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Wie trade ich die Manipulation der Banken?

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154 Antworten zu diesem Thema

  #1
OFFLINE   EhrlicherTrader

Obwohl der kommerzielle Thread so einen Wirbel verursacht hat, habe ich mich doch dazu entschlossen die Methode hier im Forum zu posten. Ich bitte jeden, der hier postet, sachlich zu bleiben.

Ich beschreibe im Folgenden die komplette vergangene Woche inkl. Freitag dem 5.10.12 im Bezug auf meine Sicht der Manipulation durch die Banken. Ebenso beschreibe ich alle Trades, die ich durchgefuehrt habe. Die Trades sind durch die Account History im Screenshot belegt. Ebenso gibt es einen Live-Screenshot waehrend eines Trades. Meine EAs hinterlassen bei jedem Trade Pfeile und gestrichelte Linien auf dem Chart, ebenfalls zu sehen in den Screenshots.

Die Banken tendieren dazu den Preis in 3 Hauptbewegungen (meist verteilt auf 3 Tage) in eine Richtung danach in 3 Hauptbewegungen (meist verteilt auf 3 Tage) in die andere Richtung zu schieben. Im Bezug auf den Trend, der im Tages-Chart zu sehen ist, machen sie dies sowohl trendfolgend als auch countertrend. Da wir Intraday Trades durchfuehren und wir den Fussstapfen der Banken folgen, ist uns ebenfalls egal, ob wir mit dem Tages-Chart-Trend oder gegen den Tages-Chart-Trend traden.

Eine Hauptbewegung ist Preisbewegung, die mindestens 70-80 Pips gebracht hat. Das ist die Profit-Release Phase der Banken, in der sie ihr Geld gemacht haben. Danach geht es normalerweise in die enge Range waehrend der Asian Session. Es gibt auch Tage an denen zwei Hauptbewegungen gemacht werden. An diesen Tagen gibt auf dem 15 Min Chart ein grosses V beziehungsweise ein umgekehrtes V. In der Regel gibt es aber nur 1 Hauptbewegung.

Da die Banken dazu tendieren den Preis in 3 Hauptbewegungen nach oben oder unten zu schieben, traden wir mit dem

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Vorletzten Freitag (5.10.12) erreichte der EURUSD die dritte Hauptbewegung zur Long Seite (links Level3). Danach gab es eine Reversal formation, die Level1 einleitete. Montags am Ende der London Session war Level1 erreicht. Man sieht das Long-Retracement am tiefsten Punkt des Montags (Gewinnmitnahmen der Banken) und danach die Seitwaertsbewegung in die Asian Session. Waehrend der Asian Session sammeln die Banken wieder fleissig Short-Positionen.

Dienstag gegen 2:00 Uhr GMT schoben die Banken den Preis schnell aus der Asian Range heraus. Mein

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Weil am Mittwoch die Manipulation nach unten durchgefuehrt wurde, korrigierte ich meine Annahme, dass der Dienstag nur Level2 enthielt und hatte fuer mich folgende Level der Banken als jetzt am wahrscheinlichsten definiert:


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Mit der Zeit wird man erfahrener mit der Levelerkennung braucht nicht nur Level 2 und Level 3 Trades zu machen. Dann erkennt man auch die Manipualtion, die ZU BEGINN VON LEVEL1 stattfindet (man hat ja vorher die Level fleissig mitgezaehlt und weiss wann man in Level 3 ist). Ich mache daher ebenfalls Level 1 Trades, die ich dann bis zu 3 Tage halte. Diese Trades werden von mir manuell (aber

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Auf dem Screenshot sind in der Account History aller Trades aufgefuehrt, die ich in diesem Post beschreibe. Es war eine ausgesprochen gute Woche, weil sich die Banken an ihren normalen Rhythmus gehalten haben und es leicht zu erkennen war, was sie vorhatten. In dieser Woche hatte ich 3 Gewinntrades, 1 Breakeven Trade und keinen Verlustrade. Waere schoen, wenn es immer so waere :-) Diese Woche wurde mit 9,5R also 19% Gewinn abgeschlossen.

5.10.12 Level1 Short -> 4,5 R
9.10.12 Level2 Short -> 3 R
10.10.12 Level1 Long -> 2 R
12.10.12 Level2 Long -> 0 R

Als naechstes kommt der Level 1 Long-Trade, den ich am Mittwoch Morgen eingegangen bin. Ein gutes Gefuehl bei dem Entry haben mir die zwei langen Kerzen (Railroad Pattern, fast ein Engulfing Pattern -> blauer Pfeil) gegeben.


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Den Stop-Hunt am Donnerstag unter das Low vom Mittwoch habe ich um knappe 2 Pips ueberstanden. Wie bereits gesagt beim Level 1 Trade setzt mein HelferEA den Stop 12 Pips unterhalb des letzten Extrems. Folgend ist der Screenshot waehrend des Trades, den ich einem Kollegen geschickt habe. Die gruene dicke Linie unterhalb des Mittwochs Tief ist der Stop. Diesen Stop sieht mein Broker nicht, da der

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Diesen Level1 Long Trade habe ich bis Freitag gehalten. 1/3 der Position habe ich 1,2964 verkauft (3. Zeile in Account History), 2/3 der Position bei 1,2945 (6. Zeile in Account History). Dieser Trade war ein 2 R Winner also 4%. Ich hatte eigentlich erwartet, dass die 1.3000 noch am Freitag geknackt wuerde. Das nachfolgende Reversal haette ich zum Exit des Long-Trades und zum Entry des naechsten Level 1 Short-Trades genutzt. Als ich merkte, dass die 1.3000 nicht mehr geknackt werden, wollte ich das Risiko, die Positionen uebers Wochenende zu halten nicht mehr eingehen und bin wie eben beschrieben ausgestiegen. Ich erwarte am Montag den Stop-Hunt ueber die 1.3000. Dieses Reversal (rot eingezeichnet in oberem Screenshot) versuche ich am Montag zu erwischen. Das waere dann der naechste Level 1 Short Trade, den ich bis zu 3 Tage halte.

