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Markttechnik von Michael Voigt

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261 Antworten zu diesem Thema

  #101
OFFLINE   Movement

Ich finde das Buch wirklich gut, aber wie bei jedem Buch muss man sagen, dass nicht alles 1 zu 1 wirklich im Forex funktioniert. Zumindest bis dato für mich nicht Herr Voigt hat schon außerordentlich schöne Charts rausgekramt;). Ich arbeite auch mit dem Buch, und kann es nur jedem Anfänger empfehlen!


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  #102
OFFLINE   Movement

Nach meiner Meinung ist hier ein ein Trendbruch, insofern man die Definition und die Stoppsetzung von Herrn Voigt strikt anwendet.

Ist ja schon ein deutlicher Abwärtsmove, der zum Sl führt

Dateianhang


  • forexfreak gefällt das
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  #103
OFFLINE   forexler

4h chart ist böse, darum liebe ich es wenn andere ihn verwenden


  #104
OFFLINE   nightyhawk

4h chart ist böse, darum liebe ich es wenn andere ihn verwenden

wieso weshalb warum?
Chleudere den Purchen zu Poden!

  #105
OFFLINE   Fluxkompensator

denke mal weil der H4 am meisten Brokerzeitzonenabhaengig variiert. bspweise im H1, da faengt die volle stunde bei jedem gleich an, aber die vollen 4h fangen bei jedem anders an, brokerabhaengig und dementsprechend sehen die kerzen anders aus.
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  #106
OFFLINE   forexfreak

forexler,

welchen TF handelst Du denn?? Ich liebe sehr H4, mein bester Freund, Du tust mir echt leid, dass H4 Dir böse ist.

- "Gier ist gut. Gier ist richtig. Gier ist gesund." O-Ton von Gordon Gekko.
- Geiz ist geil.
- Profit ist die höchste und wichtigste Gut!


  #107
OFFLINE   Forexlooser

@forexfreak,

wenn du deinen Stop enger nachziehen willst, kannst du deine Einstiege weiterhin auf 4h suchen,
den Stop ziehst du aber auf der untergeordneten Zeiteinheit nach. z.b 1h oder 15m.

andy


Unerfahrenheit und Arroganz sind die wahren Feinde, nicht der Markt.

  #108
OFFLINE   Lütgendortmunder

Nach meiner Meinung ist hier ein ein Trendbruch, insofern man die Definition und die Stoppsetzung von Herrn Voigt strikt anwendet.

Ist ja schon ein deutlicher Abwärtsmove, der zum Sl führt


Du sprichst da etwas sehr gelassen aus, nämlich das Wörtchen "strikt". Natürlich hast Du recht, dass wir hier ein tieferes Tief haben, aber die Praxis zeigt doch immer wieder, dass - gerade an markanten Punkten (Widerstände, Unterstützungen, Pivots, Fibos) - die Markttechnik, so wie von Herrn Voigt beschrieben, nicht immer sauber - d. h. lehrbuchmäßig - funktioniert. Ich habe das Buch übrigens selbst gelesen, leider viel zu spät, da mir erst dieses Buch eigentlich gezeigt hat, wie Märkte funktionieren, und wie sich Angst und Gier im Kursverhalten niederschlagen. Für mich daher eine absolut empfehlenswerte Lektüre! Aber das Beispiel was Du hier konkret anführst, wäre ein Musterbeispiel für ein Buch, das ich gerade lese, nämlich das Buch "Tradingstrategien für jeden Markt und jede Zeit". Dein Chart wäre ein Musterbeispiel für eine "Überlappung", d. h. der Markt bildet zwar ein tieferes Tief, erholt sich dann aber schnell und nimmt seinen Aufwärtstrend wieder auf. Nun gut, selbst wenn man das erkennt, wäre es im Hinblick auf Deinen SL zu spät. Der Punkt ist nur der, dass man hier in dem Beispiel darüber nachdenken könnte, ob der SL richtig gewählt war und nicht eventuell doch - vielleicht wegen der hohenVolatilität - ein wenig zu knapp bemessen war. Hätte man hier ein paar Pips Spiel mehr gegeben, dann wärst Du - trotz der Überlappung - noch im Spiel gewesen. Das mache ich aber leider selbst noch häufig falsch, dass ich beim SL sehr geizig bin8)
Wichtig ist auf'm Platz!

