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Trademanagement

Geschrieben von Marco82 , 08 April 2013 · 253 Aufrufe


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Gegeben:

P = Die Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes oder Verlustes


A = Die gewonnene oder verlorene Menge
N = Die Anzahl der möglichen Ergebnisse.



Der mathematische Erwartungswert wird berechnet durch die Multiplikation jedes möglichen Profites oder Verlustes durch die Wahrscheinlichkeit dieses Gewinnes oder Verlustes und dann durch Addierung des Produktes.
Lass uns den mathematischen Erwartungswertes für ein Spiel betrachten, wo Du eine 50% Chance hast $2 zu gewinnen und eine 50% Chance $1 zu verlieren:

Mathematische Erwartung = (0.5 * 2) + (0.5 * (-1))

= 1+ (-0.5)
= 0.5



In diesem Falle würde natürlich die mathematische Erwartung zu gewinnen 50cent pro Wurf im Durchschnitt betragen.
Betrachte nun eine Wette auf eine Zahl im Roulette, wo die mathematische Erwartung wie folgt ist:

ME = ((1/38) * 35) + ((37/38) * (-1))
ME = (0.02631578947 * 35) + (0.9736842105 * (-1))
ME = (0.9210526315) + (-0.9736842105)
ME = -0.05263157903



Hier würdest Du, wenn Du $1 auf eine Nummer im Roulette setzt (Amerikanisches Doppel-Null) einen Verlust im Durchschnitt von 5.26cent erwarten können.
Wenn Du 5$ setzt, erwartest Du einen durchschnittlichen Verlust von 26.3cent pro Kugel. Bedenke, dass verschiedene Einsätze eine andere mathematische Erwartung im Bezug der Menge haben,
aber die Erwartung als Prozent des eingesetzten Betrages immer das Gleiche ist. Das heißt, wenn du $1 auf eine Nummer im Roulette spielst, dann $10 und dann $5 auf eine Nummer ist deine gesamte Erwartung:[indent=1]ME = (-0.0526*1) + (-0.0526 * 10) + (-0.0526 * 5)
ME = -0.0526 – 0.526 – 0.263
ME = -0.8416[/INDENT']

Du kannst daher einen Verlust von 84.16cent im Durchschnitt erwarten.
Dieses Prinzip erklärt, warum ein System, wo versucht wird die Größe des Einsatzes, relativ zu der Menge an Gewinnen oder Verlusten zu beobachten waren (mit Annahme eines unabhängigen Versuchsverfahrens),
zum Scheitern verurteilt ist. Die Summe der negativen Erwartungseinsätze ist immer eine negative Erwartung!

Der größte fundamentale Punkt, der verstanden werden muss in Hinsicht auf das Moneymanagement ist, dass in einem Spiel mit negativem Erwartungswert,
es keine Moneymanagment-Methode gibt, dass Dich zu einem Gewinner werden lässt. Wenn du weiterhin einen Einsatz setzt, egal wie Du dein Geld managt,
ist es fast sicher, dass Du verlierst, Du dein gesamtes Kapital verlierst, egal wie groß es zu Beginn war.
Das einzige Spiel indem du eine Chance auf lange Sicht hast, ist mit einem positiven arithmetischen Erwartungswert.
Dann kannst Du nur gewinnen, wenn Du immer nur den gleichgroßen Einsatz machst oder mit einem f Wert weniger als dem f Wert entsprechend dem Punkt, wo der geometrische Mittelwert HPR weniger oder gleich 1 ist. (Dies werden wir in einem weiteren Teil besprechen, wenn es um den geometrischen HPR geht).

