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Peki's - Trading Konzept

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44 Antworten zu diesem Thema

  #1
Peki

*
BELIEBT

Ich möchte euch hier mein Trading Konzept vorstellen und etwas genauer beschreiben. Mein Trading Konzept beinhaltet erstmals den technischen Bereich (Markttechnik), sowie psychologische Faktoren, gerne gebe ich euch auch noch ein paar nützliche Tipp's & Tricks dazu.


Vorraussetzungen
- hohe Einsatzbereitschaft
- starke Konzentrationsfähigkeit
- mentale Stärke
- Selbstbeherrschung
- Glaube an sich selbst und Vertrauen in sein Handeln
- Geduld

Werkzeuge
Widerstand & Unterstützunges Linien
Trendlinien (Trendkanal)
Fibonacchi-Retracement

Chart-Fenster
5min Chart
15min Chart
4H Chart

Indikatoren
RSI
MACD
Volumen
DAX
S&P (aussagekräftiger als DowJones)
U.S. Dollar Index

Währungspaare
EUR/USD
EUR/CHF
GOLD







1. Schritt: W & U Linien
Widerstands und Unterstützungs Linien herausfiltern und einzeichnen (manuell)

W & U sind die wichtigsten Orientierungspunkte in der Markttechnik. Ich zeige euch auf, wie man diese einfach und schnell ermitteln kann.

Man schaut rückwirkend von ca. 1 Monat den Chart an und sucht dort die Punkte, wo der Kurs auf Widerstände oder Unterstützungen traf oder fokusiert sich auf Hoch -und Tiefpunkte die erreicht wurden.

Es gibt charttechnische W&U und wichtige psychologische Marken wie z.b. im EUR/USD 1.4000. Die psychologischen W&U haben oberste Priorität.

Tipp: Umso länger sich der Kurs bei einer Unterstützung oder bei einem Widerständ festnagelt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bruch schnell zum nächsten Widerstand führt oder umgekehrt, bei einem Abpraller, schnell wieder die alte Unterstützung testet.
Umso mehrmals der Kurs eine W oder U-Linie testet, desto stärker ist diese. Man spricht auch von starkem Widerstand oder starker Unterstützung.


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2. Schritt: Range ermitteln mit Hilfe von W & U Linien
Wenn man die W & U Linien eingezeichnet hat, kann man jetzt die Range's ermitteln.
Eine Range ist der Bereich, zwischen einem Widerstand und einer Unterstützung.

Um eine neue mögliche neue Range zu identifizieren, ist der obengannte Tipp unter Schritt 1 anzuwenden.
Sobald z.B. ein Bruch einer Widerstandslinie erfolgt, treten wir in eine neue Range ein. Da kann man einen Long Einstieg wagen und als oberen Punkt der Range nehmen wir einfach die neue Widerstandslinie die wir schon in Schritt 1 eingezeichnet haben als unser Target.

Beispiel:
Bruch des Widerstands bei 1.3680
Entry Long 1.3680
SL 1.3650
Target 1.3870 (1.3880 nächster Widerstand)

Tipp: Ich setze mein Target immer 10 Pips unter dem nächstmöglichen W oder U. In diesem Beispiel liegt der nächste Widerstand bei 1.3880, mein Target ein wenig darunter auf 1.3870.
Der Grund liegt einfach darin, dass man nicht immer ganz auf den Pip genau eine W oder U ermitteln kann und ich somit dem Kurs eine Toleranz gewährleiste und den Profit sicher mitnehmen kann.




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3. Schritt: Doppelte Bestätigung (Trendlinien)
Bevor ich einen Trade eingehe, suche ich immer eine doppelte Bestätigung. Dazu eignet sich der Trendkanal und seine Trendlinien als ideales Hilfsmittel in Verbindung mit W & U Linien.
Man nimmt zwar nicht die ganze Bewegung mit, aber man kann durch eine doppelte Bestätigung immerhin, was auch wichtig ist, seine Chance auf einen erfolgreichen Trade, von 50/50 auf 75/25 steigern.

Beispiel:Bruch der unteren Trendlinie bei 1.3720 im Chart.
Ein Einstieg für Short wäre hier noch zu früh, da wir erst 1 Bestätigung haben. Es könnte auch ein Fehlausbruch sein und die starke U bei 1.3680 würde den Kurs wieder auffangen und könnte da abprallen.
Da wir aber die U bei 1.3680 schon vorher 3 mal gestestet haben, wäre oder ist ein Bruch wahrscheinlich.
Ein Einstieg folgt erst unter 1.3680 und beim Bruch der starken U.
Dann hat man eine doppelte Bestätigung und wie wir schon gelernt haben unter Schritt 1: Umso länger sich ein Kurs bei einer U festnagelt und diese ein paar mal getestet hat, kommt der Bruch sehr rasant und wir treten in eine neue Range ein.

Für mein Trading Konzept ist eine doppelte Bestätigung zwingend für einen erfolgreichen Trade.





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Weitere Beispiele


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Tipp: Versuche immer einen Trade so einzugehen, dass du deinen SL auf den Eingangspunkt setzen kannst, so minimiert man sein Risiko und lässt den Trade auch laufen. Da man so keine Verluste machen wird, ist man emotional nicht eingeschränkt in seiner Handlungsweise und kann sich vollkommen auf seinen Ausstieg konzentrieren.





4. Schritt: Chart-Fenster
Für mein Trading Konzept benütze ich nur 3 Timeframes, nämlich 5min Chart, 15min Chart und 4H Chart.

Die wichtigsten Timeframes sind aber der 4H Chart und der 15min Chart.

Der 4H Chart ist für mein Trading Konzept am aussagekräftigsten, darin identifiziere ich eindeutige Brüche oder Abpraller der W & U oder ermittle durch Candlestick lesen die Pivot wie z.B. Evening Star, Morning Star, Hammer, Doji, Three Black Crows usw.
Im 4H Chart identifieziere ich ebenfalls die unter Schritt 2 beschriebenen Range's die zwischen 200 - 400 Pips liegen. Wenn das Chartbild im 4H Chart bestätigt ist, switche ich hinüber in den 15min Chart.

Es wird ausschliesslich im 15min Chart gehandelt, zwingend ist aber die Bestätigung im 4H Chartfür die Range.
Sobald ich die Range ermittelt habe, suche ich entweder nur Long Einstiege oder Short Einstiege, kommt darauf an, in welche Range ich eintrete.

