Hallo MasterBO,
ich bin auch der Meinung, dass sich der Aktienmarkt vom Forexmarkt erheblich
unterscheidet. Da muss ich den Kollegen
@Kollege und
@nightyhawk zustimmen.
Wir reden hier wahrscheinlich nicht von den gleichen Dingen, was wir aber schnell
klären werden.
Hier ein kleines Beispiel:Im Aktienmarkt kaufe ich für 100.000 Euro Aktien.
Die Aktien werden bezahlt und landen in meinem Depot.
Dort können sie 10 Jahre liegen und fressen kein Brot, abgesehen von den
Depotkosten. Nach 10 Jahren verkaufe ich die Aktien wieder, weil sie im Wert
gestiegen sind. Ist der Wert nicht gestiegen oder ist der Zeitpunkt ungünstig
für den Verkauf, dann kann ich noch zwei weitere Jahre damit warten und
verkaufe meine Aktien erst, wenn mir der Wertzuwachs zusagt. Tritt dies nicht ein,
dann habe ich mich verrechnet. Aber einen StoppLoss brauche ich auf keinen Fall.
Wohin sollte ich ihn auch setzen?
Im Forexmarkt kann ich meine 100.000 Euro auch anlegen. Aber dieser Markt
funktioniert anders. Ich kann natürlich meine Position auch über 10 Jahre halten.
Aber macht das wirklich Sinn?
Hier handelt es sich um eine offene Position, die ich absichern muss!
Sinnvoller Weise mit einem StoppLoss oder mit einem wahnsinnig großem Konto.

Dieses Konto müsste Kursschwankungen von mehreren tausend Pips aushalten.
Folgende Zahlen zeigen am Beispiel GBP/USD ein absolutes Hoch vom Dezember 2007
und ein absolutes Tief vom Dezember 2008.
31.12.2007 2,11602
31.12.2008 1,35006
-----------
0,76596 = 7659,6 Pips
Nur um einmal die gewaltige Spanne aufzuzeigen.
Noch nicht einmal ich bin so verrückt, einen solch großen Kurssturz mitzumachen.

Also bleibt nur noch ein vernünftiger StoppLoss, um sein Konto zu schützen.
Ob es Trader gibt, die eine Position über diesen langen Zeitraum offenhalten,
entzieht sich meiner Vorstellungskraft.
Man kann den Aktienmarkt nicht mit dem Forexmarkt direkt vergleichen.
Die Gründe habe ich aufgeführt. Die Märkte sind zu verschieden.
Daher nehme ich an, Du meintest CFD's auf Aktien.
Die wiederum kannst Du sehr gut mit Forex vergleichen, weil sie handelstechnisch
auf die gleiche Art funktionieren.
CFD (Contract for Difference) sind, wie der Name schon sagt, Differenzkontrakte.
Man kann sie genauso handeln wie Währungen.
Auch hier liegt der Gewinn in der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis.
Der Hinweis nur, weil es hier im Forum immer wieder Neuanfänger gibt, die diesen
Unterschied noch nicht kennen.
Das Thema
HL Trader und
LL Trader müssen wir morgen ausdiskutieren.
Dazu ist es heute zu spät und zu anstrengend.
Hat
PriNova doch die Messlatte wieder einmal sehr hoch angesetzt.
Tschüss Giggi