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Woche 4

Geschrieben von DaBuschi , in Wochenrückblick 28 Januar 2011 · 158 Aufrufe

Und Woche 4 ist angebrochen und ich hatte ja einen großen, breiten Blogeintrag zum Thema Einstiege gemacht und wollte damit zurück zu dem erfolgreichen Trading, dass es schonmal gewesen ist. Mal sehen, wie mir das diese Woche gelingt:

Montag

Heute habe ich nach Longtrades gesucht, weil der Markt generell Long ist und seit Sonntag Nacht korrigierte. Leider habe ich mich zu sehr im Chart vergraben, sodaß ich im 1min-Chart nach Einstiegen gesucht habe. Zu dieser Zeit war der Impuls vom Freitag aber gerade erst zu 38,2% korrigiert. In einem so fortgeschrittenen Trend ist das vielleicht ein bisserl früh und meine Stopps dafür zu eng. Es kam wie es kommen mußte und die SL wurden getroffen. Nachdem ich mit mehreren Trades bereits 40% meines Tagesbudget verballert hatte, habe ich meinen Fehler bemerkt.

Ich habe dann auf den 15min-Chart geswitched und mein Trading war auf einmal sehr viel ruhiger. Ich hatte wie gesagt noch knapp 10€ Budget und da der Markt korrektiv aussah, bin ich quasi all-in Richtung long. Dieses aber in 3 Tranchen mit entsprechend weitem SL. So ist es mir dann gelungen, den Tag noch im Plus zu beenden.

Ich habe heute ingesamt 11 Trades gemacht. Dabei waren 5 Verlierer und 6 Gewinner. Trefferquote 54,54%, Profitfaktor 1,34

Handelskapital: 25,89 €
Ergebnis: 6,76 € = 26,11%

Alles in allem hat mir der heutige Tag und vor allem die letzten Trades Selbstvertrauen gegeben und bewußt gemacht, worauf es zu achten gilt.

Dienstag

Die letzten Trades von gestern haben mich heute sehr viel ruhiger agieren lassen. So hab ich das Bild von vorn herein im größeren Zeitfenster betrachtet und deshalb hab ich heute Morgen wieder nach longs gesucht. Der erste Trade wurde Punkt 9 in die Korrektur auf dem 1min-Chart eröffnet. Der Einstieg war gut gewählt und der Markt hätte impulsiv ausbrechen müssen, wenn er die 1.3700 in den Morgenstunden hätte nehmen wollen, deshalb konnte ich meinen SL schnell auf BE nachziehen. Als dieser getroffen wurde, sah ich nach der EW ein klares Bild. Wir hatten ein dreiwelliges Hoch gemacht und es folgten keine Anschlusskäufe. Impulse müssen aber 5-wellig sein und deshalb hab ich mich nach dem Ausstoppen schnell auf die Shortseite begeben. 15 Pips waren mein Risiko. Nach 30 Pips nahm ich die Hälfte raus, weil der Kurs vorerst nicht tiefer wollte. Den Rest ließ ich laufen. Von diesem Level sollte der Kurs nochmals um knapp 65 Pips fallen. Damit war die Welle C komplett und ich hätte aussteigen müssen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich eine Performance von 100% auf mein Tagesbudget erreicht.

Nun hat ich aber die Vergangenheit zweierlei Dinge gelehrt:

1. In der EW gibt es immer eine alternative Zählung, sodaß meine Welle C auch eine Welle 1 hätte sein können und wenn dem so wäre und sich der Shorttrend zum nachmittag fortsetzt und ein Trendtag draus wird, dann hätte ich noch deutlich mehr Gewinn machen können. Also blieb ich im Markt zumal ich mein 1R heute schon verdient hatte. Der Markt korrigierte dann auch recht scharf, lief aber nach Beginn der US-Session schnell wieder zu den Tagestiefs. Als er die nicht unterbieten konnte, hab ich dort einen Hedge geöffnet. Auch hier kam ich gut in den Markt. Und nun kommt der einzige Fehler des heutigen Tradingtages - ich habe den Hedge nach den 16 Uhr-Nachrichten manuell geschlossen, weil es danach aussah, als würde der Markt weiter short wollen. Es ist dem Markt aber egal, was ich sehe und meine, wie er aussieht. Deshalb ging er nach einigem Zögern dann auch prompt wieder aufwärts und stoppte meine restliche Shortposition auf BE aus. Ich hatte aber dennoch vorher ein paar Gewinne aus der Shortposition mitnehmen können, sodaß mein Tagesergebnis noch auf 2R verbessert werden konnte.

