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Woche 9

Geschrieben von DaBuschi , in Wochenrückblick 04 März 2011 · 154 Aufrufe

Woche 9 in diesem Jahr und wieder ein Rückschlag und wieder muss ich Euch mit mehreren Screenshots belästigen.

Der erste Screen zeigt mein Gesamtwochenergebnis. Ich liege dabei mit 90€ im Verlust. Das ist an sich kein Beinbruch, aber es ist ärgerlich, wie es zustandegekommen ist.

http://img203.imageshack.us/img203/2745/2011091kw.jpg


Von 4 Handelstagen endeten 3 im Gewinn, aber der eine Verlusttag hat halt richtig eingeschlagen. Es gab einen sinnvollen Trade an diesem Tag auf der Longseite und den hab ich verpasst, obwohl ich am Rechner war. Gezeigt wird er im folgenden Beitrag:

http://www.forexfabr...33571/#msg33571

und in den darauffolgenden Beiträgen wird auch erklärt, warum es ein guter Einstieg war. Ich war zu der Zeit am Rechner, hab dem Braten aber nicht getraut und den Trade deshalb nicht genommen. Ich habe also meine Einschätzung über den wirklichen Marktverlauf gestellt, wo wir wieder bei meinem Spruch der letzten Woche sind: "You know what happens, when you assume" ;)

Und wie das immer so ist - man nimmt den einen guten Trade nicht, dafür handelt man danach wie wild in einer engen Seitwärtsrange und ballert mal eben mehr als 5R ausm Fenster. Herzlichen Glückwunsch, ganz großes Kino.

http://img839.imageshack.us/img839/1230/2011092kw.jpg


Aber, so ein Tag hat auch immer etwas Gutes. Es zeigt einem ganz klar die eigenen Schwächen auf und wenn man sich drauf fokussiert, es besser zu machen, kann man davon profitieren. Der Dienstag war dann soweit in Ordnung, da ich aus der Seitwärtsphase mit einem kleinen Gewinn rausgekommen bin. Das hat mir Mut gemacht, weil mich das an meine erfolgreiche Phase erinnerte, weil ich da auch meist mit einem blauen Auge davonkam, während ich in schwachen Phasen immer gut draufgezahlt hab. Der Mittwoch und vor allem der Donnerstag waren dann wieder sehr ordentlich. Jedoch war es an all diesen drei Tagen so, dass ein Trade (meist der erste) dabei war, der unnötig und verfrüht war, wo ich nicht geduldig genug abgewartet habe. Die obige Statistik zeigt damit das Ergebnis von Dienstag bis Donnerstag. Wenn ich also diese extremen und dummen Verlusttage vermeiden kann, hab ich mit 1,58 Profit-Faktor eine gute Handelsbasis. Wobei ich auch sagen muss, dass ich mir noch zu oft selbst im Weg stehe. Am Mittwoch zum Beispiel bin ich nahezu am Tagestief long in den Markt und der Markt stieg auch. Ich habe schnell Teilgewinne mitgenommen, sodaß ich einen free Trade hatte. In dem Moment muss man sich emotional vom Trade lösen und den Markt machen lassen und sich drauf fokussieren, ob sich neue Einstiegsmöglichkeit ergeben. Anstatt das zu tun, hab ich den Marktverlauf im kleinen Fenster beurteilt und mir fehlte die Impulsivität für long, sodaß ich die Restposition (ich konnte wohlgemerkt nicht mehr verlieren, mal von den aufgelaufenen Gewinnen abgesehen) manuell mit 9 Pips Gewinn geschlossen hab. Ich habe wie gesagt jeglichen Schwung Richtung long vermisst und deshalb angenommen (assumed), dass der Markt erstmal noch Richtung short läuft, meinen SL abgreift und dann long abgeht. Was macht der clevere Trader, wenn er diesen Marktverlauf prognostiziert - NICHTS. Was macht der dumme Trader, der diesen Marktverlauf prognostiziert - er nimmt Gewinne mit und wartet auf den Rücksetzer zum Wiedereinstieg, der aber nicht kommt. Aktuell steht der Markt 170 Pips höher und allein dieser Trade hätte fast meine kompletten Verluste vom Montag ausgeglichen. Wieder ganz großes Kino!!!!

