Autor Thema: EA Terminator  (Gelesen 679 mal)

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EA Terminator
« am: Januar 09, 2012, 06:22:30 am »
Hallo Leute,

Ich bin eigentlich nicht gerade ein Freund von EA's allgemein, bin aber jetzt auch kein Gegner. Ich habe über einen Zeitrahmen von ca. 2 Monaten von 2 Mitgliedern hier
aus dem Forum deren EA's auf myfxbook verfolgt. Am Anfang war ich etwas skeptisch, doch die Performance sprach für sich. So dass sich meine Vorurteile gegenüber
EA's etwas gemildert haben, so dass ich diesbezüglich neutral geworden bin.

Das einzige, was mir aufgefallen ist, dass die DD bei EA's gewaltig hoch sind, die Rede ist von 50% und mehr. Somit bin ich jetzt eigentlich etwas verwirrt, denn wenns
lauft, dann laufts wirklich sehr gut, bis dann eben der Tag X kommt und alles vernichtet. Man muss auch sagen, dass ich ein Laie bin was EA's angeht. Ich kenn eigentlich
nur die Grundkenntnisse des Programmierens, z.B. C++ und von der Robotik, Adept V+. Deshalb weiss ich jetzt nicht ganz genau ob das, was ich vorhabe, überhaupt
funktionieren kann.

Meine Idee ist es, einen halbautomatischen EA zu generieren. D.h. insofern wie, den EA als Trendfolge einzusetzen, der mir die Einstiege durch Erkennung von immer
wieder den gleichen Mustern, den Einstieg generiert. Den Ausstieg hingegen übernimmt man dann manuell. Man bleibt also im Trend solange treu, bis alle Kriterien
erfüllt bleiben. Bei den ersten Anzeichen wo die Kriterein nicht mehr erfüllt sind, steigt man diesbezüglich manuell aus.

Terminator: Halb Mensch, Halb Maschine
Terminator EA: Halb manuell, halb Computer

Das einzige Manko sind bei EA's diese gewaltige DD's. Man muss sich fragen, ob dieser DD, der nur an wenigen Tagen im Jahr vorkommt, diesen Stellenwert im Verhältnis
gemessen zu den Gewinnen, überhaupt geniessen darf. Logischwerweise NICHT.

Kann man diesbezüglich diesen DD auch begrenzen, so dass nicht erst bei 50% die Positionen glattgestellt werden, sondern dass z.B. bei einem DD von 5 oder 10%
schon alles glattgestellt wird? Wenn man einen nur bis zu 5 oder 10% zulässigen DD programmiert, kann es dann sein, dass die Gewinn Trades somit eingeschränkt
werden? Da bei den meisten EA immer wieder grosse DD bemerkbar sind, dann geh ich davon aus, dass wenn man einen DD von 5 bis 10% generiert, das ganze
System Probleme haben wird mit den Gewinntrades, da sie Probleme haben wird sich zu orientieren. Denn nach unten ist somit kein Platz, aber brauchen denn die
Trades diesen Platz, so dass sie sich an den Parametern orientieren können und nach verschiedenen Mustern generiert werden?

Wenn das tatsächlich so wäre und man dies nicht umgehen könnte, dann wär es eigentlich OK, den Trades diesen Platz nach unten zu gewähren, damit sie sich bilden können.
Deshalb ist meine Idee zu sagen. OK, ich gewähre den Trades diesen Platz oder Puffer, damit sie sich frei nach den Parametern gerichtet, bilden können. Aber wenn sie
sich gebildet haben übernehme ich selber die Verantwortung dessen und falls die Kriterien nicht mehr erfüllt sind, schreite ich manuell ein und verhindere somit DD von
50%.

Das andere was ich zu bezweifeln habe. Wenn ich diesen Puffer den Trades gewähre und sie sich erst ganz tief unten bilden. Dann hab ich ja trotzdem einen DD von 50%.
Dann kann ich ja nur noch hoffen, dass sie die Trades zurück kommen, somit ist ja ein DD eigentlich unvermeidbar.

