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(Konfuses) Update

Geschrieben von Shrike , 05 Oktober 2011 · 101 Aufrufe

Endlich habe ich mal wieder Zeit gefunden, genommen trifft es wahrscheinlich besser, ein Update meines Blog's zu verfassen.

Vorne weg: Vorerst wird es keine Performanceupdates, wie ich sie bisher verfasst hatte, mehr geben. Werde irgendwann meine Myfxbook Konten zur Einsicht stellen. Das bisherige Vorgehen ist zu aufwendig da ich ständig Gelder zwischen den Konten transferiere und Ein und Auszahlungen tätige.
Da es wieder einige Änderungen in der Vorgehensweise gegeben hat, ich denke das kennen die meisten, sind die Konten ,die der heutigen Betrachtung zugrunde liegen, am 11 August gestartet.
Seitdem habe ich mit diesen über 60% erwirtschaftet und einen Profitfaktor von über 6. Und zwar mit Hilfe eigener EA's und manuellem Trading's. Dies bezieht sich auf eine Kontogrösse von ca. 3000 euro. Damit bin ich auch auf das Jahr gesehen leicht im Plus. Trotzdem bin ich nicht völlig zufrieden damit. Viel zu oft habe ich mich nicht an meine Regeln gehalten und Gewinne beschnitten und Verlusten viel Spielraum gelassen. Damit konnte ich zwar über 50 Trade's in Folge im + beenden, aber ich mache mir da nicht viel vor. Ich hatte auch viel Glück dabei und ein sehr schlechtes Risk to Reward Verhältnis.
Leider befinde ich mich auch in einer Phase gesundheitlichen Drawdon's und beruflicher Eingespanntheit. Deshalb habe ich das manuelle Trading vorerst wieder reduzieren müssen. Trotzdem bin ich guter Dinge das mein Trading binnen eines Jahres zu einem zweiten Standbein werden kann.

Aktuell arbeite ich an einem neuen EA und bei der Entwicklung habe ich wieder vieles lernen dürfen. Man stellt erst mal fest, was es bedeutet einem EA vertrauen zu können und wie leichtsinnig man ist wenn man einer Blackbox sein Geld anvertraut. Diese Erkenntnis allein hat die Entwicklungskosten schon wieder wett gemacht:-)
Im Moment befinden wir uns dort in der Endphase und ich hab grosses Glück einen so guten Programmierer zu haben, der mir einige hilfreiche Ratschläge gegeben hat, auf die ich allein nie gekommen wäre. Ich denke das ich in ca. einem Monat meine ersten Livetest's auf dem Realkonto wagen kann. Vielen Dank an meinem Programmierer auch noch mal von dieser Stelle. Derjenige weiss dann schon Bescheid (wir wollen ja keine Werbung machen).

Ich hatte mir vor einiger Zeit auch darüber Gedanken gemacht das man von Freunden und der Verwandschaft gerne gesagt bekommt wie viel Rendite ein Fondsmanager oder Vermögensverwalter oder auch die Bank macht und das es deshalb unmöglich sei mehr zu machen bzw. auch nur annähernd so viel wie diese "Profis". Aber mir fielen da mind. 3 gute Argumente für uns Trader ein (ich weiss, es gibt wesentlich mehr).
1. Wir müssen gar nicht so viel Rendite wie die Fonds erzielen da diese ja eine Verwaltungsgebühr und Gewinnbeteiligung kassieren. Das heisst, wenn der Fonds uns z.B. 7% auszahlt, hat er dafür insgesamt 10% erwirtschaften müssen. Wir müssen für das selbe Ergebnis eben nur 7% machen.

2. Fonds sind meist unflexible Dickschiffe. Schnell rein und raus geht da nicht. Und ab einer gewissen Grösse wird es bei gleichbleibendem Moneymanagement schwierig ausreichend vielversprechende Investitionen zu finden.

