Autor Thema: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?  (Gelesen 627 mal)

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Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« am: November 21, 2011, 22:41:42 pm »
Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, wie verhält man sich während einer Position die im Gewinn ist und wie ist das Verhalten während einer Position im Minus.

Nehmen wir mal an, wir erwischen einen Trend und sind jetzt aktuell mit einer Position mit 70 pip's im Gewinn. Das Gefühl ist gut und man fühlt sich wohl, man könnte sogar den Trade mit einem Stop beim Eingangspunkt absichern und hätte somit ein Risiko von 0.

Nichts spricht momentan gegen einen Trendwechsel und das von einem festgelegte und analysierte TakeProfit liegt bei 180 Pip's. Dennoch kommt jetzt ein kleine Korrektur von 20 Pip's und man ist nur noch
mit 50 Pip's im Gewinn. Viele denken sich hierbei, lieber nehme ich 50 Pips mit oder einen Teilgewinn, als sich bei 0 ausstoppen zu lassen. Ok, wir schliessen die Position mit 50 Pip's im Plus, danach schiesst der Kurs kurze Zeit später in unser TakeProfit. Anstatt 50 Pip's, wären 180 Pip's drin gewesen.

Ok, nun gut, wir werden uns denken, naja was soll's, 50 Pip sind immer noch ein gutes Ergebnis, hätte ja auch 0 sein können. Lieber etwas, als gar nichts.
Genau an diesem Punkt möchte ich aber anknüpfen und sagen --> NEIN, 50 Pip's sind eben nicht genug, weil das 3-fache drin gewesen wäre und das mit einem Risiko von 0.

Ich setz jetzt aber noch einen drauf und sage, es wäre noch mehr drin gewesen. Man hätte nach der kleinen Korrektur nochmals eine neue Position eröffnen sollen und das TakeProfit von 180 Pip's anvisieren sollen. Den SL vom 2. Trade hätte man auf den Eingangspunkt des 1. Trades setzten können.

Falls es zum Trendwechsel kommen sollte, hätte man mit 2 Positionen einen Verlust von 50 Pip's:
1. Trade SL 0 (Stop bei Eingangspunkt)
2. Trade SL 50

Falls unser Trade ins Takeprofit von 180 Pips laufen würde, hätten wir einen Gewinn von:
1. Trade 180 Pip
2. Trade 130 Pip

Zusammengefasst kann man sagen, man hätte einen Gewinn von 310 Pip zu einem Risiko von gerade mal 50 Pip's.

Um dies auch tatsächlich umsetzen zu können ist sich selber zu vertrauen und sich an sein SL und TakeProfit zu halten. Es nützt einem die schönste und beste Analyse nichts, wenn man sich durch die Emotionen verunsichern lässt und den Trade vorzeitig schliesst, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Der andere wichtige Faktor ist sicherlich auch GEDULD.




Das zweite wäre das Verhalten während einem Verlust-Trade. Ein Verlust-Trade ist erst ein Verlust-Trade, wenn ich den geschlossen habe, da liegt auch das grösste Problem.
Solange ich den Trade offen halte und nicht schliesse, realisiere ich den Verlust noch nicht so recht und es schimmert noch immer ein Funken Hoffnung in mir.

Wer kennt das nicht, ich eröffne eine Position und bin schon mal 10 Pips im Minus. 10, 20, 40 Pips ist noch zu verkraften und die Emotionen halten sich noch in Grenzen, eine kleine Nervosität ist dennoch
schon spürbar und man wartet mal ab. Schnell sinds aus 40 Pips mal 80 Pips und man fängt an nervös zu werden. Man orientiert sich am SL und denkt, "oh je, noch 20 Pips und ich werde ausgestoppt"
Schnell versetzt man seinen Stop noch ein gutes Stück weiter weg und denkt sich, naja der wird schon wieder drehen und wenn ich wieder bei 0 bin, steig ich aus.
Kurze Zeit Später ist der Kurs schon bei meinem alten Stop und da fängts an gefährlich zu werden. Man hätte bis hierher alles richtig machen können, SL nicht versetzen und wäre raus aus dem Markt und
könnte ein wenig später, nach dem man sich erstmals durch den Verlust erholt hat, neuen Anlauf holen und einen neuen Anstieg wagen.