In diesem Fall muss ich einen Mittelweg finden, demnach gewähre ich nicht einen Puffer von 50%, sondern vielleicht von 20%. D.h. im schlimmsten Falle hab ich einen DD
von 20%, im besten Falle bei manuellen Eingreifen 5 - 10%.

Ist es Richtig - grosse Pufferzone - grosse Gewinne / kleine Pufferzone - kleine Gewinne?

D.h. der DD ist im Verhältniss immer grösser als die Gewinne und wenn er eintritt vernichtet er alle Gewinne. Ist das eigentlich unvermeidbar?


Danke Leute, wollte eigentlich damit nur wissen, was bei EA so einen gewaltigen DD auslösen. Ich will nur die Logik dahinter verstehen.

Peki


« Letzte Änderung: Januar 09, 2012, 06:26:01 am von Peki »

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EA Terminator
« am: Januar 09, 2012, 06:22:30 am »

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Re: EA Terminator
« Antwort #1 am: Januar 09, 2012, 06:45:27 am »
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Das einzige, was mir aufgefallen ist, dass die DD bei EA's gewaltig hoch sind, die Rede ist von 50% und mehr. Somit bin ich jetzt eigentlich etwas verwirrt, denn wenns lauft, dann laufts wirklich sehr gut, bis dann eben der Tag X kommt und alles vernichtet.

Entscheidend darf niemals nur das Gewinnpotential (z. B. ausgedückt durch den Profitfaktor) sein, sondern stets müssen Ausmaß und Häufigkeit von DD's geprüft werden.
Finger weg von allen Ansätzen mit derart hohen DD's! Irgendwann haut es einen damit endgültig aus dem Markt.

Ich wundere mich über dies Forum schon länger:
Anstatt vernünftig traden zu lernen, suchen die meisten nach immer neuen EA's und ultimativen Wunder-Indikatoren.
« Letzte Änderung: Januar 09, 2012, 06:47:51 am von Pilok »

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Re: EA Terminator
« Antwort #2 am: Januar 09, 2012, 06:51:23 am »
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Ich wundere mich über dies Forum schon länger:
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Das find ich auch schade, aber viele probieren somit ihre Emotionen aus dem Spiel zu lassen, um somit nicht zu ihrem eigenen Versagen stehen zu müssen,
sondern können somit dem EA die Schuld zuweisen. Nur kann man die Emotionen nicht aus dem Spiel lassen, denn irgendwann holen sie dich ein und geben
dir die Quittung dafür, weil du sie ignoriert hast. Sie stellen eigentlich nur wieder das Gleichgewicht her.

Ich habe nicht vor einen EA zu benützen, ich will nur die Logik, die dahinter steckt verstehen. Vielleicht entdeck ich somit etwas neues für mich, um mein
Frühwarnsystem nocht etwas zu verfeinern.  ;D

Ich hoffe nur, dass sich kein neues Feuer entfacht, deshalb bitte ich alle, doch sachlich zu bleiben und nicht anfangen zu streiten ob EA's sinnvoll sind oder nicht.

Peki

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Re: EA Terminator
« Antwort #3 am: Januar 09, 2012, 07:03:31 am »
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Das einzige, was mir aufgefallen ist, dass die DD bei EA's gewaltig hoch sind, die Rede ist von 50% und mehr. Somit bin ich jetzt eigentlich etwas verwirrt, denn wenns lauft, dann laufts wirklich sehr gut, bis dann eben der Tag X kommt und alles vernichtet.

Entscheidend darf niemals nur das Gewinnpotential (z. B. ausgedückt durch den Profitfaktor) sein, sondern stets müssen Ausmaß und Häufigkeit von DD's geprüft werden.
Finger weg von allen Ansätzen mit derart hohen DD's! Irgendwann haut es einen damit endgültig aus dem Markt.

