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Trading mal anders .... Statistischer Ansatz?

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95 Antworten zu diesem Thema

  #1
OFFLINE   siero

*
BELIEBT

Hi zusammen,

bei meiner kurzen Vorstellung hatte ich meinen Trading-Stil ja als unkonventionell bezeichnet und angeboten, ihn hier vorzustellen. Und jetzt überlege ich, wie ich in das Thema einsteige?


Dazu vielleicht erstmal ein Blick in meine Anfänge: Da ich im Vertrieb arbeite, fehlt mir tagsüber die Zeit, aktiv etwas zu tun, wie Positionen zu beobachten, TP und SL anzupassen, Einstiege zu finden, usw. Blieb mir also nur der Abend. Und den wollte ich nicht damit verbringen, Charts zu interpretieren oder irgendwelche Fundamentalzahlen zu analysieren. Kann ich ehrlich gesagt auch nicht:-[ Ich bin da eher ein Verfechter der Meinung "Nachrichten machen keine Kurse, sondern Kurse machen Nachrichten". Das heißt, das einzige was mir ohne Interpretation übrig blieb, sind tatsächlich die nackten Kurszahlen. Und mein Mathe-Leistungskurs vor vielen, vielen, vielen Jahren;D. Und die Liebe zu Zahlen.

Ich also, Excel ausgepackt, Kursreihen eingelesen (im dem Fall Daily OHLC von GOLD) und rumgespielt und geschaut was passiert. Und dabei kam eine meiner ersten "Regel" heraus: "Eröffne jeden Abend eine GOLD-Position, setzt TP auf 180, keinen SL und lass die Position laufen, entweder bis TP erreicht oder 40 Tage vorbei sind". Das klingt erstmal banal, das historische Ergebnis sah aber gar nicht mal so schlecht aus (daily-Kurse von fxprimus). Bei einer Lotgröße von 0,1 hatte ich in drei Jahren rückwirkend einen Gewinn von über 6.000 EUR (Spread berücksichtigt) errechnet.

Diese Basisregel nutze ich heute noch, habe mir aber weitere Gedanken gemacht und eingebaut, wie zum Beispiel die Regel: "halte maximal zwei offene Positionen". Im weiteren Verlauf habe ich mir dann noch zusätzliche Kennzahlen für mich "erfunden". Da werde ich später wenn gewünscht gerne noch mal drauf eingehen. Und diese Denkweise habe ich dann auch mit anderen Assets durchgespielt und so hat sich peu-a-peu meine heutige Vorgehensweise entwickelt, bzw ich hoffe, sie ist noch nicht am Ende:). Mein heutiges System besteht aktuell aus den 5 Komponenten: GOLD, DAX, DOW, HK und EURUSD

Noch eins ist für mich wichtig: Die Entscheidung, ob ich eine Position am Abend eingehe, muss schon frühzeitig erkennbar sein! Hintergrund: Am Anfang musste ich immer genau am Marktende aktiv werden, egal ob ich gerade in der Disco abhängte (ok, ich meinte Ü40-Party;)) oder sonst was mache. Heute bin ich viel unabhängiger von der Zeit. Ich kann die Order irgendwann bis Marktende ins System eintragen und sie wird dann eben zur richtigen Zeit ausgeführt.


In meinen nächsten Postings beschreibe ich gerne mal meinen typischen Tagesablauf und auch einige meiner "Kennzahlen", die ich als Entscheidung hernehme.


Ich freue mich auf weitere Diskussionen.
Schöne Grüße
Rolf


PS: Da ich meine Entscheidungen bereits kenne, hier mal als Beispiel meine nächsten Orders auf meinem Livekonto (siehe myfxbook):
10:140,12BUYHKTP=75
15:570,20BUYGOLD kein TP und SL (schließen am Montag um 8:00)
21:590,08 BUYDAXTP=150
21:590,22SELL DAXTP=50
22:300,06BUYGOLD TP=180(Laufzeit max. 40 Tage)
23:140,49BUYDJTP=90(aber nur wenn der heutige Schlusskurs nicht im oberen Drittel zwischen High und Low ist)

(Mein Live Konto ist bei ActivTrades, die mit dem SmartOrder eine gute Zusatz-Software anbieten)



  • Divecall, MasterBO, MANDL2007 und 4 anderen gefällt das

  #2
OFFLINE   temen

Im weiteren Verlauf habe ich mir dann noch zusätzliche Kennzahlen für mich "erfunden". Da werde ich später wenn gewünscht gerne noch mal drauf eingehen.


