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Stop-Loss beim Forex-Handel(n)

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23 Antworten zu diesem Thema

  #1
OFFLINE   Divecall

Wer kennt das nicht:
Da hat man gemäß der jeweiligen Strategie einen (Long)Trade bei 1.4352 eröffnet, setzt den Take-Profit (die Gewinnmitnahme, die natürlich nicht erreicht wird) und man gibt einen Stop-Loss ein (...mmhh, ob die 25 Pips reichen ? Gedacht, getan).

Oh, der Kurs läuft gut:
1.4357 +5 Pips.
1.4359 "Mönsch, 7 Pips gut...soll ich bei +10 Pips meinen TP ignorieren und schließen ?" Schweißausbruch...
1.4356 "Was denn nu? zurück auf +4? Kein Problem...das geht gleich wieder hoch..."
1.4353 "Manno, +1 ? Ich schließ doch keinen Trade für 1 jämmerlichen Pip !!!"
1.4349 "-3 Pips, das wird schon, ist nicht so weit von der 0 weg !"
1.4347 "-5 (Ich habe aber auch kein Glück heute...)"
1.4343 "-9Pips...ist eine normale Kurschwankung. Da, der Kurs geht auf -7 Pips zurück. Hab ich doch gesagt!"

-7, -9, -11, -15 "Soll ich den SL auf -30 erhöhen ? Nein, das ist zuviel...Ich bleib bei bei -25 Pips stop Loss!"

1.4336 "-16 Pips: "Waren heute News, die ich übersehen habe ?"
1.4333 "-19 Pips "Jetzt wirds eng..."
1.4330 "-22 Pips "Oh, Gott, stark volatil heute, der Kurs wird doch nicht..."

1.4327 -25 Pips -STOP LOSS ausgelöst- ("Der Kurs hat doch...")

WAS IST DAS DENN ?

1.4331, 1.4336, 1.4339 ("Ist eine Kurschwankung, ist normal, bei 1.4345 gehe ich diesmal Short. Meine Strategie funktioniert
heute wohl nicht...")

1.4345 "Gehe ich short oder nicht ?"
1.4352 "Gut das ich nicht short gegangen bin..."
1.4357 "Das ist doch nicht euer Ernst..."
1.4365 Ich lese das Buch "7 Fehler Gottes"
1.4380 Krame das Buch "Wo Gott sich noch mehr irrte" hervor...
1.4402 Auch der 3.Band "Wer ist denn diese Gott überhaupt ?" ist nicht schlecht...
1.4413 Open end...

Was war passiert:

Lange Geschichte, kurzer Sinn: Mein Stop Loss war zu eng gesetzt. Ich bin der Meinung, das kennt jeder, der mit Geld am Forex handelt.
Man will nicht zuviel Geld verlieren, gleichzeitig begrenzt dieser Gedanke den Spielraum, den ein Trade braucht um sich zu
entwickeln.

Ich bin oft genung wegen 1,2,3 oder 5 Pips ausgestoppt worden. Warum ? War ich zu sehr an meiner Strategie gebunden ? Habe ich den Markt falsch eingeschätzt ?

Wie setzt Ihr eure Stop Loss ? Das ist meine Frage. Aber auch die Richtlinien würde mich interessieren:

- Die Hälfte der Schwankungsbreite ? Nehmen wir an ein Währungspaar bewegt sich täglich im Durchschnitt 250 Pips, nehmt ihr da einen
SL von 125 ?
- Nehmt ihr feste Pips ? -25, -50, -75
- Ist 0,25 % Verlust der eingesetzten Margin besser ?
- Die Candle vom Vortag ?
- ...

Freue mich auf eure Antworten...

Du möchtest Dich in der Forexfabrik verewigen? Evtl. sogar als ...

gastautor
Zuletzt aktualisiert Datum: 27.02.2015 - 23:49 Uhr

 


  #2
OFFLINE   DaBuschi

Na dann will ich mal meinen Senf dazugeben. Generell sollte die Volatilität eine Rolle spielen, aber wie setze ich das um?

