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Teilausstiege

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15 Antworten zu diesem Thema

  #1
OFFLINE   Wödmasta

Hallo liebe FFler,

mich interessiert wie eure Meinung zu dem Thema "Teilausstiege" ist.

In einschlägiger Literatur liest man ja immer wieder vom teilweisen Ausstieg aus einer Position.
Anfangs dachte ich auch, dass dies eine gute Idee ist, da diese die Equity-Kurve glättet und auch einen positiven psychologischen Effekt hat.
Man wird öfters mit kleinen Happen belohnt.

Nur, jetzt kommen in mir Zweifel hoch.
Denn, ausgestoppt werde ich mit der vollen Position und wenn meine Position ins Plus läuft soll ich Teilgewinne mitnehmen (vielleicht sollte man sich Gedanken machen zwecks gestaffelten Ausstieg?). Ist schon wahr, an Gewinnmitnahmen ist noch niemand verarmt. Aber man muss verhältnismäßig mehr Pips machen um Positiv zu bleiben.

Versuche meine Gedanken anhand eines Beispiels zu erläutern:

Trefferquote 1:2 (33%)
1 Lot wird gehandelt
SL -20pips = 200,-
bei +20pips SL auf BE - 0,3 Lot Exit
bei +40pips SL auf +20pips - 0,3 Lot Exit
bei +60pips 0,4 Lot Exit

Das bedeutet, dass ich 2 Verlusttrades realisiere und einen Gewinner.
In Zahlen schaut das so aus:

Verlusttrades:
2*200,- Verlust = -400,-

Gewinntrade:

0,3 Lot 1. Teilexit bei +20pips = +60,-
(SL auf BE)
0,3 Lot 2. Teilexit bei +40pips = +120,-
(SL auf +20pips)
0,4 Lot 3. Teilexit bei +60pips = +240,-
Summe = 420,-

Ergibt ein Plus von 20,-.

Läuft der Gewinntrade nicht bis +60pips verschlechtert sich das Ergebnis ins Negative.

Läßt man die volle Position laufen und zieht den Stop nach, bin ich ab ab +20pips auf BE (klar) und bei +60pips auf +200,- [600,- (Gewinn) - 400 (2*Verlust) = +200,-]
Das Zehnfache an Gewinn gegenüber dem Ergebnis mit Teilausstiegen.

Mein Conclusio: Teilausstiege sind mehr als suboptimal. Zur Beruhigung der Psyche taugt es, solange man nicht nachrechnet.
Die Psyche unter Kontrolle bringen, dann dürfte auch der Erfolg/Gewinn passen.

Hoffe, dass ich keinen gravierenden Denkfehler in meinen Gedanken habe und ihr mich als "Deppaten" entlarvt;D.

So, jetzt seit ihr an der Reihe...








Don´t double in trouble

  #2
OFFLINE   DaBuschi

Absolute Zustimmung. Teilausstiege machen wenig Sinn, weil man seine Gewinner verringert, aber seine Verlierer in voller Höhe ausstoppen lässt. Es fühlt sich sicherlich gut an, wenn man Gewinne teilweise sicher hat, weil einem das keiner mehr nehmen kann, aber hier muss man sich selbst als Trader eingestehen, dass man noch nicht "stark" genug fürs Trading ist.

Ich sehe diese Tendenz auch bei mir, wenn ich eine Serie von Verlierer hatte. Daher hat es mir sehr geholfen, mein Daily-FASS-System zu handeln. Ich folge hier streng den Regeln und so lernt man auch, was möglich ist. Es ist immer etwas anderes, wenn man sich hinterher Trades anschaut und dann sieht, was möglich gewesen wäre, wenn man nicht ausgestiegen wäre. Aber es ist eine ganz andere Liga wirklich im Trade zu sein, mit all den Emotionen, die hervorgerufen werden, wenn der Kurs zwischendurch gegen einen läuft und man kurz davor ist, Gewinne mitzunehmen.

Neben dem FASS-System trade ich mittlerweile auch Range-Breakouts. Ich wende hier die gleichen Stopp-Regeln an, wie bei FASS, also Initial SL, BE SL, Trailing SL und Time Stopp. Da ich hier aber mehr riskiere (bei FASS 0,4% am Tag, bei Ranges 1% pro Trade und somit 2% am Tag), sind die aufgelaufenen Gewinne auch schwerer zu händeln. Hier bekommt man schneller das Gefühl so langsam mal Gewinne zu realisieren. Deshalb habe ich mir hier angewöhnt, an wichtigen Chartmarken Teilpositionen zu schließen.

