Autor Thema: Mein(e) Tradingfehler  (Gelesen 974 mal)

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Mein(e) Tradingfehler
« am: Januar 18, 2011, 10:11:37 am »
Hi zusammen,

mein Beitrag ist nicht unbedingt Forex spezifisch, ich denke es passt aber auch auf den Forex Markt.

Warum fällt es mir so schwer a) in den laufenden Trend einzusteigen und b) ihn zu reiten?

Zu a) der Einstieg in den Trend erfolgt meist durch einen Pullback/Rücksetzer... ich muss gestehen das ich mich an genau dieser Stelle meist nicht in den Trend einkaufe, sondern genau das Gegenteil tue und wenn der Trend weiterläuft verliere.

Zu b) den Trend reiten bzw laufen lassen... fällt mir (gefühlt) noch schwerer als in den Trend zu kommen, denn es könnte ja zu jeder Zeit und an jeder Stelle Schluss damit sein.

Die teils starken Bewegungen im Dax haben mich konditioniert, nimm lieber den Bereich zwischen 1R und 2R sofort mit, bevor es zu spät ist.

Somit komme ich mit kleinen Bewegungen, evtl. sogar Seitwärts, besser zurecht als in starken Trendmärkten, denen ich immer ungläubig zu und meist nachschaue.

Ist dieses Erleben nur mir zu eigen... ist das ein technisches und/oder mentales Problem... wie seht ihr das?

(Zu meinem Risiko muss ich sagen das ich versuche (im Dax) das Risiko auf 10-15 Punkte zu begrenzen und mit 1 Punkt = 1 EUR trade. Im EUR/$ muss ich mich noch zurecht finden)

Gruß
Dreamcatcher
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Mein(e) Tradingfehler
« am: Januar 18, 2011, 10:11:37 am »

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Antw:Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #1 am: Januar 18, 2011, 10:38:53 am »
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Zu b) den Trend reiten bzw laufen lassen... fällt mir (gefühlt) noch schwerer als in den Trend zu kommen, denn es könnte ja zu jeder Zeit und an jeder Stelle Schluss damit sein.

Ist dieses Erleben nur mir zu eigen... ist das ein technisches und/oder mentales Problem... wie seht ihr das?

Ist ein mentales Problem und Dein Beitrag zeigt auch schön, warum. Du schreibst selbst, es fällt Dir schwer, den Trend zu reiten, weil er ja zu jeder Zeit und an jeder Stelle enden könnte.

Du gehts davon aus, dass er endet und zwar gehst Du davon aus, dass er bald endet und deshalb hast Du kein Vertrauen in Deinen Trade. Wissen kannst Du es auch nie, denn nur im nachhinein wissen wir, wie weit die Bewegung noch gelaufen wäre. Diese Zweifel werden immer da sein. Die musst Du bekämpfen und einfach mal auf den Trend vertrauen. Wenn Du ausgestoppt wirst - okay, passiert. Aber wenn Du nicht ausgestoppt wirst, kann das mal schnell 4, 5 oder 10R aufs Konto spülen. Nur stellen die meisten diese Berechnungen immer erst hinterher an. Hätte ich mal nur an dem Trade festgehalten, dann hätte ich jetzt so und so viel Gewinn.

Nimm einfach Teilgewinne mit und lass einen Rest laufen. Stell einfach sicher, dass Du mit dem Trade nicht mehr verlieren kannst. Nimm bei 2R die Hälfte raus. Das ist 1R Gewinn auf den Gesamttrade. Wenn Du die zweite Hälfte auf BE setzt, hast Du 1R sicher. Lässt Du den SL wo er ist, hast Du dennoch bei nem Ausstopper 0,5R gewonnen.

Wenn der Trade aber läuft und die zweite Hälfte 10R bringt, schließt Du den Gesamttrade mit 6R ab.

Vor allem im Forex gibt es starke und lang anhaltende Trends. Da sind intraday Bewegungen im EURUSD von 200 Pips möglich. Letzte Woche Donnerstag warens gar 290 Pips, wobei das die Ausnahme ist. Wenn ein Tag schon 200 Pips gelaufen ist, würde ich vorsichtig werden.

Der heutige Tag zum Beispiel ist im EURUSD vom Low @ 1.3254 bereits 170 Pips gelaufen (Stand 10.30 Uhr - TH bis jetzt 1.3424). Da fällt es schwer nochmal long in den Trend reinzugehen, aber theoretisch kann der Markt nochmal 50 bis 120 Pips steigen.

Ich persönlich werde heute nicht mehr long gehen. Ist mir schon zu weit gelaufen. Shorten werde ich aber auch nicht, weil der Trend klar up zeigt. Für heute also Feierabend.

Heute früh bin ich @ 1.3347 long in den Markt, hab bei 1R die Hälfte rausgenommen und den SL auf BE gezogen. Danach ging der Kurs auf 1.3346 und stoppte mich aus wegen einem Pip. Ab da war ich an der Seitenlinie. Man könnte es mangelndes Vertrauen nennen. Der Gewinn für heute ist drin, aber mein Risk waren 15 Pips und die zweite Hälfte wäre am aktuellen TH mit 5R vorn gewesen.

Du siehst, es ist ein mentales Problem und Du siehst, dass Du damit nicht allein bist ;)
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Antw:Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #2 am: Januar 18, 2011, 11:53:03 am »
@DaBuschi,
danke für Deine Antwort... und oops neues Avatar? ;)


Zitat
Nimm einfach Teilgewinne mit und lass einen Rest laufen. Stell einfach sicher, dass Du mit dem Trade nicht mehr verlieren kannst. Nimm bei 2R die Hälfte raus. Das ist 1R Gewinn auf den Gesamttrade. Wenn Du die zweite Hälfte auf BE setzt, hast Du 1R sicher. Lässt Du den SL wo er ist, hast Du dennoch bei nem Ausstopper 0,5R gewonnen. Wenn der Trade aber läuft und die zweite Hälfte 10R bringt, schließt Du den Gesamttrade mit 6R ab.

Vor allem im Forex gibt es starke und lang anhaltende Trends. Da sind intraday Bewegungen im EURUSD von 200 Pips möglich. Letzte Woche Donnerstag warens gar 290 Pips, wobei das die Ausnahme ist. Wenn ein Tag schon 200 Pips gelaufen ist, würde ich vorsichtig werden.

du nennst hier zwei Gründe warum ich mich mit Forex beschäftigen möchte... zum einen war bzw bin ich im FDax limitiert... mit meinem kleinen Konto kann ich bei RBS nur einen Kontrakt/Schein/Stück auf den xDax handeln, was ein scaling in oder scaling out nicht erlaubt.