Nehmen wir an, ich habe durch den Bruch der U 1.3680 ein Signal erhalten, dass ich jetzt in eine neue Range von 1.3680 - 1.3880 eintrete. Dann suche ich da meine Long Einstiege und fokusiere erstmals ein Target als 1.3870 (die Angehensweise habe ich unter den ersten Schritten schon vorgestellt). (Chartbild unter Schritt 2)

Ein möglicher Gewinn von 200 Pips (190Pips) ist markttechnisch realisierbar, da ich aber immer "nur" die hälfte mitnehme, bin ich mit 100 Pips schon zufrieden und bin raus aus dem Markt.
Da ich bei meinem Trading Konzept immer auf normale Handelstage mit einer Handelsspanne von 200 Pips ausgehe, ist man mit 100 Pips gut bedient.
Es kann sein, dass ich in der Range bei neuen High's den Ausstieg finde und die Korrektur abwarte und solange die Range im 4H seine Gültigkeit behält, suche ich neue Long Einstiege und taste mich langsam an den neuen Widerstand heran.

Tipp: In einer solchen Range, sollte man niemals die Korrektur handeln.





STOP LOSS
Das ist mit Abstand der wichtigste Faktor für mein Trading Konzept. Der Stop Loss ist zwingend und das beste Mittel um sein Konto und Geld von anderen zu schützen. Wer ohne SL arbeitet, öffnet den anderen Tradern den Zugang zu seinem Konto. Deshalb, ganz wichtig, immer und bei jedem Trade den SL setzen und falls möglich niemals versetzen.
Seit ich im Paar EUR/CHF in 15min einen Move von 1000 Pip's erlebt habe, weiss ich seither, dass im Devisenhandel das Unmögliche möglich ist. Mit einem SL hätte man da schlimmeres vermeiden können.

Wie setze ich meinen SL?
Ich habe 3 Arten wie ich meine SL setze, nämlich SL auf Eingangspunkt, Nachzieh Stop, NOT Stop.

1.) SL auf Eingangspunkt:
Den SL mit 0 kann man in den Eintritt von neuen Range's einsetzen, habe ich schon in den obengenannten Schritten beschrieben.

2.) Nachzieh Stop
Zwingend hierbei ist, dass ich soweit im Gewinn bin, damit ich den Stop immer unter die möglich nachfolgende Korrektur setze und somit meinen Gewinn absichere.
Hierbei wird nach dem Prinzip Elliot Wellen Muster getradet.

3.) der NOT Stop
Der NOT Stop wird bei wichtigen Nachrichten weitergesetzt als üblich. Da bei solchen Veröffentlichungen immer nervöser Handel herrscht und mit Kurssprüngen von nahezu 60 - 100 pips zu rechnen ist, bevor er
eine Richtung einschlägt, sollte man den NOT Stop auch weiter setzen, damit man nicht gleich ausgestoppt wird.

Tipp: Den SL sollte man niemals versetzen, da man dadurch im Vorhinein schon weiss, was der Trade einen kosten wird. Somit bleiben böse Überraschungen aus und man ist emotional nicht in seiner Handlungsfähigkeit und Überzeugung eingeschränkt und man ist somit in der Lage, sein Trading fortzusetzen.






Indikatoren & Oszillatoren
Für mein Trading Konzept brauche ich keine technischen Indikatoren oder Oszillatoren. Ich habe bis heute bestimmt x-hunderte verschiedene Ind. & Osz. ausprobiert und dies mit mässigem Erfolg.
Zum Grundpaket gehört der RSI, MACD , Volumen und gleitende Durchschnitte,die haben sich so in meinem Unterbewusstsein verankert, dass sie nur als kleine Beihilfe dienen, jedoch nicht ausschlaggebend für mein alltägliches Trading sind. (Man braucht sie nicht, können aber von Vorteil sein, wenn man nicht zu grossen Wert darauf legt). RSI und MACD werden gerne bei Divergrenzen beigezogen.

Gute Indikatoren sind sicherlich der DAX, der von mir sehr gerne beigezogen wird.





Regeln
1. Trade nicht aus Langeweile, sondern warte auf Einstiegsmöglichkeiten, suche eine doppelte Bestätigung.
2. Keine Doppel Positionen
3. Kein Nachkaufen im Verlust (Wenn man mit der 1. Position schon im Minus, sollte man es nicht noch schlimmer machen als es schon ist.)
4. Arbeite immer mit STOP
5. kleine Brötchen machen auch satt (nicht gierig sein)
6. Versuche keine feste Meinung vom Markt zu haben, sondern lasse den Markt die Meinung bilden
7. Handle nur das, was du siehst und nicht, was du fühlst
8. Verluste akzeptieren (Verluste sind gut, solange man weiss wie man mit ihnen umgeht)
9. Verluste sind ein Bestandteil des Tradings.
10. Geduld zahlt sich aus, vorallem wenn man im Gewinn ist. (Gewinne laufen lassen)
11. Niemals Hoffnung haben, denn Hoffnung kommt meistens vor Kapitulation.
12. Konzentriere dich niemals auf das Geld, sondern nur auf den Chart und den Trade (am besten Geldbetrag und Position ausblenden)
13. Vergiss das Wort "hätte", hätte ich doch laufen gelassen, hätte ich doch dies und das (das kann zur Selbstzerstörungswaffe hin tendieren)




Das war so ungefähr mein Trading Konzept, hoffe es kann euch weiterhelfen. Die psychischen Faktoren, Erfahrungen und Erlebnisse sind nicht eingebunden, es wäre auch schwierig, alles hier in Worte zu fassen. Es hätte sicherlich noch mehr sein können, doch ich habe versucht mich aufs wesentliche zu beschränken.

Fakt ist: Man braucht wirklich Erlebnisse und Erfahrungen um im richtigen Moment das richtige zu tun. Ich habe, denke ich, so ziemlich alles erlebt, was man am Forexmarkt erleben kann und kann so meine Erfahrungen und Erlebnisse, in mein Trading Konzept einfliessen lassen.

Danke für eure Aufmerksamkeit.

Viele Grüse
Peki:welldone:




























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  #2
OFFLINE   Stevywin

Sauber Peki ich habs verstanden. Ich finde deinen Ansatz super. Ich denke du hast ihn auch gut rübergebracht. Ich benutze derzeit die Markttechnik nur um einen Trend zu ermitteln. Ich würde es mir mit meinem derzeitigen Wissen noch nicht zutrauen so zu handeln. Die größten Probleme, die bei mir vorhanden sind, ist das Finden eines Kursziels und die Ungeduld. Ich bin noch zu sehr darauf bedacht die Schäfchen ins Trockene zu bekommen, wo ich eigentlich weiterlaufen lassen müsste. Dies hat oft zur Folge, dass mein CRV nicht mehr stimmte nach dem Trade. (Ich weiß jetzt nicht, ob das nach dem Trade egal ist) Ich werde diesen Ansatz auf jeden Fall mal weiterverfolgen.
Das ich ein erfolgreicher Trader bin, konnte ich lange Zeit erfolgreich vertuschen... ;)

  #3
OFFLINE   blindfish

Punkt 1 und 12 ist echt ne Qual für mich :annoyed:

.... ich muss nicht immer der beste sein, mir reicht es vor dem 2ten zu sein ....

