Umfrage

Stimmt ihr der Meinung zu? Kleiner Kontostand - grosse Wirkung

Ja
Nein
Teilweise
Gar nicht
Andere
Themen Bewertung:
  • Aktuell 5.00/5

Autor Thema: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung  (Gelesen 2055 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

  • Peki
  • Gast
  • Allow
Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« am: November 30, 2011, 22:58:58 pm »
Wie es der Titel des Thread's schon verrät, können kleine Kontostände sich später für die Trading Karriere als sehr produktiv erweisen.

Ich versuche es mal genauer zu beschreiben und die Hintergründe zu erklären. Als ich damals anfing, habe ich einen 4 stelligen Betrag einbezahlt und nach 3 Wochen hin und her, also mehr her (minus) als hin,
war nach 3 Wochen der Traum vom schnellen Geld und Reichtum geplatzt und die Moral dem Erdboden nahe.

Natürlich will das kein Trader wahrhaben, auf dem Demo Account lief ja alles sehr gut, nur hat man da halt die emotionalen Faktoren nicht wie im Live Handel. Erstmals musste man die emotionalen Faktoren
kennenlernen und sie an seiner Persönlichkeit anpassen um sie dann später richtig einordnen zu können um am richtigen Moment das richtige zu tun. Deshalb ist ganz wichtig, dass man erstmals Erfahrung und Erlebnisse braucht um überhaupt vom Trading sprechen zu dürfen.

Nach dem schrotten des Kontos hat man dann immer wieder einen Betrag nachgeschossen und sein Glück von neuem versucht. Das Problem war, dass man nach kurzer Zeit wieder das Konto geschrottet hat, weil man genau so weiter gemacht wie beim ersten Mal. Sogar noch schlimmer, denn man will ums Verrecken den ersten Verlust wieder herausholen und der Risikoappetit steigert sich ins unermässliche bis hin
gewaltigen Gefühlsausbrüchen wie Euphorie und Gier. Das neigt dazu, dass man sich nicht an ein vernünftiges RisikoMoneyManagement und Stops hält. Somit ist das scheitern vorprogrammiert und der alles
entscheidende Margin Call dein ständiger Begleiter.

Natürlich hat man dieses Konto erneut geschrottet und der Nachschuss für das Konto wurde mit der Zeit auch immer kleiner und kleiner, weil mit der Zeit halt logischwerweise den Umständen entsprechend einem das Geld ausging.

Genau da will ich anknüpfen, denn man ist ab hier unter Druck, erstens möchte man diesmal Erfolg haben und weiss, dass man nicht mehr so handeln kann wie bisher, da der ständige Begeiter Margin Call
einem im Nacken sitzt und jedesmal zuschlagen könnnte. Zweitens hat man kein Geld mehr zum nachschiessen und muss sich mit dem kleinen Kontostand von ca. 200 Euro zufrieden geben und versuchen
das bestmögliche herauszuholen. Der andere Gedanke ist, dass die Angst einen beim Trading nicht beeinflussen wird, das es sich "nur" um 200 Euro handelt.

Die Vorraussetzungen sind gegeben, man hat keine Angst, man rennt nicht mehr dem schnellen Geld hinterher und ist auf dem Boden der Realität zurückgekommen. Das einzige was Probleme macht ist
das nicht einhalten des Stops, denn man ist noch nicht dafür bereit, denn das Unterbewusstsein hat noch immer die negativen Ausblicke auf das schnelle Geld gespeichert und man lässt sich diese Option noch offen. Aber wir haben ja noch unseren stetigen Begleiter, den Margin Call. Da man bestens mit ihm vertraut ist, nützt man jetzt den Margin Call als Stop. Dabei kauft man so grosse Positonen, dass nach dem
Margin Call immer noch genügend Kapital vorhanden ist um weiter machen zu können.

Das hat erstmals gut geklappt und man ist nach kurzer Zeit schon wieder im 4 stelligen Bereich, nur kann man das Spiel auf die Dauer mit dem Margin Call nicht spielen. Denn man ist gezwungen, dass
jeder Trade sitzen muss, um ja nicht den Margin Call herauszufordern. Leider hat man damals nicht gewusst, dass man verdammt viel Glück hatte und einen Trend erwischt hat zu seinen eigenen Gunsten.
Danach siegte wieder die Euphorie und Gier und daraus resultierte eine zunehmbare Risikofreude und alles was man in letzter Zeit gelernt hatte, wurde nicht mehr berücksichtigt, da das alte Muster
vom schnellen Geld und Reichtum wieder zum Vorschein kam. Daraufhin war man schon nach 2 Tagen wieder bei 200 Euro, obwohl man über 3 Wochen lang gebraucht hat, um einen 4 stelligen Betrag zu erreichen. Der Markt hat wieder gesiegt und man ist emotional so angeschlagen, dass man alles in Frage stellt.

Kurz gesagt, man macht viele kleine Schritte vorwärts und einen riesen grossen Schritt rückwärts. Das ging dann eine Weile so, bis ich dann Abstand vom Markt genommen habe und alles für mich nochmals
im Kopfkino durchspielte und schnell merkte, dass jedes noch so kleine Erlebnis oder Ereignis, das nächstehende beeinflusst, ähnlich wie ein Domino Effekt. Danach machte ich mich auf den Kampf gegen mich selbst und wagte einen Neuanfang, aber diesmal wollte ich keine riesen grosse Schritte mehr rückwärts machen, denn der Vorwärts Schritt sollte dem Rückwärts Schritt gleich sein.
Um dies aber zu bewältigen, habe ich von meinem langjährigen und stetigen Begleiter dem Margin Call getrennt und ihn durch etwas besseres ersetzt, nämlich dem STOP LOSS. Heute bin ich sehr froh über
diese Entscheidung, denn ohne STOP LOSS wäre ich sehr wahrscheinlich mit meiner Entwicklung stehen geblieben.

Es war aber sehr gewöhnungsbedürftigt, da die grossen Gewinne ausblieben, aber dafür hielten sich die Verluste demenstprechend klein und mit der Zeit durfte mein Konto sogar einen minimalen Zuwachs verzeichnen. Man meinte, wenn man kein Gewinn macht, macht es keinen Sinn. Aber wenn ich zurückblickte, war nur schon das Erhalten des Kontostandes hingegen zu den vorigen Aktionen schon ein rieser
Erfolg und Fortschritt.

