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Warum verlieren die meisten beim Devisenhandel?

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162 Antworten zu diesem Thema

  #1
Amateur

Guten Morgen,
habe heute einen tollen Beitrag gefunden:

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Wenn man sowas liest, wundert es nicht, dass statistisch gesehen wohl 90% der Trader ihr Konto innerhalb kürzester Zeit an die Wand fahren.
Es reicht eine steigerung der Trefferquote von 50:50 auf 51:49. Hmmm... Ist schon Klar!
Möchte gar nicht wissen wie viele Lämmer aufgrung eines solchen Artikes zur Schlachtbank (Markt) geführt werden.
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  #2
OFFLINE   Shrike

Es reicht eine wessentlich geringere Trefferquote, solange das CRV stimmt.
  • Deichkind gefällt das

  #3
OFFLINE   Stevywin

Ich wär schon froh wenn ich die 50:50 erreichen würde. Ich denke es steht und fällt mit dem Risikomanagement/Moneymanagement und daran schließt sich erst die Trefferquote an, weil man sie ja schlecht vorher berechnen kann...

Ich bin jetzt über ein 1 Jahr dabei aktiv zu handeln und habe noch kein Konto an die Wand gefahren, jedoch auch kein Plus gemacht. Derzeit hält mich eindeutig mein SL am 0-Limit, was aber ein Vorteil ist, weil ich mich nun ganz auf die Einstiege konzentrieren kann um diese zu verbessern. Um so mehr ich trade, merke ich, dass man zwar ein Handelsgerüst haben muss und eine Strategie zur Bestimmung der Verortung, aber Erfahrung bringt erst die eigentlichen Verbesserungen und die bekommt man ebenfalls nicht gleich mit, impliziert aber auch, dass man zwangsläufig Minus machen muss am Anfang.

Daher würde ich jedem empfehlen mit realem kleinen Konto zu beginnen und die Kontogröße je nach Erfolg und Erfahrungsschatz anzupassen und vor Beginn des Tradings sich eine Kapitalgrenze zu setzen, bei der garantiert das Unternehmen Derivate erledigt ist.
Das ich ein erfolgreicher Trader bin, konnte ich lange Zeit erfolgreich vertuschen... ;)

  #4
OFFLINE   traderdoc

Trefferquote hin, CRV her.
Nochmal zum Verständnis:
Trefferquote (TQ): Anzahl der Gewinner/Anzahl der Verlierer
CRV: Pips oder Geldwert im Falle des Gewinns/Pips oder Geldwert im Falle des Verlustes

PF = TQ * CRV (PF-Profitfaktor)

PF > 1 ist sie zwingende Voraussetzung für dauerhaften Erfolg. Man stelle sich einfach vor, dass CRV = 1 (Gewinn = Verlust) ist, dann muß TQ > 1 sein, sonst gibt es keinen Gesamtgewinn!
Das kann nun auf der einen Seite erreicht werden, indem TQ > 1/CRV bei einem CRV < 1 ist, folgt TQ > 1
oder auf der anderen Seite, man stelle sich vor, dass TQ = 1 ist, dann muß CRV > 1 sein, sonst gibt es wiederum keinen Gesamtgewinn,
indem CRV > 1/TQ bei einem TQ < 1 ist, folgt CRV > 1.
Je größer PF ist, also 2 und größer, um so besser!

Z.B. Sollte bei PF > 2 gelten:
TQ > 2/CRV mit z. B. mit einem 1 <= CRV <= 2 folgt, dass TQ > 2 im Grenzfall CRV = 1 ist und mindestens TQ > 1 ist im Grenzfall für CRV = 2 sein muß.