Aber aber, was hat man gemacht, man hat seinen SL versetzt in der Hoffnung der Kurs dreht nochmals Richtung Norden. Gut, Glück gehabt, der Kurs dreht tatsächlich nochmals für 30 Pip's nach oben.
Erstens ist man einmal fürs erste beruhigt und fühlt sich wieder ein wenig sicherer. Idealer Punkt um den 2. Fehler zu begehen.
Man wird sich denken "hey ich bin jetzt nur noch 80 Pips im Minus und der Kurs kommt schon wieder auf 0. Warum sollte ich warten, bis er auch 0 kommt, Währendessen kann ich doch noch eine
Position eröffnen um dies auszunützen um aus dem Verlust, sogar noch einen Profit zu erzielen".

Tatsächlich, man eröffnet während eines Abwärtstrend's eine Doppelposition LONG und ausschlaggebend war die Korrektur, die natürlich kein Pivot war.

Was passiert? Nach der Korrektur kommt nochmals ein Abwärtsdruck und man wird es nicht wahhaben wollen und erst wenn der letzte Funken Hoffnung in mir gestorben ist, schliesse ich beide Position
mit einem Verlust, den man sich niemals hätte vorstellen können.



Deshalb stelle ich hier die Frage in den Raum --> Warum sollte ich bei einem Gewinn meine Position nicht verdopplen?

Fakt ist doch: Dass man während einem Gewinn Trade, 1000 Gründe sucht, weshalb der Kurs nicht mehr steigen soll. Während einem Verlust Trade sucht man ebenfalls 1000 Gründe warum der Kurs nicht steigen sollte?

Da stimmt doch irgendwie das Verhältnis nicht.

Ich hoffe, ich konnte euch neue Denkanstösse liefern und bin gespannt, wie Ihr das ganze sieht. Eure Ansichtssache würde mich jedenfalls sehr interessieren.

Danke.


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Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« am: November 21, 2011, 22:41:42 pm »

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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #1 am: November 21, 2011, 22:46:18 pm »
Pyramidisieren meinst du?
Diese Technik wende ich schon an. Den Sl versetze ich aber auch manchmal noch... :-"

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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #2 am: November 21, 2011, 23:01:44 pm »
Ich bin der Meinung, dass beides sinn machen kann. Jedoch nicht so wie Du es geschilderst hast.
Wenn ich von einem Trendhandel aus der Korrektur ausgehe oder sogar auf eine Trendwende hin handle kann,darf und muss ICH meinen SL von Anfang an so berechnen, dass ich 1. der Markt genug Raum und Zeit gebe die Korrektur zu beenden oder die Trendwende einzuleiten ohne Ausgestoppt zu werden. Und 2. aber mein Risiko nicht unnötig erhöhe.
Hat den Vorteil, dass ich erstmal keine Verluste realisiere und mit einem möglichen besseren Preis drin bin als mit nur einer Order
Hat keinerlei Nachteil, wenn ich dafür aber kein erhöhtes Risiko eingehe.
Ob ich dann meine Order zwei, drei oder 120 fach Teile, martingalisiere oder nicht bleibt ja jeden selbst überlassen. Effektiv wird es nur dann, wenn ich natürlich durch meinen besseren einstiegskurs mit cost averaging natürlich anfange zu pyramidisieren. um mein anfängliches angedachtes CRV zu erreichen oder am besten natürlich den Gewinn exponentiell zu maximieren indem ich weitere positionen drauf lege. Nachteilig beim pyramedisieren ist natürlich, dass ich mit jeder neuen Position meinen Breakevenpunkt näher an den Markt setze. Ab dann ist eine absicherung durch SL genauso notwendig.