Alles in allem war das Trading heute sehr ruhig und souverän und hat Spaß gemacht. Nach dem Ausstoppen des Shorts hab ich deshalb auch den Tradingtag für beendet erklärt. Das ist auch gut so, denn Fehler (manuelles Schließen der Longposition) verleiten zum Rachetrading - Mist ich hatte Recht und jetzt geht der Markt ab. Da geh ich mal schnell rein. Nüscht is, das führt nur zu Overtrading und zerstört im Normalfall einen gesamten Tradingtag und wenns dumm kommt noch ein paar mehr.

Ich habe heute ingesamt 3 Trades gemacht. Dabei waren 1 BE-Trade und 2 Gewinner. Trefferquote 100%, Profitfaktor #N/A. Ich zähle den BE-Trade als Gewinner, da ich faktisch 0,1 Pip verdient hab

Handelskapital: 25,89 €
Ergebnis: 13,55 € = 52,34%

Mittwoch

Mmh, ich seh hier eine Parallele zu letzter Woche. Die ersten beiden Tradingtage im Plus und der dritte ein Verlusttag. Die Frage ist, warum ich heute überhaupt gehandelt hab. Ich hab für heute eine enge Seitwärtsrange erwartet, weil heute um 20:15 das FOMC Statement rauskommt. Bis dahin macht der Markt selten was, wenn es dann 20:15 ist, dann rauscht der Markt 80 Pips runter, 180 Pips rauf und wieder 100 Pips runter und das innerhalb von 2 Minuten. Damit sind dann alle SL und Limit-Orders abgegrast und der Markt ist bereinigt.

An solchen Tagen sollte man gar nicht handeln, vor allem, wenn man schon eine derartige Erwartung hat. Hat mich mein Bauchgefühl doch nicht getäuscht.

Egal. Heute gabs 7 Trades, 3 Gewinner und 4 Verlierer. Trefferquote 43%, Profit Faktor 0,19.

Profit Faktor 0,19 bedeutet, dass meine Gewinne derartig gering waren, dass es fast schon lachhaft ist. Das kommt aber auch durch eine enge Range. Da kann man nur Geld verdienen, wenn man unten kauft und oben verkauft und dafür muss man wissen, wo oben und unten ist. Meine Trades sind heute also nur selten in den Gewinn gelaufen und deshalb dieses Ergebnis. Eine kleine Teilposi hab ich noch offen, aber die wird wohl bald auf BE ausgestoppt und selbst wenn nicht und der EURUSD läuft heute noch auf 1.3900, bleibts trotzdem ein Verlusttag. Kann ich also eigentlich auch gleich zumachen.

Gesagt, getan. Trade ist zu, Profit Faktor hat sich auf 0,21 verbessert, wenn man da von Verbesserung sprechen kann.

Handelskapital: 25,89 €
Ergebnis: -14,45 € = -55,81%

Aber ganz so einfach wie oben beschrieben, ist es dann doch nicht. Man kann die Schuld nicht beim Markt suchen. Ich hab heute auch wieder Mist gehandelt. Ich habe Einstiege VOR der Korrektur genommen und das hat mir die größten Verluste zugefügt. Schuld ist immer der Trader selbst. Es war meine Entscheidung, dumme Einstiege zu wählen und es war meine Entscheidung, heute zu handeln, demnach trage ich die volle Verantwortung für das Ergebnis. Der Markt hat nur das getan, was er immer tut. Er ging rauf und er ging runter. Das tut er mit und ohne mich. Weiterhin hat mir das Chartbild heute Morgen nicht gefallen. Ein weiterer Grund nicht zu handeln. Es hört sich aktuell frustrierter an, als es wirklich ist. Ich muss nur geduldiger und lockerer werden. Wenn kein Trade kommt, dann kommt kein Trade und dann braucht man auch nicht danach suchen und wenn´s heut keinen Trade gibt, dann gibt´s vielleicht morgen einen. In dem Sinne - Schluß für heute und Donnerstag geht´s weiter.