Als naechstes beschreibe ich die Long Intraday Setups von Donnerstag und Freitag, fuer die ich den AutotraderEA eingestellt hatte.

Donnerstag wurde kein Intraday Trade durch den AutotraderEA ausgefuehrt. Der

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Freitag wurde der Entry durch den AutotraderEA vollautomatisch durchgefuehrt. Allerdings als ich morgens gesehen hatte, dass der Stop-Hunt nicht so tief ging wie es erwartet hatte, wurde ich mit der Position unsicher. Was die Wahrscheinlichkeit fuer den Erfolg des Trades ebenfalls reduziert hat, war dass vorher die Asian Range ziemlich deutlich zur Long-Seite ausgebrochen wurde, bevor der Preis nach unten geschoben wurde. Ich habe dem Trade ca. 1 Stunde lang zugeschaut und mich dann dazu entschieden bei Breakeven auszusteigen. Ca. eine halbe Stunde spaeter habe ich dies bereut ;-) Der Trade waere ca. ein 2R Winner geworden.


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So sieht die Manipulation der Banken aus. Es gibt immer mal Abwandlungen. Mal sind es nur 2 Level, ganz selten sind es 4 Level. Aber man erkennt in der Regel an der Ausbruchrichtung aus der Asian Range, ob mit groesserer Wahrscheinlichkeit eine Bewegung in dieselbe Richtung des Vortags oder entgegen der Richtung des Vortags erfolgt.

Man kann die Intraday Trades natuerlich auch manuell durchfuehren. Aber der Entry kommt irgendwann zwischen 1:00 Uhr und 13:00 Uhr GMT. Ich moechte nicht um dieselbe Uhrzeit aufstehen wie unsere Baecker, dann 5 Stunden den Monitor ueberwachen und dann morgens zur Arbeit fahren muessen. Fuer ein stressfreies Intraday Trading ist der Autotrader mein Holy Grail.

Wer Interesse an dem AutotraderEA hat, bitte eine private Nachricht an mich.

Happy Trading
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  #2
OFFLINE   fxdaytrader

Super Beitrag, besten Dank :)
Kommst' heut' nicht, kommst' morgen oder gar nicht ...
Krank im Kopf, aber sonst ganz nett :troll:

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  #3
OFFLINE   Rainbowtrader

Hallo EhrlicherTrader,

auch hier danke für Deine ausführlichen Beschreibungen! Hm, muss ich wirken lassen und mir Gedanken dazu machen, in wie weit dieses für mich neue Wissen nun mein Handeln bereichern/beeinflussen kann/wird. Ist schwierig, da ich in kleinen Ausbrüchen bis 12 Ticks unterwegs bin (was den 6E/EURUSD betrifft). Da dauert mein Trade maximal ein paar Minuten.

Wenn ich das nicht vollkommen falsch sehe, dann liege ich mit dem Handel der übergeordneten Marktphase grundsätzlich schon mal richtig, abgesehen von Level 1, welcher ja wohl einem Trendwechsel gleichkommt. Jedoch mit dem Problem, dass ich unter Umständen auf einen weiteren markttechnischen Ausbruch spekuliere, doch das in der Level 4-Phase, welche nach Deinen Recherchen und Erfahrungen doch verhältnismäßig Mangelware sind. Bedeutet: gesteigertes Verlustrisiko meines Ausbruchs. Mal davon ausgehend, ich handle M10/M15 oder ein Äquivalent auf dem Renkochart dazu.

Erinnert mich gerade an Erdal Cene, der das Alter des Trends als Qualitätskriterium zur Beurteilung einer Tradechance hinzunimmt.

Viele Grüße,
Rainbowtrader :)
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #4
OFFLINE   josch

fxdaytrader,

ich verlinke Deinen Kommentar aus dem FOREX-KOMMERZIELL Thread:

"Das ist eine Milchmädchenrechnung. Und mal ehrlich, wäre es nicht möglich langfristig profitabel zu sein, dann hätten sich Foren wie das unsrige hier erübrigt.
Alleine schon der Umstand daß es hier trader gibt die seit Jahren hier aktive Mitglieder sind zeigt doch daß was dran sein muß am profitablen trading. Denn wer über Jahre hinweg Geld verliert und dann noch aktiv in traderforen postet der müsste sie doch nicht mehr alle haben (weil bspw. ein Tagesgeldkonto mehr Profite abwerfen würde) ..."

Die Psychologie des homo sapiens (zumindest von vielen dieser Gattung) widerspricht der an sich logischen Aussage. Beispiel: wie diverse andere Glückspiele hat z.B französisches Roulette (einfach 'Zero') einen rechnerischen Verlust von 2,7%. Dennoch gibt es seit Jahrzehnten nicht nur -im medizinischen Sinne- kranke Spieler, sondern überzeugte Anhänger der These, dass regelmäßiges Gewinnen möglich sei. Dem entsprechend auch SYSTEMverkäufer. Ein einfacher google "roulette gewinne" bringt 635.000 Treffer, nach Wikipedia auf #3

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hier.

Zurück zur ForEx - es gibt unstreitig keinen rechnerischen Verlust. Ich lasse dabei Zinsen und Gebühren der Broker sowie Spread weg, weil das transaktionsabhängige Kosten dieses Business sind. Aber man könnte durchaus die These aufstellen, dass bedingt durch die Struktur des Marktes der kleine Retailer fast ausschließlich Verluste erzielt. Statistiken mit bis zu 90% Verlierern untermauern diese These.

Trotzdem führt dies nicht dazu, dass Medien wie die forexabrik.de, der große Bruder forexfactory.com und viele andere um ihre Existenz fürchten müssen.

josch
... trading is war - life is simple ...
Daily EUR/USD Range https://twitter.com/traderjjs

  #5
OFFLINE   fxdaytrader

Statistiken mit bis zu 90% Verlierern untermauern diese These.