Z.B. 2,5x ATR(20). Wäre eine Möglichkeit. Ich persönlich habe bei meinem Broker standardmäßig 60 Pips für SL und TP eingestellt. Ich schaue auf dem 1h-Chart nach Widerständen und Unterstützungen. Ich achte immer auf den Schluß der 1h-Kerze. Es bringt nichts, bereits 10 Minuten für Ende der Kerze zu spekulieren, was passieren könnte und zu früh einzusteigen. Auf Dauer verliert man nur.

Nach Beendigung der Kerze suche ich mir einen geeigneten Einstieg. Schön zu handeln sind Abpraller von Pivots und Widerständen. Ein schönes Beispiel hab ich heute in matsf Thread gepostet. Der Kurs ist zweimal durch den Pivot-Punkt, konnte aber die Widerstandslinie dahinter nicht durchbrechen. Auf Stundenbasis hatte der Kurs immer wieder unter dem Pivot-Punkt geschlossen. Also bin ich short rein. Da die Widerstandslinie nicht gebrochen wurde, habe ich den Stopp kurz dahinter gelegt. Zufall war, das meine 60 Pips dafür völlig ausreichten.

Ich versuche also meinen Stopp an wichtigen Chartmarken zu orientieren und nicht willkürlich ins Nirvana zu setzen. Das ist nicht immer leicht, aber man kann es lernen. Auch ich lerne hier immer noch fleißig dazu.

Abhängig vom SL ermittle ich dann übrigens meine Positionsgröße, sodaß ich immer 1% pro Trade riskiere. Aber das hab ich in dem anderen Thread von matsf auch schon erläutert ;)
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

  #3
OFFLINE   matsf

Schade, ich finde momentan ein Post von mir nicht mehr, wo ich etwas zum Thema Stops geschrieben hab.

Ich versuch hier mal ne Kurzzusammenfassung:
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Stops.

1. ein fester Stop-Loss: Ist denk ich mal klar: 25, 50, 100, je nach Gusto.
2. ein volatilitäts-orientierter Stop: wird oft mit dem ATR (Average True Range) festgemacht, z.B. das 1,5 fache der ATR
3. ein marktorientierter Stop: meiner Meinung nach der beste.

Hier wird der Stop anhand der Marktsituation festgelegt, so wie es DaBuschi schon erklärt hat.
Z.B. wird der Stop über/unter markante Hochs/Tiefs gelegt, so dass man dem Markt noch ein paar Pips Luft geben kann, sich zu entwickeln.
Lebe nicht um zu arbeiten, sondern arbeite um zu leben.

  #4
OFFLINE   nasap


Ich bin oft genung wegen 1,2,3 oder 5 Pips ausgestoppt worden. Warum ? War ich zu sehr an meiner Strategie gebunden ? Habe ich den Markt falsch eingeschätzt ?

Wie setzt Ihr eure Stop Loss ? Das ist meine Frage. Aber auch die Richtlinien würde mich interessieren:


Hallo DC,

die von Dir beschriebene Situation kenne ich nur zu gut. Deshalb habe ich mich irgendwann dazu entschlossen fast ausschliesslich mit virtuellen Stops, will sagen, ich setze ihn gedanklich, zu arbeiten.

Das System gibt mir, zumindest bis heute, Recht. Da ich ja, im Gegensatz zu vielen anderen Tradern hier, meine Trades über den Tag im Auge behalte, ist das ok. Natürlich gibt es keine Sicherheit, dass ein Trend plötzlich gegen mich ausbrechen könnte. Aber ein gewisses Mass an Risiko muss eben sein.

Dass soll aber nicht heissen, dass ich gänzlich darauf verzichte. Angenommen ich gehe jetzt in den Trade und einer oder mehrere Indikatoren würden sich nach einem kurzen Plus plötzlich änderen. Dann wird selbstverständlich der Notausstieg vorbereitet! Der liegt je nach Vola 20-30 Pips vom aktuellen Punkt.

