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ÖL - Rauf, runter oder doch seitwärts?

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Schauen wir uns die aktuellen Fundamentaldaten und die Nachrichtenlage an. Im Januar lagen die Öl-Lagerbestände in den Industriestaaten bei 278 Millionen Barrel (Fass zu 159 Liter), das liegt über dem fünf Jahresschnitt.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) hat zum Jahresende 2016 eine Vereinbarung auf den Weg gebracht die Erdölfördermenge zu drosseln und hält sich daran, was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war, selbst Russland und zehn weitere Förderländer beteiligen sich an der Drosselung.

Der Ölpreis jedoch schert sich nicht darum und hat am 22. März an der 50 Dollar Marke pro Barrel gekratzt. Der Grund für den niedrigen Preis sind wohl die weltweit gut gefüllten Lagerbestände, die US Lager waren Mitte März bis an die Decke gefüllt und viele Trader haben auf einen weiteren Verfall des Ölpreises spekuliert, nun sind aber die US Ölreserven vor zwei Wochen unerwartet stark gesunken, was den Preis kurzfristig wieder etwas nach oben drückte.

Durch technologische Verbesserungen kann die Schieferölproduktion in den USA auf kurzfristige Preisschwankungen reagieren. Ab einem Barrel Preis von 50 Dollar zahlt es sich für die Schieferöl Produzenten aus die Förderung aufzunehmen, darunter wird sie zurückgefahren.

Die Vereinbarung der OPEC von Ende 2016 ist auf 6 Monate beschränkt. Wird sie im Sommer 2017 verlängert, wovon Experten ausgehen, wird ein Ölpreis von bis zu 60 Dollar erwartet, gleichzeitig werden durch den höheren Preis die US Schieferöl Produzenten die Förderung wieder ankurbeln, was wiederum zu einem absacken des Preises durch Überangebot führen wird. Sollte die OPEC die Vereinbarung nicht verlängern kommt es zu einem Rückgang auf bis zu 40 Dollar.


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Das bedeutet für die Schieferöl Produzenten wieder Hände in den Schoß und abwarten. Was wiederum die OPEC in Zugzwang bringt. Sie wird Maßnahmen setzen, damit der Preis nicht zu weit fällt. Die OPEC kann sich einen Rohölpreis unter 40 Dollar nicht lange leisten, musste doch Saudi-Arabien im Jahre 2016 eine Staatsanleihe in der Höhe von 17,5 Milliarden Dollar auflegen, der Ausfall des Schieferöls in den USA bei einem Preis unter 50 Dollar tut dann sein übriges ihn wieder nach oben zu drücken.

Experten der Branche gehen davon aus das der Ölpreis sich mehrere Jahre in einer Preisspanne von 40 - 60 Dollar bewegen wird. Ein Preis von 100 Dollar ist in den nächsten Jahren nicht zu erwarten ebenso wenig wie 30 Dollar. Von unten abgesichert durch die OPEC und die Schieferöl Drosselung und von oben abgesichert durch die weltweit vollen Lager und die schleppende konjunkturelle Entwicklung.



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Über €urix

Trading betreibe ich nicht hauptberuflich sondern als Hobby, den nur ein Hobby betreibe ich aus Leidenschaft, ohne Leidenschaft wird man nicht erfolgreich.


1 Kommentare

Gemäß Deines Charts, würde ich die (zugegeben recht weite!) Range zwischen 29.40 und ca. 69.00 setzen. Mit einem leichten Abwärtstrend; aber dafür fehlen noch einige Informationen. Seitwärts dürfte sich der Ölpreis wirklich entwickeln, es sei denn irgendwelche aktuellen News bewirken Kursausschläge (Stichwort Trump, Putin, Syrien, Anfang April 2017)

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