Autor Thema: Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.  (Gelesen 844 mal)

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Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« am: April 09, 2011, 20:05:02 pm »
Soooo........

endlich ist es soweit. Wie man an der Signatur sehen kann, ist mein Konto platt. Gott sei dank schon nach 2 Monaten. Jetzt habe ich ein paar Tage Zeit über die Fehler nachzudenken und beim 2. Versuch das erlernte besser umzusetzten. Was habe ich gelernt?

1. 3,5 - 4 % Risk pro Trade ist etwas zu hoch
2. Kein SL ist fahrlässig und funktioniert nicht.
3. Emotionale Einstiege (auch wenn sie nur ab und zu passiert sind) enden meistens im Minus
4. 3,5 - 4 % Risk pro Trade ist etwas zu hoch

Am Freitag habe zugeschaut, wie mein Konto den Marging Call bekam. Die Positionen wollte ich nicht schließen. Entweder das Konto erholt sich oder eben nicht. Zweiteres ist eingetroffen. Muß man wirklich die negativen Erfahrungen machen um anderen zu glauben bzw. auf seine Innere Stimme zu hören? Ich anscheinend schon.

Plebejer 

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Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« am: April 09, 2011, 20:05:02 pm »

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Antw:Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« Antwort #1 am: April 09, 2011, 21:25:01 pm »
Wie hast du es überhaupt geschaft ohne Stoploss 3,5-4% zu riskieren?

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Antw:Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« Antwort #2 am: April 09, 2011, 22:29:45 pm »
Nur manche trades wurden ohne SL getätigt. Die anderen mit 3.5 - 4% Risk SL.
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Antw:Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« Antwort #3 am: April 10, 2011, 05:24:40 am »
Die Punkte 1-4 sind ja die Grundlagen, die ja alle kennen, aber an die sich nur wenige halten.

Aber wie kommt es das du bei den Trends, die im Moment vorhanden sind, in der falschen Richtung unterwegs warst ?

andy
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Antw:Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« Antwort #4 am: April 10, 2011, 13:48:41 pm »
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Aber wie kommt es das du bei den Trends, die im Moment vorhanden sind, in der falschen Richtung unterwegs warst ?

Es mag blöd klingen, aber es fällt vielen schwer, überhaupt einen Trend zu erkennen. Warum sonst greifen so viele zu Indikatoren, die ihnen irgendwas anzeigen sollen. Wenn der Indi das anzeigt, dann muss der Kurs das machen, also bin ich dabei. Indikatoren sollen einem die Arbeit erleichtern. Viele nehmen Indikatoren dazu her, dass ihnen die Arbeit und die Entscheidung komplett abgenommen wird, gerade weil sie einen Trend nicht erkennen können.
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

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Antw:Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« Antwort #5 am: April 10, 2011, 14:17:13 pm »
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Aber wie kommt es das du bei den Trends, die im Moment vorhanden sind, in der falschen Richtung unterwegs warst ?

Es mag blöd klingen, aber es fällt vielen schwer, überhaupt einen Trend zu erkennen. Warum sonst greifen so viele zu Indikatoren, die ihnen irgendwas anzeigen sollen. Wenn der Indi das anzeigt, dann muss der Kurs das machen, also bin ich dabei. Indikatoren sollen einem die Arbeit erleichtern. Viele nehmen Indikatoren dazu her, dass ihnen die Arbeit und die Entscheidung komplett abgenommen wird, gerade weil sie einen Trend nicht erkennen können.


Wahre Worte , man sollte wirklich mit dem real Konto warten bis man sowas ohne Indikatoren erkennen kann , aber leider spielt da noch eine andere menschliche Unzulänglichkeit eine Rolle , nämlich die berühmten Dollar Zeichen in den Augen

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Antw:Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« Antwort #6 am: April 10, 2011, 14:24:26 pm »
Die Statistik vom Konto sieht für mich so aus, als hätten ein paar wenige Verlusttrades am letzen Tag, idealerweise direkt hintereinander die Emotionen haben aufkochen lassen.

Das ist halt Lehrgeld. Unbezahlbar!

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1. 3,5 - 4 % Risk pro Trade ist etwas zu hoch

Glaube ich nicht. Es liegt halt am CRV, Trefferquote und zu guter letzt dem Trader selbst.
« Letzte Änderung: April 10, 2011, 14:26:21 pm von Movement »
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Antw:Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« Antwort #7 am: April 10, 2011, 14:43:49 pm »
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Die Statistik vom Konto sieht für mich so aus, als hätten ein paar wenige Verlusttrades am letzen Tag, idealerweise direkt hintereinander die Emotionen haben aufkochen lassen.