Um das zu unterlegen, habe ich die Trades von heute, hier im Oanda (weil ich mal wieder teste), angefügt. Der bereits im Minus stehende Trade EURJPY wurde demnach dann auch bei 1,5148 ausgestoppt. Ist zwar ärgerlich, aber ich wollte nicht bis auf 1,5181 nachgeben, um dann wieder auf Kurs zu kommen. Hätte ich das gemacht, wäre ich auch mit den anderen drin geblieben und der ganze Gewinn wäre futsch gewesen, da deren UP-Trend stärker war.

Die anderen wurden demnach vor dem Gegentrend beendet, denn beim Ausstieg halte ich es, wie "linuxtroll". "Wenn du das Gefühl hast, der Trend geht gegen dich, dann zögere nicht und denk keine Sekunde länger darüber nach, geh raus!"

Sonst passiert meistens genau das von dir beschriebene Szenario.

Ich denke, lieber den Spatz in der Hand...;)

Dateianhang



  #5
OFFLINE   Forex-Junk

Hi Leute,

bin neu hier und klink mich jetzt mal gleich in den Thread ein:

Wie setzt Ihr eure Stop Loss ? Das ist meine Frage. Aber auch die Richtlinien würde mich interessieren:


Deshalb habe ich mich irgendwann dazu entschlossen fast ausschliesslich mit virtuellen Stops, will sagen, ich setze ihn gedanklich, zu arbeiten.


Das ist natürlich sehr vorteilhaft. Ich persönlich mache das auch ähnlich, habe aber, als Einsteiger im Devisenhandel, dabei noch manchmal so meine Probleme...denn der Kurs kann (selten) auch total aus dem Ruder laufen und ich habe den Wechsel (nach unten oder oben) eben nicht rechtzeitig erkannt...

Es ist zwar immer ein schlechtes Gefühl, wenn ein Trade durch einen Stop-Loss gestoppt wird, aber manchmal sinnvoller als den Trendwechsel zu verschlafen...

Grüße,
Forex-Junk


  #6
OFFLINE   oldschuren

Die Aussage "Stopp ist zu eng" ist relativ. Ich komme ganz gut mit einem SL von 10 Pip klar. TP ist meist 12 Pips. Wenn ich jetzt von meinen Trade 20, 30, 50 fordere werde ich öfter ausgestoppt als mir lieb ist. Jetzt die Frage: Liegt es am Stopp oder am TakeProfit?
Für mich beantwortet: Es liegt an beidem plus dem Setup das ich trade. Alles muss zu gut wie möglich aufeinander abgestimmt sein...

  • Rainbowtrader gefällt das

  #7
OFFLINE   matsf

Ich komme ganz gut mit einem SL von 10 Pip klar. TP ist meist 12 Pips.


Auch bei dieser Vola momentan ?
Lebe nicht um zu arbeiten, sondern arbeite um zu leben.

  #8
OFFLINE   oldschuren

Ja, ich habe früher mit 6 Pips rumexperimentiert. Da mich aber mein MT-Broker umgestellt hat auf einen SL und TP auf min. 10 Pips mit Berücksichtigung vom Spread (das heißt erster Stopp 12 Pips= 10 Pips + Spread) - dachte wahrscheinlich ich handle ein paar Experts - habe ich mich an 10 Pips gewöhnt. Das hat zum Schluss doch sein positives gehabt. Musste mich disziplinieren. 10 Pips sind momentan wirklich nicht viel. Dafür habe ich jetzt auch den Swissy wieder für mich entdeckt. Da war ja früher eindeutig wenig los. Und wenn dann der EURGBP dazu kommt. Dann Halleluja... Dann muss ich doch meine Stopps auf vielleicht 50 Pips anpassen....;D

  #9
OFFLINE   matsf

Und wenn dann der EURGBP dazu kommt. Dann Halleluja... Dann muss ich doch meine Stopps auf vielleicht 50 Pips anpassen.... ;D


?
Den handle ich nicht, von daher: Wieso braucht man da solch hohe Stopps ?
Da ist doch eigentlich nicht sooooo viel los ?
Oder stehe ich auf dem Schlauch ?:'(

Lebe nicht um zu arbeiten, sondern arbeite um zu leben.