So, nun kann jeder ableiten, wie das Zusammenspiel von TQ und CRV ist.
@Shrike, "Es reicht eine wessentlich geringere Trefferquote, solange das CRV stimmt."
Wann stimmt denn das CRV? Wie gering darf denn die TQ sein? Hängt alles davon ab, wieviel man verdienen will, sprich wie groß der PF über 1 sein sollte (muß).
In gewisser Weise hängen TQ und CRV auch voneinander ab! Man stelle sich vor, wir haben ein schönes CRV = 2, dann reicht ein TQ > 0,5 aus, um profitabel zu sein. Habe ich aber ständig bei dem gegebenen Handelssystem eine TQ << 0,5, dann bewegt man sich in der unprofitablen Zone des Konto - an - die - Wandfahrens!
Ein Ausweg besteht darin, das Handelssystem zu überdenken. Der andere Ausweg besteht darin, wie kann man die TQ erhöhen? Und das ist ein ganz spannendes Thema. Kann man einfach erhöhen, indem man das CRV absenkt, z.B. auf 1, dann braucht man ja nur noch eine TQ von knapp über 50%. Die TQ von << 0,5 war ja nur so klein, weil der TP das Doppelte des SL war. Die TQ wird v.a. auch um so kleiner sein, je größer das CRV ist oder anders ausgedrückt das TQ wird um so größer! sein, je kleiner das CRV ist.
Ja, da sind sie wieder, die zwei Lager. Die Einen wollen auf Nummer sicher gehen mit einem großen CRV. Sagt man ja auch, das sei besser beim Traden. Nur dann wird evtl. die TQ zu klein sein, weil der TP zu selten erreicht wird. Die Anderen wollen um Gottes Willen nicht in den SL kommen (oder lieber gar nicht - s. Martingaler ohne! SL, d.h. Limes-CRV gegen 0) und setzen das CRV weit unter 1 und sagen sich die TQ von weit über 1 wird es dann schon richten!

Ob das alles etwas bringt?
Ist schon ein verücktes Spiel, auf das wir uns hier alle einlassen!

Ich wünsche Euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit und dass Ihr dann zum Fest Eurer Liebsten stolz sagen könnt:
"Schatz, ich habe es geschafft, mein PF ist größer!! als 1".
Was auch immer sich dann der Schatz darunter in Ihrer Phantasie ausmalt. (Bitte nicht per Gestik auch noch zeigen!)

traderdoc
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Ich erfülle Euch gern Eure EA-, Indikator- und Script-Programmierwünsche.

  #5
OFFLINE   Ralf_H

@ Amateur:
Warum verlieren die meisten beim Trading?
Meiner Meinung nach ist es ganz normal, dass 90% zu den Verlieren gehören. Das ist nicht nur im Trading so, sondern auch in allen anderen Lebensbereichen.

Wie viele Formel 1 Fahrer gibt es? Wie viele davon fahren tatsächlich mit einer guten Chance um den WM-Titel?
Wie viele Fussballspieler gibt es in Deutschland? Und wie viele davon verdienen mit Fussball Ihren Lebensunterhalt?

Es sind immer nur wenige Prozent. Von daher also auch nicht verwunderlich, dass es im Trading genau so ist.

@Stevywin:
Ich trade nun seit mehreren Jahren aktiv. Mittlerweile trade ich auch seit einigen Jahren positiv. Ich gebe dir absolut Recht, dass man nicht zwangsweise erst ein Konto in den Sand setzten muss, um daraus etwas zu lernen. Aber noch viel wichtiger und zu 100% korrekt ist deine Aussage, dass es in erster Linie auf das Money- und Risk-Management ankommt. Nur wenn man sich diszipliniert daran hält, kann man auch über Jahre erfolgreich sein. Dabei ist es auch nicht wichtig wie viele Pips / Punkte man erwirtschaftet hat. Ich selbst habe Monate im Gewinn beendet, obwohl ich eine schlechte Trefferquote und X- Punkte minus gemacht hatte. Also ist meiner Meinung nach die Terfferquote nur sekundär wichtig.

Die Idee mit einem kleinen Konto zu beginnen finde ich nicht sinnvoll. Du selbst schreibst ja richtiger Weise, dass man das Trading als "Unternehmen" sehen soll. Ein Unternehmen gründest du aber nicht mit einer Unterkapitalisierung. Falls doch, steht man häufig schnell an dem Punkt, dass man kein Kapital mehr hat. Man setzt sich selber zusätlich unter Druck, wenn man sieht, dass man von ursprünglich 1.000€ bereits 500€ verloren hat. Hast du aber z.B. 10.000€ im Konto und machst 500€ Verlust, hat dies eine ganz andere Auswirkung auf deine mentale Verfassung und dein Unterbewusstsein.
Das soll nicht heißen, dass man die gesamten 10.000€ riskiert. Man sollte sich eine Grenze setzten und dann z.B. bei einem Kontostand von 6.000€ sich diese Summe wieder auszahlen lassen.