Angenommen wir haben einen starken Trend. Über Nacht bilden sich oft Ranges aus, deren Ausbruch ich handle. Dann kann es passieren, dass ich 3 oder 4 offene Positionen mit dem Trend habe. Wenn der Kurs jetzt an eine wichtige Chartmarke heranläuft, schließe ich je nach Wichtigkeit der Marke (signifikant auf Daily-TF oder Weekly-TF oder 3h-TF) die Positionen die am größten im Gewinn sind. Je wichtiger die Marke, umso mehr Gewinne nehm ich mit. Ich habe dies grad erst begonnen und kann noch nicht so viele Erfahrungswerte beisteuern, aber ich habe rechtzeitig zur einsetzenden Seitwärtsbewegung in vielen Märkten Gewinne mitgenommen. Hat sich also ausgezahlt. Ob das so bleibt??? Wir werden sehen ;)
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

  #3
OFFLINE   HansBeimler

@DaBuschi
Kurze Frage zu den Range-Breakouts:
Wenn ich es richtig verstanden habe, legst du an jeder Seite der Range eine Order in den Markt.
Wird nach erfolgtem Ausbruch in eine Richtung die andere Order storniert, oder läßt Du sie erstmal stehen,
bis der Trade ordentlich im Gewinn ist, s0 dass man nicht mehr von einem Fehlsignal ausgehen kann?
Ist z. B. Dein Longeinstieg auch hier der Short-SL wie beim Fass-System?
Gruß Eggi

  #4
OFFLINE   DaBuschi

@DaBuschi
Kurze Frage zu den Range-Breakouts:
Wenn ich es richtig verstanden habe, legst du an jeder Seite der Range eine Order in den Markt.
Wird nach erfolgtem Ausbruch in eine Richtung die andere Order storniert, oder läßt Du sie erstmal stehen,
bis der Trade ordentlich im Gewinn ist, s0 dass man nicht mehr von einem Fehlsignal ausgehen kann?
Ist z. B. Dein Longeinstieg auch hier der Short-SL wie beim Fass-System?
Gruß Eggi


Servus Eggi,

genau so ist es. An jeder Seite ne Order rein, beide Orders bleiben drin und haben eine Woche Gültigkeit. Warum eine Woche? Hab ich vom FASS so übernommen. Long-Entry = SL Short.

Ich hab hier noch nicht genügend Erfahrungswerte, um Aussagen über Profitabilität treffen zu können. Breakout System sind aber in der Regel sehr robust. Sie vollbringen keine Wunder, aber sie verdienen Geld.
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

  #5
OFFLINE   HansBeimler

Hi DaBuschi,
danke für die schnelle Antwort.
Muss nun nochmal kurz nachhaken.
Handelst Du die Breakouts auf Stundenbasis(ist meine Vermutung),
oder niedriger?
Wenn sich bei einem laufenden Trade eine erneute Range bildet, stockst du deine Position dann auf, sollte der Ausbruch in Tradrichtung erfolgen und ziehst Du dann Deinen Stopp aus Trade 1 auf Höhe SL Trade 2?

  #6
OFFLINE   Wödmasta

Wenn sich bei einem laufenden Trade eine erneute Range bildet, stockst du deine Position dann auf, sollte der Ausbruch in Tradrichtung erfolgen und ziehst Du dann Deinen Stopp aus Trade 1 auf Höhe SL Trade 2?


Uhhh, pyramidisieren wäre einen eigenen Thread wert. Ist ein äußerst komplexes, interessantes und ,wenn richtig angewandt, gewinnmaximierendes Thema. Habe Nachkäufe im Aktien-Trading getätigt, kann sehr auf die Psyche schlagen, wenn man nach der 2. Position ausgestoppt wird und der Gewinn aus der 1. Position eleminiert wird???.

Dennoch bin ich davon überzeugt, dass man durch Pyramdisierung seine Performance steigern kann.


Don´t double in trouble

  #7
OFFLINE   DaBuschi

Wenn sich bei einem laufenden Trade eine erneute Range bildet, stockst du deine Position dann auf, sollte der Ausbruch in Tradrichtung erfolgen und ziehst Du dann Deinen Stopp aus Trade 1 auf Höhe SL Trade 2?


Nein das tue ich nicht. Ich wende die Stopp-Regeln vom FASS-System auf jeden Trade einzeln an. Da ich auch die Range-Trades in zwei getrennten Konten für Long und Short handle, muss ich den Stopp nicht nachziehen.

Ich hatte dieses Stopp-Ansatz mal für Daily-FASS getestet und dadurch den Stopp immer zu eng nachgezogen. Somit konnten sich die großen Gewinner nicht entfalten.
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

  #8
OFFLINE   Johnny P

Ich wende ebenfalls Teilausstiege an.

Bei mir sind sie oder waren sie zumindest nach auswertung meiner Trades Gewinnsteigernd. Aber das sind sie sicher nicht in jedem Fall...es kommt auf die handelsmethode drauf an;)

  #9
remon

@Wödmaster


Sehe gerade dein Foto, warst Du letzte Woche im Maritim in Ffm?

  #10
OFFLINE   zet987

Ich denke, dass Teilausstiege ganz vom Handelsstil bzw. den Zielen jedes einzelnen abhängen. Auch betrachtest du hier deine gesamten Trades. Aber betrachte doch mal ausschliesslich deine eingegangene Position. Wenn ich zum Beispiel möglichst schnell ein Gewinn/Verlust-Verhältins von 1:1 oder 2:1 haben möchte, sind Teilaustiege gut um dies sicherzustellen. Ein Beispiel:
Es werden 3 Positionen eröffnet.
SL 20 Pips-->Risiko also 60 Pips
bei +20 Pips SL auf BE und eine Position schliessen -->20 Pips gesichert
bei +40 Pips SL auf +20 Pips -->60 Pips gesichert, Verhältnis 1:1
bei +60 Pips SL auf +40 Pips und zweite Position schliessen -->120 Pips gesichert, Verhältnis 2:1
Jetzt hat man immer noch eine Position offen, die man trailen kann. Oder man schliesst die 3. Position bei +100 Pips und sichert sich ein 3:1 Verhältnis.