Dieses Axiom ist wahr nur durch Fehlen einer oberen absorbierenden Barriere. Zum Beispiel, nehmen wir an, dass ein Spieler der mit $100 beginnt und mit $101 aufhört.
Dieses obere Ziel wird absorbierende Barriere genannt. Lass uns weiter annehmen, dass unser Spieler immer $1 auf Rot im Roulette setzt. Somit hat er einen leichten negativen mathematischen Erwartungswert.
Der Spieler wird viel wahrscheinlicher sein Kapital auf $101 wachsen sehen um dann aufzuhören, als dass sein Einsatz auf 0 geht und dann das Spielen beendet.
Wenn er trotzdem diesen Prozess immer wieder wiederholt, wird er sich in einer negativen mathematischen Erwartung sehen.
Wenn er beabsichtigt das Spiel nur einmal zu spielen, dann könnte das Axiom alles zu Verlieren eventuell nicht eintreten.
Der Unterschied zwischen einer negativen Erwartung und einer positiven ist, der Unterschied zwischen Leben und Tod.
Es ist egal, wie hoch die positive oder negative Erwartung ist, was zählt ist, ob es überhaupt negativ oder positiv ist. Also, bevor ein Moneymanagement in Betracht gezogen werden kann,
musst du eine positive Erwartung im Spiel haben. Wenn nicht, kann dich kein Geld der Welt retten. Auf der anderen Seite, wenn du eine positive Erwartung hast,
kannst Du durch korrekt eingesetztes Moneymanagment, eine exponentielle Wachstumsfunktion haben. Es ist egal wie marginal positiv die Erwartung ist!

Mit anderen Worten, es ist nicht so wichtig wie profitabel dein System auf einer 1 Kontraktbasis ist, solange es profitabel ist, auch wenn es nur marginal ist.
Wenn Du ein System hast, was $10 pro Kontrakt pro Trade macht (Kommission, Slippage, Spread abgezogen), kannst Du ein Moneymanagement anwenden,
um es noch viel profitabler zu machen, als ein System, was $1000 im Durchschnitt pro Trade macht. Was wichtig ist, ist nicht wie profitabel das System war,
eher wie sicher das System in Zukunft marginal profitabel sein wird. Deshalb ist die wichtigste Vorbereitung, die ein Händler tun kann, so sicher wie möglich festzustellen, dass er eine positive Erwartung in Zukunft hat.

Der Schlüssel, um sicherzustellen, dass Du eine positive Erwartung in Zukunft hast ist, das System nicht in seinem Freiheitsgrad einzuschränken.
Du solltest den Freiheitsgrad so hoch wie möglich halten. Dies wird nicht nur durch die Beseitigung, oder zumindest Minimierung, der Anzahl an optimierbaren Parametern bewerkstelligt,
sondern auch durch Beseitigung, oder zumindest Minimierung, so vielen Regeln des Systems wie möglich erreicht. Jeden Parameter den Du hinzufügst, jede Regel die Du dazu nimmst,
jede noch so kleine Einstellung und Qualifizierung du hinzufügst verringert seinen Freiheitsgrad. Idealerweise hast Du ein System,
was sehr primitiv und einfach ist und das kontinuierlich Gewinne erwirtschaftet in all den verschiedenen Märkten. Nochmals, es ist wichtig, dass du erkennst,
dass es wirklich nicht wichtig ist wie profitabel das System ist, solange es überhaupt Profite abwirft. Das Geld was Du erhandelst, hängt von der Effektivität des Moneymanagement ab.
Das Handelssystem ist im Grunde nur ein Vehikel Dir eine mathematisch positive Erwartung zu geben. Ein System, was nur auf einem oder ein paar Märkten,
oder verschiedene Parameter oder Regeln für verschiedene Märkte hat, wird wahrscheinlich nicht auf lange Sicht funktionieren.
Das Problem mit den meisten technisch orientierten Händlern ist, dass sie zu viel Zeit und Einsatz mit verschiedenen Parametern-Werten oder Regeln für ein Handelssystem verbringen.
Dies ist dann dieses „würde, sollte, hätte“-Spiel. Es ist völlig Kontraproduktiv. Vielmehr sollte man seine Bemühen und Computerzeit in Richtung Maximierung der Profite konzentrieren.








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