Wie verhält es sich aber? Im Grunde, wenn ich von 50:50 ausgehe, dann müsste die Verteilung gleich sein, wenn ich im Verlust nachkaufe oder im Gewinn nachsetze. Ausser ich weiss, wo es sich lohnt und wo nicht.
« Letzte Änderung: November 21, 2011, 23:03:38 pm von PriNova »
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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #3 am: November 22, 2011, 00:13:04 am »
Ich wurde gerne sagen das es gut ist in einem plus nachzulegen bestimmt besser als bei einem minus.. es ist aber so das man nicht sagen kann in welcher Situation sind wir in einem Vorteil, das muss der Backtest sagen.. Alles andere ist Chaos. Denke ich.

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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #4 am: November 22, 2011, 00:37:09 am »
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NEIN, 50 Pip's sind eben nicht genug, weil das 3-fache drin gewesen wäre und das mit einem Risiko von 0.
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Zusammengefasst kann man sagen, man hätte einen Gewinn von 310 Pip zu einem Risiko von gerade mal 50 Pip's.

Falsch meiner Meinung nach

Deine Betrachtungsweise geht von dem Punkt aus ab dem du schon auf 0 abgesichert hast allerdings lässt du bei dieser Überlegung aussen vor, dass du bei dem ersten Trade schon einmal 50 Pips riskiert hast ! Also in Echt hast du 100 Pips riskiert denn der erste Trade hätte auch schon in den SL laufen können.

Jeder einzelne Trade hat seine eigene Risiko -und Verlustchance egal ob sie zeitlich verschachtelt werden oder nicht.

Natürlich müsste Pyramidisieren Sinn machen wenn man davon ausgeht man wüsste das sich ein Trend fortsetzt. Allerdings kann man das nicht wissen. Im Endeffekt steigt mit fortlaufenden Trend sogar das Risiko, dass der Trend sein Ende erreicht. Wäre es dann nicht Sinnvoller gleich am Anfang mit mehr in den Markt zu gehen und keine weiteren Trades zu eröffnen... Naja man sieht je nachdem was man sich vorstellt ist die eine oder andere Überlegung überlegener. Da man aber die Zukunft nicht kennt, ist jeder Trade im Prinzip unabhängig vom anderen an die eigene Vorstellung der Wahrscheinlichkeit des Kursverlaufs anzupassen. Wenn man denkt das sich ein Trend fortsetzt, dann kann man in die Korrektur einsteigen egal ob ein Trade offen ist oder nicht da es sich um ein eigenen Trade mit eigenem Risko handelt.

Zum Thema Stop versetzen: Warum sollte ich bei einem Trade bleiben der nicht genauso läuft wie geplant?! Läuft er zum SL dann weiß ich das der Einstiegt falsch war und sehe kein Grund auf etwas zu hoffen. Es kann sein dass er mit versetztem SL dann wieder kommt aber dann nur mit dem Risiko noch mehr zu verlieren

LG
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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #5 am: November 22, 2011, 01:30:40 am »
Danke, sehr gute Posts bis jetzt.

Einmal noch kurz vorwegzunehmen, der von mir erfasste Beitrag dient wirklich nur als Beispiel und soll so gut wie möglich das Verhalten zwischen einem Gewinn Trade und einem Verlust Trade besser zum Vorschein bringen. Die Beispiele sind sicher auch Ausnahmefälle, aber dennoch bin ich der Meinung, dass man in einer Gewinnzone oder eben Trend, seine Positionen aufbauen kann, ähnlich nach dem Prinzip
von Jesse Livermore.

