Autor Thema: Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers  (Gelesen 1038 mal)

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Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« am: Mai 09, 2011, 16:48:07 pm »
Vor einigen Jahren kam der große Pokerboom auf. Obwohl ich nie pokern wollte, habe ich mich überreden lassen. Nach nun 4 Jahren möchte ich mich umorientieren.

Da ich mich schon seit langer Zeit für die Börse interessiere, lag es nahe, mich näher darüber  zu informieren. Die aktuelle Situation des Euros und des Dollars machten mich auf Forex aufmerksam. Je mehr ich darüber las, desto interessanter wurde es.

Also habe ich erstmal einen (unbefristeten) Demoaccount eröffnet und rein intuitiv "rumgehandelt". Ziemlich schnell wurde mir klar, dass das nichts bringt (außer Verluste). Wie beim Pokern haben auch hier Gefühle und Emotionen nichts zu suchen. Einge Gemeinsamkeit. Eine weitere ist das "Bankrollmanagement", hier heißt es wohl Moneymanagement und Risikomanagement (korrigiert mich bitte, wenn ich etwas falsch widergebe).

Erste Lektion: Du musst noch viel lernen, bevor Du erfolgreich wirst. Beim Pokern konntest Du mit geringen Grundlagen direkt Gewinne einfahren. Geringe Kenntnisse reichen hier bei Weitem nicht aus.

Also erstmal im Internet weiter recherchiert. Dort gibt es ja eine Unmenge an Informationen und Videos, manche davon sind aber nicht die Bits wert, aus denen sie bestehen. Je leichter Forex dargestellt wird, desto kritischer sollte man sie lesen.

Also erstmal ein paar Bücher besorgt:

1. Der reichste Mann von Babylon (nicht Forex-bezogen, aber sehr schön zu lesen; empfehlenswert)
2. Alles was sie über Daytrading wissen müssen (das Geld hätte ich mir sparen können)
3. Das große Buch der Markttechnik (uneingeschränkt empfehlenswert).

Das weitere Vorgehen: Zunächst lese ich das große Buch der Markttechnik grob durch und versuche, aufgeschnappte Sachen anzuwenden. Direkt im Anschluss werde ich das Buch komplett intensiv durcharbeiten. Dabei werden natürlich viele Fragen auftauchen. Ich hoffe, dass Ihr mir dabei weiterhelfen könnt.

Frühestens am Ende des Jahres werde ich erste Überlegungen anstellen, ob ich mir einen Real-Account zulege. Vorher muss ich allerdings das Buch komplett durchgearbeitet und verinnerlicht haben. Und dann mal mein Trading-Journal (handschriftlich nach der Vorlage von Divecall, vielen Dank dafür) durchsehen, was für einen Mist ich bisher gebaut habe ;D

Mein Problem heute: Ich bin trendfolgend eine Short-Position EURUSD auf M5 eingegangen und fühlte mich aufgrund des weit entfernten S/L unwohl. Ich habe überlegt, ob ich den S/L auf M1 nachziehen kann, oder ob das entgegen der Strategie wäre?


Forexfabrik

Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« am: Mai 09, 2011, 16:48:07 pm »

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #1 am: Mai 09, 2011, 18:53:09 pm »
Herzlich Willkommen hier und vorallem viel Erfolg... halte uns auf dem Laufenden!
Chleudere den Purchen zu Poden!

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #2 am: Mai 09, 2011, 19:09:08 pm »
Hallo Gavius,

es ist vollkommen in Ordnung den Stop auf 1m/Tick-Basis nachzuziehen.

andy
Unerfahrenheit und Arroganz sind die wahren Feinde, nicht der Markt.

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #3 am: Mai 10, 2011, 18:49:15 pm »
Vielen Dank!

Heute habe ich das Buch zuende gelesen. Was ich bisher nur überflogen habe, war sehr interessant. Den erlangten groben Einblick gilt es jetzt zu vertiefen. Also wird das Buch jetzt nochmal von vorne bis hinten durchgearbeitet. Ich freue mich darauf.