  #10
OFFLINE   oldschuren

Genau, wenn die Vola im EURGBP zunimmt und ein ST von 10 Pips nicht mehr ausreicht dann müssen wir uns alle festschnallen....

  #11
OFFLINE   matsf

Okay, bin wieder vom Schlauch runter...:welldone:
Lebe nicht um zu arbeiten, sondern arbeite um zu leben.

  #12
OFFLINE   DaBuschi

Da ich mir in einem anderen Forum schon mal die Mühe gemacht habe, mein Stopp-System vorzustellen, will ich das auch hier tun.

Es ist im Großen und Ganzen das Stopp-System, dass ich für ein FASS-System benutze und besteht aus den folgenden Stopp-Arten:

Initial Stopp
BreakEven Stopp
Trailing Stopp
Time Stopp


Ich werde diese der Reihe nach abarbeiten, weil sie in der Regel auch in der Reihenfolge aktiviert werden.

Initial Stopp

Zu jeder Order gehört ein Initial Stopp. Von mentalen Stopps halte ich nicht viel. Mein Initial Stopp richtet sich nach der Range der Vorwoche. Ich ermittle also Hoch und Tief der Vorwoche. 40% dieser Spanne macht meinen Initial Stopp aus. Dieser wird mit der Stopp-Buy-Order bzw. Stopp-Sell-Order aufgegeben. Momentan ist dieser Stopp natürlich sehr groß, weil wir eine enorme Volatilität in der letzten Woche hatte. Bei 4.000 Pips im GBP/JPY liegt mein Initial Stopp 1.600 Pips vom Einstieg entfernt.

BreakEven Stopp

Dies ist ein Stopp, genau wie der Trailing Stopp, wo ich bei mir Verbesserungsbedarf sehe. Logik hinter dem BreakEven Stopp ist, dass ich den Stopp auf BreakEven setze, wenn eine gewisse Gewinnschwelle erreicht wurde. Als ich noch mit festen Initial Stopps gearbeitet habe, lag diese Schwelle bei 2,5R. Dies entsprach 150 Pips. Ich habe diese Marke so belassen, was natürlich dazu führt, dass bei der aktuellen Vola der BreakEven Stopp sehr schnell aktiviert wird, aber man auch schnell ausgestoppt werden kann und bei der Trendfortsetzung nicht dabei ist.

Trailing Stopp

Ähnlich wie beim BreakEven Stopp wird der Trailing Stopp bei Erreichen einer Gewinnschwelle aktiviert. Diese Schwelle entspricht aktuell 300 Pips und damit dem doppelten BE-Stopp Abstand. Wenn diese Schwelle erreicht wird, werden 50% der Gewinne getrailt. Bin ich also 1.000 Pips vorn, wird der Trailing Stopp auf 500 Pips im Gewinn nachgezogen. Die Bewegung im GBP/JPY letzte Woche führte dazu, dass mein Trailing Stopp knapp 2.000 Pips im Gewinn lag. Ich hatte das Glück, die Bewegung nahezu vollständig mitzunehmen. Ich sage bewußt Glück, da ich auch sehr leicht hätte ausgestoppt werden können.

Time Stopp

Zu guter letzt noch mein Time Stopp. Dieser beträgt 5 Tage. Soll heißen - 5 Börsentage nach Ordererteilung wird die Position geschlossen, wenn die Order innerhalb der 5 Tage getriggert und nicht ausgestoppt wurde. Ich habe Backtests angestellt und diese haben gezeigt, dass Trends im Devisenhandel Zeit brauchen, um sich zu entfalten. Je mehr Zeit sie bekommen, umso größer waren die Erträge. Die Gewinne nach 5 Tage Time Stopp waren also größer, als wenn Positionen bereits nach 2 Tagen geschlossen wurden. Ich überlege hier aber, die Regel dahingehend zu ändern, dass ich die Position 5 Tage nach Positionsöffnung und nicht 5 Tage nach Ordererteilung schließe, da es ja sein kann, dass eine Position am 5. Tag nach Erteilung getroffen wird und dann keine Zeit mehr hat, sich entsprechend zu entfalten.

