Autor Thema: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale  (Gelesen 687 mal)

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60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« am: Dezember 16, 2011, 22:44:57 pm »
Hallo zusammen,

dies soll eine Neuauflage der Diskussion des EA 60x90 von Nanningbob sein. Die Handelsidee ist bereits in verschieden Es ist Dir nicht erlaubt Links zu betrachten. Registrieren oder Einloggen Themen diese Boards diskutiert worden und also für viele Member nicht wirklich neu.
Trotzdem ein ganz kleiner Ausflug zur Strategie:
Der EA basiert auf einem einfachen Moving Average (Gleitender Durchschnitt), welcher in regelmässigen Abständen über- / untereinander gelegt ist (siehe Pic01.jpg)
Die Handelsidee sagt, sobald eine neue Linie des EA vom Kurs berührt wird, wird ein Kauf / Verkauf in die Gegenrichtung (!) des offensichtlichen Trends geöffnet. Beim nächsten Level erfolgt erneut ein Kauf / Verkauf in die Gegenrichtung. Die Idee folgt der Theorie, dass Kurse immer wieder zu ihrem Mittel zurückkehren. Genau diese Theorie funktioniert in der Praxis nicht immer. Und damit sind wir genau beim Thema dieses Threads: Wie kann man den Totalverlust vermeiden?

Im Anhang findet Ihr ein ZIP-File mit dem Original-EA's von NanningBob, einer halbwegs deutschen Bedienungsanleitung und ein Excel zur Risikoberechnung. Weiterhin habe ich eine "optimierte" Version beigelegt, bei der alle nicht benötigten Variablen entfernt sind und die Geschwindigkeit für die Backtests optimiert ist. In dieser Version kann man nicht mehr die Handelsperiode im EA einstellen, sondern die Periode wird ausschliesslich vom Chart bestimmt. Dafür ist die Version allerdings 2,5 mal schneller. Um die Leistung dieses EA etwas zu untermauern, habe ich für ein paar Währungspaare meine Backtest-Ergebnisse für verschiedene Perioden hinzugefügt. Man möge mir bitte verzeihen, dass ich mir seinerzeit den Testzeitraum und Testbeginn nicht notiert habe.

Achtung: diesen EA bitte nur mit absolutem Verständnis für das eingegangene Risiko verwenden !!! Dieser EA kann bei unsachgemässen Gebrauch sehr schnell jedes (!) Konto auf Null setzen.
Daher möchte ich hier im weiter Verlauf mit Euch gemeinsam erarbeiten, wie man mit dem EA ohne dem Marginale-Risiko erfolgreich handeln kann.

Ich freue mich über Eure sachlicher Beteiligung!!


Forexfabrik

60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« am: Dezember 16, 2011, 22:44:57 pm »

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #1 am: Dezember 16, 2011, 22:49:24 pm »
so dee544 ... na dann hau man rinn ... ich würd sagen, da Du scheinbar mehr oder weniger allein bist auf weiter Flur mit dieser Geschichte - mach's eenfach - und dann stell doch nach längerer Zeit einfach mal Deine Ergebnisse via myfxbook.com-LINK rein - forward demo oder live - das wird dann Dein Prüfstein sein ... wünsche ehrlich viel Erfolg ! Auf das es Dir gelinge ... die Bändigung  :welldone: 8)
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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #2 am: Dezember 16, 2011, 22:52:21 pm »
Dadurch, dass du z.B. 5 Trades Short auf hast und bei einem Rücksezter ein Teil der Trades mit Verlust schliessen musst, aber ja Gewinn machen willst, bist du zu  martingale gezwungen was mit 100%iger Sicherheit zum Totalverlust des Kontos führt.  Hältst du für jedes Level die Positionsgröße gleich martingalisierst du im Grunde auch schon, da du deine Verluste im Ernstfall unnötig vergrößert hast. Endstation Kontoplatt auch in diesem Fall. Gegen den Trend immer wieder Gegenpositionen auf zu bauen ist einfach keine Strategie die ein positiven Erwartungswert hat sonst würde man sie erst garnicht mit Martingale behaften.