Wichtig ist für mich nicht der schnelle Gewinn, sondern die stetige Verbesserung und Erweiterung meines Wissens. Ich erwarte keine 123% p.a. (wenn sie kämen, würde ich sie selbstverständlich nehmen). Zu Beginn meiner Pokerlaufbahn habe ich mich auch über 0,20$ freuen können, die größeren Beträge kamen erst später.

Zur Zeit handel ich auf dem Demokonto (ursprünglich 10k $) 0,1Lot mit Hebel 1:10. Ich weiß nicht, ob es in der Praxis vorkommt, einen Stop 100 Pips entfernt zu setzen (M1 - M15). Dann allerdings verliere ich im Falle des Ausstoppens gerade mal 1% meines Kapitals. Da meine S/L weniger weit liegen, dürfte das Risiko passen.

Zu den Trades heute: Ja, nee. M5 zeigt mir einen Trend nach unten in einer Korrekturphase, dementsprechend zeigt M1 kurzfristig einen Trend nach oben. Ich bin darauf reingefallen. Mehrfach sogar. Hätte ich mir vorher M5 angeschaut, wäre mir das auch rechtzeitig aufgefallen. Ich habe mitten in den Balken reingehandelt und natürlich ging der Markt in die Gegenrichtung. Da war doch irgendwas mit Innenstäben ... Nunja, der Markt richtet sich halt nicht nach mir, ich muss mich dem Markt anpassen. Diese Fehler gilt es, in der Zukunft abzustellen.

Zumindest habe ich schonmal gelernt, Stops zu setzen. Vor ein paar Tagen bin ich zwei Long-Positionen eingegangen. Aus welchem Grund, kann ich nicht mehr sagen (Fehler Nr. 1). Der Kurs rauschte nach unten, ich hatte keine Stops gesetzt (Fehler Nr. 2), wozu auch? Der Kurs steigt ja wieder (Fehler Nr. 3). Weil ich ja die unschätzbare Gabe hatte, den Kurs vorauszuahnen (wie wohl jeder Neuling), habe ich die Position über Nacht dringelassen (Fehler Nr. 4). Die Geschichte hat mich dann 250 virtuelle Dollar gekostet. Seitdem bin ich geheilt.

Man möge mir verzeihen, dass ich noch keine Charts und Analysen einstelle. Das liegt daran, dass mein Wissen noch jenseits des Guten ist. Ich versuche zwar, nicht einfach wild zu handeln und zu klicken, sondern darüber nachzudenken, was ich tue, aber es fehlt halt noch das notwendige Wissen. Ein grober Überblick reicht einfach nicht.

Es gibt viel zu tun, ran an die Arbeit.

In diesem Sinne,
bis die Tage

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #4 am: Mai 10, 2011, 19:25:00 pm »
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Die Geschichte hat mich dann 250 virtuelle Dollar gekostet. Seitdem bin ich geheilt.


Ich hab vor 3 Wochen mit 10000 Euro angefangen(Demo). Mein momentaner Kontostand c.a 1500.-  ;D Wünsch dir viel Erfolg!  ;)

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #5 am: Mai 10, 2011, 19:52:01 pm »
Bisher habe ich "nur" 456,93 virtuelle Dollar verloren, angefangen bin ich 27.04. Das verlorene Geld interessiert aber nicht. Wichtig ist in meinen Augen die Entwicklung. Während ich am Anfang ohne Plan einfach nur gekauft oder verkauft habe, versuche ich jetzt, mir im Rahmen meiner Möglichkeiten Gedanken über einen Trade zu machen. Bisher muss ich sagen, habe ich das Geld zu Recht verloren. Mit der Zeit soll sich das ändern, die Entscheidungen sollen besser werden. Und damit dürfte ich irgendwann auch mal Geld zu Recht verdienen.

