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Welche Trefferquote erzielst Du real mit Deiner Basisstrategie?

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Autor Thema: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...  (Gelesen 1632 mal)

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Hallo Leute!

In dieser ruhigen Phase hat man vielleicht die Muße, sich über einzelne Aspekte seines Tradings mehr Gedanken zu machen als im Rest des Jahres. So liegt mein persönlicher Focus darauf, meine Handelsmethode um ein paar Feinheiten anzupassen und zu analysieren. Dabei mache ich mir Gedanken um meine persönliche Trefferquote, die ich im realen Trading erziele.

Ich weiss, dass es viele unter Euch gibt, die der Überzeugung sind, die Chance steht bei jedem Trade (erneut) 50:50, wie bei einem Münzwurf. Ich bin da jedoch anderer Meinung und glaube an den Traders Edge, also den Vorteil, den ein Trader mit Hilfe seiner Strategie erzielen kann. Ein wesentliches Merkmal ist hier in meinen Augen der Einstieg, kombiniert mit einem Trailing auf Break Even. Doch das ist nur meine persönliche Meinung, diese hat keine Allgemeingültigkeit.

Mit Trefferquote meine ich alleinig, wie der Trade ausgeht. Alle Plustrades allen gemachten Minustrades gegenübergestellt - die Höhe bleibt unberücksichtigt, das CRV ebenso wie der Profitfaktor. Das Thema ist die Trefferquote an sich, doch reden können wir über alles. Und wenn es gewünscht ist, auch über Drawdowns oder Risikotypen oder den Rumrutschfaktor.

Interessant wird diese Abstimmung, beziehungsweise Diskussion, durch die Möglichkeiten, die Ihr seht oder nutzt, um Eure Trefferquote zu verbessern. Durch diesen Austausch sollten für jeden das eine oder andere Interessante herum kommen, mal sehen.

In dieser Abstimmung liegt meine Stimme bei 50 bis 55%, da dies meine derzeitige reale Performance ist. Da ich mir zu jedem Trade notiere, ob ich diesen fachlich sauber und korrekt durchgeführt habe - oder ob dieser ein Fehltrade ist - kann ich meine Ergebnisse ganz leicht filtern. Reduziere ich auf ausschließlich fachlich korrekte Trades, dann liegt die mögliche Trefferquote meiner Handelsmethodik bei geschätzten 70 bis 80% (doch ist das nur ein vorläufiger Eindruck einer rund 100 Trades umfassenden Grundmenge).

Also, wie schaut das bei Euch aus?

Danke für Eure Abstimmung und Eure Beteiligung an diesem Thema!

Viele Grüße,
Rainbowtrader :)

« Letzte Änderung: Dezember 23, 2011, 23:18:10 pm von Rainbowtrader »
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #1 am: Dezember 24, 2011, 00:18:04 am »
Das CRV steht im direkten Zusammenhang mit der Trefferquote und deshalb kann es bei der Diskussion meiner Meinung nicht aussen vor gelassen werden.

So unterscheiden sich 2 Strategien bei mir:

Bei der einen hab ich eine Trefferquote von ca 36% aber ein extrem nettes CRV. Bei der Anderen ist das CRV grottenschlecht dafür wird dies mit ca 82% Trefferquote kompensiert. Allerdings gefällt mir die erste Variante besser weil mir die Extremausschläge beim Grow ins Positive besser gefallen als ins Negative (denn das geht in Richtung Martingale bei dem das CRV ja noch viel schlechter ist). Meine Erfahrung ist, dass sobald man das CRV (bedingt durch das Verhältniss SL und TP) verbessert, verschlechtert sich automatisch die Trefferquote. Setzt man dann zB den SL wieder weiter weg verbessert sich wieder die Trefferquote.

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die Möglichkeiten, die Ihr seht oder nutzt, um Eure Trefferquote zu verbessern

Meine Antwort wäre also: Verschlechtere das CRV ! oder sinnvoller: verbessere die Einstiege  :)

LG
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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #2 am: Dezember 24, 2011, 09:33:05 am »
Derzeit beträgt meine Trefferquote rund 50 -60 % und ist auf ein CRV von 1 ausgelegt. Daher halten sich Gewinn und Verlust die Waage.

Ich bin allerdings noch in der Testphase.
Es gibt aber schon Szenarien darunter, bei denen die Trefferquote deutlich über 60% liegen. Hierauf werde ich mich im neuen Jahr spezialisieren.

Da ich aber auch oftmals noch Totalverluste habe, also direktes Laufen in den SL sind bei einigen Szenarien die Trefferquote nahe null.

Ich führe ebenfalls eine Handelsstatistik (Tagebuch) bei dem ich einzelne Szenarien auswerte.

Wer die Markttechnik kennt hier mal bissl Statistik

Gute Ergebnisse (ca. 70%):

Handel Bewegung/ AUsbruch an Tageslinien/ Punkt2 im 1D/1H/5M

Durchschnittliche Ergebniss (50%):

Trendhandel in Trendrichtung im 5M
Trendhandel in Korrektur der übergeordneten Zeiteinheit

Schlechte Ergebnisse (unter 50%):

Umkehrstab im 1H

Die Anzahl der Trades insgesamt beträgt ca. 30 und ist für eine aussagekräftige Statistik noch zu wenig, aber ich arbeite dran.

Desweiteren muss ich sagen, dass eine nicht genaue Stoppsetzung zu einer geringeren Performance geführt hat, aber die nicht genaue Stoppsetzung manchmal auch zu weniger Verlust geführt hat.
Das ich ein erfolgreicher Trader bin, konnte ich lange Zeit erfolgreich vertuschen... ;)

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #3 am: Dezember 24, 2011, 14:06:19 pm »
Ja tatsächlich gibt es eine Korrelation, aber zwischen TQ bzw. CRV und Profitfaktor (PF):

PF = TQ * CRV

Nur wenn der PF > 1 ist wird Geld verdient. Das alles betrachtet unter der Maßgabe, das bei Erreichen des TP auch tatsächlich ausgestiegen wird. Läßt man durch Trailen die Gewinne laufen, dann muß man einen entsprechenden Korrekturfaktor (F) in die Gleichung einfügen, der die jeweiligen positiven Überschreitungen des TP berücksichtigt.