Meistens ist dies aber nicht der Fall, wir geben uns viel zu schnell und zu früh mit einem Gewinn zufrieden. Das liegt wohl daran, dass wir meinen aus einer Chance von 50/50 das Bestmögliche schon rausgeholt haben. Aber dennoch bin ich dafür, nochmals einen draufzusetzen um aus dem scheinend Bestmöglichen nochmals mehr herauszuholen, falls die Bedingungen gegeben sind.
Falls die Bedingungen wirklich klar und eindeutig sind, sollte man den Schritt mit einer Doppelposition wagen.

Im Gegensatz zu einem Verlust Trade geht man da viel schneller eine Doppel-Position ein, als während einem Gewinn-Trade. Man ist einfach risikofreudiger, weil man noch irgendwie und mit allen Mitteln versuchen will, seinen Verlust wieder gut zu machen.

Ich möchte einfach herausfinden, wie ihr euch bei einem Gewinn Trade verhält und wie bei einem Verlust Trade?

Ist es denn nicht so, dass es euch leichter fällt während einem Verlust Trade nochmals eine Position einzugehen, als bei einem Gewinn Trade?

Das würde mich brennend interessieren.  ;D

Die ganze Idee steckt dahinter, anhand eurer Erfahrungen emitteln zu können, wie man Gewinne vergrössern und Verluste vermindern kann. Ähnlich nach dem Prinzip von Gewinne laufen lassen,
Verluste begrenzen.

Ich möchte mein Trading Konzept noch erweitern und brauche dafür neue Regeln für Doppel- oder Mehrfachpositionen während eines Gewinns.
Regeln für Verluste hab ich schon, kein SL versetzen und keine Doppel Positionen während eines Verlust Trades.

Mal schauen, was ihr mir durch eure Erlebnisse und Denkanstösse bieten könnt, könnte sicher für alle ein Vorteil sein.

Nochmals Danke im Vorraus.  :welldone:
« Letzte Änderung: November 22, 2011, 01:57:41 am von Peki »

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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #6 am: November 22, 2011, 08:43:22 am »
Letztendlich hast Du Recht. Die Tendenz ist größer im Verlust aufzustocken als im Gewinn. Das hat einen einfachen Grund - Hoffnung. Vor allem wenn ich mit SL arbeite, dann ist mein Setup gültig, bis dieser SL getroffen ist. Dann muss neu bewertet werden, also macht aufstocken ja eigentlich Sinn. Man hofft also, dass der SL hält (@ PriNova - ich rede hier nicht davon, dass gestaffelte Einstiege gezielt geplant sind, sondern Aufstockungen durch Hoffnung aus dem Bauch heraus getätigt werden, nur um sicherzustellen, dass wir vom gleichen reden ;)).

Im Gewinn ist der Trade aufgegangen. Damit er aufgeht, musste wahrscheinlich ein gewisses Level gebrochen werden. Mit dem Bruch dieses Level hat sich eine neue Situation ergeben, so blöd wie es klingt und man sucht für Gründe, warum der Trade grad jetzt gegen einen dreht. Wenn er es dann tut, sind wir mit (Teil-)Gewinnmitnahmen schnell bei der Hand und verschenken wertvolle Pips.

Die Fragen die man sich immer und zu jeder Zeit stellen muss (und das ist nicht einfach):

In Bezug auf Teilgewinne - würde ich an dieser Stelle eine Gegenposition einnehmen? Wenn nein, dann macht eine Teilgewinnmitnahme eigentlich keinen Sinn. Ist mein SL richtig gesetzt, wobei richtig heißt, dass ich dem Markt ausreichend Luft lasse sich zu entfalten, aber nicht zu viel Luft, um meine Gewinne zu stark aufzufressen.

In Bezug auf Aufstockungen - würde ich an dieser Stelle auf eine Fortsetzung des Trends spekulieren wollen - habe ich ein gültiges Signal?
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #7 am: November 22, 2011, 09:02:01 am »
Moin Moin!

Sehr gut bisher, danke!

Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob die Sache mit dem Pyramidisieren im Gewinn so richtig ist oder nicht. Ich sehe es auch so, dass mit jeder Stufe ein neuer Trade eingegangen wird - und das verdrängt man wohl leicht - damit auch wieder ein neuer Spread fällig wird. Neues Risiko. Ist ja nicht so, dass ich einfach so Geld nachschieße. Das kostet allerdings immer wieder Geld.

Mein Gedanke ist nun der, dass, wenn jede Teilposition autark für sich steht (Spread, SL, TP), dass ich mit Aufspringen auf den fahrenden Zug hier nur mehr suboptimale Einstiege vornehme, da markttechnisch eher ungünstige Stopps.

Darum denke ich, das viel Humbug hinter dem Pyramidisieren steht. Richtig ist jedoch: der Zug beschleunigt gerade, also lass uns nun weiter Kohle reinpfeffern. Dieser Gedanke ist wohl richtig, doch risikotechnisch betrachtet bin ich mir eben nicht mehr so sicher, ob das eine saubere und richtige edge-bringende Vorgehensweise ist.

Nach einem Verlusttrade bin ich emotional schlechter drauf als nach einem Plustrade. Im Verlust nicht nachzukaufen fällt mir überhaupt nicht schwer. Habe ich noch nie gemacht und echt kein Verlangen danach. Im Gewinn nachzukaufen habe ich hin und wieder gemacht, doch noch nicht wirklich planmäßig, also fest nach Konzept/Strategie. Hat mir jedoch keine Gewinne eingebracht. Und die Gier-Pferdchen sind mit mir durchgegangen. Da also konträr zur Disziplin (da nicht Teil der Strategie) habe ich davon abgelassen.

Viele Grüße.
Rainbowtrader

PS: mein Gedanke dazu lautet ja im Grunde: ich steige mit der halben Position ein, und wenn der Trade ins Plus läuft, dann schiebe ich die zweite Hälfte nach. Das müsste dann ein sichereres Traden sein als ungestaffelt. Doch ich habe mir das noch nicht im Detail betrachtet, ob das wirklich so ist, oder ob da nicht ein Denkfehler vorliegt...
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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #8 am: November 22, 2011, 09:29:34 am »
Interessantes Thema. Wie schon geschrieben muss man zwischen Teileinstiegen und Pyramidenbau unterscheiden.

Teileinstiege verwende ich gerne um eine größere Position aufzubauen. Durch die kleineren Positionen kann man seinen durchschnittlichen Preis zum aktuellen Preis schön lenken.

Beim Nachkaufen im Plus muss sich ein paar Gedanken dazu machen. Liegt meine durchschnittliche Positonen über einem angemessenen Stoplevel - soll heißen, bin ich weiterhin im Plus falls die pyramidisierte Position in den SL läuft?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser zusätzliche Trade ins Plus läuft? Wenn man seine Trefferquote hernimmt, sagen wir mal 60%, dann bedeutet das, dass der zweite Trade eine Trefferwahrscheinlichkeit von nur noch 60% von 60% hat.

Weiters ist zu überlegen, ob man mit gleicher Position oder kleiner/größer nackauft? Wo würde dann mein durchschnittlicher Preis liegen im Verhältnis zum aktuellen Preis.

In einem anderen (Aktien)Board wurde mal eine (Trendfolge)Strategie über ein komplettes Handelsjahr sehr sorgfältig gehandelt und dokumentiert. Die Teilnahme war seh rege, weil es wirklich ein komplettes System darstellte. Ein Hauptbestandteil war ebenfalls die Pyramidisierung. Der Threadersteller und Systemhändler war davon überzeugt, dass die wenigen, nachgekauften Positionen die Performance bringen. Es passierte leider oft, dass viele Positionen nach dem Zukauf auf BE ausgestoppt wurden und so zur Performance nichts beitrugen.

