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Allgemeine Frage zur Erkennung der richtige Entrys

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10 Antworten zu diesem Thema

  #1
OFFLINE   mk887

Hallo, mich beschäftigt folgendes Problem.

Egal in welchem Chart ich unterwegs bin, hab angefangen im EURUSD 1M, dann 5M und bin jetzt teilweise schon im 15m unterwegs. Als Indikatoren benutze ich z.B. den CCI, Momentum, RSI aktueller Chart + MTF RSI auf Stundenbasis, Stochastic füpr die entrys. Die Einstellungen variieren je nach Chartbild, werden also etwas an den Mart angepaßt.

Der SL wird auf MIN_SL 5 Pips + ATR(21) X Pips + Spread 1-2 Pips gesetzt oder diskretionär auf die letzte Highs und Lows, damit hab ich kein Streß, dass sollte so gehen.

Mein Problem ist, dass ich immer wieder "anscheinend sichere Entrys finde". Sagen wir der RSi bricht von oben nach unten durch die 50, der CCi bricht gleichzeitig durch die 0 oder -100 Linie, die Stochstic kreuzt, das Momentum ist fallend und bricht die 100 von oben nach unten. Kein Resistance in der Nähe, ich handle auch meist mit dem Trend bestimmt durch den RSI 1H + einen 50, 200 MA oder eine Slope Direction Line, angepaßt auf die aktuellen Bewgungen, alles sieht gut aus, eben genauso wie bei den Entry's, die dann auch klappen.

Warte ich noch länger, ist die Bewegung meist schon vorbei und ich bleib mit der Order bei einem Crv < 1. Sitzt mal eine Order, komme ich selten über 1-2 beim CRV, der SL ist jedoch meist nur so um 14 - 30 Pips.

Wenn ich CRV 2 dann mal erreiche, schliesse ich die halbe Lotsize, dass wiederhole ich mit der selben Order immer wieder bis sie aufgelöst ist. Ich kann also manchmal, eben viel zu selten, mit einer Order mehrmals den aktuellen Einsatz gewinnen.

Mein Problem ist also, dass ich schon (denke ich) klare Signale habe, die funktionieren auch gar nicht so schlecht aber irgendwie schummeln sich immer wieder zu viele falsche dazwischen bzw. dreht der Kurs dann doch.

Oder das ich einsteige und der Kurs zuckt fast jedesmal sofort genau dann 2-3-4-5 Pips vom Entry weg, manchmal denkt man, der Broker verzögert bewußt 2-3-4-5 Pips, um die dann in diesem Moment gewinnbringend einzusetzen. Ja ja die Broker, nee ich weiß, wahrscheinlich bin ich zu blöd. Aber wär ich Broker und könnte damit Geld verdienen....

Und nu die abschließende Frage, was genau bringt Euch dazu genau in diesem Moment einzusteigen, was gibt Euch die letzte Bestätigung JETZT und nicht in 2-3 Sekunden/Minuten/Ticks einzusteigen, woran macht Ihr das fest?

Dabei spielt es ja auch nicht unbedingt die Rolle, nach welchem Setup man tradet, es geht wirklich nur um WAS AUCH IMMER FÜR SIGNALE mir vorher sagen, jetzt könnte das und das passieren, aber wenn das so ist und das so DANN steige ich ein.

Vielleicht ist irgendwas dabei, was mir helfen kann:) danke EUCH!!!:beer:

  #2
OFFLINE   Pilok

Lass die nichtsnutzigen Indikatoren weg. Bis die reagiert haben, ist der beste Einstiegspunkt längst vorbei. Daran kann auch eine Veränderungen der Einstellungen nichts ändern. Allenfalls handelt man sich damit noch mehr Fehlsignale ein.

Lerne aus dem Chart zu traden nach gängigen und leicht erkennbaren Chart-Formationen. Informationen dazu findest Du am schnellsten aus dem neuen Newsletter von:

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  #3
OFFLINE   mk887

So ganz ungeläufig ist mir das nicht, ich frage auch noch aus einem anderen Hintergund, ich versuche das Ganze soweit es geht zu automatisieren. Was auch teilweise klappt, nur eben sorgen zuviele Fehlsignale zu einer deutlich schlechteren Performance, welche ich gern steigern möchte.