Daher meine Empfehlung: Unterschätzt nicht die Psychologie beim Trading und überdenkt gut weshalb man tradet. Dabei sollte man sine finanziellen Möglichkeiten überprüfen.
Realistische Ziele sind ein absolutes Muss.

Hier vielleicht ein Denkanstoß für den einen oder anderen:
Berkshire Hathaway Aktie von Warren Buffet hat seit der Auflage im Durchschnitt einen Gewinn von ca. 21% p.a. erwirtschaftet. Dabei waren aber auch Jahre mit mehr als 60% Verlust.

MfG
Ralf

  #6
OFFLINE   Pilok

PF = TQ * CRV (PF-Profitfaktor)


Die Formel ist fehlerhaft und missverständlich. Sie muss richtig lauten: PF = TQ * PoR
Mit PoR = Pay off ratio = durchschnittlicher Gewinntrade : durchschnittlicher Verlusttrade

Es liegt in der Natur der Sache, dass PoR und PF erst nach einer größeren Anzahl abgeschlossener Trades sinnvoll berechnet werden kann. Es handelt sich um ein Verfahren zur Bewertung einer ganzen Gruppe von Trades.


Das CRV ist von Trade zu Trade unterschiedlich. Es handelt sich um eine Methode zur Planung eines einzigen Trades.

Vorgehen: Einstiegspunkt festlegen, Stopp festlegen, die Differenz in P / € / in % des Gesamtkapitals ergibt das Risiko.

  • Ein realistisches Kursziel ist gegeben: CRV berechnen nach CRV = (Kursziel - Einstieg) / (Einstieg - SL) und mit Vorgaben (z. B. 2:1) vergleichen. Trade ausführen oder verwerfen.
  • Ein Kursziel kann nicht ohne weiteres genannt werden (z. B. in einem laufenden Trend): Mit Hilfe der CRV-Vorgabe den zu erreichenden Zielkurs berechnen. Prüfen, ob diese Erwartung im gegebenen Zeitraum wahrscheinlich ist. Trade ausführen oder verwerfen.


Wer so vorgeht, kommt nie in die Versuchung, sich durch Manipulation von TQ und CRV selbst auszutricksen.
  • Stevywin gefällt das

  #7
OFFLINE   Ralf_H

Pilok: (...) Vorgehen: Einstiegspunkt festlegen, Stopp festlegen, die Differenz in P / € / in % des Gesamtkapitals ergibt das Risiko (...)

Damit hast du es auf dem Punkt gebracht!

Erst nachdem ich diese Fakten habe, kann ich meine Positionsgröße bestimmen und den Einstieg machen oder auch nicht.

MfG
Ralf

  #8
OFFLINE   Rainbowtrader

Hallo Leute!

Der psychologische Anteil ist es, der die Verlierer zu solchen werden lässt. Mangel an Disziplin, Mangel an Vertrauen, Mangel an Möglichkeiten (durch beispielsweise Unterkapitalisierung), der Rumrutschfaktor und noch so ein paar Gestalten.

Klar hat alles immer auch mit dem System oder der Methode zu tun, doch sind wir mal ganz ehrlich:

wer von den Anfängern tradet denn von seinem Depot 0,5% fixiert so lange auf diesen gleichbleibenden Risikobetrag, bis das Minus wieder eingespielt ist? Beispielsweise 50€ bei jedem Trade bei einem Konto von 10.000€ - oder 5€ bei 1.000€ Handelskontenkapital. Da fängt es doch an, ohne über TQ und CRV und Hastenichtgesehen zu sprechen.

Und als nächstes: wer zieht denn jeden Trade in der vollständigen Bandbreite von SL bis TP nach Plan durch? Und das konsequent 100 mal, 250 mal, 500 mal. Das fällt auch den Fortgeschrittenen und den Erfahrenen schwer.

Rainbowtrader
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #9
OFFLINE   traderdoc

Die Formel ist fehlerhaft und missverständlich. Sie muss richtig lauten: PF = TQ * PoR
Mit PoR = Pay off ratio = durchschnittlicher Gewinntrade : durchschnittlicher Verlusttrade
....................
Wer so vorgeht, kommt nie in die Versuchung, sich durch Manipulation von TQ und CRV selbst auszutricksen.


