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Autor Thema: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...  (Gelesen 1632 mal)

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  • Peki
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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #45 am: Dezember 28, 2011, 15:39:50 pm »
Das was hier schon von Movement angedeutet wurde sind die sogenannten Stufen. Das wäre dann die Optimierung des RM und baut darauf auf.

Mein Ziel ist es demnach Stufe für Stufe die Treppe hinaufzugehen. Da ich aber kein Marathonläufer bin, werde ich ab und zu mal ne Pause einlegen und mich auf einer Stufe mal länger aufhalten, als üblich.
Es hängt aber immer vom Markt ab, manchmal gehts schneller von Stufe zu Stufe, manchmal dauerts halt länger. Lässt es der Markt nicht zu, dass ich heute im gleichen Tempo die Stufe raufgehe, wie die
letzten Tage, dann akzeptiere ich das und versuche kein Risiko einzugehen, um die nächste Stufe unbedingt erreichen zu müssen.

Was ist das Prinzip mit Stufen?
Das Grundprinzip der Stufen setzt immer 2 Vorraussetzungen vor, nämlich einen Vorwärtsschritt und einen Rückwärtsschritt. In meinem Fall wurden die Stufen unbenannt in Tagesziele.
D.h. ich habe 2 Tagesziele, eines davon ist eine Stufe hinauf zu kommen (3%), das andere Tagesziel ist, max. 1 Stufe herunter zu gehen (2.5%), aber nicht mehr.

Es gibt Wochen, da kriege ich eine kleine Rallye hin und schaffe 5 Stufen Tag für Tag hinauf zu kommen, ohne Rücksetzer. Aber es gibt dabei auch Tage, wo ich vielleicht einmal 3 Stufen hintereinander
den Rückwärtsgang einschlage. Das gehört dazu und ist normal, man muss es akzeptieren, denn ändern wird man das nie können.

Wichtig an der ganzen Sache ist, dass man das Stufen Prinzip immer im Gleichgewicht behalten sollte. Sprich, ich versuche immer nur 1 Stufe zu erklimmen und versuche niemals Stufen zu überspringen,
indem ich das Risiko aussen vor lasse. Lasse ich das Risiko aussen vor und versuche Stufen zu überspringen, so wird das ganze Prinzip ins Schwanken geraten und die Gefahr dabei ist sehr gross,
dass ich an einem einzigen Tag mehrere Stufen hinunter krachen werde, so dass ich mich nach mehreren mühevollen Tagen, Wochen, Monaten wieder dort finden werde wo ich angefangen habe,
nähmlich auf Stufe 1.

Der ganze Clou an der ganzen Sache ist, sich so an das Prinzip zu gewöhnen, dass man jeden Tag elegant, stressfrei, emotionslos versuchen kann, Stufe für Stufe für sich zu gewinnen.
Dass dabei Rücksetzer vorkommen werden, ist ebenfalls normal. Nur sollten diese Rücksetzer deine Vorwärtschritte nicht überwiegen.

Fakt ist, dass das Stufenprinzip mir ermöglicht die Treppe hochzugehen, zwar nicht an einem Stück, sondern mit kleinen Rückschlägen. Nur sollten die Rückschläge nicht so gross sein, dass sie
dich so dermassen beeinträchtigen, so dass du nicht mehr in der Lage sein wirst die Vorwärtsschritte in Angriff zu nehmen.

Schaffe ich in einem Monat 20 Stufen, mit 10 Rücksetzern, so steh ich immer noch mit einem Gewinn da, da das positive Tagesziel 3% (Stufe) das negative Tagesziel 2.5% (Stufe) überwiegt.
Das wäre dann eine Trefferquote von 50% auf den Tag bezogen, nicht auf den Trade.

Erst wenn ich es fertig bringe, mehr Rücksetzer zu machen als Vorwärtsschritte, werde ich die Stufentreppe nicht vorwärts gehen, sondern rückwärts.

Das Ziel ist und bleibt aber, nicht den Rückwärtsgang einzulegen, sondern den Vorwärtsgang. Realistisch sind 12 - 15 Stufen im Vorwärtsgang, dazwischen immer wieder mit Rücksetzern.