PF = TQ *  F*CRV  (für F>=1)

D.h. man könnte jetzt das CRV runterfahren und bei "konstanter" TQ durch diesen Faktor (F > 1) die Gleichung wieder ins "Gleichgewicht" bringen, sprich PF >= 1.
Oder das CRV bleibt konstant und die TQ des Systems kann niedriger angesetzt werden, als es für PF = 1 notwendig wäre.
Besteht bereits ein individuell zufriedenstellendes TQ und CRV (PF >= 1) wird man mít steigendem F natürlich sein Weihnachtsgeld proportional aufbessern.

Euch allen ein frohes Fest mit einer hohen TQ für die richtigen Geschenke. (könnte man dazu noch ein CRV definieren?)

traderdoc

Pokerregel: "Auch bei dem Anschein eines sicheren Gewinnes, muss man ablassen können."

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #4 am: Dezember 25, 2011, 03:17:55 am »
Interessantes Thema mit dem CRV, wahrscheinlich eines der wichtigsten im Trading, worauf aber viel zu wenig Achtung darauf gelegt wird. Aber längerfristig wird man nicht darum herumkommen,
sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Für mich eines der wichtigsten Punkte im Trading.


CRV
Man sollte den CRV individuell gestalten und an seinem Trading Konzept anpassen, ich zeige euch mal auf, unter Einfluss welcher Faktoren mein CRV entstanden ist.

Mein provisorischer CRV liegt bei 1:1,66, d.h dass bei einem Einstieg der Verlust 1,66 mal grösser sein wird, als der mögliche Gewinn. Das ist Tatsache und widerfährt mir bei jedem Trade.
Diesen provisorischen CRV musste ich aber noch an meinem Trading Konzept anpassen. Dementsprechend wurde von meiner Seite her ein wenig getrickst, um den CRV künstlich zu verbessern.
Dabei sind neue Regeln entstanden, die es mir möglicht gemacht haben, einen CRV von 1,2:1 zu generieren. Aber dazu komme ich später, denn oberste Prioriät geniesst bei mir folgendes...

Nach meinem Trading Konzept, was ich hier in der Forexfabrik vorgestellt habe, versuche ich immer einen günstigen Einstieg zu finden in Betrachtung, den SL so schnell wie möglich auf BE setzen zu können. Trifft dies zu, wird das Risiko eliminiert und somit steigen die Gewinnchancen. Im ungünstigsten Fall, wird man mit 0 aus dem Markt geworfen und die Suche nach dem geeigneten Einstieg beginnt wieder von vorne. Das ist aber das bestmögliche Ergebnis, das man erreichen kann und man muss viel Geduld mitsichbringen, aber schlussendlich zahlt sich diese Geduld aus. Dieser Tradingstil verhilft mir auch dazu
meine innere Ruhe zu bewahren um somit nicht die Geduld zu verlieren, denn der Fokus liegt in erster Linie mehr darauf zu versuchen, das Risiko zu eliminieren und erst dann einen möglichen Gewinn daraus zu realisieren.

Zur Bestimmung von meinem CRV musste ich viele Kriterien beachten, das Wichtigste ist aber immer zu versuchen das Risiko zu bändigen und die Verluste klein zu halten. Deshalb liegt die Gewichtung
viel mehr bei der Begrenzung von Verlusten, als der Fokus auf die möglichen Gewinne.

Fakt ist: Verluste gehören zum Trading dazu und sollten mehr Beachtung kriegen, als die möglichen Gewinne. Wenn du dich darauf konzentriert, die Verluste klein zu halten und dein
Kapital zu schützen, so werden die Gewinne von alleine kommen.

Man muss also seinen CRV seinem Tradingstil anpassen. Man muss zudem das geeignete Zeitfenster finden, indem man nach welchem CRV handeln will. In jedem Zeitfenster muss man die verschiedenen
Pufferzonen an W & U Linien beachten. Desto grösser das Zeitfenster ist, desto grösser sollte die Pufferzone, SL und TP sein. Ich versuche es mal zu erklären:


4H Chart:
Im 4H Chart habe ich in der Regel eine Pufferzone von 30 - 60 Pip's. Ich handle nach meinem Trading Konzept, worauf die W & U Linien als Orientierungspunkt dienen. Damit aber eine Widerstand- oder
Unterstützungslinie als solche identifiziert werden kann, muss die Kerze auch genau dort abschliessen und vollendet sein. Dabei kommt es während dem Handel schnell mal zu einem Impuls der Kerze,
die schnell mal eine Widerstandslinie von 20 - 40 Pips übersteigen kann, bis sie dann zurückkommt und an der W-Linie abschliesst. Dieser Impuls hängt aber auch sehr von der aktuellen Marktsituation und
der Wichtigkeit der W oder U Linie ab, in der Regel 30 - 60 Pip's. Sollte hingegen die Impuls-Kerze die 60 Pips übersteigen, somit ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass die Widerstandslinie NEU
als Unterstützungslinie tangieren wird und der Trend sich somit fortsetzen wird.

Dabei wird das Handeln im 4H Chart bei mir als High Risk Trading eingestuft. Demnach sieht mein CRV folgender Massen aus:
Grundeinstellung: TP 40 Pip
                             SL 80 Pip (Pufferzone miteinberechnet, damit man nicht gleich ausgestoppt wird)
                             CRV 1:2

Im 4H Chart hingegen, kommt der Versuch einen Einstieg mit dem setzen vom SL auf BE nicht zum Zug, da mir Pufferzonen einen Strich durch die Rechnung machen.


15min Chart:
Im 15min Chart verfolge ich das gleiche Prinzip, wie im 4H Chart, nur sind hier die Pufferzonen kleiner. Die Pufferzone beträgt in der Regel 15 - 30 Pip's. Da aber der Fokus im 15min Chart dabei liegt,
den Trade so einzugehen, damit ich den SL auf BE setzen kann, sind 30 Pip Pufferzone zu viel. Deshalb liegt auf mein Trading Konzept bezogen die Pufferzone bei 10 - 20 Pip's. Nach diesem Prinzip
funktioniert mein SL ähnlich wie ein Not-Stop, der liegt nämlich etwas oberhalb von 20 pip, bei genau 25 pip.