Nun, fehlerhaft ist sie natürlich nicht! und bzgl. der Mißverständlichkeit liegt das im Auge des Betrachters (Berechners), ob mit einem mathematischen Durchschnitt einer Anzahl physischer Trades gerechnet wird oder mit dem CRV, welches in sich natürlich auch ein einen Durchschnittswert darstellen kann und in Bezug zum TP und SL einfach etwas griffiger ist.
Es gibt sogar verschiedene Formeln, um PF zu bestimmen.
Die einfachste ist die:
Trader A hat Verluste, die betragen kumuliert 4200 Euro. Addiert man seine Gewinne, ergeben diese 6300 Euro. Der Profitfaktor beträgt nun PF = 6300/4200 PF = 1,5.
Trader B hat Verluste, die betragen kumuliert 6300 Euro. Addiert man seine Gewinne, ergeben diese 4200 Euro. Der Profitfaktor beträgt nun PF = 4200/6300 PF = 0,67.
Der Profitfaktor gibt also an, wieviel EURO Gewinn pro EURO Verlust das System erwirtschaftet. Nicht mehr und nicht weniger!

Trader A erwirtschaftet somit in der Summe Gewinne, Trader B sollte sein System überprüfen.
Da braucht man nun nicht mit PoR und TQ rechnen, sondern nimmt nur diese beiden nackigen Zahlen!

Genug aller grauer Theorie, lasset Taten folgen und wie es @Pilok richtigerweise dargelegt hat: Trickst Euch nie selber aus, sondern nur die Anderen.:)

traderdoc
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Ich erfülle Euch gern Eure EA-, Indikator- und Script-Programmierwünsche.

  #10
OFFLINE   fxdaytrader

Der psychologische Anteil ist es, der die Verlierer zu solchen werden lässt. Mangel an Disziplin, Mangel an Vertrauen, Mangel an Möglichkeiten (durch beispielsweise Unterkapitalisierung), der Rumrutschfaktor und noch so ein paar Gestalten.

Unterkapitalisierung ist eigentlich für sich genommen nicht richtig. Du kannst aus 100K 0K machen, aber auch aus 50 Euros 10000 Euros ... Ist eine Frage der Disziplin (Verluste zu realisieren - das wichtigste m.E.!) und des systems ... ;) Sorry, ich habe das alles hinter mir und meine zu wissen was ich da schreibe und meine ;)

wer von den Anfängern tradet denn von seinem Depot 0,5% fixiert so lange auf diesen gleichbleibenden Risikobetrag, bis das Minus wieder eingespielt ist? Beispielsweise 50€ bei jedem Trade bei einem Konto von 10.000€ - oder 5€ bei 1.000€ Handelskontenkapital. Da fängt es doch an, ohne über TQ und CRV und Hastenichtgesehen zu sprechen.

Wenn man einige "Lieblingssetups" hat, sprich, Gegebenheiten die (für einen persönlich) ein hohes CRV versprechen, dann kann man das Risiko durchaus erhöhen. ;)

Und als nächstes: wer zieht denn jeden Trade in der vollständigen Bandbreite von SL bis TP nach Plan durch? Und das konsequent 100 mal, 250 mal, 500 mal. Das fällt auch den Fortgeschrittenen und den Erfahrenen schwer.

Da stimme ich Dir vollumfänglich zu. Vor allem der SL ist immer wieder so ein Thema ... Mit der Zeit wächst die Erkenntnis daß Onkel Markt imme recht hat und daß es mitunter teuer werden kann ihm zu widersprechen. :)
Kommst' heut' nicht, kommst' morgen oder gar nicht ...
Krank im Kopf, aber sonst ganz nett :troll:

meet the Fabrik-Mods | ForexFabrik ForenSuche | alter mql4 compiler (hier

  #11
OFFLINE   Rainbowtrader

Moin fxdaytrader!