Ja das ist sehr erwünscht. Klingt alles spannend obwohl ich mir aus vielem noch keinen Reim machen kann. Daher freue ich mich schon auf Deine
nächsten postings

  #3
not available

Ich also, Excel ausgepackt, Kursreihen eingelesen (im dem Fall Daily OHLC von GOLD) und rumgespielt und geschaut was passiert. Und dabei kam eine meiner ersten "Regel" heraus: "Eröffne jeden Abend eine GOLD-Position, setzt TP auf 180, keinen SL und lass die Position laufen, entweder bis TP erreicht oder 40 Tage vorbei sind". Das klingt erstmal banal, das historische Ergebnis sah aber gar nicht mal so schlecht aus (daily-Kurse von fxprimus). Bei einer Lotgröße von 0,1 hatte ich in drei Jahren rückwirkend einen Gewinn von über 6.000 EUR (Spread berücksichtigt) errechnet.

das klingt ganz schön verrückt ^^ aber trotzdem sehr interessant. und was wenn der kurs tief tief im minus ist? kann doch nicht sein das der kurs immer in den 40 tage nur steigt / sinkt.
hast du jetzt sell und buy orders gemischt gesetzt? naja bin auf jeden fall gespannt auf weiteres;D
  • MANDL2007 gefällt das

  #4
OFFLINE   hugo

das klingt ganz schön verrückt ^^ aber trotzdem sehr interessant. und was wenn der kurs tief tief im minus ist? kann doch nicht sein das der kurs immer in den 40 tage nur steigt / sinkt.



Das habe ich mich auch gefragt. Bis auf die Sache mit dem fehlenden SL (?) gefällt mir die Strategie. GBPJPY oder EURJPY lassen sich meiner Meinung nach längerfristig am besten auf eine solche, eher grobe Art handeln

  #5
OFFLINE   siero

Hi zusammen,

Ganz verrückt ist es glaube ich nicht. Zumindest fühle ich mich noch ziemlich normal;). Letztendlich beschäftige ich mich nur mit Wahrscheinlichkeiten/Statistiken.

Und als ich damals die historischen Tageskurse von GOLD ins Excel geladen habe, habe ich auch mit Wahrscheinlichkeiten "gespielt". Da kamen dann solche Zahlen raus, wie: die Wahrscheinlichkeit, dass GOLD am darauffolgenden Tag mindestens einmal um 2,50$ gestiegen ist liegt bei 85,5%.Die Wahrscheinlichkeit, dass GOLD an den darauffolgenden 40 Tagen mindestens einmal um 2,50$ gestiegen ist liegt bei 98,7%.

Vom 01.01.2008 bis heute hätte man z.B. mit der 40 Tages Regel an 1075 Tagen positiv abgeschnitten und nur an 14 Tagen Verluste realisiert.

Und solche "positiven" Wahrscheinlichkeiten suche ich und versuche sie noch für ein Handelssystem zu optimieren (dafür verwende ich dann noch bestimmte Kennzahlen, wie z.B. den RANG des Schlusskurses im Vergleich zu denletzten 11 Schlusskurse).

Grüße
Rolf
  • Rainbowtrader gefällt das

  #6
OFFLINE   Pilok

Vom 01.01.2008 bis heute hätte man z.B. mit der 40 Tages Regel an 1075 Tagen positiv abgeschnitten und nur an 14 Tagen Verluste realisiert.

Trefferquote 98,7% - das ist ohne Zweifel der Heilige Gral, nach dem alle suchen! Da kannst du ruhig schon den Porsche bestellen.8)

Jetzt mal im Ernst:
Wenn Du Deinen Ansatz tatsächlich hier vorstellen willst, müsstest Du Dich um eine nachvollziehbare, verständliche Beschreibung bemühen. Immer wieder einzelne Bröckchen hinzuwerfen, dient nicht dem Verständnis und provoziert unnötige Nachfragen, Missverständnisse, Misstrauen, Ärger ....