Wie hast Du so viele virtuelle Dollar verloren? Zu große Positionen? Falsche oder gar keine Stops gesetzt? Jeder Trade muss vorab durchdacht werden (Du hast ja ein bestimmtes Ziel mit dem Trade) und muss auch im Nachhinein analysiert werden. Habe ich das Ziel erreicht? Habe ich mich an meine Vorgaben/an meine Strategie gehalten? Habe ich irgendetwas übersehen? So mein Beispiel von heute morgen. Hätte ich mir erst das M5-Chart angesehen, wäre ich die Position nicht eingegangen, weil die Korrektur schon zu weit fortgeschritten war. Ich war unaufmerksam und habe zu Recht Geld verloren. Ich persönlich unterscheide nicht zwischen virtuellem und echtem Geld. Das Demokonto soll nur verhindern, dass meine Fehler (die Anfänger nunmal machen) echtes Geld einfach nur so aus dem Fenster rauswerfen. Ich sehe es als einen realen Markt an und versuche, "richtige" Entscheidungen zu treffen (als ob ich am realen Markt traden würde). Der Nachteil am Demokonto ist natürlich, dass meine Aktionen keinerlei Reaktionen des realen Marktes zeigen.

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #6 am: Mai 10, 2011, 19:58:15 pm »
Hallo Gavius.
Auch wenn du im M1 Chart tradest, sollte die übergeordnete Zeiteinheit nicht der M5-Chart sein. Mindestens M15 solltest du beobachten um deine Entscheidungen im M1 zu treffen. Weiterhin ist es sehr hilfreich den H1 Chart mit in deine Entscheidungen einzubeziehen.
Gruß Eggi

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #7 am: Mai 10, 2011, 20:10:39 pm »
Das ich soviel Spielgeld verloren habe hat verschiedene Gründe. Ich habe viele Trades nur gemacht um überhaupt den Metatrader, die verschiedenen Funktionen und Abläufe kennen zu lernen. Gold im falschen Moment gekauft und gedacht der Kurs steigt wieder.  :P Zudem trade ich nur mit 1. Volumen, 0.05 Volumen bietet mir keinen Nervenkitzel auch wenns nur Spielgeld ist!  ;)

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #8 am: Mai 10, 2011, 20:31:05 pm »
Hallo demi4.
Wenn du Nervenkitzel benötigst, ist Trading das falsch Spielfeld.
Ich habe ähnliche Fehler gemacht und teuer bezahlt. Jetzt versuche ich meinen Actiontrieb beim Pokern zu befriedigen. Ist cool, solltest du auch als Alternative in Betracht ziehen. Öfnnet deinen Horizont. Zum Beispiel erkennt man beim Pokern sehr schnell, dass man nicht jedes Blatt spielen kann/darf. Dies lässt sich sehr gut auch ins Trading einbeziehen, weil du garantiert auf der Suche nach Action völlig sinnlose Trades machst, die weit von deiner Strategie entfernt liegen.
Gruß Eggi

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #9 am: Mai 10, 2011, 21:03:07 pm »
Ach, ich hab genug Geld! ;D Nein, Spass beiseite. Wäre es Echtgeld würde ich natürlich auch nicht so sorglos handeln. Was ist bei einem Konto von 10`000.- das richtige Volumen? Je nach Fähigkeit natürlich!

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #10 am: Mai 10, 2011, 21:32:54 pm »
Naja, die Frage ist halt, wann Du lernen möchtest, sorgsam mit dem Geld umzugehen. Für mich persönlich fängt das schon im Demoaccount an. Der Vorteil dabei ist, dass ich mich beim Echtgeld-Account nicht mehr umstellen muss, ich habe mich daran gewöhnt, mein Risiko zu minimieren. Das fällt mir auch relativ leicht, da ich es vom Pokern seit Jahren auch gewöhnt bin. Ich stelle mir vor, das wäre mein echtes Geld. Das möchte ich (irgendwann (!)) vermehren. An erster Stelle steht jedoch zunächst, mir das Wissen anzueignen (mein Konto soll dabei überleben).