  #109
OFFLINE   Forexlooser

*
BELIEBT

Das Zauberwort heist "Nähe" zum Markt.

Es macht keinen Sinn im 4h Chart zu handel um nicht so nah am Markt zu sein und dann in der Stopsetzung ganz pingelig den Stop auf jedes noch so kleine Tief zu setzen.

Dann lieber in einer kleineren ZE wo der Stop näher am Markt liegt, ich aber auch im Gegenzug nach dem ausstoppen wieder schnell in
den Markt reinkommen.

Und das Ausstoppen gehört zum Handel einfach dazu. Daran wird kein System etwas ändern.

Was man ändern kann ist seine Sichtweise. Wenn man unglücklich ausgestoppt wurde und die Kurse gehen danach wieder in die ursprüngliche Richtung, warum wurde kein Wiedereinstieg vorgenommen?


andy
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Unerfahrenheit und Arroganz sind die wahren Feinde, nicht der Markt.

  #110
OFFLINE   DaBuschi

Du sprichst da etwas sehr gelassen aus, nämlich das Wörtchen "strikt". Natürlich hast Du recht, dass wir hier ein tieferes Tief haben, aber die Praxis zeigt doch immer wieder, dass - gerade an markanten Punkten (Widerstände, Unterstützungen, Pivots, Fibos) - die Markttechnik, so wie von Herrn Voigt beschrieben, nicht immer sauber - d. h. lehrbuchmäßig - funktioniert.


An dieser Stelle kann ich nur auf die Händler-Serie von Voigt verweisen. Da wird auf solche Dinge eingegangen und Herangehensweise aufgezeigt, wie diese unsauberen Korrekturverläufe doch "bezwungen" werden können ;)

Was man ändern kann ist seine Sichtweise. Wenn man unglücklich ausgestoppt wurde und die Kurse gehen danach wieder in die ursprüngliche Richtung, warum wurde kein Wiedereinstieg vorgenommen?


Das ist eine wichtige Aussage. Wenn man sich zu sehr im Chart eingräbt, läuft man Gefahr seine Analyse für falsch zu halten, weil man nach strikter Handhabung der Stopps ausgestoppt wurde und demnach lagen wir ja falsch - FALSCH. Wir lagen nicht zwingend falsch, wir wurden nur ausgestoppt. Das gehört nunmal zum Geschäft. Wenn die Kurse anzeigen, dass sie wieder in die ursprüngliche Richtung wollen, dann darf man nicht zögern und muss wieder rein. Ein gelähmter Trader ist ein toter Trader. Wer den Abzug nicht drücken kann, kann den Computer ausmachen.

Es ist aber eine Kunst für sich, eine Balance zwischen sinnvollen Wiedereinstiegen und Overtrading zu finden, denn das Gegenteil von Abzugsschwäche ist Overtrading. Beides ist tödlich fürs Konto.

Traden ist halt eine ganz besondere Kunst ;)
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Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt ist größer, als das er bricht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Widerstand beim ersten Test hält, ist größer, als das er bricht.

  #111
OFFLINE   Forexlooser

*
BELIEBT

Im Anhang eine Leseprobe zu " Der Händler " die Serie die meinen Handel vorran gebracht hat.

andy

Dateianhang


  • Divecall, Hansi, Santiago und 2 anderen gefällt das
Unerfahrenheit und Arroganz sind die wahren Feinde, nicht der Markt.

  #112
OFFLINE   Hansi

Hallo Leute,
wenn ihr über die Zeitebenen hier diskutiert schaut euch mal die Charts von MV an. Die liegen im M5 oder M10 Bereich und die Stopps werden da auch angepasst/gesetzt. Desweiteren sind diese Charts vom Bund oder vom Dax und da gibt es Markttechnisch gesehen einige Unterschiede zu Forex H4 Charts.