Zum BreakEven Stopp und Trailing Stopp gilt folgendes zu sagen. Ich hatte schon überlegt, meine 2,5R und 5R Regel für die Aktivierung zu verwenden, aber beim GBP/JPY würde ich dann erst nach 4.000 Pips auf Einstand setzen und nach 8.000 Pips das Trailing aktivieren können. Daher kommt das nicht in Frage. Die R-Werte zu verringern, macht auch wenig Sinn, da man bei Innenstäben auf Wochenbasis und somit geringer Vola beim Ausbruch zu schnell ausgestoppt werden könnte, weil der Stopp zu nah liegt.

Würde mich aber hier über Ideen freuen.
  • Schroemer und Rainbowtrader gefällt das
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

  #13
OFFLINE   DaBuschi

Ich hab mir ein paar Tage lang Gedanken gemacht, wie ich mein Stopp-System verbesser könnte. Ich bin leider auf keine sonderlich gute Idee gekommen, bis heute. Ob die Idee so gut ist, weiß ich nicht, aber ich werde sie mal testen und will sie Euch daher auch nicht vorenthalten.

BreakEven Stopp

Dies ist ein Stopp, genau wie der Trailing Stopp, wo ich bei mir Verbesserungsbedarf sehe. Logik hinter dem BreakEven Stopp ist, dass ich den Stopp auf BreakEven setze, wenn eine gewisse Gewinnschwelle erreicht wurde. Als ich noch mit festen Initial Stopps gearbeitet habe, lag diese Schwelle bei 2,5R. Dies entsprach 150 Pips. Ich habe diese Marke so belassen, was natürlich dazu führt, dass bei der aktuellen Vola der BreakEven Stopp sehr schnell aktiviert wird, aber man auch schnell ausgestoppt werden kann und bei der Trendfortsetzung nicht dabei ist.


Wie ich oben geschrieben habe, bin ich beim BreakEven Stopp weggegangen von der R-Schwelle, weil die bei sehr hoher Vola zu weit entfernt liegt. Ich bin hin zur 150-Pips-Schwelle. Dies werde ich auch so beibehalten, da ich der Meinung bin, dass ein Trade der bereits 150 Pips im Gewinn war, kein Verlierer mehr werden sollte.

Trailing Stopp

Ähnlich wie beim BreakEven Stopp wird der Trailing Stopp bei Erreichen einer Gewinnschwelle aktiviert. Diese Schwelle entspricht aktuell 300 Pips und damit dem doppelten BE-Stopp Abstand. Wenn diese Schwelle erreicht wird, werden 50% der Gewinne getrailt. Bin ich also 1.000 Pips vorn, wird der Trailing Stopp auf 500 Pips im Gewinn nachgezogen. Die Bewegung im GBP/JPY letzte Woche führte dazu, dass mein Trailing Stopp knapp 2.000 Pips im Gewinn lag. Ich hatte das Glück, die Bewegung nahezu vollständig mitzunehmen. Ich sage bewußt Glück, da ich auch sehr leicht hätte ausgestoppt werden können.


Damit einhergehend hatte ich auch meinen Trailing Stopp weg von R-Vielfachen und hin zu einem festen Pips-Wert verändert. Dies werd ich jetzt wieder ändern. Bei hoher Volatilität würde ich den Stopp zu eng nachziehen, wenn ich den Trailing Stopp zu früh aktiviere und dadurch häufig mit sehr kleinem Gewinn ausgestoppt werden. Um dies zu vermeiden und der Marktvolatilität Rechnung zu tragen, habe ich hier wieder den Einsatz von R-Vielfachen erwogen. Ich werde ab 2,0R das Trailing aktivieren. Ich hatte vorher 5,0R als Grenze, aber selbst bei Rückkehr zu "normaler" Volatilität würde diese Schwelle erst sehr spät erreicht werden. Deshalb habe ich sie nach Gefühl gesenkt. Ich behalte mir jedoch vor, dies entsprechend wieder anzupassen.

