Autor Thema: Stop-Loss beim Forex-Handel(n)  (Gelesen 3414 mal)

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Re: Stop-Loss beim Forex-Handel(n)
« Antwort #15 am: Januar 01, 2009, 14:04:31 pm »
Hallo,

die alles entscheidende Betrachtung beim S/L ist das Timeframe! und das reale initiale Risiko, denn das ist das Geld was im Verlustfall dann der Andere hat (und der soll es ja nicht haben!).

Man kann keine S/L-Festlegungen treffen, wenn sich nicht zum jeder outet, welcher Zeithorizont präferriert wird. Das führt letztendlich in die Irre, denn was soll die Aussage, "ich nehme 10 pips"?. Völlig sinn- und wertfreie Äußerung. 10 pips im Stundenchart ginge nur, wenn die Vola Windstärke 0-1 hat. Im 1 min-Chart sind 10 pips prinzipiell eine benutzbare Größenordnung. Warum? Weil natürlich die Vola (über den ATR) mit ins Kalkül gezogen werden muß. Und ob nun die Basis für den ATR 14 oder 20 Kerzen sind, ist mehr Geschmachssache, und das bezieht sich auf jedes Timeframe!!! Die Vola ist doch u.a. genau das Maß, um im derzeitigen Markt das Risko kalkulierbar zu steuern. Ob nun 1 x ATR oder 2 x ATR oder auch 1,5 (vielleicht auch 0,5!) hängt dann von der Trading-Startegie jedes Einzelnen ab und steuert über das MM die Positionsgröße, die wiederum auch vom Kontoumfang abhängt. 150 pips (für 30 min- oder 1h-Charts sicherlich nutzbar) wäre für 1 oder 5 min-Charts eine völlig sinnlose S/L-Größe, da die Positionsgröße entsprechend dem möglichen Gewinn in keinem sinnvollen Verhältnis steht.

Das MM für "Anfänger" wird sehr häufig so ausgelegt, dass Risiken von unter 0,5% angestrebt werden sollten, bis das entsprechende Feingefühl und die Sicherheit erlangt wurde. 1% stellt da schon eine sportliche Herausforderung an die Psyche des Trades dar, v.a. nach mehreren Verlusttrades.

Eine Strategie wäre z.B. auch den S/L sehr eng zu setzen (Übrigens "eng ist relativ" ist auch so eine schöne Umschreibung von "ich weiß eigentlich gar nicht in welchem Timeframe ich handeln soll"). "Eng" wäre nun z.B. im 1 min-Chart bei einem ATR von 10 einen S/L zu nehmen, der unter 10 pips liegt (Die Kenntnis der Berechnungsformel und Interpretation des ATR vorausgesetzt). Je "enger" der S/L, umso kleiner aber das prozentuale Risiko!!! (bei gleicher Positionsgröße). Also dann nicht mehr 1% oder 0,5%, sondern max. 0,25% und darunter!!. Warum? Weil bei einem entsprechenden Signal ja die Richtung des Trades prognostiziert ist. Sollte der S/L ausgelöst werden, sind z.B. nur 0,25% im Teich, aber ich hätte die Möglichkeit bei Aufrechterhaltung des Signals wieder einzusteigen (mit 0,25% Risiko). D.h. ich könnte 4 x diesen Trade ausführen und hätte am Ende "nur" 1 % riskiert (oder 8 Trades bei 0,125%), aber!! wir gehen ja laut Signal von einer bestimmten Richtung aus, die, wenn sie dann so eintritt, uns ein Vielfaches!! R beschert, weil der S/L entsprechend klein war. Zusätzlich kann dann bei entsprechender Trendgängigkeit zugekauft werden, um die Gewinne zu maximieren (Denn das sollte ja das Ziel sein!!).

Das etwas häufigere Ausstoppen ist natürlich psychologisch kontraproduktiv, aber wie heißt es doch immer "Verluste gehören dazu", und die sind bei kleinen Initialrisiken logischerweise kleiner oder anders ausgedrückt, das Chance/Risiko-Verhältnis wird mit kleiner werdenden S/L natürlich größer.

Ich betone aber ausdrücklich nochmals, dass diese Betrachtung nur mit einem disziplinierten MM einhergeht und die Initialrisiken entsprechend klein gehalten werden.

Diese Methode eignet sich v.a. für Scalping-Strategien, wo z.T. heftige Ausschläge zu sehen sind.

