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Forex Umsätze

Forex Währungen Umsatz Volumen

In der turbulenten Welt des Forexhandels gibt es sieben Währungen die am häufigsten gehandelt werden. Seit Jahrzehnten bilden diese eine feste hierarchische Ordnung.
Seit einigen Jahren jedoch, machen sich einige Währungen auf den Weg an die Spitze und werden alsbald die festen Positionen der "Big Seven" durcheinander würfeln.

Die "Bank für Internationalen Zahlungsausgleich" (BIZ) - Bank for International Settlements (BIS) - führt alle Drei Jahre eine Umfrage zum Devisenumsatz (Handelsvolumen) durch. Dabei ist diese Bank wohl die maßgeblichste Quelle für Daten des globalen Devisenhandels. Die letzte BIZ-Umfrage fand im April 2013 statt und brachte erstaunliche Zahlen zu Tage: So lag die globale Forex-Marktaktivität PRO TAG in diesem Monat bei durchschnittlich 5.3 Billionen USD, eine Steigerung von 33% gegenüber des Tagesumsatz von 4 Billionen USD im Jahr 2010. Seit Erhebung der Zahlen im Jahr 2001 ist das sogar eine Vervierfachung (damals 1.2 Billionen USD)!

Die 2013 BIZ Umfrage ergab, das der Dollar immer noch die am meisten gehandelte Währung der Welt ist - gelegentliche Spekulationen über einen eventuellen Untergang dieser Währung zum Trotz.
Der US-Dollar-Anteil an dem täglichen Forex-Umsatz beträgt 87,0 % (April 2013).

Die nächsten drei Stellen werden durch den Euro (zweiter Platz mit 33,4 %), der japanische Yen (23,0 %, dritter Platz) und dem britischen Pfund (11,8 %) repräsentiert.

Interessanterweise stieg die Handelsaktivität beim Yen um 63 % gegenüber der Umfrage im Jahr 2010. Der Grund dürfte wohl die Veränderung der japanischen Geldpolitik sein, die vor kurzem stattfand.

Obwohl die Handelsumsätze der "großen Vier" im prozentualen Bereich schwankte, ist deren Reihenfolge seit Jahren immer gleich: USD, EUR, JPY, GBP.

Danach folgen der Australische Dollar, Schweizer Franken und Kanadischer Dollar. Diese Währungen tauschen gelegentlich die Plätze. Im Jahr 2013 war der australische Dollar Beispielsweise auf Rang 5, zuvor auf Platz sieben.

Es gibt zusätzlich zu den Majors noch sieben andere Second Tier-Währungen, die aus Währungen der Schwellenländer gebildet werden. Dabei handelt es sich um die 4 BRIC-Länder (BRIC = Brasilien, Russland, Indien, China): Es handelt sich dabei um Brasilianischen Real, russischer Rubel, indische Rupie und der chinesische Renminbi (oder Yuan).
Zusätzlich gibt es noch drei andere, weniger offensichtliche Währungen: Das mexikanische Peso, die türkische Lira und der südafrikanische Rand. Der gemeinsame Marktanteil dieser sieben Währungen am täglichen Forex-Umsatz hat sich von 6,2 % im jahr 2010 auf 10,8 % im Jahr 2013 erhöht. Alle sieben Währungen gehören übrigens zu den EME`s (Emerging market Economy).

Einige dieser sieben Währungen verzeichneten einen phänomenalen Anstieg gemessen am Tagesumsatz: Die Handelsspanne beim mexikanischen Peso stieg um 171 % gegenüber dem Wert des Jahres 2010 (auf satte 135 Milliarden Dollar im Jahr 2013).
Damit belegt der mexikanische Peso Platz 8 der am meisten gehandelten Währungen. Den größten Anstieg gemessen am gehandelten Umsatz verzeichnete jedoch der chinesische Renminbi: stolze 210 % (120 Milliarden Dollar im Jahr 2013) und folgt damit auf Position 9.
Der russische Rubel lag bei 140% im täglichen Forex Umsatz, mit 85 Milliarden Dollar. Damit kletterte er um 4 Positionen nach oben auf Platz 12, gegenüber seiner Platzierung im Jahr 2010.