Das mit der Unterkapitalisierung ist so gemeint:

wenn ich dauerhaft nur Dünnes aus dem Markt hole, dann ist das eben mal bildlich gesprochen das Gegenteil das Rumrutschfaktors. So eine Art Langeweilefaktor, der mich fragen lässt: jetzt rödelst Du schon so und so viele Monate oder länger auf Deinem kleinen Konto herum - und immer noch nichts Bewegendes passiert. Und ein zwischenzeitlicher größerer Drawdown lässt sich dann ja auch mal über einen strategischen Brokerwechsel und dem Nachschießen von Geld = aufstocken vor sich selbst begründen. Zumindest das Konto real resetten sollte drin sein. Immerhin Erfahrungen gemacht, und ab sofort das Ganze professioneller in der eigenen Einstellung. Nur: es ändert sich nichts wirklich, da alle Umstände immer noch dieselben sind. Es ist und bleibt bei allem Vorhaben ein Hobby. Hobbytrading. Das ist auch keine negative Beurteilung, auf keinen Fall! Nicht jeder will vom Trading leben müssen. Ein guter Job, der einen zufrieden macht und nebenbei Traden, dass kann für einen selbst die beste aller Möglichkeiten darstellen. Oder für einen Rentner/Frührentner, der sich etwas dazuverdient und sein Hobby pflegt. Ich sage das nur, um sich dessen bewusst zu sein.

Der Übergang oder Sprung zum größeren Konto und damit mehr Verantwortung kann eine Änderung in der Psyche mit sich ziehen, der anders nicht oder nur sehr schwer zu erreichen ist. Um ein kleines Konto in einer "moderaten" Zeit von 1.000€ auf 30.000€, 50.000€ oder gar 100.000€ hochzukapitalisieren, brauche ich einen sehr sehr langen Atem (vielleicht reicht auch die Restlebensspanne hier nicht aus, je nach persönlichen Voraussetzungen) ODER ich gehe aggressiver an den Markt und mögen die Tradergötter bitte mit mir sein (was sie natürlich nicht sind, gäbe es sie...) ODER ich muss/will mit Fremdgeld/Provisionen/Darlehen/Handelsmandaten/... arbeiten. ODER ich akzeptiere eben, dass mein Trading ein Hobby ist und auf zumindest lange Zeit auch bleibt.

Ich denke inzwischen, dass Zufriedenheit mit der eigenen Situation eine wichtige Grundvoraussetzung dafür ist, langfristig diszipliniert zu handeln, da ich mir somit den Druck nehme, in einem gegebenen Zeitfenster mehr erreichen zu wollen, als mir mental gut tut. Bin ich nicht im Flow, sondern das Trading ist Krampf und Kampf, dann begehe ich trotz einem hohen Maß an Disziplin Fehler - welcher Art auch immer. Doch wir sprechen hier vom Kardinalfehler überhaupt: der Erhöhung des Risikos auf eine Art und Weise, die unserem Handelsplan widerspricht. Also aus Emotionen heraus. Und dann passieren genau diese Dinger: 1.000€ auf Null fahren UND 100.000€ an die Wand fahren.

Zumindest denke ich mir das so. Bitte gerne berichtigen, wenn ich falsch liege!

Rainbowtrader
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #12
OFFLINE   Forexlooser

*
BELIEBT

Dafür gibt es ein schönes Beispiel:

Das 1 Millionen Konto. Habe ich eine Million zu handeln und mache 20%/Jahr wären das 200000 euro von denen es sich gut Leben lässt.

Habe ich 1000 Euro und mache 20% wären das 200 euro/Jahr und das ist nicht das was sich die meisten Anfänger vorstellen.

Da müssen aus 1000 mindestens 10000 gemacht werden. Und nach 3 Monaten ist das Konto platt.

andy
  • bitzzer, Crashbulle, Rainbowtrader und 2 anderen gefällt das
Unerfahrenheit und Arroganz sind die wahren Feinde, nicht der Markt.

  #13
OFFLINE   Rainbowtrader

Hi Forexlooser,

genau das ist es, auf den Punkt gebracht. Wobei es hier wieder in sofern problematisch wird, dass der Rumrutschfaktor mit ins Spiel kommt, den es beim 1.000€-Konto nicht so schnell geben wird. Zumindest ist das doch für den Einzelnen im Griff zu haben.

Doch wenn ich das Ziel habe, +20% im Jahr zu erhandeln, dann bin ich definitiv im Bereich der jährlichen Rendite - anstatt auf den monatlichen Nutzwert angewiesen zu sein und damit dann auf eine monatliche Zielgröße. Auf den jährlichen Ertrag zu handeln erfolgt in aller Regel viel entspannter. Ob ich dann einen Monat mit -2% beende und den nächsten mit +3,5%, mal aussetze und dann mal wieder +5% generiere, das ist alles doch recht human. Dazu muss ich nicht scalpen, da kann ich auch ganz entspannt diversifizieren.