Fakt ist, man muss Erfahrungen und Erlebnisse sammeln um seine eigene Strategie entwickeln zu können. Dabei können kleinere Beträge sehr hilfreich sein, da man nichts riskieren kann, denn nach unten
hat es keine Luft. Man ist gezwungen das Trading ernst zu nehmen und dass jeder Trade sitzen muss. Man kann sich auch nicht auf den Lohbeeren ausruhen sondern muss stetig auf der Hut sein und
die Marktsituation jedesmal von neuem einschätzen. Der Vorteil ist ausserdem, dass man während solch einer Zeit wichtige Erfahrungswerte und Erlebnisse unbewusst sammelt und die aber dein Trading ein lebenlang prägen werden.

Es ist gut am Anfang nur Verluste zu machen und Konten zu schrotten, hätte ich von Anfang an alles richtig gemacht, dann wäre ich heute ein armer Mann. Denn nur durch die schmerzhaften Fehler die man begangen hat, immer und immer wieder, wurde man daher gezwungen einiges an sich zu ändern und zu seinen Fehlern zu stehen. Dass man nicht gleich alle Fehler aufeinmal ausbessern kann ist selbstverständlich und natürlich, aber man kann versuchen die Fehler zu mindern. Dadurch entstehen dann damit auch eigene Regeln, die genau auf sein Trading Profil zugeschnitten sind. Dank den Fehlern beim Trading, kann man seine Regeln stetig verbessern und optimieren. Wenn man die Regeln einmal hat, bleiben die für ein lebenlang und man weiss heute, wenn man sie nicht befolgt oder einhaltet
wird der ein oder andere, sogar vergessene Fehler auftauchen und alles durcheinander bringen.

Deshalb bin ich der Meinung, dass kleinere Kontostände am Anfang einiges für die spätere Entwicklung beitragen können und man nicht die Meinung vertreten sollte, nur mit viel Geld ist man am Start.
Klar ist es einfacher mit kleinen Beträgen zu handeln, da die Emotionen sich in Grenzen halten, aber wenn man es erstmals geschafft hat, dann kann man auch mit grossen Beträgen emotionslos handeln.
Denn die Entwicklungsphase die man durchgemacht hat, werden einen das ganze Leben lang prägen und man kann sie unabhängig von der Kontogrösse einsetzen.

Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen dazu verhelfen, dass man schon ab 100 Euro dazugehört und geschätzt wird.

Vielen Dank.

Viele Grüsse,
Peki

« Letzte Änderung: Dezember 01, 2011, 01:53:25 am von Peki, Grund: schreibfehler »

Forexfabrik

Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« am: November 30, 2011, 22:58:58 pm »

  • Global Moderator
  • Ist Forum süchtig
  • *
  • *
    • Beiträge: 1633
    • Karma: +424/-12
    • Mitglied seit:
      25 Jul 2008

  • Stop
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #1 am: Dezember 01, 2011, 00:40:49 am »
Guter Beitrag. Die Fabrik dankt für die Mühe! :)

  • Peki
  • Gast
  • Allow
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #2 am: Dezember 01, 2011, 01:42:09 am »
Nichts zu danken TJPLD,

Ich wollte mit dem Beitrag alle Stufen der Entwicklung hier im Forum ansprechen und vorallem die, die noch ganz am Anfang stehen und alles in Frage stellen.
Ich wollte eigentlich damit bezwecken, nicht gleich aufzugeben wenn es mal nicht läuft wie gewünscht, sondern dass dies der Verlauf einer ganz normalen Entwicklung ist und man niemals aufgeben sollte, sondern stetig an sich arbeiten und ganz wichtig, sich selber vertrauen und an den Erfolg glauben, aber nicht erzwingen wollen.

Ja, es braucht Zeit, man kann nicht von heute auf morgen erfolgreich werden, sondern man muss sich den Erfolg verdienen und durchhalten. Ich wollte zudem darauf hinweisen, dass dies ein langjähriger Prozess ist, aber wer den Willen und die Kraft hat sich durchzusetzen, wird später dafür umso mehr belohnt.

Ich hoffe, dass der Beitrag einen während eine schwierigen Zeit zusätzlich motivieren kann trotz allem, weiter zu machen und seinen Weg weiter zu verfolgen, obwohl dieser manchmal sehr steinig scheint.  :welldone:

Viele die zurzeit vielleicht nicht gerade erfolgreich sind oder noch am Anfang stehen, streben alle nach "dem Erfolg" und meinen, es dann endlich geschafft zu haben. Dem ist aber nicht so, man hat gar nichts in dem Sinne geschafft, sondern es bleibt alles beim alten, der einzige Unterschied ist aber, dass man anstatt Minus Plus macht. Man wird eigentlich niemals richtig ankommen, denn das Trading ist jeden Tag ein neues Abenteuer und man sollte sich nicht auf dem vorherigen Erfolg ausruhen. Das Trading bleibt immer gleich, ob man jetzt erfolgreich ist oder nicht, der Nervenkitzel wird immer da sein.

Ich habe viele kommen und gehen sehen, nur die wenigsten bleiben konstant auf hohem Niveau. Der Grund ist ganz einfach, sie handeln nach ihren Regeln und Konzept, unabhängig von der Kontogrösse und nehmen den Erfolg nicht als selbstverständlich und respektieren den Markt, wie in guten und in schlechten Zeiten. Es gibt auch solche, die nach jahrelanger Umsetzung ihres Trading Konzept und unter Einhalt
ihrer Regeln eine netten Betrag zusammengehäuft haben, aber leider verloren diese durch die Bestätigung der Erfolgs den Respekt vor dem Markt und meinten den Markt bestimmen zu können. Die Regeln wurden dadurch missachtet und die Disziplin ging flöten, so dass solche wieder dort landeten, wo sie anfingen und die meisten sind so angeschlagen und enttäuscht, dass die Börse für sie Vergangenheit ist.

Deshalb kann ich sagen, macht einfach, entwickelt euer eigenes Trading Profil und glaubt an euch. Vergisst das Geld, denkt dabei nicht an das Geld, denn das Geld wird von alleine kommen, wenn man keinen
allzugrossen Fokus darauf legt. Man sollte sich wirklich nur auf die Trades konzentrieren und nicht sein Trading nach dem Geldbetrag orientieren, sondern an den Pip's.