  #7
not available

ohne jetzt auf piloks posting zu achten, der nichtmal konstruktive fragen enthält... nur durch fragen entsteht eine diskussion, und nicht wenn schon nach dem zweitem postinggleich mehr verlangt wird und von Bröckchen geredet wird. außerdem hat siero im anfangspost geschrieben : "in meinen nächsten Postings beschreibe ich gerne mal meinen typischen Tagesablauf und auch einige meiner "Kennzahlen", die ich als Entscheidung hernehme."
da kann man davon ausgehen das noch mehr kommen wird. einfach warten oder fragen.

@siero
Vom 01.01.2008 bis heute hätte man z.B. mit der 40 Tages Regel an 1075 Tagen positiv abgeschnitten und nur an 14 Tagen Verluste realisiert.

dies gilt aber nur für einen bullenmarkt nehme ich an richtig? wie würdest du in einem bärenmarkt vorgehen? Du hast geschrieben das du ohne stopp arbeitest (einen zeitstopp von 40 tagen hast du aber), es kann doch sein das die verluste von den 14 tagen viel größer sind?



  • Divecall gefällt das

  #8
OFFLINE   Rainbowtrader

Moin Pilok!

Die Wahrscheinlichkeit, dass GOLD an den darauffolgenden 40 Tagen mindestens einmal um 2,50$ gestiegen ist liegt bei 98,7%.
...
Vom 01.01.2008 bis heute hätte man z.B. mit der 40 Tages Regel an 1075 Tagen positiv abgeschnitten und nur an 14 Tagen Verluste realisiert.

Der Autor schreibt hier lediglich von einer a) fiktiven Trefferquote, nicht von einer, die er selbst in seinem Trading stets erzielt. Das sind reine statistische Kennzahlen seiner Untersuchung. Die Umsetzung ist eine ganz andere Geschichte mit ihren eigenen Problematiken. Und zudem b) wird hier nicht vom eingegangenen Risiko gesprochen. Wenn Gold um 100 Punkte korrigiert, dann sind das 1000 Ticks. Ich habe mir keine 40-Tage-Ranges angeschaut, doch das sind sind mit Sicherheit höhere Spannen als im EURUSD. Somit ist alles relativ.

Doch gebe ich Dir insofern damit recht, dass hier wieder alle Zweifler und Nörgler hier Unwesen tun. Diesmal wird Dive strikter gegen diese vorgehen, zumindest denke ich das aus aktuellem Anlass im Chat. Ganz ehrlich: endlich mal wieder ein Thema, auf das ich mich freue. Und bei dem kein EA-Gequatsche etwas zu suchen hat. @Divecall: bitte walte Deines Amtes, hier kommt ein Thread, der Deine Unterstützung braucht. Halte siero den Rücken frei. DANKE!

Rainbowtrader
  • ekenom und fxdaytrader gefällt das
"Wahres Traden heißt Entdecken. Erst Fachwissen. Dann sich selbst." [Zitat von Michael Voigt, Video "EINE REISE", 2010]

  #9
OFFLINE   siero

Hi zusammen,

ich muss erstmal feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, meine Gedankenwelt in Worte zu fassen, vor allem, in der Weise, damit jeder es nachvollziehen kann :).Deswegen bitte fragt auch gerne nach, wenn ihr etwas genauer wissen wollt oder ich etwas unverständlich formuliert habe. Es ist fast ähnlich wie in der Computerwelt: Man weiß so viel und weiß gar nicht, dass man soviel weiß, was letztendlich dazu führt, dass man viel zu viel beim anderen voraussetzt:annoyed:


@Paruski, die errechnete Wahrscheinlichkeit von knappen 99% hat auch das Jahr 2013 beinhaltet, in dem der GOLD-Kurs von 1700$ auf 1300$ gefallen ist. Aber im Prinzip hast Du recht, es gibt "bessere" Tage und "schlechtere" Tage für das Eröffnen einer GOLD-Order. Bisher habe ich ja gesagt "Eröffne jeden Abend eine GOLD-Position, setzt TP auf 180, keinen SL und lass die Position laufen, entweder bis TP erreicht oder 40 Tage vorbei sind, max. zwei offene Positionen". Meine nächsten Gedanken und Versuche gingen dann in die Richtung, die "schlechteren" Tage irgendwie mit Kennzahlen sichtbar zu machen und herauszufiltern. Da spielten dann solche teilweise trivialen Gedanken eine Rolle, wie: "Wenn heute der Kurs um 2% gestiegen ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Kurs am nächsten Tag fällt und ich gehe keine Position ein", usw.Dazu erst später mehr.


