Autor Thema: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale  (Gelesen 687 mal)

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #15 am: Dezember 17, 2011, 19:49:23 pm »
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Dadurch, dass du z.B. 5 Trades Short auf hast und bei einem Rücksezter ein Teil der Trades mit Verlust schliessen musst, aber ja Gewinn machen willst, bist du zu  martingale gezwungen was mit 100%iger Sicherheit zum Totalverlust des Kontos führt.  Hältst du für jedes Level die Positionsgröße gleich martingalisierst du im Grunde auch schon, da du deine Verluste im Ernstfall unnötig vergrößert hast. Endstation Kontoplatt auch in diesem Fall. Gegen den Trend immer wieder Gegenpositionen auf zu bauen ist einfach keine Strategie die ein positiven Erwartungswert hat sonst würde man sie erst garnicht mit Martingale behaften.

Ich nehme gerne Wetten an.

Macht man alle 90 Pips je eine Position mit einem Lot auf und das max. 5-mal und schliesst beim 6ten Level hat man Verluste von
90 Pips * 5 (für das am weitesten entfernte Level also Level 1) + 90 * 4 + 90*3 + 90*2 + 90 = 1350 Punkte
Wird das erste Level geöffnet und läuft in den TP hat man ein Gewinn von 60 Punkte. 1350:60 das sind natürlich Traumquoten.
Du hast Recht mit der Behauptung, dass die martingale notwendig ist, um im Verlustfall eines Levels mit Gewinn nach Hause zu gehen. Der Verlustfall tritt ein, sobald das letzte Level gerissen wurde.  :'( Dabei ist aber noch lange nicht das Konto platt, sondern nur das zulässige und maximal erträgliche Risko eingetreten. Solange die Häufigkeit und Höhe des Verlustes durch die Häufigkeit und Höhe des Gewinns überschritten wird, steht auf meinem Konto ein Plus. Immerhin braucht es eine Kursveränderung von 450 Pip ohne eine Erholung von etwa 90 Pip. Das ist aber eine andere Sicht; die Häufigkeit von Ereignissen. Das möchte ich in den nächsten Tagen betrachten. Vielleicht kannst Du mir dabei helfen?!

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #15 am: Dezember 17, 2011, 19:49:23 pm »

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #16 am: Dezember 17, 2011, 19:55:13 pm »
Eine kleine Bemerkung am Rande. Nicht um, den EA zu verschönern etc. Du sollest die Auswahl deiner Paare auf schwach Volatile Paare reduzieren, sowie Paare welche kaum Trends aufweissen. Daher ist auch die Einstellung der TP's, SL's und Levelabstände durchaus für jedes Paar anders zu wählen.
Auch würde ich mir überlegen, ob am eigentlichen TP ein BE für alle Orders gesetzt wird bzw. ein Trailing einsetzt.
Rein rechnerisch steht dem SL verlust gegenüber dem Gewinn im ersten Level ein unbeschreiblich schlechtes CRV gegenüber. Ein SL verlust bedeuted mind 22,5 TP's mit nur einem Level.
Wenn du Tatsächlich mal eine Trendwende erwischt die vielleicht 10 Jahre anhält, dann bringt das sehr viel mehr Geld ein, als ein TP von 60 Pips mit nur 0.01 Lot.


Ansonst viel Spass beim testen.
« Letzte Änderung: Dezember 17, 2011, 19:56:48 pm von PriNova »
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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #17 am: Dezember 17, 2011, 20:05:43 pm »
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Eine kleine Bemerkung am Rande. Nicht um, den EA zu verschönern etc. Du sollest die Auswahl deiner Paare auf schwach Volatile Paare reduzieren, sowie Paare welche kaum Trends aufweissen. Daher ist auch die Einstellung der TP's, SL's und Levelabstände durchaus für jedes Paar anders zu wählen.
Auch würde ich mir überlegen, ob am eigentlichen TP ein BE für alle Orders gesetzt wird bzw. ein Trailing einsetzt.
Rein rechnerisch steht dem SL verlust gegenüber dem Gewinn im ersten Level ein unbeschreiblich schlechtes CRV gegenüber. Und wenn du Tatsächlich mal eine Trendwende erwischt die vielleicht 10 Jahre anhält, dann bringt das sehr viel mehr Geld ein, als ein TP von 60 Pips mit nur 0.01 Lot.
Die Auswahl der Paare und Optimierung ist bestimmt nicht optimal. Aber genau deshalb habe ich die Paare gewählt! Eigentlich möchte ich einen Verlust provozieren, damit selbst die totalitären Kritiker sehen, dass ein Verlust zum normalen Trading gehört und nicht gleich ein Konto leert.
Meine Tests (siehe Anhang Post #1 ) haben Deinen Empfehlungen schon recht gegeben. Die TP und SL sind je Paar sehr unterschiedlich.
Zwar glaube ich nicht an 10 jährige Trends, aber mit Deiner Idee der Anpassung des Ausstiegs liegst Du seeeeehr richtig. Ich hoffe, das DaBuschi die beste Regel der Welt für einen Goldenen Ausstieg findet  ;)

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #18 am: Dezember 17, 2011, 20:17:58 pm »
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Ach sei mal nicht so , Martingale ist ja ein inhärenter Teil dieser Strategie so wie ich sie verstehe ...