Viele Grüsse,
Peki
« Letzte Änderung: Dezember 28, 2011, 17:27:43 pm von Peki »

Forexfabrik

Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #45 am: Dezember 28, 2011, 15:39:50 pm »

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #46 am: Dezember 28, 2011, 16:40:57 pm »
Hallo Peki,

das mit den Stufen sehe ich so, dass es sinnvoll ist, sich von einer Stufe auf die nächste Stufe hochzuarbeiten. Nehmen wir mal eine gängige Größenordnung, die viele Trader hier umsetzen können, nämlich von 0,1 Lot auf 0,11 Lot (sofern 0,01 Lot die minimale Schrittweite ist). Oder auf Units bezogen: von 10.000 Handelsvolumen einer Währung auf 11.000 Einheiten zu steigern.

Dann finde ich es sinnvoll, diese Anpassungen nicht mehr nach unten zu korrigieren, sondern die Idee zu haben, das eine einmal erreichte Stufe es auch aushalten soll/muss, einen Drawdown eben auf dieser Stufe auch zu überwinden. Schaffe ich das, dann habe ich das ohne jegliche Progression geschafft. Das sollte mein Ziel sein.

Achtung: ich spreche hier alleinig VON MIR, wie ICH das für MICH angehe - nicht, dass Eure Vorschläge in Kritik zu sehen sind. Das wäre blanker Unfug. Also alleinig meine Vorgabe für MEINEN Handelsstil.

Der Vorteil ist, dass ich hier meine Performance nicht verwässere, sondern beständig einen Schritt nach vorne gehe, wenn ich denn dazu bereit bin. Komme ich in die Verlustzone, gelten bei mir andere Regeln zur Notbremsung.

Wie seht Ihr das denn? Peki, macht meine Struktur nach Deiner Erfahrung langfristig Sinn?

Viele Grüße,
Rainbowtrader
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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #47 am: Dezember 28, 2011, 17:05:05 pm »
Ja, das ist auch der ganze Sinn der Sache.

Die Lotgrösse wird immer dem Wert der dazugehörigen Stufe angepasst. Je höher man die Stufen geht, umso mehr steigert sich ihr Wert. (in Euro's)

Was man aber immer dazu beachten sollte, jede Stufe, egal welche, hat in Pip ausgedrückt immer den selben Wert. Aber anhand der angepassten
Lotgrösse ändert sich der Wert im Geldbetrag.

Mir war es wichtig, euch zu vermitteln, nicht auf den Wert des Geldbetrages zu schauen, sondern nur auf den Wert der Pip's. Denn das Ziel ist es
oder zumindest der Versuch, ist es jeden Tag soweit wie möglich, die 90 Pip's zu erreichen und man dabei nicht den Fokus auf den Wert des Geldbetrages legt.

Somit konzentrierst du dich nur auf die Trades und deren Pip's und nicht auf das Geld. Somit bewahrt man die Chance, Stufe für Stufe ohne Gier und Euphorie
heraufzukettern. Dabei mildert man die Gefahr auch, bei grösseren Summen, nicht schwach zu werden.

Das Ziel ist es, das antrainieren dieses Stufenprinzips und deren Tagesziele, plus 90 pip oder minus 75 pip. Alles andere, wie Lotgrösse kann man Stufe für Stufe anpassen.

Aber das wichtigste Orientierungsziel bleiben die Tagesziele 3% für Gewinn, 2.5% für Verlust. Ob es jetzt plus 60 pip und minus 50, oder 30 plus und minus 25, bleibt
jedem selbst überlassen. Denn man sollte sich diese Ziele nehmen, die für einen erreichbar und tragbar sind. Bei mir muss einfach das Verhältnis von 3/2.5 stimmen.

Denn eine Stufe rückwärts, ist somit etwas weniger, als eine Stufe vorwärts.







« Letzte Änderung: Dezember 28, 2011, 17:07:35 pm von Peki »

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #48 am: Januar 06, 2012, 11:04:05 am »
Hallo Leute!

@Peki
Danke für Deine ausführlichen Informationen dazu. Wie ich weiter oben schon geschrieben habe - oder war es doch an anderer Stelle (?) - habe ich die Stufen für mich implementiert und hier auch den Rückzug auf eine niedrigere Stufe eingebaut. Diese ist eben bei mir - mit meiner eigenen Risikoneigung - eher ein Notausgang, als denn eine normale planmäßige Stufe.

So, wie Du schreibst, tut das ja auch nicht besonders weh: 3 Schritte vor, dann 2,5 Schritte zurück. Das ist eben ein annehmbares Verhältnis.

Wichtig finde ich es eben, dass sich ein jeder damit auseinandersetzt und sich überlegt, wie er denn für sich vorgehen mag. Bei mir ist es so, dass ich im Moment doch so einige Artikel oder Bücher lese/überfliege, um zu schauen, was ich denn aus diesem für mich selbst mitnehmen kann. Das finde ich eben einen sehr wichtigen Prozess.