Ich wundere mich über dies Forum schon länger:
Anstatt vernünftig traden zu lernen, suchen die meisten nach immer neuen EA's und ultimativen Wunder-Indikatoren.

Ach Pilok, die Logik ist doch ganz einfach warum die Leute nach EAs ausschau halten. Du machst nun ein Job und bekommst dafür nun ein entsprechende Summe. Nun kommt jemand, den du Flüchtig kennst und sagt dir, er würde deinen Job nur für ein geringe Summe von X machen. Da denkt man nun ist ja genial du selber bekommst für dein Job z.B. 1000€ und der Flüchtige Bekannte will nur 300€. Also stellst du den Bekannten ein und verdienst 700€ extra. Also kommst du nun, weil du selber arbeitest für die gleiche Zeit 1700€ anstatt 1000€.
Bei dem Bekannten treten nun Risiken auf, Zuverlässigkeit, Arbeitsverhalten, Imageschaden (Verlust dein eigenes Geld), usw..

So und so läuft es mit einem EA. Man verdient zum manuellen Traden eben noch was dazu. Es geht nicht darum, immer nur einen EA laufen zu lassen und fertig. Sondern der EA soll nur zusätzlich noch etwas verdienen. Deshalb kann ich deine negative Art oder allgemein die negative Art von vielen nicht verstehen.

Zum Thema. Man kann in EAs natürlich ein Balancestop einbauen. Das bedeutet, ist ein gewissen Level erreicht kann der EA alle Orders stoppen und dann ggfs. Neuanfang starten. Wie kommen die hohen DDs an den wenigen Tagen zu Stande. Eigentlich ist es ganz einfach. Z.B. bei unvorhergesehenen News, ala Atomunfall in Fuki... in Japan. Hier spielten die Kurse verrückt und brachen teilweise um ein Paar 100 Pips weg. Also ein schöne Gap hat sich gebildet. Hier  wären auch die normalen Trader nicht ohne ein blaues Auge weggekommen, da man erst mit der ersten Preisbildung nach einem SL aus dem Trade rauskommt. Viele DDs, werden durch Martingale Strategien erzeugt. Also es kommt immer auf die Strategie drauf an.
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.
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Re: EA Terminator
« Antwort #4 am: Januar 09, 2012, 09:19:35 am »
Hallo Peki,

ich zitiere Dein Post jetzt mal nicht, da er direkt darüber steht ;-) So kann es etwas übersichtlicher bleiben.

Ich denke, dass Du genau das Problem erkannt hast, welches diese EA und halt die Strategien, welche in dem EA stecken (ich kann es gar nicht oft genug wiederholen, kein EA ohne Strategie), haben. Diese sind oft so aufgebaut, dass die Verluste ins untendliche laufen und immer wieder nach Regeln Zusatzpositionen eröffnet werden. Wenn der Markt dann tatsächlich wieder dreht, sind diese natürlich die Winner. Aber genau das ist aber auch meist der Knackpunkt. Dreht es mal nicht...

Diese Strategien leben jedoch davon. Ich glaube nicht, dass Du die Strategien so beschneiden kannst, dass die DD - Phasen kleiner werden. Damit würdest Du auch die Win - Phasen beschneiden und somit den Erfolg. Das Eine kann ohne dem Anderen nicht.

Dieses soll natürlich jetzt nicht heißen, dass auf Grund dieser Symbiose die EAs/ Strategien schlecht sind. Nein, natürlich nicht. Man muss diese DDs nur mental aushalten können und bereit sein, sich darauf einzulassen.

Nur, wenn ich sehe (will nicht direkt jemanden ansprechen, also Phantasiezahlen!), dass ein EA aktuell z.B. 200% Gewinn ausweist, aber in den aktuellen Positionen 20000 Pips hinten liegt (also offenen Positionen) kann einem schon schwindelig werden. 20000 Pips Minus habe ich nicht ein Mal, wenn ich nachts im Schlaf mit dem Kopf auf die Tastatur falle und zufällig Positionen eröffne (sorry, etwas überspitzt dargestellt ;-))).