Was letztendlich bedeutet, Du gehst ohne jede zusätzliche Bestätigung in den Markt? Du siehst eine Kerzenformation und steigst auf gut Glück ein, nur weil ein Pattern zu sehen ist? Und dann hoffst Du, richtig zu liegen? Ich frage nach dem auslösenden Element, in Deinem Fall ist lt. Deiner Schilderung ja dann nur das reine Chartmuster?

Du beurteilst also alles nur aus dem reinen Chartbild ohne Hilfsmittel?


  #4
OFFLINE   traderdoc

Klar, kann man so machen.
Da gibt es doch genügend Literatur und Beispiele, wo z.B. Innestäbe, Außenstäbe, 3 schwarze Raben oder 3 weiße Ritter oder was weiss ich noch für lustige Name für Formationen, die erfahrungsgemäß mit hoher Trefferqoute zum Erfolg führen.

traderdoc
  • Rainbowtrader gefällt das
Ich erfülle Euch gern Eure EA-, Indikator- und Script-Programmierwünsche.

  #5
OFFLINE   Pilok

Was letztendlich bedeutet, Du gehst ohne jede zusätzliche Bestätigung in den Markt? Du siehst eine Kerzenformation und steigst auf gut Glück ein, nur weil ein Pattern zu sehen ist? Und dann hoffst Du, richtig zu liegen? Ich frage nach dem auslösenden Element, in Deinem Fall ist lt. Deiner Schilderung ja dann nur das reine Chartmuster?
Du beurteilst also alles nur aus dem reinen Chartbild ohne Hilfsmittel?

Was macht ein Indikator? Er berechnet aus den Kursen irgendwelche obskuren Indikatorwerte. Was war zuerst da - der Kurs oder der Indikatorwert? Was ist also daran wirklich eine Bestätigung?

Mit Formationen meine ich nicht irgendwelche exotischen und eher seltenen Candlestick-Varianten, sondern die grundlegenden Chart-Bilder, die Trendfortsetzung oder Trendumkehr anzeigen. Nach Joe Ross handelt es sich dabei um die 1-2-3 Formation und den Ross-Haken.

Zur Bestätigung:
Beim Ross-Haken gilt es z. B. das Ende einer Korrekturbewegung zu erkennen, am einfachsten an Umkehr-Candles, die die Wiederaufnahme der Trendbewegung einleiten. Der Einstieg erfolgt bei long erst, wenn der Kurs als Bestätigung das Hoch dieser Candles überschreitet.

Dazu gehört natürlich hinreichende Erfahrung, die sich der Trader durch Beobachten des jeweiligen Marktes aneignen muss. Zu beachten sind
u. a. Dauer und Ausmaß der Korrektur, Anzahl und Größe der Umkehr-Candles, Gewinnpotential / CRV des Trades, Marktphasen in übergeordneten Zeitrahmen.

  #6
OFFLINE   MasterBO


Was letztendlich bedeutet, Du gehst ohne jede zusätzliche Bestätigung in den Markt? Du siehst eine Kerzenformation und steigst auf gut Glück ein, nur weil ein Pattern zu sehen ist? Und dann hoffst Du, richtig zu liegen? Ich frage nach dem auslösenden Element, in Deinem Fall ist lt. Deiner Schilderung ja dann nur das reine Chartmuster?
Du beurteilst also alles nur aus dem reinen Chartbild ohne Hilfsmittel?

Was macht ein Indikator? Er berechnet aus den Kursen irgendwelche obskuren Indikatorwerte. Was war zuerst da - der Kurs oder der Indikatorwert? Was ist also daran wirklich eine Bestätigung?

Mit Formationen meine ich nicht irgendwelche exotischen und eher seltenen Candlestick-Varianten, sondern die grundlegenden Chart-Bilder, die Trendfortsetzung oder Trendumkehr anzeigen. Nach Joe Ross handelt es sich dabei um die 1-2-3 Formation und den Ross-Haken.

Zur Bestätigung:
Beim Ross-Haken gilt es z. B. das Ende einer Korrekturbewegung zu erkennen, am einfachsten an Umkehr-Candles, die die Wiederaufnahme der Trendbewegung einleiten. Der Einstieg erfolgt bei long erst, wenn der Kurs als Bestätigung das Hoch dieser Candles überschreitet.

Dazu gehört natürlich hinreichende Erfahrung, die sich der Trader durch Beobachten des jeweiligen Marktes aneignen muss. Zu beachten sind
u. a. Dauer und Ausmaß der Korrektur, Anzahl und Größe der Umkehr-Candles, Gewinnpotential / CRV des Trades, Marktphasen in übergeordneten Zeitrahmen.


