Autor Thema: Pleiten, Pech und Pannen  (Gelesen 1084 mal)

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Pleiten, Pech und Pannen
« am: April 02, 2009, 23:31:07 pm »
Hallo zusammen
Jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden.
Also, eigentlich wollte ich reich werden als ich mit meinem ganzen Geld, 60.000 Euro im Jahr 2000 an die Börse bin. 2007 waren nur noch 10.000 übrig.
Bin damals auf die Forex aufmerksam geworden. Seit dem habe ich unzählige Signalanbieter probiert, kann Euch sagen, sind alle nichts Wert.
Bin bei vielen Managed Accounts gelandet, auch alle miste, einer hat aus $13.000 in zwei Wochen $10.000 gemacht.
Wenn ich selbst trade ist auch nichts. Heute will ich mit 0,8 Lot einen Trade eröffnen, und was mache ich? Meine Kinder schreien im Hintergrund und ich sehe plötzlich dass es 8 Lot sind und bin plötzlich $800 im Minus. Ihr könnt Euch vorstellen, wie ich im Schockzustand war. Zum Glück hat der Kurs gedreht und ich konnte froh sein nur $160 zu verlieren. Es sind nur noch $8.000 übrig. Wenn ich wüsste wie, würde ich Euch diesen Trade hier hineinstellen. Wer bietet mehr?( wer ist ein grösserer Idiot?)


Forexfabrik

Pleiten, Pech und Pannen
« am: April 02, 2009, 23:31:07 pm »

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Re: Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #1 am: April 02, 2009, 23:56:06 pm »
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Wer bietet mehr?( wer ist ein grösserer Idiot?)

In reinen Zahlen kann ich nicht mithalten. Ich hab mal durch pures Glück (wobei ich schon eine Strategie hatte) aus 1.600€ innerhalb von zwei Wochen 13.000€ gemacht, nur um danach in fast ebenso kurzer Zeit wieder alles zu verlieren....
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

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Re: Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #2 am: April 03, 2009, 09:33:55 am »
In reinen Zahlen kann ich auch nicht ganz mithalten.
Hab im Jahr 2000 auch mal mit ein paar tausend Mark damals angefangen,
mit Optionsscheinen zu zocken (anders kann man es aus der jetzigen Sicht nicht nennen),
hab auch ordentlich Geld gemacht (am Höchststand ca. 40.000 Mark),
was ich aber dann auch sehr schnell wieder verloren hab, so dass ich zumindest bei einer schwarzen Null gelandet bin.

Beim Forex-Traden hab ich auch schon Live-Konten zerschrottet. Allerdings waren die von den Beträgen her eher zu vernachlässigen.
Aber es ist immer wieder schön zu lesen, dass man nicht allein ist. (Sorry nejlepsi)

Bildchen reinstellen:
Hardcopy machen, mit einem Bildbearbeitungsprogramm als Datei speichern,
beim antworten im Forum auf "Erweiterte Optionen" gehen, und dann die Datei hochladen...
Lebe nicht um zu arbeiten, sondern arbeite um zu leben.

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Re: Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #3 am: April 03, 2009, 14:24:31 pm »
@ nejlepsi: nimms sportlich, anderer verlieren auch mit 0,8 Lots $160 ::)  ;D

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Re: Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #4 am: April 03, 2009, 15:48:24 pm »
Die $160 sind kein Problem, nur dass ich so unfähig bin. Es war gestern kurz vor der Zinsentscheidung EUR/USD, hätte ich 3-4 Minuten zugewartet hätten es sogar $1.300 Gewinn sein können, bevor es einen Schub nach oben gab. Zum völlig falschen Zeitpunkt wären $4.000-$6.000 in 10 Sekunden weg gewesen.

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Re: Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #5 am: April 03, 2009, 16:18:40 pm »
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Die $160 sind kein Problem, nur dass ich so unfähig bin. Es war gestern kurz vor der Zinsentscheidung EUR/USD, hätte ich 3-4 Minuten zugewartet hätten es sogar $1.300 Gewinn sein können, bevor es einen Schub nach oben gab. Zum völlig falschen Zeitpunkt wären $4.000-$6.000 in 10 Sekunden weg gewesen.