Ich denke daß derartige Aussagen zu kurz greifen. Wer ist mit der Gesamtheit der forextrader gemeint? Sicherlich doch auch die ganzen Glücksritter, die zufällig über einen Werbespot stolpern, Geld einzahlen, planlos ans Werk gehen und nach dem Totalverlust entnervt und gefrustet aufgeben. Mir ist keine Umfrage bekannt (ok, ich habe auch nie danach gesucht), wo differenziert wird, bzw. gefiltert wird.

Ich denke mal daß die Statistik anders aussehen würde wenn man die Umfragen auf trader beschränken würde, die sich ernsthaft mit der Materie befasst haben. Und mit befassen meine ich nicht 10 reviews über irgendwelche strategien oder eas zu lesen.

Der Vergleich mag etwas hinken, aber verdeutlich was ich ausdrücken will: Wie viel % von denen die schon einmal Fussball gespielt haben waren auch langfristig so erfolgreich daß es bis in die Landesliga gereicht hat (oder Bundesliga)? Die Zahlen dürften fast ähnlich aussehen. Gekickt haben unzählige, dabei geblieben sind weniger und profitabel (höhere Ligen im Fußball) sind die wenigsten.
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  #6
trade5

Wieso steht im Titel was von "Manipulation der Banken"? Banken sind ein ein Teil der Markteilnehmer. Ob die allerdings direkt im Forexmarkt traden? Ansonsten kennt man "3 Hauptbewegungen" übrigens auch schon seit Anfang des letzten Jahrhunderts.

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  #7
OFFLINE   MasterBO

Hallo, vielen Dank für den interessanten Post. Grundsätzlich hast du mir persönlich nicht viel neues aufgezeigt. Da ich mich sehr stark mit der EW-therorie beschäftige sind mir die 5 Wellen bekannt und das gekoppelt mit dem Wissen von Herrn Cene ist sehr profitabel. Grundsätzlich gibt es immer eine Welle 1 (Level1) und dann kommt es zu einer Korrektur, bevor die große Welle 3 (Level 2) kommt. Genau diese Welle 3 ist sehr profitabel. Was mir noch nicht so ganz klar ist, warum du die Asien Session mit dem Stophuntingin Verbindung setzt? Gehst du immer davon aus, dass der erste Ausbruch aus der Asien Session meistens ein Fehlausbruch ist und hier es zu einer Gegenbewegung kommt?
Was ich auch nicht verstehe ist, wenn du quasi in der Programmierwelt zu Hause bist, warum du deine Signale nicht über ein Tradecopierer anbietest oder ähnliche Plattformen anbietest? Mit einem EA gibt man ja immer ein bisschen Wissen raus und weiterhin kann es immer zur falschen Handhabung kommen.

Also ich finde es sehr interessant, dass hier jemand seine Strategie doch sehr offen vorlegt, aber grundsätzlich kann man diese eh nicht nachtraden ;-). Wer aber länger im Tradingeschäft dabei ist, merkt aber gleich was dahintersteckt, denn mal ganz ehrlich, Alle die erfolgreich sind müssen doch ähnlich traden ;-)
Wenn euch der Post gefällt, dann gibt mir ein Thank You!!!

An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.
von André Kostolany!

  #8
OFFLINE   Pilok

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Hier gab es einen Link zu "forexsocialmedia", der aber leider nicht mehr intakt ist. Dort wurden die geschilderten Abläufe bereits ausführlich beschrieben.
Zusätzlich gab es folgende Regeln:
a) "Market makers will not move in one direction 3 sessions in a row". (Gemeint sind Asien-, Europa-, US-Session.)
b) "Market makers will not move in one direction more than 3 days in a row." (Gemeint ist im selben Paar.)

@ Master BO
Da unterliegst Du einem gewaltigen Irrtum. Mit EW haben diese Vorgänge i. A. nicht allzu viel zu tun, auch wenn es bisweilen in kleinen TFs so aussieht.
Tatsächlich sind es bewusste Marktmanipulationen des ganz großen Geldes (Ob durch Absprachen oder schiere Marktmacht sei dahingestellt. Es gelingt ihnen auch nicht jeden Tag gleich gut!) Für die Big Boys macht ihr Vorgehen insofern Sinn, dass der Markt dadurch in Bewegung gehalten wird und sich so genügend Fallen aufbauen lassen für die "dumme Masse".

  #9
OFFLINE   EhrlicherTrader

Hallo MasterBO,

ich gebe Pilok absolut Recht. Mit Elliot Wellen hat das nichts zu tun. Die Banken schieben den Preis kurzfristig dort hin, wo die meisten Stops liegen bzw. wo sie die meisten Orders generieren koennen, die sie dann alle absorbieren. Wenn sie den Preis z.B. nach oben manipuliert haben und in der Haltephase von ca. 30-90 Minuten noch nicht die benoetigte Menge an Short-Orders gesammelt haben, dann denken sie sich "Was? Ihr glaubt immer noch nicht, dass es heute hoch geht!? Na gut, dann gehen wir die naechste Treppenstufe rauf (10-20 pips)". Bevor sie irgendwann den Preis in ihre beabsichtigte Richtung Short schieben. Entscheidend ist, was sie waehrend der Asian Session gesammelt/absorbiert haben. Das wollen sie in der naechsten Session mit Profit loswerden.

Ich fuege mal noch einen Teil des Postings aus dem kommerziellen Thread an.