Ein Indikator ist nur eine veränderte Preisdarstellung und ist somit vom Preis im Chart abhängig. Kein Preis = kein Indikator! Alles was Indikatoren zeigen, zeigt dir der Preis auch. Hier ist es wichtig den Preis im Markt zu verstehen, wie er was und warum er dies macht. Wenn man dies Verstanden hat, ist man ein sehr guter Trader und eine glorreiche Zukunft steht einem bevor. Achso und wenn man dann auch noch das RM und MM und die Psyche in den Griff bekommt, dann sind die Schritte zur glorreichen Zukunft geschafft.

Das sollte jeden klar sein. Weiterhin reagieren 90% der Indikatoren auch noch zeitversetzt, wegen der Umrechnung, weil ohne Preis kein Indikator!
  • okami83, dee544 und ping gefällt das
Wenn euch der Post gefällt, dann gibt mir ein Thank You!!!

An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.
von André Kostolany!

  #7
OFFLINE   mk887

Zum Ross-Haken, habe mir die Seite vorhin mal angeschaut aber da stand dann was mit Millionen und reich werden und da hab ich ehrlich gesagt die Seite zeitnah geschlossen. Ist das ein seriöse Seite, 180 Euro für ein Buch? Bitte bitte laßt uns jetzt nicht diskutieren ob und wieviel was im Forex kosten darf, macht dafür einen eigenen Thread auf :). Hab den Ross Haken aber gesehen:)...

Habe diese Erklärung gefunden, ist das der Ross Haken auch bekannt als 1-2-3 Pattern?

Beispiel... Zitat aus einem anderen Forum:
"Ein Hoch wird markiert bei 1, anschließend verkaufen viele und es entsteht ein lokales Tief 2. Dann steigt der Markt wieder, wenn er unter der 1 endet ist das eine 1-2-3-Formation und bei Unterschreiten der 2 ist short zu gehen. "

Auf solche Konstellationen achte ich schon, nur bei mir dreht der Kurs dann unter 1 kurz nach unten, ich geh short und auf einmal dreht der Kurs doch wieder nach oben.

Beim nächsten mal denke ich mir, ok warte noch kurz, schon dann dreht er und ich komme mit dem CRV nicht über 1 weil wieder Pips fehlen.

So in etwa könnte man das beschreiben;D...

Dann ist ein 1-2-3 Pattern aber auch nichts weiter als eine simple Channel Breakout Strategie, wenn der Kurs ein neues High macht und dieses erneut bricht geht man long, wenn er ein neues tief macht, korrigiert und dieses tief wieder bricht geht man short.

Sorry aber da finde ich sofort im Chart genügend Momente wo genau das nicht so passiert, das neue Low ist dann 3-4 pips unter dem alten und der Kurs dreht wieder hoch oder oder oder...

Aber ich merke schon, anscheinend ist doch der diskretiönäre Teil, der bei den Trades die Spreu vom Weizen trennt, oder?

Es kann doch nicht sein, das stupide nur der Haken beachtet wird, Du steigst jedes Mal wenn Formation Haken da ist ein? Dann muss das doch auch ein EA können, auch wenn es in diesem Thread um etwas anderes geht. Immer heißt es EA's gehen nicht, dann heißt es man kann an klaren und eindeutigen Pattern Einstiege ableiten, warum kann das ein Ea nicht?

Da fehlt doch noch der diskretionäre Teil, Du folgst doch nicht immer nur blind diesen Mustern oder?

Ich suche mal ein Chartbild:)




  #8
OFFLINE   Rainbowtrader

Hallo mk887,

meinereiner war der größte Indikator- und Oszillatorfreak, wo gibt. Etwas überspitzt vielleicht, doch sehr nahe an der Wahrheit dran. Ich wollte keine Trendlinien manuell zeichnen oder gar einen nackten Chart traden (das geht ja mal gar nicht!), und von Pivots wollte ich nichts hören und einfach nur meine Mega-Spezial-Indikator-Konfiguration-für-Killertrader-ohne-Minustrades, bei der alles dynamisch funktioniert und das Chartbild, also die Preisdarstellung, mal gar nicht zählt. Okay, um Stopps zu sehen, wo diese sitzen, aber ansonsten den Kurs vergessen, die 24 Rainbow-WMAs oder Kama oder Marktpreisbandspanne und Gedönse - alles wichtiger als der Kurs. Doch das muss eben jeder für sich alleine entscheiden.