3. Fonds sind im Normalfall streng reguliert und haben jede Menge Auflagen und Vorschriften an die sie sich halten müssen. Das bedeutet z. B. auch das man immer irgendwelche Aktien halten muss. Ob das jetzt gut oder schlecht ist.

Das trifft wahrscheinlich nicht auf alle zu, aber die handelsüblichen, die unsere Freunde und Eltern kaufen würden, haben meist die oben genannten Nachteile. Ich denke wir haben da schon einige Vorteile, allerdings will ich damit nicht ausschliessen, das manch einer am Ende des Jahres doch mit dem DWS-Vermögensaufbau besser gefahren wäre.

Ansonsten lesse ich "Das grosse Buch der Markttechnik" und bin wie viele hier in diesem Forum sehr angetan davon. Dazu muss ich sagen das ich im Moment ein sehr langsames Tempo habe, da andere Verpflichtungen und aktiver Handel... So kommt es das ich schon ein gutes halbes Jahr damit beschäftigt bin. Das soll aber die Qualität des Buches nicht schmälern und ich stelle es jetzt schon auf eine Stufe mit dem Spiel der Spiele von Jesse Livermore und Magier der Märkte von Jack Schwager, beide Titel betrachten eher die Psychologische Seite des Traden's.

Das war's erst mal von mir. Hoffe das bis zum nächsten Blogeintrag nicht so viel Zeit vergeht:-)





Erstmal Glückwunsch zur Performance und auch Gratulation zur kritischen Betrachtung selbiger. Nur, wenn man in solchen Phasen auch die Schattenseiten betrachtet, kann man realistisch mit dem Thema umgehen.

Zum Thema Investmentfonds, deren Manager und der Status des Profis sei nur gesagt - Fonds sind genau deshalb in ihren Anlagerichtlinien derart streng reguliert, weil die meisten Fondsmanager Pfeifen sind. Ziel des Fondsmanagers ist es auch nicht, jedes Jahr Gewinne zu erwirtschaften. Natürlich wollen sie das, aber viel wichtiger ist Ihnen, die Benchmark zu schlagen. Soll heißen, wenn der Dax die Benchmarkt darstellt und dieser um 50% steigt, wollen sie 51% Gewinn erzielen. Fällt der Dax um 35%, wollen sie nur 34% verlieren. Traurig aber wahr. Und noch trauriger und noch wahrer - auf lange Sicht schaffen es 99% der Fondsmanager eben nicht, die Benchmark zu schlagen. Unter anderem ist dies bedingt, durch die Anlagerichtlinien. Der Spielraum für eigene Entscheidungen ist sehr gering und die Trefferquote besser oder schlechter als die Benchmark zu sein, liegt langfristig bei 50%. Dann ziehen wir die Verwaltungsgebühren und Gewinnbeteiligungen noch ab und schwuppdiwupp performed der aktive gemanagte Fonds schlechter als die Benchmark.

Deshalb lieber ETF kaufen. Aber zum Thema privater Trader. Du hast selbst gesehen, was für Ertäge in kurzer Zeit möglich sind. 60% in 1 1/2 Monaten. Vielleicht auch Glück dabei, aber es ist möglich. Bei mir sinds 40% seit Juni und das nicht mal bei großem Risiko. Was hat der Dax seit Juni gemacht? Richtig - Verluste. Wir sind flexibler, müssen nicht, aber können handeln, wir können uns zu jeder Zeit entscheiden, ob wir long oder short gehen und unsere Stopps eng setzen. Alles Vorteile gegenüber den "Dickschiffen", wie Du so schön sagtest. Und wer es versteht, diese Vorteile zu nutzen, kann extreme Renditen erzielen. Und wer zu extreme Renditen erzielt, ist Spekulant und damit Verursache für die diversen Krisen :D

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Vielen Dank für das Lob.
Das mit der Benchmark hab ich auch schon gelessen. Da knallen die Sektkorken weil man den Dax um 10% geschlagen hat. Das der Dax bei minus 30% liegt kümmert da keinen. Aber bei den Gehältern geht der Biss halt auch mal irgendwann verloren.
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