Es wird ausschliesslich im 15min gehandelt, ich nenne diesen Bereich auch PEKIMEDIUM (Medium für Mittelding, resultiert aus High Risk Trading und Low Risk Trading) --> CRV 1,2:1
Grundeinstellung: TP 15 pip
                             SL 25 pip
                             CRV 1:1,66 (provisorischer CRV)


5min Chart:
Im 5min Chart verfolgt man wieder das gleiche Prinzip, logischerweise sind hier die Pufferzonen nochmals kleiner als im 15min Chart. Umso kleiner das Zeitfenster, desto kleiner sind die Pufferzonen.
Man kann im 5min Chart jetzt die Pufferzone nicht gleich weglassen und am Verhältnis gemessen von den übergeordneten Zeitfenstern wäre ein ideale Pufferzone von 5 Pip. Das kann aber
längerfristig nicht funktioneren, deshalb liegt erfahrungsgemäss die Pufferzone zwischen 5 - 15 Pip. Auch hier kommt wieder das Prinzip mit dem setzen des SL auf BE zum Zug. Demnach gewähre
ich dem Kurs eine maximale Toleranz von 10 Pip. Da hier aber auch mehr Hin und Her und reger Handel herrscht, wird im 5min Chart somit der SL auf 10 pip gelegt.
Grundeinstellung: TP 10 pip
                             SL 10 pip
                             CRV 1:1

Ich nenne das Handeln im 5min Chart auch Low Risk Trading.



Mein Trading Konzept ist demnach so ausgelegt, im 15min Chart zu handeln. Wenn ich es schaffe den SL auf BE zu setzen und die Kriterien erfüllt sind für eine Fortsetzung des Trends, switche ich in den
4H Chart hinüber und versuche den Trade im 4H Chart zu beenden. Solange die Kriterien auch hier erfüllt bleiben, kann es gut möglich sein den Trade mit 40 Pip (Ziel TP im 4H Chart) oder mehr
zu beenden. Schaffe ich es aber nicht nachhaltig im 4H Chart zu überleben, so sichere ich den Gewinn ab mit TP 15 pip. Denn vom 4H Chart komme ich diesem Falle wieder herunter in den 15min Chart.
Im 15min Chart liegt mein TP bei 15 pip und somit bin ich dann raus aus dem Markt und warte nicht erst, bis ich mit 0 ausgestoppt werde.

So funktioniert eigentlich mein Prinzip, erstens versuche ich den Trade so einzugehen um den SL auf BE zu setzen und lege meinen Fokus ganz darauf, ob die Kriterien erfüllt bleiben oder nicht.
Habe ich die 15 Pip erreicht, steige ich entweder aus oder wenn alle Kriterien erfüllt sind, bleibe ich im Trade drin und lege meinen Fokus auf den 4H Chart und nütze seine Grundeinstellung
für Ausstiegsmöglichkeiten.

Man kann damit sagen, ich fange ganz klein an und lege erstens den Fokus nur auf das Risiko und erst dann widme ich mich den möglichen Gewinnen die zu realisieren sind, die wiederrum wieder
abhängig von der aktuellen Marktlage sind. Wenn es der Markt zulässt und man alles verfolgt wie beschrieben, kann manchmal mehr herausspringen als man es sich vorgestellt hat.
Aber wie gesagt muss man erst das Risiko bändigen, somit kommen die Gewinne von alleine. Manchmal mehr, manchmal weniger, aber Hauptsache ist, ich schütze mein Kapital.



Verluste und der künstliche CRV
Ich habe bis jetzt nur von Gewinnen geredet, klar gibt es auch Verluste. Damit aber die Verluste nicht meine Gewinntrades vernichten, habe ich hierbei Regeln aufgestellt für Verlusttrades.
Somit zeige ich euch auch auf, wie ich den provisorischen CRV 1:1,66 durch einen künstlichen CRV von 1,2:1 ersetzt habe.

Tagesziel sind immer 3% vom Kapital und 90 pip. Dabei wird die Kontraktzahl immer dem Kapital angepasst. (Zinses-Zins-Effekt)

Beispiel:
Gehen wir aus dem 15min Chart heraus mit der Grundeinstellung von TP 15 pip, SL 25 pip (CRV 1:1,66)
Geplant sind 10 Trades, davon sollten 8 im Gewinn sein und 2 Verlusttrades darf man machen. (Trefferquote 80%)

Mein Tagesziel liegt bei 90 pip, damit ich 90 pip erreiche, muss ich 6 Trades hintereinander mit Gewinn abschliessen. 6 x 15 Pip = 90 pip
Das Ziel wäre erreicht, mit einer Trefferquote von 100%. Das kann aber niemand und gibt es nicht, deshalb plan ich Verlusttrades im Handelstag mit ein.

Ich mache 5 Trades mit Gewinn (75pip), dann mach ich einen Verlusttrade (60pip), danach kommen nochmals 2 Gewinntrades (85pip).
Mir fehlen also noch 5 pip bis zum Tagesziel, ich möchte dies aber unbedingt erreichen, fahre aber deshalb nochmals einen Verlusttrade ein (70pip) Denn man kann an der Börse nichts erzwingen.
Nach einer Verschnaufspause schliesse ich noch 2 Gewinntrades, Gesamtergebnis 90 pip. (habe da falsch gerechnet, aber egal, hauptsach man versteht das Prinzip)

Trefferquote 80% = aber ich respektiere die Verluste und weiss, dass die dazugehören und lasse mich durch diese nicht negativ beeinflussen, um somit mein Trading weiter fortsetzen zu können, ohne
Einschränkung in meiner Handlungsweise und Überzeugung.

Mache ich hingegen 6 Verlusttrades hintereinander, wären dies 6 x 25 pip = 150 pip.
Bedenke, unser Tagesziel liegt bei 90 pip, wenn ich aber hingegen anstatt 6 Gewinntrades, 6 Verlusttrades mache, habe ich nicht minus 90 pip, sondern 150 pip minus.
Das ist miserabel und ich bräuchte dafür zweieinhalb erfolgreiche Tage um das heutige Tagesziel von 90 pip zu erreichen.