Inzwischen sieht mein Chart so wie im Anhang: keine Candlestickbeurteilung, sondern niedrige ZE für H1-Trading zum Beispiel. Schaue es Dir an.

Ich empfehle Dir, setze Dich mit der Markttechnik auseinander, mit dem Trendaufbau und den ineinander verschachtelten Zeiteinheiten. Vielleicht hilft Dir die Info weiter: der ideale Chart ist ein so eng skalierter Tickchart oder Sekundenchart, dass Du dort also keine Kerzen vor Dir hast (Open, High, Low & Close), sondern die reine Bewegung. Stelle Dir das als Kinoleinwand vor: so viele Tage Tick/Sekunden-Chart so eng zusammengeschoben, dass Du noch alle Informationen hast, die von Wert sind.

Nun kannst Du dort per verschiedenfarbiger ZigZag den großen Trend einzeichnen, den relativ großen, den mittleren und den kleinen. Losgelöst von festen Zeiteinheiten. Vergiss diese einfach mal. Wenn Du eine Candle siehst, die einen Hammer darstellt, dann stelle Dir mal den verlauf des Kurses in der gleichen Zeit vor, also zum Beispiel bei der 5-Minuten-Kerze: der Kurs kommt von links, schlägt nach unten durch, wandert wieder hoch und mit dem Ende der 5 Minuten steht dieser dann über dem Eintrittslevel. Du hast also einen Hammer, der, wenn ich mich nicht irre, eine Wende ankündigt. Also von Short auf Long. Warum? Weil die Marktteilnehmer sich in diesen 5 Minuten überwiegend Long positioniert haben und der kurze Ausbruch nach unten nur ein Ausschlag war, ein letzter Kraftakt, ein Stoppfishing oder was auch immer. Ich bin nicht so der Spezi dafür, aber was ich sagen will, ist, die Kerze repräsentiert das einfach nur anders als der Kurs. Schaust Du Dir den Kurs an, dann wird Dir das vielleicht intuitiver klar, was gerade abgeht. Die Kerze ist nix weiter als eine Aggregation des Kurses in einer fest definierten Zeitspanne.

Mögen mich die Experten steinigen, für Fehler im oberen Absatz, doch dann lerne ich eben dazu. Es geht ja auch nicht um eine spezielle Kerzenart. Es geht darum, den Chartverlauf zu lesen. Und dazu ist das Verständnis der ZE wichtig, ebenso der Markttechnik (wer kauft nach mir?), wo sitzen sinnvolle Stopps und so weiter. Doch das Ganze ist im Zusammenspiel eben doch komplexer als man denkt. Und jeder macht hier sein eigenes Süppchen. Ich kann Dir nicht dabei helfen, besser in den ZE zu arbeiten, da ist DaBuschi schon ein Meister drin, doch ich hoffe, Dir irgendwelche Ansätze liefern zu können, mit denen Du doch noch weiterkommst.

Viele Grüße,
Rainbowtrader :)

PS: ich habe im Anhang mal ein Beispiel gepostet, welches mit Sicherheit umstritten ist. Dieses habe ich für den Austausch mit einem anderen Trader vor Kurzem erstellt. Ich bin aus dem ersten Trade ausgestiegen, weil ich weg musste und wollte diesen nicht offenhalten. Darum später am Abend dann der Neueinstieg. Das Ganze im großen (!) Aufwärtstrend. Wer will, kann mir hier dann auch sagen, was alles nicht so dolle ist. Das CRV war negativ, also für den zweiten Tradeanlauf, das weiss ich. Der Trade ist über Nacht gelaufen, habe ihn laufen lassen. War ewig zäh für 25 Pips, doch im Fahrwasser des großen Trends. Das hätte ich mal besser gleich am Anfang gemacht, also das Laufenlassen, das wäre besser gewesen, vom CRV und vom Profit her.

Weitere Info: ich steige gerne auf halber Höhe des P2 zum P3 ein. Mit dem frühen Einstieg am P3 habe ich noch meine Schwierigkeiten. Und als TP nehme ich gerne das große P2, weil der Kurs oft bis dorthin geht, dann verweilt oder abprallt. Also suche ich mir Situationen aus, bei denen ich auf dem H1-Chart so meine 20 bis 30 Pips durch H1-Bewegungshandel mit ein oder zwei Kerzen erwirtschaften werde, also voraussichtlich. Zum Traden selbst schalte ich jedoch meist in diese Ansicht auf dem M1 oder M5-Chart und skaliere das enger, weil ich keine Candles sehen will.