Donnerstag

Was macht der Trendtrader im trendlosen Markt?? Richtig - Verluste.

Heute hab ich mir nichts vorzuwerfen. Ich habe ausschließlich gute Einstiege gewählt. Einstiege in der Korrektur. Der erste Impuls ging heute Morgen deutlich short. Demnach war es nur sinnvoll, in die Korrektur hinein zu shorten. Das Momentum Richtung long lässt weiterhin nach, was zumindest auf eine ausgedehnte Korrektur schließen lässt, evtl. sogar eine Trendumkehr, aber das wird sich zeigen.

Nichts desto trotz geben die Bullen nicht so ohne Weiteres auf. Dementsprechend wurden meine Shorts auch ausgestoppt. Im Anschluss daran, hab ich hier auf Rücksetzer für den Longeinstieg gewartet. Diese kamen auch und ich kam auch gut in den Markt. Die Trades liefen in den Gewinn, aber das Hoch von 12 Uhr wurde nur kurz angetestet und nicht signifikant gebrochen, sodaß auch hier keine großen Gewinne möglich waren. Am Nachmittag kam nochmal Schwung auf der Shortseite auf. Auch hier habe ich wieder Einstiege in der Korrektur gesucht. SL ist überm Tageshoch und wird wahrscheinlich auch gerissen, aber noch hab ich einen Trade offen.

Heute gab es insgesamt 13 Trades (das ist der einzige Fehler - weniger traden muss die Devise sein), davon waren 5 Gewinner, 7 Verlierer und ein Trade ist noch offen. Profit Faktor: 0,54 (wird der noch offene Trade ausgestoppt ist der PF 0,47).

Handelskapital: 25,89 €
Ergebnis: -11,35 € (-15,94 €) = -43,84% (-61,57%)

Den offenen Trade werd ich morgen noch managen - falls ich noch dazu komme und dann die Wochenstatistik erstellen.

Freitag

Ich liebe den Markt. Immer, wenn man sich nicht an seine Regeln hält, gibt´s eins auf die Mütze und das kräftig. Ich schrieb noch, dass ich heute nur noch den Trade vom Donnerstag manage. Nun, heute Morgen hab ich den Trade in Gefahr gesehen und hab nen Hedge aufgemacht. Das sogar gegen 9 Uhr an ziemlich perfekter Stelle. Danach war ich long eingestellt, weil der Hedge ja super funktioniert hatte und hab gegen meine Regel verstoßen, freitags nicht zu traden und das war der Anfang vom Ende. Ich hab Longtrades aufgemacht und hab dabei so alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Ich war so versteift auf Long, dass aufgestockt hab, mein SL verschoben hab - mehrere Male, also unterm Strich, hab ich genau das gemacht, was man nicht machen soll - Gewinne begrenzen (meinen Short von gestern geschlossen) und Verluste laufen lassen. Als ich dann wieder bei Sinnen war, hab ich mich dann ausstoppen lassen.

http://img156.imageshack.us/img156/4683/201004kw.jpg


Das hat dann natürlich die Wochenstatistik so richtig verhagelt, wie Ihr oben sehen könnt. Das ärgerliche ist, dass die Einstiege an sich wieder in Ordnung waren, nur war ich heute auf der falschen Seite unterwegs. Das kann passieren, vor allem, wenn der Markt so lang rauf gelaufen ist. In Trendrichtung ist man immer sicherer unterwegs als gegen den Trend, demnach waren meine Trades auch nicht so schlecht. Sie waren in der Korrektur auf dem 1h-Chart. Nun kam allerdings die längst überfällige größere Korrekturbewegung und diese kann sich auch noch fortsetzen. Evtl. wird auch ein eigenständiger neuer Trend draus, wer weiß das schon. Das Problem, das ich hatte war, dass ich meinen SL halt immer von einem Punkt 2 zum nächsten Punkt 2 zurückversetzt hab, weil es halt immer noch eine Korrektur hätte sein können. Kann es auch immer noch. Wenn man sich die Bewegung vom Low anschaut, ist das alles noch korrektiv. Es ist ein erster roter Kursstab nach vielen weißen (oder grün, je nach Chartsoftware) Kursstäben. Völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung. Blöd nur, wenn man ein klares NEIN des Marktes zu seinen Trades nicht hören will. Wer nicht hören will, muss fühlen und das hab ich heut.