 

mini.jpg


  #4
OFFLINE   Stevywin

Eine Frage noch. Wie ermittelst du deine zukünftige Tradingrange, also dein neues Kursziel oder handelst du deine Einstiege solange bis du ein Trendwechsel oder ähnliches feststellst?
Das ich ein erfolgreicher Trader bin, konnte ich lange Zeit erfolgreich vertuschen... ;)

  #5
OFFLINE   Rainbowtrader

Hallo Peki!

Besten Dank für die ausführliche Vorstellung Deiner Tradingstrategie! :welldone:

Ein wenig muss ich mich da noch durcharbeiten, doch habe ich vorab noch die eine oder andere Frage.

1. Mag sein, dass ich da irgendwas überlese oder übersehe, doch das mit dem 0-Pips-Stopp habe ich noch nicht so richtig verstanden. Soll das bedeuten, Du hast, abgesehen von Deinem Spread, definitiv Null Pips SL beim Einstieg in den Trade (wenn SL auf Einstandskurs)? Das Du also mitunter mehrmals einsteigst, wenn der Kurs eben ab und an beim Start in den Trade kurz zurück zuckt? Oder bist Du gar "spreadbefreit" (Angebot von Deinem Broker)?

2. Die Definition, was ist bei Dir Widerstand und was Unterstützung, die ergibt sich doch dadurch, dass ein durchbrochener Widerstand nun als Unterstützung fungiert, oder? Also Standardbetrachtung, wenn ich mich nicht irre.

3. Widerstände: siehst Du diese alleinig als Linie, oder als Bereich, wenn es um den Durchbruch geht? Steigst Du da punktgenau ein, sobald die Kerze über diesem schließt, bzw. nach erfolgtem Abschluss der Kerze - oder hast Du hier auch eine Pufferzone wie zum Beispiel die angesprochenen 10 Pips, wenn es um das Legen von Take Profit-Fallen geht?

4. Was bedeutet das in der Umsetzung, wenn Du beispielsweise den DAX als "Indikator" nutzt? Wie funktioniert das?

5. Du verwendest den Trendhandel zum Nachziehen des Stopps. Dafür dann M5?


Mit Sicherheit kommen noch weitere Fragen, doch eins nach dem anderen!

Beste Grüße,
Rainbowtrader
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #6
OFFLINE   Pilok

Hallo Peki,
ein ausgezeichnetes, gut durchdachtes Konzept!

Handelst Du den EUR/CHF auch jetzt noch, nachdem die SNB interveniert hat und den CHF enger an den EUR gekoppelt hat? Haben sich durch die Intervention Probleme bzw. Nachteile ergeben?


  #7
Peki

@Rainbowtrader

1. Das mit dem 0-Stop Strategie ist folgendermassen zu erklären:
Ich versuche immer einen Einstieg zu finden, wo viel Volität herrscht, für mein Trading Konzept ist das Währungspaar EUR/USD ideal. Meine Einstiege suche ich an den Widerstands -und Unterstützungslinien.
Falls es zum Bruch oder Abpraller kommen sollte, gibt es immer gute und schnelle Bewegungen in eine Richtung, vielleicht 20, 30, 40 pips und da sind auch meine Einstiege.
Es ist umso besser eine doppelte Bestätigung abzuwarten, denn da ist die Gegenseite endgültig raus aus dem Markt da ihr Chartbild ihre Gültigkeit verliert und der Kurs nimmt eine rasante Geschwindigkeit an von 50 - 80 pips in eine Richtung an.
Ich versuche genau an diesem Punkt einzusteigen, kurz nach dem Einstieg bin ich dann schon 20 - 30 Pips im Profit. Mein SL wird bei solch einem Trade erstmals auf Minus 60 Pips gesetzt, da ich dem Kurs eine gewisse Pufferzone erlaube. Wenn der Kurs aber weiterhin in meine gewünschte Richtung läuft 40 - 50 Pips, dann setz ich mein SL auf den Eingangspunkt und eliminiere so mein Risiko und lass den Trade laufen bis ich für mein Empfinden den geeigneten Ausstieg gefunden habe.

Fakt ist, dass man nach einer doppelten Bestätigung ein gültiges Chartbild hat und das Chartbild der Gegenseite hat seine Gültigkeit verloren. Es kann aber auch gut möglich sein, dass einem die fundamentale Seite einem zuvorkommt und einem einen Strich durch die Rechnung macht. Aber man ist abgesichert und falls dies eintreten würde, ist man mit 0 Verlust raus aus dem Markt.



2. Widerstand ist die obere und die Unterstützung die untere Linie eine Range. Falls ein Widerstand endgültig durchbrochen wird und wir in eine neue Range eintreten und diese auch bestätigt wird, dann wird der alte Widerstand zur neuen Unterstützung. Umgekehrt verhält sich auch die Unterstützung, falls es dort zum Bruch kommt, kann diese als neuer Widerstand fungieren.


3. Ich muss sagen, mein Trading Konzept sieht sehr einfach aus, aber ist in seiner Umsetzung sehr schwierig. Denn man muss wirklich alles berücksichtigen und seine persönliche Erfahrungen und Erlebnisse miteinfliessen lassen. Mit der Zeit hat sich bei mir auch ein Gefühl für den Markt entwickelt und ich daher die Lage gut abschätzen kann, ob jetzt der Widerstand endgültig durchbrochen wird, oder ob jetzt nur ein Abpraller kommt. Man muss sich in den Markt hineinfühlen und versuchen die richtige Entscheidung zu treffen, ich versuche es mal in Worte zu fassen.

Zwingend ist, dass man eine hohe Einsatzbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit mitsichbringen muss und den Kurs die ganze Zeit im Auge behalten. Vorallem wichtig ist es, sein Augenmark auf die W & U zu werfen.

Nehmen wir an, es ist 8.30 Uhr morgens und der Kurs hat in der US Nach Session schon mal unseren Widerstand getestet und hat den Durchbruch nicht geschafft (nichts weltbewegendes, es fehlt an Volität). Während der Asien Session hielt der Widerstand stand und es kam zu einem Kursabfall von 40 - 60 Pips. Da man jetzt keine Anhaltspunkte hat, wartet man wie der DAX eröffnet, falls der DAX freundlich mit Plus eröffnet, weiss ich, dass wir gleich den Widerstand wieder testen könnten und wir dort entweder wieder abprallen oder der Durchbruch kommt. Der DAX ist ein guter Frühindikator und wird von mir gerne beigezogen, steigt der DAX weiter, ist ein Bruch des Widerstands wahrscheinlich, da er den Euro stützt. Das ist jetzt nur mal eine Ansichtssache, es gibt noch tausend andere Gründe wie z.B. das Volumen, Candlesticks Formationen, Chart Formationen usw.
Falls der DAX mit Minus eröffnet, wäre z.B. der Abverkauf während der Asien Session auch begründet und ich würde den Widerstand als Widerstand erkennen und mich auf die Unterstützung fokusieren und da beginnt dann das Spiel wieder von neuem.