Auch psychologisch können Teilausstiege von Vorteil sein. Gehen 90% deiner Trades wenigstens bis +20 Pips hast du mehr Winner Trades. Nimmst du dort keine Gewinne mit und wirst auf BE ausgestoppt, fragst du dich hinterher: Warum habe ich diesen Trade gemacht? Das hat sich doch wieder nicht gelohnt. Da hätte ich auch nicht vorm Computer hocken brauchen um die ganze Zeit mitzuzittern.

  #11
OFFLINE   DaBuschi

Das klingt ganz nach dem BunnyGirl Ansatz, wenn ich mich recht entsinne. Dort wurden die Teilausstiege und Stopps auch so nachgezogen.
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

  #12
OFFLINE   sten

Teilausstiege machen meines erachtens nur sinn, wenn 1. dabei auch ein BE-Stop verwendet wird und 2. wenn man schon beim ersten teilausstieg mindestens 75% des initial-stops vereinnahmt. Somit kann man die Anzal der Verluste verringern mittels des BE-Stopps, hat 75% des Risks "gebanked" und versucht mit dem rest den Trend als Bonus zu reiten. Hierbei wird man jedoch auch ein mieses system nicht zum überflieger machen.

Meist werden die Teilausstiege jedoch genutzt, um beschi... HS im ff.com/f.tsd.com besser aussehen zu lassen (ozfx etc.), weil die noobs und lemminge genau das in post 1 erklärte auf die schnelle nicht begreifen... am besten in verbindung mit der angabe von maximal erreichbaren pipzahlen anstatt ner richtigen ausstiegsregel (ähnlich dem scalping/martingale scam ohne wirkliche sl, 95%trefferquote und trotzdem nach 14 tagen pleite).

Sten

  #13
Haari

Hallo Zusammen,

also ich verwende inzwischen auch Teilausstiege. Und zwar schließe ich die Hälfte der Position wenn ich mein SL+10 Pips(also mein TP) erreicht habe.
Zur Verdeutlichung:

2 Positionen EurUSD in selber Größe
1. Pos.: 60 SL, TP 70
2. Pos.: 60 SL, kein TP

Damit habe ich wenn Position 1 den TP erreicht die zweite Position gleich abgesichert und kann keinen Verlust mehr machen. Natürlich kann man jetzt sagen, dass mein Gewinn deutlich größer wird, wenn ich Pos. 1 nicht schließen würde. Aber ich hab es auch schon oft genug erlebt, dass die Position weit über die 70 Pips ins Plus gelaufen ist und nachher gedreht hat und doch ausgestoppt wurde.

Und da ich nicht den ganzen Tag auf die Charts schauen kann gibt mir diese Art zu traden ein deutlich besseres Gefühl. Und das ist meiner Meinung nach das wichtigste.:welldone:

Außerdem kann ich im Moment echt nicht klagen, was die Rendite angeht. Also wieso gierig werden?

Gruß
Haari

  #14
OFFLINE   DaBuschi

Und da ich nicht den ganzen Tag auf die Charts schauen kann gibt mir diese Art zu traden ein deutlich besseres Gefühl. Und das ist meiner Meinung nach das wichtigste.:welldone:


Sicherlich für Dich die richtige Art des Handeln, weil Du dadurch beruhigter Handel und Arbeiten kannst, wenn Du nicht immer den Chart im Auge hast. Wenn Du irgendwann Vollzeit tradest, würdest Du diese Regel sicherlich auch überdenken, aber wer das (noch) nicht kann, kann sich so etwas mehr Sicherheit verschaffen:welldone:
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

  #15
OFFLINE   LostInForex

Auch wenns schon ein bischen älter ist,
will ich doch noch was dazu sagen.

Die Betrachtung wie Ihr die Teilaustiege seht, teile ich nicht:o

Ein etwas überzeichnetes Beispiel:

Im September 2007 gehe ich mit 1 Lot im EURUSD bei 1,4100 long.

Ziel: 20 Cent SL 10 Cent

Einfache Rechnung
ohne Teilausstiege,
Verlust von 10 000.- im August 2008

Teilaustieg 50% bei 50% vom Target
+- 0

und wenn man den SL auf BE zieht
+ 5000 gegenüber 0

Es geht bei der Betrachtung des Gewinns nicht nur um einfache Rechnung,
sonder dabei spielt auch die Wahrscheinlichkeit des erreichens von TP eine Rolle

grüsse
LiF






  #16
remon

mache das mit dem outscalen auch so. 1/2 bei 1. tp raus, rest auf be und laufenlassen mit sl unter letztem tief.

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fand ich da ganz interessant








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