Zum Thema "Fühlen". Ich weiß nicht, ob Ihr das kennt, aber ich hab einfach nur diesen Knoten in der Magengegend. Ich könnte auf ne Wand einschlagen oder einfach nur alles rausschreien. Da hat sich Ärger aufgebaut. Ärger über mich selbst. Ärger, dass es nicht so läuft und das ich dann auch noch unnötige Fehler mache, die ich eigentlich längst in der Kiste "Gelernt und verinnerlicht und kommt nicht wieder vor" abgelegt und tief verbuddelt hatte. Wie kann man nur so himmelschreiend blöd sein......

Nun gut. Nächste Woche werd ich vom MM etwas zur Normalität zurückkehren. Ich werde weiterhin mit Wochenbudget 3% arbeiten. Dieses wirds jedoch am Anfang der Woche vollständig geben und davon werden 10% pro Trade riskiert (das entspricht dem ursprünglichen Paroli-Ansatz). Weiterhin werde ich nach 2 Verlusttrades pro Tag das Trading einstellen. Das soll helfen, die Einstiege sorgfältiger zu wählen. Meine Statistiken könnten also Tage mit 2 Trades haben und 2 Verlierer oder 20 Trades mit 18 Gewinnern und 2 Verlierern.

Aber theoretisch braucht man pro Tag nicht mehr als 2 Trades, also sollte das auch kein Problem sein. Freitags wird weiterhin nicht gehandelt. Das sollte mir kommende Woche etwas leichter fallen, weil am Freitag wieder NFP-Tag ist und da trade ich ja generell nicht mehr oder zumindest nicht am Nachmittag.

Aktueller Kontostand: 3.353,52
Budget für nächste Woche: 100,61€ - machen wir´s rund auf 100€

Ich hoffe, Euch erging es diese Woche besser, denn einfach war diese Woche sicherlich nicht.

Schönes Wochenende
DaBuschi





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Rainbowtrader
28.01.2011 - 23:47 Uhr
Guten Abend, DaBuschi!

Habe mal wieder Deine ausführlichen Postings gelesen, und kann mir nun auch einiges davon vorstellen, wie sich das in der Praxis angefühlt haben musste. Das Dumme bei Instinkten ist eben auch das, dass sich diese so schwer in den Tradingplan implementieren lassen. Wenn, dann ist das immer irgendwie wachsweich, man giert nach Bestätigung, wie es denn nun gelaufen wäre, wenn... Doch das ist auch wieder ein doofes Spiel. Was man ausprobieren kann, ist, dass wenn sich so ein Bauchgefühl einschleicht, man den Tag nichttradend verbringt und rausgeht. Dann sieht man zwar später oder am nächsten Tag all die TOLLEN Chancen, die man verpasst hat, doch wenn man ehrlich ist, sieht im Nachhinein eben alles immer toll und glasklar aus. Da bleibt einem eben nur, darauf zu vertrauen, dass es die richtige Entscheidung war. Doch das ist nur Theorie. Ich mache das auch falsch. Bisher zumindest. Weil man sich selbst Druck macht. Idiotisch. Banane. Voll bescheuert eben.

Das neue Jahr hinterlässt Spuren, das kann man nicht verhindern, und ich weiss selbst nicht, wie es mir geht, wenn eine ganze Tradingwoche negativ ausfällt. Ich bin in meiner Naivität davon ausgegangen, MIR passiert so etwas doch nicht, weil man sich immer für einen tollen Hecht hält, doch habe ich vor Kurzem das Wort "Demut" neu für mich entdeckt. Mit Verlustwochen richtig umzugehen erfordert eine wirklich gefestigte mentale Stärke. Nicht wegen dem Verlust (das ist nur Geld, das kann man immer irgendwie und irgendwann wieder zusammensparen), sondern wegen der Selbstzweifel. Das nagt. Darum ist das gut, dass Du das hier machst, DaBuschi. Das ist eine Lektion, die bisher noch nicht in Deinem Repertoire vorgekommen ist, zumindest nicht unter den Vorzeichen, die da heute sind.