Das ist Dein Problem. Du willst zu viel in zu kurzer Zeit. Wer innerhalb von wenigen Sekunden 4.000$-6.000$ verdienen kann und lediglich 8.000€ aufm Konto hat, benutzt einen viel zu großen Hebel und ist zu gierig. Deshalb wird man immer das falsche Tun. Man hofft auf den großen Wurf, er kommt nicht und man wird ausgestoppt. Dann geht man wieder rein, will diesmal vorsichtiger sein und nimmt schneller Gewinne mit und diesmal geht der Markt ab wie Schmitz Katze und das wechselt sich regelmäßig ab und dabei wird das Konto immer kleiner und kleiner.

Meine Empfehlung kann daher nur lauten:

Stopp den Live-Handel. Beschäftige Dich mit den Themen Risiko- und Moneymanagement und auch mit Markttechnik und Price Action. Das indikatorenbasierte vollautomatische Handelssysteme auf lange Sicht nicht funktionieren, hast Du ja schon ausreichend erfahren dürfen.

Beginne, das Trading als das zu betrachten, was es ist - ein Business und eines der härtesten der Welt. Erfolg beim Trading ist kein Sprint, sondern ein Marathon.
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Re: Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #6 am: April 03, 2009, 16:53:24 pm »
Wie gesagt die 8 Lot waren ein Irrtum, keineswegs geplant.

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Re: Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #7 am: April 03, 2009, 17:07:09 pm »
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Wie gesagt die 8 Lot waren ein Irrtum, keineswegs geplant.

Okay, dann werden auf 4.000$-6.000$ 400$-600$. Auf 8.000€ sind das immer noch zwischen 0,5% und 0,75%. Damit sich bei mir was pro Währung um 0,5% bewegt, brauchts teilweise Stunden, manchmal Tage.

In meinen Augen ist Dein Risiko zu hoch.
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Re: Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #8 am: April 03, 2009, 18:26:07 pm »
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Wie gesagt die 8 Lot waren ein Irrtum, keineswegs geplant.

Okay, dann werden auf 4.000$-6.000$ 400$-600$. Auf 8.000€ sind das immer noch zwischen 0,5% und 0,75%. Damit sich bei mir was pro Währung um 0,5% bewegt, brauchts teilweise Stunden, manchmal Tage.

In meinen Augen ist Dein Risiko zu hoch.

Kann dir da zustimmen. Reif für den Live Handel ist man wenn man sich nicht mehr reich rechnet.

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Re: Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #9 am: April 05, 2009, 01:32:07 am »
Hi nejlepsi,

ich erinnere mich immer sehr ungern an einen Tag im Jahr 2002, als ich im Direkthandel bei Lang & Schwarz einen Optionsschein (ein Put) auf den Dax gekauft habe. Ich hatte Spätdienst in der Redaktion und es war nix mehr zu tun - also ran an die Buletten und für 0,11 Euro eingekauft für insgesamt rund 1500 Euro. Der Chart sah einfach nach extremem Absturz aus. Kurz vor dem außerbörslichen Handelsschluss um 23 Uhr habe ich kalte Füße gekriegt und das Teil für 0,12 Euro wieder verkauft. Der Schein war 1 Tag vor dem Verfall und wäre noch bis zum Mittag des nächsten Tages im Direkthandel handelbar gewesen. Zum Zeitpunkt des Verfalls war er etwa 50 Punkte aus dem Geld. Am nächsten Morgen wäre er gegen 11 Uhr 2,24 Euro und zum Verfall über 3 Euro wert gewesen. Somit also fast 50.000 Euro in den Sand gesetzt. Da habe ich lange dran zu knacken gehabt - besonders deshalb, weil die Einschätzung der Kursentwicklung völlig exakt war, nur das Timing eben um ein paar Stunden verschoben. Viele von Euch werden das kennen: Der Markt kann einen fürchterlich mürbe machen...