Man sollte ein gesundes Selbstbewusstsein haben und eine realistische Vorstellung und sich niemals an guten Tagen zum Millionär hochrechnen. Rechnen kann jeder, aber dadurch ist noch keiner Millionär geworden.

So, das waren mal so meine Gedanken die ich loswerden wollte, ich schreib halt gerade das, was mir so im Kopf herumschwirrt, ich denke es kann einem bestimmt weiterhelfen für seine weitere Trading Karriere.  :welldone:
« Letzte Änderung: Dezember 01, 2011, 01:45:39 am von Peki »

  • Fingerwundtipper
  • ****
    • Beiträge: 322
    • Karma: +79/-0
    • Mitglied seit:
      07 Sep 2009

  • Building Blaster Airhockey Canyon Shooter Stop The Bus DogBalloooon
    Miami Shark Beat The Meter Powerpool 2
  • Stop
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #3 am: Dezember 01, 2011, 02:01:23 am »
Richtig ! Das man nur mit viel Geld am Start sein sollte ist doch pauschaler Unsinn. Das gilt vielleicht für jene die es geschafft haben beständig Gewinne mit wenig DD einzufahren. Aber für den Anfänger ist es doch gerade gut mit einem kleinem Betrag einzusteigen weil dieser Betrag in den meißten Fällen sowieso als Lehrgeld draufgeht oder sich verkleinert. Und so passt sich das Konto einfach automatisch an die Tradingkompetenz an. Wenn das Konto beständig wächst hat man dies durch seine bessere Tradingkompetenz erreicht und sich für das Handeln mit dem höheren Betrag automatisch qualifiziert. Einem blutigen Anfänger würde ich also gar nicht raten mehr als 1k einzuzahlen (und dann mit geringster Lotgröße traden bis sich Stabilität einstellt) denn höhere Beträge auf dem Konto sollte man sich erst durch Tradingkompetenz verdienen. Läuft die Sache dann gut wie oben beschrieben also beständig und mit wenig DD dann kann man auch weitere Kohle draufpacken alles andere ist in meinem Augen verantwortungslos. Ich zB hätte momentan gar keine Lust ein 100k Konto zu traden einfach weil ich noch zuviele Ansätze live teste die noch der natürlichen Selektion des Marktes zum Opfer fallen müssen.

Der Betrag den man sich erarbeitet hat, ist meißtens auch jener, der zu der Kompetenz am besten passt

Anfänger + kleines Konto = angemessen
mehr Kompetenz + kleines Konto = größeres Konto
noch mehr Kompetenz + größeres Konto = noch größeres Konto
usw

LG
« Letzte Änderung: Dezember 01, 2011, 02:05:53 am von Sasch »
Von nichts kommt nichts

  • Buchstabensortierer
  • ***
    • Beiträge: 6
    • Karma: +1/-0
    • Mitglied seit:
      11 Nov 2011
  • Broker: ActivTrades

  • Stop
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #4 am: Dezember 01, 2011, 03:53:11 am »
Hallo Peki,

sehr guter Beitrag, der es einem Anfänger wie mir erlaubt, in das noch bevorstehende zu blicken.
Die Aussichten sind zwar noch nicht so gut, da ich mich erst am Anfang der Traderleiter befinde, aber ich hoffe, dass ich auch weiterhin so gute Beiträge wie deinen hier in diesem Forum finden werden und so mein Wissen weiter ausbauen kann.

LG Raptor

  • Global Moderator
  • Forum-As
  • *
  • *
    • Beiträge: 2920
    • Karma: +942/-20
    • Mitglied seit:
      22 Jul 2008

  • Stop
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #5 am: Dezember 01, 2011, 08:39:42 am »
Es ist Dir nicht erlaubt Links zu betrachten. Registrieren oder Einloggen
Man wird eigentlich niemals richtig ankommen, denn das Trading ist jeden Tag ein neues Abenteuer und man sollte sich nicht auf dem vorherigen Erfolg ausruhen. Das Trading bleibt immer gleich, ob man jetzt erfolgreich ist oder nicht, der Nervenkitzel wird immer da sein.

Sehr viel richtiges hast Du geschrieben und ich denke, jeder Trader, der schon einiges an Erfahrung auf dem Buckel hat, wird sich in Teilen darin wiedererkennen.

Der eigentlich alles entscheidende Satz ist aber der oben hervorgehobene.

Wenn man sich das Leben als Trader vorstellt, sieht man sich vorm Rechner hocken, Gewinne einfahren (auch Verluste, aber mehr Gewinne als Verluste) und alles sieht so leicht aus und man hat ein angenehmes Leben. Unter angenehmem Leben versteht jeder was anderes. Für mich ist das der durchschnittliche Traum des Deutschen. Häuschen und Familie. Ich sehe mich vor allem Zeit mit meinen Kindern verbringen.

Aber das Entscheidende ist - nach jedem Trade fängt man wieder bei Null an, den mit jedem neuen Trade geht man ein Risiko sein und der nächste Trade kann der entscheidende sein. Und wenn man ausreichend Erfahrungen gemacht hat, weiß man, dass der entscheidende Trade nicht der ist, der uns unendlich reich macht, sondern der Trade, der den Anfang vom Ende darstellt. Jeden Tag beginnen wir von Neuem gegen uns selbst zu kämpfen und das wird nie aufhören und deshalb werden wir auch niemals ankommen, denn sobald wir genügsam und faul werden, werden wir nicht mehr die nötige Einstellung mitbringen, die es braucht, den jeweils nächsten Trade sauber zu managen - egal ob Gewinn oder Verlust.
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

  • Blogger
  • Fingerwundtipper
  • *
    • Beiträge: 362
    • Karma: +35/-4
    • Mitglied seit:
      03 Aug 2010
  • Broker: OANDA only LIVE

  • Stop
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #6 am: Dezember 01, 2011, 10:05:14 am »
Alles sehr Informativ und vorallem richtig - das einzige was ich noch hinzufügen möchte ist - es ist nicht entscheidend wieviel du Gewinnst sondern wieviel du nicht verlierst - das entscheidet am Ende über dein "Monatseinkommen" - der einzelne Trade ob Gewinn oder Verlust muss/ sollte für jeden Trader emotionslos erfolgen - soweit die Theorie ;-)

Jeder hier hat seine Träume und Vorstellungen - nur man muss aufpassen das man nicht in eine Phantasiewelt abdriftet und so sich dann vor den Rechner setzt und tradet - geht dann was schief sind die Auswirkungen viel größer als bei jemanden der, ich nenn es mal, just 4 fun tradet.