Aber ich habe ja im ersten Post gesagt, ich stelle zuerst meinen Tagesablauf vor:
Hier meine Hilfsmittel:
- Ich habe ein Live-Konto bei ActivTrades
- und verwende deren Zusatzsoftware SmartOrder (vereinfacht mir das Leben)
- Dann habe ich mir jeweils eine Excel Tabelle für jeden der vom mir aktuell getradeten Komponenten HKInd, GER30, UsaInd, GOLD und EURUSD erstellt.
Im Anhang findet ihr einen Screenshot meiner Tabelle für GOLD .

Wie in der Basisregel schon erwähnt, eröffne ich meine Orders immer zum Marktende eines Tages (es gibt ein paar Ausnahmen, aber das geht schon zu sehr ins Detail) und für die Entscheidung, ob eine Order eröffnet wird, benötige ich nur die heutigen Tageskurse. Und die muss ich in meine Tabelle eintragen.

Konkret am Beispiel von Gold sieht das so aus:
Das Marktende für GOLD ist immer um 23:15. Bis dahin muss ich die Kurse manuell in die Tabelle eingetragen haben. Ich mache es meistens irgendwann zwischen 17:00 und 21:00 Uhr. In meinem Screenshot war das für gestern die Zeile 244, Spalte A bis F, die ich ausgefüllt habe. Wenn die Kurse eingetragen sind, hat mir anschließend die Spalte Z bis AD gezeigt, dass ich am Abend eine GOLD-Position eröffnen muss (Lotsize=0,06, TP=180).
Eigentlich müsste ich jetzt fix zum Marktende nur noch die Order manuell eingeben und das war es. Mit Hilfe von SmartOrder ist es allerdings noch einfacher: da kann ich die Order zu einer beliebigen Uhrzeit eintragen, also auch gleich, wenn ich die Excel-Tabelle fülle und dort die Ausführungszeit auf Marktende setzen und SmartOrder übernimmt alles. Diese Zusatzsoftware macht mich zeitlich völlig unabhängig. Da es ein Screenshot von meinem Live-Konto war, findet Ihr in meinem myfxbook die Position wieder.

Das gleiche Spiel mache ich auch einmal am Tag für die anderen Komponenten. Also Tageskurse in die entsprechende Excel-Tabelle eintragen, schauen, ob eine Order sinnvoll ist oder nicht und wenn ja, über SmartOrder zum Marktende platzieren lassen. Der Aufwand ist mit 20 Minuten am Tag sehr gering und kann bestens parallel zu meinem Job durchgeführt werden.


So, jetzt kennt ihr ein bisschen meine Tagesaktivitäten. Kennzahlen (wie z.B. Spalte M und Spalte N im Screen-Shot) und Besonderheiten der einzelnen Komponenten kommen später. Allerdings meckert gerade mein Sohnemann, das das Internet so langsam ist und ich muss mich mal um den Router kümmern::)

Weiterhin schönes und schneefreies Wochenende
Rolf

PS: Die erwähnten Positionen aus dem ersten Post wurden am Freitag bis auf DJ alle ausgeführt und können über myfxbook getrackt werden.

Dateianhang


  • MANDL2007, Rainbowtrader und mike180778 gefällt das

  #10
not available

wow wirklich sehr intererssant. vor allem doch sehr gechillt dein ansatz. einmal kurz arbeiten und rest läuft von selber und dann solche renditen. freue mich auf mehr;D:welldone:

  #11
OFFLINE   fxdaytrader

Interessant.
Könnte die Berechnung nicht auch ein EA übernehmen (sowie Ordersetzung ebenfalls vornehmen)?
Kommst' heut' nicht, kommst' morgen oder gar nicht ...
Krank im Kopf, aber sonst ganz nett :troll:

meet the Fabrik-Mods | ForexFabrik ForenSuche | alter mql4 compiler (hier

  #12
OFFLINE   siero

Hi fxdaytrader,

rein theoretisch sicherlich, praktisch glaube ich, dass er sehr aufwändig wäre. Es müsste z.B. eine Historie der getätigten Trades gepflegt werden. Eine Kennzahl, die ich z.B. des öfteren verwende ist eine Bewertung der Ergebnisse der letzten Trades, egal ob Sie wirklich gelaufen sind oder nur auf Papier stattgefunden haben.

