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Bail-out-Methodik, Russland und der starke US-Dollar

Geschrieben von Smartest Finance , 09 Oktober 2014 · 574 Aufrufe

EZB setzt auch weiterhin auf die Bail-out-Methode


Der Kauf von Kreditverbriefungen seitens der EZB, die jetzt offensichtlich auch Schrottpapiere auf ihrer Einkaufsliste hat, könnte sie endgültig in die Liga der Bad Banks aufsteigen lassen. Für die dann logischerweise geschmälterten Gewinnausschüttungen dürfte der Steuerzahler geradestehen. Dies ist insbesondere interessant hinsichtlich der Tatsache, dass die EZB in diesem Fall einen Strategiewechsel von geldpolitischen zu fiskalischen Maßnahmen vornimmt und somit vollends ihr Mandat verletzt. Soweit der Aufschrei, der in den letzten Tagen durch die Reihen einiger Volkswirte ging.

Was diese, und als guter Europäer ist man hier angehalten leider zu sagen, immer wieder sehr gern unter den Tisch kehren, ist der Verschuldungsanreiz für die GIPS-Staaten, der mit der Zinskonvergenz im Euroraum einherging. Auch die niedrigen Lohnstückkosten in einigen westeuropäischen Staaten haben die situativen Bedingungen für die Länder der europäischen Peripherie nicht wesentlich verbessert, ganz im Gegenteil, sie haben im großen Maße dafür gesorgt, dass die angeschlagenen GIPS-Staaten vollkommen den Boden unter den Füßen verlieren.

Ceterum senseo: Die EZB kann nicht besser handeln als sie es gegenwärtig tut. Die Europäische Union und insbesondere der gemeinsame europäische Währungsraum waren schon immer ein Konzept auf die Zeit, ein Vehikel in eine gemeinsame Welt, nicht mehr und auch nicht weniger. Die Strategien und Taktiken der einzelnen Regierungen, die dies noch nie verstanden hatten, sondern immer nur einfache Figuren auf dem Schahchbrett der Weltpolitik waren, haben die Lage wesentlich verschlimmert, zumindest in den Augen der meisten Beobachter mag dies so erscheinen. Dabei läuft seit Jahren alles nach Plan, es liegt somit überhaupt kein Grund zur Sorge vor.

Der Dollar erstarkt mit den Aktienmärkten

Die US-Währung gewinnt an Fahrt, dabei liegen die Glanzjahre des Greenbacks mehr als 15 Jahre zurück. Analysten zufolge haben sich die Vereinigten Staaten im Finanzkrisenmanagement erheblich schlauer angestellt als die europäischen Nachbarn, zumindest hat sich der IWF sehr zuversichtlich bezüglich der jetzigen Erholungsphase der US-Wirtschaft geäußert. Das Potenzialwachstum liegt gegenwärtig bei etwa 2 Prozent, jedoch wird dieses durch die stagnierende Produktivität und die Bevölkerungsentwicklung erheblich limitiert.

In diesem Sinne. Smartest Finance wünscht Ihnen eine erfolgreiche Restwoche.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt aus dem Smartest Finance Market Snapshot dar. Den kompletten Bericht sowie weitere Publikationen können Sie in unserem Forex Blog sichten.

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