Dateianhang


  • mk887 gefällt das
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #9
OFFLINE   mk887

Wow danke ich lese mal den Text über dem hier, ich hab auch gerade mal was gemacht, so passiert mir das ;)

Ok gelesen, also vorab vielen lieben Dank für Deine Mühen und den langen Text. Soweit bin ich schon durchgestiegen, also das Verständnis auch wie sich die Kerzen in den unterschiedlichen Zeitebenen gestalten ist schon da, aber da muss ich wohl echt noch mehr Augenmerk drauf richten, dafür hatte ich mal, Du wirst lachen einen Indikator gebaut.

Der zeigt mir neben dem aktuellen Chart die letzten 10 Kerzen der nächsten 2 Zeitfenster an, den such ich mal ;)

Ansonsten hat mir das hier wirklich geholfen, mir fiel das mal auf aber ich habs ehrlich gesagt vergessen:

"Vielleicht hilft Dir die Info weiter: der ideale Chart ist ein so eng skalierter Tickchart oder Sekundenchart, dass Du dort also keine Kerzen vor Dir hast (Open, High, Low & Close), sondern die reine Bewegung. Stelle Dir das als Kinoleinwand vor: so viele Tage Tick/Sekunden-Chart so eng zusammengeschoben, dass Du noch alle Informationen hast, die von Wert sind."

Ich glaube ich bin oft zu nah dran, will heißen ich zoome schon ziemlich nah ran um alles genau sehen zu können und sehe dann evtl. nicht "the big picture", danke für den Tipp!

Dateianhang



  #10
OFFLINE   Rainbowtrader

Hier noch als Nachtrag mein Übersichts-Chart, aufgezoomt. Habe davon 12 auf dem Screen, um nach geeigneten Märkten Ausschau zu halten. Wenn Oanda die CFDs auch im Metatrader verfügbar macht, dann erweitere ich auf 16 Charts (4x4).

Viele Grüße,
Rainbowtrader :)

Dateianhang


"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #11
OFFLINE   PriNova

Hallo mk887,


um auf deine Initialfrage zurückzukommen.


Das nicht jeder Trade immer zu 100% ein Gewinner sein wird ist klar.
Freunde Dich lieber mit dem Gedanken an, dass jeder Trade den du eingehst erstmal ein Verlierer sein kann. Damit akzeptierst Du schonmal das Risiko, welches Du eingehst und nimmst Verantwortung für deinen Handeln.
Zweitens kannst Du dann auch nicht enttäuscht werden, wenn es wirklich ein Verlierer wird.
Dann kommt es auf dein Nervenkostüm an. Liegt es wirklich am CCI der falsche Werte hat? Kann ein anderer IndiKator vielleicht besser helfen? Wäre ein zusätzlicher Filter hilfreich, weniger Verluste zu produzieren?
Alles Fragen, die aus Angst entstehen, dass der 11 Trade in Folge wieder ein Verlust sein könnte.
Letztendlich entsteht der Verlust/Gewinn erst bei Schliessen der Order, was nicht heisst, dass man nun eine Order bis in die ewigkeit offen lässt um Profite zu machen. Klar kann man auch, wenn man das nötige Kleingeld hat, die Zeit dazu und sich mit dementsprechenden Gewinnen abgibt.