Zum anderen hoffe ich auf etwas sauberere Bewegungen zB im EUR/$, die für mich leichter zu handeln sind... aber das wird erst die Zukunft zeigen.
Gruß
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Antw:Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #3 am: Januar 18, 2011, 12:00:12 pm »
Ich denke auch, dass es ein mentales Problem ist. Ich kenne es genau so. Aus diesem Grund habe ich mich vor längerer Zeit entschieden keine Trend im eigentlichen Sinne zu traden. ich trade immer nur die Bewegung, ausser ich liege mit einer Position weit im Plus und erkenne, dass die momentan Gegenbewegung eine Korrektur im Sinne des Trends ist. Das ist aber nicht sehr häufig der Fall.

Was dir helfen kann, mehr Vertrauen in einen Trend zu bekommen ist, wenn du nach der übergerordneten Zeiteinheit handelst. Ich meine, dass wenn ein Tredn auf der H4 sehr schön ausgebildet ist, dann kann man bei den einzelnen Signalen in den kleineren ZE´s auch gerne Richtung übergeordnete ZE handeln. Da auf der übergeordneten ZE mehr Volumina gehandelt wird, kannst du auch die berechtigte Hoffnung haben, dass der Trend auf der kleineren ZE auch laufen wird.

Wie DaBuschi sagt, ist es doch sehr sinnvoll, wenn man Teilpositionen verkaufen kann. Ich habe das selbe Problem noch bis letzte Woche gehabt. Ich lag oftmals 10 oder 20 Pips vorne um dann im Nachgang doch ausgestoppt zu werden. Also warum sollte man keine Teilposition gerade an solchen Stellen verkaufen und mit dem Rest der Position den Trade sicher weiterlaufen zu lassen. Sicher im Sinne der mentalen Gelassenheit.

Wenn dein Kopf frei ist von Fragen wie: "hmm... geht der Markt jetzt noch in meine Richtung?", " soll ich schnell verkaufen??" dann macht man doch meist genau das Falsche. Im Nachgang ärgert man sich dann noch so sehr, dass eventuell ein neuer Trade in die alte Richtung eingegangen wird, an dem man sich zumeist die Finger verbrennt. Genau das Problem hat mich am Anfang meines Tradings 80% von meinem Kapital gekostet, was ich mir jetzt wieder ertraden muss.

Bevor du einen Trade eingehst, solltest du dir, was das Umfeld anbelangt sehr sicher sein. Also die Gesamtsituation muss stimmen, sonst kommen eben diese Fragen während eines Trades. Wenn du dir sicher bist und einen möglichen Einstieg siehst und es zu einem Trade kommt, dann sollte nach der Orderausführung alles ganz klar sein. Die Stopptechnik passt. Die Stellen, wo man Teilgewinne verkaufen möchte sollten klar sein. Das Ziel des Trades kann auch im Vorfeld klar sein. Sicher gibt es während des Trades auch die Phasen, wo man etwas nervös wird, wo man unsicher wird, aber warum? Ganz einfach, das ist wenn die Gewinne da sind und das Gehrin einem ein Strich durch die Rechnung machen möchte.

Je nach dem auf welcher ZE ich trade, stehe ich dann auf und mache patu was anderes. Ich weiß ja, wann ich an den Rechner muss um den Stopp zu versetzen. So kann man das Problem etwas ausgrenzen.

LG Sam
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Antw:Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #4 am: Januar 18, 2011, 12:29:29 pm »
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@DaBuschi,
danke für Deine Antwort... und oops neues Avatar? ;)


Yup. Nachdem ich in den letzten beiden Monaten genau mit dem selben Problem zu kämpfen hatte, habe ich dem beschlossen dem Markt und meiner angeknacksten Psyche die Krallen zu zeigen ;)

Nochwas.

Was @sam sagt ist richtig. Das übergeordnete Bild muss stimmen. Und noch ein Hinweis von meiner Seite. Wenn man in einem Trade drin ist und im 1h-Chart lange Kursstäbe sieht, dann einfach mal laufen lassen. Ich habe dazu gestern im AB was geschrieben. Da ich das Bild mittlerweile von meinem Rechner gelöscht habe, stelle ich einfach mal den Link rein. @Divecall wird´s mir nachsehen.

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Vorm 3h oder 4h-Chart muss ich jedoch warnen. Wenn dort der Kursstab zu lang wird, steht oft eine Konsolidierung an, denn mehrere lange Kursstäbe im 4-Chart bedeuten sehr viele lange Kursstäbe im 1h-Chart. 3 Kursstäbe im 4h-Chart sind 12 Stunden. Das ist schon ganz schön viel. Ich würde hier also eher den 1h-Chart zu Hilfe nehmen. Und wenn die Kursstäbe am Morgen passieren und vom Tagestief weg laufen (wie z.B. letzte Woche Donnerstag), dann ist das super. Denn dann hat man noch den ganzen Nachmittag, um da noch eine ordentliche Aufwärtsbewegung folgen zu lassen. Vice versa für short.

Wenn wir heute nochmal in den Bereich 1.3360 zurücklaufen, kann ich mir vorstellen wieder nach Longs Ausschau zu halten. Falls nicht, bleib ich den Rest des Tages flat.
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Re: Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #5 am: Dezember 15, 2011, 17:43:40 pm »
Hallo Leute!

Da ich meine Tradingfehler systematisch "sammle", stelle ich Euch die "Top 25" in absteigender Reihenfolge hier ein. Das bedeutet: Nummer 1 ist der häufigste Tradingfehler. Hier nun ungefiltert meine Rangliste. Für eine bessere Übersicht habe ich die Fehler einzelnen Kategorien zugewiesen:

Typische Tradingfehler
1. Allgemein: Overtrading, Ungeduld, Leichtsinn, fehlende Fokusierung
2. Einstieg: ohne vorhandenes Setup (valide mehrfache P2-Situation)
3. Einsteig: zu früh vor vollendeter Ausbildung des Setups/P2s
4. Einstieg: Missachtung von Pivots, Chartformationen, Trendlinien, P2s/P3s, Breakoutbox & Range, Big Number
5. Einstieg: zu spät nach Bildung des gültigen Setups
6. Allgemein: Trading trotz mangelnder Konzentration, Müdigkeit oder Krankheit
7. Marktphase: Trading der Korrektur GEGEN die Trendrichtung
8. Stopp: zu große Stopps, sowie Stopps verbotenerweise gegen die Handelsrichtung ausgeweitet
9. Trading: Missachtung von Pivotlinien, Chartformationen, Trendlinien, P2s/P3s, Breakoutbox & Range, Big Number
10. Ziel: TP-Falle nicht an Pivots, Chartformationen, Trendlinien, P2s/P3s, Breakoutbox & Range, Big Number ausgerichtet
11. Stopp: zu kleine Stopps, sowie markttechnisch nicht relevante Stopps (unter/über P3s)
12. Trailing: zu hoher Buchverlust durch unzureichendes Trailing
13. Ausstieg: zu früh realisiert (Ungeduld, Angst, Schadensbegrenzung, Zweifel, Zeit,…)
14. Depotkapital: Missachtung des Überschreitens des Tages- oder Wochenlimits an Verlusten
15. Handelszeiten: anstehende News nicht beachtet (15 Minuten vorher bis 15 Minuten danach)
16. Handelszeiten: während der London Open (Trendwechsel, Stopploss)
17. Einstieg: in laufendes Signal (nicht abgeschlossene Kerze)
18. Trailing: nicht nach den Prinzipien des Trendhandels der untergeordneten Zeiteinheit
19. Trailing: unterlassen, den initialen Stopp auf Break Even nachzuziehen
20. Volumen: zu hohes Handelsvolumen (Units)
21. Einstieg: im Seitwärtsmarkt
22. Trailing: zu häufiges Ausstoppen durch zu enges Trailing
23. Ziel: zu hohes Take Profit
24. Einstieg: zu früh beim Durchbruch aus der Breakoutbox-Range
25. Haltedauer: über das normale Maß hinaus, Haltedauer über Nacht o.ä.

