Autor Thema: 15000 aus 500  (Gelesen 1837 mal)

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Re: 15000 aus 500
« Antwort #30 am: Oktober 08, 2011, 21:04:08 pm »
Jeder muss für sich entscheiden, was richtig ist. Wenn jemand in der Lage ist, einen mentalen Stop zu setzen und ihn dann auch auszuführen, dann soll mir das Recht sein.

Einfaches Beispiel. Der Trader geht einen Long-Trade ein und setzt seinen SL unter ein markantes Low. Ein anderer Trader tut genau das Gleiche, setzt aber keinen SL. Er hat aber die gleiche Marke im Chart im Visier. Soll heißen, er wird schauen, wie der Kurs sich verhält.

Es kommt, wie es kommen muss. Der Kurs fällt und durchbricht das Low. Der Trader mit SL wird ausgestoppt.

Bei dem anderen Trader gibt´s jetzt zwei Szenarien. Der Kurs dreht wieder impulsiv Richtung long. Der Trader ist nicht ausgestoppt, sieht das an diesem Level Käufer in den Markt kommen und hat im besten Fall keinen Verlusttrade, weil er keinen SL gesetzt hat. Im anderen Fall sieht er, dass der Kurs durchrauscht, schließt die Position und hat auch einen Verlusttrade. Hier kommt er entweder leicht besser oder leicht schlechter aus dem Markt.

Vorteil - kein SL, weil es hier ein Szenario gibt, was als möglicher Gewinn endet, während der SL-Trader definitiv ausgestoppt ist.

Wo die Sache interessant wird, ist, wenn der No-SL-Trader es nicht schafft, die Position zu schließen, weil er sich den Trade schönredet und sich das nächste Tief raussucht, wo der Kurs ganz bestimmt drehen muss. Auch hier wird das Spiel oft gut gehen und das ist genau das Problem. Es lehrt den Trader, dass es vernünftig ist, ohne SL zu handeln und Positionen auch dann nicht zu schließen, wenn ein Level, wo der mentale SL gesetzt war, erreicht wurde und die geplante Trendrichtung nicht wieder aufgenommen wurde. Dies führt dazu, das dieses Verhalten solange wiederholt wird, bis irgendwann wirklich der Tag X kommt, der das Konto in den Margin-Call führt.

Es gibt also wirklich kein richtig oder falsch. Das entscheidende Kriterium für den Handel ohne SL ist, ob der Trader die Stärke hat, einzusehen, wann er falsch liegt und den Trade zu schließen. Hat er die nicht, ist ein SL dringend zu empfehlen. Hat er sie, hoffe ich, dass sie ihm nie abhanden kommt.

Ich persönlich handle mit SL. Und in 80% der Fälle läuft der Kurs auch noch deutlich hinter meinen SL, was mir die Richtigkeit der Stop-Setzung bestätigt. Wer feststellt, dass in mehr als 50% der Fälle der Kurs nur den SL reißt und der Kurs dann wieder die "richtige" Richtung einschlägt, sollte an der Auswahl seiner SL-Level arbeiten oder ohne SL arbeiten. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass der Großteil der Trader beim Handel ohne SL zum Scheitern verurteilt ist, weshalb ich persönlich immer empfehle SL zu setzen und auch einzuhalten. Wer ohne SL erfolgreich ist, dem sei es gegönnt und wie gesagt, wünsche ich dem Trader die Kraft und Konsequenz, den mentalen SL immer auch auszuführen.
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

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Re: 15000 aus 500
« Antwort #30 am: Oktober 08, 2011, 21:04:08 pm »

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Re: 15000 aus 500
« Antwort #31 am: Oktober 09, 2011, 11:52:02 am »
Habe mich die letzten Paar Tage intensiv damit beschäftigt,
und komme immer mehr zu der Erkenntnis das es möglich ist.

und gerade weil so viele Leute schreiben Handle NIE ohne SL, der Tod für den Account usw
kommt es mir so vor, als wäre es eine 'Wahrheit' die einfach so durch gereicht wird..
Finde so lange man nicht die eingetretenen Pfade verlässt, kann man auch nichts neues entdecken.

Wobei wir hier ja moderat sind, jeder hat seine Meinung und wir haben
uns ja schon geeinigt das es auf den Trading Still ankommt und was jeder machen will bzw. erwartet..
In ff com werden Sie gerade beleidigend.. Die sind so lächerlich, manche da..


Zitat
Schlussendlich würde dies bedeuten, dass es egal ist, ob man eine Order aussitzt und ewig offen lässt. Wichtig ist, weiterhin Signale einzugehen, damit die Equity trotzdem steigt.