Ein Indikator gibt dir nur einen Hinweis auf einen bestimmten Sachverhalt oder Ereigniss. Mit einer Trendlinie oder einer visuell dargestellten Widerstand- /Unterstützungslinie stellst Du dir auch einen Hinweis auf eine Indikation für ein mögliches Geschehen. Eine Stundenkerze bietet Dir auch nur einen ungefähren Sachverhalt des Preisverhaltens in den niedrigeren Zeiteinheiten dar. Um genau zu sein, alles was eine größere Zeiteinheit als der Tickchart selbst ist, ist ein Informationsverlust.
Erst die Ableitung und Mustererkennung lässt Dir ein ungefähres Geschehen, des Tickmarktverlaufes zu, sowie das Marktgeschehen an gewissen Zonen und Preismarken. Die letzte Bestätigung bleibt immer letztendlich dein eigenes Handeln.
Den weiteren Verlauf bestimmt der Markt, deine Psyche und die dadurch entstandene Entscheidung die Order zu schliessen, ob ein Profit oder Verlust entsteht.
Den Markt kann man nicht bestimmen, die Psyche kann man trainieren. Das erkennen des Marktprofiles/-charakters lernt man einzig durch Erfahrung. Dabei ist es egal, ob das dann der Oszilator ist, die Kerzenform/-formation an einer W/U Zone oder der Mondzyklus.
Wichtig ist, sich zu speziallisieren und daran Felsenfest zu Glauben. Vertrauen in sein Handel aufzubauen und seinem Plan strikt zu folgen. Sich Regeln aufzustellen, die für einen selbst Logisch klingen und die für einen persönlich funktionieren.
Keiner kann dir sagen, was gut oder schlecht, besser funktioniert oder Dich reich macht. Man kann Dir nur einen Weg zeigen, Verständniss des 1x1 des Marktes weitergeben. Eigene Erfahrungen mitteilen, die Du letztendlich selbst auswerten und für Dich prüfen musst. Du musst selbst die heisse Herdplatte berühren.
Es gibt aber gewisse Fakten, die immer zutreffen werden bzw. wo die Wahrscheinlichkeit so verschwindent gering sein wird, dass eine Gegenteilige Wirkung kaum entsteht oder selbst für einen blinden Vorhersehbar wird.

Was war früher da? Der Marktteilnehmer. Ob das nun eine Nachfrage oder ein Angebot war, kann ich Dir nicht sagen. Als dann die Preise entstanden, entstand der erste Indikator. Weil der Preis selbst schon eine Indikation ist in welcher Form oder Übermittelung auch immer.
Deshalb kann auch ein Indikator nie hinterher hinken. (Naja, letztendlich kommt es darauf an, wie schnell es braucht um das Ergebniss zu berechnen, den Preis auszusprechen oder auf die Geschwindikeit der Übermittelung).
Ich denke, viele verwechseln dieses hinterherhinken mit der visuellen Darstellung einer Durchschnittsberechnung. Aber bei jedem Tick kommt es zu einer Berechnug für was auch immer.
Was mit lagging oder leading Indikation gemeint ist, ist nur die Art des Indikators und deren Verwendung einzuordnen. Ein Moving Average zeigt natürlich einen Trend erst an, wenn dieser schon begonnen hat, wenn man von einer Steigung oder dem Gefälle ausgeht, bzw die Richtung, wenn der Kurs darunter oder darüber ist. Wenn man den MA, als dynamische Unterstützung/Widerstand für eine Trendfortsetzung nutzt, dann kann dieser als leading, also vorhersehender Indiaktor benutzt werden, so wie es die Natur eines Oszillators auch ist. Beim Oszillator ist es nur andersherum, weil dieser als leading Indiaktor eingestuft wird.
Jetzt aber mal weg von den Indiaktoren. Gilt das gleiche für den (halb-)nackten Chart auch.
Die W/U Linien dienen auch als leading Indikation (möglich Vorhersehbares Ereigniss) und wenn sich dann eine Umkehrkerze bildet wie z.b eine Pinbar, (Invertet-) Hammer, Engulfing Pattern etc. und wie sie da alle heissen, so sind das auch lagging Indikationen (nachhinkende Ereigniss).
Nachhinkendes Ereigiss als ein geschehen, was erst passieren muss und oder abgeschlossen sein muss, bevor man die Order ausübt.
Also diese müssen auch erst geschene, damit sie als bestätigung dienen. Ist nichts anderes als eine MA Kreuzung, ein austritt aus dem über(ver)kauften bereich eines Oszillators etc.
Wie Du siehst gibt es tausende Formen, Farben und Glaubensvorstellungen. Nimm das was Dir am besten gefällt, womit du persönlich am besten zurecht kommst und womit Du die meisten Gewinne mit machen kannst.
Das einzige wobei wir Dir helfen können, ist Stark zu bleiben, gewisse universelle Regeln zu befolgen bzw dich darauf hinzuweissen. Und ein bisschen Trademanagement.
Alles andere ist und bleibt Dir selbst überlassen.

In diesem Sinne gute Geschäfte und viel Erfolg (sowie eine kleine Portion Glück).

PriNova
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Als Nomade quer durch Europa. Bei Interesse auch Hausbesuche 😉



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