Aber auch daraus kann man lernen und es besser machen und das hab ich dann am Donnerstag gemacht. Geduldig habe ich klare Setups abgewartet und war diesmal auch flexibel und schnell genug, meine Position zu drehen, als der Aufwärtsdruck nach den 14.30 Uhr News aufkam. Das war eine Sache, wo ich vorher eher gelähmt zugeschaut habe, aber ich war gestern wieder "In the Zone". Ich habe einen gewissen Kursverlauf erwartet und wenn dieser nicht eintrat, hab ich meine Analyse sofort den neuen Bedingungen angepasst. Ich bin mit dem Markt geschwommen anstatt dem Markt mein Bild aufzudrücken und war damit flexibel genug, auf den Markt zu reagieren

http://img130.imageshack.us/img130/7563/2011093kw.jpg


Abschließend noch ein Screenshot meines Ergebnis, wenn ich die überstürzten Trades nicht genommen hatte. Das sieht dann wieder sehr vielversprechend aus.

Aber und das ist ein dickes fettes großes rotes ABER. Es bringt nicht viel, mir jede Woche meine Wochenstatistik schönzurechnen, wenn ich keine Lehren daraus ziehe und es beim nächsten Mal besser mache. Denn aus hätte, wenn und aber wird das Handelskonto nicht größer und so laufe ich Gefahr, in einigen Jahren zu sagen, dass ich gut traden kann, aber die wenigen schlechten Trades und Tage mein Konto geplättet haben. Solange ich diese wenigen schlechten Trades und Tage habe, trade ich nicht gut. Basta. Da gibt´s nichts schönzureden. Es darf daher lediglich als Nachweis dienen, dass ich profitabel, teil sehr profitabel handeln kann, wenn ich mich selbst im Griff habe und das macht langfristig den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg aus.

Darauf gilt es hinzuarbeiten.





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Rainbowtrader
04.03.2011 - 20:28 Uhr
Hallo DaBuschi,

das waren mal wieder sehr klare Worte und Du schonst Dich dabei ja nicht wirklich, Deine Schwächen aufzuspüren und entsprechend ehrlich mit Dir ins Gericht zu gehen. Sehr schöne Stärke.

Was mir aufgefallen ist, dass Du beim letzten Mal von einem kleineren Handelsbetrag erzählt hast, hier die 90€ Minus gerade nicht so ins Bild passen. Kann sein, dass ich hier gerade etwas mit dem Handelskapital durcheinander bringe. Muss ich mir doch noch mal in Ruhe durchlesen, ich habe die letzten 3 Wochen einfach keine Ruhe gefunden, so war das dann auch ein Nullinger in Sachen Traden. Prios eben.

Ich wünsche Dir, dass Du wieder zur alten (verbesserten!) Form zurückfindest. Ich kann mir vorstellen, dass das bei jedem Einzelnen ein vollständig individueller Vorgang ist, mit eigenen Regeln und Erlebnissen. Ich denke die letzte Zeit öfters über dieses Thema nach und glaube, dass wir zu allen Zeiten immer die Lektionen erfahren, die wir gerade brauchen. Diesen auszuweichen würde dann bedeuten, sich selbst zu sabotieren. Annehmen und dann an den Aufgaben zu wachsen ist auch das, was mir mein Bauchgefühl dazu empfiehlt.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
Rainbowtrader :)
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Hallo Rainbowtrader,

ich hab das Risiko auf 1% pro Trade vom Gesamtkapital umgestellt. Das sind pro Trade momentan leicht mehr als 30€. Am Montag hab ich 180€ verballert. Das für einen Tag gesehen ist viel zu viel. Aber 3% auf die ganze Woche betrachtet bei 1% Risk kann passieren. Deshalb ist der Verlust nicht so tragisch.

Ich muss nochmal schauen, was das mit dem kleineren Handelsbetrag war, nicht das man da was missverstehen kann. Ich hatte zu Beginn letzter Woche einen sehr kleinen Handelsbetrag, der aber aufgrund des hohen Risiko´s auf diesen Kleinstbetrag betrachtet, durch einige Fehltrades schnell aufgebraucht war, wodurch ich das MM dann umgestellt hatte auf 1% vom Gesamtkapital.

Falls Du etwas anderes meinst, muss ich meinen Beitrag der letzten Woche nochmal lesen und evtl. für´s Verständnis nachbessern.