Hab ganz vergessen das du das geschrieben hast, ja zu der erkenntnis bis ich gestern Nacht auch gekommen.

Zitat
Das mag sein, aber die haben mit diesen Trades sehr wahrscheinlich auch nur 0,5% (wahrscheinlich sogar weniger) des Portfolios riskiert. Wie tief deren Taschen sind, könnt Ihr Euch also ausrechnen

Eben, und das kann man (zwar auf kleiner Ebene, aber immerhin) kompensieren mit sehr kleiner Lotzahl und geringer Leverage finde ich.

Sollte man dann sein Account nach einem Jahr von 1000 auf 2000 erhöht haben, kann man drüber nachdenken
mehr Geld in die Taktik reinzupumpen.

Schlussendlich läuft es in die Richtung die ich schon lange vertrete.
Desto mehr Geld desto weniger Risiko.. Es ist ein gewaltiger unterschied ob man mit 100 € Forex tradet   
oder mit 100K dabei ist..

Wenn ich schon die Kurssprünge sehe von 100 pips und mehr bei News, da kann man schon zu 99 %
davon aufgehen das man abgeräumt wird wenn man einen trade in H1 offen hat und nach hause kommt.

Geppart mit dem Zitat oben, ist es ein Versuch Wert.
Und da wie ich immer wieder erwähne kein Hedging möglich ist   :'(
müsste man die Zahl der WPs stark erhöhen.

Leider verschlingt das Scalpen fast meine ganze Zeit, aber werde das mal in Angriff nehmen in den nächsten Monaten.
Wäre eine Schande es nicht auszuprobieren.

Aber 10 oder mehr paare ständig im Auge zu behalten ist viel Arbeit, schade das der Tag nicht 48 Stundne hat. Mindestens.. Muss auf die Venus umziehen..

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Re: 15000 aus 500
« Antwort #32 am: Oktober 09, 2011, 12:21:42 pm »
du kannst aber auch gut und gerne ja auf eine höhere TF wechseln. zb. nutzt du ja im moment auch 4h. dort hast du alle zeit der welt um entscheidungen zu treffen und aber auch trades auszusitzen.


ganz wichtig ist es aber, dass du in anderen paaren weitere signale eingehst. und komme nicht in versuchung eine währungsgruppe zu überexposen. also keine 5 signale in xxx/JPY paaren eingehen. das erhöht nur das risiko.


und vorallem einen notstop setzen wenn du in kleineren TF's unterwegs bist. auch muss der handelsstil überdacht werden, wel man dann anders handelt. und sitze trades nicht ewig aus. es gibt nunmal einen punkt wo es sich nicht mehr lohnt hinterher zu laufen.


auch hast du, wenn du für dich selber handelst, die möglichkeit deinen offenen DD selbst zu bestimmen. das führte leider zu einem knick in meiner performance, weil ich an vorgaben gebunden war. denn genau in dem moment als ich die reisleine zog, ging der kurs in die analysierte richtung. das war halt pech. aber auch mein fehler, da ich eigentlich hätte schon längst aus dem trade hätte sein können.
wichtig ist auch die rangestatistik der einzelnen paare welche gehandelt wwerden zu kennen.
vergesse trotzdem nicht, die übergeordnete marktphase.


im grunde ist das handeln ohne SL ähnllich dem mit SL. in beiden methoden versucht man seine verluste wieder reinzuholen.
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Re: 15000 aus 500
« Antwort #33 am: Oktober 09, 2011, 12:41:14 pm »
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du kannst aber auch gut und gerne ja auf eine höhere TF wechseln. zb. nutzt du ja im moment auch 4h. dort hast du alle zeit der welt um entscheidungen zu treffen und aber auch trades auszusitzen.

Genau das war auch einen der initiations gründe für meine no SL Überlegungen.
Wie du gemerkt hast ist es da gerade ruhig geworden. Meine super tolle Performance wurde da mit nur 2-3 SL 400
gekillt, und der Preis hat dann gleich anschließend gedreht
  So nicht mehr..


ganz wichtig ist es aber, dass du in anderen paaren weitere signale eingehst. und komme nicht in versuchung eine währungsgruppe zu überexposen. also keine 5 signale in xxx/JPY paaren eingehen. das erhöht nur das risiko.

Ja, gute Regeln, bin gerade am Regeln sammeln.. Muss ich mir aufschreiben.


und vorallem einen notstop setzen wenn du in kleineren TF's unterwegs bist. auch muss der handelsstil überdacht werden, wel man dann anders handelt. und sitze trades nicht ewig aus. es gibt nunmal einen punkt wo es sich nicht mehr lohnt hinterher zu laufen.