Die Banken steuern uns wie Marionetten und verleiten uns zu einem Einstieg, auf Basis von dem Chart, den sie FUER UNS ZEICHNEN. Wenn sie eine Short-Position aufbauen wollen oder sie eine vorhandene Short-Position vergroessern wollen, dann muessen sie im Markt Kaeufer produzieren. Sie koennen nur verkaufen was irgendjemand anderes kauft. Sie muessen daher in uns den Glauben erwecken, dass der Markt heute steigt und verleiten uns zum Long-Einstieg. Wir Retailtrader nehmen daher in der Regel die Gegenseite der Banken ein. Um ihre Short-Position zu vergroessern fahren die Banken den Preis nach einer Konsolodierungsphase (Seitwaertsbewegung mit oft enger Handlesspanne meist in der Asian Session / Anfang der London Session) relativ schnell aufwaerts, in dem sie einen kleinen Teil ihrer riesigen Short-Position zurueckkaufen. Das sieht so aus was viele einen Breakout nennen. Die Indikatoren der Retailtrader zeigen einen Long-Entry an. Auch die Breakouttrader freuen sich ueber einen rasanten aus Ausbruch aus der Range und steigen Long ein. Dieser Ausbruch bekommt eine eigendynamik. Immer mehr Retailtrader und Fonds springen auf die Long-Bewegung auf. Die Banken brauchen an diesem Punkt nicht mehr selbst zu kaufen, um die Aufwaertsbewegung in Gang zu halten. Die Banken brauchten nur einen minimalen Teil ihrer Short-Position aufzugeben, um die Long-Bewegung anzuschubsen. Mittlerweile sind die Banken schon wieder fleissig am Verkaufen, um ihr Ziel, die vergroesserte Short-Position zu erreichen. Der durchschnittliche Einstiegspreis der Short-Position ist durch die initiierte Long-Bewegung jetzt hoeher als zuvor. Nach durchschnittlich 20 bis 40 pips kommt die Long-Bewegung zum stehen. Es gibt sogar ein Ueberangebot an Short-Orders durch die Banken. Pinbars, Engulfing Pattern und andere Reversal-Pattern entstehen am Ende dieser Long-Bewegung auf dem 15Min Chart. Preis-Korrekturen von 5-15 pips nach unten werden von den Retailtradern und Fonds nachgekauft, die an eine weitere Long-Bewegung glauben (wer verkauft? natuerlich die Banken). Nach einer durchschnittlichen Halteperiode von in der Regel 30-90 Minuten wird dann der Preis von den Banken mit aller Macht nach unten geschoben. Diese Bewegung haelt dann fuer den Rest der London Session an und geht ca. 80 manchmal sogar deutlich mehr Pips an. Das sind dann die langen 15 Minuten-Kerzen die man tagtaeglich auf den Charts sieht. Auch hier hilft wieder die Eigendynamik (die Massenpsychologie), um die von den Banken angeschubste Abwaertsbewegung noch schneller (und fuer die Banken kostenguenstig) zu machen. Alle die am oberen Ende der Long-Bewegung Long eingestiegen sind, geraten in Panik und verkaufen oder ihr Stop wird getroffen (und verkaufen dadurch ebenfalls). Andere neue Trader, noch ohne Position, steigen short ein. Wer kauft zu diesem Zeitpunkt, an dem alle anderen verkaufen? Richtig, die Banken. Der durchschnittliche Einstiegspreis der Short-Position der Banken ist hoeher als der aktuelle Preis. Daher machen sie waehrend der gesamten Abwaertsbewegung Gewinn. Die Banken loesen sich nach und nach aus einem Grossteil ihrer short Positionen. Auf dieser 80 pip-Bewegung waehrend der London-Session gibt es immer wieder kleine Retracements (bull-Kerzen). Das sind Stellen an denen sich die Banken groesserer Teile ihrer Position entledigt haben. Am oberen Ende dieser kleinen Retracements schubsen sie dann wieder mit einer schnellen Abwaertsbewegung (Verkaufsorders der Banken) die naechste groessere Abwaertsbewegung an und fahren mit dem Rest ihrer Short-Position weiter nach unten. Meistens am Ende der London Session gibt es dann ein staerkeres Bull-Retracement (grosse Gewinnmitnahme der Banken / Rueckkauf der verbliebenen Short-Position), bevor der Markt wieder in die Seitwaertsbewegung mit einer engen Range geht, die bis zum Ende der Asian Session geht. Der uebliche Handelstag der Banken ist hiermit beendet. Der naechste Tag wird vorbereitet. In der Asian Session ist die Range so eng, weil die Banken jede Bewegung absorbieren. Sie sammeln entweder Long- oder Short-Positionen. Niemand weiss zu diesem Zeitpunkt, was sie anhaeufen. Erst die Manipulation am kommenden Tag (Breakout aus Konsolidierungsphase wie oben beschrieben) legt die Karten der Banken offen. Brechen sie am Ende der Asian / Anfang der London Session zur Long Seite aus, haben Sie ueber Nacht (waehrend der Asian Session) mit groesster Wahrscheinlichkeit Short-Positionen gesammelt. Brechen sie zur Short Seite aus, gibt es hoechst wahrscheinlich eine grosse Bewegung zur Long Seite. Im Falle eines Short Ausbruchs gelten die umgekehrten Vorgaenge als oben beschrieben.


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  #10
OFFLINE   Rainbowtrader

Moin Leute!

Ich denke auch, dass das nichts mit den Elliotwaves zu tun hat, das ist ein anderer Mechanismus, der hier greift.

Heute haben die "Big Nine" die Macht, gebündelt und mit immensem Geld im Hintergrund den Markt dorthin zu verschieben, wohin sie ihn treiben wollen. Das ist Manipulation, ganz besonders auch das Beispiel, welches ich genannt hatte mit dem Zigzag-Muster in Millisekunden. Hier gibts auch keine 50%-Chancen Gleichverteilungen auf Gewinner und Verlierer, weil nämlich alle kleinen, die sich an diesen Levels befinden, einkassiert werden. Große Welle gemacht und verschluckt, dann sich zurückgezogen.

Das kann in dieser Form nicht legal sein, denn wenn eine Seite den Markt kontrolliert, dann ist das kein freier Markt mehr, in dem Angebot und Nachfrage regieren - sondern schlicht und einfach Abzocke. Das gilt es zu unterscheiden. Ist wie ein Boxer, der den Part des Schiedsrichters inne hat. Das soll nicht illegal sein? Gut, warum sonst ist man darauf bedacht, hier Neutralität zu wahren (zumindest ist man drum bemüht). Warum gibt es die grundsätzliche Konzernzerschlagung? Beispiel Microsofts Probleme vor einigen Jahren. Gibt viele Beispiele aus allen Branchen - bis hin zur Politik.