@dee

Mich würde interessieren warum du anstatt der MA Bänder nicht die TMA_True Bänder verwendest , die sehen im optischen Backtest verdammt gut aus ohne zu repainten , an der Strategie selbst würde sich ja nichts ändern
Eigentlich ist der Grund des Einstiegs für diese Strategie nicht wichtig. Man könnte auch Bollinger Bänder, den Kama oder sonstiges nehmen. Im Grunde möchte ich die Idee des Schöpfers nicht mehr als notwendig modifizieren.
Hier geht es ehr um die Funktionsweise des Handelns. Diese scheint (auch bei Dir) sehr umstritten zu sein. Leider habe ich in der Vergangenheit keine (!) echten Gründe gehört, warum das Konto geleert werden sollte. Es wird von vielen Membern behauptet und jemand der es erlebt hat, sagt, dass er eingegriffen hat, um zu "scheinbar" retten.
Ich behaupte, dass man mit bewusst eingegangenem Risiko nicht unbedingt ein leeres Konto haben muss.

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #19 am: Dezember 17, 2011, 20:45:32 pm »
nach meinen testläufen kannst die settings knicken ;D

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #20 am: Dezember 17, 2011, 20:49:18 pm »
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nach meinen testläufen kannst die settings knicken ;D
Danke pingipong!
Geht es etwas genauer? Was hast Du getestet (Währung, Timeframe, Zeitraum mit den 60x90-Standardsettings)???
Und das Ergebnis?
--> Zusatz: ich habe mit diesen Settings nicht vor Gewinne zu erzielen, sondern möchte ich nur den Nachweis erbringen, dass ein Verluste nicht automatisch das Konto platt machen. Dass jedes Währungspaar eigene Einstellungen benötigt, ist sonnenklar (siehe Testergebisse aus anderen Threads und meinen Test aus dem ersten Post)
« Letzte Änderung: Dezember 17, 2011, 21:09:34 pm von dee544, Grund: --> zusatz »

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #21 am: Dezember 17, 2011, 22:35:17 pm »
Jo, meine Arbeitsweise is schon anders - ich will Kohle verdienen!!!!!!

EA - Optimierte Version nur EUR/USD Startkapital 1000,- EURO

Also, ich habe heute den ganzen Tag mit allen möglichen Variationen den den EA mit EUR/USD durchlaufen lassen. Nachdem der erste Durchlauf schon ätzend war, bin ich in den Code rein
und habe 2 Sachen geändert.

Ich bin ich dann relativ schnell auf den beigefügten Lauf gekommen, der aber immer noch in den 6 Monaten einen heftigen DD erlebte. Ist aber für mich kein Problem, da ich ab ca. 250 Pkt Minus
manuel eine Hedgeorder installieren werde.

Ergebnis: BOB-KONSERVATIV;

Bei der Erforschung des September DD, bin ich glücklicherweise auf eine andere Vorgehensweise gekommen und habe einem weiteren EA durch den Sept. durchlaufen lassen. Man muss dazu sagen, dass es immer meine Premisse war und ist, einen EA, in ein relativ enges Finanzkorsett zu zwingen. Also habe ich den anderen EA nur mit 100 Eur. Startkapital ausgestattet und gleich noch konservervative Grundeinstellungen vorgenommen und dann laufen lassen.

Ergebnis knapp 5 Monate: S-LAUF-KONSERVATIV;durchgängig 0.01 Lot

Ehrlich gesagt, war etwas sprachlos; Zog dann die Stellschrauben an und dann kam das heraus!

Ergebnis knapp 5 Monate: S-LAUF-MODERAT;sukzessives Aufstocken der Lotanzahl, start 0.01 Lot


Wie wir ja alle wissen, sind Backtest im Prinzip witzlos aber die Programmlogik lässt sich damit schon mal genau abprüfen. Wenn aber nur zu 50% der dargestellten Ergebnisse zuerst im Demobetrieb eingefahren werden, dann habe ich hier nen Juwel rausgefiltert :)
Immer vor Augen halten, das Initialrisiko ist 100 Euro!!!!!!

Ok, ich werde ab Montag ein Demokonto mit dem von mir modifizierten BOB-EA starten und den Reservealgorithmus auf dem gleichen Account mitlaufen lassen, sofern Mt4 beide zusammen akzeptiert. Die Ergebnisse kann dann von Interessierten auf myfxbook abgerufen werden.

Sollten Fragen auftauchen, ich halte ich mich erstmal bedeckt und warte Ergebnisse ab :-[(zum Kasper kann ich mich immer noch machen 8)

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #22 am: Dezember 17, 2011, 23:20:07 pm »
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Ich nehme gerne Wetten an.

