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Gewinnerwartung

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9 Antworten zu diesem Thema

  #1
OFFLINE   Der-Sucher

Hi,

Ich habe gestern einen Artikel gelesen der mich etwas zum grübeln brachte. Ich glaube der war von van Tharp. Dort wird von einer 1 / 3 Regel gesprochen. Man soll nur Trades eingehen deren Erwartungswert = 3R sind. Hintergrund ist eine Vermutung nur 50 % der Trades positiv zu schliessen und somit noch Gewinn zu machen. Ich finde das allerdings schwer als Daytrader umzusetzen. Wenn ich von einem Tagesziel bei einem Trade von 60 Pips ausgehe ist mein SL dann dementsprechend 20 Pips. Meinw Erfahrung bisher ist, das entweder der SL zu eng, oder wenn grösser das Tagesziel dann unrealistisch wird in der zu erreichenden Anzahl an Pips. Ergo müsste man die Position über Nacht offen lassen und darauf spekulieren das es am nächsten Tag weiter in die Richtung geht und es in der Asia Session kein Retracement gibt. Wie handhabt ihr das und mit welchem R-Erwartungswert geht ihr den Trade ein?

Grüsse
DS

Gesendet von meinem GT-N7000 mit Tapatalk
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Never give up, NEVER!

"Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden." Hermann Hesse

  #2
OFFLINE   okami83

da ich sehr wenig daytrading betreibe,also sehr selten positionen am gleichen tag schliesse,habe ich dieses problem nicht.das chance/risiko verhältnis liegt bei mir meisten 2:1 oder höher.ich arbeite weniger mit targets ziehe die stops nach marktechnik nach und nehme mit was mir der markt gibt.da ich sehr oft mit der ew theorie arbeite gibt die mir einen weg vor,wenn ich in diesen zielbereich komme ziehe ich den stop aggresiver nach.

hoffe konnte dir ein bisschen weiterhelfen,und dir meine sicht der dinge vermitteln.

lg okami83
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  #3
OFFLINE   Movement

Ich mach es Kurz. Quatsch!
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  #4
OFFLINE   oldschuren

Finde ich auch, 3R-Trades muß man erst mal erreichen. Die Trefferquote ist dann auch weit unter 50%. Ich halte aber 2R-Trades für durchaus praktikabel. Reduziere ich das Risk im Durchschnitt um 25 Prozent durch stoppnachziehen, komme ich auf ein Ratio von 2,66.Ist doch in Ordnung, oder?

  #5
OFFLINE   blindfish

wie schon oft erwähnt, kommt es immer auf die entsprechende tradelocation an. man wartet halt bis das crv passt(nen jäger ballert ja auch nich blind durchs gelände)
durch diese handlunsgweise ist ein crv von 3:1 eine mindestvoraussetzung(eher 4-5:1) um überhaupt seine kohle zu riskieren!
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.... ich muss nicht immer der beste sein, mir reicht es vor dem 2ten zu sein ....

 

mini.jpg


  #6
OFFLINE   MasterBO

Hallo Sucher,
es wird viel erzählt wie man was machen sollte und es sind eben nur Rahmenbedingungen. Es ist genauso wie alle Dinge im Leben, es gibt Lehrmeister, die dir die Grundlagen bei bringen und dennoch wirst du das Eine oder Andere nachher verändern. Das ist hier nicht anders.
Um ein Ration von 1:3 zu bestimmen, müsste ich ja ganz genau wissen wo der Kurs hingeht. Da ich nicht hellsehen kann, kann ich es auch nicht wissen. Also woher weiß ich nun, dass ich ein Ratio an dem Punkt/Kurs bekomme. Also das ist die erste Schwierigkeit. Weiterhin, warum sollte ich mein Trade bei 3R im Gewinn eigentlich schließen? Könnte doch viel mehr draus werden.

Ich habe mich von den klassischen Traden verabschiedet, aber das muss jeder für sich entscheiden. Also ich setze kein SL und schließe Positionen kaum manuell. Ich lasse meine Trades durch den Markt ausstoppen. Also in der Praxis sieht das so aus. Ich gehe bei EUR/USD bei 1.26XX einen long Trade aus diversen Gründen ein und suche dann den nächsten Long usw.. Irgendwann bin ich der Meinung, dass nun shorts angebracht sind also gehe ich irgendwann shorts mit größeren Lotzahlen als die Long Positionen ein. Vielleicht schließt man dann auch mal Teilpositionen, aber die Positionen werden dann vom Mark gekickt. Das ist das Ziel, denn ich weiß nicht wo der EURUSD in 12 Monaten steht und mir ist es egal, wenn man unten long und oben short mit BE ist, ist es doch egal wo der Kurs hingeht. Also Ziel ist es, immer im Markt zu bleiben.

