Inhalte aufrufen

  • Über Facebook anmelden Über Twitter anmelden Über WindowsLive anmelden Log In with Google Anmelden
  • Mitglied werden


* * * * -

Basiswissen simplified - Geldsystem

Geldsystem Schuldgeldsystem Banken Kredite Zinsen

Basiswissen simplified - Wie funktioniert das Geldsystem / Bankensystem

„Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“
[Henry Ford]
Früher wurde als Tauschmittel vieles genutzt, was irgendeinen Wert darstellte. Und so wurden nicht nur Güter gegen andere Güter (also z.B. Fische gegen Kartoffeln) getauscht, auch schöne Muscheln, Federn etc. galten als abstraktes Tauschmittel (=Geld).

Um es zu vereinheitlichen, einigte man sich irgendwann auf werthaltige Materialien, zum Beispiel Gold, das von Goldschmieden in kleine, ungefähr gleich große Formen gegossen wurde (so ähnlich wie Münzen) Es entstanden auch die ersten Kreditgeschäfte, indem zum Beispiel 100 Goldstücke verliehen wurden, die dann nach einem Zeitraum zurückgegeben wurden, zusätzlich 2 Goldstücke als Bezahlung für diese Dienstleistung.

Diese 2 Goldstücke, so könnte man vermuten, waren das, was heute „Zinsen“ sind. Doch es besteht ein großer Unterschied, denn für diese beiden zusätzlichen Goldstücke musste tatsächlich jemand in eine Goldmine gehen, das Gold abbauen und sie herstellen. Sie mussten also physikalisch als Wert vorhanden sein.

Da somit ein Material von definierter Werthaltigkeit entstand, wollten auch bald viele Menschen das Gold nicht zu Hause haben, weil es immer häufiger gestohlen wurde. Der Goldschmied hatte einen Tresor, und so konnte er seinen Tresor vermieten damit die Leute dort ihr Gold gegen eine geringe Gebühr lagern konnten.

Wer also 100 Goldmünzen dort lagerte, bekam vom Goldschmied eine Quittung, dass er diese 100 Münzen dort eingelagert hatte.

Nun begann ein interessantes Phänomen. Die Menschen fanden es zu umständlich, immer Münzen aus dem Tresor zu holen, und tauschten daher einfach untereinander die Quittungen des Goldschmiedes, die Münzen blieben unberührt im Tresor liegen. Es wurde also mit einer abstrakten Form des Goldes gehandelt, niemand interessierte sich mehr für das Gold, das im Tresor eingelagert war.

Als der Goldschmied nach einer Zeit merkte, dass quasi niemand sein Gold je abholte und nur mit den Quittungen bezahlt und gehandelt wurde, kam er auf eine Idee, die die Richtung unseres heutigen Geldsystems entscheidend geprägt hat.

So wie er früher die Quittungen für die eingelagerten Münzen ausgestellt hat, begann er nun Kredite auf der Basis der bei ihm eingelagerten Goldmünzen über „Schecks“ auszugeben, die in der Funktion ähnlich wie unser heutiges Papiergeld waren.

So wurde das Geld von realen Werten getrennt, denn er hat viel mehr Kredite vergeben als tatsächlich durch den realen Wert der Goldmünzen gedeckt war. Er hatte ja die Erfahrung gemacht, dass sich für die echten Goldmünzen kaum mehr jemand interessiert. Für diese Kredite mussten natürlich „Zinsen“ bezahlt werden, und für diese Zinsen ging niemand mehr in ein Bergwerk und baute Gold ab, denn so viel Gold gab es ja gar nicht. Das „Schuldgeldsystem“ war geboren.