Das ist es, was allen Marktteilnehmern offen erzählt werden müsste, denn keiner kann mir erzählen, dass das Grundwissen ist, welches jeder drauf hat. Dann zeigt mir mal die ANDEREN Stellen hier im Forum, wo GENAU DAS hier schon lange als "alter Hut" abgelegt ist und jeden nur so langweilt...! Und auch sonst in deutschen Foren oder Artikeln. Das ist kein Mainstreamwissen, nein, das wird ganz bewusst verschwiegen. Und wenn das so grundsätzlich ist, dann frage ich Euch ganz ernsthaft: warum haltet Ihr damit hinter dem Berg, wo wir hier uns doch um alles Mögliche austauschen über das Problem des Intraday-Tradens, sowie der Marktöffnungszeiten als innewohnender Tageszyklus? Und das in einem Forum, einem Ort, dessen Grundidee der Austausch und das Helfen ist, quasi seine Existenzberechtigung. Weil es eben nicht so ist, wie hier behauptet wird! Die Großkotzigkeit, das wäre ein "alter Hut", geht mir auf den Sack.


Rainbowtrader
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #11
OFFLINE   EhrlicherTrader

Ich kann nicht beurteilen, ob das legal ist. Vielleicht ist es auch nur "fairer Sport" und die gewinnen, weil sie ueber die Massenpsychologie Bescheid wissen (und natuerlich ueber die benoetigten Werkzeuge verfuegen). Wenn wir das Geld der Banken haetten, muessten wir das erst einmal so gut hinbekommen, wie diese hochbezahlten Typen.

Sowas gab es bei einzelnen Aktien schon vor ueber Hundert Jahren (nachzulesen in "reminescence of a stock operator"). Wenn Insider (Gesellschafter oder wer auch immer) z.B. ueber 250.000 von insgesamt 500.000 Aktien verfuegen, deren Kurs bei 100 liegt und die Insider alle ihre Aktien verkaufen wollen, dann geben sie die Aktien einem erfahrenen Trader (Manipulator). Zu diesen Aktien geben sie ihm ein Konto mit genuegend Geld und die Aussicht auf Provision fuer den Profit, den er gegenueber dem Kurs von 100 erwirtschaftet. Mit dem Geldkonto bezahlt dieser Trader die Orderkosten. Er bringt gezielt Bewegung in diese Aktie. Er kauft Aktien, verkauft wieder ein wenig. Er baut in der Masse ein Interesse an dieser Aktie auf. Er zeichnet den Chart fuer die Masse. Wenn diese Aktie dann Interessant genug ist, gibt's die ersten News in dem Medien, Geheimtipps von Kollegen (die auf diese Aktie aufmerksam wurden) usw. Dann kaufen ploetzlich alle diese Aktie. Wer verkauft dann diese Aktien, wenn sie z.B. bei 120, 130 oder 140 gehandelt werden? Richtig dieser eine Trader, der die 250.000 Aktien loswerden muss (Das ist sein Auftrag). Alle anderen halten diese Aktie, weil sie sieht ja so vielversprechend aus...

Wenn die 250.000 Aktien der Insider direkt auf den Markt geworfen wuerden, dann gaebe es A) keine Kaeufer fuer diese Menge und B) einen Preisverfall bzw. eine Massenpanik bei den anderen, die die restlichen Aktien halten. Die Kaeufer muessen erst generiert werden und zwar mit Gefuehl :-)

  #12
OFFLINE   fxdaytrader

Das ist die Geschichte von Tom Sawyer und dem Gartenzaun (kann man bspw. hier nachlesen:

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). Diese wurde auch von

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(Kapitel 8: Tom Sawyer und der Zaun: der Trendwechsel) aufgegriffen: Wie bringt man andere dazu eine ungeliebt Arbeit nicht nur für einen selbst zu machen, sondern dafür auch noch zu bezahlen?
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  #13
OFFLINE   winter

Mein bescheidener Beitrag zu diesem Thread!

Schauen wir uns doch mal die Zahl der relevanten Spieler in dem Markt des Euro FX an.---siehe bild---wie ich gerade feststelle kann ich grad kein Bild hochladen...

Es sind also nur ein paar ( im Vergleich zur grossen Masse der Trader in diesem Markt ) und schauen wir uns auch mal das Percent des Open Interest dazu an.

Deshalb der Link zu den Daten...einfach mal auf den EURO FX scrollen und sich die Number of Player in each category anschauen...

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Ergo, ja es stimmt das einige wenige das Spiel bestimmen, aber wo ist denn das Problem. Ich will ja "mit" diesen spielen und nicht gegen diese.

Die täglichen Trends hat DOW schon 1930 oder so beschrieben. Ja, die können manipuliert werden, aber die Zeitrahmen des Daily, Weekly sind wie er es schon damals ausgedrückt hat: " The primary trend is inviolate"
inviolate: unberührt, unangetastet...

Die täglichen Intraday-Trends bezeichnet er als NOISE, aber gut DAS interessiert ja eh keinen.

  #14
OFFLINE   EhrlicherTrader

Ich glaube nicht, dass der CFTC dieselben prozentualen Werte (Aufteilung Big Player / Small Player) und die Positionierung der Banken im INTRADAY TRADING (wenn der Report geschrieben ist, dann haben die Banken in der Zwischenzeit schon 2 Mal die Seite gewechselt) widerspiegelt. Soweit ich weiss werden Waehrungen an der CHICAGO MERCANTILE EXCHANGE nur als Futures gehandelt. Die Positionen der normalen Retailtrader (ueber normale Broker) werden nicht gegen diese Futures Kontrakte ausgegeglichen sondern werden an den Interbanken Markt (der weitaus groessere Markt im Bezug auf Devisen) weitergegeben. Am Interbanken Markt kann nur mit einem Hebel von 1:1 agiert werden. Daher brauchen wir die Broker, die uns praktisch Kredit geben (Hebel). Um eine "ueberwachte" Form des Devisenhandels bereitzustellen gibt es die Futures auf Devisen, wo der Hebel ebenfalls groesser ist als 1:1.