Ich kann jedem nur empfehlen, seine Trades kritisch zu überprüfen, zu hinterfragen. Je ehrlicher man sich selbst gegenüber ist, desto besser kann man gegen seine Unzulänglichkeiten vorgehen.

Was habt Ihr denn so für "Tradingmacken"?

Viele Grüße,
Rainbowtrader :)
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

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Re: Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #6 am: Dezember 15, 2011, 17:53:08 pm »
Hallo Rainbow!

Da die meisten von uns nach der Arbeit traden würd ich sagen so wie heute bei mir, übermüdet sollte man erst gar nicht handeln,  denn besten falls

kommt man an diesen Tagen mit 0 auf 0 raus so wie ich heute. Oder was sagt Ihr?
« Letzte Änderung: Dezember 15, 2011, 17:55:11 pm von PaperMaker79 »
Wie macht man an der Börse ein kleines Vermögen?
In dem man ein großes mitbringt.

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Re: Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #7 am: Dezember 16, 2011, 13:02:19 pm »
Hi Rainbowtrader,

Vielen Dank für die Mühe der Auflistung von möglichen Tradingfehlern. Die meisten Punkte, die Du aufgezählt hast, wird bestimmt dem ein oder anderen hier im Forum bekannt sein, mir auf jeden Fall.
Es ist schon erstaunend, wieviele Faktoren das alltägliche Trading beeinflussen können. Dank deiner Liste, wird mir eigentlich erst jetzt bewusst, wieviel eigentlich hinter einem Trade steckt
und wieviele Kriterien man beachten muss, um einen Trade erfolgreich anzutreten und abzuschliessen.

Aber man kann anhand seinen Erfahrungen und Erlebnisse, die man während seiner Entwicklungsphase gesammelt hat, seine eigenen Regeln erstellen. Man entwickelt  während der Entwicklungsphase auch unbewusst schon einige Regeln. Deshalb kann es gut möglich sein, dass man nicht alle Regeln schriftlich festhält, da sie durch schmerzhafte Erfahrungen so im Unterbewusstsein verankert worden sind, dass man diese je nach Marktsituation automatisch abruft und richtig zuordnet oder anwendet.

Damit man aber diese im Unterbewusstsein festverankerten Regeln beachtet, finde ich den von Dir genannten Punkt 6: Trading trotz mangelnder Konzentration, Müdigkeit oder Krankheit
einen der wichtigsten Regeln im Trading.

Wenn man sich nicht wohl fühlt oder müde ist, dann leidet dementsprechend die Konzentrationsfähigkeit sehr darunter und es fehlt einem die Energie, die man aufbringen muss, um das Richtige im richtigen Moment zu tun. Man muss eine hohe Einsatzbereitschaft mit sich bringen und stets konzentriert an die Sache ran gehen, somit wäre das Abrufen der schon obengenannten, unbewussten Regeln auch gewährleistet.
Die unbewussten Regeln sind eigentlich unser Fundament auf dem alles aufgebaut ist. Die ersten schmerzhaften Erfahrungen die man im Trading gesammelt hat, sind die Allerwichtigsten. Denn
dadurch entsehen die unbewussten Regeln, die einen ein Leben lang prägen können. Somit ist es überflüssig, diese schriftlich festzuhalten, denn durch die schmerzhaften Erlebnisse wurde man so
in seiner Überzeugung und Handlungsfähigkeit gestört, dass man dies nicht mehr so schnell vergisst und später weitgehend versucht zu vermeiden.

Da alles auf diesem Fundament aufbaut, ist es zwingend, nur zu traden, wenn man dazu in der Lage ist. Es ist schwierig auch mal Nein sagen zu können und den Markt einfach Markt sein lassen.
Die Erfahrung zeigt mir aber, dass solche Tage, an denen man sich nicht wohl fühlt, die schlimmsten sind und in der Performance besonders negativ herausstechen. Da aber alles auf diesem Fundament
aufbaut, nützt es auch nicht, die nachfolgenden Regeln, die widerrum alle auf dem Fundament beruhen, zu beachten. Denn wenn man das Fundament nicht ehrt, ist man die nachfolgenden Regeln nicht wert.

Die nachfolgenden Regeln sind alles Punkte, die nach dem Fundament gerichtet, aufgebaut und optimiert wurden. Demnach muss man zuerst dem Fundament Beachtung schenken, damit so die nachfolgenden Regeln auch ihre volle Wirkung ausschöpfen können.





Da auf der Rangliste die Nummer 1 der kommende Punkt: Overtrading, Ungeduld, Leichtsinn, fehlende Fokusierung ist, möchte ich mich dazu auch äussern, denn das ist wohl nicht nur bei Dir
die Number One, sondern bei den meisten Tradern.


Overtrading
Dieser Punkt ist wohl einer der bekanntesten Ursachen für das Scheitern im Trading. Davon betroffen sind vorallem die Scalper und Extrem Scalper. Meine Erfahrung zeigt mir, dass meistens die
ersten Trades immer sitzen, selten verzeichnen die ersten von mir abgesetzten Trades ein Minus. Demnach zeigt mir die persönliche Erfahrung, dass man meistens mit voller Konzentrationsfähigkeit und
einem leichten Hauch von einem Wohlgefühl in den Tag startet. Das Wohlgefühl widerrum beruht darauf, dass man sich alles offen lässt und danach strebt, den Tag erfolgreich abzuschliessen.