Dabei entstand folgende Regel: Wenn ich es dazu fertig bringe 3 Verlusttrades hintereinander zu machen, beende ich den Tag für heute, ohne Ausnahmen. Denn wenn es nicht läuft, dann läuft es heute
halt nicht und ich muss es akzeptieren. Besser wird es nicht, man kann es nur schlimmer machen.
3 Verlusttrades = 3 x 25 pip = - 75 pip

Der provisorische CRV 1:1,66 bleibt bei jedem neuen Trade bestehen, aber unter Einhalt der Regeln, nicht mehr als 3 Verlusttrades (anstatt 6 Verlusttrades) zu machen, wird mein CRV individuell am
Trading Konzept unter Einhalt der Regeln angepasst und ist somit 1,2:1

Rechenbeispiel:
Eigenkapital: EUR 200'000.00
Tagesziel: 3%
Tagesziel: 90 pip
Tagesziel: 6 erfolgreiche Trades (dabei sind 2 Verlusttrades miteingeplant, somit muss ich 8 Gewinntrades machen, um auf 6 erfolgreiche Trades zu kommen)

Chance: 6 x 15 pip - 6 x EUR 1'000.00 = EUR 6'000.00 (3% von EUR 200'000.00)
Risiko:    6 x 25 pip - 6 x EUR 1'666.66 = EUR 9'999.99 (5% von EUR 200'000.00)

Unter Einhalt der Regeln, max. 3 Verlusttrades (anstatt 6)
Risiko:   3 x 25 pip - 3 x EUR 1'666.66 = EUR 5'000.00 (2.5% von EUR 200'000.00)


Daraus resultiert folgendes, nämlich die Chance von 3% Tagesgewinn zu bewahren, indem das Risiko anstatt 5% (1:1,66), nur noch 2.5% pro Tag beträgt. Abgekürzt (3/2.5) = 1,2:1

Wie schon gesagt, sollte der CRV nicht nur auf einen einzigen Trade bezogen werden, sondern man sollte den CRV so optimieren, damit alle Faktoren berücksichtigt und mit eingebunden werden.
Wie z.B. das Zeitfenster in welchem man handelt, sowie die jeweils dazugehörigen Zielvorstellungen und ganz wichtig, das Risiko, das dabei entstehen kann.

Demnach sollte man den CRV so abstimmen, damit er mit seiner eigenen Strategie oder Handlungsweise kombinierbar und tragbar ist. Der Fokus sollte dabei immer zuerst dabei liegen, das
Risiko zu minimieren und nicht darauf, wie man die Gewinne maximieren kann.

Man muss aber zwischen dem provisorischen CRV und dem optimierten CRV unterscheiden. Fakt ist, dass bei jedem neuen Trade, den man eingeht, ein CRV von 1:1,66 vorliegt. Klar kann man diesen
noch optimieren, indem man die Parameter TP und SL verändert und so anpasst, dass man auf den ersten Blick einen guten CRV daraus macht. Aber leider funktioniert das nicht so einfach, denn
man muss von ganz vorne anfangen und alle Faktoren wie oben beschrieben berücksichtigen, damit die veränderten Parameter auch mit seiner eigenen Strategie tragbar und erfolgreich anwendbar sind.

Das Risiko ist demnach ein Bestandteil des Tradings und ein stetiger Begleiter dessen. Bevor ich einen Trade eingehe, habe ich das grösste Risiko. Sobald ich aber im Trade drin bin, versuche ich
das Risiko zu minimieren oder im besten Fall sogar zu eliminieren. Deshalb ist der CRV vor dem Trade 1:1,66 und während dem Trade 1,2:1 und je nach Marktsituation besteht grosses Potential
für die positive Entwicklung des CRV's während des Trades.


Ich hoffe, ich konnte euch einen Einblick von meiner Seite her geben. Ich kann euch nur mit auf den Weg geben, das Risiko nicht zu unterschätzen und es an oberste Stelle zu stellen und schützt
euer Kapital mit dem Stop Loss, für das ist er auch da. Dazu möchte ich noch folgendes loswerden...



STOP LOSS
Für die, die den STOP LOSS meiden oder nicht gerne mit ihm arbeiten. Denen kann ich nur empfehlen, immer einen SL zu setzen, ansonsten werdet ihr am Markt nicht lange überleben. Denn die, die
ohne SL unterwegs sind, sind nicht bereit sich Verluste zu zugestehen und zu akzeptieren. Wer aber nicht dazu bereit ist, Verluste als einen Bestandteil des Tradings anzuerkennen und zu akzeptieren,
wird keine Chance haben erfolgreich zu handeln und es ist nur die Frage der Zeit, bis es euch erwischt und wegfegt. Wenn einem ständig die Angst im Nacken sitzt bald weggefegt zu werden, der
wird nicht nach seiner Strategie traden können. Dabei ist es so einfach, setz den Stop!!! somit bleiben böse Überraschungen aus und man hat keine Angst.

Wer aber trotzdem damit Mühe hat den SL zu verwenden, für den hab ich ein Beispiel parat:
Stellt euch mal vor, ihr sitzt in einem Strassen-Cafe. Ihr habt einen fetten Geldbeutel voller 500 Euro Scheine dabei. Ihr müsst aber dringend auf die Toilette und dabei stört euch der Geldbeutel, wieso auch immer. Würdet ihr den Geldbeutel voller 500er Noten einfach so auf dem Tisch liegen lassen um schnell euer Geschäft zu erledigen? Ich denke so blöd kann keiner sein, demnach gehe ich davon aus, dass
niemand hier den Geldbeutel liegen lassen würde, richtig?

Genau so ist es nämlich beim Trading. Wer ohne Stop Loss arbeitet, der lässt einfach seinen Geldbeutel liegen. Es ist sogar noch schlimmer, denn ihr ladet bewusst somit die Anderen ein, sich an eurem Kapital zu bedienen. Die werden sich so lange bedienen bis sie dir alles genommen haben und du nichts mehr hast. Was hast du denn anderes erwartet? Meinst du sie nehmen nur die Münzen? Ne, sie ziehen dich bis auf die Knochen aus und nehmen dir alles weg und am liebsten noch mehr, mehr, mehr.

Aber man kann sich dagegen ganz einfach schützen, indem du einer von ihnen wirst. Denn lege erstens den Fokus darauf, dein eigenes Kapital so gut wie möglich zu schützen und danach geh mit den Anderen
mit auf Raubzug und knüpfe den anderen das Geld ab. So läufts an der Börse. Wer denkt, dass es anderst läuft, soll mir mal seine Perfomance zeigen  ;D  ;)

Befolgt meinen Rat und arbeitet niemals ohne einen SL, denn für irgendwas ist er ja da.