Der Weg hin zur Profitabilität bzw. wieder zurück zur Profitabilität ist ein sehr individueller. Da hast Du Recht. Dieser Weg kann durch Mentoring erleichtert und evtl. auch verkürzt werden, in meinen Augen sogar massiv verkürzt werden, weil man dem Mentee die Anfangsfehler, die Unmengen Zeit kosten, einen aber nur wenig weiter bringen oder von der wirklichen Aufgabe ablenken, vor Augen führen kann und dieser somit diesen Schritt überspringen kann.

Zum Punkt, wir bekommen zu allen Zeiten immer die Lektionen, die wir gerade brauchen, stimme ich Dir zu, wobei ich es anders formulieren würde. Wir bekommen zu jeder Zeit die Lektionen erteilt, die wir verarbeiten können. Einem Tradinganfänger würde es enorm helfen, wenn er z.B. die Lektionen aus meiner Tradingwoche erfahren könnte. Allerdings hat er gar nicht die Erfahrung, diese zu erkennen und demnach kann er sie auch noch nicht verarbeiten. Denn faktisch erteilt uns der Markt zu jeder Zeit den vollen Umfang an möglichen Lektionen und das alles gleichzeitig. Allerdings können wir immer nur die Lektionen herausfiltern, die wir auf Basis unserer Erfahrung erkennen, herausfiltern und verarbeiten können. Dadurch wird das Bild Stück für Stück klarer und man kann sich weiterentwickeln. Es erscheint uns dann im nachhinein wohl nur so, dass wir diese Erfahrung gerade jetzt brauchten. Das gilt für´s Trading im Speziellen, weil die Art und Weise in den Markt zu gehen, immer die gleiche ist und die Art und Weise aus dem Markt zu gehen auch und am Ende bleibt ein Gewinn oder Verlust. Doch ändern sich mit der Zeit, die Schlüsse, die wir daraus ziehen. Das ist im Berufsleben ähnlich, aber nicht so extrem, weil die Prozesse dort komplexer sind und deshalb die Lektion dort immer grad von dem Teilschritt des Prozesses abhängt, den man grad bearbeitet bzw. erlernt.

Das Erstaunliche beim Trading ist dann allerdings, dass ein so einfacher Prozess von Position öffnen / Position schließen / Gewinn/Verlust realisieren, so schwierig erfolgreich zu erlernen ist. Wobei das falsch formuliert ist. Erlernt ist das schnell. Nur die Sache mit dem finanziellen Erfolg ist halt nicht so einfach ;)

Ich wünsche auch Dir ein schönes Wochenende
DaBuschi
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Hallo Dabuschi,

ich habe dem nichts hinzu zu fügen .. mir geht es momentan genaus ein paar wenige Verlusttrades ziehen meinen Gewinn regelmässig in den Verlust und warum? Weil ich mich einfach an 2 kleine ABER sehr wichtige Regeln in meinem System immer noch nciht 100% halte (Angst - sl zu früh nachziehen . zu früh ausgestoppt bla bla bla immer das gleiche) und jede woche versuche ich diese emotionsschiene endlich zu verlassen aber bis jetzt ist mir das leider noch nicht gelunden auch wenn sich ganz ganz langsam besserung heranschleicht :) Ich wünsch dir für die neue handelswoche die nötige energie und durchhaltevermögen auf das es besser wird und nicht wieder in einem "hätte, aber, wenn etc." endet :D

vlg und ein schönes we

swifty
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Servus Swifty,

vielen Dank. Ich wünsche Dir auch stetige Fortschritte in Deiner Entwicklung. Zwei Schritte vor und einer zurück bringt einen auch irgendwann ans Ziel.

Viele Grüße
DaBuschi

P.S.: Wenn der Frühling da ist, müssen wir uns mal im  :beer: garten treffen
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Hallo Dabuschi :)

bin ich dabei mit dem  :beer: garten :)

Ja nur es ist frustrierend wenn man weiß woran es liegt, sich jedesmal vornimmt es jetzt ganz ganz sicher so zu machen wie man es machen soll und dann dank der besch.. emotionen doch wieder in die alte Schiene rutscht ... es sind genau 2 Punkte die ich in den Griff bekommen muss .. lächerliche 2 Punkte dann wärs perfekt aber genau das sind die schwersten Schritte die ich momentan in meiner persönlichen Entwicklung zu bestreiten habe ....

Lets fetz die neue Woche ruft schon :))

VG und einen schönen Sonntag
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