Ich denke eher das der no SL  in gröseren TFs erfolgreicher ist..  Kleine zwar auch..Allein das was du grad oben geschrieben hast erfordert viel Überlegung..auch hast du, wenn du für dich selber handelst, die möglichkeit deinen offenen DD selbst zu bestimmen. das führte leider zu einem knick in meiner performance, weil ich an vorgaben gebunden war. denn genau in dem moment als ich die reisleine zog, ging der kurs in die analysierte richtung. das war halt pech. aber auch mein fehler, da ich eigentlich hätte schon längst aus dem trade hätte sein können.
wichtig ist auch die rangestatistik der einzelnen paare welche gehandelt werden zu kennen.vergesse trotzdem nicht, die übergeordnete marktphase.

Könntest du dazu ein wenig mehr schreiben, da bin ich noch sehr am überlegen wie ich das einbaue..Und welche WP in welcher Kombination dafür geeignet sind.

im grunde ist das handeln ohne SL ähnllich dem mit SL. in beiden methoden versucht man seine verluste wieder reinzuholen.Ist nen absoluten lost trade mit nem win trade zu kompensieren eine Möglichkeit das zu machen ??Vorrausgesetzt man hat %ual mehr win wie lost trades. Wie bei allen ist der richtige Einstieg am wichtigsten denke ich..
« Letzte Änderung: Oktober 09, 2011, 12:45:09 pm von Katakuja »

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Re: 15000 aus 500
« Antwort #34 am: Oktober 09, 2011, 18:13:29 pm »
Rein von der Überlegung her. Wäre es gut anti-Korrelation WPs zu nehmen?

Zb. Eur/Usd und Usd/Chf ?

Wenn man in dem ersten Long ist, den zweiten dann ausschließlich Short oder gar nicht traden..


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Re: 15000 aus 500
« Antwort #35 am: Oktober 10, 2011, 06:46:39 am »
Nimm noch EUR/CHF dazu dann hast du ein schönes Währungsdreieck. Und das kann man sehr schön traden...
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Re: 15000 aus 500
« Antwort #36 am: Oktober 10, 2011, 15:51:56 pm »
Zitat
denn genau in dem moment als ich die reisleine zog, ging der kurs in die analysierte richtung.


Das ist mir auch schon so oft passiert.  :P
Mögliche Erklärung für dieses Phänomen wäre für mich,daß das irgendwie konform mit dem Phänomen "am Ende der Bewegung einsteigen" geht....oder aber auf platt deutsch..."die Schmerzgrenze wird offenbar genau dann/erst dann  erreicht,wenn die Bewegung sowieso schon ausgelutscht ist.
Irgendwie seltsam das Ganze. o_O

Wie dem auch sei.
Ich hab mir angewöhnt,daß ich bei Erreichen der Schmerzgrenze doch  noch einen SL von 10 setze und dann abwarte,was der Markt macht.
Auf die 10 Pipse kommts dann auch nicht mehr an.
Ach so,ein NotSL ist immer drin.

LG,Rita

P.S. Letzte Woche hätte ich mir in den Allerwertesten beissen können.SL vom PSar im Daily EUR/USD gerrissen um 10 Pipse später zu fallen wie ein Stein und ich war nicht am Rechner. :'(
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Re: 15000 aus 500
« Antwort #37 am: Oktober 10, 2011, 17:08:02 pm »
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Zitat
denn genau in dem moment als ich die reisleine zog, ging der kurs in die analysierte richtung.


Das ist mir auch schon so oft passiert.  :P
Mögliche Erklärung für dieses Phänomen wäre für mich,daß das irgendwie konform mit dem Phänomen "am Ende der Bewegung einsteigen" geht....oder aber auf platt deutsch..."die Schmerzgrenze wird offenbar genau dann/erst dann  erreicht,wenn die Bewegung sowieso schon ausgelutscht ist.
Irgendwie seltsam das Ganze. o_O

Die Erklärung ist eine ganz einfach. Die Male bei den der Preis nach der Reißleine noch 100 Pips weiter gegen ein ging behälst du einfach nicht im Kopf. Ist ja dann nichts besonderes, aber wenn der Preis dann dreht und man sich ärgert prägt es sich ein schon kommt es zum subjektiven empfinden das der Preis sich erholt sobald man aussteigt. Kannst du auf ganz viele Sachen im Alltag übertragen.

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Re: 15000 aus 500
« Antwort #38 am: Oktober 10, 2011, 17:36:37 pm »
Stimmt. ;)

Für sowas wär'n Tagebuch gut.
Das nehme ich mir auch immer wieder vor,aber über 2 Tage bin ich nie hinausgekommen. :-\
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Re: 15000 aus 500
« Antwort #38 am: Oktober 10, 2011, 17:36:37 pm »


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