Ergo, ja es stimmt das einige wenige das Spiel bestimmen, aber wo ist denn das Problem. Ich will ja "mit" diesen spielen und nicht gegen diese.

Darum geht es. Auf der Seite der Trades der Grossen zu sein. Und zwar moeglichst frueh und den Stop ausserhalb des Tief des Tages / Hoch des Tages zu halten.

Die täglichen Trends hat DOW schon 1930 oder so beschrieben. Ja, die können manipuliert werden, aber die Zeitrahmen des Daily, Weekly sind wie er es schon damals ausgedrückt hat: " The primary trend is inviolate"
inviolate: unberührt, unangetastet...

Da gebe ich dir vollkommen Recht. Das ist identisch zu dem was ich im kommerziellen Thread geschrieben habe:

Folgende Ausfuehrungen beziehen sich NUR auf das Kurzzeit-Trading (Intraday oder max 3 Tage Haltedauer). Den echten Trend, dem oekonomische Daten zugrunde liegen, sieht man auf dem Tages- oder Monats-Chart. Alle Intraday-Charts zeigen ein fuer uns manipuliertes Bild, das sich innerhalb des echten Trends (Tages-/Monats-Chart) bewegt.

  #15
OFFLINE   nightyhawk

Das kann in dieser Form nicht legal sein, denn wenn eine Seite den Markt kontrolliert, dann ist das kein freier Markt mehr, in dem Angebot und Nachfrage regieren - sondern schlicht und einfach Abzocke. Das gilt es zu unterscheiden. Ist wie ein Boxer, der den Part des Schiedsrichters inne hat.

Warum nicht.... der Markt ist Aktion und Reaktion - die BigNine kontrollieren also nicht den Markt (weil dieser sich per se nicht kontrollieren lässt) sondern kontrollieren via Psychologie die Reaktionäre. Du kennst sicherlich die Lemminge? Man muss eben verdammt aufpassen, dass man den Aktionären dahin folgt, wo sie hin wollen - also der richtige Lemming sein und nicht der angenaste.

Und zu deinem Beispiel Boxer: Selbst wenn die Konstellation gegen dich ist (Gegner ist auch Ringrichter) dann versuche trotzdem deinen Vorteil daraus zu ziehen oder zumindest nicht unterzugehen. Bspw. kannst du Maske-like hin und herrennen und dich (dein Geld) vorerst in Sicherheit wiegen.

Und wenn das so grundsätzlich ist, dann frage ich Euch ganz ernsthaft: warum haltet Ihr damit hinter dem Berg, wo wir hier uns doch um alles Mögliche austauschen über das Problem des Intraday-Tradens, sowie der Marktöffnungszeiten als innewohnender Tageszyklus? Und das in einem Forum, einem Ort, dessen Grundidee der Austausch und das Helfen ist, quasi seine Existenzberechtigung. Weil es eben nicht so ist, wie hier behauptet wird! Die Großkotzigkeit, das wäre ein "alter Hut", geht mir auf den Sack.

Hast du noch nie in deinen Tradinganfängen mit dem Gedanken gespielt - WAS IST, WENN ICH DEN GROSSEN POT KNACKE?
Sprich, du machst unheimlich Geld mit Forex und kannst ungeahnte Kontraktgrößen handeln. Wie handlest du dann weiter? Was passiert, wenn du im M1 plötzlich einige Hundert Lot an Euroshorties loswerden musst. Diese Liquidität ist gar nicht vorhanden bzw. du bewegst den Kurs durch dein Glattstellen in eine Richtung, die dir selber hinderlich ist. Und jetzt kommen eben die Gedankenspiele, um die es hier ua geht... wie werde ich profitabel Zeug los, was augenscheinlich momentan keiner will. Nun, ich muss das Zeug irgendwie anpreisen. Und sei es durch Aktionen, die mein wahres Handeln verschleiern.

Anekdote: Ich habe mal gelesen, dass in der sozialistischen Hälfte Deutschlands eines schönes Jahres die "Essigernte" nicht an den Mann zu bringen war und erhebliche Überbestände bestanden. Mit Hilfe der volkseigenen Presseorganen wurde dem Essig eine düstere Zukunft vorrausgesagt. Und schon gingen die Vorräte zu den Kunden. Im besten Fall haben die BigNine auch das eine oder andere Presseorgan in der Hinterhand!!!
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Chleudere den Purchen zu Poden!

  #16
trade5

@winter, deine Aussage trifft es. Die Masse der Trader insbesondere von Metatrader Zockerbuden sind noch nicht mal direkt am Markt beteiligt und können somit überhaupt nicht der angeblichen Manipulation ausgesetzt sein. Wenn Manipulation, dann durch den Broker, der versucht durch Spreadausweitung in hektischen Marktphasen die Stops seiner Kunden abzuholen. Und das die Big Player im Markt sich untereinander einig sind und absprechen, daß glaubt ihr nicht ernsthaft. In dem Fall würde sich nähmlich gar nichts in den Kursen bewegen...denn irgendjemand muss ja die Gegenposition haben und zwar in den entsprechenden Positionsgrößen.

  #17
OFFLINE   DaBuschi

Ich denke man sollte vieles des Geschriebenen nicht überbewerten. Wenn die großen Player den Markt dreimal in eine Richtung bewegen, dann sind das nach Elliott-Wave-Theorie die Wellen 1, 3 und 5 und die Seitwärtsphasen die Wellen 2 und 4. Allein der Fakt, dass die Trefferquote des EAs, der im kommerziellen Thread angeboten wird, 40% beträgt und auch Aussagen wie "manchmal gelingt es ihnen besser und manchmal schlechter", lässt den Schluss zu, dass es halt doch nicht in Stein gemeißelt ist und es zum Beispiel nicht immer zu der dritten Bewegung kommt. Nach Elliott-Wave-Theorie ist das dann eine Gegenbewegung als a-b-c. Insofern lassen sich diese "Manipulationen" durchaus in die Elliot-Wave-Theorie einbetten, wodurch ich @MasterBO in seiner Aussage durchaus unterstützen muss.