Ich nehme gerne Wetten an.

Macht man alle 90 Pips je eine Position mit einem Lot auf und das max. 5-mal und schliesst beim 6ten Level hat man Verluste von
90 Pips * 5 (für das am weitesten entfernte Level also Level 1) + 90 * 4 + 90*3 + 90*2 + 90 = 1350 Punkte
Wird das erste Level geöffnet und läuft in den TP hat man ein Gewinn von 60 Punkte. 1350:60 das sind natürlich Traumquoten.
« Letzte Änderung: Dezember 16, 2011, 23:09:37 pm von TJPLD »

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #3 am: Dezember 16, 2011, 23:11:07 pm »
hi dee,
alleine sterben is auch langweilig :) ich arbeite mich mal ein und probiere nur mit eu rum!

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #4 am: Dezember 16, 2011, 23:20:14 pm »
Wenn man sich selbst davon überzeugen möchte, dass daraus langfristig nichts wird dann auf keinen Fall mit echtem Geld!

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #5 am: Dezember 17, 2011, 00:39:00 am »
Marginale kann man vielleicht bändigen aber nicht Martingale  :D
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60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Martingale
« Antwort #6 am: Dezember 17, 2011, 09:53:08 am »
Prinzipiell hat man doch mit Martingale die sichere Wahrscheinlichkeit, dass das KONTO irgendwann weg und/oder null ist. Das stört mich jetzt prinzipell nicht, weil wenn ich unter normalen Umständen einen TRADE öffne, habe ich auch die sichere Wahrscheinlichkeit, dass dieser TRADE irgendwann weg und/oder null ist. Und wenn man diese Analogie hernimmt und ein TRADE mit einem KONTO vergleicht, kann auch Martingale sympatisch werden. Wichtig ist eben (wie es @daBuschi im Coin-Flip macht) den TRADE bzw. in diesem Fall das KONTO zu managen.

Kurz gesagt heißt das, wenn das Konto im MarginCall landet, muss ich vorher mindestens meine Einlage vom Gewinn schon abgezogen haben, um weiter traden zu können. Andererseits darf ich auch nicht zuviel vorweg abziehen, um dem KONTO sein Lauf zu gestatten, wenn es denn mal brummt (Trend).
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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #7 am: Dezember 17, 2011, 10:40:36 am »
Selbst wenn bringt dir das nichts. Hast du einmal dein Geld abgezogen (soweit kommt es meist garnicht) und schrottest danach den Rest was hat man nun gewonnen? Was willst du danach machen? Das abgezogene wieder einsetzten und dem Risiko aussetzten auch das noch zu verlieren um dann endgültig als Verlierer da zustehen?

Eine Strategie mit negativer Gewinnerwartung kann durch keine Tricks profitabel gemacht werden. Die Verluste sind automatisch größer als die Gewinne. Man muss sich einfach nur vor Augen führen das  man beim klassischen Martingale im 5ten Versuch 32 Euro riskiert um 1 Euro zu gewinnen spätestens hier sollte es Klick machen.

In der Konto = Tradebetrachtung wäre das das selbe wie jeden Trade einfach aus zu sitzen und ihn dann mit minimalem Gewinn zu schliessen. Nun irgendwann haut ein Trade soweit ab, dass im Konto einfach kein Geld mehr ist um noch weiter auf eine Erholung zu hoffen. Werden Verluste maximiert kennt das Konto langfristig nur eine Richtung.
« Letzte Änderung: Dezember 17, 2011, 10:43:55 am von TJPLD »

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #8 am: Dezember 17, 2011, 10:47:36 am »
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Marginale kann man vielleicht bändigen aber nicht Martingale  :D