Vieles was hier erwähnt wurde, wurde schon in zig anderen Threads durchgekaut und wir werden es noch in 1,2 oder mehr Jahren durchkaufen weil es ein allgegenwärtiges Thema/ Problem eines jeden einzelnen von uns ist.

Wichtig ist das man an sich arbeitet, aus seinen Fehlern das bestmögliche lernt und bereit ist auf jeden Tag neu zu lernen und auch mal eine Pause einzulegen um neue Kraft zu sammeln wenn es mal nicht so Rund gelaufen ist (hey das bin ja ich  ;D )

Ich drück allen den Daumen und viel Glück so wie fröhliches Pipsen :))

Swifty
"Manchmal muss man rennen, bevor man laufen kann"
“Disziplin schafft Erfolg — und Erfolg zerstört Disziplin”
"Du bist nur so gut wie dein letzter Trade!"
"Verlieren? Daran denke ich nicht!"
"Was zählt ist wieviel du nicht verlierst!"

  • Peki
  • Gast
  • Allow
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #7 am: Dezember 01, 2011, 18:28:14 pm »
Während dieser Zeit sammelt man viele neue Erfahrungswerte und ein ganz bedeutender davon ist folgender:

Ich folge dem Beispiel von dem obengenannten, nehmen wir an wir zahlen einen Betrag von 1k ein und machen erstmals minus und sind nahe der Kapitulation. Man erlebt einen gewaltigen DD und will natürlich
versuchen wieder auf den Anfangsbetrag von 1k zu kommen. Man wird sich so anstrengen und alles dafür geben um wieder bei 0 zu stehen, man muss also mehr als 200% (hin und zurück) geben um wieder am Anfang zu stehen. Während dieser Zeit ist man gezwungen, jeden Trade so zu managen, dass die Möglichkeit grösser ist einen Gewinn zu erzielen als einen Verlust. Deshalb ist man daher auch gezwungen einen geeigneten Einstieg zu suchen und zu finden, denn wenn man einfach aus dem Bauch raus einen Trade absetzt ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass man daneben liegen wird und somit das Konto schrottet und sich somit selber daran hindert die Chance zu bewahren.

Aber man hat nur noch diese einzige Chance und man muss diszipliniert arbeiten um sich die Chance offen zu lassen. Nun gut, während solch einer Phase hat man nur die 1k im Kopf und gar nichts anderes.
Und genau das ist schlussendlich was zählt, denn man hat ein Ziel im Visier, was man ungedingt erreichen will. Die Bedingungen dafür sind mehr als gegeben, denn man ist gezwungen das Trading ernst zu nehmen und weiss, dass man sich an die Regeln halten muss, ansonsten ist man weg vom Fenster. Wenn man unter Zwang ist, folgt man dementsprechend auch besser und ist vorsichtiger mit seinen Tätigkeiten.

Man will das Ziel unbedingt erreichen, aber diesmal nicht um jeden Preis, sondern unter Einhalt der Regeln, die man sich mühevoll erarbeitet hat. Bei mir hat das vielmals so geklappt und ich war tatsächlich
wieder am Anfang und sogar noch etwas drüber. Aber dann war mein Ziel erreicht, ich habe das erstmals wahrgenommen und sehr der glücklich es wieder auf 0 geschafft zu haben.

Doch danach hatte ich kein Ziel mehr und war orientierunglos, ich brauchte auch erstmals eine Verschnaufspause, denn solch eine Aufhol-Rallye ist nicht ohne und raubt einem ganz schön Energie.
Die 1k waren sehr schnell erreicht und ab da an fing es an zu stottern und die Gewinn Trades wurden kleiner und kleiner, weil man vorsichtiger wurde und ja nicht mehr unter 1k kommen wollte, da
es an ganz viel Energie braucht um sich aus dem Schlamassel wieder zu befreien. Die Gefahr die dabei besteht ist, dass man die Geduld verlieren kann, da man in kurzer Zeit mehr als 800 Euro aufgeholt hat und sich dadurch verleiten lässt, alles was man sich mühevoll erarbeitet hat über den Tisch zu werfen und mit Sturrheit (Blödheit) mit grossen Positionen endlich von den 1k weg zu kommen und riskiert somit Kopf und Kragen. Meistens geht der Schuss nach hinten los und man steht wieder am Anfang, aber diesmal fehlt einem die Moral, Motivation und Energie nochmals eine Aufholjagd zu starten.

Man hätte diesbezüglich auch auf der Gewinnerseite stehen können, wenn man Glück mit der Position gehabt hätte und wäre jetzt vielleicht bei 1500 EUR. Das macht eigentlich nichts zur Sache, denn ehrlich gesagt, hätte man ab 1500 noch ne grössere Position gekauft und schlussendlich landet man wieder unter 1k. Es gibt nicht "den erhofften Trade" nach dem viele Ausschau halten, den viele kleine Trades, die richtig kalkuliert sind, sind schlussendlich die Trades, die für das Trading wichtig sind um längerfristig nicht als Verlierer dazustehen und einen zum Erfolg führen.

Deshalb ist es ganz wichtig, sich jedesmal höhere Ziele zu setzen, die aber möglich und realistisch sind. Man sollte in kleinen Schritten vorgehen und es ähnlich mit einer Stufentreppe sehen. Jede Stufe
hat seinen Wert und die nachfolgenden Stufen sind immer grösser und grösser. Es ist auch nicht schlimm, wenn man eine Stufe rückwärts macht, das gehört dazu, aber verfolgen sollte man das Ende
der Treppe, die niemals enden wird.

Mein Vater hat mir einmal gesagt, ich zitiere --> "Wenn du Erfolg hast, so bleibe immer auf dem Boden und hebe nicht ab, noch so gross der Erfolg sein wird, denn irgendwann wirds auch wieder runter gehen und man trifft alle wieder, die man während der Erfolgsphase gemieden und missachtet hat."

Solche Aussagen, können einen das ganze Leben lang prägen und kann sich auch auf das Trading oder in allen Lebenslagen positiv auswirken.

