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Unterschied Trailing Stop, Trailing Step und Break Even ?

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24 Antworten zu diesem Thema

  #1
OFFLINE   sunny26

Hallo Leute,

hab da mal eine Frage an die Forex Experten hier:
Ich habe eine EA, der auf einem MT4 läuft und verschiedene Einstellmöglichkeiten bietet, nun geht
es darum welche Unterschiede zwischen den einzelnen Begriffen bestehen.

Ich weiß dass man mittels eines Trailing Stop automatisch den Stop Loss nachziehen kann.

Was versteht man aber unter einem Trailing Step und Break Even ?

Was ist der Unterschied zwischen Trailing Stop, Trailing Step und Break-Even und wie werden
diese Einstellungen sinnvoll eingesetzt ?


Besten Dank im Voraus!;)

LG
sunny26

  #2
OFFLINE   Movement

Trailing Stop = Ein Stop, der nach x Pips nachgezogen wird

Trailing Step = X Pips die nachgezogen werden

Break Even = Punkt an denen deine Position bei +- 0 ist

Um die letzte Frage zu beantworten muss man deinen TF kennen
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  #3
OFFLINE   sonic61

Hallo Sunny,

Trailing Stop: wie du bereits erklärt hast. Automatisches Nachziehen des SL.

Trailing Step: vermutlich die einzugebende Schrittweite für den TS in pips

Break-even: grundsätzlich der Zeitpunkt bzw. Preis, bei welchem deine Posi bei +/- Null unter Berücksichtigung des Spreads steht. In Zusammenhang mit der TS Geschichte, bietet sich bei Erreichen eines positiven Preislevels und wenn es dann schon Sinn macht, das Nachziehen des SL auf Break-even. D.h. mehr als Null kann dir dann eigentlich nicht mehr passieren.

Hoffe geholfen zu haben.
Grüße und viel Erfolg
Sonic61

  #4
OFFLINE   sunny26

Angenommen es sind folgende Werte eingetragen:

Stop Loss: 350
Take Profit: 50
Trailing Stop: 25
TS Step: 10
Break Even: 15

Sind diese Werte sinnvoll ?
Was hätte das für Auswirkungen aufs Trading ?

LG
sunny26

  #5
OFFLINE   Movement

Ich würd mal sagen Kathastrophal !

Grundsätzlich ist ein CRV (Change Risk Value) von mindestens 1 sinnvoll.

Das würde beuten, dass bei einem Ziel von 50 Pips, dein SL auch 50 Pips oder weniger beträgt. Ist dein CRV < 1 braucht du mehr Wintrades um deine Verlusttrades auszugleichen.

In deinem Beispiel hast du ein CRV von 0,14 (50/350). Demnach benötigst du 7,15 (0,14/1) Gewinntrades um einen Verlusttrade auszugleichen. Das zeigt also, dass man es so vermutlich schwer haben wird. Deine Trefferquote müsste über 71,5 prozent liegen, damit du überhaupt anfängst Geld zu verdienen. Es gibt aber die Trader, die auf Grund eines CRV > 1 (bspw 4) unter 50% Gewinntrades haben, aber halt auf GRund des CRV trotzdem profitabel sind.

Trailingstopps sind wieder eine Sache für sich, ich persönlich würde nicht mit einem fixen Wert trailen, sondern liebern gucken ob und wenn ja, wo der nächste SL Sinn macht
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  #6
OFFLINE   Schroemer

;D

Da musste ich doch auch grad schlucken.
Sind das eingetragene Standardwerte bei Deinem Broker? :P

Ansonsten müsste man mal schauen,welches System in etwa Du traden möchtest,um zu schauen,welche Einstellungen Sinn (und Profit;)) machen.

LG,Rita
Wähle das Ziel und liebe den Weg !