Und wenn ich scalpen will, dann sind 0,1% Traderisk zwar immerhin 1000€, doch die Schwankungen in Bezug auf das Konto sind mental sehr gut zu verkraften. Da hätte ich dann schon das Thema, mich mit diesem Einsatz anzufreunden, das wäre bei mir auf jeden Fall "Rumgerutsche".

Sonnige Wintergrüße,
Rainbowtrader
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #14
OFFLINE   Alexk1984

Hallo

Gerade die Unterkapitalisierung kann man doch bei einem Forex-MT4-Broker durch Micro und sogar Nano-Lots kompensieren. Also auch mit kleineren Beträgen ist ein solides Money-Management möglich. Natürlich macht Gewinnen mehr Spass wenn die Lotzahl schön hoch ist, zum Glück ist das Verlieren dann aber auch nicht ganz so dramatisch. Und genau aus diesem Grund halten sich viele nicht an die 1% Regel und wollen das schnelle Geld.
Aber: Wenn man sich seines Systems sicher ist könnte man auf 5.000€ sparen und wenn das System ca. 50% im Jahr abwirft ist man nach ca. 14 Jahren Millionär. Man darf dann natürlich nichts abheben und alles stets reinvestieren. Naja, und Steuern gehen auch noch ab.

  #15
OFFLINE   Pilok

*
BELIEBT

Durch die Siebe fallen stets die Schlaumeier, die glauben, sich ungestraft über altbekannte Regeln hinwegsetzen und eine schnelle, trickreiche Abkürzung zum Reichtum finden zu können.
Wer sich an die bewährte Anfängerregel hält, nicht mehr als 1% seines Kapitals pro Trade zu riskieren, der hat einen langen Atem und niemals ein Problem mit Unterkapitalisierung.



Viele sind sich zudem überhaupt nicht im Klaren über die phänomenale Wirkung des Zinseszins-Effekts, der durch die Wiederanlage von Gewinnen bzw. durch die entsprechende Erhöhung der Positionsgröße entsteht.

4% Gewinn / Monat (1% / Woche) ergibt 60% Kapitalzuwachs /Jahr. (vor Steuern, Unkosten, etc.)
6% Gewinn / Monat (1,5% / Woche) ergibt 100% Kapitalzuwachs /Jahr.


Das ist erreichbar mit 1 – 3 ausgewählten, wohldurchdachten Trades pro Woche! Man muss dazu nicht im Daytrading - womöglich im Schweiße seines Angesichts – ohne Unterlass die Maustaste traktieren.
  • bitzzer, Rainbowtrader, Stevywin und 2 anderen gefällt das

  #16
OFFLINE   Ralf_H

(...)Aber: Wenn man sich seines Systems sicher ist könnte man auf 5.000€ sparen und wenn das System ca. 50% im Jahr abwirft ist man nach ca. 14 Jahren Millionär. Man darf dann natürlich nichts abheben und alles stets reinvestieren. (...)


Genau das wird nicht funktionieren. Man kann sich nicht sicher sein. Man tradet Wahrscheinlichkeiten. Daher kann ich mir nie sicher sein, ob der nächste Trade ein Gewinner oder ein Verlierer wird. Wenn doch, würde ich ja die Verlierer einfach nicht traden und hätte damit eine 100% Trefferquote.

Meiner Meinung nach haben Micro und Nano-Lots nichts im Trading zu suchen. Denn wenn man glaubt, dass man einfach die Positionsgröße nach oben anpasst, wird sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.

MfG
Ralf

  #17
OFFLINE   Pilok

Nano-Lots? Müsste ein Gegenwert von 100 $ sein.
Da benötigt man zur Ermittlung des Gewinns ein leistungsfähiges Mikroskop!

  #18
OFFLINE   Alexk1984

Genau das wird nicht funktionieren. Man kann sich nicht sicher sein. Man tradet Wahrscheinlichkeiten. Daher kann ich mir nie sicher sein, ob der nächste Trade ein Gewinner oder ein Verlierer wird. Wenn doch, würde ich ja die Verlierer einfach nicht traden und hätte damit eine 100% Trefferquote.

Meiner Meinung nach haben Micro und Nano-Lots nichts im Trading zu suchen. Denn wenn man glaubt, dass man einfach die Positionsgröße nach oben anpasst, wird sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.