Weiterhin wird mir das Thema mit der Marktmanipulation zu schwarz gemalt. Wenn die großen Jungs den Markt über mehrere Tage in 3 Schüben in eine Richtung schieben, dann sollte sich dem menschlichen Auge im 1h-Chart ein sauberer Trend bieten. Somit mag es sein, dass die großen Jungs den Markt manipulieren wollen oder um es schöner zu formulieren - ihre Absichten verschleiern wollen (siehe Tom Sawyer Thema), aber Absprachen im großen Stil kann es nicht geben, weil auch hier nunmal der am meisten verdient, der am besten einsteigt BEVOR die Bewegung beginnt und am besten aussteigt BEVOR die Gegenbewegung einsetzt. Als professioneller Händler heißt das, dass ich dem Typen am anderen Ende der Leitung nur sage, wie ich positioniert bin, wenn ich entweder schon drin bin und er nach mir kaufen soll oder aber ich weiß, dass ich die größere Positionen fahre und der Typ mir meine großen Positionen möglichst zu einem für mich vorteilhaften Kurs abkaufen soll. Der auf der anderen Seite widerum weiß, dass ich ihm nichts schenken werde und demnach wird er versuchen, meine Hintergedanken zu erfahren, um möglichst selbst davon zu profitieren. So kann er zum Beispiel verkaufen und gegen mich handeln, wenn ich bereits long bin und mich mit meiner Position damit unter Wasser bringen, mich zum verkaufen zwingen um dann meine Positionen billig einzusammeln und dann selbst gut positioniert zu sein, sodass ich auf dem falschen Fuß erwischt werde.

Man muss das alles realistisch betrachten. In diesem Markt kämpfen alle gegen alle, aber es ist richtig, dass es Teilnehmer mit mehr Gewicht gibt, die die Märkte in gewisse Richtungen lenken können, aber auch vorsichtig agieren müssen, da sie die Märkte mit ihren großen Positionen derart bewegen können, dass es ihnen selbst zum Nachteil gereicht. Absprachen im großen Stil sind deshalb Blödsinn. Warum aber kommt es zu solchen Bewegungen? Nun, auch das kann man bei Cene sehr gut nachlesen. Profis wissen, wie das Spiel gespielt wird. Wenn es bereits zwei Schübe in die gleiche Richtung gegeben hat, die ungefähr gleich lang waren, dann weiß der Profi, dass die dritte Bewegung, so sie denn kommt, mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich länger ausfallen wird. Er macht also das einzig Sinnvolle. Er fährt sein Risiko hoch und spekuliert drauf. Wenn genügend Profis das tun, wird es zur selbsterfüllenden Prophezeiung (self fulfilling prophecy) und der Markt wird durch diese professionellen Trader stark in die Trendrichtung gedrückt, weil alle daran verdienen wollen. Das hat mit Absprache nichts zu tun, sondern damit, dass die Trader dafür bezahlt werden, das Richtige und einzig Sinnvolle zu tun und das ist nunmal, auf diese lange dritte Bewegung zu spekulieren.

Allein der Fakt, dass es nicht immer funktioniert, zeigt aber ganz deutlich, dass es halt keine Absprachen geben kann, sondern auch diese Trader untereinander konkurrieren und sich Fallen stellen.

Man muss @Ehrlicher Trader natürlich lassen, dass er clever argumentiert und es auch anschaulich darlegt, aber das auch nur, weil er Euch glaubhaft verklickern konnte, etwas zu wissen, was Ihr nicht wisst und er gezielt mit dem Gedanken in Eurem Hinterkopf spielt, dass es ein Geheimnis der großen Jungs geben muss. Es gibt auch ein Geheimnis oder eigentlich auch nicht. Diese Jungs werden darauf angelernt, wie man richtig handelt und wie man sein Risiko kontrolliert und ebenso wissen sie, dass sie vom Spiel ausgeschlossen werden (entlassen werden), wenn sie sich nicht an die Regeln halten und wegen Fehlern schlechter performen als andere. Sie haben also einen Druck und teilweise auch systemseitige Beschränkungen, die es Ihnen erleichtern, die typischen Fehler des Anfängers nicht zu machen, wie z.B. Overtrading, Verlustpositionen nicht zu schließen und Gewinnpositionen zu früh zu schließen, denn am Ende des Tages ist da immer der Chef, dem sie Rechenschaft ablegen müssen und dieser selbst muss seinem Chef Rechenschaft darüber ablegen, was die ihm unterstellten Trader so geleistet oder verbockt haben. Es ist ein Druck, den wir kleinen Retail-Trader uns selbst machen müssen und wenn wir es nicht tun, werden wir es nicht schaffen.

Deshalb sind in meinen Augen erfolgreiche Retail-Trader auch die besseren Trader, weil sie sich selbst kontrollieren müssen. Sie haben es schwerer, erfolgreich zu sein, aber wenn sie es geschafft haben, dann haben sie etwas, was der professionelle Trader niemals in seinem Job erreichen wird - Freiheit.

Aber zurück zum Thema. Nur weil jemand daher kommt und logisch nachvollziehbar argumentiert, heißt es nicht, dass er Recht hat und wir dieser Verschwörungstheorie glauben müssen. Nur wer sich selbst Gedanken macht, wird unabhängig sein und bleiben und man kann jede Wahrheit von unzähligen Seiten beleuchten und mit unterschiedlichen Argumentationen dafür sorgen, dass dem Gegenüber der Mund ungläubig offen stehen bleibt. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte und kann von niemandem vollumfänglich umfasst werden, weil die Zusammenhänge in dieser unserer Welt viel zu komplex sind, um von einem Menschen vollständig durchdrungen werden zu können.