  #7
OFFLINE   Rainbowtrader

Hallo Sunny26,

schau hier mal über die Forensuche, hier gibts einige Artikel zum Thema "Stopps", "Break Even", "Trailing Stopp", "CRV" und "R". Du solltest Dich da mal einlesen, denn die Frage, ob das sinnvoll ist, zeigt, dass Dich mit dem Thema noch nicht beschäftigt hast. Doch das solltest Du tun und diese Auswirkungen im Demokonto testen. Um ein Gespür für dieses Thema zu bekommen. Ist immer davon abhängig, mit welchem Handelsstil in welchem Timeframe und in welchem Währungspaar Du zu welcher Zeit (Uhrzeit, Marktgeschehen, News) unterwegs bist.

Viel Erfolg,
Rainbowtrader :)
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"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #8
OFFLINE   sunny26

;D

Da musste ich doch auch grad schlucken.
Sind das eingetragene Standardwerte bei Deinem Broker? :P

Ansonsten müsste man mal schauen,welches System in etwa Du traden möchtest,um zu schauen,welche Einstellungen Sinn (und Profit;)) machen.

LG,Rita


Keine Angst Rita, ich teste das alles natürlich erst bei einem Demo-Account!;D
Standartwerte sind auf 0 voreingestellt, d. h. der EA entscheidet das automatisch nur bei Trailing Step (TS Step) ist 10 voreingestellt.
Der Broker schreibt einen Trailing Stop von mindestens 15 Pips vor.

LG
sunny26

  #9
OFFLINE   frlaspina

Hallo Sunny26,

beim Trading sind die Ausstiege eigentlich wichtiger als die Einstiege, daher ist das was du fragst das allerwichtigste im Charttechnischem Trading, insgesamt nennt man das Stopp- und Exitmanagement. Genau das macht selbst aus nicht so tolle Einstiege ein profitables System.

Hier die bekanntesten Stopparten und ihren Einsatz in der Reihenfolge:

- RisikoBegrenzung InitialStopp (Dieser begrenzt das Risiko auf das eigene nach MM berechnete Max Risiko pro Trade oder xx Pips oder Level oder Vola usw., nach eigener Strategie und wird meistens in Pips ausgedruckt. )

- Kostendeckung SicherungStopps (BreakEvenStopp: Dieser Stopp wird ausgelöst wenn die Position im Gewinnläuft (Auslösungslevel hängt von der Strategie ab), der Absicherungslevel ist der Einstiegskurs zuzüglich Spreadkosten und Slippage ) Wenn ein Breakeven anders eingestellt wird, dann kann dieser auch als Gewinnsicherung genutzt werden, ist aber Fix und zieht nicht wie ein Trailing nach.

- GewinnsicherungStopps Dynamisch (Trailing, Step usw. ) Dieser Stopp Sichert je nach Strategie/Taktik/Ziel ein Teil des Floating Profits und wird automatisch nachgezogen wenn der Kurs in der gewollten Richtung läuft, hängt auch davon ab wie die gesamtstrategie gestaltet ist.

Der Unterschied zwischen Trailing und Step, besteht darin, daß man unter Trailing alles Stopps versteht die nicht Fix sind sondern mit einem einstellbaren Abstand zum Kurs den Stop nachziehen (Trail, Schleppen) und immer mehr Gewinn sichern, meistens ist mit Trailing eher Klassische gemeint, unter Step versteht man ein Stop der zwar nachgezogen wird und somit auch immer mehr Gewinn sichert um so mehr der Kurs in die gewünschte Richtung läuft, aber die Bedingungen des Abstandes und Auslösunglevel des Stopps nicht Fix sondern nach Algorythmen sich richten. Z.B.Auslösung erst bei einer Unterstützung oder Korrektur usw. usw. Hier gibt es keine Grenzen in der Gestaltung. Somit bilden sich Steps die nicht immer gleich sind. Prinzipiell gibt es tausende von Stepstopps und Trailingtaktiken, das wichtigste ist, daß diese zum System passen.

Wie diese sinnvoll eingestellt werden?
Erstmal nach der Handelslogik! Daher mußt du genau wissen wie der EA handelt, die schwierigste Aufgabe ist herauszufinden wieviel Luft man dem Markt lässt daß sich ein Trade entwickeln kann und wann man den Stopp enger zieht um bei Trend-Umkehr ein Teil des Kuchens doch zu erhalten.