MfG
Ralf


Sicher, so sicher man sich halt im Forex-Markt sein kann. Natürlich ist nichts garantiert und das habe ich auch nicht gemeint. Aber nur weil es nicht sicher ist, ist es auch nicht ausgeschlossen, sonst wären wir wohl alle nicht in diesem Markt aktiv.
Und mit Micro und Nano-Lots hat man die Möglichkeit sein Moneymangement an das Kapital anzupassen. Nicht mehr und nicht weniger. Ich wüsste nicht, warum Nano und Micro da nichts verloren hätten, Mini-Lots jedoch schon?? Machen wir uns nichts vor, wer nicht mind. 100.000€ hat, wird auch keine vollen lots am Future-Markt handeln. Und bis man dies erreicht hat bleiben uns nur Retailer die für uns den Kurs zeichnen. Da spielt es also keine Rolle ob du Nano, Micro oder MinilLots handelst.
Dann wäre da noch die Strategie, die bei der Lotgröße eine Rolle spielt. Pyramidisierst du vielleicht die Trades, hälst du einen Trade über Wochen und Monate oder Scalpst du wenige Minuten. Umso weiter der SL umso kleiner der Einsatz. Moneymanagement halt.
  • forexfreak gefällt das

  #19
OFFLINE   Rainbowtrader

Hallo Alexk1984!

Machen wir uns nichts vor, wer nicht mind. 100.000€ hat, wird auch keine vollen lots am Future-Markt handeln. Und bis man dies erreicht hat bleiben uns nur Retailer die für uns den Kurs zeichnen. Da spielt es also keine Rolle ob du Nano, Micro oder MinilLots handelst.

Das mit den >100.000€ und Futureshandel ist Unfug. Klar hilft es, viel Geld zu haben, doch kann man auch mit einem kleinen Konto einsteigen und entweder sich hochkapitalisieren oder Geld nachschießen. Ich habe mein Konto mit 2.500€ Einlage eröffnet, später Geld nachgeschossen und bin im Plus. Von 100K bin ich noch ein gutes Stück entfernt, ein ganz gutes, doch handle ich mit mehr als einem Lot auf meine Strategie. Wenn man scalpt, das RM und MM stimmt, dann geht das auch nach Handelsplan. Kann sich jeder selbst ausrechnen.

Dann wäre da noch die Strategie, die bei der Lotgröße eine Rolle spielt. Pyramidisierst du vielleicht die Trades, hälst du einen Trade über Wochen und Monate oder Scalpst du wenige Minuten. Umso weiter der SL umso kleiner der Einsatz. Moneymanagement halt.

Hier hast Du schon begonnen, die obige Aussage zu revidieren. Ein Tipp: Du tust Dir was Gutes, wenn Du das, was Du meinst, genau durchdenkst, bevor Du diese Meinung zementierst. Ich meine es nur gut mit Dir: im Trading geht es eben auch darum, sich den Märkten offen zu zeigen. Gehts abwärts, und man war der Meinung, es müsste doch aufwärts gehen: wen juckts? Den Rechthaber. Willst Du Geld verdienen und am Markt bestehen, dann nimmst Du das, was ist, so an, wie es ist.

Voigt hat mal sinngemäß geschrieben (ich hab jetzt nicht rausgesucht): "Ein qualitativer Trader ist in der Lage, Gedanken, Probleme und Ideen bis zu Ende durchzudenken. Von da an kehrt Ruhe ein vor Grübelei, Gedankenschleifen und innerer Unruhe". Sinngemäß. Und das gilt eben für alles, was mit dem Traden zu tun hat - und mit dem Leben. Wer sich auf macht, diese Schritte in seinem Leben umzusetzen, wird viele Aussagen zukünftig selbst anders betrachten.

Ich will keinen für Futures begeistern - nur eben mal anregen, sich zu überlegen, wie man selbst mit dem Risiko umgeht. Mini-Nano-nochkleiner-Lot kannst Du handeln, kein Thema. Gehe zu Oanda und Du handelst den EURUSD mit einem Volumen von 1 Euro. Das geht. Dein Gewinn von 0,00007345323121 Euro wird Dir zwar nicht sogleich gutgeschrieben, doch Du hast diesen realisiert. Kannst ja einen Trade immer so lange offen lassen, bis 1 Cent erreicht wurde. Dann freust Du Dich. Man darf nicht vergessen: das ist ganz nett, um die Grundlagen des Handels zu erlernen. Zum üben. Ja. Und als Hobby. Doch wirst Du damit nicht zum Erfolge kommen, das sind diese "Aus 50 Euro mach ich 5 Millionen in 178,5 Tagen!"-Storries. Ja, ganz nett. Liest blos keiner. Juckt keinen mehr. Ist sinnbefreit. Zockermüll.