Da aber nun, so denke ich jedenfalls, ohne die Strategie ja dahinter zu kennen (also leider ein leichtes Vorurteil), dass ohne dieses Risiko, so wie Du schreibst, dieses gezielt einzuschränken, nicht funktionieren wird.

Aber !!! was man machen kann, ist halt im Bereich MM zu arbeiten. So wenn ein EA 200% im Gewinn ist.. hier abzuzwacken. Man kann dann ja durchaus z.B. 30% in Sicherheit bringen... (RK aus dem HK bilden) und mit dem Rest weiter machen.. so baut man sich nach und nach sein Polster auf. Wenn man immer alles im Topf lässt, kann auch alles irgendwann verschwinden.

Man nutzt also die DD - Phasen um nicht mehr als nötig verlieren zu können, und die dann folgenden Gewinnphasen, um abzuschöpfen.

Dieses beschneidet das Risiko, man bleibt immer 'handelbar' aber... es geht natürlich nicht so flott nach oben. Nur, man muss bedenken, dass es lediglich anfangs etwas länger dauert und es sich bei Erfolg mit der Zeit potenziert.

Wichtig also auch hier: Die Bescheidenheit

Man muss von dem Zwang wegkommen, immer hohe Renditen ausweisen zu wollen... also immer über der magischen 100% zu liegen. Wenn man das bezweckt und im Sinn hat... dann wird es nie klappen.

Let's Rock the Forex.

In diesem Sinne.

Gruß
Optionator
Heute ist ein schöner Tag zum Traden.

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Re: EA Terminator
« Antwort #5 am: Januar 09, 2012, 09:40:21 am »
Hey Optionator,

Danke vielmals, du hast es genau auf den Punkt gebracht, denke genauer kann man es gar nicht beschreiben. Du hast damit bei mir voll ins
Schwarze getroffen. Mehr wollte ich auch nicht wissen.  ;D

Viele Grüsse,
Peki

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Re: EA Terminator
« Antwort #6 am: Januar 09, 2012, 20:26:11 pm »
Hi Peki ... weiss zwar nicht welche zwei EAs Du hier im Forum beobachtet hast .... aber ich bekenne mich 1. zu EAs (ha das ist leicht zu sehen  ;D) und 2. zu den DDs - MasterBO und Opti habens gut beschrieben wo die tatsächlich gefährlichen/u. U. tödlichen DDs herkommen: die zugrunde liegende Strategie  isses und das entsprechende MM ! Im Falle unseres mit traderdoc bearbeiteten "beasties" ist ganz klar zu sagen - wie sind da, die Startegie betreffend, klare countertrader ... und zumindest in der Version 1.0 zeigt beastie die durch Dich erwähnten DDs.

Der forwardtest lief über ein halbes Jahr ... das ist für einen EA Test ein durchaus respektabler Zeitraum ... hätte ihn, den Test, auf jeden Fall fortgesetzt ... technische/Computerprobleme führten zum Abbruch ... leider .. es wäre bestimmt noch spannender geworden !

