach oben, aber trotzdem war noch kein positiver Monat dabei. Auf diesem Konto läuft aktuell ein EA Portfolio von Asirikuy, manuell habe ich diesen Monat nur wenig getradet. 

Konto 2 - Seit Anfang August. Das Konto liegt aktuell mit 3,33% im Minus, der Kontostand liegt bei 657,18 Euro. Der August und September waren positiv, der Oktober sehr schwach, aktuell liegt der Oktober mit 1,13% im Plus. Hier läuft ein anderes Aisirikuy Portfolio und es wurde nur automatisch getradet.

Konto 3 - Aktuell 26,92 Euro. Ist ein reines Testkonto wo ich zur Eröffnung 100 Euro investiert habe. Hier durfte der Forex Growth Bot sein Unwesen treiben, allerdings mit wenig Erfolg. 

Konto 4 - Aktuell 79,08 Euro. Auch hier waren es 100 Euro, auch ein Testkonto wo ich manuelle Trades probiert habe. 

Konto 5 - Mein Vorzeigekonto, seit Anfang November, aktueller Kontostand 1027,10 Euro. Auch ein rein automatisiertes Konto mit Asirikuy EAs. Der September war mit 7,95% Plus sehr gut, danach lief es so lala. 

Man sieht also dass das Abenteuer Forex ein schöner Verlust für mich war. Aber ich gebe nicht auf, ich glaube nach wie vor daran dass es mir gelingt mit einem automatisierten System und gelegentlichen manuellen Handeln vom Trading leben zu können. Auch wenn es aktuell nicht so aussieht. Aber auch dazu später mehr.

Mein EA Portfolio bzw. EAs generell
Mittlerweile bin ich überzeugt davon dass man einen EA den man nicht versteht auf keinen Fall einsetzen sollte. Ich habe bis vor kurzem keinen einzigen eingesetzten EA verstanden. Mir reichte es wenn Steve Hopewood oder andere Größen der Forexfactory irgendeinen Fließband EA veröffentlichten bzw. wenn Verkäufer ihren kommerziellen EA auf wunderbar bunten Seiten angepriesen haben. Irgendwann habe ich dann die Asirikuy Seite gefunden, eine wahre Goldgrube in meinen Augen. Es geht in erster Linie darum selbst EAs zu entwickeln bzw. EAs von der Seite anzupassen bzw. zu optimieren. Es gibt dort eine extreme Fülle an einzelnen EAs, Portfolios, Analysemöglichkeiten und noch vieles mehr. Ich stehe selbst noch ganz am Anfang beim "lernen des Stoffs". Auch meine aktuellen Asirikuy EAs sind ohne große Strategie willkürlich auf die Konten verteilt worden. 

Mein manuelles Handeln
Ja, ein interessanter Punkt, ich stehe eigentlich mehr auf EAs, zum einen weil ich in meinem Drecksjob absolut keine Möglichkeit mehr habe manuell zu traden, zum anderen, es bleibt einem bei automatisierten Handeln einfach mehr Zeit für die Familie. Aber trotzdem bin ich mittlerweile auch der Meinung dass man trotz EA Schwerpunkt auch manuell handeln können sollte. Ok, das aktuelle Jahr war bzw. ist wohl eines der schwierigsten überhaupt für den Devisenhandel. Aktuell beschäftige ich mich mit der Markttechnik nach Voigt. Wenn ich die nötige Zeit habe dann klappt das auch mittlerweile ganz gut, diese Zeit habe ich aber leider kaum. Nach den Händler Bänden will ich mich dann mit den Ross Büchern befassen. Dieses 1-2-3 Handeln sehe ich als wichtigstes manuelles Handelssystem.
Neben dem 1-2-3 Handeln will ich mir noch folgende Systeme genauer ansehen:

- NanningBobs Systeme von der Forexfactory. NanningBobs 4H System habe ich mal mit gar nicht so schlechtem Erfolg angewandt. Das 4 Stunden Timeframe kommt mir entgegen, das Problem sind aber die fehlenden SLs, das würde ich so auf keinen Fall mehr machen und die extremst großen Threads dazu. Allein das alles zu lesen dauert Wochen. Das neueste System von ihm sieht auf den ersten Blick auch sehr interessant aus, er hat ja geschrieben seinen Holy Grail gefunden zu haben.