Auf diese Weise wurde das begründet, was wir heute unter „Bank“ kennen. Dieses erfolgreiche Modell wurde natürlich überall von findigen Geschäftsleuten übernommen. Das ging auch Jahrhunderte lang gut, bis eines Tages (es ist noch gar nicht so lange her) viele Menschen gleichzeitig ihr Geld von einer Bank abheben wollten. Das war natürlich ein Problem, denn durch die Erfindung der Zinsen wurde im Laufe der Zeit eine gigantische Summe an Geldmitteln in Umlauf gebracht für die kein realer Gegenwert existierte. Die Banken sind in ihrer Gier noch einen Schritt weiter gegangen und haben das gleiche Spiel von damals wiederholt. Diesmal wurde nicht Gold als abstraktes Papiergeld ausgegeben, sondern dieses Papiergeld wurde dann zu elektronischem Geld, was also nur noch Zahlen in einem Computersystem sind.

Und von dieser rechnerischen Menge an Geld, das heute durch Zinsen in Umlauf ist, existiert weit weniger als 1% überhaupt in Form von Papiergeld und davon dann noch mal deutlich weniger als 1% in realen Werten.
Schauen wir uns jetzt noch an einem einfachen Beispiel an, wie unser heutiges Schuldgeldsystem funktioniert.
Wir gründen eine Bank und überweisen 1.111,12 Euro an die Zentralbank als „Sicherheitseinlage“. Diese Summe ist das einzige Geld, das tatsächlich existiert.

Für diese Sicherheitseinlage dürfen wie jetzt im Verhältnis 1:9 einen Kredit vergeben, also 10.000 Euro.
Herr Meier kommt in unsere Bank und nimmt diese 10.000 Euro als Kredit auf um ein Auto zu kaufen.

Jetzt kommt das Wesentliche:

Die Bank erschafft diese 10.000 Euro aus dem Nichts durch diese Kreditanforderung, heute einfach durch das Eintippen der Zahlen in den Computer der Bank.

Es gibt keinen realen Gegenwert für diese 10.000 Euro.

Dieses Vorgehen wird im Bankwesen auch „Bilanzverlängerung“ genannt.
Das Geld, das so per Kreditvergabe erschaffen wurde existiert also nicht in der Realität, ganz zu schweigen von realen Werten, die dahinter stünden.

Aber zurück zu unserem Beispiel. Nun bringt der oben genannte Autohändler die 10.000 Euro (die ja nicht als Realwert existieren) wieder zu seiner Bank. Durch diese Einlage darf die Bank wieder einen Kredit vergeben, und zwar in der Regel wieder im Verhältnis 1:9, also die 10.000 Euro + 90.000 Euro, die ebenfalls wie oben genannt durch weitere Bilanzverlängerung aus dem Nichts erschaffen werden.

Frau Schulze bekommt nun also von der Bank einen Kredit über 100.000 Euro, kauft damit eine Eigentumswohnung von einem Bauunternehmer, dieser bringt die 100.000 Euro wieder zur Bank…

Wie man sich leicht vorstellen kann, entsteht so ein exponentielles System, das in regelmäßigen Abständen zum Zusammenbruch einer Wirtschaft / Währung geführt hat, und immer wieder führen wird.

Vielleicht ein bildlicher Vergleich:
Wenn wir die Menge der heute noch vorhandenen realen Werte mit unserem künstlichen Geldkonstrukt vergleichen, das aufgrund dieses Schuldgeldsystems entstanden ist, dann wäre die Geldmenge, die so in Umlauf ist in etwa der Mount Everest und die tatsächlich real existierenden Werte dagegen etwas kleiner als die Spitze einer Stecknadel.
Damit dieses System nicht sofort auffliegt wurde als erster Schritt vor langer Zeit festgelegt, dass man Papiergeld nicht mehr in richtige Werte (die eingelagerten Goldmünzen) umtauschen kann, sondern nur noch in anderes Papiergeld umtauschen konnte.

Natürlich kann jeder Gold und Silber kaufen, wenn allerdings nur 0,0012% des in Umlauf befindlichen künstlichen Geldes in reale Werte wie Gold und Silber umgetauscht werden würden, dann wären bereits die existierenden Vorräte an Edelmetallen vollkommen ausgeschöpft.

Aus diesem Grund wird es in immer mehr Ländern verboten, Edelmetalle in Privatbesitz zu haben, da dies die nächste ernst zu nehmende Gefahr für dieses perfide System darstellt.