Es gibt aber auch hier wieder Ausnahmen die es gewohnt sind ohne SL zu arbeiten. Aber das sind Profis, die ihr Handwerk verstehen und ihr Trading darauf abgestimmt haben, vorallem trifft das meistens
auf die Extrem Scalper zu. Ihre Stärke liegt darin, flexibel zu sein. Wenn es mal nicht in die gewünschte Richtung läuft, haben die so eine mentale Stärke, die Position sofort glattzustellen. Aber auch hier
würde meines Erachtens ein SL schlimmeres verhindern, wenn es mal zu Crash's kommen sollte. Zumindest sollte man einen Not Stop setzen, der soweit weg ist, dass er das Trading nicht beeinträchtigt.
Meistens sind es aber die, die es von Anfang an gewohnt sind ohne SL zu arbeiten und verdammt viel Glück in ihrer Entwicklungsphase hatten und so keine schlimmen Verlusttrades sich zu Buche kommen lassen mussten. Die hatten einfach verdammt viel Glück und haben mit der Zeit ihren Tradingstil gefunden, mit dem sie ganz gut fahren. Solche Trader wirst du niemals dazu bringen, einen SL zu verwenden.

Aber ich kann euch sagen, benützt den SL. Es ist leichter sich von ihm danach zu trennen, wenn man das Risiko kennen und schätzen gelernt hat. Als das man nicht weiss, was man nicht weiss und es ohne
ihn versucht.

Danke für Eure Aufmerksamkeit.

Hier sind noch die Links für die Beiträge, die ich hier erwähnt habe:
PEKIMEDIUM (High Risk & Low Risk Trading) --> Es ist Dir nicht erlaubt Links zu betrachten. Registrieren oder Einloggen (Seite 2)
Peki's Trading Konzept --> Es ist Dir nicht erlaubt Links zu betrachten. Registrieren oder Einloggen

Langsam kann ich Beitrag für Beitrag miteinander verknüpfen, somit entwickelt sich das Ganze wie geplant und das Puzzle mit seinen Einzelteilen wird langsam zum Ganzen. Sehr gut  :)


Viele Grüsse,
Peki  ;)



P.S: durfte den ganzen Beitrag nochmals neu schreiben, da bei Server-Arbeiten der erste Beitrag verloren ging, shit happens!!! Aber die Mühe wars wert!!!  :beer:
« Letzte Änderung: Dezember 25, 2011, 19:18:40 pm von DaBuschi, Grund: Leere Zeilen editiert »

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #5 am: Dezember 25, 2011, 06:22:18 am »
Zitat
P.S: durfte den ganzen Beitrag nochmals neu schreiben, da bei Server-Arbeiten der erste Beitrag verloren ging, shit happens!!! Aber die Mühe wars wert!!!

Horror, bei so nem langem Beitrag, wobei ich mich frage hat der den wirklich jetzt einfach so geschrieben??
der ist echt lang..
Ich dafür bin grad um nach hause zu kommen quer über nen Friedhof gelaufen. Hat auch was.

Sah voll schön aus, stock finster und überall die roten Todes Kerzen oder wie heisen sie nochmal ??  o_O
Durfte keine fliegen lassen, wurde drum gebeten. Schade hätte schön ausgesehen..

Happy Hanuka allen, halb siebene und mir wird langsam schlecht.. Der Berg hat mich zum Schluss noch geschafft.
Endlich daheim..

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #6 am: Dezember 25, 2011, 10:01:46 am »
@ peki

ich bin dir wiedermal dankbar. Hab durch dich wiedermal über meine Strategie nachgedacht und du hast mal wieder Recht...

Ich habe zwar nicht so ein ambitioniertes Tagesziel von3%, aber ich habe ein Wochenziel von 3%. Ich denke das muss ich wohl ändern und anpassen, weil ich riskiere pro Trade 2% und habe kein festes Take Profit. Es könnte somit heißen dass ich mit dem ersten Trade schon das Wochenziel erreiche. Das wäre ja Prima wenn ich dann wirklich aufhören würde. Mache ich aber nicht also riskiert man diese wieder.

Es könnte aber auch sein dass ich gleich mal 3 Minustrades hintereinander habe, dann steh ich bei -6%. Wie soll ich jetzt auf +9% kommen, damit ich das Wochenziel noch erreiche?

Heißt: ich werde mir was überlegen müssen....

Vielleicht ein ambitioniertes Wochenziel mit maximalen Drawdown. z.B. +6 WZ und -4% DD
So könnte ich z. Bsp mit 2 Wochenzielen von 6%, 3 verfehlte Wochenziele von -4% wegmachen.

Und natürlich muss ich aufhören bei 6% Wochengewinn bzw, -4%. Das wird dann aber schwer.

Einziges Problem hierbei ist, wenn es Wochen gibt in denen nicht die 6% oder -4% erreicht werden, was ich da mache. Denn erzwingen kann ich die 6 Prozent nicht, nur die -4%  ;)

Die genauen Werte muss ich mir dann noch ausrechnen, weil ich wesentlich mehr Handel eingehe.
Ich denke mal so, ich habe 1-5 Handel am Tag.
Das ich ein erfolgreicher Trader bin, konnte ich lange Zeit erfolgreich vertuschen... ;)

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #7 am: Dezember 25, 2011, 10:46:48 am »
Ihr lieben ambitionierten Schreiber!

Ich danke Euch allen für Euer Engagement - und ganz besonders Peki für seinen so umfassenden Beitrag. Da ich einiges erst selbst mal sacken lassen muss, bzw. mir über meine Kenngrößen neu Gedanken machen will, kommt von mir hier noch nicht wirklich Feedback. Doch ich vergesse das nicht. Es ist nur so, dass Ihr hier derzeitig einfach mehr beizutragen habt als ich - das erfreut mich. Auch freue ich mich darauf, wenn uns hier noch andere ihre Erfahrungen mitteilen und an der Abstimmung teilnehmen.