- Blackdog Trading, das habe ich mit eher durchwachsenen Erfolg angewandt. Ich glaube trotzdem dass man hier beim Daily Timeframe unter Berücksichtigung der Support bzw. Resistance Linien erfolgreich sein kann. Ich habe damals viel in niedrigeren Time Frames getradet, diese liegen mir aber einfach nicht.

Ansehen will ich mir auch noch das THV System sowie das Lindencourt Daily System. Aber das steht erst mal hinten an, ich hab eh schon kaum Zeit. Ich will natürlich die Augen offen halten, aber auch hier gilt für mich jetzt dass ich das System erst mal verstehen muss ehe es anwende.

Meine Strategie
Ich habe oben geschrieben dass ich 5 Konten habe, das hat den Grund das ich mir mal wunderschön ausgerechnet habe dass ich pro Monat mindestens 2500 Euro Netto zum Leben bräuchte, besser wär natürlich etwas mehr Geld. Aber ich bin genügsam, 2500 pro Monat wäre super. Auf das Jahr würde das 30.000 Euro Netto pro Jahr bedeuten. Meiner Schlauen Rechnung nach hatte ich vor diese 30.000 Euro auf 10 Konten (bei unterschiedlichen Brokern) zu verteilen. Pro Konto also 3000 Euro pro Jahr. Das klingt nach gar nicht so viel wenn man das jetzt auf 12 Monate verteilt. 250 Euro pro Monat auf jedem der 10 Konten. 
Die unterschiedlichen Portfolios für diese Konten zu finden bzw. den erträglichen Draw Down zu finden ist meine Suche nach dem Holy Grail. 
Vielleicht würde es auch mit weniger Konten klappen, ich bin mir da noch nicht sicher. 250 Euro auf 10 Konten sind aber in meinen Augen kein unrealistisches Ziel.

Mein Vorgehen
Um diese oben angesprochenen, optimierten Portfolios zu finden, will ich in den nächsten Monaten die vergangenen 10 Börsenjahre analysieren. Anhand dieser Auswertung möchte ich dann anhand der aktuellen Marktlage die Portfolios bzw. EAs anpassen. Das klingt jetzt auf den ersten Blick vielleicht total doof, ich glaube trotzdem dass sich die Ereignisse an der Börse wiederholen. Die Auswertung soll eine Jahresauswertung bis runter zu den einzelnen Wochen enthalten. Ich will dabei die jeweiligen Ereignisse (2011 natürlich die Tsunami Katastrophe in Japan und die Griechenland Krise) berücksichtigen sowie die Volatilität, die Bewegungen und noch so einige andere Daten beinhalten. Ich muss mir über die genauen Inhalte noch intensiv Gedanken machen. Alle Asirikuy EAs haben übrigens positive 10 bzw. teilweise 20 Jahre Backtests. Aber man muss auch sagen dass das aktuelle Jahr es schon einigen Systemen sehr schwer macht.

Am Wochenende gibts die aktuelle Auswertung, in den kommenden Tagen will ich auf die einzelnen Asirikuy EAs eingehen, zumindest soweit das Urheberechtlich ok ist.

So, jetzt zerpflückt meine Ausführungen.











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Rainbowtrader
05.11.2011 - 09:55 Uhr
Moin Marty!

Du bist ja sehr EA-lastig, und dazu kann ich nicht besonders viel beisteuern. Der Traum, einen "intelligenten" Roboter die Arbeit machen zu lassen ist schon reizvoll.

Vor einiger Zeit habe ich mal von einem Trader gelesen (ich weiss nicht mehr, wer das war), der etliche EAs am Laufen hat und dazu noch manuell tradet, dann noch Gelder in Immobilien, internationalen Fonds, physikalisches Gold und Silber, sowie mehrere Tagesgeldkonten mit Einlagen.