Nun schreibt Opti ... man müsse das mental aushalten .. na ja dies sicher auch ... aber in erster Linie musste es finanziell aushalten (können) ... also das heisst wie ich immer betonte im konkreten Falle des EAs den wir mit traderdoc in Arbeit haben - ausreichend kleine lot-Zahlen pro eingesetzten Kapital - nur so besteht überhaupt eine Chance die erste kritische Phase des ersten hohen DDs zu überleben ... nach längerer Zeit sammelt der EA  dann soviel Kapital auf der balance an, dass er die ja notwendigerweise immer wiederkehrenden DDs immer besser überstehen kann und wird !!! Man kann leicht experimentieren mit dieser Art EAs indem man einfach mal höhere lot-Zahlen nimmt - das Ergebnis wird man mit nem MC schnell haben können ... ist beeindruckend ! Das beschriebene Langzeitexperiment mit beastie gab mir allerdings Sicherheit wie mit dem Teil zu verfahren ist und wie man tatsächlich (klar auch gewisses Glück ist dabei !) dauerhaft in den Gewinn kommen kann ... trotzdem haben wir V1.0 längst verlassen und arbeiten an besseren Versionen, die es ermöglichen sollen, genau den durch Dich erkannten Mangel zumindest zu mildern !  :welldone:
« Letzte Änderung: Januar 09, 2012, 20:29:33 pm von MANDL2007 »
"I DO it my way !" (frei nach F.S.)

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Re: EA Terminator
« Antwort #7 am: Januar 10, 2012, 07:39:41 am »
Danke Mandolino für die ausführliche Erklärung, somit kann ich bald auch bei EA's zumindest ein bisschen mitreden und steh somit nicht
immer auf dem Schlauch.  ;D

Was mir aufgefallen ist, dass zur gleichen Zeit bis zu 10 Trades eröffnet werden, was für meinen Geschmack einfach viel zu viel ist. Deshalb
ist auch klar, wenn es mal in die andere Richtung laufen sollte, dass somit massive DD's ausgelöst werden. Ein vernünftiges RMM sieht anderst
aus und ist für mich verantwortungslos und nicht vertretbar.

Aber, wenn man z.B. wie Du und traderdoc, dessen Risiko bewusst ist und solche DD's zur Strategie gehören, dann ist das natürlich wieder
eine andere Sache, liegt halt immer in Betrachtung des Verfassers. Demnach ist es immer ein Glücksspiel und man ist immer abhängig von der
Marktsituation.

Was ist z.B. wenn man im EUR/USD bis zu 10 Trades bei 1.4200 Long eröffnet hat? Die wären ja somit mit über 1'400 Pip im minus, 10 x 1'400 Pip = 14'000 Pip.
D.h. man würde sie solange laufen lassen, in der Hoffnung, dass der Kurs wieder über 1.4200 steigt? Was ist aber, wenn der EUR/USD sogar Parität erreicht,
was möglich ist, aber nicht eintreten muss. Dass würde doch keine Strategie aushalen, somt wäre man mit 42'000 Pip im Minus. Wahrscheinlich würde
der Margin Call das schlimmste verhindern.

Kann man den auch einen EA so generieren, dass immer nur 1 Position offen ist und nicht mehrere eröffnet werden. D.h. entweder läuft meine Position
in den TP oder in den SL. Erst wenn die Position ihr Ziel erreicht hat (TP oder SL), kann eine neue Position eröffnet werden. Ich finde einfach, dass das
Pyramidisieren einfach ein zu hohes Risiko mitsich bringt. Wenns läuft, ist es zwar ok, denn man baut somit sein Polster um dann ggf. einem Drawdown
standhalten zu können. D.h. man geht ein grosses Risiko auf um sich ein Polster aufzubauen, denn man weiss, dass ein Drawdown kommen wird.

Genau, das ist ja das Problem, man weiss, dass der DD kommen wird, aber man weisst nicht wann. Deshalb versucht man die Zeit zu nützen, umso viel wie
mögliche Gewinne zu sammeln, damit so das Polster grösser ist um dem DD besser standhalten zu können.

Mit dieser Strategie ist ja somit eigentlich unvermeidbar, einen grösseren DD auszuschliessen. Im Gegenteil, man provoziert somit sogar den DD.
Und wenn er dann eintritt, hofft man, dass er nicht grösser sein wird als das Polster. Meiner Meinung ist das ein Spiel mit dem Feuer und längerfristig
wird man damit kaum Erfolg haben. Ausser der Markt bewegt sich immer nur in eine Richtung, nämlich in der, deren dem Polsteraufbau zu Gute kommt.