Gute Tradingergebnisse
Hansi
  • Rainbowtrader gefällt das

  #113
OFFLINE   Sam

*
BELIEBT

Hi,

da hier schon länger nichts mehr über die Markttechnik geschrieben wurde, möchte ich anfangen, meinen Handel vor zu stellen.

Ich handle fast ausschließlich nach der Markttechnik, benutze aber auch Instrumente der technischen Analyse.

Zuerst möchte ich erklären, was ich denn glaube, was die Markttechnik überhaupt ist und dann meinen Handel vorstellen.
In meinen Augen tradet der jenige nach der Markttechnik, der hauptsächlich die anderen Marktteilnehmer im Blick hat und probiert deren Verhalten für sich zu nutzen. Wenn das Ziel der Handel eines Trends, einer Bewegung oder eines Ausbruchs ist, bewegt man sich ebenso in der Markttechnik. Hinzu kommt, dass der markttechnische Trader verschiedene Zeiteinheiten als Filter nutzt.

Ich denke, die Markttechnik ist erst mal kein Handelssystem, sondern eine Sichtweise für den Markt.

So ist es fest zu stellen, dass ich meinen Stil habe, nach der Markttechnik zu traden, der nächste Trader aber wieder einen komplett anderen Stil handelt, obwohl er auch nach Markttechnik tradet. Also gehe ich davon aus, dass die Basics mehr oder weniger ähnlich sind, also das Fachwissen welches vermittelt wird, die Markttechnik aber weit mehr ist als das Fachwissen, nämlich aus den eigenen Erfahrungen besteht.

Wie kommt der Trader zu den eigenen Erfahrungen? Zum einen durch den bloßen Handel an den Märkten. Er tradet das was er meint gelernt zu haben und erkennt schnell, was ihm liegt und was nicht. Dieser Prozess dauert mit unter lange, denn der eine hat mehr Zeit für den Handel, der andere weniger, der eine glaubt das er immer Recht hat und der andere ist offen für seine Fehler etc.

Wichtig ist, dass der jenige, der sich Notizen über seinen Handel macht UND daraus lernt, schneller an sein Ziel kommen wird als einer der sich keine Notizen macht, denn Trading ist zu 80% oder 90% Kopfsache. Demnach besteht gutes Trading zuerst aus Fachwissen und dann aus den eigenen Erfahrungen, welche der Trader jeden Tag hinzu lernt.

Das was ich in den kommenden Beiträgen über meinen Handel berichte, ist meine Sicht der Dinge. Da ich kein Guru bin und die Weisheit auch nicht gepachtet habe, können manche Dinge für User nicht ganz einleuchtend sein oder gar falsch wirken. Das was ich schreibe ist mein Handelsstil, den ich irgendwie versuche in Worte zu packen.

Wichtig ist zu wissen, dass der Handelsstil zum größten Teil im Kopf existiert und man bei jeder Marktsituation ein anderes Gefühl hat, deswegen können meine Ausführungen nur als kleine Gedankenhilfe oder Idee sein.

LG Sam

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www.markttechnik.ch - mein Projekt um die Markttechnik zu beleuchten und zu erklären.

"Wer das Ziel kennt, kann entscheiden; Wer entscheidet, findet Ruhe; Wer Ruhe findet, ist sicher; Wer sicher ist, kann überlegen; Wer überlegt, kann verbessern" - Konfuzius

  #114
OFFLINE   Sam

Bevor ich einen Trade eingehe, stelle ich mir zuerst einige Fragen, denn ich möchte einen Trade nur machen, wenn ich mir sicher bin, dass meine Soldaten (Geld) auch wieder heile nach Hause kommen und sogar Beute mitbringen.