Also: nicht grübeln, sondern hinsetzen mit Papier und Stift und aufschreiben, was Dir dazu einfällt. Nicht bewerten, sondern rauslassen. Dann lass los und gehe Dich besaufen oder habe Spass mit Deiner Familie. Am Samstag nimmst Du Dir einen Moment Zeit nur für Dich, um Dich mit Deinen Aufzeichnungen zu beschäftigen, und am Sonntag ebenso. So würde ich das machen. Nein, genauer: so werde ich das machen, denn ich habe ja noch viel mehr Lektionen vor mir als Du. Sehe es als jährliche oder quartalsweise Weiterbildung oder "Intensivschulung by the Job" an. So etwas in der Art. Eine von vielen unangekündigten Zwischenprüfungen, an denen es Deine Lehrer Dir so schwer als möglich machen, damit Du ins Schleudern kommst und zum Erfahrung sammeln gezwungen bist.

Du schaffst das, und ins solchen Zeiten zeigt sich, wer immer einmal mehr aufsteht, als er hingefallen ist. Zäh wie Rocky. Immer noch eine Runde!  :P

Viele Grüße,
Rainbowtrader
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Hi DaBuschi :)

jaja das kenn ich lach ^^ ich trade seit 2 Wochen täglich um Erfahrung zu sammeln aber das größte Hindernis ist man leider meistens selber - ich hab in Woche 1 einen Verlust von knapp 8% Gefahren bin dann mit den Eindrücken und neuen Ideen in Woche 2 gestartet und habe am Donnerstag vor lauter Disziplinlosigkeit und GIER mein Konto von dem zu diesem Zeiptunkt perfekten Stand von 24,12 € wieder runtergehauen auf knapp 21 € ... manchmal weiss man einfach nicht wann man aufhören sollte und wann nicht - ich hab mir jetzt deswegen was überlegt was ich nächste Woche gleich anweden werde um genau sowas zu verhindern - desweiteren hab ich aber in den letzten 2 Tagen mein TA System um einen sehr guten Ansatz erweitert was bis jetzt mein Gewinnchancen erhöht. Freitag hab ich meine neuen Ansätze getestet und hat soweit auch funktioniert hab nen guten Prozenpunkt Gewinn gemacht ... trotzdem ist das schwerste Stück arbeit, die Disziplin, noch in der mache :) :) Dir viel Glück für die kommende Woche und lern aus dem Debakel von Freitag :)
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Lütgendortmunder
29.01.2011 - 11:52 Uhr
Hallo DaBuschi,

Auch von meiner Seite zunächst mal Lob und Kompliment für diese Beitragsserie, die ich mit großem Interesse verfolge! Die psychologischen Seiten des Tradings zeigen sich in solchen Märkten wie derzeit ganz besonders. Ich hatte die Woche 3 mit einem leichten Plus abgeschlossen und war am Montag auf einer Woge des Hochgefühls. Dieses Hochgefühl bekam mir absolut nicht, denn ich hab nicht nur meinen Gewinn von Woche 3 an einem Tag abgegeben, nein, ich war auch noch in der Lage, einen neuen Kontotiefststand anzusteuern  8) Ich wollte in dieser Woche 4 endlich die Korrektur sehen. Wie lautet der  Spruch? Handel, was Du siehst, nicht, was Du denkst! Ich hab mir die Korrektur gedacht, von Montag an. Von daher war ich die ganze Woche short gestimmt, glücklicherweise hab ich an der Auffassung festgehalten. Während Du am Freitag auf Long eingestellt warst, habe ich dann den down move voll mitgemacht und damit einen Teil meiner Montagsverluste wieder aufgeholt. Ich bin nun gespannt, ob das nur eine Korrektur war, die wir am Freitag gesehen haben oder ob ev. ein neuer Trend gen Süden eingeleitet wird.

Ich wünsche Dir und all den anderen Lesern hier ein erholsames Wochenende, das wir alle nach der bewegten Woche nötig haben!