Absolut !  Martingale führt zwangsläufig in den Bankrott , mal abgesehen man ist mit Mikrolot Trading  bei einem 100k Account zufrieden.
Wenn schon Martingale , dann würde ich nicht versuchen die Mathematik zu "bändigen", sondern versuchen es möglichst "auszureizen". Man findet im Netz  eine ganze Reihe extremer Grid.Martingale EA´s die über einen kurzen Zeitraum durchaus Traumergebnisse erzielen können, auch ohne größeren "Floating DD", bevor Sie zwangsläufig den Margin Call auslösen.
Wenn man das mit einem "Mini-Account" verbindet und "rechtzeitig"  sein Kapital abzieht , könnte sowas auch auf lange Sicht Gewinn machen.
Diesen "Spaß"  habe ich mir zwar noch nicht gegeben aber interessieren würde es mich

Ich hatte die EA hier im Auge Es ist Dir nicht erlaubt Links zu betrachten. Registrieren oder Einloggen , besorgt hab ich sie schon , mal sehen wie Sie mit ein paar Testkröten performed
« Letzte Änderung: Dezember 17, 2011, 11:01:56 am von blutkehlchen »

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #9 am: Dezember 17, 2011, 11:35:56 am »
es wäre klasse, wenn ihr über martingale etc. in eigenen  threads diskutiert ;D

ansonsten würde ich vorschlagen, @dee wendet mal die neue option der threadaussperrung an ;)

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #10 am: Dezember 17, 2011, 12:05:48 pm »
Ach sei mal nicht so , Martingale ist ja ein inhärenter Teil dieser Strategie so wie ich sie verstehe ...

@dee

Mich würde interessieren warum du anstatt der MA Bänder nicht die TMA_True Bänder verwendest , die sehen im optischen Backtest verdammt gut aus ohne zu repainten , an der Strategie selbst würde sich ja nichts ändern

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #11 am: Dezember 17, 2011, 15:17:23 pm »
@blutkehlchen bringt nichts. der TMA ist nichts anderes als ein LWMA dem als bänder ein ATR(x) als +-offset gegeben wird.


bist du dir sicher, dass du den TMAtrue betrachtest?
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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #12 am: Dezember 17, 2011, 17:02:32 pm »
Hallo zusammen,

Eure vielen Beiträge überraschen mich riesig. Ich hatte schon geglaubt, dass das Thema schon zu oft diskutiert worden ist. Deshalb ein fettes Danke an alle Interessierten.

Nun zu meinem ersten Thema des Threads: das Risiko

Ich habe mindesten 20 Bücher zum Thema Forex gekauft, gelesen und manchmal sogar verstanden  :-[ und mindestens ebensoviele Beiträge in diversen Foren. Wer das Risiko seiner Trades ausser acht lässt, sollte sein Geld besser spenden, versaufen oder verschenken. Damit macht man zumindest etwas mehr oder weniger sinnvolles.

Nach meiner persönlichen Einstellung sollte das Risiko pro Trade etwa 1 Prozent des Kapitals betragen, höchsten jedoch 2 Prozent.

Wenden wir diese Regel in aller Konsequenz auf den EA 60x90 an! Zur Berechnung habe ich ein kleines Excel im Anhang hinterlegt.

Im Moment möchte ich die zu handelnde Währung auf EURUSD einschränken (zu viele Variablen führen zu hoher Komplexität und das ist zu schwierig für mich  :-" ).

Weiterhin möchte ich darum bitten, meine leichten Ungenauigkeiten an der ein oder anderen Stelle zu entschuldigen (damit ich von Euch nicht zerfleischt oder zerrissen werde).
Ich möchte lediglich das Prinzip des Umgang des Risiko mit dem EA 60x90 darstellen!!!