Fakt ist: Keine feste Meinung am Markt haben, sondern sich diese durch den Markt bilden lassen. Handle nur was du siehst und nicht was du fühlst.

Tipp: Man sollte sich auch nicht in etwas hereinsteigern und nach tausend Gründen suchen um eine 100% Sicherheit zu suchen für seine Entscheidung. Manchmal ist es auch von Vorteil, die ganze Sache nicht als Trader zu sehen, sondern halt mal mit Abstand vom Markt, wie ein Normalbürger. Nämlich Gute Nachrichten --> Kaufen, Schlechte Nachrichten --> Verkaufen.


4. Frage 4 wurde oben schon erklärt.


5. Im Trendhandel wird der Stop sowie im 5min und im 15min Chart verwendet.

Ich hoffe, ich konnte deinen Fragen gerecht werden. Wie schon erwähnt, es ist nicht ganz einfach, alles in Worte zu fassen. Einmal haben wir rein die technische Sicht und das andere sind eben die psychologischen Faktoren. Mein Trading Konzept funktioniert nur mit der Harmonie zwischen dem technischen und meinen auf mich bezogegenen psychischen Faktoren. In meinen anderen Beiträge habe ich schon ein paar Mal die von mir genannte "Strategie im Kopf" erwähnt. Es wäre vielleicht von Vorteil, diese von mir verfassten Beiträge nochmals durchzulesen, um mein hier vorgestelles Trading Konzept besser zu verstehen.

Um das Trading Konzept umsetzen zu können, sind Erfahrungen und Erlebnisse zwingend.


@Pilok
Danke vielmals.
Den EUR/CHF handle ich nebenbei und nur auf der Long Seite, da ich davon ausgehe, dass bald die nächste Intervention folgen wird.
Was man aber sagen muss, mein vorgestelltes Trading Konzept ist für den EUR/CHF nicht anwendbar.
Erstens, weil früher der CHF als Fluchtwährung gesehen wurde und heute, weil wir einen Mindestwechelskurs haben.

Hingegen im EUR/USD haben wir ein ideales Währungspaar für mein Trading Konzept.

  • DaBuschi gefällt das

  #8
OFFLINE   Stevywin

Hast du schon einmal versucht das System auf kürzeren TF anzuwenden?
Das ich ein erfolgreicher Trader bin, konnte ich lange Zeit erfolgreich vertuschen... ;)

  #9
OFFLINE   Stevywin

Dies ist das aktuelle Chartbild 4H EURUSD. So würde ich dein Post interpretieren.

Der Kurzfristige Trend (oder ist das kein Trend für dich?) ist gebrochen in Richtung LONG, jetzt würdest du warten was die Widerstandslinie bei 1,3525 macht. Wenn diese reißt dann LONG. Angetestet wurde sie bereits heute. Wie würdest du den Trade dann im 15M weiterführen? Heute ist eher eine Seitwärtsbewegung.

Dateianhang


Das ich ein erfolgreicher Trader bin, konnte ich lange Zeit erfolgreich vertuschen... ;)

  #10
Peki

Mein Einstieg erfolgte hier beim W 1.3510 --> Entry Long 1.3510

Bruch des W bei 1.3510 im 4H Chart --> noch nicht bestätigt

Bruch des W bei 1.3510 im 15min Chart --> heute schon 3 mal getestet

Target bei 1.3570, knapp unter W 1.3580

Widerstand liegt bei 1.3550
Unterstützungen bei 1.3450 und 1.3430 (starke U)

Not Stop unter starker U 1.3430, bei 1.3420

Falls der Kurs weiter nach oben geht, wird der SL auf 0 gesetzt.

DAX: Nachmittag, positiv

Dateianhang



  #11
Peki

Eine Frage noch. Wie ermittelst du deine zukünftige Tradingrange, also dein neues Kursziel oder handelst du deine Einstiege solange bis du ein Trendwechsel oder ähnliches feststellst?


Erstmals ermittelt man mit Hilfe der W&U Linien die Haupt-Range's im 4H Chart. Jeder Kursabschnitt hat somit seine eigene Range (Range 1, Range 2, Range 3 usw.)
Sobald eine Haupt-Range im 4H Chart ermittelt und bestätigt ist und ihre Gültigkeit behält, hat man jetzt einen Raum in dem sich der Kurs frei bewegen kann zwischen W & U.

Das Prinzip ist nämlich, von einer Range in die andere zu hüpfen.

Um die Bewegungen genauer zu identifizieren, switcht man in den 15min Chart und unterteilt die Haupt-Range vom 4H Chart in Unter-Range's und verfolgt das gleiche Prinzip.
Es ist selten der Fall, ausser bei aussergewöhnlichen Umständen, dass wir direkt von einer Haupt-Range in die nächste hüpfen.

Wenn man den Kurs in seine verschiedenen Haupt-Range's unterteilt, hat man einen Gesamtüberblick über das Chartbild. Es ist völlig egal, wohin sich der Kurs bewegt, ob jetzt ein Aufwärts -oder Abwärtstrend sich herauskristallisiert kann uns egal sein. Wichtig ist es einfach die Haupt-Range's zu identifizieren und sich auf diese mögliche Handelsspanne zu fokusieren.

Das wichtigste am Konzept sind die W&U und das schwierige daran ist den weiteren Verlauf an den Widerständen und Unterstützungen zu treffen, aber da hilft die doppelte Bestätigung. Da man aber nicht immer eine doppelte Bestätigung hat, kann man halt durch seine Erfahrungen, Erlebnisse und Gesamteindruck der aktuellen Marktlage sein Glück versuchen. Manchmal klappt es, manchmal halt eben nicht, dafür gibts ja den Stop.;D

Falls ich merke, dass ich mit meiner Entscheidung falsch liege, bin ich raus aus der Position und warte nicht erst, bis der Stop ausgelöst wird. Wenn ich mich bei einem Trade nicht mehr wohl fühle, dann bin ich raus.

Wichtig ist es bei meinem Trading Konzept vorausschauen zu können und sich die verschiedenen Formationen wie S-K-S oder andere vorstellen zu können. In meinem Kopf spiele ich immer 2 Szenarien durch, eins für den möglichen Aufwärtstrend und die möglichen W und Formationen und das andere für einen möglichen Abwärtstrend und deren U und Formation.