Demnach ist jede Theorie (auch diese hier vorgestellte Verschwörungstheorie und auch meine Gegendarstellung) lediglich ein Versuch, ein komplexes System in einfacher und verständlicher Art und Weise zu erklären und keiner dieser Versuche wird der Komplexität der Realität auch nur annähernd gerecht.

Soviel von mir zu diesem Thema
DaBuschi
  • Rainbowtrader, Forex und TECANA gefällt das
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

  #18
OFFLINE   EhrlicherTrader

@DaBuschi
Hallo,

jeder darf seine Meinung haben und behalten. Ich werde nicht jeden zum Umdenken bewegen koennen. Das ist OK so.

Zu der Trefferquote von 40% darf ich aber sagen, dass die deshalb niedrig ist, weil der Stop sehr eng ist, manchmal sogar nur 15Pips. Allerdings ist der durchschnittl. Gewinner 3 mal so gross wie das eingesetzte Risiko. Die Performance gilt es erst mal zu uebertreffen.

Im uebrigen schieben die Banken in 90% der Faellen die zweite Hauptbewegung in dieselbe Richtung des Vortages, wenn aus der Asian Range entgegen der Richtung des Vortages ausgebrochen wird. Es kommt auf den RiskReward an, den du haben moechtest, der ueber die Gewinnquote entscheidet.

  #19
OFFLINE   ixbone

hab mich bis jetzt enthalten...
korrekt, es sind wenige die bestimmen und jeder dieser wenigen hat sein eigenes (investmentbanken)ziel, das selten kompatibel mit anderen der wenigen ist, oder hat wirklich die UBS zur BOA ein rotes telefon?, was stimmt ist das intraday manipuliert wird ein bischen mehr, ein bischen weniger, abhängig vom broker, underlying, eigener broker kassastand, treasury etc. in einem globalen banken markt wollen a) sich banken nicht gegenseitig weh tun (spricht gegen eine manipulation) und b) wenn es kracht steht jede bank sowieso für sich selbst, also den eigenen shareholdern. im zweifel kocht jede bank ihr eigenes süppchen.

was aber stimmt ist das im hochfrequenzhandel alle banken thresholds haben die natürlich kaufen/verkaufen, diese orders sieht man, die wahren trends bleiben davon aber unberührt, denn wenn es da massive manipulationen geben würde a) es auffallen und b) die zentralbanken, siehe snb intervenieren.

dazu kommt das banken nicht die selbe software haben, welche wiederum die eigenen bankziele definiert und verfolgt...die shareholder...

und ich hab sowohl die treasury abteilung als auch das backoffice einer bank in österreich gesehen und die handeln zwar mit anderer software und mehr fib,s&r,100/200sma+news(reuters,bloomberg direkt) als es der retail trader macht, aber im großen und ganzen ähnlich wie bei uns, teilweise um ecken konservativer wie retail trader...

die dramen beginnen erst mit den gehebelten produkten, unter banken ist 1:1 usus, da gibt es kaum was "großes" zu manipulieren, da würde notfalls jeder währungshüter massiv einschreiten...
(bekanntes beispiel: porsche wollte vw mittels options übernehmen)

wie sagte ein alter kaufmann zu mir: die sorgen sind die gleichen, es ändern sich nur nur nullen

meine 2c

@winter, deine Aussage trifft es. Die Masse der Trader insbesondere von Metatrader Zockerbuden sind noch nicht mal direkt am Markt beteiligt und können somit überhaupt nicht der angeblichen Manipulation ausgesetzt sein. Wenn Manipulation, dann durch den Broker, der versucht durch Spreadausweitung in hektischen Marktphasen die Stops seiner Kunden abzuholen. Und das die Big Player im Markt sich untereinander einig sind und absprechen, daß glaubt ihr nicht ernsthaft. In dem Fall würde sich nähmlich gar nichts in den Kursen bewegen...denn irgendjemand muss ja die Gegenposition haben und zwar in den entsprechenden Positionsgrößen.



  #20
OFFLINE   MasterBO

Grundsätzlich kann man doch festhalten, dass der Markt so oder so bewegt wird. Für uns ist es doch nicht unbedingt entscheidend zu wissen warum, sondern zu der richtigen Zeit richtig positioniert zu sein und vorallem sein MM/RM richtig eingestellt zu haben. Ob nun einer Manipuliert, oder der Kurs aufgrund von Marktechnik ala Voigt oder Cene oder wegen der EW Therorie nun neue Hochs macht ist doch vollkommen egal. Wichtig ist, dass man erkennt, dass nun der Trend fortgesetzt wird und neue Hochs gemacht werden, bzw. das alte Hoch angelaufen wird.

Wie ich im ersten Post schon geschrieben habe und auch von Dabuschi bestätigt worden ist, ist das handeln mit den Leveln ähnlich wie bei der EW Theorie. Ich weiß, dass man nicht alle Systeme drauf hat, denn die EW Theorie ist eine der schwersten Systeme, die ich bisher kennengelernt habe. Deswegen wunder mich die Aussagen von Pilok und dem Initiator doch sehr. Aber Schwamm drüber. Fakt ist, dass alle Teilnehmer sich in einem ähnlichen Umfeld mit den gleichen Systemen und dem gleichen Ziel wiederfinden. Alle wollen Geld verdienen und jeder sieht die Kurse auf anderer Weise und handeln auch unterschiedlich. Aber ein Long Trend ist eben ein Long Trend, bis er gebrochen ist!

Also grundsätzlich ist das vom Initiator des Threads nicht neu. Was neu ist, ist der EA, der das Traden wohl gut unterstützt. Aber was dieser wirklich leisten kann, kann man Stand jetzt nicht beantworten. Ich frage mich aber immer noch, warum der ehrlich Trader kein Tradecopy System anbietet und den EA vermarkten will? Ich hätte mehr vertrauen, wenn er so was über ayondo geprüft und zertifiziert ist, oder ähnliche Läden.
  • Rainbowtrader gefällt das
Wenn euch der Post gefällt, dann gibt mir ein Thank You!!!

An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.
von André Kostolany!



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