Frohes neues Jahr!!
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Re: Stop-Loss beim Forex-Handel(n)
« Antwort #15 am: Januar 01, 2009, 14:04:31 pm »

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Re: Stop-Loss beim Forex-Handel(n)
« Antwort #16 am: Januar 01, 2009, 15:06:44 pm »
Zunächst einmal herzlich Willkommen Traderdoc!

Schöner Beitrag, dennoch erlaube ich mir in einem mir wichtig erscheinenden Punkt zu widersprechen - dem knappen SL im H1.

Ich verwende zwar nicht 10pips, sondern 20 Pips als Initialstop, aber den dafür auch in Timeframes von H1 aufwärts.
Gehandelt wird zwar in größeren Timeframes, der Entry erfolgt dennoch im M15 oder M5. Und da kann man mit 20pips SL gut zurecht kommen.

Generell kann man nicht sagen, dass 10pips, 20pips, 50pips "zu eng" sind, den jede Strategie verlangt andere Anforderungen an den SL.
Trendfolge benötigt größtenteils weitere SL, Swingtrading weniger und Scalping noch weniger.
Der Timeframe ist da meines Erachtens nicht der ausschlaggebende Grund...



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Re: Stop-Loss beim Forex-Handel(n)
« Antwort #17 am: Januar 02, 2009, 12:57:36 pm »
Hallo Wödmasta,


1. 20 pips beim Trading in H1 !!! und länger halte ich aufgrund der Vola (Korrelation zu ATR - wie bereits beschrieben) nach wie vor für extrem "eng" in diesem Timeframe.

2. Wenn ein Trade in M15 oder M5 eingegangen wird, dann wird dort auch gehandelt, denn in H1 würde eine ganz andere Perspektive des Charts, des Marktes und der Handelsstrategie greifen. Anders wäre die Betrachtung, dass man in H1 handelt (und den Trade auslöst), aber vor Auslösung in M15 oder M5 sich Signalbestätigungen einholt.

3. Auch die Trendfolge ist in Beziehung zum Timeframe zu sehen, denn auch bei M5 gibt es Trends, die aber mit kleineren S/L abgesichert werden, als in H1 (alles wiederum basierend auf der Vola).

4. Und trotzdem ist ausschlaggebend der Timeframe in dem man handelt!, denn man will doch nicht mit nur 20pips S/L nach wenigen Sekunden aufgrund der höheren Vola im H1 oder länger!! rausfliegen, bevor man überhaupt ein pip im Plus ist ( oder man steigt evtl. mehrfach dann sofort wieder ein, nach Auslösen des S/L mit den bereits erwähnten geringeren prozentualen Risiken). Aber so hatte ich ja Deine Startegie nicht aufgefasst.

Gruß

Traderdoc
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Re: Stop-Loss beim Forex-Handel(n)
« Antwort #18 am: Januar 05, 2009, 23:39:11 pm »
Ein heavy Support ist ein heavy Support, ob im Daily, Weekly, Hourly...etc...den ersten bounce an Major Levels nehme ich gewöhnlicherweise mit einem Stopp der max. bei 20 Pips liegt! ATR in kleinen TFs kann übrigens sehr trügerischer sein...wenn die Party los geht hinkt der ATR noch hinterher...in einem M1 TF kann die Vola quasi aus dem nichts explodieren. Ich würde den Stopp immer Charttechnisch setzen und nie mit irgendwelchen Vola berechnungen.

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Re: Stop-Loss beim Forex-Handel(n)
« Antwort #19 am: Januar 06, 2009, 19:41:54 pm »
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....Ich würde den Stopp immer Charttechnisch setzen und nie mit irgendwelchen Vola berechnungen.

Im M1 oder M5 treten aber selten "heavy supports" auf. Verweisend auf mein 1. Posting steht im 4. Absatz , dass gerade wenn die Party losgeht, mit kleinen ATR's trotz evtl. Ausstoppen (sofort neuer Trade) riesige Gewinne im Sinne des C/R-Verhältnisses eingesackt werden können, denn dann geht ja der Trade genau in meine Richtung!
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Re: Stop-Loss beim Forex-Handel(n)
« Antwort #20 am: Januar 06, 2009, 20:24:07 pm »
Supports aus größeren TF sind aber auch in kleineren ersichtlich (wenn man sie einzeichnet).