Also vermeide ich Trades, bei denen ich kein gutes Gefühl habe. Das resultiert aus meiner Erfahrung mit den Märkten. Die Erfahrung habe ich, weil ich nach jedem Trade meine ausführlichen Notizen mache und am Abend und auch in den nächsten Tagen daraus lerne. (meist am Wochenende)

Ich habe kein Problem damit, einen Minustrade zu generieren. Der Minustrade soll dann aber bitte ein Trade sein, für dessen Minus ich nichts kann und nicht aus einem Fehler meinerseits entstand. Ist dies doch der Fall, muss ich mir ernsthaft die Frage stellen, ob ich wirklich aus meinem Trading gelernt habe. (Im Gegensatz zu meiner Schulzeit, macht das Lernen aus den Trades Spaß  )

Was ist für mich Voraussetzung für einen Trade?

Ich muss zuerst ein gutes Gefühl haben. Dann muss unbedingt das Gesamtbild stimmen. Das Gesamtbild erhalte ich, indem ich mich von den größeren Zeiteinheiten in die kleineren hinein zoome. Wenn ich über den Tageschart auf den 4 Stundenchart gehe um dann auf dem Stunden Chart zu schauen, welche Situation wir haben, ist das für mich sehr hilfreich.
Dann kann man meist erahnen, was man auf den kleineren Zeiteinheiten wiederfinden wird und schon überlegen, ob ein möglicher Trade auch wirklich Sinn macht, denn ich handle nach den größeren Zeiteinheiten, da dort in jedem Bar mehr Volumen zusammengefasst wird.

Ich stelle mir dann die Frage, was ich handeln möchte. Das mach ich meist im Unterbewusstsein, denn für mich ist eigentlich klar, dass ich Bewegungen nur noch auf H1 handle und diese je nach dem auf kleineren Zeiteinheiten stoppe, wegen Gewinnabsicherung etc. oder dass ich einen Trend auf den kleineren Zeiteinheiten handle, denn auf größeren macht der Handel eines Trends für mich keinen Sinn, da die Stopps meist sehr weit liegen.

Wenn die „Einstiegssignale“, welche erst einmal nicht wichtig sind, von größeren Zeiteinheiten kommen, dann ist die Frage, „Wer kauft nach mir“ fast schon beantwortet, denn das sind die Trader, die mit großen Positionen handeln. Selbige lösen diese Bewegungen aus, welche ungeahnt groß sind (natürlich nur im Verbund mit den anderen Tradern, da einer alleine im Markt rein gar nichts bewirkt.) Also sind wir darauf aus, vor den Tradern im Markt zu sein, welche ihr Orders bei 1.000 Lots, 10.000 Lots, 100.000 Lots oder gar 1.000.000 Lots haben, also die Trader, die richtig was Bewegen können.

Ist ein Trade ausgemacht und das Ziel ist gesetzt, gilt noch nach zu schauen, ob der Trade gegen oder mit dem Trend ist. Ist er mit dem Trend, dann ist das schon einmal gut und macht Sinn. Geht der Trade gegen den Trend, dann ist äußerste Vorsicht geboten, oder gar von dem Trade abzuraten. Je nach dem welches Handelsziel zu Grunde liegt und wie viel Erfahrung man hat, kann man auch dann einen Trade machen, aber aufpassen!

Geht mein Trade gegen den Trend, verwende ich eine geringere Positionsgröße. Ist der Trade mit dem Trend, dann nehme ich die volle Größe.

Zu dem Trade der in den Bildern gezeigt ist:

Es wird das Währungspaar USD JPY angezeigt, welches sich seit langem in einem Abwärtstrend befindet. Das heißt, dass auf dem W1 ein Abwärtstrend ist, auf D1, H4 und H1. Angezeigt wird der 5 Minutenchart, der sich kurz vor einem P2 short befindet.

Das Ziel des Trades war zuerst, handel in die Korrektur und austoppen lassen. Dafür sollte der Stopp auf der M5 nach Trend oder aber auch auf der M1 nachgezogen werden.

Einstieg: P2 short, kleine Position. Re-Orders (short) gestaffelt im Markt in Long Richtung. Diese wurden im weiteren Verlauf nicht ausgelöst, deswegen habe ich unter den Innenstäben mit einer weiteren Position, die angedachte Größe komplettiert und den Mart am P3 gestoppt. Wie man sieht, ist der Markt anschließend gut gefallen, sodass ich erst die kleinere Position verkauft habe bei ca. 50 Pips und die andere nachher auf der M1 stoppte.