Es wurden danach ausführliche Backtests durchgeführt (man kann jetzt von Backtests halten was man möchte) um den Einfluss von Pyramiden auf die Performance herauszufinden. ERgebnis war, dass das System ohne Nachkäufe gleich gut bzw. besser performt hätte...
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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #9 am: November 22, 2011, 12:54:09 pm »
Ich habe es mal versucht bildlich darzustellen, wie ich mir das in etwa vorgestellt habe.

NK = Nachkaufen

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« Letzte Änderung: November 23, 2011, 23:33:50 pm von Divecall, Grund: Bild angepasst »

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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #10 am: November 22, 2011, 13:00:08 pm »
ich kaufe ggfs. immer bei bestimmten retracementlevel nach ;)

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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #11 am: November 22, 2011, 13:05:50 pm »
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ich kaufe ggfs. immer bei bestimmten retracementlevel nach ;)

Ich persönlich empfinde die W & U Linien aussagekräftiger als die Fibo Retracement Level's. Liegt einfach darin, dass man das Fibo Retracement beliebig setzen kann und nicht jeder setzt ihn ja gleich, ist je nach Trader und Konzept unterschiedlich. Die W & U Linien hingegen setzt man dort, wo der Kurs tatsächlich am meisten auf einen Widerstand oder Unterstützung traf.

Deshalb würde ich meinen, die W & U Linien für das Nachkaufen von Positionen zu bevorzugen.

 ;D
« Letzte Änderung: November 22, 2011, 13:07:33 pm von Peki »

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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #12 am: November 22, 2011, 13:29:02 pm »
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Deshalb würde ich meinen, die W & U Linien für das Nachkaufen von Positionen zu bevorzugen.

Meiner Meinung nach, richtig. Nur, wieviel kaufst du nach...
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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #13 am: November 22, 2011, 13:44:25 pm »
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Meiner Meinung nach, richtig. Nur, wieviel kaufst du nach...

Den 1. Trade gehen ich ganz normal ein (nach meinem Trading Konzept und Regeln), sobald sich die Bedingungen erfüllen um den 2. Trade einzugehen (NK) wird der 1. Trade auf BE gesetzt.

Wenn der 1. Trade auf BE gesetzt ist, kann eigentlich nichts mehr schief gehen und ich sehe diesen 1. Trade nicht mehr als Trade und beachte ihn in diesem Fall nicht mehr, weil das Risiko 0 ist.
Ich fokusiere mich jetzt auf den nächsten Trade den ich eingehen möchte und suche nach einem geeigneten Einstieg.

Den 2. Trade den ich Nachkaufe muss aber als neuer Trade identifiziert werden und sollte nicht als Nachkauf Trade abgestempelt werden. Die Bedingung hierbei ist, dass der 1. Trade auf BE gesetzt ist.
Kurz gesagt kann man sagen, man geht unabhängig vom 1. Trade der offen ist, eine neue Position nach seinem herkömmlichen Trading Konzept und Regeln ein.

Zwingend hierbei ist aber, immer den vorherigen Trade auf BE abzusichern, damit man den neuen angehenden Trade, unabhängig vom 1. Trade eingehen kann.

Mir ist auch klar, dass man wirklich einen Trend erwischen muss und das dies nicht jeden Tag vorkommt. Aber falls es dochmal vorkommen sollte oder könnte, hätte man ein gutes Equipement zu Handen.

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Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #14 am: November 22, 2011, 13:49:26 pm »
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Deshalb würde ich meinen, die W & U Linien für das Nachkaufen von Positionen zu bevorzugen.

Meiner Meinung nach, richtig. Nur, wieviel kaufst du nach...

Finde desto mehr sich der Preis dem anvisiertem Ausstieg (W Linie, TP) nähert desto weniger,
andererseits lohnt sich dann das Risiko nicht.

Forexfabrik

Re: Gewinn im Plus - Warum Position nicht verdoppeln?
« Antwort #14 am: November 22, 2011, 13:49:26 pm »



 

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