Das Risiko bestimmen im Wesentlichen bei diesem EA folgende Parameter:
  • Lots (Startgrösse)
  • MaxTrades (Anzahl der Level)
  • Multiply (Faktor der Marginale)
  • Pips (Abstand zum nächsten Level)
  • StopLoss (Ausstieg aus dem Trade), sollte ein ganzzahliges Vielfaches von Pips sein
  • Kapital (und damit unser 1% Risiko pro Trade)

Alle andere Parameter dienen sicherlich zur Anpassung des Gewinns und zum Ausschluss eventuell "störender" Einflüsse, aber sie beeinflussende das maximale Risiko des Trades nicht.
Der EA beendet nach dem Erreichen des ersten SL alle anderen Positionen mit der gleichen MagicNumber und dem gleichen Symbol.
Im Excel habe ich den maximalen Verlust pro Level und die Summe des Gesamt-Verlustes berechnet. Solange der Verlust unter 1 Prozent des Kapitals bleibt, bestimmt eigentlich nur noch die Anzahl der Gewinner und Verlierer, sowie die Höhe des Gewinns pro Trade, wann der EA uns Reich oder Pleite gemacht hat.

An alle Pessimisten: es kann also doch zu einem Margin Call kommen, man braucht nur die anderen Parameter schlecht genug einzustellen  :welldone:.

Wer sich nicht an diese Regel / Restriktion des Tradens hält, hat eigentlich schon heute sein Kapital verloren, wobei es völlig egal ist, ob dies mit einem EA oder beim manuellen Handel ist, oder ob man auf Basis Formationen, Konstellationen oder Indikatoren handelt.

Im anhängenden Bild habe ich eine gültige und eine nicht zulässige Einstellung des EA aufgezeigt.

Viel Spass beim rechnen und diskutieren!!

dee544
« Letzte Änderung: Dezember 17, 2011, 17:08:42 pm von dee544, Grund: Fehlerteufel!! »

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #13 am: Dezember 17, 2011, 17:16:38 pm »
Noch ein kleiner Nachtrag,

zwar habe ich schon seit Monaten den Test auf dem Demokonto laufen, aber ich teste auf den Demokonten mehrere EA, sodass keine klare Aussage zum 60x90 möglich ist, ohne den Kenntnissen, was ich sonst noch so "verbreche".
Daher eröffne ich ein extra Demokonto und veröffentliche es. Der Link folgt!

dee544

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #14 am: Dezember 17, 2011, 18:56:48 pm »
Hallo zusammen,

Hier ist nun der Link zum "öffentlichen" Demokonto: Es ist Dir nicht erlaubt Links zu betrachten. Registrieren oder Einloggen

Es werden folgende Paare gehandelt:
EURJPY M15,
GBPCHF M15,
GBPJPY M15,
NZDJPY H1,
GBPUSD H1,
NZDUSD H1,
EURUSD H1,
USDCHF H1,
AUDUSD H1,
CHFJPY H1
also 10 Währungspaare mit einem Gesamtrisiko von 1'235.2 Euro, also knapp 5 Prozent des Kapitals. Alle Paare haben die gleichen Einstellungen des EA.
MaxTrades = 5
StartLotSize = 0.01
Pips = 90
StopLoss = 450
Multiply = 3
Risk per Trade = 0,5%
Die Settings liegen als Anhang dabei. Erste Ergebnisse werden wir bestimmt am Montag sehen. Vielleicht noch eine Rahmenbedingung:
Es wird nicht manuell eingegriffen; ausser am Freitag Abend, falls ein Trade kurz vor TP ist, wird die Position manuell geschlossen, um dieser Position nicht einem unnötigen Gap des Wochenendes auszusetzten. Alle anderen Positionen laufen die gesamte Börsenzeit.
Der Rechner ist noch nicht vor Störungen (Stromausfall oder Internet) gesichert. Ausfälle sind also möglich.
« Letzte Änderung: Dezember 17, 2011, 19:00:13 pm von dee544 »

Forexfabrik

Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #14 am: Dezember 17, 2011, 18:56:48 pm »

 

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