Ich möchte dieses Zitat gerne auf das Thema übernehmen und halte folgendes fest:
Wenn man ein Ziel hat, so verfolge es und respektiere den Markt und deine Regeln und versuche nicht eine Stufe zu überspringen, denn das widerspricht den eigenen mühevoll erarbeitenden Regeln und
diese sollte man nicht missachten, niemals. Mach lieber kleine Schritte und gehe von Stufe zu Stufe und lass dich niemals durch die Bestätigung deiner Gewinn Trades dazu verleiten, meinen zu wollen den Markt
bestimmen zu können umso Stufen zu überspringen.

Wer meint, grosse Schritte machen zu können und Stufen zu umgehen, wird die Quittung dafür bekommen und wird auf einmal mehrere Stufen hinterfallen. Beim Herunterfallen kommen dann alle die negativen Erlebnisse wieder einem entgegen und man wird keine Chance haben sich den Gefühlen zu stellen, weil der Schockzustand dies verhindern wird. Das ist auch gut, denn man soll auch für seine Dummheit und Arroganz bestraft werden.

Wer hoch hinaus will, fällt tief.

Aber dennoch kann man hoch hinaus, aber man muss sich Schritt für Schritt herantasten, und nicht auf einmal alles wollen, dann bleibt meistens nachher nichts.


Fakt ist: Wenn ihr 1k habt, setzt euch zwei Ziele, eines für das nicht unterschreiten der 1k Marke und das andere Ziel z.B. eine Verdoppelung, nämlich 2k und arbeitet darauf hin, aber behaltet immer die 2 Kriterien im Auge. Somit kann sich das immer fortsetzten, ab 2k das Ziel, nicht die 2k zu unterschreiten und das nächste Ziel die 4k. Man kann das Spiel immer so weiterspielen unter Einhaltung der Regeln.

Der Zeitrahmen sollte nicht ausschlaggebend sein, gebt euch soviel Zeit wie ihr braucht, manchmal gehts schneller von Stufe zu Stufe, manchmal dauerts halt länger.

Ich hoffe, ihr könnt damit was anfangen.

Danke für eure Aufmerksamkeit. ;D

Viele Grüsse,
Peki  :beer: :welldone:

« Letzte Änderung: Dezember 01, 2011, 18:36:10 pm von Peki »

  • Entdeckungsreisender
  • Blogger
  • Ist Forum süchtig
  • *
  • *
    • Beiträge: 1320
    • Karma: +408/-6
    • Mitglied seit:
      03 Dec 2010
    • Tool: fxTrade & MT4
  • Broker: Oanda

  • Stop
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #8 am: Dezember 01, 2011, 18:50:01 pm »
Hallo Leute!

@ Peki
Vielen Dank für Deine ausführlichen Berichte! Bin heute Abend eng dran mit Zeit-haben, darum einfach nur meine kurze Rückmeldung. Freue mich auf weiteres zu diesem Thema!

Stufen sind auch mein Ding. Ich plane derzeitig das Ganze so, dass ich bei einem Plus von 30% auf dem Depot zur nächsthöheren Stufe = Handelskapital wechsle. Wichtig hierbei: 0,5% Risk per Trade zu Beginn der Stufe. Rückwärts gehts nicht: einmal befördert bleibts dabei und muss ausgestanden werden. Da dauert eben alles länger, doch die Sache mit dem Drawdown sitzt einem ja noch in den Knochen, ist noch nicht überwunden.

Will sagen: bis mein Konto mal größer ist, das dauert. Ist zwar doof, aber das hat auch seine Vorteile.

Viele Grüße,
Rainbowtrader
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  • Peki
  • Gast
  • Allow
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #9 am: Dezember 17, 2011, 18:19:58 pm »
Liebe Forum-Mitglieder,

Ich möchte euch folgenden Beitrag nicht vorenthalten, denn dieser stammt aktuell aus einer privaten Unterhaltung. Dennoch bin ich der Meinung und davon überzeugt, dass es Euch sicher auch
von Nutzen sein kann. Deshalb poste ich die Mitteilung etwas leicht verändert in diesem Thread, Danke für Euer Verständnis.




Ich kann aber auch nur das vermitteln, wie ich es erlebt habe. Da ich aber sprichwörtlich durch die Hölle gegangen bin und das Trading mein letzter Ausweg war, habe ich das Trading so kennengelernt,
wie es nur wenige Trader auf dieser Welt erlebt haben. Denn ich habe mich mit ganzer Tiefe dem Trading gewidmet und kenne die Schatten und Sonnenseiten. Die Schattenseiten wahrscheinlich besser
als die Sonnenseite, aber dadurch weiss ich die Sonnenseite mehr zu schätzen und möchte nie mehr auf die Schattenseite gelangen. Vorwärts immer, rückwärts nimmer.

Deshalb arbeite ich auch nach dem Prinzip mit den Stufen. Ich versuche immer stufenweise voran zu kommen. Wenn ich mich auf Stufe 1 befinde, so hab ich zwei Ziele. Das erste ist mit Weitblick
die Stufe 2 zu erreichen und das andere Ziel ist nicht unter Stufe 1 zu kommen. Ich versuche aber auch nicht die Stufen zu überspringen, denn wer hoch hinaus will, fällt tief. Man muss das Trading
schätzen zu wissen und nichts erzwingen zu wollen. Alles braucht seine Zeit. Die Börse ist nicht digital, sondern analog. Deshalb dauerts manchmal länger um eine Stufe zu erklingen, manchmal
gehts schneller. Aber ganz wichtig ist, dass man immer, wirklich immer mit sich im reinen sein muss und man zu jedem Zeitpunkt weiss, was man tut. Das Trading ist der härteste Job auf dieser
Welt, denn man wird jede Sekunde auf die Probe gestellt und die Börse versucht non stop einen zu verführen. Man muss nur genug stark sein, den Verführungen stand zu halten und nicht Opfer
des ganzen Systems zu werden. Wir sind nur kleine Fische in einem Haifischbecken, entweder schwimmst du mit dem Strom mit oder du stellst dich gegen ihn und wirst aufgefressen.

Die Börse wurde dafür gemacht, damit ein paar wenige Leute den vielen kleinen Playern das Geld aus der Tasche ziehen. Wenn man Trader werden will, muss man alles hinterfragen und sich immer
in die Lage der Big Player versetzen. Die Masse liegt eben gerne mal falsch. George Soros, ein legendärer Investmentbanker aus Ungarn mit jüdischen Wurzeln hatte eine Chance von 1 zu 480 Millionen
Gewinn zu machen. Rate mal wer gewonnen hat? George Soros.