Hast du schon einmal versucht das System auf kürzeren TF anzuwenden?


Mein Trading Konzept ist für kleine Timeframes wie 1min aboslut nicht zu empfehlen, da dort die W & U Linien nicht von Bedeutung sind.



  • DaBuschi und Wödmasta gefällt das

  #12
OFFLINE   Rainbowtrader

Hallo Peki!

Danke für den vielen Stoff, hab ich nur überflogen, werde ich mir am späten Abend genauer anschauen.

Hier vorab ein Screen, welchen ich eben aufgenommen habe auf M5 - eher meine ZE:
a) Big Numbers in Weiß
b) Eröffnungskurs 8:00 Uhr in Grün
c) High & Low des Vortages in Lila
d) High & Low Frankfurt Open bis London Open in Blau
e) Bisheriges Tages-High & Low in Rot
f) High & Low der Asian Session in Gelb
g) H3, H4, L3, L4 in Pink

Orangene Trendlinie aus dem H1-Chart.

Doch wie ich das bisher sehe: 6 setzen, Thema verfehlt! Bei Dir geht es um Ranges, von denen ich noch nicht geschnallt habe, wie ich diese voneinander separiere/trenne/erkenne/einordne - auch wenn ich auf H4 gezoomt habe und mir Deine Beispiele angeschaut habe. Klick gemacht hat es da bisher noch nicht.

Anscheinend muss ich das nachher noch mal in Ruhe lesen, vielleicht komme ich dann drauf.

Auf die anderen Infos von Dir gehe ich dann auch ein, wie gesagt, ich hab gerade wenig Zeit, erst später wieder.

Danke und liebe Grüße,
Rainbowtrader:-[

Dateianhang


"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #13
Peki

Mein Einstieg erfolgte hier beim W 1.3510 --> Entry Long 1.3510

Bruch des W bei 1.3510 im 4H Chart --> noch nicht bestätigt

Bruch des W bei 1.3510 im 15min Chart --> heute schon 3 mal getestet

Target bei 1.3570, knapp unter W 1.3580

Widerstand liegt bei 1.3550
Unterstützungen bei 1.3450 und 1.3430 (starke U)

Not Stop unter starker U 1.3430, bei 1.3420

Falls der Kurs weiter nach oben geht, wird der SL auf 0 gesetzt.

DAX: Nachmittag, positiv


Nach mehrmaligem testen des W bei 1.3510, versuchte ich dort meinen Einstieg.
Im 4H Chart wurde der W auch mehrmals getestet und dies gab mir ebenfalls das Signal einzusteigen, leider fehlte mir aber die Bestätigung und Vollendung der Kerze.
Aber ich dachte, 60 Pips sind dennoch drin. Denn bei einem Durchbruch im 4H Chart nimmt der Kurs rasant an Geschwindigkeit zu und dort witterte ich meine Chance,
wenigstens den Impuls der Kerze bis zum nächsten kleinen W den Profit mitzunehmen.

Leider war der Impuls zu schwach und der Kurs stagnierte wieder bei 1.3510. Aber ein Versuch war es immerhin wert. Ich ging aber fest davon aus, dass wir die 1.3570
knacken werden und liess die Position laufen und sicherte mich aber mit einem Stop bei 1.3420 ab. (Asien Session im Schnitt immer 50 - 70 Pips Schwankungen)

Kursziel von 1.3570 heute wurde erreicht. Die Starke U bei 1.3450 hat gehalten.

Bei meinem Trading Konzept sieht man genau, wie man anhand der W&U Linien den zukünftigen Kursverlauf ermitteln kann.
Da hilft einem auch, den Stop vernünftig zu setzten, so dass man nicht jedesmal knapp ausgestoppt wird.
Das schwierige am ganzen ist aber, dass man nicht immer auf die Vollendung der Kerze im 4H Chart warten kann, sondern sein Glück schon vorher versuchen muss.

Wie man sieht, erlaube ich dem Kurs auch einge gewisse Toleranz von nahezu 90 Pips (Entry 1.3510, SL 1.3420), in anderen Fällen können es manchmal auch mehr sein oder halt auch weniger. Es kommt ganz auf die Chartformation und auf die Marktsituation an.

Dateianhang


  • Rainbowtrader und okami83 gefällt das

  #14
OFFLINE   silverplaton

hey peki ,
bei stopps von 90 pip und ( vielleicht ) mehr , sind bei einer DD phase schnell mal paar 100 pip /euro im nirvana :)
wie schaut dein DDund dietrefferquote aus ?

versteh mich bitte nicht falsch , ich finde es super dass du dein setup zur verfügung stellst:)
bei -90 pip ist mental nicht einfach im trade zu bleiben , da ist jeder trader glücklich wenn er wieder mit paar pips im plus ist und schliesst frühzeitig !


schönen gruss , silver


  #15
Peki

*
BELIEBT

Bis jetzt habe ich euch gezeigt, was die Voraussetzungen sind und welche Mittel man benützen muss, um das Trading Konzept umsetzen zu können. Jetzt haben wir ein starkes Fundament auf dem wir aufbauen können, bis jetzt war alles noch theoretisch, nun ist es Zeit in die Praxis hinüberzugehen. Ich werde wieder alles schrittweise dokumentieren und versuchen, euch meine Gedankenwelt zu öffnen und euch einen tiefen Einblick darin zu gewähren. Ich werde mich bemühen, es so verständlich zu gestalten, wie es meinerseits nur möglich ist.

Wie ihr bereits gemerkt habt, sieht mein Trading Konzept auf den ersten Blick sehr einfach, verständlich und logisch aus. Es ist auch logisch und verständlich, aber leider ist es in seiner Umsetzung komplizierter als es aussieht, da man verschiedene fundamentale und emotionale Faktoren berücksichtigen sollte und diese mit einfliessen lassen muss. Nachdem ich eigentlich alles Mögliche am Devisenmarkt ausprobiert habe, von hunderten von Indikatoren und deren Oszillatoren getestet habe, bin ich zum Entschluss gekommen, dass man sich doch auf ein paar wenige Hilfsmittel dergleichen beschränken sollte.

Für mein Intraday-Trading suchte ich etwas, an dem ich mich orientieren konnte und auf etwas, worauf man sich verlassen kann. Darauf entpuppte sich die einfache und klassische Charttechnik mit seinen
W & U Linien, Trendkanäle mit deren Trendlinien, als aussagekräftigster und zuverlässigster Indikator. (Back to the Root's)

Wie sieht eigentlich ein typischer Tagesablauf im Daytrading aus? Auf was muss man achten und wie kann ich das vorgestelle Trading Konzept übernehmen und erfolgreich anwenden?