Also Informationen sind gut, aber du musst schauen, ob was du daraus ableitest. Jeder muss sein eigenen Stil finden.
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Wenn euch der Post gefällt, dann gibt mir ein Thank You!!!

An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.
von André Kostolany!

  #7
OFFLINE   Shrike

Seinen eigenen Weg zu finden heisst auch sich von den Vorgaben irgend welcher Gurus zu verabschieden. Letztendlich zählt der Erfolg, der Weg dort hin ist "egal".
Ausserdem, wenn V. Tharp von nur 50% ausgeht, wieso will er dann ein 1:3 Verhältnis. 1:1,5 wäre doch zum Beispiel schon genug. Manchmal ist einfach nicht mehr drinn als ein Reward von 1,5, ein anderes mal wesentlich mehr als 3.
Ich finde grundsätzlich das ein zu starres System wie ein Korsett ist das einen nur unnötig einengt. Wenn es reichen würde das alle Regeln klar definiert sein müssen, müssten EA's ja besser abschneiden als der diskretionäre Trader. Dem ist aber nicht so. Flexibilität und das Wissen wie man mit den verschiedenen Situationen umzugehen hat ist das A und O des erfolgreichen Handels.
Was Pingi sagt find ich auch noch wichtig. Das man nicht blind irgend welche Signale handelt die das System liefert, sondern auch diese Signale noch mal nach deren Qualität aussiebt.

  #8
OFFLINE   Stevywin

Das muss jeder für sich selbst rausfinden in Abhängigkeit mit seiner Strategie. Du wendest deine Strategie an und führst Buch darüber welches CRV du am Ende erreicht hast. Anschließend schaust du nach der Trefferquote für das jeweilige CRV.Wenn >50% deiner Trades ein CRV von 1 erreichen, bist du profitabel (Kosten nicht vergessen). Wenn >33% deiner Trades ein CRV von 2 erreichen, bis du es auch... usw. usf.

Es geht erstmal nicht um Muss, sondern anfangs um kann und wenn deine Strategie passt. Kannst du beigehen deine Trefferquote durch Optimierung zu verbessern oder eben für dich ein notwendiges CRV zu optimieren. z.B. CRV von 1,20 bei gleicher Trefferquote. Heißt aber das der einzugehende Trade überhaupt die Chance hat dein CRV zu erreichen. Bei einem weitfortgelaufenen Trend ist das kaum noch möglich. Das heißt du musst mögliche Kursziele ausmachen. Hierzu nehmen manche Pivots, andere Widerstände, Trendlinien oder länge der vorhergenden Bewegung etc. Diese Kursziel sollten vor Öffnung des Trades stehen, müssen aber nicht zwangsweise dort auch geschlossen werden (Thema: Gewinne laufen lassen). Das Risiko muss aber in jedem Fall feststehen. Ein CRV von 3 ist Super und nur mit Schulbuchmäßiger Analyse möglich und bissl Glück. Normal sind 1 - 2
Das ich ein erfolgreicher Trader bin, konnte ich lange Zeit erfolgreich vertuschen... ;)

  #9
OFFLINE   Der-Sucher

Ich danke Euch für eure Gedanken. Mir ging es eher um den theoretischen Ansatz und Gedankenaustausch. Allerdings, unabhängig davon ob es nun 2, 3 oder noch mehr R sind, liegt dahinter dann ja doch eine tiefere Wahrheit, und zwar " Gewinne laufen lassen".

Grüsse
DS

Gesendet von meinem GT-N7000 mit Tapatalk
Never give up, NEVER!

"Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden." Hermann Hesse

  #10
OFFLINE   Movement

Gewinne laufen lassen


Auch das ist sicherlich TF abhängig. Fakt ist doch, irgendwann musst du Gewinne realisieren. Umso kleiner der TF, desto schneller.

Sorge einfach dafür, dass dein durschnittlicher Verlust nicht deutlich größer ist als dein durschnittlicher Gewinn. Wenn du dann eine Trefferquote von über 50% hast, kannste dir schon was drauf einbilden, weil die wenigsten das Schaffen.:beer:

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