Besten Dank Euch allen und frohe Weihnachten! :-*

Euer Rainbowtrader

PS: eine Nachfrage, Peki: Du schreibst Deine Texte immer mit Zeilenumbrüchen und meistens mit entstehenden Leerzeilen am Ende des Beitrags. Kannst Du diese Leerzeilen am Ende Deiner Beiträge löschen, bevor Du sie veröffentlichst? Oder nach dem Absenden mal nachschauen und korrigieren? Nur, wenn Dir das nicht zuviel Action ist, das erleichtert die Lesbarkeit der Threads. Danke. Ist nur eine Anregung.  :)
« Letzte Änderung: Dezember 25, 2011, 10:55:40 am von Rainbowtrader »
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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #8 am: Dezember 25, 2011, 12:29:33 pm »
Hallo, es ist toll hier über die Feiertage am Ende des Jahes auch einmal die Perfomance der einzelnen Systeme zu betrachten. Als ich mir dann mal rückwirkend für dieses Jahr meine Performance so angeschaut habe (immerhin waren 70-80% aller Trades erfolgreich und ich konnte mit einer FOREX Strategie für Berufstägie auf EoD Basis immerhin mehr als 6.900 Pips erreichen  :D ) viel mir dabei auf, das es eigentlich nicht die hohe Trefferquote war, über die ich mich freute, sondern die Tatsache, das ich in diesem Jahr mit allen seinen votalitären Bewegungen auf sämtlichen Märkten, sich ein striktes Risiko und Money Management so bewährt hat wie nie zuvor.  Wer kennt das nicht von euch, den emotionalen Versuchungen des Markte zu unterliegen, vielleicht dort oder dort einen Trade zu eröffnen, den man später doch bereute. Auch habe ich in diesem Jahr wie in keinem Jahr davor lernen müssen, das Kurse am Markt nicht vorhersehbar sind, wenn man wirklich ehrlich zu sich ist. Es bleibt ein 50/50 Spiel. Dazu kommt noch die Psychologie der Märkte.

Daher Trefferquote hin oder her. Vielmehr zählt für mich das Vertrauen und die erfolgreiche Umsetzung der eigenen Trading Strategie mit allen Facetten, die dazu gehören.

Alle die Ihr da draußen hart an euch arbeitet um noch bessere Trader zu werden, die Ihr jeden Tag aufs neue versucht, mit den Emotionen klar zu kommen, glaubt an euch und gebt nicht auf. Trading ist nun mal ein knallhartes Business, am Ende werdet Ihr aber für eure Mühen und eure Leidenschaft für die Märkte belohnt werden.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für ein neues und erfolgreiches Tradingjahr 2012.

Christian Schranz

« Letzte Änderung: Dezember 25, 2011, 22:08:45 pm von Divecall, Grund: Link entfernt »

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #9 am: Dezember 25, 2011, 12:48:52 pm »
Hallo nochmal!

Habe ein wenig nachgedacht und neu gerechnet:

Meine Kalkulation sieht so aus, dass ich, da ich auf dem kleinen Renkochart trade, mit einem SL von -5 Pips auskomme. Dies entspricht auch dem THV4: ATR(20) * 3. Diese Anzeige zeigt mir auf meinen Währungspaaren den empfohlenen SL an, der meistens auf 5 Pips hinausläuft. Ab und an sind es nur 4 Pips, öfters auch 6 Pips. Dazu kommt der Spread, der je nach Währungspaar (6 an der Zahl) zwischen 1,2 und maximal 2,3 Pips beträgt. Mein Risiko liegt demnach im Durchschnitt bei etwas weniger als -7 Pips. Mein Take Profit liegt initial bei +8 Pips, wobei ich dieses an Hand von Pivotlinien anpasse. So habe ich eine Grundeinstellung, die ein leicht positives CRV ergibt - zumindest in den allermeisten Fällen. Ausnahmen mache ich hin und wieder, je nach Situation - oder weil ich nicht aufgepasst habe: Pivotlinien übersehen/missachtet.

Durch mein Geldmanagement sieht es so aus, dass ich derzeitig 0,8% Risiko pro Trade eingehe. Da ich einen sehr kleinen SL benutze, ist das zugehörige Handelsvolumen relativ hoch (auch wenn es in Euro ein recht niedriges ist, Äonen davon entfernt, davon leben zu können...).

Mein Tagesziel bewegt sich zwischen 30 und 60 Pips. Realistisch sind für mich derzeitig die 30 Pips. Doch es gibt Zeiten, da läuft es richtig gut, und dann ist eben erst bei 60 Pips Schluss. Zur Kalkulation sind für mich die 30 Pips ausschlaggebend. Das ist mein Gewinnziel.

Mein maximaler Tagesdrawdown liegt bei -3 Trades. Das heißt für mich, dass ich in meiner Excelliste eine bedingte Formatierung verwende, die eben bei Erreichen des maximalen Tagesminus die entsprechenden Zellen Rot hervorhebt. Signalwirkung eben. Notstopp.

Sollte alles gut laufen, wir sagen mal, die gegebene (maximale) Trefferquote läge bei runden 80 Prozent (Trailing-abhängig), dann bedeuten 4 Trades in Folge bei vollen +8 Pips die Erreichung des Gewinnziels. Doch das klappt so eben nicht, hier ist auch ein BE mit dabei und ein unterwegs ausgestoppter Trade. 6 Trades sind realistischer. 2 volle Verlierer, ein leichter Looser und ein weiterer leichter Gewinner und das Ganze passt im Schnitt. Da ich in Trendphasen auch mal 2 oder 3 Trades am Stück mit vollen 8 Pips Gewinn abschließe, kommen auch bessere Gewinntage zustande - doch nicht unbedingt im Dezember. Und wie gesagt, klappt das nur, wenn ich einen Tag habe, an dem ich mich auch voll und ganz an mein Setup halte. Das ist eben der Grund, warum ich noch keine Konstante im Traden bin.

Somit liegen die gesamten Parameter in einem für mich positiven/akzeptablen Bereich. Änderungen ergeben sich eben auch dadurch, dass ich mal bei +10 oder bei +20 Pips für den jeweiligen Tag die Bremse ziehe, weil dieser Tag schwierig ist oder ich unkonzentriert oder unter Zeitdruck oder ich einfach keine Lust mehr zum Traden habe. Dann ist Schluss für den aktuellen Tag. An diesen Tagen stimmt dann das Verhältnis von maximalem Drawdown zum Tagesziel nicht mehr überein.

Viele Grüße,
Rainbowtrader
« Letzte Änderung: Dezember 25, 2011, 16:31:08 pm von Rainbowtrader »
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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #10 am: Dezember 25, 2011, 15:08:39 pm »
Hallo,

über unsere Trefferquote abstimmen? O.K. Ich stimme für eine höhrere Trefferquote... ;-) lol

Nun, zu meiner Trefferquote gibt es gar nicht viel zu sagen. Diese liegt wohl grob überschlagen bei ca. 70:30 gegen mich. Da diese jedoch von Währung zu Währung unterschiedlich ist, habe ich die Aufschlüsselung mal hier eingestellt. Das Gute an dieser schlechten Trefferquote ist, dass diese für Performance von 100% - 235% gesorgt hat (unterschiedliche Konten). Das Real-Konto war sogar im Hoch auf 288%.. zum Schluss nun jedoch nur noch 235%. Nun gilt es nächstes Jahr weiterhin konstant zu bleiben.