Aber es gibt Teilaufgaben, die ich automatisieren möchte. Aktuell versuche ich mich in MQL einzuarbeiten und mir ein paar Hilfs-EAs zu stricken. Das Order setzen mache ich bereits über einen EA, namens SmartOrder von ActivTrades.

Schöne Grüße
Rolf




  #13
OFFLINE   siero

Hi zusammen,

heute will ich mal meine EURUSD Vorgehensweise verwenden, um erste "Kennzahlen" zu erläutern. EURUSD ist eine Komponente, die ich nur einmal pro Woche trade. Dafür benötige ich auch nur die weekly OHLC Kurse. Außerdem gehe ich mir EURUSD long und/oder short.

Das Vorgehen ist ansonsten ähnlich wie beim GOLD, das heißt ich fülle wieder die Spalte A bis F mit den weekly OHLC Kursen (für diese Woche in Zeile 304). Spalte K signalisiert mir nun, dass ich eine BUY Order eingehen soll; und Spalte N signalisiert mir gleichzeitig auch eine SELL Order.


Schauen wir uns das BUY-Signal an: Ein BUY Signal wird mir gegeben, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
- Schlusskurs letzte Woche kleiner ist als der Schlusskurs vor drei Wochen (für mich heißt das: Die Wahrscheinlichkeit einer Gegenbewegung ist hoch)
- Schlusskurs letzte Woche ist größer als der Mittelwert der letzten 55 Wochen
- Schlusskurs letzte Woche ist größer als der Schlusskurs vor 22 Wochen.
(in Excel: WENN(ODER(F303<F301;F303>MITTELWERT(F248:F303);F303>F281);"B";""))

Achtung: Ich nehme hier bewusst nicht den Schlusskurs der aktuellen Woche, weil ich die Signalgebung immer frühzeitig haben möchte! Das heißt eigentlich im Umkehrschluss, dass das heutige BUY Signal mir schon seit einer Woche bekannt ist:) (und damit bereits im SmartOrder aktiviert)



In meiner Antwort an Paruski habe ich bereits mal erwähnt, dass ich mittels einfacher Kennzahlen, Signale noch etwas filtere. Hier meine ersten Kennzahlen, die ich dabei verwende:
Kennzahl 1 (alte Ergebnisse)
Bei einigen Komponenten schaue ich mir die Ergebnisse der Trades aus den letzten Wochen an. So auch beim BUY-Signal für EURUSD:
- Wenn das SELL Signal in der Vorwoche mittels SL ausgestoppt wurde, wird auf jeden Fall diese Woche eine BUY Order gesetzt
- Wenn das Trading-Ergebnis in der Vorwoche negativ war, wird auf jeden Fall diese Woche eine BUY-Order gesetzt

Kennzahl 2 (Bewegung)
Die Spalte G zeigt mir aktuell die 2899. Die Zahl drückt für mich aus, ob "Bewegung" im Kurs ist und wie stark sie ist. Und getreu meinem Motto "Keep it simple", ist auch die Berechnung sehr einfach: Ich nehme von der letzten Woche die Differenz HIGH-LOW und von dieser Woche HIGH-LOW und zähle die beiden Zahlen zusammen. (in Excel gesprochen: =RUNDEN(100000*(D304+D303-E304-E303);0))

Und wenn die Bewegung kleiner 3.700 (ist mir zu wenig Bewegung und/oder mir die Gefahr zu hoch, dass irgendeine Art von Ausbruch kommt) oder größer 10.000 (die Gefahr ist zu groß, dass die Kurse sich zu weit in die falsche Richtung bewegen) wird das BUY Signal nicht getradet.


Für meine EURUSD-Order in dieser Woche heißt das: Eigentlich ist die Bewegung mit 2899 zu klein, d.h. die BUY Order sollte nicht aktiviert werden. Aber da das Ergebnis in der letzten Woche negativ war, wird die BUY-Order doch gesetzt. Also, rein in den SmartOrder.