Demnach wär ein DD nur so gross wie die Korrektur. D.h. Polsteraufbau = Trendfolge, DD = Korrektur. Das geht solange gut, bis dann der Tag X kommt,
z.B. (Fukushima, US Schuldendefizit usw.) wo dann der DD nicht mehr die Korrektur ist und auch nicht NEU eine Trendfolge, sondern ein CRASH.
Demnach wäre es DD = Crash, Polsteraufbau = Trendfolge. Ein Crash vernichet somit erstens den Polster und noch die offenen Positionen.

Ich hoffe, ihr könnt irgendwie einen Mittelweg finden, um euren EA so einsetzen zu können, dass das Polster immer einem DD standhalten kann.
Vielleicht kann man ja einen Not Stop einsetzen, der bei einem max. zulässigen DD von z.B. 50% alle Positionen sofort glattstellt.

Nun gut, ich denke, ihr seit die Profis und sind da sicher schon viel weiter, als ich gerade schreibe. Wollte eben eigentlich nur wissen, wie denn
so ein DD zu Stande kommt und was die Ursache ist.

Aber eins weiss ich, ein EA ist nur so gut wie der, der ihn geschrieben hat.  ;D

Viele Grüsse,
Peki


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Re: EA Terminator
« Antwort #8 am: Januar 10, 2012, 08:01:32 am »
Zitat
Was ist z.B. wenn man im EUR/USD bis zu 10 Trades bei 1.4200 Long eröffnet hat?


Diese 10 trades werden nicht auf ein und dem selben Kurspunkt eröffnet, sondern gestaffelt in den Markt gelegt.
Da es sich um einen Gegentrendansatz handelt, ist da die Denkweisse andersherum, als bei einem Trendfolger.
Da wo der der Trendfolger versucht sein Target zu ermitteln, ermittelt der Countertrender seinen Einstieg und umgekehrt.
Was die Menge der Pips angeht, so ist das nur eine Sache des Low Leverage. Das Risiko wird auch hier für alle Positionen, die maximal eröffnet werden pro Trade ermittelt. Auch wenn ein Martingale Ansatz (muss aber nicht) vorhanden ist, darf dieser natürlich das Gesamtrisiko nicht übersteigen.
Das Problem ist oft das ein Countertrader zu früh aussteigt. Hat er mal eine Wendepunkt erwischt, müsste er sich sofort in einen Trendhändler hineinversetzen und dementsprechend sein Ziel setzen. Eine möglichkei dies zu schaffen ist, wenn man am BE Punkt aller Positionen diese zu einer Position zusammenfasst. Dieser BE Punkt ist meist vom Durchschnittskurs nicht schlechter oder besser als der Einstiegspunkt eines Trendfolgers. Liegt nur in der Betrachtung des TF's und in der Genauigkeit der Wendepunktermittlung.


Grüße


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Re: EA Terminator
« Antwort #9 am: Januar 10, 2012, 08:19:56 am »
D.h. soviel wie erstmals gegen den Markt handeln, ähnlich wie es ein Scalper tut, viele kurzfristige Gewinne mitnehmen. Falls sich der Trend fortsetzt
steigt man aus, falls sich eine Trendwende andeutet sollte man nicht kurzfristig Gewinne sammeln, sondern jetzt zum Trendfolger werden, indem
man die Positionen laufen lässt.

Was verzeichnet dann bei diesem System so massive DD? Kann es sein, dass man erstmals gegen den Markt handelt und kurzfristige schnelle Gewinne
macht und falls sich der Trend fortsetzt geht man nicht raus, sondern man baut weiter gegen den Trend seine Positionen auf (Martingale) in der Hoffnung,
dass irgendwann eine Trendwende einsetzt.