Das ist halt Lehrgeld. Unbezahlbar!

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1. 3,5 - 4 % Risk pro Trade ist etwas zu hoch

Glaube ich nicht. Es liegt halt am CRV, Trefferquote und zu guter letzt dem Trader selbst.

Ja ich glaube er hat sich seine gute Treferquote mit einer schlechten "Risk Reward Ratio "erkauft, das ist ein bsichen wie Martingale , ne Zeitlang mag es laufen aber der Margin Call ist eine sichere Sache

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Antw:Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« Antwort #8 am: April 10, 2011, 17:08:00 pm »
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Wahre Worte , man sollte wirklich mit dem real Konto warten bis man sowas ohne Indikatoren erkennen kann[......]
Gäbe es noch Trader, wenn die Menschheit nach diesem Motto leben würde? ;)
Man kann Emotionen nicht einfach ausschalten. Man hat zu lernen, mit ihnen umzugehen.

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« Antwort #9 am: April 10, 2011, 18:26:45 pm »
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Wahre Worte , man sollte wirklich mit dem real Konto warten bis man sowas ohne Indikatoren erkennen kann[......]
Gäbe es noch Trader, wenn die Menschheit nach diesem Motto leben würde? ;)

So ganz verstehe ich nicht was du meinst , aber im Grunde sollte man erst anfangen zu traden wenn man schon in einer  Demo "konstant" profitabel handeln konnte .
 Klar machen die wenigsten , ist schon wahr und auch verständlich , aber mir blieb schon mangels "vernünftigem" Investitionskapitals erstmal nichts anderes übrig als zu üben , angesichts der ganzen Phasen durch die man geht , kann ich im Nachhinein nur sagen das das eher ein Vorteil  als ein Nachteil war.

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Antw:Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« Antwort #10 am: April 10, 2011, 18:30:52 pm »
Zitat
Gäbe es noch Trader, wenn die Menschheit nach diesem Motto leben würde?
Ja, vorallem die, die eben diesen Trend ohne Indikatoren erkennen können. ;D
Und von Menschheit, im Kontext der Vergleichbarkeit einer Basis zu sprechen, ist wohl etwas zu weit hergeholt. Wir sind hier ein ganz kleines, exotisches, "verspieltes" Grüppchen "Wahnsinniger", die in ihrer freien Zeit, fast hätte ich gesagt - nichts besseres anzufangen wissen, versuchen einen besseren Zins, als den der Sparkasse zu bekommen. Und in dieser kleinen Gruppe gibt es nochmal die kleine Untergruppe der Programmierer, die wahrscheinlich noch ein bisschen verrückter sind, aber sicherlich auch die Taktgeber all des "Wahnsinns" sind.
Nein, es sollte außerdem Jedem selbst überlassen werden, wann er ein Live-Konto eröffnet und dort auch tradet! Denn bekannterweise ist Jeder seines eigenen Glückes Schmied und die Betrachtungsweise der Dinge im Forex sind ganz different gelagert. Das hängt zum Einen mit der Erwartungshaltung und zum Anderen auch mit der Erfahrung zusammen und damit auch gekoppelt mit dem Wissen um die grundlegendsten Zusammenhänge, die im Endeffekt dann auch die Erkennung der Richtung eines Trendes ermöglicht.

traderdoc
« Letzte Änderung: April 10, 2011, 23:46:17 pm von traderdoc »
Pokerregel: "Auch bei dem Anschein eines sicheren Gewinnes, muss man ablassen können."

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Antw:Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« Antwort #11 am: April 11, 2011, 09:32:21 am »
Nach Martingale habe ich nicht gehandelt. Welche Trades haben das Konto zerstört? Ich habe short positionen eröffnet, weil ich glaubte das der Kurs nach unten dreht weil er ja schon zweimal die 1.4280 erreicht aber wieder abgeprallt ist. Die erste posi hab ich dann so bei 1.4100 eröffnet ohne SL weitere 2 bei mit etwas abstand. Warum? weil ich davon ausgegangen bin das er bei 1.42 wieder abdreht. Hat er nicht. Da war ich schon so stark im Minus das ein schließen der Positionen zum Kontoerhalt nicht mehr interessant war. Konnte noch eine long eröffnen und mit ein paar pips gewinn schließen aber es war zuwenig. @ da buschi, hast recht ich habe mich bei den Trades (warum auch immer) auf die letzen 3 perioden konzentriert und nicht auf den Chart im ganzen. Ich benutze im 15min Chart einen Oszillator und im H1 den Ichimoku. Beachtung habe ich keinem von beiden geschenkt bei diesen trades. Was da in mir vorging ist schwer nachzuvollziehen. Wahrscheinlich ist das ich dachte: Hey 5 Wochen und 300% up, wahnsinn ich bin der Gott unter den Traden, so einfach ist das? Warum sagen denn alle es ist schwer und viele kommen noch nicht mal ein Jahr damit zurecht...... hätte ich nur 100.000 eingezahlt dann wäre ich jetzt schon fast millionär....... ist ein bischen übertrieben aber solche gedanken waren bestimm auch mit dabei.