Sichert man zu früh ab, dann kann es passieren daß man zu oft unnötig ausgestoppt wird.
Sichert man zu spät ab, kann es auch zu einer schlechten Performance führen.

Ohne dein System zu kennen kann man keine Tipps geben erzähl mal davon, ist es ein Trendsystem oder Countertrend, teilt er Positionen usw.

Manche Systeme funktionieren sogar besser mit Exits statt Trailings.


Im Metatrader gibt es eine Optimierungsfunktion die helfen kann, aber traue sie nicht zu sehr, es handelt sich um Richtwerte .

Gruß ,
frlaspina
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Klingt doof aber es ist so: Steigt der Kurs dann steigt er, fällt der Kurs dann fällt er! (Meine) Dow Theorie
"Fragen zum Trading System Development - PN an mich!"

  #10
OFFLINE   sunny26

Hallo Sunny26,

schau hier mal über die Forensuche, hier gibts einige Artikel zum Thema "Stopps", "Break Even", "Trailing Stopp", "CRV" und "R". Du solltest Dich da mal einlesen, denn die Frage, ob das sinnvoll ist, zeigt, dass Dich mit dem Thema noch nicht beschäftigt hast. Doch das solltest Du tun und diese Auswirkungen im Demokonto testen. Um ein Gespür für dieses Thema zu bekommen. Ist immer davon abhängig, mit welchem Handelsstil in welchem Timeframe und in welchem Währungspaar Du zu welcher Zeit (Uhrzeit, Marktgeschehen, News) unterwegs bist.

Viel Erfolg,
Rainbowtrader :)


Danke für den Hinweis, leider sind diese Themen aber für mich als Neuling hier im Forum noch nicht zu sehen.
Die Suche hat mir beim Suchbegriff Trailing Stopp nur deinen Beitrag hier angezeigt.

Ganz klar, da gebe ich dir völlig recht, man muss seine Strategien vorher ausreichend testen um ein Gefühl dafür zu bekommen.::)

LG
sunny26

  #11
OFFLINE   forexler

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  #12
UP49

Ich würde dieses Thema gern noch mal aufgreifen und vertiefen, wenn es zu weit von der Frage entfernt ist, öffne ich gern einen neuen Thread ;)...

Also die Begriffe sind jetzt wohl klar, meine Frage ist, wie gestaltet Ihr Eure Trades?

Nutzt Ihr einen Trallingstop, setzt Ihr den SL nur einmalig auf Breakeven, wenn ja wann - und wonach gestalten sich dann Eure Exits?

Mich interessiert aktuell Gold im 5 Minuten Frame. Und mir geht es vorrangig nicht ums manuelle traden, da kann man SL oder BE (Breakeven) ja intuitiv setzen und die Lage ganz anders beurteilen, als ein EA das kann.

Wonach richtet sich Euer Stoploss, benutzt Ihr den ATR (Average True Range) oder andere Hilfsmittel, wie und wonach bestimmt Ihr den Abstand des SL oder auch des Tralingstops und wann setzt Ihr den SL, bei der Eröffnung oder erst wenn der Kurs X Pixel in Richtung BE wandert?

So wie frlaspina sagt:

Sichert man zu früh ab, dann kann es passieren daß man zu oft unnötig ausgestoppt wird.
Sichert man zu spät ab, kann es auch zu einer schlechten Performance führen.


Denke das ist der Kern der Sache, wie löst IHR dieses Problem?




  #13
OFFLINE   TJPLD

Stop: Bar-Extrem (High bzw. Low)
BE: Ja diskretionär je nach Markt also wie schnell bewegt sich der Preis wohin läuft er und wie sieht es dort aus.
Ausstieg: diskretionär

Das mit BE setzten könnte auch auch weg lassen, dann würde die Trefferquote zwar sinken dafür
aber auch Trades überleben die sonst auf BE gestoppt werden und trotzdem Gewinner geworden wären.
Kommt am Ende wahrscheinlich auf das selbe raus.