Wie findet Ihr den Ansatz und welches R-Vielfache würdet Ihr für die Aktivierung des Trailing Stopp wählen?
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

  #14
OFFLINE   Wödmasta

Ich hab mir ein paar Tage lang Gedanken gemacht, wie ich mein Stopp-System verbesser könnte.

Sehr löblich und auch notwendig. Man soll/muss sich ständig verbessern. Wer rastet, der rostet:welldone:

Damit einhergehend hatte ich auch meinen Trailing Stopp weg von R-Vielfachen und hin zu einem festen Pips-Wert verändert. Dies werd ich jetzt wieder ändern. Bei hoher Volatilität würde ich den Stopp zu eng nachziehen, wenn ich den Trailing Stopp zu früh aktiviere und dadurch häufig mit sehr kleinem Gewinn ausgestoppt werden. Um dies zu vermeiden und der Marktvolatilität Rechnung zu tragen, habe ich hier wieder den Einsatz von R-Vielfachen erwogen. Ich werde ab 2,0R das Trailing aktivieren. Ich hatte vorher 5,0R als Grenze, aber selbst bei Rückkehr zu "normaler" Volatilität würde diese Schwelle erst sehr spät erreicht werden. Deshalb habe ich sie nach Gefühl gesenkt. Ich behalte mir jedoch vor, dies entsprechend wieder anzupassen.

Wie findet Ihr den Ansatz und welches R-Vielfache würdet Ihr für die Aktivierung des Trailing Stopp wählen?


Da ich mir auch schon seit geraumer Zeit Gedanken um das Thema "Stops" mache und auch noch nicht "den richtigen Weg" gefunden habe, kann ich momentan nur sagen, dass den perfekten Stop nicht gibt. Das weißt aber eh;D.

Nach vielen Denken, überlegen und ausprobieren, bin ich zu folgender Stopregelung übergegangen:

Initial-Stop: zwischen 0,5% und 1% vom Depot -> 1R -> Stop lt. Chart -> Pos.größe bestimmen
Target-Stop: muss zumindest 2R betragen, mehr ist natürlich besser wenn schlüssig im Chart paßt.
Da meine Forex-Trades für meine Verhältnisse sehr kurzfristig sind (meist 1-3 Tage) ziehe ich den Init.Stop nach ca. 24 Stunden auf Einstand nach. Egal wie weit oder nah der akt. Kurs liegen mag, der Trade hatte lange genug Zeit sich zu entfalten:)

Sollte das Target nicht in einem angemessenen Zeitraum getroffen werden oder verhält sich der Kursverlauf nicht nach meinem Geschmack, wird der Trade per Hand geschlossen. Dadurch beraube ich mich zwar der großen Treffer und langen Trends, es hindert mich ja keiner daran, wieder bei einem geeigneten Re-Entry-Point einzusteigen. Da dies erst in/nach einer Konsolidierung stattfindet, hebel ich auch nicht mein Stopmanagement aus.

Fahre mit dieser Vorgehensweise bisweilen relativ gut, auch der Wohlfühlfaktor ist sehr angenehm.

Aus meiner Aktien-Strategie (Trendfolge) weiß ich wie es ist, wenn der Kurs steigt und steigt, der unrealisierte Gewinn ansprechend hoch ist und der Stop erst knapp über Einstand liegt. Da regt sich ziemlich der innere Schweinehund. Aber Systembedingt wird nicht der Stop nachgezogen. Nein Disziplin ist gefragt. Jetzt behalte ich mir eine gewisse Freiheit bzgl. Tradeschließung vor.



  • Divecall gefällt das
Don´t double in trouble

  #15
OFFLINE   DaBuschi

Fahre mit dieser Vorgehensweise bisweilen relativ gut, auch der Wohlfühlfaktor ist sehr angenehm.


Das ist der entscheidende Punkt. Mit größer werdender Erfahrung wirst Du sicherlich auch irgendwann in die Situation kommen, wo Du in Ruhe auch die langen Bewegungen und Trends mitnehmen kannst. Im Intraday-Bereich bin ich auch noch nicht erfahren genug, aber ich lerne stetig dazu ;)
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

  #16
ONLINE   traderdoc

Hallo,

die alles entscheidende Betrachtung beim S/L ist das Timeframe! und das reale initiale Risiko, denn das ist das Geld was im Verlustfall dann der Andere hat (und der soll es ja nicht haben!).