Ein gewöhnlicher Trading Tag beginnt zuerst mit der Vorbereitung vor der 1. Handels-Session. Die 1. Handels-Session beginnt mit Börseneröffnung um 9.00 Uhr bis ca. 11.30 Uhr.
Die Vorbereitung ist ein wichtiger Bestandteil für den täglichen Handel und man sollte sich immer genügend Zeit dafür nehmen. Ich beginne meistens um 7.00 Uhr morgens mit der Vorbereitung,
diese beinhaltet erstmals die Analyse der Asien Session.

Asien Session
Die Asien Session kann ein guter Indikator für die 1 Haupt-Session sein. In der Regel haben wir während der Asien Session eine Handelsspanne von 40 - 60 Pips und meistens kennt der Kurs nur eine
Richtung in der er sich bewegt. Um aber die Asien Session richtig interpretieren zu können, sollte man den Nachhandel des US-Marktes und deren Schlusskurs mit einbeziehen. Denn durch die Asien Session und dem Nachhandel kann man versuchen ein neues Marktgefühl für die 1. Haupt-Session vor dem europäischen Börsenstart um 9:00 Uhr zu bekommen.

Die Frage die man sich dabei stellen sollte ist die ob wir am Vortageshandel anknüpfen und der Trend (Abwärts- oder Aufwärtstrend) sich fortsetzt oder ob wir eine neue Richtung, z.B. eine Korrektur
einschlagen? Dafür kann die Asien Session sehr hilfreich sein, denn während der Asien Session laufen wir meistens wichtige Widerstands- oder Unterstützungslinien an. Am meisten Volalität hat
man während der Asien Session zwischen 2.30 - 4.30 Uhr und ab 3.00 Uhr schlägt dann der Kurs meistens eine Richtung ein.

Ich habe hier ein Bespiel:
1.) freundlicher Vortageshandel (Aufwärtstrend)
2.) Asien Session - Fortsetzung des Trends? Nur Korrektur oder neuer Abwärstrend? Der Kurs ging vom Widerstand bis zur nächsten wichtigen Unterstützung.


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Wie man beim Beispiel sieht, hatten wir am Vortag einen Aufwärtstrend und einen freundlichen Handelstag. Währen der Asien Session ist der Kurs beim Widerstand abgeprallt und testet die Unterstützung.
Damit haben wir einen neuen Ausgangspunkt. Die Frage hierbei ist dieselbe wie schon obengenannt: Knüpfen wir am freundlichen Vortag an oder war das nur eine Korrektur oder doch erste Anzeichen
für einen neuen Abwärtstrend? Da wir nicht das letzte Tief vom Vortag während der Asien Session getestet haben, geht man davon aus, dass dies nur eine Korrektur vom Vortag war. Aber sicher
können wir uns nicht sein, dafür kommt jetzt der 2. Schritt der Vorbereitung zum Zug, nämlich der wichtigste Indikator für die 1. Haupt-Session --> der Deutsche Aktien Index, kurz DAX.

Um aber den weiteren Verlauf identifizieren zu können, genügt es nicht nur den Börsenstart um 9:00 Uhr abzuwarten und zu hoffen. Denn zur Vorbereitung gehört auch der Wirtschaftskalender, den man
vor jedem Handelstag überfliegen sollte und sich die wichtigsten anstehenden Veröffentlichungen notieren. Dabei sollte man für jede Veröffentlichung sich entsprechend rüsten und sich darüber im Voraus
informieren. Informationen sammeln gehört ebenfalls zur Vorbereitung, denn anhand Informationen kann man ebenfalls ein Gefühl für den Markt bekommen. Hierbei ist es zu empfehlen, sich nicht auf
alle möglichen News und Informationen zu stürzen, sondern nur auf die Wichtigsten zu setzen. Aber dazu komme ich noch später, bleiben wir erstmals beim obengenannten Beispiel und fokusieren uns
weiterhin auf den Indikator DAX.

Vor dem Börsenstart schalte ich immer auf N-TV, N24 oder DAF TV um den Vorbörsenhandel (8:00 - 9:00 Uhr) mitzukriegen und somit die Stimmung interpretieren zu können. Falls die Aussichten freundlich sind, spekuliere ich auf einen freundlichen DAX. Ein freundlicher DAX stützt natürlich den Euro und somit wäre die Vorbereitung für die 1. Handels-Session abgeschlossen.

Somit beginnt dann auch mein Intraday Handel und ich stütze mich auf die Analyse der Vorbereitung und rechne mit einem steigenden Euro. Dementsprechend suche ich die Long Einstiege und meide
das Handeln der Korrektur. D.h. ich handle den Trend und niemals gegen ihn --> Trend is my friend. Während der 1. Handels-Session setz ich weiterhin auf einen steigenden Euro und versuche meine Position solang wie möglich zu halten. Ich fokusiere mich nicht mehr auf den Einstieg, sondern suche dementsprechend Ausstiegsmöglichkeiten. Aber wo steigt man am besten aus?

Hierbei hat man 2. Möglichkeiten, entweder man beendet die 1. Handels-Session und schliesst seine Positionen oder man spekuliert weiterhin auf einen steigenden Euro für den Handelstag.
Das hängt natürlich ganz von dem ab, wie die Amis drauf sind und was für Wirtschaftsdaten ihrer Seite noch herkommen, z.B. BIP, FED Aussage, Arbeitslosenquote, Arbeitslosenanträge, Häuserverkauf.

Ich nehme lieber den Gewinn der 1. Haupt-Session mit und gönne mir somit eine kurze Ruhe- oder Mittagspause um Abstand vom Markt zu gewinnen und mich neu sammeln zu können um somit mental
gestärkt an die Vorbereitung zur 2. Haupt-Session ran zu gehen.

Hierbei beginnt das ganze Spiel von neuem, hier mal zum Überblick:

1. Haupt-Session (9:00 - 11.30 Uhr)
- Vortag analysieren
- Asien Session versuchen zu interpretieren
- DAX als Indikator

2. Haupt-Session (13.30 - 17.30 Uhr)
Bei der 2. Haupt-Session nehmen wir nicht den Vortag für die Orientierung, sondern die 1. Haupt-Session und deren W & U Linien. Der DAX bleibt weiterhin als Indikator bestehen. Dazu kommt aber noch der S&P der uns die Stimmung am US Markt ausdrückt. Die Frage die man sich wieder stellen sollte, bleibt die gleiche: Knüpfen wir an der 1. Haupt-Session an oder nicht?


