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Wer tötete die Volatilität?

Volatilität Weltmarkt

Frage einen Händler / Trader um die Marktkonditionen aufzulisten, die dazu führen Geld zu verdienen. Es wird garantiert die "Volatilität" genannt - und das recht weit oben.
Leider ist die Volatilität an einem historischen Tiefpunkt angelangt.
Volatilität (vom lateinischen "volatilis" - fliegend,flüchtig) ist die Bewegung des Marktes, des Preises an sich und wird z.B. im Forexhandel benötigt, um überhaupt Geld zu gewinnen. Volatilität bewegt den Preis und sorgt für Kursbewegungen.

Volatilität macht Gewinne - und natürlich auch Verluste - für den Trader. Ist die Volatilität weg haben wir einen flachen Markt, dann ist Flaute im Meer des Handels. Und zur Zeit verschwindet die Vola(tilität) in allen Märkten: Aktien, Anleihen und Devisen.

Die Durchschnittliche Vola des S&P 500 Aktienindex (gemessen am VIX-Index des "Chicago Board Options Exchange") ist 14.67 in diesem Jahr, das Nahe an dem Jahresdurchschnitt 2013 bei 14.23 liegt. Zurückgegangen von 17.80 in 2012, 24.20 in 2011 und 31.48 in 2009.

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Der Rentenmarkt liegt ähnlich im Koma: Der diesjährige Mittelwert des Merrill Lynch MOVE Index für US-Treasury-Anleihen zeigt die niedrigste Vola sit mindestens 5 Jahren:

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Ein ähnliches Bild ergibts sich für den Forex-Markt, hier der Volatilitätsindex der Deutschen Bank für Währungen:

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Obwohl die Zentralbanken Milliarden von Euro, Dollar, Pfund und Yen in die Weltwirtschaft pumpen, ersticken diese damit gleichzeitig den Informationsgehalt, den der Marktpreis liefern soll. Es ist eine schrittwise Zerstörung des Marktes, da die Kauf- und Verkaufspreise nicht mehr das reale Bild zwischen Angebot und Nachfrage abbilden können.

Die Händler wissen nicht nur "vom Nichts des Kurses" den Wert (wie immer), Sie wissen jetzt auch den korrekten Preis dafür nicht mehr.

Stationäre Preise mögen für die Zentralbanken oder Staaten wünschenswert erscheinen, immerhin ist es doch das erklärte Ziel fast aller politischen Entscheidungsträger dieser Welt: Preisstabilität.

Diese künstliche Unterdrückung birgt Risiken, die fürchterlich nach hinten losgehen können, sobald die Zentralbanken ihre verschiedenen Konjunkturprogramme aufspannen.

"Niedrige Volatilität birgt den Keim der Zerstörung. Aber es gibt auch Währungen die davon profitieren könnten, z.B. die "fragile five" des "Emerging Market": Indien, Indonesien, Türkei, Brasilien und Südafrika. Auch innerhalb der G10 könnte der NZD als Gewinner hervorgehen."
Meldet das Bankhaus HSBC.

Abschließend sollte man nicht vergessen, das Zeiten mit einer niedrigen Vola die Möglichkeit bietet, sich gegen spannendere Zeiten abzusichern.

Also: Wer hat die Volatilität umgebracht? Es waren die Zentralbanken!
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Über Divecall

Mein Name ist Peter Schüler (Jahrgang 1969) und ich bin der Gründer der Forexfabrik.de. Leider läßt mein aktueller Zeitrahmen ein aktives Trading mit einem Real-Konto nicht zu, von daher beschäftige ich mich z.Z. mit gelegentlichen Demo-Trading, da ich mit der Erstellung von Inhalten für die Forexfabrik voll ausgelastet bin...


3 Kommentare

Da Zentralbanken zunächst nur ihre eigene geografische Sicht von kontrollierter Inflation haben, die Volkswirtschaften jedoch nicht ausgeglichen ex-/importorientiert sind, bleibt es nur eine Frage der Zeit, wie lange dieser Akt dauert.

Gerade heute scheint ein ruhiger Tag zu sein. Er bewegt sich bis jetzt innerhalb von 20 Pips beim EurUsd und bei den anderen sieht es nicht besser aus.

Bin gespannt, welche Richtung sie sich aussuchen, die Ruhe vor dem Sturm ?

ist gut so, dann könnte ja die elende Zockerei am Forex ja mal aufhören.

 

Aber leider werden die Leute früher oder später bei Meldung x eh wieder nur sinnlos rumzocken...



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