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Woche 7

Geschrieben von DaBuschi , in Wochenrückblick 19 Februar 2011 · 141 Aufrufe

Ich will diesen Wochenrückblick mit der Frage von letzter Woche beginnen. Entgegenkommender Zug oder Licht am Ende des Tunnels?

Ich kann die Frage nach dieser Woche noch nicht abschließend beantworten. Egal wie die Woche ausgegangen wäre, hätte ich das nicht gekonnt. Liegt in der Natur der Sache. Aktuell kann ich nur sagen - egal was es ist, es ist noch weit entfernt. Also entweder fährt der Zug mit extremem Fernlicht oder außerhalb des Tunnels gibt´s ne Supernova.

Egal. Schaut Euch einfach mal die beiden folgenden Tradingstatistiken an.

http://img194.imageshack.us/img194/8463/2011071kw.jpg


http://img208.imageshack.us/img208/9389/2011072kw.jpg


Wißt Ihr, was der Unterschied zwischen beiden Stats ist? Die erste beinhaltet meine Tradingfehler, die zweite ist ohne meine Tradingfehler dieser Woche.

Montag lief in Ordnung und knüpfte an die letzte Woche an. Der Dienstag begann schlecht, soll heißen, ich habe mich von der Impulsbewegung vor 8 Uhr dazu verleiten lassen, von einem Shorttag auszugehen und hab in die Aufwärtsbewegung geshortet ohne auch nur das leiseste Anzeichen von aufkommender Schwäche. Am Nachmittag hab ich dann wieder normal und sinnvoll gehandelt und ohne den dummen Morgentrade wäre ich mit leichtem Gewinn aus dem Tag gegangen. Ich hätte mit klarem Kopf evtl. sogar morgens Gewinne machen können, aber durch den Short war ich quasi schon im Markt und die Bewegung ging an mir vorbei.

Am Mittwoch das Dienstagmorgenszenario nochmal durchgespielt und das in sehr extremer Form. Nicht dass ich mich wieder von dem morgentlichen Impuls hab verleiten lassen, nein, ich hab auch noch den SL weiter wegversetzt und damit anstatt 1R glaub ich 3R versenkt. Am Nachmittag das gleiche Spiel. War dann short eingestellt und hab in den steigenden Markt geshortet. Unterm Strich ein Katastrophentag, aber die Einsicht, dass ich beide Bewegungen sehr gut mitgenommen hätte, wenn ich meine Signale gehandelt hätte, aber ich hab den Signalen nicht vertraut, weil ich dachte, diesmal kommt es anders. Es kommt zweifelsohne immer mal anders, denn es gibt kein 100%-Signal, aber das Problem ist, wenn man denkt, anstatt einfach zu handeln und die Wahrscheinlichkeit auf seiner Seite zu wissen. Wenn man gegen seine eigene Wahrscheinlichkeit tradet (von der man weiß, dass sie langfristig Gewinne bringt), kann man doch eigentlich langfristig nur verlieren. So ist das - Verlierer laufen lassen und Gewinne begrenzen.

Donnerstag hab ich mein Trading nochmal verbessert auch aufgrund der Erfahrungen vom Mittwoch und ich wollte dann auch mal testen, ob ich auch den Freitagsfluch mit meinem Signal besiegen kann und hab auch da getradet und auch hier erfolgreich.

Der Unterschied beider Wochen sind 55,96€, wobei die Gewinne vom Donnerstag und Freitag monetär höher ausgefallen wären, hätte es den Mittwoch in dieser Form nicht gegeben. Aber ich vergleiche einfach nur mal die realen Werte.

Ergebnis:

Handelskapital: 63,13 €
Ergebnis: -39,93 € = -63,25%

Handelskapital: 63,13 €
Ergebnis: 16,60 € = 25,39%

Handelskapital für nächste Woche: 23,20€

Das Risiko wird nächste Woche aufgrund des geringen Handelskapitals (und der hohen Trefferquote meiner guten Signale) auf 50% pro Trade erhöht. Ein letzter Versuch aus diesen knapp 25€ was zu machen. Klappt das nicht, werde ich in der darauffolgenden Woche auf 1% Risk aufs Gesamtkapital umschwenken. Da ich mich nach meinen Signalen in den Markt einstoppen lasse, werde ich die Positionsgrößen auch (wie es sinnvoll ist) auf Basis des initial Stopps berechnen und nicht wir zuletzt pauschal 30 Pips veranschlagen. 30 Pips gibt zwar den beruhigenden Gedanken, den SL schnell nachziehen und damit das Risiko verringern zu können, aber auch das ist eher ein Zeichen mentaler Schwäche und mangelndem Vertrauen als alles andere und damit eher kontraproduktiv. Weiterhin ist man dann auch noch versucht, trotz geringerem initial Risk als 30 Pips, diese 30 Pips als 1R zu erreichen. Dabei widerspricht sich das schon von selbst. Wenn ich einen initial SL von 30 Pips habe, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Trade auch mit 30 Pips in den Gewinn läuft größer, als wenn ich nur 15 Pips initial Risk habe. Liegt in der Natur der Sache.

Ab nächster Woche wird also wieder komplett sinnvoll getradet (mal vom Alles-Oder-Nichts-Money-Management abgesehen).

Nach dieser Woche werde ich mich langsam aber sicher auf das Ende meiner Elternzeit vorbereiten und auf die größeren Zeitebenen wechseln, die ich dann auch handeln kann, wenn ich ab Mitte März wieder arbeiten gehe.





Diese Woche war es auch nicht einfach zu traden. Die schnellen Bewegungen vom Tageshoch zum Tagestief und dann wieder zum Hoch und zum Tief. Ideal für Rangetrader aber nicht für Trendfolger.

Ich hoffe das durch den Freitag und dem Test der 1,37 zum Handelsschluß nächste Woche ein schöner Aufwärtstrend Richtung 1,40 entsteht.

andy
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Das ist schon richtig. Aber wenn die Woche schon nicht einfach ist, dann sollte man sich sein Ergebnis nicht durch unnötige Tradingfehler verhageln ;)

Nach der EW-Theorie spricht einiges dafür, dass es sehr viel weiter raufgeht, auch wenn die Bewegungen zum Anfang der Woche sehr unsauber waren. Durch die 1.3750 müssen wir durch. Nach der traditionellen Charttechnik haben wir den Ausbruch bei 1.3430 jetzt von oben getestet, haben bis dahin ne Bull-Flag ausgebildet und sind aus dieser nach oben dynamisch ausgebrochen. Spricht aktuell vieles für Notierungen über 1.3860, aber es kommt ja doch immer anders als man denkt. Deshalb sollte man nicht so viel denken, also anders als ich diese Woche ;)
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