Inhalte aufrufen

  • Über Facebook anmelden Über Twitter anmelden Über WindowsLive anmelden Log In with Google Anmelden
  • Mitglied werden


- - - - -

Erfolgsfaktoren 2

Psychologie Erfolg Trading Forex Coaching

Eine weitere Konstante bei erfolgreichen Menschen ist eine bestimmte Art der Lernfähigkeit.
Die zweitgrößte Ursache dafür, das Vorhaben jeglicher Art scheitern ist, dass die Lernbereitschaft nicht oder nur ungenügend vorhanden ist. Nachdem es lange Zeit etwas schwierig war, dies in ein vermittelbares Konzept zu bringen haben wir aber auch das Thema mittlerweile auf die Essenz vereinfachen können.

Grundelement 2: Lernfähigkeit


Mangelnde Lernbereitschaft hat in der Regel drei wesentliche Gründe. Es gibt weitere, aber die sind relativ selten.

Erstens: Man glaubt, man wüsste genug oder sogar alles über ein Thema.

Das ist auch der Grund für das sehr häufige Phänomen: Je erfolgreicher eine Person ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit dass die Lernfähigkeit sinkt!

Damit haben wir übrigens auch eine der „Erfolgsfallen“ offenbart. Besonders auch bei Menschen, bei denen größere Schwankungen mit erfolgreichen und weniger erfolgreichen Phasen auftreten ist dieses Phänomen sehr häufig festzustellen.

Zweitens: Man ist nicht bereit, das was man lernt in die Tat umzusetzen. Dazu später mehr.

Drittens: Sie haben Konflikte mit Autoritäten, was meist auf unbewusste Verhaltensmuster zurückgeht, die in der Erziehung/Schulzeit aufgebaut wurden.

Wie können wir nun feststellen, wie es mit unserer Lernfähigkeit in diesem Sinne bestellt ist? Wir werden dies selber messen mit einem Instrument, das wir „Lernfähigkeitsindex“ genannt haben.

Mit diesem Konzept kann jeder recht gut eigenständig für sich einschätzen, wie hoch die damit gemeinte Lernfähigkeit ausgebildet ist.

Dieser Index besteht aus zwei Komponenten, die jeweils mit einem Faktor zwischen null und zehn angegeben und dann miteinander multipliziert werden. So bekommen wir einen Wert zwischen 0 und 100.
==> Der persönliche Lernfähigkeitsindex sollte bei 100 oder nicht weit darunter liegen.

Konsistent erfolgreiche Menschen wenden dieses System permanent zwar auf sehr verschiedene Arten, jedoch immer mit dem gleichen Inhalt an. Bei einem zu geringen Lernfähigkeitsindex ist es nicht möglich, Erfolg zu generieren, oder wie ein altes Sprichwort ganz richtig sagt: „Die größten Meister sind immer auch die eifrigsten Schüler.“

Die Praxis zeigt, dass die bewusste Anwendung mehrmals täglich über einen längeren Zeitraum in der Regel zu einer vollständigen Automatisierung führt.

Die erste Komponente ist „Wie bereit bin ich, etwas zu lernen?“.

Also wie bereit bin ich etwas anzunehmen? Dazu zählen insbesondere die Dinge, die mich zwar irgendwie überzeugen aber gegen meine inneren Grundwerte und Einstellungen oder gegen mein bisheriges Wissen oder Gewohnheiten verstoßen. Wie bereit bin ich also, auch solche Dinge anzunehmen und zu akzeptieren wenn ich mit ihnen emotional oder kognitiv nicht in Übereinstimmung bin?

Das ist zum Beispiel in der Naturwissenschaft ein bekanntes Phänomen, wenn lange Zeit akzeptierte (Welt-)Modelle aufgrund neuer Erkenntnisse über Bord geworfen werden sollen. Damit haben die meisten Wissenschaftler ein großes Problem und kämpfen dagegen. Das ist eine enorme Fortschrittsbremse, da dieses Verhalten zwar biologisch nachvollziehbar ist, aber kein neues Wissen schafft, sondern altes Wissen verteidigt. Man kann es ja geradezu als ein Gütemerkmal für die Qualität einer neuen wissenschaftlichen Entdeckung ansehen, wie sehr sie von der wissenschaftlichen Fachwelt abgelehnt, angegriffen und bekämpft wird.

Weiterhin hängen wir oft in Rollenmustern fest, die Lernen verhindern. Wenn wir z.B. als Eltern mit unserem Kind, das uns in Bezug auf ein beliebiges Thema andere Fakten oder Einstellungen präsentiert, in den Konflikt kommen das wir zwar tief im Innern wissen, das Kind hat Recht – wir es aber aufgrund unseres Rollenmodells „Ich bin der Vater, ich habe Recht!“ festhängen.

Das gleiche System gilt für Vorgesetzte und Untergebene, für Experten und Nicht-Experten…

In gewisser Hinsicht könnte man es auch so formulieren: Denken in Hierarchien verhindert Lernen.