Natürlich geht der Anstieg dieser Währungen auf Kosten der anderen Währungen, hauptsächlich von denen an der Spitze (Euro, CAD, CHF). Mit der Entwicklung der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum stieg zwar der Handels Umsatz um 15% (um die 1,8 Billionen USD), er verlor jedoch seinen Anteil am globalen Devisenumsatz um fast
6 Prozentpunkte (auf 33,4 %).

Ein weiterer Grund für den Anstieg der 7 EME-Währungen dürfte in der hohen Verzinsung liegen, die vermehrt Carry-Trader anlockt. Zum Beispiel wurden am 22.Mai 2014 folgende Verzinsung für 10-Jahres-Staatsanleihen angeboten: Brasilien 11,18%, Indien 8,71% und Südafrika 8,04%. Das bildet zu den 2,55% der 10-jährigen US Treasury einen nicht übersehbaren Kontrast.

Diese hohen Zinsen sind jedoch auch für einige Länder ein Damoklesschwert in Form einer galoppierenden Inflation. Morgan Stanley hat bereits im vergangenen Jahr eine Gruppe von Schwellenländer ausgemacht, die als "Fragile Five" bezeichnet werden: Brasilien, Indien, Indonesien, Südafrika und die Türkei. Diese fünf Volkswirtschaften haben im Durchschnitt ein Haushaltsdefizit von 4,0 %, ein Leistungsbilanzdefizit von 4,1 % und eine Inflation von 7,5%. Die strengere US-Geldpolitik macht es für diese Länder schwierig, ausländisches Kapital anzuziehen um Ihre Defizite zu finanzieren, führte zu starken Rückgängen in Ihren Währungen und Aktienmärkten ab Sommer 2013 bis Anfang 2014.


Als Hauptantreiber für den Anstieg des Forex-Umsatzes gelten:
- Außergewöhnlich hohe Nachfrage für OTC-Derivate (Devisentermingeschäfte, Swaps und Optionen). Der Grund dafür ist ausländische Portfolio-Investoren Ihre Spekulationen absichern wollen...
- Internationalisierung der EME-Märkte durch den Offshore-handel (Der Renminbi z.B. spielt eine zunehmend größere Rolle im Handel innerhalb Asiens. So beträgt der Anteil des Offshore-handels 72% am Handelsvolumen des Renminbi in Asien)
- "Finanzialisierung" der EME-Währungen. Immer mehr Portfolios und Hedge-Fonds-Manager nehmen EME-Währungen in ihr Portfolio auf

Abschließend eine Übersicht über die am meisten gehandelten Währungen im Jahr 2013:

1. USA (USD) 87.0%
2. EU (EUR) 33.4%
3. Japan (JPY) 23.0%
4. Grossbritannien (GBP)11.8%
5. Australien (AUD) 8.6%
6. Schweiz (CHF) 5.2%
7. Kanada (CAD) 4.6%
8. Mexico (MXN) 2.5%
9. China (CNY) 2.2%
10. Neuseeland (NZD) 2.0%
11. Schweden (SEK) 1.8%
12. Russland (RUB) 1.6%
13. Hong Kong (HKD) 1.4%
14. Singapur (SGD) 1.4%
15. Türkei (TRY) 1.3%
Andere: 12.2%
GESAMT: 200%

(Da Forex immer in Währungspaaren gehandelt wird, beträgt die Gesamtsumme 200%)
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Über Divecall

Mein Name ist Peter Schüler (Jahrgang 1969) und ich bin der Gründer der Forexfabrik.de. Leider läßt mein aktueller Zeitrahmen ein aktives Trading mit einem Real-Konto nicht zu, von daher beschäftige ich mich z.Z. mit gelegentlichen Demo-Trading, da ich mit der Erstellung von Inhalten für die Forexfabrik voll ausgelastet bin...


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