  #14
UP49

Stop: Bar-Extrem (High bzw. Low)

Ist klar, macht sich manuell sehr gut, wenn man das automatisieren will, steht man wieder vor dem selben Problem wie bei einem Trailingstop. Ab welchem Abstand zum Kurs nutze ich HIGH/LOW, manchmal ist die Kerze vor dem Entry 3 Pips hoch/tief - manchmal 300 - oder die Werte sind so ungünstig, dass man nicht mal über dem vorgegebenen StopLevel kommt.

Da springt dann wieder eine andere Regel ein, fängt den zu kleinen SL ab und setzt ihn auf .....? Genau das ist die Frage, auf StopLevel * 3 oder ATR * 5 oder oder oder???

Ich weiß das manche den ATR noch mit einbeziehen, Last HIGH/LOW + ATR, High - Low / 2 oder die vorletzte Kerze oder ähnliche Dinge, evtl. öffnet ja mal jemand seine Schatztruhe ;)...?

diskretionär = manuell, mein EA ist diskretionär noch nicht so gut :D

Das mit BE setzten könnte auch auch weg lassen, dann würde die Trefferquote zwar sinken dafür
aber auch Trades überleben die sonst auf BE gestoppt werden und trotzdem Gewinner geworden wären.


Und genau um solche Fragen geht es, ich weiß dazu wird es keine 0 oder 1 Antwort geben, mir gehts um Eure persönlichen Erfahrungen.


  #15
OFFLINE   Rainbowtrader

Hallo UP49!

Beispiele Long. Short spiegelverkehrt:

a) Stopploss bleibt, wo er ist: mathematisch (Ausbruchshandel), unter der Vorkerze (Bewegungshandel) und unter dem lokalen Tief (Trendhandel).
b) Trailingstopp nachziehen auf Basis des Tickcharts auf lokales Tief oder auf dem M1-Chart, das ist weniger hektisch. Also im Bewegungshandel auf z.B. M10. Hier skaliere ich das M1-Chart gerne sehr eng, um viel Historie mit abzubilden.
c) Breakeven nutze ich derzeitig nicht, sondern den oben beschriebenen Trailingstopp. Ob das eine gute Entscheidung ist, weiss ich noch nicht, bin noch zu unregelmäßig im Demo unterwegs.

ATR fande ich eine Zeit lang gut, mag ja auch super sein, doch seit ich die Markttechnik anstrebe, gibts für mich hier derzeitig keine Alternative.

Ich habe in meinen Charts noch den "Gann High Low Activator", sowie derzeitig auch den "Bollinger Band Stopp" eingezeichnet, um zu schauen, was mir diese für Ausstiegskriterien anbieten. Ob ich einen dieser Indikatoren beibehalte, das wird sich zeigen. Letzterer ist, sofern entsprechend eingestellt, auch so was wie ein Bruch des Punkt 3-Indikators. Und ich habe eben den P2-Indikator im Einsatz (habe ich ein wenig angepasst aus einem High-Low-Indi).

Moment, hört sich viel an, doch nicht in jedem Chart. Ich hänge mal ein Bild anbei. Und auch die Indikatoren.

All das manuell, ich trade derzeitig nicht mit Hilfe eines EAs.

Viele Grüße,
Rainbowtrader

PS: rechts unten ist das Tickchart, das mit dem Bollinger Band Stopp

Dateianhang


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"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #16
OFFLINE   TJPLD

Stop: Bar-Extrem (High bzw. Low)

Ist klar, macht sich manuell sehr gut, wenn man das automatisieren will, steht man wieder vor dem selben Problem wie bei einem Trailingstop. Ab welchem Abstand zum Kurs nutze ich HIGH/LOW, manchmal ist die Kerze vor dem Entry 3 Pips hoch/tief - manchmal 300 - oder die Werte sind so ungünstig, dass man nicht mal über dem vorgegebenen StopLevel kommt.

Da springt dann wieder eine andere Regel ein, fängt den zu kleinen SL ab und setzt ihn auf .....? Genau das ist die Frage, auf StopLevel * 3 oder ATR * 5 oder oder oder???