Wer wirklich Geld verdienen will mit dem Handel, und das mit einem überschaubaren Konto, der sollte das so machen, wie Forexlooser das mal beschrieben hat: man nehme 5.000€ und wende konsequent die Markttechnik an. Bei Erreichen von +5.000€ den Gewinn abziehen und davon schöne Dinge kaufen, das Leben verschönern. Sowas in der Art. Waren das Deine Beispielszahlen, Andy? Ist eine Weile her, dass ich das gelesen habe. Nicht Größenwahnsinnig werden, sondern geerdet. Klares machbares Ziel in vernünftigem Zeitrahmen - und es sollte passen.

Hast Du ein großes Konto, bist ein wirklich Erfahrener, hast Deinen voll ausgearbeiteten Handelsplan und bist seit langem erfolgreich und gehst durch eine mentale knochenharte Schule mit viel Hingabe, dann steht Dir auch der Traum vom Leben als Händler offen. Doch das ist eben, wie schon mancher geschrieben hat, vom Arbeitseinsatz identisch mit einem Hochschulstudium inclusive Abschluss. Und es gibt Trader, die schwören: "Das reicht dann immer noch nicht aus. Trader werden ist eine Dimension härter!"

Daher die grundlegende Frage: WAS WILL ICH UND WAS BIN ICH BEREIT, DAFÜR KONSEQUENT ZU TUN?


Viel Erfolg!

Rainbowtrader
  • Katakuja gefällt das
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #20
OFFLINE   Alexk1984

Hallo Alexk1984!


Das mit den >100.000€ und Futureshandel ist Unfug. Klar hilft es, viel Geld zu haben, doch kann man auch mit einem kleinen Konto einsteigen und entweder sich hochkapitalisieren oder Geld nachschießen. Ich habe mein Konto mit 2.500€ Einlage eröffnet, später Geld nachgeschossen und bin im Plus. Von 100K bin ich noch ein gutes Stück entfernt, ein ganz gutes, doch handle ich mit mehr als einem Lot auf meine Strategie. Wenn man scalpt, das RM und MM stimmt, dann geht das auch nach Handelsplan. Kann sich jeder selbst ausrechnen.
Rainbowtrader


Hi Rainbow,
vielen Dank für deinen Post.

Bei dir mag es ja passen, wenn du einen extrem engen SL hast bei einigen 1.000€ einen vollen Lot handelst oder sogar mehr, bei den meisten Strategien jedoch wird das nicht funktionieren und schon gar nicht wenn man tatsächlich nur 1% des Kapital verwendet. Ob diese 1% oder ähnlich von dir jedoch angewendet wird, wenn du Geld nachschießen musst, stell ich dann aber in Frage.
Die Initialfrage war: Warum verlieren die meisten? Ich sage: Es ist zumeist falsches MM. Einzig und allein aus diesem Grund nannte ich Nano und Micro. Denn wenn man feststellt, dass das MM mit der für sich passenden Strategie nicht funktioniert kann weil man nur 1/10 Lots handeln kann, besteht die Möglichkeit 1/100 oder 1/1000 zu handeln. Ich selber habe nie Nanos gehandelt, da es tatsächlich nur als eine Art Testlauf mit realen Slip./Spread usw ist, also besser als Demo. Aber Micro lot kommt bei mir zum Einsatz auch mit mehr als 5.000€ weil es zu meiner Strategie passt. 100 X 0,01 ist auch ein lot. Wenn ich die einzelnen Schritte aber nicht gehen kann, funktioniert meine Strategie nicht.
Also was konkret ist nun an Nano oder Micro falsch? Das der Gewinn minimal ist? Minimal vielleicht aber sicher proportional zum Einsatz und damit genau im Plan des MM.

Ich weiß nicht ob der Rest des Post auch mir galt, aber in jedem Fall danke ich dir für die weisen Worte.

Gruß
Alex
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