Wenn Interesse da ist und sich jemand mit der Excel-Tabelle auseinander setzen möchte, kann ich gerne mal versuchen, die EURUSD-Tabelle zu separieren und hier zur Verfügung zu stellen? Aber Achtung, die Tabelle ist nicht dokumentiert.

Schöne Grüße
Rolf

Dateianhang


  • MANDL2007 und marty gefällt das

  #14
not available

wow das ist mal eine vorgehensweise. statistisch mit excel. ein interessanter handelsansatz. so mit statistischer datenanalyse wollte ich mich auch mal auseinandersetzen, aber das werde ich erst später machen. hast du dir das alles selber angeeignet siero oder hast du bücher etc. dazu gelesen? wenn ja wären ein paar namen / quellen sehr schön. dann würde ich diese mir zu gemüte führen.

mfg

  #15
OFFLINE   mike180778

hallo Siero,

hut ab, das finde ich mal einen sehr interessanten ansatz. hast du diesen ansatz im alleingang entwickelt oder hattest du von irgendwoher anregungen ?

freue mich schon darauf hier mehr über dein system zu hören und zu lernen!!!!

danke

  #16
OFFLINE   Optionator

Hallo siero,

eine statistische Vorgehensweise finde ich sehr gut. Mein Trading beruht ebenfalls auf Auswertungen aller Art. Dauert natürlich erst Mal, bis alles steht und die Vorgehensweise fest definiert ist.

Ist Deine Vorgehensweise schon fest definiert oder bist Du noch in der Findungsstufe? Da Du schreibst, dass Du ohne SL arbeitest, jedoch bei den überwiegenden Trades ein SL gesetzt ist. Des weiteren sprichst Du davon, dass die Posis, welche negativ verlaufen, 40 Tage offen bleiben bzw. die Posis, welche den TP noch nicht erreicht haben. Jedoch ist nur eine Posi tatsächlich mal 40 Tage gelaufen, genauer gesagt 44. Ansonsten zwischen 6 und 27 Tage bis der SL erreicht worden ist. Viele Trades verlaufen auch im Tagesbereich bzw. 1-2 Tage.

Die 40 Tage Regel scheint also aktuell neu zu sein. Ebenfalls die no SL Regel. Ist ja nicht schlimm, man kramt ja immer weiter in der Statistik-Kiste herum ;-) .. und es hat anscheinend gewirkt ;-) Aus Deinem DrawDown von 2012 hast Du Dich sehr gut heraus gearbeitet und bist derzeit 61% im Plus. Vom Tief Ende 2012 also innerhalb von 10 Mon. ein wirklich gutes Ergebnis. Mental ist es sehr schwierig, sich aus einem 90% DD heraus zu winden. Dies ist die schwierigste Disziplin ;-)

Dein BreakEven hast Du erst im Juli/August diesen Jahres erreicht. Versuche nun, die Disziplin zu wahren und geschmeidig weiter zu machen. Wichtig ist nun, nicht übermütig zu werden. Der Gewinn ist schnell wieder verzehrt ;-) Die aktuelle Marktphase bleibt nicht immer so.

Gruß
:) pti;) nat8) r






  • MANDL2007 gefällt das
Heute ist ein schöner Tag zum Traden.

  #17
OFFLINE   siero

Hi Optionator,

Danke für die auch etwas kritischen Worte. Übermut hat mich in den letzten zwei Jahren öfter überkommen und jede Erinnerung daran tut mir gut. Aber mittlerweile denke (und hoffe) ich, dass ich die Findungsphase hinter mir habe :). Bis April diesen Jahres habe ich z.B. noch sehr viel mit GOLD herumprobiert und -gespielt. Zum Beispiel habe ich die daily-GOLD-Strategie auch im 4h Takt probiert und auch mal eine Zeitlang einen SL eingesetzt und zu oft zuviele Positionen gleichzeitig offen gehabt. Mit mäßigem Erfolg, wie auch die vielen GOLD-Trades vor April zeigen.