@TJPLD:

Beim Thema "Reich rechnen" stimme ich dir zu, wenn die gesamte Motivation zum Trading daraus besteht, im Zeitraum A die Summe B zu erarbeiten - dazu allerdings jeder Plan fehlt. Andererseits können Zahlenspielereien doch sehr hilfreich sein, sich Ziele zu setzen und anhand derer zu überprüfen, wo man steht. Unterm Strich kommt es einzig und allein auf eine Sache an: die Konstanz. Und die muss sich jeder hart erarbeiten. Sobald ich als Trader auf die Konstanz meines Tuns bauen kann, darf ich auch Zahlenspiele durchspielen. Und die können durchaus hilfreich sein, was die Formulierung von Zielen und die Definition von täglichen (oder wöchentlichen, monatlichen) Gewinnen und Verlusten angeht.

Wäre ich a) verbeamteter Lehrer (und müsste mich nicht um regelmäßige Einkünfte scheren)  und b) davon überzeugt, dass unser Währungssystem bis zum Sanktnimmerleinstag weiter wie bisher funktioniert, würde ich heute mit 100 Euro beginnen und mir ein Ziel von 5 Prozent Plus monatlich setzen, um in 20 Jahren 11 Millionen erarbeitet zu haben (Quellensteuer mal außen vor). Konstanz ist etwas Phantastisches, nicht wahr? Unglaublich die Chancen, die sich einem bei dementsprechenden Spielereien mit einem Plus pro Woche oder pro Tag eröffnen. Es geht ausschließlich um die Konstanz!

Sicherheit, System, Plan und natürlich Selbstvertrauen führen letztendlich zu konstantem Trading. Jeder wird seinen Markt finden, an dem er sich wohl fühlt und an dem er Phänomene entdeckt, mit denen er durch seine Strategie Geld verdienen kann. Ein Glückspilz (one in a million) schafft das sicherlich vom Start weg - für alle anderen ist das harte Arbeit. Schweiß, Tränen und schmerzhafte Verluste inklusive.

Ich warne alle davor, die gestern etwas über die Chancen des weltweiten Derivatehandels gehört haben, morgen all ihre Hoffnungen darin zu setzen, um übermorgen Cocktails auf den Caymans zu schlürfen.

Ich ermutige gleichzeitig alle zum Trading, wenn sie sich sicher sind, einen Weg für sich gefunden zu haben. Ausgedacht, getestet, verworfen, neu entwickelt, erneut erfolglos, modifiziert, im Test profitabel usw. usf. Ist deine Erfindung reif für den Markt? Schlägt sie die Konkurrenz? Dann ran!

Jetzt ist es auch erlaubt, sich rechnerische Ziele zu setzen. Und wenn die Konstanz vorhanden ist, darf es auch sozialistisch mit 5-Jahres-Plänen sein. Mancher ist erstaunt, was dabei rumkommt. Oder besser: rumkommen kann. Wie gesagt: Es zählt nur die Konstanz...

Beste Grüße! Detreda

PS: Das war kein Schuss vor den Bug von Lehrern, sondern lediglich ein Beispiel zur Darstellung von finanzieller Sicherheit und damit einhergehender Planbarkeit. Ich selbst möchte nicht da vorne stehen und mich tagtäglich von kleinen Monstern (mit Rückendeckung durch die Eltern) tyrannisieren lassen...

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Re: Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #10 am: April 05, 2009, 11:03:26 am »
Toller Beitrag! Hat mir gut gefallen. :)

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Re: Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #11 am: April 05, 2009, 12:44:12 pm »
Wobei die Rückendeckung das grösste Übel darstellt.

Bin übrigens auch kein Lehrer.

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Antw:Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #12 am: Juni 10, 2010, 10:57:47 am »
Hi Leute,

hier mal eine etwas andere Panne:

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Ich muss gestehen, ich kann mich einer gewissen klammheimlich Freude nicht erwehren.... ;D ;D ;D
Sommerzeit gefährdet Ihre Gesundheit! 

(aktueller chronobiologischer Erkenntnisstand)

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Antw:Pleiten, Pech und Pannen
« Antwort #12 am: Juni 10, 2010, 10:57:47 am »


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