Man kann keine S/L-Festlegungen treffen, wenn sich nicht zum jeder outet, welcher Zeithorizont präferriert wird. Das führt letztendlich in die Irre, denn was soll die Aussage, "ich nehme 10 pips"?. Völlig sinn- und wertfreie Äußerung. 10 pips im Stundenchart ginge nur, wenn die Vola Windstärke 0-1 hat. Im 1 min-Chart sind 10 pips prinzipiell eine benutzbare Größenordnung. Warum? Weil natürlich die Vola (über den ATR) mit ins Kalkül gezogen werden muß. Und ob nun die Basis für den ATR 14 oder 20 Kerzen sind, ist mehr Geschmachssache, und das bezieht sich auf jedes Timeframe!!! Die Vola ist doch u.a. genau das Maß, um im derzeitigen Markt das Risko kalkulierbar zu steuern. Ob nun 1 x ATR oder 2 x ATR oder auch 1,5 (vielleicht auch 0,5!) hängt dann von der Trading-Startegie jedes Einzelnen ab und steuert über das MM die Positionsgröße, die wiederum auch vom Kontoumfang abhängt. 150 pips (für 30 min- oder 1h-Charts sicherlich nutzbar) wäre für 1 oder 5 min-Charts eine völlig sinnlose S/L-Größe, da die Positionsgröße entsprechend dem möglichen Gewinn in keinem sinnvollen Verhältnis steht.

Das MM für "Anfänger" wird sehr häufig so ausgelegt, dass Risiken von unter 0,5% angestrebt werden sollten, bis das entsprechende Feingefühl und die Sicherheit erlangt wurde. 1% stellt da schon eine sportliche Herausforderung an die Psyche des Trades dar, v.a. nach mehreren Verlusttrades.

Eine Strategie wäre z.B. auch den S/L sehr eng zu setzen (Übrigens "eng ist relativ" ist auch so eine schöne Umschreibung von "ich weiß eigentlich gar nicht in welchem Timeframe ich handeln soll"). "Eng" wäre nun z.B. im 1 min-Chart bei einem ATR von 10 einen S/L zu nehmen, der unter 10 pips liegt (Die Kenntnis der Berechnungsformel und Interpretation des ATR vorausgesetzt). Je "enger" der S/L, umso kleiner aber das prozentuale Risiko!!! (bei gleicher Positionsgröße). Also dann nicht mehr 1% oder 0,5%, sondern max. 0,25% und darunter!!. Warum? Weil bei einem entsprechenden Signal ja die Richtung des Trades prognostiziert ist. Sollte der S/L ausgelöst werden, sind z.B. nur 0,25% im Teich, aber ich hätte die Möglichkeit bei Aufrechterhaltung des Signals wieder einzusteigen (mit 0,25% Risiko). D.h. ich könnte 4 x diesen Trade ausführen und hätte am Ende "nur" 1 % riskiert (oder 8 Trades bei 0,125%), aber!! wir gehen ja laut Signal von einer bestimmten Richtung aus, die, wenn sie dann so eintritt, uns ein Vielfaches!! R beschert, weil der S/L entsprechend klein war. Zusätzlich kann dann bei entsprechender Trendgängigkeit zugekauft werden, um die Gewinne zu maximieren (Denn das sollte ja das Ziel sein!!).

Das etwas häufigere Ausstoppen ist natürlich psychologisch kontraproduktiv, aber wie heißt es doch immer "Verluste gehören dazu", und die sind bei kleinen Initialrisiken logischerweise kleiner oder anders ausgedrückt, das Chance/Risiko-Verhältnis wird mit kleiner werdenden S/L natürlich größer.

Ich betone aber ausdrücklich nochmals, dass diese Betrachtung nur mit einem disziplinierten MM einhergeht und die Initialrisiken entsprechend klein gehalten werden.