Liebe Grüße,
Rainbowtrader  :)
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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #49 am: Januar 06, 2012, 12:47:44 pm »
Danke Rainbowtrader,

Das mit 3 Stufen vorwärts und 2,5 Stufen rückwärts hat neben dem vernünftigen Risk- / Moneymanagement auch psychologischen Hintergrund
und Effekt. Denn wenn ich weiss, dass eine Vorwärtstufe 3% und eine Rückwärtsstufe "nur" 2.5% ist, dann fällt es mir leichter, den Verlust
mir zu zugestehen und hinzunehmen.

Denn man wird sich sagen: Naja, heute hats leider nicht geklappt, macht nichts, ich kann ja nicht immer richtig liegen. Halb so schlimm, es geht
                                            ja "nur" 2.5% rückwärts. Dafür gehts morgen wieder 3% vorwärts und ich steh dann immer noch mit einem kleinen
                                            Gewinn da.

Es geht eben auch darum, nicht die Moral, Mut und Freude zu verlieren. Somit mildert man die Gefahr, dass sich dieser eine Verlusttag nicht
nachtragend auf den neuen Handelstag negativ auswirkt. Was heute passiert ist, ist halt passiert und ich schliesse das Thema für heute
ab und nehme es nicht noch in den neuen Handelstag mit.

Wenn man hingegen einen Verlust von sagen wir 5% oder 10% an einem Tag macht. Dann wird man Probleme kriegen, denn dann wird
es schwierig, den nächsten Tag als neuen Tag zu beginnen. Denn die negativen Erlebnisse des Verlusttages (5 - 10%) werden dir
noch tief in den Knochen sitzen, somit wird es schwierig diese auszublenden. Somit wird es schwierig den neuen Handelstag ohne
Einschränkungen zu beginnen und emotionslos und mit freiem Kopf, durchzuziehen.


Tipp:
Falls man tatsächlich einmal einen Tag mit 10% Verlust oder mehr haben sollte, was zwar nicht vorkommen sollte, wenn man sich an seine
Regeln hält, aber dennoch vorkommen kann. Dann kann ich euch nur den Tipp geben, die Schuld nicht auf andere zu schieben oder bei
anderen zu suchen. Schuld seit ganz alleine ihr selbst. Denn in euren Händen liegt die Verantwortung für eure Taten.
An einem solchen Tag sollte man nicht ausrasten, sondern Ruhe bewahren. Dazu hilft ein Blatt Papier und ein Bleistift.

Setzt euch hin und schreibt alles auf was in eurem Kopf vorgeht, schreibt einfach darauf los. Wenn ihr fertig seit, legt das Papier zur Seite
und nehmt Abstand vom Trading. Am nächsten Tag, nehmt das Papier und liest es durch. Ihr werdet schnell feststellen, dass nicht jemand
anders schuld ist, sondern ganz allein ihr selbst. Ihr werdet dann denken "Oh man, was hab ich mir da gestern nur dabei gedacht"
Das hilft euch die Fehler zu zugestehen und hilft euch mit euch ins Reine zu kommen. So bewahrt ihr das Vertrauen und Glaube an euch selbst.
Somit kann man den neuen Tag uneingeschränkt dessen fortsetzen, ohne nachtragenden Nebenwirkungen ausgesetzt zu sein.



Peki  :)
« Letzte Änderung: Januar 06, 2012, 13:10:34 pm von Peki »

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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #50 am: Januar 06, 2012, 13:12:35 pm »
Hallo Leute,

ja, das sind wichtige Punkte. Das Mentale ist eben doch viel wichtiger, als man zu Anfangs eben glauben mag. Das weiss ein jeder, der bisher in den "Genuss" eines größeren Drawdowns gekommen ist. Erst dann dämmert es einem, dass da doch mehr dran sein könnte als das, was man bisher so vehement verteidigt. Zumindest tief in einem drin, so ein paar versteckte Hirnzellen, beginnen sich eben über dieses Thema Gedanken zu machen - an der Oberfläche des eigenen Denkens lehnt man diese Ergüsse ja noch mit vollster Überzeugung ab. Schmerzen gehören wohl wirklich zu diesem Erfahrungsprozess dazu. Doch sorry, ich wollte nicht abschweifen.

Viele Grüße,
Rainbowtrader
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Re: Lasst uns doch mal über unsere persönliche Trefferquote abstimmen...
« Antwort #50 am: Januar 06, 2012, 13:12:35 pm »



 

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