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2016 - Das Jahr der Superreichen!

Reich

In gut acht Monaten dürfte es soweit sein. Anfang 2016 gehören dem reichsten 1% der Weltbevölkerung mehr als 50% des weltweiten Vermögens, das schätzt die unabhängige Wohlfahrtsorganisation OXFAM. Zahlen, die von der „Bank Credit Suisse“ Ende 2014 in Ihrem „Global Wealth Report“ bestätigt wurden.
2009 waren es „nur“ 44%, die dem reichsten Prozent der Weltbevölkerung gehörten.

"Das Ausmaß der globalen Ungleichheit ist einfach erschütternd", erklärte die Oxfam-Direktorin Winnie Byanyima.


"Das Ausmaß der globalen Ungleichheit ist einfach erschütternd."

Wer Superreiche in Europa treffen möchte, muß nach London, Moskau, Paris oder Istanbul reisen. Aber auch Hamburg kann mit schlappen 18 Milliardären mithalten.

Dabei gibt es rund 775 Milliardäre in Europa (Großbritannien: 130, Deutschland 123. Das Fürstentum Lichtenstein besitzt mit 5 Milliardären pro 37.000 Einwohnern eine Sonderstellung). In Gesamt-Asien gibt es 560 Superreiche (China: 358, davon 90 Politiker!), Lateinamerika verzeichnete ein Plus von 38% bei den Superreichen auf 153 Menschen.

Im Mittleren Osten und Afrika hat hingegen die Zahl leicht abgenommen (194). In den USA sind es 609.

Jeder 8 Milliardär ist weiblich, allerdings haben 2 von 3 Milliardärinnen ihr Vermögen einfach nur geerbt.

35% der Superreichen haben keinen Universitätsabschluss.

Im Durchschnitt besitzt ein Superreicher 3,1 Milliarden USD, die reichsten 85 Menschen dieses Planeten verdienen eine halbe Millionen USD – pro Minute!

2325 Menschen besitzen zusammen ein Vermögen von 5,64 Billionen Euro – das entspricht dem doppelten BIP Deutschlands und übersteigt den Wert aller Firmen im DowJones-Index.

Seit der Finanzkrise 2008, hat das weltweite Vermögen um rund 20% zugenommen, und damit entfallen – rechnerisch – rund 56.000 USD reines Vermögen, wohlgemerkt PRO KOPF (!) auf dieser Erde. Damit sind wir alle so reich wie noch nie zuvor…

Um zur reichen Hälfte der Erdbevölkerung zu zählen, benötigt eine Person in etwa 3650 USD, inkl. etwaigen Immobilienbesitzes. Es gibt auch eine „globale Mittelklasse“ – gut eine Milliarde Menschen – die über ein Vermögen zwischen 10.000 und 100.000 USD verfügen.

"Die Finanzkrise wirkte dabei als Trendwende..."

"Dieses Jahr lag unser Hauptaugenmerk auf Vermögensungleichheit", sagte Markus Stierli von der Forschungsabteilung der Bank. "Unsere Ergebnisse zeigen dabei, dass sich die Ungleichheit seit 2008 tendenziell vergrößert hat, besonders in Schwellenländern. Die Finanzkrise wirkte dabei als Trendwende, nachdem die Entwicklung bis 2007 abnehmend verlief oder stagnierte", äußerte Stierli.

Es wird damit gerechnet, daß das weltweite Vermögen auf bis zu 369 Billionen USD im Jahr 2019 ansteigt.

Ein Großteil des Vermögens befindet sich dabei in den USA mit 114 Billionen USD (91 Billionen EURO), wo mit ca. 63.000 auch rund die Hälfte der weltweit 128.000 „Ultra High Net Worth“-Menschen leben (Das sind Menschen, deren Privatvermögen 50 Millionen USD übersteigt). Wir hier in Deutschland haben ungefähr 5550 dieser „Ultra High Net Worth“ Individuen.

Von dieser finanziellen Elite setzen sich noch einmal 4300 Personen ab, die über ein (geschätztes) Vermögen von mehr als 500 Millionen USD verfügen. Dabei ist die Zahl der weltweiten Millionäre seit dem Jahr 2000 um 164% gestiegen (rund 34,8 Millionen Menschen). Man nimmt an, daß deren Zahl bis 2019 auf 53 Millionen Millionäre ansteigt.

"Diese Zahlen zeigen, dass die Ungleichheit extrem ist und weiter zunimmt. Die wirtschaftliche Erholung seit der Finanzkrise verlief Großteils zugunsten der Wohlhabenden. Die, die sich am wenigsten leisten können, haben den Preis für die Krise zahlen müssen, während die Taschen der Reichen immer praller wurden.", sagte Emma Seery, von Oxfam.

Interessanterweise geht es mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Vermögen von 581.000 USD den Schweizern am besten, gefolgt von den Australiern, Norwegern und dann erst den Amerikanern.

Das liegt aber auch daran, dass die nicht gerade Bevölkerungsdichte Schweiz 2434 „Ultra High Net Worth“ Menschen hat, in Deutschland sind es immerhin 5548 Menschen (auf Platz 3 hinter China).

Die Schere zwischen Arm und Reich klappt immer weiter auf: In Großbritannien besitzen 5 (!) Familien 33,75 Milliarden Euro, während 12,6 Millionen Briten zusammen 33,63 Milliarden Euro Vermögen besitzen!

Die reichste britische Familie, die vom Duke of Westminster angeführten Grosvenors, besitzt mit geschätzten 7,9 Milliarden Pfund sogar mehr als die ärmsten zehn Prozent der Briten zusammen (7,8 Milliarden Pfund).

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Auch in Deutschland wird die Republik wieder gespalten, denn die Armut steigt immer weiter an, es gelten 12,5 Millionen Deutsche als arm (2013). Dabei sind es vor allem Rentner und Alleinerziehende die in die Abwärtsspirale gleiten.

Am stärksten betroffen sind die Bundesländer Bremen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Insgesamt verschlechterte sich die Lage in 13 der 16 Bundesländer, nur in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen blieb die Armutsquote stabil oder ging leicht zurück. Einen besonders starken Anstieg gab es dagegen neben den bereits genannten Schlusslichtern der Armutsstatistik auch in Hamburg und Teilen Nordrhein-Westfalens.

Es wird geschätzt, dass 0,1% der reichsten Deutschen rund 14-16% des Gesamtvermögens besitzen, die reichsten 10% halten zwischen 63-74% des deutschen Privatvermögens.

Bei allen Zahlen gilt eine schwierige Datenlage: Die Erfahrungen aus Studien anderer Länder zeigten, dass die Auskunftsbereitschaft mit der Höhe des Vermögens sinke.

Fazit: Es macht den Anschein, dass aus jeder Finanzkrise die Superreichen gestärkt hervorgehen und anschließend nur noch reicher werden. Da bewahrheitet sich mal wieder die alte Börsenweisheit: „Das Geld ist nie weg, es haben immer nur die anderen“.

Interessant wäre es natürlich auch bei all diesen beeindruckenden Fakten, die Entwicklung der Geldmenge zu betrachten…

Angehängte Datei  credit-suisse-global-wealth-report-2014.pdf   3,88MB   125 Anzahl Downloads

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Mein Name ist Peter Schüler (Jahrgang 1969) und ich bin der Gründer der Forexfabrik.de. Leider läßt mein aktueller Zeitrahmen ein aktives Trading mit einem Real-Konto nicht zu, von daher beschäftige ich mich z.Z. mit gelegentlichen Demo-Trading, da ich mit der Erstellung von Inhalten für die Forexfabrik voll ausgelastet bin...


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