Der Markt ist nach einer kleinen Korrektur böse abgefallen, sodass ich die größere Position auch bei weit über 100 Pips nachher raus genommen habe, da mein persönliches Ziel damit dicke erreicht war. (Im letzten Bild ist gut zu sehen, wie weit der USD JPY gefallen war... ist der H1 Chart)

Es ist auf jeden Fall ratsam, dass man nach der übergeordneten Zeiteinheit handelt, denn dem Trend unterstellen wir vorerst, dass er ein Trend bleiben möchte und somit, auch nach einer Korrektur, seine übliche Richtung wieder aufnimmt.

In den nächsten Beiträgen folgen noch weitere Trades...

Dateianhang


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  #115
OFFLINE   Sam

So, dann ist hier noch ein Trade auch von letzter Woche.

Währung: EUR GBP
Situation: Auf dem größeren TF im Aufwärtstrend und aktuell in einer Korrektur, welche sich auf der kleinen Zeiteinheit als Seitwärtsphase rausstellte.
Idee des Trades: In die Korrektur einstoppen lassen. Long in Richtung des übergeordneten Trends traden.
Stopp: unterhalb der Range.
Ziel: P2 von der großen Zeiteinheit.

Gesagt getan, der Trade dauerte und dauerte. Schließlich hat er es dann doch noch ganz zügig geschafft, und ist an mein Ziel gelaufen. P2 der großen Zeiteinheit.

Jeder wird jetzt sagen, warum am P2 aussteigen? Ganz einfach, weil an einem P2 genau 2 Dinge passieren können. Zum einen kann der Markt da richtig schnell durchbrechen und seine Richtung fortsetzen oder aber er fängt an Seitwärts zu laufen. Das Problem ist, dass wenn der Markt all seine "Puste" in die Bewegung gelegt hat, fehlt es ihm häufig an Tradern, die dann noch weiter machen möchten. So kommt es dann zu diesen "Wiederständen" die man eben am P2 findet. Umso höher die Zeiteinheit, desto mehr wiederstand.
Also habe ich häufig das Ziel, dass ich, wenn ich die Bewegung handle, den P2 antesten lasse und geht er nicht durch, ich meine Position schließe. Wenn die Position geschlossen ist, kann man sich immernoch überlegen, ob man am Abend oder nächsten Tag den P2 weiter tradet. Für den bewegungshandel ist das allerdings nicht wirklich ratsam, ausser man tradet den P2 auf kleineren Zeiteinheiten.

Zusammengefasst, kann der jenige, der einen Trend tradet am P2 einsteigen, der aber eine Bewegung handeln möchte wird am P2 meist verhungern. Abhilfe kann man sich schaffen, wenn man eine Bewegung einer größeren ZE handeln möchte und dies über ein 1-2-3 einer kleinen Zeiteinheit macht. Weiterhin kann man auch, obwohl der Markt in der kleinen Zeiteinheit in einer Seitwärtsphase ist, in den Markt einsteigen, wenn nur das Bild der größeren ZE passt, aber Achtung!

LG SAm

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  #116
OFFLINE   Olli72

Hallo Sam,

ein sehr schöner Beitrag.
In Deinen Ausführungen merkt man richtig das Du eine feste Strategie hast und die konsequent durchhandelst. Dies ist in meinen Augen der Schlüssel zum Erfolg. Auch mit Deinen Positionssplittungen merkt man, dass Du den stärksten Feind Gier und Angst gut im Griff hast.

Wenn es mir heute noch die Zeit erlaubt werde ich Dir in einem weiteren Beitrag zur Markttechnik noch ein paar Erweiterungen an die Hand geben, mit denen Du Deine Tradingsstrategie was die Sichtweise anbetrifft erweitern kannst, sofern Du dieses nicht bereits berücksichtigst!?

Weiter so, bin auf Deine weiteren Ausführungen sehr gespannt!