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Wir haben hier eine ganz andere Ausgangsituation als bei der ersten Vorbereitung am frühen Morgen. Denn während der 1. Haupt-Session sind wir mehrere wichtige Widerstands- und Unterstützunglinien
angelaufen und haben diese, getestet oder durchbrochen. Wir können uns jetzt ausschliesslich an der Markttechnik orientieren und anwenden. Während der 1. Haupt-Session haben wir auch
erfahren, welche Widerstands- oder Unterstützungslinie besonders hervorstachen und welche besonders stark waren. Deshalb sind wir jetzt in der Lage eine Widerstands- oder Unterstützungslinie
als besonders stark, schwach oder entscheidend, einzustufen und unser Trading so anzupassen um bei jedem neuen Anlauf von W & U Linien, das richtige Setup zu wählen.


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Tipp: Am meisten mit Volalität ist in der 2. Haupt-Session jeweils um 14.30 Uhr (Wirtschaftsnachrichten) und 15.30 Uhr zu rechnen.


Aber wie wende ich das vorgestelle Trading Konzept an?
Wie gesagt, muss man erstmals die W & U Linien einzeichnen um ihre Wichtigkeit identifizieren können.
Dazu nehme ich das Beispiel vom obengenannten möglichen Handelstag, die Kriterien bleiben die selben und wir befinden uns in der 2. Handels-Session.


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Bei diesem Beispiel sieht man, dass wir während der 1. Haupt-Session die erste Widerstandslinie durchbrochen haben und diese somit zur neuen Unterstützung wurde. Danach kam es logischerweise
zu einem neuen Hoch und es folgte eine Korrektur --> dabei ist eine neue Widerstandslinie entstanden, doch wie stark oder wie schwach ist diese? Im weiteren Verlauf versuchte der Kurs im 2. Anlauf
die Widerstandslinie zu brechen und ist deutlich abgeprallt, deshalb spricht man auch von einem starken Widerstand. Umso stärker ein Widerstand ist, umso wahrscheinlicher ist, dass wir die alte
Unterstützung wieder testen. Da wir anhand unserer Vorbereitung und die dadurch resultierenden Analyse von einem Aufwärtstrend ausgehen, ist der Kursverlauf zwischen des starken Widerstandes
und der Unterstützung erstmals als Korrektur einzustufen.

Da ich davon ausgehe, dass dies nur eine Korrektur ist, identifiziere ich diese Unterstützung als schwach und steige an diesem Punkt mit einer Long Position ein. Für mein Empfinden ist die Chance grösser,
dass wir den starken Widerstand im 3. Anlauf durchbrechen, als dass wir unter das letzte Tief kommen und ausgestoppt werden.

Zudem ist hinzuzufügen, dass man immer Voraus schauen sollte und sich den möglichen Kursverlauf visuell vorstellen sollte. Demnach ist bei diesem Beispiel beim 3. Anlauf davon auszugehen, dass der
Kurs danach nochmals einen richtigen Schub von 50 - 60 Pips bekommt und neue Hochs bildet. Deshalb beinhaltet für mich die aktuelle Marktsituation einen möglichen Profit vom Weg der schwachen U bis zum
starken W und nochmals der Ausbruch von 50 - 60 Pip's. Hierbei kann man sich doppelt absichern, den SL erstens auf BE setzen und abwarten, wie sich der Kurs beim 3. Antesten des starken Widerstands
verhält. Beim Bruch des starken Widerstands den SL nachziehen und unter die Widerstandslinie setzen, die sich widerrum als neue Unterstützung herauskristallisieren könnte.


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Wichtiger Hinweis für die Umsetzung des Trading Konzepts
Wenn man das Trading Konzept anwenden will, dann ist auch besonders darauf zu achten, dass man Pufferzonen zulassen muss. Der Grund liegt ganz einfach darin, weil eine Candlestick Kerze
nicht punktgenau an einer Widerstands- oder Unterstützungslinie abprallt. Erst wenn die Kerze vollendet ist, weiss man ob die W & U Linien tatsächlich gehalten haben oder durchbrochen wurden.
Umso höher das Zeitfenster, desto grösser sollte die Pufferzone sein. Für mein Trading Konzept verwende ich den 4H und 15min Chart. Für die Analysen verwende ich ausschliesslich den 4H Chart,
dabei habe ich in der Regel eine Pufferzone von 30 - 60 Pips. Denn diese muss man unbedingt berücksichtigen, ansonsten hat man keine Chance, das Trading Konzept richtig anzuwenden.


Ich hoffe ich konnte euch das Trading Konzept etwas näher bringen.

Wie gesagt, wurde das Trading Konzept und die damit verbundene Vorgehensweise nur an einem Beispiel versucht zu erklären. Man kann dies aber überall anwenden, jedoch ist nochmals klar und deutlich zu sagen, dass dieses Trading Konzept für Scalper und Extrem Scalper absolut nicht zu empfehlen ist.

Wenn euerseits Interesse für das Trading Konzept besteht, wäre ich für Fragen sehr dankbar. Da jede Frage sehr wahrscheinlich unterschiedlich ausfallen wird, wäre es eine Bereicherung für den Thread, denn dann könnte ich gezielt auf die Fragen eingehen und diese als Beispiele verwenden. Umso mehr Fragen, umso näher kann ich das Trading Konzept an die Forum-Teilnehmer bringen.

Als Update kommen noch die Doppelpositionen, bis jetzt sind diese aber noch in der Testphase und ich brauche noch etwas Zeit um Erfahrungen damit zu sammeln um dann eine endgültige Entscheidung
darüber zu fällen, die Doppelpositionen in mein Trading Konzept aufzunehmen oder nicht, die bisherige Entwicklung ist bis jetzt positiv.

Danke für eure Aufmerksamkeit.
































































  • Divecall, DaBuschi, MANDL2007 und 7 anderen gefällt das

  #16
Peki

hey peki ,
bei stopps von 90 pip und ( vielleicht ) mehr , sind bei einer DD phase schnell mal paar 100 pip /euro im nirvana :)
wie schaut dein DDund dietrefferquote aus ?

versteh mich bitte nicht falsch , ich finde es super dass du dein setup zur verfügung stellst:)
bei -90 pip ist mental nicht einfach im trade zu bleiben , da ist jeder trader glücklich wenn er wieder mit paar pips im plus ist und schliesst frühzeitig !


schönen gruss , silver


Hi silver,

Tut mir leid, wenn ich erst jetzt auf deine Frage eingehe, aber lieber zu spät, als nie;D

Wie gesagt beinhaltet mein Trading Konzept das arbeiten mit Pufferzonen, da kann der SL je nach Marktsituation schnell mal bei 90 pip liegen. Es varriert starkt unterschiedlich und ist abhängig vom Einstieg,
manchmal ist es weniger, manchmal mehr. Die Setzung des SL kann durch viele Faktoren beeinflusst werden, in diesem Falle wurde er unter das letzte wichtige Tief gesetzt.