Klar: habe ich viel Knete, dann muss ich streuen. Habe ich wenig Knete, dann muss ich hingegen schauen, wie ich Risiko zu Gewinnmaximierung ins Verhältnis setze. Denn 5.000 oder eben 10.000€ so splitten zu wollen, da stehe ich mir selbst im Wege: 1000€ zum manuellen Traden, 1000€ verteilt auf 20 EA-Konten, 2000€ auf Tagesgeldkonten, 3000€ investiert in einen rumänischen Wohnungsanteil von 10% oder so... Nein, so macht das eben keinen rechten Sinn...

Und ob es wirklich machbar ist, mit einem Minimum an Aufwand (Du hast ja Job und Familie) erfolgreiche EAs zum laufen zu bringen, die in der Summe immer deutlich im Gewinn liegen, da habe ich meine echten Zweifel. Mag sein, das dies funktioniert, nur glaube ich nicht, dass Du dazu ein paar Hundert Stunden in EA-Bastelei und Recherche und Käufe investierst und dann läuft die Kiste. Stelle Dir die Fragen: wo stehe ich nach dieser investierten Zeit wissenstechnisch im Sinne von anwendbarem nutzvollem Wissen, um damit umgehend Geld verdienen zu können? Was ist mein Plan, wenn das mit den EAs doch kniffliger ist und sich weiter hinzieht als gedacht? Bleibst Du dann am Ball - oder hast Du eine Deadline, aber der es gilt: Hopp oder Top? Also: wie groß ist Dein Zeitdruck? Ideal wäre es, Du hättest keinen. Dann hast Du die Ruhe für F&E.

2500€ Minimum an Kosten ist relativ viel Geld. Wenn Du Berechnungen machst, dann vergisst Du bisher die prozentualen Größen. 250€ pro Konto klingt nicht viel. Diese jedoch beständig umgesetzt zu bekommen, ist die Kunst. Und das dann 10 mal parallel und keinen Verrecker dabei. Und das dann im Minimum. Hm, da fehlt mir noch der Feinschliff Deines Planes. Will sagen: schönes Wunschdenken, die Ideen sind da, nur geht es eben darum, diese tragfähig zu bekommen. Und jetzt frage mich nicht, wieviel Geld man dazu braucht bei einem durchschnittlichen Kursverlauf von X auf Y vielen Konten - denn ich weiss es nicht.