Gruß



  #117
OFFLINE   Sam

Hi Olli72,

danke, freue mich auf dein Material. Sicherlich berücksichtige ich nicht alles, was man berücksichtigen kann, denn ich lerne immer weiter. Allerdings würde ich auch nicht sagen, dass ich alles berücksichtige, denn dann kann ich mir auch gleich "die Kugel geben", denn als Trader lernen wir jeden Tag dazu.

Wichtig ist, dass man erst die Basics hat und es dann erst wirklich mit dem Trading los geht. So glaube ich, dass jeder sogar schon seinen Tradingstil hat, aber ihn einfach noch nicht kennt. Der Trader findet den Stil, welchen er handeln kann erst mit sehr vielen Trades kennen. Das sollte meiner Meinung nahc jeder bedenken, wenn er tradet. Die Sache ist, dass man sich wirklich beim traden mal von aussen betrachten sollte, denn dann bemerkt man erst die Fehler, die man macht. So versuche ich mich beim traden zu beobachten, denn das hilft mir dann, mich real zu sehen, nämlich so wie ich mich verhalte.

DAs verlangt leider einiges ab, denn oftmals denkt man, dass das was man macht einfach klappen muss und der Markt keine andere Chance hat. Läuft eine Position dann gegen einen werden willkürlich Re-Orders gesetzt, sodass der Netto kauf oder verkauf immer näher an den Markt rückt und man fibert, dass nur einige Pips gemacht werden müssen, damit man im Plus ist. Schade ist, dass wenn der Markt dann einem die Chance gibt, dass man aus solch einem schlechten Trade rauskommt, man selbst meint, dass jetzt die Wende ist und der Markt auch weiter in die Richtung läuft. Der zu erwartende Gewinn steigt dann auch gleich in die Milliarde :D , und man geht nicht aus dem Trade raus.

Ich kenne das so, denn so habe ich mein erstes Konto platt gemacht.

Jetzt kommt aber ein Unterschied. Ich mache mein Trading fast hauptberuflich, also musste ich damals (da war es noch nicht filltime) aus irgendwas lernen, denn ich hatte nicht allzuviel Kohle um diese zu zerblasen. Also bleibt nur der Weg nach vorne, nämlich eingestehen, dass man selbst erstmal blöd ist und man aus sich und seinem Handel lernen muss.

Wenn man das begreift, dann ist der Weg offen für ein erfolgreiches und vor allem glückliches Trading. es juckt dann nicht mehr, ob man nun 5 Pips mehr oder weniger hat. Es zählen nicht nur noch Einstiegssignale, sondern viel mehr das Gesamtbild. Es wird einem wichtiger, in welcher Situation sich der Markt befindet. Sind wir in einem Trend? Innenstäbe? Korrektur oder Bewegung? Handel ich nur das Signal oder macht meine Idee des Trades Sinn? Bin ich voll investiert oder rechen ich mit ein, dass ich mein Stopp eventuell noch einmal zurück verlegen muss? und und und.

Es ist mir nicht wichtig, ob ich den Einstiegspunkt nun 100% getroffen habe, denn ich rechen von vorne herein ein, dass ich meine Position splitte und dann in eine Korrektur die Position komplettiere. Das mache ich auch nicht immer, denn einmal läuft der Makrt so, ein anderes mal so.

Aber was macht es, wenn ich halt nur mit einer 6tel Position 50 Pips mache? Rein garnichts. Der nächste Trade kommt. Morgen ist auch noch ein Tag. Das ist schwer. Auch für mich, denn ich erwische mich teilweise, dass ich nachdenke, ob jetzt alles richtig war oder nicht. Habe ich vllt. die falsche Entscheidung getrofen ...? Aber es ist doch so. Wenn das Gesamtbild betrachtet wurde und richtig interpretiert wurde, dann ist es nunmal normal, dass man auch mal einen Minustrade macht. Es ist halt so. Das ist der Preis.