Es gibt viele Szenarien, die das Auftreten des Overtrading's hervorrufen können:
1.) Wir starten erfolgreich in den Tag, die ersten Trades sitzen. Man hat z.B. während der 1. Handels-Session sein Tagesziel schon erreicht, nur genügt das einem nicht. Man fühlt sich durch die vorherigen,
erfolgreichen Trades bestätigt und das Gefühl den Markt  beherrschen zu können, kommt schnell in einem auf. Die Gefahr dabei besteht, dass man in einen Euphorie Rausch gerät und somit alles daran setzt,
die Gewinne auszubauen. Während solch einer Phase von Euphorie, Gier, Hochmut und Selbstüberschätzung, ist es unmöglich seinen eigenen Verstand klar einzusetzen, denn das Denken setzt meistens aus und man ist nur noch auf Profit aus. Dabei tritt das Risiko schnell in den Hintergrund, denn man ist durch die Gewinntrades dermassen geblendet, so dass man nur noch eine Richtung kennt.
Dabei geht das Gefühl schnell verloren, dass der Markt auch tatsächlich drehen kann und einen somit in den Abrund reissen kann.
Bei diesem Beispiel sieht man, dass auch Euphorie und Gier, tatsächlich ein Overtrading hervorrufen können.

2.) Das betrifft vorallem den Scalper, der es gewohnt ist an einem Tag schnell mal 30 - 40 Trades und mehr abzusetzen. Solch eine Handlungsweise fordert vorallem eine mentale Stärke seitens
des Scalpers und eine hohe Einsatzbereitschaft. Denn ein Scalper muss blitzschnelle Entscheidungen treffen können und darf keine Meinung vom Markt haben, sondern nur traden was er sieht, ob jetzt ein Trend vorliegt oder nicht, kann dem Scalper egal sein, denn er handelt alles, ob Trendphase, Korrektur oder Seitwärtsbewegung. Das Motto des Scalpers ist --> Dabei sein ist alles!
Der Scalper ist immer auf Lauerstellung und will jede noch so kleine Bewegung ausnützen und treibt demenstprechend durch viele kleine Gewinne seine Performance hoch.
Um aber diese Kunst beherrschen zu können, muss man viel Energie und eine hohe Konzentrationsfähigkeit mitsichbringen. Da man während eines Trading Tages aber nicht stetig auf so einem hohen
Niveau und unter Hochtouren arbeiten kann, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass die Konzentrationsfähigkeit mit der Zeit nachlässt.
Somit ist man nicht mehr in der Lage das Trading unter Einhalt seiner Regeln fortzusetzen und erfolgreich anzuwenden.
Der Scalper kann dem vorbeugen und sich Ruhepausen einteilen, kurze Ruhepausen nach ein paar Trades sind sogar zwingend für den Scalper. Denn erstens gewinnt man Abstand vom Markt, somit besteht nicht die Gefahr, dass man sich eine Meinung durch den Markt bildet und sich somit die Option für neues und unabhängiges Traden offen lässt. Zweitens kann man während der Ruhepause seine Nerven
etwas herunterfahren und neue Energie tanken um somit weiterhin mit voller Konzentrationsfähigkeit an die nächste Session ran zu gehen. Demenstprechend ist es für den Scalper von Vorteil, sich
den Trading Tag in viele kleine Sessions aufzuteilen und dazwischen immer wieder kleine Ruhepausen einzulegen.

Ich bin zwar kein Scalper, aber ich könnte mir das ungefähr so vorstellen:
In der 1. Session ist man noch frisch und da die meisten Trades am Anfang immer sitzen, sollte man diesbezüglich in der 1. Session die meisten Trades absetzen.

1. Session --> 10 - 15 Trades, Dauer 2 - 3h
Man sollte dann eine längere Pause in Anspruch nehmen, um nicht der Gefahr des Overtrading wie im Punkt 1 beschrieben zu verfallen, nämlich Bestätigung der Gewinntrades der 1. Session (Euphorie & Gier)

45min - 60min Pause

2. Session --> 5 - 10 Trades, Dauer 2h
Man sollte seinen Handlungs-Stil in der 2. Session etwas herunterfahren, um somit nicht die Trades während der 1. Session zu vernichten.

15min Pause

3. Session --> 2 - 4 Trades, Dauer 1h

15min Pause

4. Session --> 2 - 4 Trades, Dauer 1h

Zusammengefasst kommt man dann in 7 - 8 Stunden auf max. 32 Trades, was ca. im Durschnitt für einen Scalper liegt und unter Einhalt von Ruhephasen. Somit wäre dies ein möglicher Trading Plan und ein
gutes Mittel gegen Overtrading.





Ungeduld
Ungeduld herrscht meist bei wenig volatilen Märkten. Wenn der Markt ruhig ist, sind wir umso nervöser und somit steigt der Risikoappetit. Wenn der Markt hingegen eine normale Handelsspanne während
eines Tages aufweist, sind wir seltens ungeduldig und legen unseren Fokus ganz auf unser Trading Konzept oder Strategie, die widerrum auf einer normalen Handelsspanne (in der Regel 120 - 180 Pips)
ausgerichtet ist.

Da bei wenig volatilen Märkten unser Trading Konzept oder Strategie nicht zum Zug kommen kann, neigen wird dazu risikofreudiger zu werden und versuchen deshalb die kleinen Bewegungen so auszunützen, indem wir dementsprechend die Kontraktzahl erhöhen, um trotz wenig volatilem Markt, den gewünschten Gewinn wie bei einer normalen Handelsspanne, zu realisieren.
Dabei besteht die Gefahr, dass es nach einem ruhigen Handel schnell zum Ausbruch kommen kann und wir somit dem Geschehen ausgeliefert sind und massive Verluste hinnehmen müssen.

Ungeduld gibt es natürlich auch während einer normalen Handelsspanne, diese beruht aber eher auf dem, dass man sich nicht genug für den Tag vorbereitet hat. Man ist orientierungslos und hat
keine festen Anhaltspunkte, an denen man festhalten kann. Man sollte diesbezüglich immer eine Analyse von der aktuellen Marktsituation machen. Von Vorteil ist, wenn man mit Weitblick (Intraday)
an die ganze Sache ran geht und sich immer 2. Szenarien visuell vorstellt und die damit verbundenen Eckdaten anhand einer Chartanalyse und Markttechnik vermerkt. Zum Beispiel, wenn Punkt X zutrifft, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass wir Punkt Y erreichen. Wenn hingegen Punkt A zutrifft, dann gehts zu Punkt B.

Dementsprechend hat man sich 2. Szenarien ausgemalt und man muss nur darauf achten, welches Szenario zuerst zutrifft um dann ggf. sein Trading Setup anzuwenden.

Wenn das Trading Setup gewählt ist, sollte man sich selber vertrauen, an sich glauben und auch daran festhalten. Für das ausgwählte Trading Setup muss man nicht nur den geeigneten Einstieg finden,
sondern auch den Ausstieg miteinberechnen im Voraus schon berücksichtigen.