Ich denke folgendes (auf mich bezogen, wie ich denke oder denken würde):
1. Um vom Traden leben zu können, brauche ich meine volle Konzentration für das Traden. Keinen Hauptjob, keinen Nebenjob.
2. Die Familie muss sich an gewisse neue Spielregeln halten, denn auffliegende Türen und "Papa, die Josephine hat mir schon wieder das Yps-Heft um die Ohren gehauen... (gibts das eigentlich noch, also das Heft?)" sind dann wirklich tabu. Ruhe im Kopf ist die Grundlage allen Traderseins. Ansonsten bleib im Bett, habe Freizeit, mache alles andere nur kein Geld verdienen wollen/müssen an diesem "verlorenen" Arbeitstag!
3. Das Meistern des manuellen Tradens als die hohe Kunst zu erlernen, diese zu leben und in dieser seinen Ausgleich zu finden, bedeutet, sich selbst mit seinen Macken und Fehlern gemeistert zu haben (ich habe gestern mit Minimumbeträgen ein paar Dinge ausprobiert und diese sind schiefgelaufen und ich war vielleicht sauer und aufgedreht! Realkonto ja, doch wirklich nur Centbeträge. Und es ging hier nur um meine "Traderehre", Selbstbewusstein, Zeit, Nerv, und Frust, weil meine Ideen nur Schrott wert waren - nicht um Geld/Familieneinkommen und dergleichen).
4. Hier ermahne ich mich immer, mir Philip und Hofner aus der Händlerreihe von Voigt anzuschauen und mal zu vergleichen, wo ich denn wirklich stehe. Hier schneide ich nicht gut ab, doch ich arbeite an mir. Disziplin und Gewinnereinstellung sind meine derzeitigen Baustellen zum Thema.
5. Auf welchen Monatsbedarf kann ich mich runterschrauben, um zu existieren? Gut, die Hälfte von Deinen 2.500€ reicht mir gerade so aus, dann ist aber auch nichts drin. Doch ich komme mit relativ wenig Geld aus, kann ein Zimmer zeitweise untervermieten und ich kann meine bewusst gewählte 2-jährige Autoauszeit bewusst noch um ein oder 2 Jahre ausbauen. Wenn es erforderlich ist, bin ich für vielen Verzicht bereit, auch wenn ich dafür übergangsweise einen Fremden in meiner Wohnung beherbergen müsste und weiter alles per Rad, öffentliche Verkehrsmittel, Taxi und ggf. Mietwagen erledige. Ich brauche auch kein neues Handy, keinen Urlaub und keine regelmäßigen Restaurant-Besuche, das zähle ich dem Bereich Luxus zu. Bewusster Verzicht als Lektion für das Leben und für das Trading. Um mich weiterzuentwickeln.
6. Wieviel Depotkapital brauche ich nun, um davon zu leben? Grob geschätzt mal soviel, dass ich Lottrader bin. Also ein Handelsvolumen von 100.000 Units (1 Lot) handle. Wenn ich mal dorthin gelange, dann weiss ich (und fühle ich es), dass ich vom Traden leben kann. Warum? Weil ich die Disziplin und das Durchhaltevermögen aufgebracht habe, um dorthin zu kommen. Von 5000 Units beginnend, maximal-gehebelt 1:50 bei Oanda, also mit einem bescheidenen 1.000€ Konto. 1 Lot EURUSD = 2000€ Margin bei einem Hebel von 1:50. 1 Pip = 10 USD = circa 7 EUR. Bei durchschnittlich 10 Pips SL habe ich ein Traderisiko von 70 EUR. Als Lottrader trade ich mit einem Risiko von 0,5% je Trade. Also brauche ich ein Kapital von 200 mal 70 EUR = 14.000 EUR, um überhaupt nach meinen Vorstellungen Lots zu traden. Besser 20.000 bis 30.000 EUR wegen schwieriger Zeiten, die eh immer vorhanden sind! Puffer und so. Und ich spreche hier für mich und für das reine dem Traden zur Verfügung stehende Kapital. Wieviel muss ich im Schnitt bei monatlicher regelmäßiger Entnahme von 2100 EUR (Abgeltungssteuer, Krankenversicherung, Miete, Nebenkosten, Kommunikation, Sport, Leben, Essen, Trinken, Haushalt...) also an Pips machen? 2100 EUR geteilt durch 7 EUR = 300 Pips. Damit das Ganze nicht zu eng kalkuliert ist: 2.800 EUR geteilt durch 7 EUR = 400 Pips. Gleich 100 Pips Gewinn pro Woche. Je Handelstag 20 Pips Gewinn. Ist das machbar? Ich denke schon. Zumindest dann, wenn ich mal dorthin gekommen bin. Und das ist ein schwieriger Weg, der zudem eben auch seine Zeit braucht. Wenn ich heute die 14.000 EUR, oder gar 20 bis 30K zum Traden zur Verfügung hätte, würde ich es schaffen? Nein, definitiv nicht, ich bin noch nicht reif und entsprechend erfahren dazu. Das ist meine ehrliche Antwort mir selbst gegenüber.
7. Will ich das schaffen? Die Antwort lautet JA. Habe ich die Zeit dazu? Nun wirds deutlich schwieriger/problematischer...

Ich hoffe, Dir hier Anregungen gemacht zu haben, die Dir helfen. Auch wenn ich von EAs wirklich keinen Plan habe.

Viele Grüße,
Rainbowtrader :)

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