Ich weiß das manche den ATR noch mit einbeziehen, Last HIGH/LOW + ATR, High - Low / 2 oder die vorletzte Kerze oder ähnliche Dinge, evtl. öffnet ja mal jemand seine Schatztruhe ;)...?

diskretionär = manuell, mein EA ist diskretionär noch nicht so gut :D

Das mit BE setzten könnte auch auch weg lassen, dann würde die Trefferquote zwar sinken dafür
aber auch Trades überleben die sonst auf BE gestoppt werden und trotzdem Gewinner geworden wären.


Und genau um solche Fragen geht es, ich weiß dazu wird es keine 0 oder 1 Antwort geben, mir gehts um Eure persönlichen Erfahrungen.


Warum so kompliziert ich geh trades einfach garnicht ein, wenn ich nicht sinnvoll mein Risiko begrenzen kann. Ob man irgendeine lustige Formel benutzt interessiert den Markt nicht.
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  #17
OFFLINE   frlaspina

Hi,

bin nach wie vor der Meinung dass Exit- Stoppmanagement zur allerwichtigsten Sache neben MM im Trading gehört!

Ich denke man sollte grundsätzlich festlegen ob man über diskretionären oder automatischen Handel spricht, und ob Intraday oder Langfristiger denn sonst könnte leicht was missverstanden werden, automatisch und ungemanagt ist man eher bereit "sinnlos eine Position doof ausstoppen zu lassen wenn es sich langfristig in Tests doch als positiv bewährt hat" .
Diskretionär fällt viel Intuition und Gefühl mit rein, daher werden die Stopps immer anders sein als wie beim automatischen Handel und wieder anders im gemanagten automatisiertenHandel.
Es spielt auch eine sehr große Rolle zu welchen Uhr-Zeiten man handelt. Diese und viele andere Punkte sollten erwähnt werden wenn man sich über Strategie und Taktik unterhält, unten ein Paar Beispiele dazu.

So wie ich UP49 verstehe geht es ihm nicht speziell um automatischen Handel sondern um Überhaupt, WANN und WO setzte ich einen xxxx-Stopp, also tatsächlich das Wesentliche. Ich würde noch dran hängen "WARUM" dann kommt man der Sache näher. Um dies zu verdeutlichen, muss ich etwas weiter ausholen, hoffe mir ist keiner Böse falls der Thread länger wird.

Rainbowtrader hat das „warum“ erwähnt, die Tradeziele die man mit einem System verfolgt, Trend, Bewegung oder Ausbruch.Das ist eine bewährte Markttechnische Vorgehenweise dass gut ermöglicht den Grund/Ziel des Trades einzugrenzen und somit die dementsprechenden Stopps und Taktiken zu setzen. Ohne Tradeziel ist es eine Fahrt ins "Blaue" daß viel Tradingerfahrung benötigt um rechtzeitig umzulenken.

Folgt…


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  #18
OFFLINE   frlaspina

These Trade-Ziel-Trends und Initialstop: ()
Wenn man als Ziel den Trend hat,dann wird man bevorzugt nur Trades eingehen, wie auch von TJPLD angesprochen wurde, die einen guten CRV haben, aber nicht weil die CRV Kalkulation stimmt oder nicht, denn das weißt man erst im nachhinein, sondern weil sich der Trend dem Ende naht oder die Uhrzeit Nahe Börsenhandelschluss oder Mittagpause ist oder oder. Deshalb, Trendreiter sind meistens Hauptberufliche oder Frühaufsteher die die Chance haben den Trend von Anfang an zu erwischen, selbst nach 2-3 Fehleinstiegen. Die besten Zeiten dafür sind früh und Nachmittag. Wenn man als Feierabendtrader versucht, den Trend zu handelndann ist das meiste schon vorbei und es bleibt meistens leider nur ein Fortgeschrittener Intraday Trend übrig.Wenn er hier einsteigt und vorher überlegt (übergeordneter Trend usw.), dann nur langfristig, also auf die nächsten Tage Ziel Trend und sollte dementsprechend den Stop sowie auch die Positionsgröße einstellen. Aber meistens ist er schon drin und Ziel war nur heute zu traden, denn morgen ist er in seiner Arbeit… somit ist diese Position meistens so groß dass er sich den „richtigen Stopp“ gar nicht leisten kann, aberbis er das merkt ist es meistens zu spät und hängt schon drin!