Man sollte sich daran nur nicht aufhängen. Kommt man mit dem Minus nicht klar, dann hat man die falsche Tradegröße gewählt. Ein Trade zählt nicht. Auch nicht 10. 100 vllt. besser sind 1000 Trades. Bin ich dann noch im Plus, habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen.

Hier im Anhang sind noch einige Bilder von einem EUR USD Trade von letzter Woche. Der Trade war nicht mein Lieblingstrade, dennoch habe ich ihn gemacht, denn die Situation passte so grade eben. Demensprechend bin ich nicht mit der vollen Posi gefahren.

Ziel des Trades: Handel zum P2, schauen was passiert. Rennt der Markt nicht durch, Gewinne mitnehmen und P2 vllt. später traden.
Stopp: letzte P3. Habe die Stoppsetzung nachher geteilt um die Gewinne zu sichern. Handel nach Trend und Bewegung, wobei einmal mit Beachtung der Innenstäbe und einmal fast ohne.
Entry: Handel in Korrektur.

Gefühl beim Trade: Nicht 100% gut, da der Markt nachher ziemlich böse long ging, alle Orders reinhaute und dann im selben Bar wieder fast auf Null viel. Es hieß: Nerven behalten. Aber nur weil erst ein Minus entstand, habe ich nach dem übergeordneten Trend gehandelt, so konnte ich mir sicher sein, dass ich den Trade positiv schließen konnte.

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  #118
OFFLINE   Olli72

Hallo Sam,

warum an P2 in der übergeordneten Zeiteinheit aussteigen? Ich handel meistens die Bewegung und die auch oft in höheren Zeitebenen. Natürlich kann die Bewegung nach Durchstoß durch einen Punkt 2 vorbei sein. Wie es die Markttechnik beschreibt kann aber erst recht auch Bewegung an diesen Punkt 2 aufkommen, auch in höheren Zeitebenen!
Mein Vorschlag wäre an dieser Stelle: lasse doch einfach den Markt entscheiden wann der Trade vorbei ist und nehme Dir nicht die Chance auf weitere Gewinne, wenn Du einmal investiert bist.
Eine Lösung könnte hier so aussehen einen knappen Stop unter den aktuellen Bar der in der höheren Zeiteinheit den Punkt 2 durchbricht zu setzen. Damit gibst Du, wenn Dein Trade bereits gut gelaufen ist im negativen Fall nicht zuviel von Deinen Gewinnen her, andersherum verbauste Dir aber auch nicht die Chance auf weitere Gewinne, wenn an diesen Punkt plötzlich Bewegung aufkommt. Also Wechsel von z.B. Trend auf 5Min.-Basis zu Handel der Bewegung auf z.B. Stundenbasis.

An dieser Stelle möchte ich ein weiteres Beispiel aufzeigen das nicht im Buch der Markttechnik steht, sich aber auch nicht ausschließt und oftmals keine Beachtung findet.
In meinen Augen wird oft ein großer Fehler begangen mehrere Trades in Währungspaaren zu eröffnen, die in einem engen Zusammenhang stehen bzw. richtungsweisend synchron laufen. Warum ein Fehler: Erstens kennen die meisten nicht die Zusammenhänge/Abhängigkeiten von Währungspaaren. Zudem wird an dieser Stelle beim o.g. Beispiel (Handel mehrerer Währungspaare die eng im Zusammenhang stehen) das Risiko damit erhöht. Hier hätte man auch gleich einen Trade mit doppelter Positionsgröße in einen von den Währungspaaren eröffnen können, wäre fast das selbe.
Lösungsvorschlag: Zusammenhang erkennen, wenn "Gleichlauf" der Währungspaare bestätigt sich lieber nur ein Währungspaar heraussuchen. Dieses sollte das Währungspaar sein, welches einem den besten Einstieg mit dem minimalsten Risiko eröffnet. Hat man dieses umgesetzt kann man sich einen neuen Einstieg in einem weiteren unabhängigen Währungspaar suchen und geht damit kein doppeltes Risiko ein.