Die Börse ist jetzt auch nicht so, dass die Masse nie richtig liegt. Man muss wissen, dass man tagtäglich gegen die besten Hirne der Welt ankämpft mit IQ von 140, 150, 160. Die Börse wurde so
konzipiert, dass sie viele kleine Gewinne zulässt und dann zuschlägt wenn sich alle sicher fühlen und dann einem alles wegnimmt. Vorallem passiert dies, wenn alle Bedingungen gegeben sind für z.B. einen steigenden Kurs, nämlich wie Chartmuster, wirtschaftliche und politische Lage. Ich möchte damit sagen, umso etwas sicherer aussieht, desto gefährlicher ist dies. Aktuell kann ich vom
Gold Crash im Oktober berichten. Alle sah bullish aus, wie Chartmuster, wirtschaftliche wie politische Lage. Der Kurs verursachte seinen grössten Tagesverlust seiner Geschichte, da hats viele auf dem
falschen Fuss erwischt und vorallem hats auch die hart getroffen, die noch ins fallende Messer gegriffen haben. Umso mehr man sich an der Börse sicher fühlt, desto mehr leidet dein Trading Konzept darunter.
Denn man setzt seinen Stop nicht als üblichen Stop, sondern als Not Stop. Das sind solche Momente, wo das Hirn ausschaltet und man nur noch durch Gier getrieben wird um demnach auch grössere
Posis kauft. Denn man meint der Kurs kann nicht mehr fallen, das ist in solchen Situationen aber tödlich. Denn der Kurs fällt dann erst recht und man ist weg vom Fenster.

Deshalb ist es ganz wichtig, sich immer an der aktuellen Marktsituation anzupassen und seinen eigenen Regeln nie und niemals in Ungnade zu fallen. Deine eigenen Regeln sind dein Versicherungsschutz.
Man muss jeden Tag gegen sein Ego kämpfen und nur das ist schlussendlich was zählt. Wenn du das kannst, so bist du am besten gewappnet um im diesem Dschungel zu überleben.
Das gefährliche an der Börse ist, dass sie unendlich sein mag und nach oben alle Grenzen offen sind. Da liegt auch das Problem, man will immer das Unmögliche erreichen um sein Ego zu befriedigen.
Man hofft immer auf "den " Trade, der alles verändert. Aber liebe Forum-Mitglieder, das ist eine Illusion, glaubts mir. Das gibt es nicht. Auch wenn du einmal einen fetten Trade landen solltest, so wird er so schnell wieder verschwinden, wie er gekommen ist. Denn man wird nicht in der Lage sein, sich damit recht zu finden und die Euphorie wird schlussendilch einen fest in den Händen halten und dazu verleiten,
"dem" Trade nachzuahmen und nochmals einen draufzusetzen. Du kannst heute aus 10k eine Million machen, das ist kein Problem, das geht. Nehmen wir an, du hast die Million erreicht. Und dann? Wars das?
Bist du am Ziel? NEIN. Du willst mehr und mehr und schlussendlich wirst du wieder auf 0 sein.

Deshalb muss man einen Mittelweg finden, der einen immer, was auch passiert, im Gleichgewicht behält. Finde deinen eigenen Weg, mit dem du alle Risiken berücksichtigst. Es ist leicht an der Börse
schnelles Geld zu machen, indem du das Risiko vernachlässigst. Wenn du Glück hast, klappt dies auch. Trotzdem wird der Erfolg so schnell wieder verschwinden, wie er gekommen ist. Denn das
Risiko, was du ausgeblendet hast, wird dich einholen und dir die Quittung auflegen. Deshalb ganz wichtig, nicht die Gewinne sind das oberste Ziel, sondern die Bändigung des Risikos.
Ich schreibe immer wieder, der SL hat mich dazu geführt, erfolgreich handeln zu können. Denn ich respektiere die Verluste mehr, als die Gewinne.

So sind wir auch wieder bei den Demo Accounts. Das ist das grösste Übel und die beste Geldmaschine auf unserem Planeten. Ich hatte dazu auch mal einen Beitrag verfasst in einem Thread, was viele auf die
in Palme brachte. Demo Accounts sind eine Verführung zur Erfüllung all deiner Träume, nämlich Unabhängigkeit & Reichtum. Alle verdienen, nur du selbst nicht. Denn bei Demo Accounts hat man KEIN RISIKO, einmal ein Konto platt gemacht, innert 2min hat man ein neues und es fängt alles wieder von vorne an und dies alles cool und emotionslos. Man wird solange einen neuen Accounts eröffnen, bis man Glück hat und einen Move erwischt und seine Performance innerhalb ein paar Tagen verfünfacht hat.
Ab da an fängts an gefährlich zu werden, man wird es kaum erwarten können einen realen Account zu eröffnen um angeblich sein Talent in vollen Zügen auszuleben. Die Erfahrugen die man bei den ersten Demo Accounts gemacht hat, die man geschrottet hat, wird man so wahrnehmen, als wäre das das normalste auf der Welt, denn man würde dies als Grundausbildung einordnen. Demnach wird man sich nur
auf den letzten Erfolg stützen und versuchen das gleiche im Realen Konto zu tun. Nur ist ein reales Konto kein Spiel mehr, sondern eine Maschine, die aus selbstbewussten und gesunden Menschen
einen gestörten, unsicheren und depressiven Menschen macht. WELCOME TO HELL!!!

Denn da fängt alles an, die Emotionen kommen ins Spiel, dein ganze Lebenserfahrung wird auf die Probe gestellt. Du als Mensch wirst an deine äussersten Grenzen kommen, deine Gefühlsschwankungen
werden dermassen in die Höhe springen, so dass du den Boden unter den Füssen verlierst und die Welt nicht mehr verstehst. Da kann man noch die Notbremse ziehen, entweder bist du dabei oder nicht.
Entweder nimmst du den Leidensweg auf dich und lernst den Markt mit all seinen Tiefen kennen und wirst ein richtiger Trader oder du lässt die Tiefe nicht zu und versuchst so deine Emotionen aus dem
Spiel zu lassen. Lässt du aber die Emotionen aus dem Spiel um dich selber zu schützen, wirst du keine Chance haben jemals ein Trader zu werden. Das mit den Emotionen aus dem Spiel lassen wird nicht passieren, denn du weisst ja gar nicht, was auf dich zukommen wird. Demnach wirst du den Weg so oder so gehen, ob du willst oder nicht. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals diese Schattenseiten seh,
es raubte mir meine Kraft, aber das sind halt diese Steine auf diesem Weg.