Also ist InitialStopp für den einen nicht gleich InitialStopp für den Anderen obwohl Tradeziel dasselbe ist!
Wer den Trend am Anfang erwischt hat, der setzte ein Initialstopp am letztem Tief oder nach ATRWert x Faktor, oder oder, am Anfang des Trends, da stimmt der Stopp meistens, aber man muss bereit sein sich ausstoppen zu lassen!!! Diese Bereitschaft ist sehr groß wenn das letzte Tief nicht so weit weg ist!

Gehen wir von einen Feierabend Trader mal aus, der von der Arbeit nach Hause kommt Abendgegessen hat und sich am PC zum traden setzt, wenn er einen Trade mit Ziel Trend eingeht und den Initialstopp am Tief setzt, dann... hat er was falsch verstanden! Die Chance dass der Trend nun weiter geht ist sehr gering, hier riskiert er sehr viel! Selbst wenn MM, Stopp und alles passt, ist er zum scheitern verurteilt wenn er mit Ziel Trend handelt, selbst wenn es mal klappt ist es auf Dauer „zu teuer“.

Fazit:
Besonders der Feierabend-Trader hätte in einem Fortgeschrittenen Trend und zu bestimmten Uhrzeiten oft keinen Handlungsbedarf mit Ziel Trend, sondern eher Bewegung oder Ausbruch selbst wenn ein intakter Trend vorliegt. Sollte doch ein Trend beginnen, kann er ja immernoch "umsatteln".
Der Initial-Stopp ermöglicht erst BE- Trailing usw. aber nur wenn er nicht erreicht wird. Somit hängt alles mit dem gesamten MM speziell Positionsgröße, Persönlichkeit, die zur Verfügung stehenden Trading-Uhrzeit uvm. Zusammen als nur xxxPips und am xxxTief.

Folgt…

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  #19
OFFLINE   frlaspina

*
BELIEBT

These Breakeven, Trailing und Co. Mit Ziel Trend: ()

Nehmen wir mal an, wir haben die Möglichkeit am Anfang eines Intradaytrends Long dabei zu sein, unser InitialStopp ist nicht erreicht worden und selbst wenn er erreicht worden wäre wären wir wieder eingestiegen weil unser MM stimmte, dann muss man sich überlegen, wann sichere ich ab wann gehe ich raus.
Es wird oft davon gesprochen, dass BE oder Trailing bei xxPips gesetzt wird weil man gute Erfahrungen damit hatte oder nach ATR Faktor oder am Hoch. Selbst Bücher sprechen unklar darüber und lassen glauben dass es ein Spaziergang ist und feste Regeln gelten. Ein gutes Buch dazu ist übrigens das von Herrn Voigt. Es ist viel komplizierter, ich merke es bei jeder Handelssystementwicklung!

Beispiel:
Nehmen wir an, jemand entscheidet sich in seinem 15M TF bei Plus 45 Pips seinen BE Stopp zu aktivieren also auf 0 Verlust zu setzen, dann müssten wir uns die Frage stellen, warum sollte überhaupt diese 45 Pips Regel für alle Trades gelten ? Und was ist wenn nur 44 erreicht werden ?

Wie oft passiert es, daß wir am Abend den Chart anschauen und denken „Schade! Ein einziger Trade hätte heute, im Nachhinein betrachtet xxx Pips gebracht, warum bin ich eigentlich so oft aus der Position rausgeflogen?!Warum?
Ich war nicht bereit ein Teil des aufgelaufenen noch offenen Gewinns (OrderProfit) wieder zu „investieren“.
Auch hier liegt der Schlüssel im MM aber stärker in der Markttechnik und im Kopf. Hier ist es wichtig Gewinn zu machen um evtl. bisherigen Verlusttrades zu glätten und darüber hinaus um überhaupt gewinnen zu können. Hier gibt es keinen Unterschied von Diskretionär und automatischen Handel, außer dass im letzteren der Kopf nicht mitdenkt.