Viele solcher "Rettungsaktionen" waren bisher notwendig, um das System aufrecht zu erhalten. Die Öffentlichkeit wird wie immer einfach durch völlige Verdrehung der Fakten geschickt für dumm verkauft.

Wie sagte damals der König zum Papst? "Halte Du sie dumm, ich halte sie arm."

Auch der nächste Schritt um dieses Geldsystem aufrecht zu erhalten ist bereits in der Umsetzung: Die Abschaffung des Bargeldes, bzw. ein Bargeldverbot, welches schon in vielen Ländern umgesetzt wurde und in den nächsten 2-3 Jahren noch wird (übrigens auch bei uns in Europa, nicht dass jemand behauptet er habe von nichts gewusst).

Damit wird dann das System unantastbar und endgültig undurchsichtig, und nebenbei ist somit auch eine umfassende Kontrolle jeder einzelnen Person sichergestellt. All das sind keine dunklen Theorien. Das alles sind Fakten die auf dem Tisch liegen. Jeder möge das selber überprüfen oder aber in der konstruierten Scheinwelt bleiben. Jeder hat die freie Wahl.

Wenn dieser Artikel nur ein paar Menschen die Augen öffnen konnte, dann ist es schon mehr als ich erwarten würde. Ich weiß, dass 98 von 100 Leserinnen und Lesern sich trotzdem für die Scheinwelt entscheiden.

Wenn Du einer der 2% bist, einer der wenigen Menschen die sich entscheiden nicht mehr fremdgesteuert zu allem JA zu sagen, die Augen zu öffnen und sie vor allem offen zu lassen, dann freut mich das ganz besonders. Du kannst das einfach entscheiden, Du hast die freie Wahl.


Dieser kurze Artikel ist als Augenöffner gedacht und hängt als PDF an.
Du kannst ihn auch kopieren, ausdrucken, verteilen… so wie Du magst.
Angehängte Datei  Basiswissen simplified - Geldsystem.pdf   351,48K   173 Anzahl Downloads

  • ralf9, pals10001, alteeiche und 2 anderen gefällt das


Profilbild

Über Scusi

Trading aus Leidenschaft für die Märkte, nicht professionell. Schwerpunkte Structure Trading / Analyse und Trading-Psychologie. Im "wirklichen Leben" Therapeut, Coach und Trainer.


1 Kommentare

Der Artikel ist historisch nicht ganz richtig. "Zinsen" gab es schon im Tauschhandel. Vereinfachtes Beispiel: Tausch 10 Säcke Erdbeeren gegen 10 Säcke Äpfel. Apfelernte ist aber erst ein paar Monate später.Der Erdbeerbauer stundet dem Apfelbauer die Lieferung, verlangt aber im Gegenzug einen zusätzlichen Sack Äpfel. Einige Jahrhunderte später, im alten Babylon wurde dieses System erweitert. Der Apfelbauer musste auf einer Tontafel bestätigen, dass er nach der Ernte 11 Säcke Äpfel liefern muss. Der Schuldschein war erfunden. Der Erdbeerbauer konnte diese Tontafel nun als Tauschware einsetzen.

Ein weiterer Fehler ist bei den Goldmünzen. Keiner musste für die Zinsen in die Goldmine. Das funktionierte anders. Der Goldschmied verwendet die beiden Münzen, die er als Zinsen erhält, um seine Kosten zu decken. er bezahlt seine Angestellten, kauft etwas zu essen für sich und seine Familie, hält sein Haus instand und zahlt Steuern.Das Geld gelangt so in den Wirtschaftskreislauf.
Der Kreditnehmer investiert seine 100 Goldmünzen, um Rohstoffe einzukaufen, etwas daraus herzustellen und verkauft es dann für 104 Goldmünzen. Von den vier Münzen Profit zahlt er nun seine Zinsen und hat immer noch etwas übrig.



Artikel durchsuchen


Aktuelle Antworten aus dem Forum

Aktuelle Themen aus dem Forum


Recent Comments