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Die größten Forex Trades aller Zeiten

Forex Historie

Der Großteil der Forex-Trader ist heutzutage anonym, macht die Transaktionen im stillen Kämmerlein und ist nur seinen Brokern bekannt. Einige wenige (tausend) arbeiten für große Firmen oder gar Regierungsbanken.
Es überrascht etwas, dass der Forex-Markt – gemessen am Umsatz – der größte Markt der Welt ist. Und das mit deutlichen Abstand. Zusätzlich ist dieser Markt in einigen Ländern stark reguliert, fristet ein Schattendasein oder ist schlichtweg verboten.

Dennoch gab es in der Geschichte einige hochkarätige Trades, die den Forex-Markt bekannt machten und dabei gleichzeitig das Gesicht dieses Marktes für immer veränderten, ja ihm sogar ein verruchtes Image verschafften!
In diesem Artikel werden drei (!) Forex-Trades vorgestellt, die es sogar schafften auf politischer Ebene diskutiert zu werden! Alle drei Trades sind zudem eng mit – zumindest danach – bekannten Gesichtern verbunden:

Georg Soros (GBP)

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Er wurde 1930 als Georgy Schwartz in Ungarn geboren. Nachdem er die Schlacht um Budapest 1945 überlebte, wanderte er nach England aus und änderte seinen Namen 1947 in den weniger germanisch klingenden Namen Soros. Er arbeitete zunächst als Aushilfe in einem Laden für Schifffahrt-Souvenirs, bis er einen Job in einer Londoner Handelsbank annahm. 1956 wurde er Arbitrage-Händler an der Wall Street.

Sein größter Wunsch war es Philosoph oder Schriftsteller zu werden, das er später ansatzweise realisierte, indem er Bücher schrieb in denen er seine wirtschaftsphilosophischen Ansichten veröffentlichte. Zudem entdeckte die Finanzbranche seinen legendären Sinn für gute Trades, und so gründete er 1970 seine eigene Firma „Soros Fund Management“, das Unternehmen aus dem später „Quantum Hedge Fund“ wurde.

Nach der deutschen Wiedervereinigung in den frühen 1990er Jahren war Soros der Meinung dass das britische Pfund im Vergleich zur Deutschen Markt enorm überbewertet war. Er war nicht alleine dieser Ansicht, und so überzeugte er andere Investoren für seine Idee, jedoch eröffnete keiner von Ihnen solch eine große Short-Position wie Soros, aber zusammen erzeugten sie einen massiven 10 Millionen Short Trade gegen den GBP. Als dann 1992 das GBP gegenüber den neu einsetzenden Europäischen Währungskurs-Mechanismen abwertete – so wie es Soros vorhersagte – strich er ungefähr 1 Milliarde USD Profit ein.

Danach wurde Soros bekannt als „der Mann der die englische Bank zerbrach“ und seine Position als führender Wirtschaftsdenker war zementiert.

Stanley Druckenmiller (DM)

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Während Georg Soros den Ruhm für die Entdeckung der Pfund-Schwäche erntete, war es in der Tat einer seiner Vermögensverwalter bei Soros Fund Managment, der erst die Möglichkeit dahinter entdeckte: Stanley Druckenmiller.

Druckenmiller wurde in Pittsburgh, Pennsylvania, geboren und machte 1977 seinen Doktor in Volkswirtschaftslehre und arbeitete danach, mit 28 Jahren, bereits als Öl-Analyst bei der Pittsburgh National Bank.

1981 gründete er seine eigene Firma „Duquesne Capital Management“, bei der er bis 1988 arbeitete. Danach wurde er von Soros abgeworben und arbeitete nur noch für ihn.

Nach dem Fall der Berliner Mauer, rechnete Druckenmiller mit einem Anstieg der Deutschen Mark (DM), trotz der prognostizierten Schwierigkeiten bei dem Wiedervereinigungsprozess. Er eröffnete eine große Long-Position für die DM, die Millionen in die Kasse von Soros spülte.

Als Soros seine GBP-kampagne startete, ging Druckenmiller erneut Long in die DM, in der Annahme der Wert würde steigen, wenn das GBP fiel.

Gleichzeitig sagte er voraus, dass ein abgewertetes GBP britischen Firmen helfen würde, ihre Exporte zu steigern. Mit diesen Hintergrund kaufte er sich in einigen britischen Unternehmen ein.

Als sich diese Vorausahnungen bestätigten, strich Druckenmiller einen stattlichen Gewinn ein.

Andy Krieger (NZD)

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Vor Soros und Druckenmiller setzte Andy Krieger eine neue Bestmarke für erfolgreiche Forex-Trades. Als am 19. Oktober 1987 der DowJones-Index um 22% fiel, versuchten fast alle Händler ihre Anteile an USD loszuwerden.
Im Alter von 32 Jahren erkannte Krieger, das dieser Ausverkauf des USD zur Überbewertung anderer Währungen führen wurde. Er beschloss, in dem relativ unbedeutenden Währungspaar USD/NZD massiv Short zu gehen. Gerüchten zufolge, war seine Short-Order größer als die gesamte Geldmenge Neuseelands.

Dieser Verkaufsdruck veranlasste den Kiwi (Spitzname des Währungspaares USD/NZD) um 5% an Wert zu verlieren, und bescherte Krieger einen Millionengewinn.

Fazit: Obwohl diese Trades riesige Summen für die drei Trader und ihren Firmen einbrachten, haben diese die Volkswirtschaften nicht nachteilig beeinflusst. Man könnte rückblickend sogar die Meinung vertreten, dass durch diese Ausnutzung der Schwächen einzelner Währungen diesen tatsächlich nachhaltig geholfen und die Wirtschaft gestärkt wurde.


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Über Divecall

Mein Name ist Peter Schüler (Jahrgang 1969) und ich bin der Gründer der Forexfabrik.de. Leider läßt mein aktueller Zeitrahmen ein aktives Trading mit einem Real-Konto nicht zu, von daher beschäftige ich mich z.Z. mit gelegentlichen Demo-Trading, da ich mit der Erstellung von Inhalten für die Forexfabrik voll ausgelastet bin...


1 Kommentare

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Jack Diamond
25.04.2015 - 10:30 Uhr

Dann gab es da noch die weniger erfolgreichen :) (aus Wikipedia)

    • Divecall und Scusi gefällt das


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