Diese Methode eignet sich v.a. für Scalping-Strategien, wo z.T. heftige Ausschläge zu sehen sind.

Frohes neues Jahr!!

  • Rainbowtrader gefällt das
edit: Ich erfülle Euch gern Eure EA-, Indikator- und Script-Programmierwünsche.

  #17
OFFLINE   Wödmasta

Zunächst einmal herzlich Willkommen Traderdoc!

Schöner Beitrag, dennoch erlaube ich mir in einem mir wichtig erscheinenden Punkt zu widersprechen - dem knappen SL im H1.

Ich verwende zwar nicht 10pips, sondern 20 Pips als Initialstop, aber den dafür auch in Timeframes von H1 aufwärts.
Gehandelt wird zwar in größeren Timeframes, der Entry erfolgt dennoch im M15 oder M5. Und da kann man mit 20pips SL gut zurecht kommen.

Generell kann man nicht sagen, dass 10pips, 20pips, 50pips "zu eng" sind, den jede Strategie verlangt andere Anforderungen an den SL.
Trendfolge benötigt größtenteils weitere SL, Swingtrading weniger und Scalping noch weniger.
Der Timeframe ist da meines Erachtens nicht der ausschlaggebende Grund...




Don´t double in trouble

  #18
ONLINE   traderdoc

Hallo Wödmasta,


1. 20 pips beim Trading in H1 !!! und länger halte ich aufgrund der Vola (Korrelation zu ATR - wie bereits beschrieben) nach wie vor für extrem "eng" in diesem Timeframe.

2. Wenn ein Trade in M15 oder M5 eingegangen wird, dann wird dort auch gehandelt, denn in H1 würde eine ganz andere Perspektive des Charts, des Marktes und der Handelsstrategie greifen. Anders wäre die Betrachtung, dass man in H1 handelt (und den Trade auslöst), aber vor Auslösung in M15 oder M5 sich Signalbestätigungen einholt.

3. Auch die Trendfolge ist in Beziehung zum Timeframe zu sehen, denn auch bei M5 gibt es Trends, die aber mit kleineren S/L abgesichert werden, als in H1 (alles wiederum basierend auf der Vola).

4. Und trotzdem ist ausschlaggebend der Timeframe in dem man handelt!, denn man will doch nicht mit nur 20pips S/L nach wenigen Sekunden aufgrund der höheren Vola im H1 oder länger!! rausfliegen, bevor man überhaupt ein pip im Plus ist ( oder man steigt evtl. mehrfach dann sofort wieder ein, nach Auslösen des S/L mit den bereits erwähnten geringeren prozentualen Risiken). Aber so hatte ich ja Deine Startegie nicht aufgefasst.

Gruß

Traderdoc
edit: Ich erfülle Euch gern Eure EA-, Indikator- und Script-Programmierwünsche.

  #19
OFFLINE   Johnny P

Ein heavy Support ist ein heavy Support, ob im Daily, Weekly, Hourly...etc...den ersten bounce an Major Levels nehme ich gewöhnlicherweise mit einem Stopp der max. bei 20 Pips liegt! ATR in kleinen TFs kann übrigens sehr trügerischer sein...wenn die Party los geht hinkt der ATR noch hinterher...in einem M1 TF kann die Vola quasi aus dem nichts explodieren. Ich würde den Stopp immer Charttechnisch setzen und nie mit irgendwelchen Vola berechnungen.

  #20
ONLINE   traderdoc

....Ich würde den Stopp immer Charttechnisch setzen und nie mit irgendwelchen Vola berechnungen.


Im M1 oder M5 treten aber selten "heavy supports" auf. Verweisend auf mein 1. Posting steht im 4. Absatz , dass gerade wenn die Party losgeht, mit kleinen ATR's trotz evtl. Ausstoppen (sofort neuer Trade) riesige Gewinne im Sinne des C/R-Verhältnisses eingesackt werden können, denn dann geht ja der Trade genau in meine Richtung!
edit: Ich erfülle Euch gern Eure EA-, Indikator- und Script-Programmierwünsche.



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