Macht man alle 90 Pips je eine Position mit einem Lot auf und das max. 5-mal und schliesst beim 6ten Level hat man Verluste von
90 Pips * 5 (für das am weitesten entfernte Level also Level 1) + 90 * 4 + 90*3 + 90*2 + 90 = 1350 Punkte
Wird das erste Level geöffnet und läuft in den TP hat man ein Gewinn von 60 Punkte. 1350:60 das sind natürlich Traumquoten.
Du hast Recht mit der Behauptung, dass die martingale notwendig ist, um im Verlustfall eines Levels mit Gewinn nach Hause zu gehen. Der Verlustfall tritt ein, sobald das letzte Level gerissen wurde.  :'( Dabei ist aber noch lange nicht das Konto platt, sondern nur das zulässige und maximal erträgliche Risko eingetreten. Solange die Häufigkeit und Höhe des Verlustes durch die Häufigkeit und Höhe des Gewinns überschritten wird, steht auf meinem Konto ein Plus. Immerhin braucht es eine Kursveränderung von 450 Pip ohne eine Erholung von etwa 90 Pip. Das ist aber eine andere Sicht; die Häufigkeit von Ereignissen. Das möchte ich in den nächsten Tagen betrachten. Vielleicht kannst Du mir dabei helfen?!

Natürlich kannst du durch vorraus Berechnung des Verlusts im Super-GAU einfädeln, dass nur die Hälfte des Kontos platt ist. Das ändert aber nichts daran, das die Minigewinne in keinem Verhältnis zu den dann auftrettenden Verlusten stehen. Du bleibst ja nichtmal bei +/- 0 Gewinn sondern treibst das Konto in den Boden, wenn du abwechselnd 1% gewinnst dann 1% verlierst und dann 1% gewinnst usw. Weil nach dem Gewinn das nächste 1% Abwärts schon größer sein wird als das was du davor gewonnen hast und mit dem verkleinerten Konto ist der nächste 1% Gewinn schon autom. kleiner als das was du vorher verloren hast. Kommst also nie mehr auf Break Even. Verschiebst du nun das Verhältnis von Gewinnen und Verlusten spielt dieser Effekt noch viel stärker gegen dich. Der EA rackert sich vielleicht mühsam auf 30% mit 50-60 Trades wird dann einmal ausgestoppt verliert 50% und muss dann 100% gut machen nur um an das alte Niveau wieder heran zu kommen. Das ist natürlich sehr ermutigend das der EA nach dem SL besser 3x performen muss um wieder neue Höchststände zu erreicht dafür naturgemäß auch viel länger braucht und mit längerer Zeit der nächste SL näher rückt.

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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #23 am: Dezember 18, 2011, 01:15:19 am »
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Eigentlich möchte ich einen Verlust provozieren, damit selbst die totalitären Kritiker sehen, dass ein Verlust zum normalen Trading gehört und nicht gleich ein Konto leert.

Aber wenn ein Verlust den Gewinn mehrerer Monate killt ist das für mich nicht akzeptabel. Und ein Verlust macht das Konto vielleicht nicht leer aber das wird nicht bei einem bleiben denn es gibt Marktphasen in den Jahren da ist der Markt einfach dynamischer und dann haut es dich gleich mehrmals hintereinander raus. Ich hab Martingal einige Zeit live getradet, habe das Konto traumhaft verdoppelt und dann hats 2x gekracht und ich war wieder beim Startkapital (trotz Multiplier von 0,6 der den MaxVerlust schon human gesenkt hatte). Wie auch immer optimiert oder mit hedgen oder sonstwie versucht zu kontrollieren ist in meinen Augen einfach Quatsch weil einfach der MM-Ansatz Sinnfrei ist. Es gibt sicher einige sehr gute Trader hier im Forum die den Ansatz bis auf die Knochen vertieft haben und trotzdem ist dieses Thema Geschichte geworden. Mit sowas kann man auf einem 100€ Konto spielen aber ganz ehrlich stell dir vor du hast ein großes Konto und ein Martingal-EA da würd ich nicht mehr ruhig schlafen bei diesem unbeschreiblichen CRV :D
Professionelles beständiges Trading ist was anderes das ist meine Meinung. Aber überzeuge uns vom Gegenteil viel Glück

LG
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Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #24 am: Dezember 18, 2011, 17:06:23 pm »
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Sollten Fragen auftauchen, ich halte ich mich erstmal bedeckt und warte Ergebnisse ab :-[(zum Kasper kann ich mich immer noch machen 8)

Immer her damit:)  Ich würde das Teil direkt auf nem Mini Account  live testen ...BT oder Demo sind nur gut umzu schauen  ob die Tradinglogik selbst Fehler hat, alles andere ist schon im live Betrieb zu testen meiner Meinung nach... BTW, eventuell habe ich das in deinem Beitrag überlesen, aber die beiden unteren Backtests sind ohne Martingale richtig?

Forexfabrik

Re: 60 x 90, oder der Versuch der Bändigung der Marginale
« Antwort #24 am: Dezember 18, 2011, 17:06:23 pm »

 

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