Falls tatsächlich eine Trendwende folgt, sollte man jetzt nicht die Positionen gleich sofort schliessen, sobald sie im Gewinn sind, sondern man sollte
jetzt die Positionen laufen um somit von der ganzen Trendwende zu profitieren.

D.h. erstmals gegen den Markt handeln und sich kurzfristig halten, sobald sich eine Trendwende zu meinem Gunsten entwickelt, halte ich mich nicht
mehr kurzfristig, sondern ich profitiere jetzt sogar von der Trendwende.

Man ist also erstmals ein Scalper und wird dann zum Swing Trader.

Leute, wie gesagt, ich bin ein Laie was EA's angeht, ihr müsst euch nicht rechtfertigen, falls es euch auf den Keks geht, das ganze einem Anfänger
wie mir zu erklären, dann hab ich vollstes Verständnis.  ;D  ;D  ;D

Will ja nur das Prinzip, was hinter solch einem EA steckt, besser verstehen.

Viele Grüsse,
Peki

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Re: EA Terminator
« Antwort #10 am: Januar 10, 2012, 13:37:26 pm »
Eigentlich ist es  nicht schlimm, dass du Laie in Sachen EAs bist. Der EA ist ja nur dazu da, vorher festgelegte Regeln zu befolgen.
Die Trades verhalten sich dann natürlich genau so wie wenn du das manuell getraded hättest. Die hohen DDs die du bei den meisten EAs siehst resultieren daraus, dass die meisten Entwickler keine Möglichkeit sehen kurzfristig profitabel zu sein ohne hohe Risiken einzugehen und sich mit kleinen Gewinnen zu frieden zu geben.   Das hat aber mit dem EA ansich nichts zu tun.

Der Hauptnachteil ist allerdings, dass EAs von ihrem Regelwerk ziemlich einfach gestrickt sind und einfach nur eine Handvoll definierte Fälle kennen bei dennen sie dann ohne wenn und aber  kaufen. So wie ein Mensch kann ein EA also nur mit extremen Programmieraufwand traden. Mustererkennung und Fallunterscheidung ( den Trade nehme ich nicht, weil das Gesamtbild nicht gut aussieht) lässt sich mal nicht in 2 Zeilen Programmieren. Deswegen gibt es ja CAPTCHAs, weil es für Menschen einfach ist aber für ein Algorythmus unheimlich schwer. Dein Gehirn vollbringt da eine ziemliche Leistung. Ein Grundschulkind könnte eine Katze malen und die würdest es wahrschienlich als Katze erkennen, obwohl es nicht wie eine echte Katze aussieht. Der PC sieht das Bild sieht ein paar Striche, kann aber die Schnurrhaare die sich darin verstecken nicht erkennen oder den Schwanz um das zu einer Katze zusammen zu setzen. Dafür müsstest du definieren wie Schnurrhaare aussehen und das ist mit einer Schablone nicht gemacht. Können ja dicker, dünner mehr oder weniger sein und nur durch die Position relativ im Bild nämlich da wo der Kopf ist können es erst Schnurrhaare werden.

Weil sich eine Bedingung die einfach unendlich Geld aus den Markt quetscht nicht in eine einfache WENN A DANN B Bedingung fassen lässt wirst du auch kein langfristig profitablen EA finden.
« Letzte Änderung: Januar 10, 2012, 13:45:31 pm von TJPLD »

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Re: EA Terminator
« Antwort #11 am: Januar 10, 2012, 13:52:19 pm »
Danke für die ausführliche Antwort.

Ohne dass ich jetzt die Leute angreife, die mit EA's ihr Geld verdienen wollen oder verdienen habe ich diesbezüglich schon ein mal hier im Forum ein Statement dazu abgegeben.
Da sich der Markt ständig ändert, hinkt man als Programmier immer einen Schritt hinten nach. Denn erstens, musst du manuell das Trading kennenlernen um überhaupt zu verstehen
was der Markt ist und wie er tickt, damit so Regeln entstehen.