Viele Grüße vom Lütgendortmunder  :)
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Vielen Dank für Eure Beiträge und aufmunternden Worte. Ich denke, ich bin wieder einen Schritt weiter zurück in die Erfolgsspur gekommen, auch wenn das Ergebnis dieser Woche nicht danach aussah. Und auch hab ich heute wieder so einen Moment gehabt. Heute war´s nicht beim Spazierengehen, sondern bei der Autofahrt von Dresden zurück München. Meine Opa ist 80 geworden und da gab´s ne große Feier. Und auf 480 km Autobahn hat man viel Zeit zum Nachdenken und Grübeln.

Was meinen Erfolg ausmachte, war unter anderem, dass der Markt genau das machte, was ich von ihm wollte. Das mag komisch klingen, weil der Markt das tut, was er will und nicht, was irgendein Trader will. Deshalb muss ich das ein bisserl erklären. Der Markt hatte einen gewissen Kursverlauf. Basierend darauf habe ich eine Erwartung gemacht, was der Markt als nächstes (die nächsten Minuten bis Stunden) tun wird. Und wenn der Markt das getan hat, dann hatte ich einen Trade. Wenn nicht, dann gab´s keinen Trade und ich musste meine Analyse anpassen. Das im Zweifel so lange, bis ich mit dem Markt n´sync war. Und da muss ich wieder hinkommen. Also nur einen Trade eingehen, wenn ich das Bild sehe, dass ich erwartet. Wenn der Markt genau das tut, was ich von ihm erwarte, dann sind die Chancen ungleich höher auf Gewinne als wenn der Markt tut, was er will und ich versuche irgendwie mit ihm mitzuhalten, denn während ich beim ersten Fall auf Augenhöhe bin und zu jeder Zeit, weiß was zu tun ist, laufe ich dem Markt im anderen Fall hinterher und dann ist man genau in der Situation, in der sich Anfänger so oft wiederfinden und sich fühlen, als wäre der Markt immer einen Schritt voraus und er macht immer genau das Gegenteil von dem, was man erwartet.

Man könnte auch sagen, dass man in der Analyse hinterherhinkt. Wenn man mit dem Markt im Einklang ist und in einer Korrektur (die man erwartet hat) einsteigt, dann kann der Markt entweder weiter gegen einen Laufen oder in die gewünschte Richtung tendieren. Fall 1 hab ich ja schon in einem extra Beitrag abgearbeitet. Größer als zum Einstiegszeitpunkt kann die Unsicherheit nicht werden. Läuft der Markt aber in die gewünschte Richtung, ahnt man die nächsten Bewegungen. Der Markt läuft zum alten Hoch bzw. Tief und dort erwarten wir einen Durchbruch oder ein Abprallen. Prallt er ab, kann es sein, dass unser Einstiegslevel nochmal getestet wird. Geht er durch ist alles in Ordnung.

Hinkt man dem Markt hinterher, dann denkt man, dass der Markt jetzt bald drehen müsste. Das tut er dann auch. Während wir in Fall 1 bereits eingestiegen sind, sind wir in Fall 2 noch an der Seitenlinie. Wenn der Markt sich dann auf den Weg zu den Hochs bzw. Tiefs macht, sind wir im Vergleich zu Fall 1 bereits im Nachteil, also einen Schritt hinten dran. Wir hinken hinterher. Jetzt haben wir das Problem, dass der Markt durchbrechen kann oder drehen. Wir sehen vor unserem geistigen Auge den Markt ohne uns davonlaufen und wir ärgern uns, dass wir nicht dabei sind. Demnach ist es nur logisch, in den Markt zu gehen. Dann kommt es meist, dass der Kurs halt nicht durchbricht, sondern seine Konsolidierung weiter fortsetzt und erstmal wieder abprallt. Wir sind aber ganz oben bzw. unten eingestiegen und liegen von Anfang an hinten. Der Markt ist uns einen Schritt voraus. Und das wird sich auch nicht ändern, solange wir uns und unsere Denkweise nicht ändern.

Daran werde ich nächste Woche aktiv arbeiten und muss ich auch. Darf ja nur 2 Verlusttrades pro Tag machen :)
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