Ich persönlich achte darauf, bei einem Trade nicht mehr als 1% meines Kapitals zu verlieren. Ich handel ausschließlich EURUSD mit einem Hebel von 1:10. Wenn ich 10k$ Kapital habe, riskiere ich also maximal 100$ pro Trade.

Kaufe ich 1 Lot (was aufgrund des Kapitals schon gar nicht möglich ist (keine Margin)), ist beim EURUSD der Pip 10$ wert. Das heißt, ich könnte 10 Pips verlieren, dann hätte ich 1% meines Kapitals verloren. 10 Pips ist aber schon ein normales Marktrauschen. Also muss ich niedriger liegen. Man könnte jetzt 50 Pips ansetzen. Dann könntest Du 0,2 Lot kaufen, der Pip ist dann 2$ Wert (Die Rechnung ist stark vereinfacht). Ich persönlich habe ein Volumen von 0,1 Lot. Je nach Kapital und Markt musst Du natürlich Dein Volumen anpassen, um das Risiko nicht zu erhöhen.

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #11 am: Mai 10, 2011, 23:01:20 pm »
Kommen wir gleich zur ersten Frage.

Die blau markierte Kerze bildet einen Außenstab. Die (meisten) zwischen den blauen Linien liegenden Kerzen bilden Innenstäbe. Meine Frage wäre, ob die rot markierte Kerze noch als Innenstab zu werten ist.

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Bei M. Voigt, S. 191, Bild 5 lässt sich bei 2 ein Schlusskurs knapp über dem Bereich erahnen. In den Besonderheiten spricht er nur Gaps an. Hmm, eigentlich hat sich die Frage damit schon erledigt, denn zwischen Schluss- und Eröffnungskurs liegt eine Lücke.

(Obwohl sich die Frage erledigt hat, lasse ich es mal stehen, um mich an genaues Hinsehen zu erinnern.)

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #12 am: Mai 10, 2011, 23:10:37 pm »
Interessant. Eine Frage, wann hast du die blauen Linien gezogen ?

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« Antwort #13 am: Mai 10, 2011, 23:26:41 pm »
Ich glaube, die habe ich bei der folgenden roten Kerze gezogen, weil es mir da aufgefallen ist, dass da ein kurzzeitiger Ausrutscher war und die Frage da für mich interessant wurde.

Ich habe mich gerade gefragt, ob es was ändern würde, wenn ich die Linien genau an dem Zeitpunkt gezeichnet hätte. Eigentlich nicht. Ich muss ja sowieso auf eine neue Periode (das wäre hier der Doji) warten. Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten. Die Kerze wird rot und es ist kein Innenstab mehr (Eröffnungs- und Schlusskurs außerhalb der Spanne des Außenstabes). So, wie es hier ist, habe ich eine Gap und weil sie wieder in der Spanne des Aussenstabes schließt, ist es ein Innenstab.

Auf S. 191, Bild 5 (M. Voigt, das Große Buch der Markttechnik) lässt sich im Bereich 2 erahnen, dass der Schlusskurs knapp über der Spanne liegt und die Kerze wird noch als Innenstab angesehen. Dafür habe ich noch keine Erklärung.
« Letzte Änderung: Mai 10, 2011, 23:30:06 pm von Gavius »

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Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #14 am: Mai 11, 2011, 10:15:28 am »
tja, das ist hier wohl die frage, aber eindeutig: NEIN
The biggest drawdown is ahead of you. (from Joel R.)

aktueller Tetris Rekordhalter!!!!!!!!!!!!!!!!

warum ist mein karma positiv??????? bitte immer auf ein minus mehr als plus

Forexfabrik

Antw:Aller Anfang ist schwer ... Der Weg eines Einsteigers
« Antwort #14 am: Mai 11, 2011, 10:15:28 am »


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