D.h., das was du am Markt erlebt hast, musst du jetzt versuchen so gut wie möglich in deinem EA zu verarbeiten. Bis du aber alles verarbeitet hast und angepasst hast, ist der Markt schon lang
an dir vorbeigezogen und wird vielleicht nie mehr so ticken wie du ihn erlebt hast. D.h. du bist mit einem EA nie und niemals auf dem aktuellen Stand der Dinge. Du verarbeitest
in deinem EA immer nur die Vergangenheit. Als manueller Trader legst du den Fokus nicht auf die Vergangheit, sondern auf das Momentum und auf die Zukunft.

Da aber immer wieder die gleichen Muster und Formationen auftreten, kann es gut möglich sein, dass der EA die aus der Vergangenheit erkennt und somit weiss was zu tun ist.
Deshalb bin ich der Meinung, wenn man einen EA benützen sollte, dann nur halbautomatisch und nur zur Erkennung von solchen Muster und Formationen, die aber typisch sein sollten und
nicht exotisch. Man sollte den EA dementsprechend nur für diese Erkennung benützen, aber den Trade weiterhin manuell managen, resp. Ausstieg und Begrenzung der Verluste.

Ich würde sowieso nie einen EA benützen. Aber gegen einen EA der solche typischen und immer wieder auftretenden Formationen erkennt und mir dabei NUR ein Signal oder Alarm gibt,
wäre eigentlich eine Überlegung wert, würde ihn aber dennoch nicht benützen, da ich nicht will, dass ein Computer mir dazu verhilft, eine Meinung zu bilden.

Peki

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Re: EA Terminator
« Antwort #12 am: Januar 10, 2012, 13:56:03 pm »
Das ist alles so korrekt und versucht den Nachteil den ich beschrieben habe etwas ab zu dämpfen. Jemand der nicht
manuell erfolgreich traden kann, wird es auch nicht mit einem EA schaffen. Wenn er erfolgreich traden kann ist es nicht
gesagt, dass man das einfach in ein EA gießen kann. Höchstens können kleine Teile der Arbeit abgenommen werden.

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Re: EA Terminator
« Antwort #13 am: Januar 10, 2012, 14:04:20 pm »
Ja genau meine Denkweise!!!  :welldone:

Mit dem Risiko als oberste Priorität ist manuelles traden einfach langweilig, hört sich vielleicht komisch an, ist aber so.  ;D

Auch wenn du erfolgreich handeln solltest, wirst du mit einem EA trotzdem keine Chance haben!!! Ausser der Markt wär
digital und nicht analog. Dann ja, aber leider ist dem nicht so. Das einzige was man versuchen könnte, ist den EA so
abzustimmen, dass man einen Mittelwert des Analogen findet und dort verschiedene Muster und Formationen hineinpackt.

Somit hätte man vielleicht noch eine 60/40 Chance.

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Re: EA Terminator
« Antwort #14 am: Januar 10, 2012, 14:06:26 pm »
Hallo Peki,


ohne jetzt auch angreifend zu wirken:

Zitat
Du verarbeitest in deinem EA immer nur die Vergangenheit. Als manueller Trader legst du den Fokus nicht auf die Vergangheit, sondern auf das Momentum und auf die Zukunft
.


Als manueller Trader hinkt man auch der Vergangenheit nach. Bildet seine W&U Linien, Pivots, Fibo's etc. alles erzählt durch die Vergangenheit.
Selbst mit dem Einstieg hinkt man mindestens eine Kerze (Tick) hinterher, weil man auch hier erst eine Bestätigung braucht. Was dann die Zukunf bringt weiss keiner. Auch wenn man sich Targets oder StopLosses setzt, kann das dem Markt egal sein.
Recht hast Du, dass jemand keinen EA programmieren kann, der auch nicht handeln kann.

Liebe Grüße


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Re: EA Terminator
« Antwort #14 am: Januar 10, 2012, 14:06:26 pm »


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