Ungeduld kann auch sein, dass viele nur den Einstieg suchen und den Ausstieg vernachlässigen und man den planlos und beliebig nach Bauchgefühl ausübt. Um die Ungeduld während einem Trade etwas
einzudämmen, kann man nach dem gefundenen Einstieg sich ganz dem Ausstieg widmen. Wie der Einstieg gewisse Kriterien erfüllen muss, um augeübt zu werden, so sollte natürlich dementsprechend
auch der Ausstieg unter Erfüllung von Kriterien erfolgen. Solange man sich in einem Trade befindet, sollte man sich nur noch auf den Ausstieg fokusieren, solange die Kriterien für das Target (TP) erfüllt sind,
sollte man den Trade seinen freien Lauf lassen und nicht grundlos nach Bauchgefühl beenden. So hat das bekannte Zitat --> Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen auch seine Bedeutung und Sinn.

Man ist in diesem Fall beschäftigt den Trade und seinen Ausstiegspunkt so zu managen, so dass eigentlich keine Ungeduld auftreten sollte oder kann. Man muss halt nur wissen, wie mein sein Trading
gestaltet.

Es gibt keine Nachteile, denn man weiss schon im Vorhinein was einen erwartet. Entweder trifft Szenario 1 oder 2 zu. Etwas anderes gibt es nicht, die Chance ist immer 50/50. Man muss nur sich selber
vertrauen und falls man falsch liegt, sich dies auch zugestehen und nicht etwas erzwingen wollen. Denn so könnte das ganze Konzept Risse bekommen und in sich zusammenfallen.
Ein Vorteil ist, dass man durch solch eine mentale Stärke und Handlungansatz die Unsicherheit besiegen kann. Denn wenn man unsicher ist, wird man auch schnell ungeduldig, was verherrende Auswirkungen
haben kann. Denn man wird nicht nur unsicher und ungeduldig, denn das nächste was kommt ist die Angst beim Trading. Die Angst ist das schlimmste für einen Trader, denn unter Angst kann man
kein Trading Konzept unter Einhalt seiner Regeln anwenden.
Ein anderer Vorteil ist auch, dass man die Unsicherheit durch ein Wohlgefühl der Sicherheit ersetzen kann. Zwar gibt es keine hundertprozentigen Sicherheiten im Trading, aber man kann sein Trading so gestalten, dass keine bösen Überraschungen mehr hervorgerufen werden um somit uneingschränkt und emotionslos in seiner Überzeugung und Handlungsweise traden zu können.




Ich hoffe, mein Beitrag kann ein oder dem anderen von Nutzen sein.

Viele Grüsse,
Peki

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Tradingfehler
« Antwort #8 am: Januar 08, 2012, 18:17:54 pm »
Dreamcatcher,

ich würde nicht davon ausgehen, den Forex Markt allgemein als "besser handelbar" zu bezeichnen, insbesondere (derzeit) nicht den EURUSD! Wobei ich einschränken muss, keinen Vergleich FX mit DAX (mangels eigener Erfahrung) anstellen zu können. Rainbowtrader hat eine umfassende und -ich denke auch ziemlich- vollständige Liste von möglichen Fehlern aufgelistet.

Der überwiegende Teil davon lässt sich unter "Tradingplan nicht beachtet" zusammenfassen. Auch wenn der Spruch "plan your trade, trade your plan" einer der meist strapaziertesten sein dürfte - er ist zutreffend!

So ist richtig, was in anderen Beiträgen hier schon festgestellt wurde: Psychologie ist ein ganz wesentlicher Punkt. Auch wenn ich des öfteren höre, dass das Vertrauen in einen Trade vorhanden sein muss, um der Psyche ein wenig auf die Sprünge zu helfen ... ausgestoppte Positionen und Verluste tragen nicht dazu bei, die Psyche zu stärken.

Der Boss ist der Markt, weder ein EA noch ein System oder Profi-Trader. Der Profit unter dem Strich ist Ergebnis der Kunst, mehr Gewinn als Verlust zu machen. Verluste sind Kosten dieses Business (wenn man es als solches betreibt). Insofern empfehle ich, eine Position nach eigenem Kriterienplan einzugehen und sie auch nach diesem zu managen. Vertrauen oder Zweifel in eine Position? - Hilft keinesfalls, die Psyche wird es auf Dauer kaum verkraften, mit Vertrauen 4 von 10 Mal falsch gelegen zu haben. Das Konto wird jedoch unter dem Strich ok sein mit den 6 im Profit geschlossenen Positionen. Wenn als der "Plan" stimmt, kann man die Trades auch mit einem gewissen "Gleichmut" eingehen.

josch

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Re: Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #9 am: Januar 17, 2012, 23:24:18 pm »
Angst beim Trading

Hier etwas, was ich einem Mitglied privat geschrieben habe um die Angst etwas zu mildern. Kann nicht schaden, wenn ich es hier poste, vielleicht hilfts ja jemandem
weiter seine Angst in Griff zu bekommen. Der Text wurde einfach kopiert ohne Rücksicht auf Grammatikfehler oder sonst irgendwas...nur der Name des Mitglieds
wurde entfernt...Musste lange damit kämpfen, die Nachricht öffentlich zu machen, da meine Hilfe hier gerne mal mit Füssen getreten wird, aber dennoch gibt
es einige, die trotz allem dankbar sind und für die gebe ich meine Erfahrung gerne weiter.



Deine oder die Angst kann man nicht von einem Tag auf den anderen überwinden, das ist ein schleichender Prozess. Du musst Vertrauen in dein Handeln
gewinnen, indem du nach festen Regeln handelst und diszipliniert an die Arbeit gehst. Lass dich nicht von den Verlusten überraschen, sondern arbeite
mit festem SL, so dass keine böse Überraschungen auf dich zu kommen. Denn so wirst du emotional beeinflusst und wirst nicht mehr klar denken können, sondern
nur noch instinktiv handeln, was fatale Folgen mit sich ziehen kann.

Lass die Verluste niemals laufen, in der Hoffnung sie kommen irgendwann in die Gewinnzone zurück. Das wird dich nur verunsichern und kann zu einer schlechten
Angewohnheit werden, so dass die Angst immer stärker und stärker wird, so dass man 10 mal überlegen wird, ob man jetzt eine Position eingehen soll oder nicht.
Meistens liegt man mit der 1. Entscheidung richtig, denn dass ist nichts mehr als deine innere Stimme die dir das sagt. Aber wegen der Angst wirst du verunsichert sein
und wirst deine innere stimme nicht als solche wahrnehmen. Bis du dich dann endlich entschieden hast, nach einem hin und her, ist der MArkt aber schon längst an dir
vorbeigezogen und dein eigentliches Setup ist gar nicht mehr gültig.

Wenn du Glück hast, wird es gut gehen, aber mit der Zeit wird es sehr verwirrend werden. Obwohl du eigentlich alles richtig machst, nur lässt man sich viel zu viel Zeit
mit der Entscheidung, so dass man am Markt immer einen Schritt hinterher hinkt.