Hätte ich diesbezüglich heute die Wahl diesen Weg zu gehen, mit all dem zu wissen was mich erwarten wird, so würde ich nicht einmal für alles Geld dieser Welt nochmals diesen Weg einschlagen.
Rückblickend aber, bin ich froh diesen Weg gegangen zu sein, denn dieser Weg hat mein Leben verändert. Das Geld ist mir nicht wichtig, nicht mehr. Ich habe mich durch die Börse gefunden,
ich habe mich dadurch selbst kennengelernt und kann diese Erfahrungen nur schwer mit jemanden teilen. Aber diese Erfahrungen die ich gemacht habe, kann ich überall und in jeder Lebenslage
einsetzen, gemeint ist ausserhalb der Börse. Die Börse war meine Therapie um mich selbst zu finden.

Ich kann nur nochmals deutlich sagen, man muss diesen Weg gehen. Entweder oder. Die Trader die in jungen Jahren damit anfangen, haben es diesbezüglich etwas leichter, als solche die in
späteren Jahren sich der Sache widmen. Es hängt mit der Entwicklungsphase und Lebenserfahrung zusammen. Ein älterer Trader, der durch Lebenserfahrung natürlich reifer ist als ein junger Spross,
wird mehr Mühe haben sich den Aufgaben zu stellen. Denn mit einem gewissen Alter hat man schon einiges erlebt und weiss was für einen gut und nicht gut ist. Man ist auch vorsichtiger und
geht nicht mit einer rosaroten Brille durch die Welt. Einem jungen Menschen kannst du viel erzählen, denn man wird dir das meiste abkaufen, weil man keine Lebenserfahrung hat und dementsprechend
naiv durch das Leben geht, dementsprechend hat man auch keine feste Meinung, man ist eher unsicher als selbstbewusst.

Ein älterer Trader hingegen kann seine Lebenserfahrung bei der Entwicklungsphase im Trading zum Verhängnis werden. Denn die Erfahrungen und Erlebnisse im wahren Leben die man gesammelt hat,
kann man nicht auf das Trading übernehmen. Das Trading ist eine Sache für sich und man muss von 0 anfangen, ob jung oder alt. Vorallem triffts die ältere Generation hart, die in ihrem Leben viel
erreicht haben und dadurch eine feste Linie gefunden haben die sie gehen, demnach sind sie selbstbewusst und können durch ihre Lebenserfahrung bei jeder Situation mit einem gesunden Menschen-
verstand die richtige Entscheidung treffen. Deshalb wird es die ältere Generation versuchen ihre Lebenserfahrung auf das Trading so zu übernehmen mit der Hoffnung, das es so funktionieren wird,
wie im wahren Leben. Aber das wird nicht funktionieren, die Börse und das Trading ist eine Welt für sich.

Vielleicht hilft dir dieser Ansatz, das ganze mal von einer anderen Seite zu betrachten und wie es hinter den Kulissen aussieht.



Dieser Beitrag beruht auf meinen Erfahrungen und ich bitte Euch deshalb, dies zu respektieren. Ich will damit nur aufzeigen, wie ich das ganze erlebt und erkundet habe. Dass wir aber alle eine
andere Ansichtssache betreffend der Börse und dem Trading haben und jeder hier auf einer anderen Ebene der Entwicklungsphase ist, kann es gut möglich sein, dass es für den ein oder anderen
nicht nachvollziehbar ist und es zu Meinungsverschiedenheiten oder Abweichungen kommen kann. Aber lasst euch nicht dadurch verwirren, geht euren eigenen Weg und macht das Beste daraus.
Ich hoffe sehr, dass es doch den ein oder anderen hier gibt, der damit etwas anfangen kann und es ihm von Nutzen sein kann.

Danke für eure Aufmerksamkeit.

Viele Grüsse,
Peki



« Letzte Änderung: Dezember 17, 2011, 18:21:45 pm von Peki »

  • Gehört zum Inventar
  • ***
    • Beiträge: 954
    • Karma: +183/-7
    • Mitglied seit:
      19 Jun 2010

  • Allow
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #10 am: Dezember 17, 2011, 22:56:30 pm »
Es ist Dir nicht erlaubt Links zu betrachten. Registrieren oder Einloggen
Hallo Leute!

@ Peki
Vielen Dank für Deine ausführlichen Berichte! Bin heute Abend eng dran mit Zeit-haben, darum einfach nur meine kurze Rückmeldung. Freue mich auf weiteres zu diesem Thema!

Stufen sind auch mein Ding. Ich plane derzeitig das Ganze so, dass ich bei einem Plus von 30% auf dem Depot zur nächsthöheren Stufe = Handelskapital wechsle. Wichtig hierbei: 0,5% Risk per Trade zu Beginn der Stufe. Rückwärts gehts nicht: einmal befördert bleibts dabei und muss ausgestanden werden. Da dauert eben alles länger, doch die Sache mit dem Drawdown sitzt einem ja noch in den Knochen, ist noch nicht überwunden.

Will sagen: bis mein Konto mal größer ist, das dauert. Ist zwar doof, aber das hat auch seine Vorteile.

Viele Grüße,
Rainbowtrader

Das ist meiner Meinung nach ein Fehler. Stufen finde ich persönlich auch super und praktiziere es auch so, aber warum sich nicht zurückstufen lassen? Wenn dein Draw Down dementsprechedn ausfällt bist du schnell über deinen gewohnten %-Satz, du wirst noch nervöser und machst mehr Fehler...
Stell dir einfach eine Trepe vor, man kann immer hoch und runter. Da runter bekanntlich schneller geht als hoch, würde ich auch noch eine dynamische Treppe empfehlen.
Bei 30% geht es einen Satz nach oben (Startkapital 100 €; bis 130 € bleibt dein Risk 0,5€; ab 130€ ist dein Risk 0,65€) und bei 20% DD geht es einen Schritt zurück (von 130€ bist du bei 104€ angekommen; von hier tradest du mit 0,52€ risk weiter) 

Es ist Dir nicht erlaubt Links zu betrachten. Registrieren oder Einloggen

  • Tastaturvirtuose
  • **
    • Beiträge: 97
    • Karma: +22/-0
    • Mitglied seit:
      16 Sep 2011
    • wo bleibt der Kaffee

  • Stop
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #11 am: Dezember 17, 2011, 23:21:28 pm »
Was soll ich dazu sagen....
mir fehlen die Worte.....
trotzdem sollst Du wissen, wie deine Worte ankommen....
also.... ein einfaches

JA. So ist es.
Theorie ist, wenn einer alles weiß und nichts funktioniert.
Praxis ist, wenn alles geht, und keiner weiß warum.