Vermute, das meinte Johnny P.
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Re: Stop-Loss beim Forex-Handel(n)
« Antwort #21 am: Januar 06, 2009, 22:31:41 pm »
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Supports aus größeren TF sind aber auch in kleineren ersichtlich (wenn man sie einzeichnet).


Das ist sicherlich richtig, aber in M1 und M5 wird gescalpt und da spielen im Verhältnis zu den Pip-Bewegungen in diesen TFs diese "übergeordneten" Supports oder Resistances meist keine Rolle, wenn nicht gerade der Kurs sich zufällig an solchen Marken bewegt. Was interessiert mich also z.B. im M1 ein "übergeordneter" Support (aus dem H1 oder D1) bei z.B. 1,3845, wenn der Kurs sich derzeitig bei z.B. 1,3985 (Differenz=140 pips!) bewegt. Der S/L würde so groß sein, dass die wenigen Gewinner-pips (vielleicht 10 -30 pips) im M1 in keinem vernünftigen Verhältnis zum Ausgangsrisiko stehen würden. Nach alter Regel sollte doch das C/R-Verhältinis mindestens!! 1:1 besser 2 oder noch höher:1 sein (also ein Vielfaches von R!!). Da kann nun mal bei vernünftigem MM und RM der S/L nicht mehr als 5 - 20 (max. 30pips) betragen.
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Re: Stop-Loss beim Forex-Handel(n)
« Antwort #22 am: Januar 06, 2009, 22:41:45 pm »
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Das ist sicherlich richtig, aber in M1 und M5 wird gescalpt und da spielen im Verhältnis zu den Pip-Bewegungen in diesen TFs diese "übergeordneten" Supports oder Resistances meist keine Rolle, wenn nicht gerade der Kurs sich zufällig an solchen Marken bewegt. Was interessiert mich also z.B. im M1 ein "übergeordneter" Support (aus dem H1 oder D1) bei z.B. 1,3845, wenn der Kurs sich derzeitig bei z.B. 1,3985 (Differenz=140 pips!) bewegt. Der S/L würde so groß sein, dass die wenigen Gewinner-pips (vielleicht 10 -30 pips) im M1 in keinem vernünftigen Verhältnis zum Ausgangsrisiko stehen würden. Nach alter Regel sollte doch das C/R-Verhältinis mindestens!! 1:1 besser 2 oder noch höher:1 sein (also ein Vielfaches von R!!). Da kann nun mal bei vernünftigem MM und RM der S/L nicht mehr als 5 - 20 (max. 30pips) betragen.

Was spricht dagegen, sich auf H1 oder H4 oder D1 Supports rauszusuchen und wenn der Kurs an diese Marken heranläuft in M5 reinzuzoomen (oder M1), um zu sehen, wie der Kurs an der Marke reagiert und somit die Möglichkeit eines Low-Risk-Einstieges zu bekommen. Enger SL und damit hohes Risk-Reward und damit enormes CRV, weil ich den Stopp enger setzten kann, als auf H1 oder H4 oder D1. Ich denke verstanden zu haben, dass genau das von den anderen gemeint ist.

Ich setze die Bewegung auf M1 oder M5 ins Verhältnis zu dem Signal was auf H1 oder H4 generiert wurde. Meinetwegen H1 bricht durch den Support und schließt auch auf der anderen Seite, also gehe ich in M1 und warte auf Rücksetzer, um einen besseren Einstieg zu bekommen. Somit kann ich meinen SL enger setzen, meine Positionsgröße erhöhen und damit erhöht sich auch mein Gewinn....
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

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Re: Stop-Loss beim Forex-Handel(n)
« Antwort #23 am: Januar 07, 2009, 10:07:21 am »
In meinem Thread hab ich ein gutes Beispiel dafür geliefert, denke ich.

Einstieg gesucht im H4.
Der Einstieg erfolgte aber letztendlich im M5, genau wie der Ausstieg.
DaBuschi hat schon recht, man kann dadurch seine CRV´s enorm steigern (wobei ich ehrlich gesagt nicht darauf achte, wie hoch mein CRV bei einem Trade ist).
Lebe nicht um zu arbeiten, sondern arbeite um zu leben.

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Re: Stop-Loss beim Forex-Handel(n)
« Antwort #23 am: Januar 07, 2009, 10:07:21 am »



 

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