Solltest Du zukünftig weitere Trades hier einstellen, würde ich es sehr begrüßen wenn Du auch die Trades einstellst, die einen Minustrade verursacht haben. Denn das sind eigentlich die interessanten Trades mit denen man das Feintuning für zukünftige Trades verbessern kann.

Gruß Oliver
  • Sam und H-P gefällt das

  #119
OFFLINE   Sam

Hi Olli,

du hast Recht. Am P2 entsteht Bewgung oder es dauert eben was länger. Ich habe für mich festgestellt, dass ich den Markt an den P2 laufenlasse und dann schaue, was ich mache. Manchmal rennt der Markt durch binnen 2 oder 3 Perioden, manchmal läuft er seitwärts. Wie du gesehen hast, nehme ich gerne die Gewinne mit und handle den P2 dann 10 oder 15 Pips später nochmal, wenn es dann auch Sinn ergibt. Ich habe festgestellt, dass gerade auf größeren Zeiteinheiten sicher viel Bewegung am P2 entsteht, der Marktr beim ersten Anlauf aber meist einen Rücksetzer macht. Macht er diesen auf der größeren ZE, dann kann man das meist auf der kleinen als ein schönes 1-2-3 handeln.

Deine Möglichkeit, die Stoppsetzung in den Handel der Bewegung umzustellen werde ich gerne mal mit kleinen Posis probieren. Habe bei dem EUR USD Trad, also dem letzten im Nachhinein die Posi zu früh raus genommen, denn der EUR USD war den näöchsten Tag ziemlich weiter gestiegen. Aber das weiß man vorher ja nicht :D

Hatte mir eben auch schon überlget auch mal minustrades einzustellen. Das mache ich dann morgen.

Danke für deine Ausführung.

LG
www.markttechnik.ch - mein Projekt um die Markttechnik zu beleuchten und zu erklären.

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  #120
OFFLINE   Olli72

Hallo Sam,

mit umstellen auf Handel der Bewegung meinte ich natürlich nicht Deine Posi in der kleinen Zeiteinheit zu schließen und eine neue Posi (etwas kleiner) auf hoher Zeitebene zu eröffnen. Gemeint war Deine Posi weiterlaufen zu lassen (wenn weiterhin Dynamik im Markt beim Durchbruch durch einen Punkt 2 gegeben ist), damit erspart man sich den erneuten Spread.

Du kannst das ganze ja erstmal nach Papertradingart beobachten, wie Deine Trades im gesamten hiernach ausgehen würden. Oder Du schließt einen Teil Deiner Position und handelst die Bewegung mit den anderen (kleineren) Teil weiter.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass eine verfrühte (grundlose) Schließung von Positionen bevor der Markt einem rausschmeißt sich langfristig immer negativ in der Performance darstellt. Ein gutes Beispiel waren 7 Positionen auf Tagesbasis die ich bis vor kurzem noch offen hatte. Die ersten sechs Trades sind entweder im Minus ausgestoppt worden oder mit einem minimalen Gewinn. Sechs mal hintereinander war schon heftig. Letztendlich stellte sich aber bei der Nachkontrolle heraus, dass die sechs kummuliert mit plus minus null geschlossen wurden. Da der Stop immer nachgezogen wurde waren es bis auf einer Posi immer weniger als 1% (mein Risiko je Position) und andere mit einem minimalen Plus. Jetzt kommt es aber, die 7te Position war seit 3 Wochen immer noch im Markt und zwischendurch hatte ich zitternde Hände (die Posi zu schließen). Ausgestoppt wurde ich bei einem Gewinn von +11%.

Zusammengefasst: 7 trades, davon 6 Fehltrades (wenn man die mit einem gerademal minimalen Gewinn dazu zählt) und eine posi mit + 11%
Unterm Strich +11% meines Kontos;D

PS: Von den 6 Posis hätte ich, wenn ich auf meine Erfahrung mit weiteren Tradetechniken gehört hätte (an dieser Stelle kein Ausschluss mit der Markttechnik), 3 Posis erst recht nicht eröffnet. Hierzu aber mehr wenn Deine ersten Minustrades eingestellt werden;)



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