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CRV habe ich keine Ahnung von. Mein Sl und TP liegen entweder gleich auf oder aber der SL ist einige Pips niedriger als der TP. Also z.B. 86/86 oder SL50 / TP 60. Nur in einer Währung ist es negativ (wird derzeit aber nicht gehandelt), nämlich 40SL / 25TP. Es gibt aber immer einen SL und einen TP.

Dieses hier nur mal zur Info, da ich auf diese Kennzahlen nicht so achte. Angeregt von diesem Thread habe ich jedoch mal nachgeschaut.

Gruß
Optionator
« Letzte Änderung: Dezember 25, 2011, 15:12:40 pm von Optionator »
Heute ist ein schöner Tag zum Traden.

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #11 am: Dezember 25, 2011, 15:25:22 pm »
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Horror, bei so nem langem Beitrag, wobei ich mich frage hat der den wirklich jetzt einfach so geschrieben??
der ist echt lang..

Nach 10 Stunden schreiben habe ich mich das auch gefragt.  ???  8)

Ich bin ja bei der Vorbereitung für das 2012 dran und so musste ich mich auch mit dem CRV auseinandersetzen,
da ich für das kommende Jahr damit rechne, dass es ähnlich weiter geht wie im letzten Quartal 2011. Deshalb fahre
ich das Risiko etwas herunter und konzentriere mich nur noch auf kurzfristiges Handeln. Darum kam dieses Thema
gerade gut gelegen und ich konnte noch etwas für die Allgemeinheit beitragen  :welldone:
Ich weiss aber auch, dass die Beiträge sehr lang sind, aber sie müssen so sein. Denn nur so, kann ich alles in einen
Beitrag packen und die Zusammenhänge aufzeigen. Wenn sich aber einige daran stören, kann ich mich in Zukunft auch
kurz halten, dabei werden aber die Beiträge an Qualität einbüssen, denn dann kann ich nicht alle Faktoren berücksichtigen
und mit einfliessen lassen. Aber Ihr entscheidet, mir ist es schlussendlich egal.  :-"

@Rainbowtrader: Das mit den Leerzeichen werde ich in Zukunft beachten, Danke.  :-[

@Stevywin: Du musst halt deinen eigenen Weg finden, der machbar ist und mit dem du dich wohlfühlst.  ;)

« Letzte Änderung: Dezember 25, 2011, 16:12:22 pm von Peki »

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #12 am: Dezember 25, 2011, 16:24:39 pm »
Peki, Du solltest mal ein Buch schreiben ...
Deine Gedanken sprudeln ja regelrecht aus Deinem Kopf  :)

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #13 am: Dezember 25, 2011, 20:28:34 pm »
@Stevywin:

Ich finde das ein ganz wichtiges Thema, deshalb würde ich noch gerne folgendes loswerden:

Die 3% auf Tagesbasis waren nur ein Beispiel, später kann man oder sollte man das Tagesziel herunterschrauben. Wenn du heute z.B. 1k einzahlst und jeden Tag 3% erwirtschaftest, hast du im besten Falle
genau nach 1 Jahr 1 Million. D.h. du machst jeden Monat eine Verdoppelung, nach dem Prinzip des Zinses-Zins-Effekts. Gesamt wären es glaube ich 12 Verdoppelungen.

Kann funktionieren, wird aber nicht funktionieren.  ;D

Denn nach mindestens 5 bis 6 Verdoppelungen bist du schon weit über 200k und das Tagesziel von 3% wären dann in der Summe 6k pro Tag. Wenn man die Verlusttrades berücksichtigt und man nicht jeden Tag mit Profit beenden kann, nehmen wir halt einfach 15 Tage mit Gewinn und 8 Verlusttage für einen Monat. Demnach wären das 15 x 6k = 90k minus 8 Verlusttage (2.5%) 8 x 5k = ca. 40k, daraus resultiert immerhin noch ein super Ergebnis mit der Geldsumme von rund 50k Profit in einem Monat.

Ich denke, mit 50k lässt es sich gut leben. Damit man aber diesen Lebensstandard aufrecht erhalten will, wird man demnach auch den CRV neu generieren und dem Kapital anpassen, damit eine DD-Phase
einen nicht wieder zurückstuft und du dich somit wieder bei der 2. oder 3. Verdoppelung findest. Dementsprechend hättest du keine Chance mehr, einen Profit von 50k oder 40k je nach dem, zu erwirtschaften,
sondern würdest dich wieder mit monatlich 5k oder weniger zufrieden geben müssen.

Klar ist es möglich auch mit grösserem Kapital emotionslos zu handeln, aber man muss doch realistisch bleiben. Wenn man hingegen 100k Verlust verkraften kann und dieser nicht in der Perfomance heraussticht und einem wehtut, dann ist es gut möglich, dass man 12 Verdoppelungen schaffen kann, weil man wahrscheinlich noch ein paar Millionen als Reserve hat.

Aber jemand, der klein anfängt und der mühevoll die Leiter hinaufklettert und es geschafft hat aus fast nichts, ein paar Hundert Tausend zu machen. Der wird seinen CRV so anpassen, dass er nicht
mehr in den 5-stelligen Bereich zurück will. Demnach wird er sein neues Umfeld nicht mehr so schnell aufgeben. Aber auch hier ist es widerrum möglich, dass man sich an die neuen Umstände gewöhnt
und noch höher hinaus will. Aber dafür muss man zuerst Fuss fassen im neuen Umfeld und die Gefahr bewahren, seine Einstellung zum Trading und zum Geld nicht zu vernachlässigen, sondern seinem
Ego und Charakter treu bleiben, dem er eigentlich dankbar sein darf, es eigentlich soweit geschafft zu haben.

