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Wachstumsimpulse bleiben schwach

Geschrieben von Smartest Finance , 25 September 2014 · 571 Aufrufe

Ifo und Europa

Die deutsche Volkswirtschaft befindet sind auf Talfahrt, zumindest hat der ifo-Geschäftsklimaindex von aktuell 104,7 Punkten nach den offengelegten 106,3 Zählern im Monat zuvor erhebliche Zweifel an der weiteren Erholung der Bundesrepublik und somit der gesamten Eurozone aufkommen lassen. Der deutsche Konjunkturmotor ist ins Stocken geraten, soviel ist sicher und selbst lauwarme Worte vermögen ihn nicht mehr geschmeidig schnurren zu lassen, um das Haus Europa etwas besser dastehen zu lassen.

Der kräftige Wachstumsschub in und aus Deutschland, auf den man im gemeinsamen europäischen Währungsraum einerseits verstohlen neidisch, andererseits so hoffnungsvoll im letzten Jahresquartal gesetzt hatte, scheint sich nun insbesondere vor dem Hintergrund der Ukrainekrise, pulverisiert zu haben. Auf gute Nachrichten vermag in Europa gegenwärtig kaum noch jemand ernsthaft setzen zu wollen, was zu einem Rückzug vieler Anleger auf den Finanzmärkten geführt hat. Viele Institutionelle sitzen nun auf einem wahren Berg von Papiergewinnen, wobei sich das übliche Kanonenfutter dieses Mal etwas schlauer als in Krisen zuvor zu erweisen scheint. Nun wissen viele institutionelle Händler allzu gut, dass sich aus Papiergewinnen echte besorgniserregende Verluste ergeben können.

Draghis Master-Plan vor dem Aus

Die “Targeted Longer-Term Refinancing Operations”, abgekürzt TLTRO, stoßen deswegen gegenwärtig bei vielen Bankhäusern auf ein sehr rudimentäres Interesse. Die EZB-Bilanz sollte mit Hilfe des TLTRO-Programms, so Draghis ursprünglicher Master-Plan, um rund 1000 Mrd. Euro aufgepumpt werden. Somit hätte man die ewig währende Problematik um die Inflationserwartung elegant gelöst. Diese dümpelt im Euroraum bekanntlich auf ihrem Allzeittief herum.

Geplant war ein Anheben über oder zumindest auf die Zielmarke von zwei Prozent. Leider haben sich die Märkte in den vergangenen Jahren so mit Liquidität vollgesogen, dass ein weiterer Schluck aus der Pulle nicht mehr ganz so gut tut, zumal man ihn kaum noch an den Retailer weiterreichen kann. Stichwort Kapazitätsgrenzen: Lediglich enttäuschende 82,6 Mrd. Euro konnte die EZB bei den Banken unterbringen, bis zu der ersten Milliarde ist es vor dem Hintergrund der kommenden Korrekturphase noch ein sehr weiter Weg, den man vermutlich nicht mehr beschreiten werden wird. Alles in allem läuft es wohl auf die komplette Abweichung und zuletzt Aufhebung der Artikel 282 und 123 im EU-Vertrag hinaus.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt aus dem Smartest Finance Market Snapshot dar. Den kompletten Bericht sowie weitere Publikationen können Sie in unserem Blog sichten.

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