Die Angst wird dich daran hindern, Gewinne laufen zu lassen. Man wird die Position sofort glattstellen, wenn man ein wenig im Plus ist, obwohl alles dafür spricht, dass
der Kurs weiter steigen wird. Man sieht es auch, nur wird man wieder nur instinktiv handeln, weil die Angst einem einen Strich durch die Rechnung machen wird. Oh lieber
kleiner Gewinn als minus. Danach schliesst man die Positon und der Kurs springt in die Höhe und man wird sich dumm und dämlich ärgern, wieso man so früh ausgestiegen
ist, man hat es doch gesehen. In diesem Moment erkennt und urteilt man richtig, denn die Angst ist nicht da, weil man aus der Gefahrenzone raus ist (keine Positionen offen)

Danach wird man eine Fehleranalyse durchführen um zu schauen, was man denn falsch gemacht und wieso man nicht laufen gelassen hat, man hat es doch gesehen und man
wusste es, dass der kurs weiter steigen wird. Man wird sich stundenlang damit befassen wieso und warum. Aber dafür ist ganz alleine die Angst verantwortlich. Nur
kann man das nicht merken, denn während du diese Fehleranalyse durchführst, hast du keine Angst, weil keine Positionen offen sind.

Verstehst Du was ich meine? Du hast somit keine Chance den Fehler zu finden, weil der Fehler "Angst" während einer Fehleranalyse gar nicht da ist um sie zu identifizieren.

Um aber darauf zu kommen, dass nur die Angst für den Fehler verantwortlich ist, müsstest du während die Position noch offen ist eine Fehleranalyse machen. Nur 1. macht kein
Mensch während eine Posiiton offen ist eine Fehleranalyse, geht ja gar nicht. 2. Auch wenn du eine machen solltest, was ja nicht geht, wirst du sowieso niemals drauf kommen.
Denn sobald du eine Position offen hast wird dir die Angst einen strich durch die REchnung machen, so dass du gar nicht klar denken kannst und gar nicht siehst was gerade um
dich geschieht, sondern die ganze Zeit hoffst, dass kein Verlust kommt, so dass nicht wieder alle negativen damit verbundenen Emotionen, wie Hass, Wut, Versagen hervorgerufen
werden.

Du musst dich unbedingt damit abfinden, dass Verluste nicht schlecht sind. Sie sind nicht viel besser als Gewinne und auch nicht schlechter. Sie sind genau gleich. Der Kurs weiss
nicht ob du jetzt 50pip im plus bist oder im minus, nur du und dein Broker wissen es. Also niemals am Kurs die Schuld geben. Und ich will dir damit sagen, dem Kurs ist deine Position egal,
er geht seinen Weg. Deshalb gehören Verluste genau so dazu wie Gewinne. Die Richtung ist immer gleich.

Schätze aber die Verluste mehr als die Gewinne, stelle das Risiko immer an erste Stelle. Begrenze deine Verluste, aber die Gewinne lass laufen. Den Kurs interessiert nicht ob du
richtig liegst oder nicht, er kann es auch nicht wissen, denn wir können mit unseren paar hundert Euro den Markt nicht beeinflussen. Wie soll ich dir das erklären hm...
Der Kurs geht z.B in eine Richtung 100pip nach Süden, er geht in so oder so. Die Entscheidung liegt aber nur bei dir zu sagen Long oder Short, Gewinn oder Verlust.
Wenn du richtig getippt hast, hast du nicht die Richtung des Kurses bestimmt, sondern nur die richtige Entscheidung zwischen Long oder Short getroffen.

Deshalb, wenn du mal im Minus sein solltest oder eben im Verlust, dann ja nicht versuchen den Markt resp. den Kurs zu besiegen, der Kurs hat mit deiner Entscheidung rein gar nichts
am Hut. Viele Leute kapieren das einfach nicht, sondern versuchen sich ihre Fehlentscheidung nicht zu zugestehen, sondern versuchen den Kurs zu besiegen, was totaler Schwachsinn ist.

Man kann ihn gar nicht besiegen, weil du mit ihm gar nichts zu tun hast, demnach ist nicht er verantwortlich für deine Fehlentscheidung. Sondern ganz alleine Du bist dafür verantwortlich.
Akzeptiere diese Fehlentscheidung und begrenze sie, so dass es deine Fehlentcheidung nicht in einem Desaster endet. Man wird es nur schlimmer machen. Was heisst schlimmer machen.
Es ist nicht schlimm eine Fehlentscheidung getroffen zu haben, das ist ganz normal, man kann nicht immer richtig liegen. Erst wenn man sich diese Fehlentscheidung nicht zugestehen will,
dann hat man ein riesen grosses Problem. Nicht der MArkt oder der Kurs sind schuld, sondern man ist selber schuld, weil man einen Fehler sich nicht zugestehen will.

Wer nicht bereit ist einen Fehler zu zugestehen, wird nichts daran ändern können. Ein Fehlentscheidung bleibt eine Fehlentscheidung, daran kann man nichts mehr ändern, auch wenn
man es mit allen Mitteln versucht. Besser sich diese Fehlentscheidung sofort zu gestehen, als das es dann in einem Desaster endet.

Kommst du noch nach? Damit will ich sagen, Verluste gehören genau so dazu wie Gewinne, sie sind nicht besser und auch nicht schlechter. Denn es gibt nur 2 Entscheidungen, entweder
man liegt richtig mit der Entscheidung oder es war eine Fehlentscheidung.

Du musst keine Angst haben wenn du im Verlust bist, deshalb begrenze ihn. D.h. Du musst keine Angst haben wenn du mal eine Fehlentscheidung triffst, aber lass es nicht in einem Desaster
enden. D.h. soviel wie, begrenze diesen Verlust (Fehlentscheid) mit einem STOP. Bis dahin und nicht mehr, resp. fester SL. Und diesen SL ja nicht versetzen, denn wir haben gelernt,
eine Fehlentscheidung kann man nicht ändern auch wenn man es will. Steh deinen Mann, gesteh dir diese Fehlentscheidung zu und bleib stets im Reinen mit dir selber.

Du musst auch keine Angst haben wenn du im Gewinn bist. Denn du hast die richtige Entscheidung getroffen. D.h. die Position im Gewinn nicht sofort schliessen in der Angst, es könnte
ein Verlust werden. Es gibt gar keinen Grund dafür. Denn eine richtige Entscheidung sollte nicht beeinträchtigt werden durch eine Fehlentscheidung, die gar nicht relevant ist. Lass nicht zu,
dass die Fehlentscheidung (Verlust) diesen Stellenwert geniesst. Wenn man richtig liegt mit der Entscheidung, dann will man dafür auch belohnt werden.

Was will ich dir damit sagen, Verluste (Fehlentscheidungen) gehören dazu wie Gewinne (richtige Entscheidung). Genau gleich. Und nur du und dein Broker kennen den Wert in Geld, der Kurs
kennt ihn nicht und ist ihm auch egal.

