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Bitcoin ... Pizza !

Bitcoin Cryptocurrency

Am 22. Mai ist der weltweite „Bitcoin Pizza Tag“. An diesem Tag fand im Jahr 2010 die erste Transaktion einer Ware gegen Bitcoins statt. Es war der Tag, an dem die virtuelle Welt die echte Welt betrat.
Zugegeben, nicht ganz aktuell - aber aufgrund der Tragik der Geschichten und der aktuellen Preisentwicklung, sind diese Stories einfach zu schön, um unerwähnt zu bleiben!

So schön die Geschichte hätte laufen können, gibt es doch einen Verlierer. Und der heißt Laszlo Hanyec. Ein gebürtiger Ungar, der zu diesem Zeitpunkt in Florida als Programmierer tätig war.

Er hatte die folgenschwere Idee, am 19.Mai 2010 in einem Bitcoin Forum einen Beitrag zu veröffentlichen, in dem er anbot 2 Pizzen gegen 10.000 Bitcoins zu tauschen!

Dateianhang: forum.png

Er wollte „unbedingt 2 Pizzen, damit er auch am nächsten Tag noch eine Essen könne“ wurde überliefert. Gesagt getan. Am denkwürdigen 22.Mai 2010 fand sich schließlich ein User, der bereit war auf dieses Geschäft einzugehen.

Damals hatten die unbekannten, noch recht jungen Bitcoins einen Gegenwert von rund 41 USD – also eigentlich ein recht gelungener Preis für 2 Pizzen.

„Es war unglaublich cool“ – so sagte der Entwickler – „die Bitcoins, die damals so gut wie gar keinen Wert hatten, gegen Pizza`s einzutauschen“.

Dateianhang: bitcoin-pizza-day.jpg

Dateianhang: this-is-what-a-23-million-pizza-looks-like.jpg

Auf den Bildern oben, sieht man übrigens die "echten Pizzen", die für 10.000 Bitcoins den Besitzer wechselten...

Ob er heute auch noch so denkt? Immerhin hätten diese 10.000 Bitcoins, heute am 18.08.2017, einen Wert von sage und schreibe 43.097.375 USD, also rund 43 Millionen (!) Dollar.

Zum damaligen Zeitpunkt, war die Resonanz im Forum der anderen Mitglieder übrigens sehr groß und das Mitglied „laszlo“ wurde regelrecht gefeiert: „Gratulation“ hieß es da, „für den großen Meilenstein“ oder „Ich beneide Dich, die Pizza sehen lecker aus!“ wurde geschrieben.

Trotz der sich schnell wechselnden Zeiten, wagte keiner daran zu denken, das diese Cryptowährung einmal in utopischen Preisregionen vorstoßen würde, in der diese sich heute befinden.

Wer will, kann auf dem Twitter Kanal „Bitcoin Pizza“ jeden Tag ablesen, wieviel Dollar diese beiden Pizzen Wert wären:

@Bitcoin_Pizza

Hier der Link zum originalen Forumsbeitrag



Wer nun denkt, dass Laszo Hanyec der einzige Pechvogel der Bitcoin-Geschichte sei, der könnte sich eventuell irren, denn es gab noch einen weiteren Unglücksraben: Irgendwann im Sommer 2010 schüttete der Brite James Howells ausversehen ein Glas Limonade über sein DELL XPS N1710 Laptop.

Dateianhang: FSMD65Wv_400x400.jpg

An sich schon ärgerlich genug, zerlegte er daraufhin diesen Computer und verkaufte die Einzelteile, die noch funktionierten bei Ebay und andere Teile wanderten in den Müll.

Nur die Festplatte, die legte er in eine Schublade und vergaß sie dort schlichtweg - Und das für die nächsten 3 Jahre.

Irgendwann – es war wieder Sommer – mistete er gründlich seine Wohnung aus. Alles, was er nicht mehr gebrauchen konnte, wanderte auf den Müll, so auch die lange Zeit unbeachtete Festplatte.

"Es war an einem Freitagabend", resümierte er, "als ich in den Nachrichten hörte, dass Bitcoins aktuell rasant an Wert gewinnen".

Und plötzlich fiel es ihm wieder ein: Er erinnerte sich, dass er im Jahr 2009 rund 7500 Bitcoins „geschürft“ hatte!

Damals war das „schürfen“ (das sogenannte "Bitcoin Mining") noch recht einfach, die mathematischen Formeln noch nicht so komplex, um Bitcoins zu berechnen. „Für 7500 Bitcoins, brauchte ich damals eine Woche“ äußerte der Coder Howell damals im Guardian. Allerdings hörte er mit der Bitcoin Berechnung auf, da der Lüfter seines damaligen Laptops schlichtweg zu laut war und seine Freundin nervte.

Er suchte wie ein Berserker die Wohnung ab, durchsuchte jeden USB-Stick und jede Festplatte nach einem Backup. Vergebens: die Bitcoins blieben verschwunden. Mehr noch: Ihm fiel nun die achtlos weggeworfene Festplatte wieder ein!

Sobald er konnte besuchte er die Müllhalde von Newport Council, diese war jedoch so groß wie ein Fussball-Feld. Er erklärte den Verantwortlichen dort die Situation, ihm wurde die Suche auf der Deponie aber schlichtweg verweigert: „Wir dulden keine Schatzsucher“ hieß es. Zudem sagte man ihm, dass sein Müll nun rund „3-4 Fuss tief liegt, und eine Suche ohne ein Team und speziellen Gerät aussichtlos sei“. Selbst die Polizei würde auf der Suche nach so etwas kleinem mit einem 15 Mann-Team anrücken, hieß es.

So ganz kampflos wollte sich der Computer-Programmierer jedoch nicht ergeben: er hat inzwischen eine Bitcoin-Spenden-Kampagne ins Leben gerufen, mit deren Hilfe er irgendwann einmal seine Suche finanzieren möchte.

Ärgert Euch also nicht, wenn Ihr den frühen Zug zum Reichtum verpasst habt. Experten gehen davon aus, dass der Höhenflug des Bitcoins vorerst nicht beendet ist. Man munkelt, dass er die 10.000 USD-Marke bald erreichen soll.

Jedoch sollte man spätestens dann auf zwei Dinge achten: erstens, wofür man seine Bitcoins ausgibt und zweitens: ein System-Backup kann dann nicht schaden. Man weiß ja nie.
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Über Divecall

Mein Name ist Peter Schüler (Jahrgang 1969) und ich bin der Gründer der Forexfabrik.de. Leider läßt mein aktueller Zeitrahmen ein aktives Trading mit einem Real-Konto nicht zu, von daher beschäftige ich mich z.Z. mit gelegentlichen Demo-Trading, da ich mit der Erstellung von Inhalten für die Forexfabrik voll ausgelastet bin...


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