Den gefühlten Durchbruch für mich habe ich so Februar/März erzielt, in dem ich nicht nur GOLD, sondern auch DAX, DJ und EURUSD in meinem System mit aufgenommen habe. Am Anfang mehr auf Papier, seit April eben auch live. Irgendwie scheinen sich die Komponenten gut zu ergänzen, auch im historischen Backtest(Ich habe Anfang April auch noch den brasilianischen Index eine Zeitlang ausprobiert, aber wieder fallen lassen. Aktuell verwende ich zusätzlichnoch den HK)


Im Eingangspost habe ich von meinen Anfängen mit GOLD erzählt. Und nur bei GOLD verwende ich keinen SL und lasse die Daily-Position 40 Tage laufen, falls sie nicht vorher in den TP läuft. Bei EURUSD, DOW, DAX und HK verwende ich schon einen SL. Die Haltedauer habe ich auf max. 11 Tage bei BUY-Order, und 2 oder 4 Tage bei SELL-Order begrenzt.

Und natürlich versuche ich die Disziplin zu wahren;) und werde gschmeidig (eines meiner Lieblingsworte in Bayern) diesen Weg weiterverfolgen.


Ergänzung zu meinem Posting über den EURUSD:
Auch bei EURUSD verwende ich eine Art Absicherung: Wenn am Marktende der nächsten Woche der Kurs um 150 Pips gegen mich läuft, dann beende ich den Trade. Wenn nicht, dann läuft er genau noch eine Woche und wird dann beendet. Aber natürlich gehe ich davon aus, dass er vorher TP erreicht ;)

Schöne Grüße
Rolf

  • Optionator und Rainbowtrader gefällt das

  #18
OFFLINE   siero

@Mike, @Paruski

ihr habt nach spezieller Literatur gefragt. Ich habe zwar das eine oder andere Buch über Handelsstrategien gelesen, mich auch mit Themen, wie Dividendenstrategien beschäftigt, aber eine richtige Buch-Empfehlung kann ich leider nicht abgeben. Letztendlich habe ich mich eher mit Try and Error und Excel-Rechnet-die-Rendite-Schön Versuchen an meinen heutigen Stand rangearbeitet.

Wie gesagt, ich will meine aktuell verwendete Excel-Tabelle für EURUSD gerne noch posten. Vielleicht wird ja dadurch auch das eine oder andere Try and Error Gen bei dem einen oder anderen Leser etwas angeregt und er startet eigene Tests. Bitte dann berichten.

Schöne Grüße
Rolf

  #19
OFFLINE   ProSpec




Schauen wir uns das BUY-Signal an: Ein BUY Signal wird mir gegeben, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
- Schlusskurs letzte Woche kleiner ist als der Schlusskurs vor drei Wochen (für mich heißt das: Die Wahrscheinlichkeit einer Gegenbewegung ist hoch)
- Schlusskurs letzte Woche ist größer als der Mittelwert der letzten 55 Wochen
- Schlusskurs letzte Woche ist größer als der Schlusskurs vor 22 Wochen.
(in Excel: WENN(ODER(F303<F301;F303>MITTELWERT(F248:F303);F303>F281);"B";""))




HI
vorweg mit statistischem trading kenne ich mich nicht wirklich aus , aber was ich aus der oberen text passage entnehmen kann ,
berut der ansatz auf einer trendfolge strategie ? wobei ein 3sma , 22sma und ein 55sma zum einsatz kommt ?

im endeffekt wird beim chart ja nichts anderes als die kurse visuell , bzw indys/ MAs dargestellt .. ist halt im excel nur ne andere form der darstellung?

oder liege ich da vollkommen falsch ?
danke
  • TraderNiklas gefällt das

  #20
OFFLINE   Pilok

wobei ein 3sma , 22sma und ein 55sma zum einsatz kommt ?

Für die beiden ersten Bedingungen müsste man "Rate of Change" = Verhältnis der Schlusskurse verwenden und sich ggf. im Chart anzeigen lassen: ROC 3 und ROC 22

Man könnte die Sache noch etwas forcieren, indem man mit Hilfe der ROC für einen Scan / Filter / Liste verlangt, um wieviel Prozent der Kurs in den letzten 22 bzw. 3 Wochen angestiegen oder gefallen sein soll.


Wer sich für solche rechnerischen Tüfteleien begeistern kann, findet ausgezeichnete Anregung im Buch von Larry Williams: "Die Erfolgsgeheimnisse des Kurzfristtradings"



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