Logisch gedacht gibt es eine einzige Chance um den Trend zu erwischen!
Die Position zu halten!
WARUM brauchen wir aber einen Stopp?
Wer garantiert uns dass der Trend tatsächlich kommt? Das ist der einzige Grund, warum wir einen Gewinnsicherungsstopp (BE,Trailing usw.) brauchen! Sonst bräuchten wir gar keinen und steigen aus Position am „Ende“ des Trends einfach aus! Für alle anderen Fälle hätten wir ja den Initialstopp.
WANN?
Das einzige dass unsere Long Position davor schützten kann (leider nicht immer)ist die Ausbildung einer Unterstützung/Kerzenformation usw. während unsere Position offen ist und danach der Trend weiter geht!
Erst dann wird unser Initialstopp ausgelöst/verschoben und wird somit zu einem Gewinnsicherungsstopp umgewandelt!
WOHIN
Ab hier gilt nur noch zu entscheiden wohin wird der Stopp gesetzt. Es ist nicht nur wichtig dass wir hier nichts mehr verlieren können, sondern auch dass nicht unnötig bei einer Korrektur ausgestoppt zu werden.

Markttechnisch gesehen gilt wieder dasselbe, die Korrektur dient als Unterstützung, somit wäre der Ideale Stopplevel unterhalb dieser Unterstützung, wenn diese nicht zu nahe an denKursschwankungen liegt (Rauschen), ist dies der Fall dann wird der Stopp an BE Level gesetzt bis der Kurs drüber ist.

Selbstverständlich gilt das nur für eine Position mit Ziel Trend und es gibt viele Varianten, z.B. Stopps an Pivots, Widerstände und Unterstützungen und und und. Aber das Prinzip ist immer dasselbe, der Stopp soll möglichst nicht erreicht werden, aber dennoch ein Teil des Gewinns sichern falls doch ….

Eine These über Bewegungshandel und Stopps wäre hier zu viel!

Der Endgültige Ausstieg aus der Position ist jedem klar, bei Trendbruch, aber was ist wenn wir uns am Anfang eines Trends befinden?
Wir haben nur eine Chance!
Sobald wir „riechen“ dass da was nicht stimmt dann schließen wir die gesamte Position und steigen womöglich nochmals ein, diese Sache, das „Riechen“ konnte ich noch in keinem Tradingssystem einprogrammieren:), daher sind diskretionäre Trader, gegenüber Automaten zwar ungeduldiger und undisziplinierter wie z.B. ich, aber um mindestens eine „Nasenlänge voraus“;D

Das Riechen ist natürlich ein Synonym für Erfahrung, vor allem Erfahrung in Kerzenformationen und die Bedeutung von Körper- und Schattenlage der Kerze, dies rundet die Sache ab bei vorzeitigen Positionsschliessungen, selbst in der Programmierung eines Handelssystems.

Gutes Trading,

frlaspina

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  #20
OFFLINE   Rainbowtrader

Hallo Leute!

@frlaspina
Wow, richtig viel guter Stoff! :welldone:
Muss drüber nachdenken, doch nicht mehr heute, bin müde und gehe ins Bett.

Was mir noch eingefallen ist:
Wenn ich nicht hebeln würde, also 1:1 traden, dann ist das doch so, dass ich, wenn ich gerade keinen Denkfehler inne habe, doch durch keinen noch so argen Kursrutsch pleite gehen kann, oder? Damit meine ich ein Ausstoppen durch Geldmangel. Mal abgesehen von Airbags der Broker. Wenn ich 1:2 heble, bei 1,40€ Kurs dann auf 0,70€ Kurs runterrutsche, dann ist das Depot leer. Bei einem Hebel von 1:10 reicht ein 10%iger Drawdown, bei 1:50 reichen 2% Drawdown bis zur Depotauflösung. Ist das richtig?

Dann sollte man auch die verschiedenen Stoppstrategien danach beurteilen. So brauche ich, wenn ich heble, zwingend einen SL, wenn ich ungehebelt trade, dann kann das Ganze je nach Situation und Strategie und Unterkontenverwendung und Aufteilung nach Handelskapital und Reservekapital doch auch ganz anders ausschauen. Denke ich mir zumindest.

Gute Nacht,
Rainbowtrader
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