Wer kein Ziel hat, hat auch keinen Weg zum Gehen

  • Entdeckungsreisender
  • Blogger
  • Ist Forum süchtig
  • *
  • *
    • Beiträge: 1320
    • Karma: +408/-6
    • Mitglied seit:
      03 Dec 2010
    • Tool: fxTrade & MT4
  • Broker: Oanda

  • Stop
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #12 am: Dezember 18, 2011, 10:07:02 am »
Moin moin!

@Movement
Es ist Dir nicht erlaubt Links zu betrachten. Registrieren oder Einloggen
Das ist meiner Meinung nach ein Fehler. Stufen finde ich persönlich auch super und praktiziere es auch so, aber warum sich nicht zurückstufen lassen? Wenn dein Draw Down dementsprechedn ausfällt bist du schnell über deinen gewohnten %-Satz, du wirst noch nervöser und machst mehr Fehler...
Stell dir einfach eine Trepe vor, man kann immer hoch und runter. Da runter bekanntlich schneller geht als hoch, würde ich auch noch eine dynamische Treppe empfehlen.
Bei 30% geht es einen Satz nach oben (Startkapital 100 €; bis 130 € bleibt dein Risk 0,5€; ab 130€ ist dein Risk 0,65€) und bei 20% DD geht es einen Schritt zurück (von 130€ bist du bei 104€ angekommen; von hier tradest du mit 0,52€ risk weiter)
Ob das richtig oder falsch ist, kann man wohl nicht abschließend beurteilen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es fatal ist, in beide Richtungen zu agieren. Und zwar kommt das daher, wie auch die dynamische Anpassung des Handelsvolumens/Units nach jedem Trade neu zu bestimmen, in meinen Augen ebenso Kokolores ist: Du hast nach einem Verlusttrade und einem anschließenden Gewinntrade in gleicher Piphöhe bei angepasstem Volumen (z.B. 1%) etwas Minus! Und das kann es ja nicht sein, denn mit solch einem Vorgehen schade ich mir selbst, auch wenn ich dafür Sorge trage, so gut wie niemals pleite gehen zu können.

Darum bin ich ein Vertreter der Stufen. Und dies angewandt auf das Depot bedeutet in meinen Augen dasselbe: eine Stufe zurückrudern und von dort wieder auf Einstand zu kommen, erfordert ungleich mehr Anstrengung als im Gleichsatz.

Natürlich habe ich den Nachteil, mein gesamtes Verlustrisiko zu erhöhen, doch kann ich mein Kapital ja schön aufteilen in Handelskapital und in Reservekapital für den Fall eines Crashs. Davon andauernd Gebrauch zu machen zieht eben die Performance stark nach unten. Zumindest sehe ich das so.

Liebe Grüße,
Rainbowtrader
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  • Blogger
  • Tastaturflitzer
  • *
  • *
  • *
    • Beiträge: 172
    • Karma: +56/-0
    • Mitglied seit:
      09 Dec 2011
  • Broker: Oanda, RBS

  • Allow
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #13 am: Dezember 18, 2011, 13:18:29 pm »
sehr interessante thematik, habe mich jetzt nur teilweise reingelesen aber kann größtenteils nur zustimmen ! :welldone:

mit kleinen Beträgen "lernt" man das traden da emozionen eine sehr große rolle spielen


hier wird das mit den emozionen auch noch mal ganz gut dargestellt:


Es ist Dir nicht erlaubt Links zu betrachten. Registrieren oder Einloggen
The more I see, the less i know, the more i like to let it go
------------------------------------------------------------------------
If you're gonna be dumb, you gotta be tough!
When you get knocked down, you gotta get back up!
That's the way it is in life and love!

  • Gehört zum Inventar
  • ***
    • Beiträge: 954
    • Karma: +183/-7
    • Mitglied seit:
      19 Jun 2010

  • Allow
Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #14 am: Dezember 18, 2011, 13:57:31 pm »
Es ist Dir nicht erlaubt Links zu betrachten. Registrieren oder Einloggen
Und zwar kommt das daher, wie auch die dynamische Anpassung des Handelsvolumens/Units nach jedem Trade neu zu bestimmen, in meinen Augen ebenso Kokolores ist: Du hast nach einem Verlusttrade und einem anschließenden Gewinntrade in gleicher Piphöhe bei angepasstem Volumen (z.B. 1%) etwas Minus!

Dem stimme ich voll zu, hatte ich glaube ich auch irgendwo mal geschrieben. Ständiges anpassen ist meiner Meinung nach nicht nur quatsch, sondern wie du schon festgestellt hast auch wenig förderlich.

Trotzdem würde ich nach einem gewissem DD das Risiko neu justieren. Wenn du es geschaft hast, mit 0,5% Risk 30% DD zu erwirtschaften bist du, meiner Meinung nach, in einer dicken Krise. Und in Krisenzeiten heißt es, Risiko runter und wieder selbstvertrauen tanken.

Das ist aber halt auch nur meine Sicht, jedem das seine  ;)

@ Peki: Von mir auch mal ein Dankeschön für den Einblick in deinen Weg!
Es ist Dir nicht erlaubt Links zu betrachten. Registrieren oder Einloggen

Forexfabrik

Re: Kleiner Kontostand - grosse Wirkung
« Antwort #14 am: Dezember 18, 2011, 13:57:31 pm »


GoogleTagged - Stichworte

 

Ähnliche Themen

  Betreff / Begonnen von Antworten Letzter Beitrag
15 Antworten
2702 Aufrufe
Letzter Beitrag Juni 12, 2009, 21:58:54 pm
von aiti
6 Antworten
544 Aufrufe
Letzter Beitrag Oktober 09, 2010, 22:03:40 pm
von sundreamer
6 Antworten
550 Aufrufe
Letzter Beitrag Juni 05, 2011, 16:29:50 pm
von Swifty81


ChartTec´s World Topsites