Was will ich Dir eigentlich damit sagen? Damit möchte ich Dir mitteilen, wenn man anfängt, sollte das Tagesziel maximal 3% betragen sollten, erfahrungsgemäss liegt mehr nicht drin, wenn man das Risiko
auch berücksichtigen will. Ich kann nur sagen, auch mit 500 Euro ist man dabei. Auch wenn es nur 15 Euro am Tag sind und man davon nicht leben kann, macht es dennoch Sinn. Denn später
wird sich diese Disziplin auszahlen, weil du in deinem alltäglichen Handeln eine Routine bekommen hast, indem du dich nur noch auf die Trades und das Risiko konzentrierst und nicht auf den Gewinnbetrag.
Die Anfänger unter uns, werden wahrscheinlich jetzt lachen, klar, ich hätte früher auch darüber gelacht und diesen Beitrag erst gar nicht gelesen.  :-"
Aber früher oder später, werden sie nicht darum herum kommen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.  ;D

Auch hier besteht die Gefahr, dass man aus dieser Welt ausbrechen will und 100% erwirtschaften will an einem Tag. Ja, das geht ohne Probleme, gib mir 500 EUR und ich zeig es Dir. Wenn ich Glück habe
wird mein Konto 1k verbuchen. Wenn ich Pech habe, dann muss ich dir 500 EUR zurückzahlen. Aber egal, die 500 Euronen tun mir nicht weh, denn ich hätte diese ja auch verdoppeln können.
Vielleicht beim nächsten Mal. Aber mit solch einem Vorgehen, wirst du nicht weit kommen, höchstens bis zur 3 Verdoppelung und dann ist Feierabend und du kannst wieder Geld einzahlen.
Hingegen bei 500k, könnte ich nicht einfach behaupten, dass ich diese an einem Tag vedoppeln kann. Sehr wahrscheinlich könnte ich es nicht, weil 500k verdammt viel sind. Die ersten Gedanken wären,
wenn ich diese verlieren würde, hätte ich mir dafür einen Ferrari und ne Wohnung kaufen können.
Wenn ich hingegen den persönlichen Bezug zum Geld ändern kann, indem ich Geld nur als eine Ziffer sehe und nicht als Mittel für all meine Träume, dann könnte ich jetzt mal behaupten, dass es möglich wäre,
aber trotzdem Blödsinn, weil man das Risiko nicht berücksichtigt. Aber trotzdem, ich wollte nur mal anhand dieses Beispiel aufzeigen, dass man auch den Bezug zum Geld hinterfragen sollte und
das ganze mal aus einer anderen Perspektive betrachten. Vorallem beim Trading wird man bei höheren Beträgen schnell mal schwach, denn man wird die Trades nicht mehr als Trades sehen, sondern
als Einzelteile von einem Ferrari. Auch wenn man die Möglichkeit hat, das mit dem Trading erwirtschaftete Geld, sich einen Ferrari zu leisten, würde ich es trotzdem nicht tun. Denn ich hätte Angst,
dass das Geld mich wieder dazu verführt, es nur noch als Erfüllung all meiner Träume zu sehen. Das ist gefährlich, demnach wirst du keine Verluste mehr zulassen und akzeptieren, da das Gefühl
aufkommen wird, sie zerstören Schritt für Schritt deine Träume oder zerlegen dir deinen Ferrari in seine Einzelteile und am Schluss bleibt dir nur noch das Lenkrad, was du aber auf ebay versteigern
musst, um damit neues Geld auf deinen Account einzahlen zu können.  ;D

Und jetzt ganz wichtig:
Umso du dich schneller daran gewöhnst, das Geld nur als eine Ziffer ist und nur der Mittel zum Zweck, wirst du auch so traden können, dass du die 3% am Tag erwirtschaften kannst. Aber ein ganz wichtiger
Punkt ist hierbei, nicht fokusiert zu sein auf 3% des Kapitals, sondern darauf fokusiert zu sein, dass 3% 90pip sind. Somit wirst du dich nur auf die Trades konzentrieren und das Geld wird von alleine
kommen.

Deshalb, unabhängig vom Geldbetrag, sollte man die 3% nicht übersteigen. Nach meinen Erfahrungen sind auch 3% schon eine verdammt harte Nuss, aber es funktioniert. Auch wenn es am Anfang den
Anschein sein mag, dass es "nur" 3% sind. Aber 3% Tagesziel unter Berücksichtung alle Risiken ist eine grosse Herausforderung.

Nichts für Ungut Leute, wollte hier niemanden verwirren, sondern wollte euch nur aufzeigen, das Geld nur Mittel zum Zweck ist und nicht die Erfüllung all eurer Träume.
Vorallem wird euch diese Einstellung verdammt viel helfen beim Trading. Die Wahl liegt ganz bei euch, entweder bleibe ich Träumer oder ich werde Trader. Beides
zusammen geht nicht.

Viele Grüsse,
Peki  ;D :beer:
























« Letzte Änderung: Dezember 25, 2011, 20:47:54 pm von Peki »

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #14 am: Dezember 26, 2011, 10:07:33 am »
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@Stevywin:


Hingegen bei 500k, könnte ich nicht einfach behaupten, dass ich diese an einem Tag vedoppeln kann. Sehr wahrscheinlich könnte ich es nicht, weil 500k verdammt viel sind.


Sollte ich wirklich da hinkommen Peki, denke ich, werde ich mir mindestens schon 400K in sichere Anlagen als Forextrading entnommen haben. Da ich ja nicht Forex handel um davon zu leben, sondern um  spekulativ anzulegen um vllt ein bisschen schneller ein kleines Vermögen aufzubauen. Neben dem Forex habe ich auch konservativere Geldanlagen Bauspar, Versicherung, Fonds, Aktien, Optionsscheine, sonst. Hebelprodukte. Hier ist mein Geld in verschiedener Höhe je nach Risiko angelegt, wobei die Optionsscheine, Hebelprodukte und jetzt auch Forex noch den geringsten Teil ausmachen aber den meisten Aufwand erfordern. Wenn ich 500K machen würde, würde ich schon allein aus emotionalen Gründen die Anlageart mit einem gewaltigen Teil des Betrags wechseln oder schlicht Ausgeben, denn dazu ist das Geld ja da. Wie gesagt ich lebe nicht davon. Dafür gehe ich einem Beruf nach, der es mir erlaubt auch diesen Aufwand zu betreiben bzw. ist es ja mittlerweile schon Hobby

Ich lerne noch, vllt habe ich ja wirklich irgendwann 500k, dann habe ich aber mindestens 1000K in anderen Anlagen.... allein schon der Pumpe wegen, obwohl ich ja noch relativ jung bin
Das ich ein erfolgreicher Trader bin, konnte ich lange Zeit erfolgreich vertuschen... ;)

Forexfabrik

Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #14 am: Dezember 26, 2011, 10:07:33 am »



 

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