Zurück zur Realität: Ich bin wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt. Mir wurde vor Augen geführt das es so nicht funktioniert. Leider lerne ich nur aus Erfahrungen die mir selbst wiederfahren. Diese Erfahrung hat mich 63$ gekostet. Denn das war mein Startkapital. Ich hoffe das es das einzige Lehrgeld bleibt.
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Antw:Vom Markt eine Lektion bekommen und angenommen.
« Antwort #12 am: April 11, 2011, 09:37:56 am »
dann auf ein neues, mit mehr vorsicht, gelassenheit, gedult und erfahrungen.
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« Antwort #13 am: April 11, 2011, 10:50:04 am »
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Was da in mir vorging ist schwer nachzuvollziehen. Wahrscheinlich ist das ich dachte: Hey 5 Wochen und 300% up, wahnsinn ich bin der Gott unter den Traden, so einfach ist das? Warum sagen denn alle es ist schwer und viele kommen noch nicht mal ein Jahr damit zurecht...... hätte ich nur 100.000 eingezahlt dann wäre ich jetzt schon fast millionär....... ist ein bischen übertrieben aber solche gedanken waren bestimm auch mit dabei.

Zurück zur Realität: Ich bin wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt. Mir wurde vor Augen geführt das es so nicht funktioniert. Leider lerne ich nur aus Erfahrungen die mir selbst wiederfahren. Diese Erfahrung hat mich 63$ gekostet. Denn das war mein Startkapital. Ich hoffe das es das einzige Lehrgeld bleibt.

Für den, der es durch hat, ist es nicht schwer nachzuvollziehen und man muss es durchmachen, um besser zu werden. Mit der Zeit wird sich zeigen, wie Du mit den Rückschlägen umgehst. Bei mir war es immer ein Schwanken zwischen "Ich-kann-es-und-ich-bin-auf-einem-guten-Weg" und "Ich-werd-es-nie-schaffen". Vor allem direkt nach einem "Niederschlag" war da oft bei mir eine Leere (man kann es auch Ernüchterung nennen), die daher rührte, dass das gute Gefühl von zuvor komplett zerstört wurde und ich nicht wußte, wo ich nun anfangen bzw. weitermachen sollte. Diese Phasen gilt es zu überstehen - immer und immer wieder. Nur so kommt man Schritt für Schritt dem Ziel näher. 2 Schritte vor (manchmal auf 3 oder 4) und dann wieder einen zurück.

Zu Boden gehen ist keine Schande - liegen bleiben schon ;)
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« Antwort #14 am: April 11, 2011, 18:39:49 pm »
Zitat
Diese Erfahrung hat mich 63$ gekostet



Ach herrje...die sind ja unbezahlbar und sollten in Gold gerahmt werden. ;)
Und ich dachte schon,es gehe um Unsummen.

Meiner bescheidenen Meinung nach sollte jeder so einige Male ein MicroKonto plattmachen,alleine schon,um alle Fehler einmal durchgemacht zu haben,wenn's so richtig an die Sache geht.

Insgesamt habe ich mit allen möglichen Kopfschüssen 300€ verdaddelt....mein neustes Konto (mittlereweile stolze 26,50 Spargeld) ist jetze 1 Monat alt und steht grad bei +-0 Profit.

Und ich merke,wie ich von Tag zu Tag abgebrühter und auch gleichgültiger werde,was den Markt angeht.
Im Moment versuche ich es auch mal wieder gegen den Trend im AUD/USD....und wenn der nicht bald fällt und zwar so richtig...dann weiß ich's auch nicht.... ;D

Wie dem auch sei...viel Erfolg weiterhin...das wird schon.


LG,Rita
Wähle das Ziel und liebe den Weg !

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« Antwort #14 am: April 11, 2011, 18:39:49 pm »

 

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