Wenn es uns leicht fällt, trotz aller inneren Widerstände einfach zu sagen „Du hast Recht“, dann sind wir in diesem Punkt gut unterwegs.

Sicherlich kennst Du das, wie schwierig es oft ist einfach einzugestehen das Andere Recht haben. Doch wenn wir das nicht zugeben, dann nehmen wir es auch für uns nicht an. Erfolgreiche Menschen werden es ohne zu zögern sofort zugeben, wenn jemand anderes Recht hat, selbst wenn er der Chef und der Andere ein Praktikant im Unternehmen ist.

Ohne hier ausführlicher zu werden und weitere endlose Beispiele aus dem Alltag anzubringen denke ich, Du kannst diesen Punkt in Tiefe und Umfang erfassen.

Diese Komponente ordne ich also auf einer Skala von 0 – 10 ein, wobei 0 bedeutet, das ich in keinster Weise bereit bin, solche Dinge anzunehmen
und 10 die absolute Bereitschaft darstellt.


Die zweite Komponente ist „Wie bereit bin ich, das umzusetzen?“

Wie messe ich das?
Das Hauptkriterium hier ist die weiterführende Frage:

„Wie bereit bin ich, Dinge aufzugeben? Wie bereit bin ich, Dinge aufzugeben damit ich das, was ich annehme auch umsetzen kann?“

Vielleicht muss ich dazu innere Überzeugungen aufgeben.
Vielleicht muss ich dazu auch Dinge im Äußeren aufgeben wie Fernsehen, Computerspiele, Gewohnheiten…

Das kann erfahrungsgemäß eine schwierige Aufgabe sein und daher sollten wir uns diese Frage immer und immer wieder stellen: „Wie bereit bin ich, Dinge aufzugeben um das, was ich gelernt habe anzuwenden und damit erfolgreich umzusetzen.“

Auch diese Komponente ordne ich zwischen 0 und 10 ein, wobei 0 natürlich bedeutet das ich in auf keinen Fall bereit bin, XYZ aufzugeben,
und 10 bedeutet das ich sofort und jetzt vollständig bereit bin XYZ aufzugeben.

Diese beiden Werte werden multipliziert, und so bekommst Du den sogenannten Lernfähigkeitsindex, der zwischen 0 und 100 liegt.

Wie bereits erwähnt, schwankt dieser Index beständig. Und je erfolgreicher wir sind oder je höher unsere (reale oder gefühlte) Stellung ist, desto mehr sinkt er in der Regel. In Managercoachings sind selbige oft überrascht, wie gering ihre Lernfähigkeit mit der Zeit geworden ist!

Das System bedingt natürlich, das Du ehrlich zu dir selbst bist.
Es ist auch interessant, wenn man vertraute Personen diesbezüglich nach ihrer Einschätzung fragen kann.

Wenn einer der beiden Werte auf zehn ist und der andere Wert auf null, dann ist auch der Lernfähigkeitsindex auf null – 10 x 0 = 0

Überprüfe also deinen Lernfähigkeitsindex und sorge dafür, das er auf 100 ist oder zumindest nicht weit davon entfernt.
Wie auch das erste Grundelement muss dieses Dir in Fleisch und Blut übergehen.

Wie das geht? Mittels 3 Schritten:

  • Übung
  • Übung
  • Übung
Im dritten Teil dieser Serie gehen wir auf das nächste Grundelement ein, dann geht es um das Thema „Warum und Wie

Du kannst diesen Artikel hier als PDF herunterladen: Angehängte Datei  Erfolgsfaktoren Teil 2.pdf   278,37K   169 Anzahl Downloads



© 2014 Forexfabrik.de / Mod Scusi


Profilbild

Über Scusi

Trading aus Leidenschaft für die Märkte, nicht professionell. Schwerpunkte Structure Trading / Analyse und Trading-Psychologie. Im "wirklichen Leben" Therapeut, Coach und Trainer.


4 Kommentare

wie in allen coachings, büchern, seminaren etc. wird immer um den brei geredet und nicht zum punkt gekommen. alleine das lesen an sich hindert einem erfolgreich zu sein. klar das eine bedingt das andere etc. aber man kann erfolg auf zwei faktoren minimieren.

1. Achtsamkeit -> Spüren das man selbst ist, sich und die Welt wahrnehmen, Gefühle und Gedanken wahrnehmen, seine eigenen handlungen wahrnehmen
--> reflektiv damit umgehen, kritisch hinterfragen, allgemein sich selbst und sein tun hinterfragen. WESSEN produkt ist man? - das der gesellschaft, eltern oder möchte man das Resultat eines reflektiven selbst sein?