Lass dein Ego aussen vor, dein Ego hat dabei nichts verloren. Lass nicht zu, dass dein Ego dich dazu überreden will, dass man aus einer Fehlentscheidung eine richtige Entscheidung machen
kann. DAS GEHT NICHT mein lieber Jörg. D.h. Verluste laufen lassen in der Hoffnung sie kommen zurück. Hoffnungsphase ist Angst und Unsicherheit, weil man nicht weiss ob es klappen wird oder
nicht. Aber Hoffnung kommt meist vor Kapitulation.

Was heisst das? Man kann keine Fehlentscheidung zur einer richtigen Entscheidung machen, es wird immer eine Fehlentscheidung bleiben.

Ich fasse zusammen: 1. Fehlentscheidung zugstehen und begrenzen und nicht versuchen irgendwie zu einer richtigen Entscheidung zu machen, das geht nicht
                                   2. Richtige Entscheidung laufen lassen, oder besser gesagt nicht laufen lassen, auch begrenzen mit einem TP der gleich gross sein sollte wie der SL bei fehlentscheidung.
                                  3. Denn sie sind beide gleich, nicht besser, nicht schlechter
                                  4. Richtige Entscheidung nicht gleich aufgeben, sonder sich daran halten und sagen: Hey, schön, ich liege richtig.
                                  5. nicht laufen lassen, sondern Gewinn begrenzen wie Verlust genau gleich, somit wird es dir leichter fallen laufen zu lassen.
                                      D.h. einfach umdenken in begrenzen, anstatt laufe lassen.
                                  6. laufen lassen hat so einen blöden Nachgeschmack weil man es immer versucht hat und es nie geklappt hat, du musst dein denken neu einstellen, nicht laufen lassen
                                       sondern gewinn begrenzen mit TP

Erstelle einen Tradingplan indem du mit Tageszielen arbeitest. z.B 3% für richtige Entscheidung (Gewinn), 3% für Fehlentscheidung (Verlust)

Einfach alles umdenken, es ist alles nur Kopfsache. D.h. Fehlentscheidung ist nicht schlecht sondern gehört dazu, wie richtige Entscheidung.
D.h. Verlust gehört dazu, wie Gewinn.

Versuche auch den Gewinn nicht als überbewerteter als einen Verlust anzusehen, denn das stimmt nicht. Trenne die vom Wert des Geldes. Es ist nur eine Ziffer. Für Fehlentscheidungen (Verluste)
werde ich nicht ärmer, sondern ich merke wenn es ein Minus vor der Ziffer hat, dann ist es eine Fehlentscheidung. Bei Gewinnen nicht gleich euphorisch werden, sondern ganz normal
behandeln wie eine richtige Entscheidung. d.h. wenn ich richtige Entscheidung getroffen habe (Gewinn), dann begrenzen mit TP. Richtige Entscheidung hat einfach ein plus vor dieser Ziffer.

Wenn Du das schaffst, dann bist du ein Gewinner!!! Das ist das ganze Geheimnis, was die 95% und 5% unterscheidet. NUR DAS!!! Viele Leute werden nie im Leben darauf kommen, weil
sie ihr ganzes Leben lang mit ihrem Ego zu kämpfen haben werden, dabei ist es doch so simpel.

Mein Tipp ist Goldwert!!!

Schreib dir folgendes von HAND auf ein Papier auf, nicht mit PC schreiben, sondern mit Handschrift:

Position im plus = richtige Entscheidung getroffen, mit TP begrenzen
Position im minus = Fehlentscheidung, mit SL begrenzen

Gewinn = richtige Entscheidung = eine Ziffer mit pluszeichen
Verlust = falsche Entscheidung = eine Ziffer mit minuszeichen

Ziffer mit pluszeichen = sehr gut
Ziffer mit minuszeichen = noch besser

TRENNE DICH VOM WERT DES GELDES!!!

Wenn du das alles schaffst, dann entwickelt sich ein Vertrauen in sich selber und man weiss im Vorhinein was einen erwartet wenn man richtig liegt oder wenn man falsch liegt.
Nicht mehr wollen und nicht weniger. Nur genau das umsetzen. Deine Angst wird dein bester Freund werden, ihr werdet keine Feinde mehr sein. Die Angst wird auch dich stolz
sein und dir dankbar sein, dass du ihr endlich ihren Stellenwert gibst, die sie verdient hat. Somit sind alle zufrieden und sie wird sich zufrieden zurückziehen und wird dich nicht
mehr bei deiner Arbeit stören. ABER fordere sie ja nicht auf, ansonsten schlägt sie zurück und sie kann schnell zickig werden. Immer mit Respekt behandeln.

Dass heisst gar nichts als respektiere, dass beides dazu gehört, so wie Verluste und Gewinne. Akzeptierst du es nicht, gerät alles in schwanken und die Angst kommt und tobt sich aus,
weil es ihr nicht gefällt wenn das Boot anfängt zu schaukeln. Beruhige das Boot, so dass die Angst ihren Platz und ihre Ruhe findet, damit sie schlafen kann und dich nicht stört.

Ich hoffe ich konnte Dir helfen, ansonsten schreib mir einfach.

Nochmals viele Grüsse,
Peki

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Re: Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #10 am: Januar 21, 2012, 10:45:36 am »
Servus,

ich hab hier ein kleines Anliegen bezüglich der StopLoss Setzung und den Austiegen, da ich im Nachinein meine Trades (sowohl Verluste als auch Gewinne) analysiere ist mir aufgefallen das ich mich eig. immer durch meinen StopLoss, den ich an den Tiefs/Hoch´s nachziehe (zur Zeit im 5minChart), ausgestoppt werde, oft wäre es besser einen definierten Austiegspunkt zu wählen, leider komm ich hier auf keine gute Regelung...

Ich erklähre mal anhand von einem Beispiel im AUD/USD im 5 min Chart, WP ist jetzt eig. völlig egal geht nur um die Technik.

Siehe Bild: den Trade bin ich long eingegangen nach "überschreiten" des letzten Hoch´s mit StopLoss unter dem letzten Tief und habe dann an den neuen Tiief´s den SL nachgezogen... Tief für die SL Setzung ist nur gültig wenn das letzte Hoch wieder überschritten wird....etwas komplizierte Formulierung aber ich hoffe ihr wisst was ich meine ^^

Naja letztendlich wurde ich mit +-0 ausgestoppt...besser wäre es natürlich gewesen da iwo auszusteigen am besten mit einer veränderten StopLoss Setzung o.ä. da ich den Chart leider nicht die ganze Zeit verfolgen kann...

Hat jemand Ideen, Anregungen o.ä.? Auch wenn ich eig. nichts von halte vielleicht sogar indikatoren (benutze im Moment garkeine)??