Das mit dem frühzeitigen schliessen von Positionen ist eher der Fall, wenn man unsicher ist und keinen Weitblick für die Weiterentwicklung des Kurses besitzt. Das kann auch sein, dass man sich zu wenig
mit Analysen und Vorbereitungen beschäftigt und einfach nach dem Gefühl tradet und somit schlussendlich die Unsicherheit siegt. Es kann auch sein, dass man durch Verlusttrades so emotional angeschlagen ist und die Angst einem in den Knochen sitzt undsobald man im Plus ist, sofort schliesst um ja nicht Minus zu machen und nicht die damit verbundenen schmerzhaften Emotionen hervorzurufen zu müssen.

Wenn man hingegen die Pufferzone in sein Trading miteinberechnet oder mit einem festen SL arbeitet, dann weiss man schon im Vorhinein, was einen der Trade kosten wird. Die bösen Überraschungen
bleiben aus und man wird somit nicht durch emotionale Faktoren beeinflusst und kann sein Trading ohne Einschränkungen fortsetzen.

Tatsächlich ist es aber so, dass viele Mühe haben ihre Positionen mit Gewinn laufen zu lassen. Dafür gibt es mindestens tausend Gründe und es ist schwierig darauf eine richtige Antwort zu geben. Denn man muss dabei erstmals den Tradertyp und seine Ansichtssache identifizieren. Ist er ein Scalper und tradet meist gegen den Trend? Falls dies der Fall sein sollte, wäre mein Trading Konzept absolut nicht zu empfehlen, denn der Scalper ist es nicht gewohnt mit Pufferzonen zu arbeiten und ein Verlust von 90 Pip könnte dem Scalper ganz schön den Tag vermiesen.

Deshalb gehe ich davon aus, dass deine Fragestellung aus dem Scalper oder Extrem Scalper hervorgeht.

Der Scalper nimm jede Bewegung wahr, ob man sich jetzt in einem Trend ist oder in einer Korrektur befindet, spielt keine Rolle, er nützt jeden Move aus und arbeitet mit sehr engen Stops.
Der Scalper hat auch keine Pufferzone, es herrscht immer nervöser Handel. Im 15min und 4H Chart hingegen, kann man oder sollte man zumindest kein Scalping anwenden, sondern während einer normalen Tageshandelsspanne versuchen in Trendrichtung zu handeln. Da kann die Pufferzone schnell mal 30 - 60 Pips betragen. Hingegen wären 30 - 60 Pips tödlich für einen Scalper der im 1min Chart unterwegs ist. Man schliesst deshalb den Trade vorzeitig mit Verlust, obwohl die Trend Richtung richtig war, nur ist man es nicht gewohnt mit Pufferzonen zu arbeiten und kann die 30 - 60 Pips nur schwer verkraften und meint man liegt total falsch und schliesst die Position vorzeitig mit Verlust.






  #17
OFFLINE   Rainbowtrader

Hallo Peki!

Supergut, so ausführlich von Deiner Strategie zu erfahren, auch wenn diese derzeitig für mich nicht in Betracht kommt. Dies liegt ganz einfach an meinem derzeitig vollständig anderem Ansatz im Scalpingbereich. Ich denke, ich muss mir zu Deiner Art und Weise zu handeln noch mehr Gedanken machen, um zu schauen, was ich davon für mich adaptieren kann. Wie Du da herangehst, das gefällt mir sehr gut. Auch sind Deine Grafiken sehr sauber strukturiert und von bester Darstellung. Danke Dir für Deine Mühe! :welldone:

Liebe Grüße,
Rainbowtrader
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #18
OFFLINE   DaBuschi

*
BELIEBT

Hallo Peki,

auch von mir herzlichen Dank für Deine Ausführungen. Von mir werden keine großen Fragen kommen, da ich den Markt sehr ähnlich betrachte, ich hoffe allerdings, dass andere Mitglieder diese Chance beim Schopfe ergreifen. Hier geht es um fundamentale Dinge, was das Trading angeht, nicht darum, welche Indikatoreneinstellungen ich nutzen muss, sondern hier wird eine Möglichkeit geboten, strukturiert zu Erlernen, wie Märkte wirklich funktionieren.

Leute, ergreift diese Chance und denkt Euch in dieses Konzept hinein. Die Zeit, die Ihr hierfür aufwendet, wird eine der besten Investitionen sein, die Ihr im Trading je gemacht habt.

Deshalb nochmal von mir ein herzliches Danke und:welldone:

Viele Grüße
DaBuschi
  • Rainbowtrader, okami83, jwah und 2 anderen gefällt das
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

  #19
OFFLINE   Stevywin

Ja auch von mir herzlichen Dank

wie gesagt, ich finde deinen Ansatz sehr interessant und dass du mit den W/U -Linie gut liegst, konnte ich ja nachverfolgen.

Mit der Vorbereitung zum Handel halte ich es ähnlich. Ich habe mir aber einfach die Liste aus der MV-Bibel S. 379 kopiert, bissl was weggestrichen und mir auch eigene Notizen dazu u.a. Nachrichtentermine, Presse, DAX etc. Dann kann man nix vergessen. Sowieso habe ich mir ein kleines Handbuch angelegt mit Erfahrungen, die ich so gemacht habe auf die man achten kann.

Mittlerweile schaue ich mir aber nicht mehr nur den EURUSD an, sondern schaue auch nach dem AUD/USD. Dieser hat ähnliche Volatilität, bildet derzeit aber den schöneren Chart. Gehandelt wird aber immer nur ein WP. Ansonsten warte ich immernoch das der Kurs des CHF noch zurück auf 1,2250 kommt um wieder einzusteigen.


  • Rainbowtrader und gefällt das
Das ich ein erfolgreicher Trader bin, konnte ich lange Zeit erfolgreich vertuschen... ;)

  #20
OFFLINE   silverplaton

hey Peki ,
kein problem!
ich schliesse mich Rain , DaBuschi und Stevywin an vielen dank:)

"Das mit dem frühzeitigen schliessen von Positionen ist eher der Fall, wenn man unsicher ist und keinen Weitblick für die Weiterentwicklung des Kurses besitzt. Das kann auch sein, dass man sich zu wenig
mit Analysen und Vorbereitungen beschäftigt und einfach nach dem Gefühl tradet und somit schlussendlich die Unsicherheit siegt. Es kann auch sein, dass man durch Verlusttrades so emotional angeschlagen ist und die Angst einem in den Knochen sitzt undsobald man im Plus ist, sofort schliesst um ja nicht Minus zu machen und nicht die damit verbundenen schmerzhaften Emotionen hervorzurufen zu müssen."

so ist es , sehr gut erkannt...deswegen bin ich zum scalper geworden!
möchte aber immer neues dazu lernen ;)

schönen gruss , silver


  • Rainbowtrader und gefällt das





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