2. nach dem beobachten kommt das tun und zwar schrittweise refkeltiv mit einem ziel. dabei stellt man sich zwei folgende fragen:
-> Erste Frage: Was verhindert meinen Erfolg bzw. lenkt mich ab? z.B. Tv, unwichtige internetseiten etc.---> tv wegbringen, kindersicherung bzw. internetsperren anhängen mit fremden passwort und so weiter
-> Zweite Frage: Wie erhöhe ich meine Erfolgschancen? z.B. Erinnerungen, Planung etc. -> Plaktae im zimmer angängen, karteikarten machen, für planung den tag abens vorher planen etc.

Das tun / handeln soll mit Planung und Achtsamkeit von statten gehen. Lieber beständig klein anfangen und sich dann steigern. Empfehlen würde ich euch einen Tabellenkalkulation zu machen und alle tage zu machen, alle tagespflichtaufgaben etc. und dann auch jeden abend auswerten und tagebuch schreiben und den nächsten tag planen. jede woche dann fazit ziehen, was störend war und was man zur unterstützung nehmen könnte. DAS ÄNDERT EINEN. und nicht irgendwelche lernfährigkeitsindexe oder so.

mache dies seit 2-3 monaten und spüre beachtliche veränerungen sowohl was produtivität auch einstellung angeht. es ist noch viel luft nach oben und das ist gut so. freue mich schon auf produktives diszipliniertes traden. :)

falls ihr wissen wollt was meine tägliche pflichtaufgaben sind: 10 minuten mediatation, 30 minuten sport, 1x mein individueles motivationstext lesen (mit meinen zielen, schreckszenaien etc.), eine uni vorlesung durcharbeiten.
alles in einem hab ich noch nie soviel geschafft und das beständig. werde am ball bleiben und mich progressiv steigern!

    • Pit gefällt das

Hallo Paruski,

 

das hört sich ja alles nach einem Erfolgsjournal an. Ich persönlich arbeite damit auch. Ich trage jeden Tag 10 Dinge ein, die ich erreicht habe.

 

Besonders erfolgreich ist das im Berufsleben. Ich nehme mir täglich vor (Mo-Fr) meine 8 Std voll zu arbeiten. Macheich länger kommt es ins Erfolgsjournal. Einen Kunden eine weitere Handwerksleistung zu verkaufen ebenso.

 

Privat nutze ich das so: Da ich mein Kaffee Konsum einschränken will, trage ich z.B. ein: Heute nur 2 Kaffee getrunken.

 

Da man täglich es nicht einfach hat 10 Erfolgreiche Dinge ins Erfolgsjournal einzutragen achten man auf solche kleinen Dinge wie Kaffee Konsum reduzieren was sonst vielleicht nicht mit aufgenommen wird.

 

Ein wichtiger Punkt ist auch noch, dass man aus der Komfortzone ausbrechen sollte. Da ich fast immer um 06:00 Uhr aufstehen muss um rechtzeitig in der Firma zu sein, Breche ich aus meiner Komfortzone aus indem ich schon um 05:30 Uhr aufstehe. Das wiederum ist wieder ein Eintrag ins Erfolgsjournal. Der Tag beginnt ruhiger und meine Angestellten wunderten sich (am Anfang) das z.B. der Kaffee schon fertig ist. 

 

So kann sich bestimmt auch jeder Trader verbessern.

    • paruski und Pit gefällt das

dazu habe ich mir "das buch der kraft" oder wie man auch nennen will angelegt bzw. gemacht.
jedes mal wnen ich abends mein tag rekapituliere und tagebuch schreibe und den nächsten tag plane schreibe ich eine positive sache die ich besonders gut gemacht habe / die beachtung findet in mein buch der kraft. ziel ist es irgendwann eine sammlung mit kleinen positiven aufmunternden geschichten oder eine auflistung mit dingen die ich durchgezigen habe, um mir jedes mal vor augen zu halten was ich schaffe. wichtig ist halt das dies kein frustbuch sein soll (ich habe nicht dies und jenes gemacht). insofern ist dies eine super sache clooni um sich vor augen zu halten was man alles schaffen kann, und um eine positive kraftquelle zu haben die einen weiter motiviert.

 

wie man sich beim trading verbesser kann sind z.B. wenn man schlüsselmomente reinschreibt. mir ist mal früher folgendes passiert: 5 trades gemacht bei allen 5 trades gezockt und mit ach und krach gewinn gemacht, aber knapp der kontoschrottung entgangen. ich habe mich zusammengerissen und bin bei meinem 6. stark geblieben und habe mein stop nicht versetzt -> zuerst ging der trade gegen mich (1 pips vorm stop hat der kurs gedreht) um dann ins tp zu laufen. hab das in mein buch geschrieben und seitdem halte ich mich irgendwie an meine stops ;D :D

    • Pit gefällt das

und wenn wir später Rentner sind, lassen wir unsere Aufzeichnungen zum buch binden, verkaufen es dann und leben dann im saus und braus. ;-) (oder lachen uns kaputt über die fehler die wir gemacht haben).

    • Pit gefällt das


Artikel durchsuchen



Recent Comments