EDIT: Die Trendlinie wurde erst danach eingefügt...bzw. weiß ich grad garnicht mehr woher die kam, hab die auch nicht mehr im Chart war wohl keine wichtige, sonst hätte man das natürlich als "Abpraller" deuten können aber darauf will ich nicht hinaus.


PS: Ich hoffe es stört niemanden das ich den Thread hier verallgemeinere, aber finde die Idee eines allgemeinen "Fehleranalyse" Threads nicht schlecht!

MfG

« Letzte Änderung: Januar 21, 2012, 11:12:41 am von Etags »
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Re: Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #11 am: Januar 21, 2012, 11:36:08 am »
Hi Etags,

ich sehe hier insgesamt 3 Möglichkeiten. Du könntest früher aussteigen und für den Ausstieg den Indikator RSI verwenden. Dieser Zeigt an, wann ein Markt überkauft (70) bzw. überverkauft (30) ist. Geht es langsam auf die 70 zu sollte man sich Gedanken machen ob es nicht Zeit ist die Gewinne mitzunehmen.
Die 2. Möglichkeit ist den SL nicht in dem TF nachzuziehen wo du die Einstiege wählst, sondern einen TF darunter. Damit bist du näher am Marktgeschehen dran. Dadurch kannst du aber auch schneller "rausgeworfen" werden.
Eine 3. Möglichkeit, die sich als Kombination mit der 1. bzw. 2. anbietet ist es nicht erst einzusteigen, wenn das letzte Hoch erreicht ist. Du könntest dein CRV verbessern in dem du schon Einsteigst, wenn der Kurs auf dem Weg zum letzten Hoch ist. Auch hierfür kann man mal einen TF drunter schauen ob sich da eine bessere Gelegenheit ergibt, oder du verwendest ein Retracement.

LG Marco

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Re: Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #12 am: Januar 21, 2012, 12:45:05 pm »
Moin Etags,

schauen wir uns den Chart und deinen Trade doch einfach mal mit ein bissel Verstand an.

Du hast dich also für den Einstieg beim Bruch entschieden. Finde ich persönlich im kleinen Zeitfenster wenig ellegant, aber das ist trotzdem machbar. Was du aktzeptieren muss, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt direkt nach Entry gegen dich läuft.
Du bist also im Markt, eine kleine Korrektur kommt und dann eine saubere Bewegung. Daraufhin wird die BEwegung zu ca.50% retracet, also alles cool, die Reise geht weiter! Das Nächste High ist jedoch relativ nah am vorherigen High (1 Indikator für eine Abschwächung), nachdem der Markt das High ausgebildet hat, beginnt er in eienr Range hin und her zu wandern (2 Indikator [siehe schwarzer kreis]).
Solche Phasen siehst du oft auf dem M5 und wer ausmerksam tradet kennt die Charakteristika:

Es gibt 3 Möglichkeiten:
1: Der Markt dreht
2: Der Markt holt Luft und geht dann weiter
3: Der Markt mach noch einen, meist impulsiven, Move in die vorherige Richtung um dann zu drehen

Du hast darüber hinaus noch zwei Trendlinien eingezeichnet, die Keilförmig verlaufen!!! Du hast also erkannt, dass das Momentum/die Vola abnimmt. Somit ist Variante 1 die logische Konsequenz und der TP beim Trigger sinnvoll, spätestens aber beim Verlassen des Kreises.
Warum ignorierst du Dinge, die du selber einzeichnest? Dann kann man sich die Mühe auch sparen  ;)

Wenn man sich beim Traden mal fragt: "macht das gerade Sinn?", ist einem meist schon geholfen!
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Re: Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #13 am: Januar 21, 2012, 19:18:10 pm »
Danke für die Antworten!

denk RSI werde ich mir mal anschaun da ich wie gesagt die Indikatoren vor ner Weile "fallen" gelassen habe kenn ich mich da wenig aus, aber vielleicht findet sich ja das ein oder andere Hilfsmittel zur Ergänzung!
Über meine SL Setzung mach ich mir auch nochmal Gedanken und probiere ggf. ein paar Sachen aus um mein CRV zu verbessern.

Mittlerweile hab ich auch festgestellt das es eig. keinen Sinn macht den "Punkt 2" zu handeln da ein großes Stück der Bewegung verloren geht, besser wäre es wohl den Trend zu erkennen und früher, noch in die Korrektur, einzusteigen.

Und nochmal danke, hat mal wieder viel Licht ins Dunkle und mir weitere Punkte zum Nachdenken gebracht ;)

Movement wegen den Keilförmigen Trendlinien, die konnte ich leider nicht sehen sonst hätte ich ihnen wohl mehr Beachtung geschenkt, da ich in der Arbeit nur den ForexPros Chart habe und mir da nicht allzu viel eingezeichnet habe, aber werde mein ganzes Setup für die Arbeit nochmal überarbeiten...! Am liebsten würd ich ja den ganzen Tag nur intensiv dem Trading widmen aber da bin ich noch ein Stück weit entfehrnt...
« Letzte Änderung: Januar 21, 2012, 19:37:14 pm von Etags »
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Re: Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #14 am: Januar 22, 2012, 10:11:11 am »
Das ist teilweise richtig, aber es gibt auch da etwas zu beachten.

Der neue Punkt 2 ist nur Vorraussetzung, dass ein Trend vorliegt. Der Trend ist wiederum Vorraussetzung für die Markttechnik. Einstiege in eine Korrektur kannst du also erst tätigen, wenn ein Trend vorliegt und dann kannst du dir sogenannte Setups suchen, nach denen du handeln möchtest.

Wenn du in einem bestätigten Trend am Punkt 2 einsteigst, ist das natürlich sehr spät und oftmals ist ein großer Teil der Bewegung schon gelaufen.

MV hat den Punkt 2-Einstieg in seinem Buch auch nur als Grundlage zur Wissensvermittlung benutzt. Du hast die Wissensgrundlage, dann heißt es nach deinem Stil zu suchen. Ein blinder Einstieg in die Korrektur wäre aber wieder gegen die Regeln.

D.h. du musst dir dort auch Kriterien suchen, die für dich bedeuten: Also gut der Kurs nimmt jetzt wieder die Bewegung auf und wird dabei den Punkt 2 nehmen. Hierbei kommt es nun nichtmehr auf den haargenauen Einstieg an, da das Durchlaufen des Punkt2 die anderen Anleger in den Markt bringen soll und da solltest du schon drin sein.

Das managen deiner gehaltenen Position gerät nun in den Vordergrund, also SL oder schließen von Teilpositionen, je nach dem wie du vorgehen möchtest.

Ich habe mal ein Bildchen angehangen, wie ich das meine.
Das ich ein erfolgreicher Trader bin, konnte ich lange Zeit erfolgreich vertuschen... ;)

Forexfabrik

Re: Mein(e) Tradingfehler
« Antwort #14 am: Januar 22, 2012, 10:11:11 am »


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