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DaBuschi´s Journal zum Contest

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127 Antworten zu diesem Thema

  #1
ONLINE   DaBuschi

*
BELIEBT

Servus Leute,
 
morgen geht der neue Forex-Fabrik Contest 2017 los.
 
Hier werde ich meine Trades dokumentieren.
 
Zur Nachvollziehbarkeit stelle ich mein Trading für den Contest kurz vor:
 
Geboren aus einer Unterhaltung in einem anderen Thread habe ich mich an ein Projekt eines Traders erinnert, dass ich für mich in leicht abgewandelter Form wieder zum Leben erweckt habe - das Coin-Flip-Trading, wo durch Münzwurf die Handelsrichtung festgelegt wurde.
 
Das Projekt habe ich Mitte Mai auf meinem Echtgeld-Konto begonnen und das Ergebnis kann hier nachgelesen werden.

Da es zeitlich schwierig wird, live und demo zur gleichen Zeit zu handeln, beende ich das Trading auf dem Live-Konto für die Zeit des Contests und führe das Projekt auf einem 10.000€ Demo-Konto weiter.

Die Rahmenbedingungen sind folgende:
 
Positionsgröße: 1 Standard-Lot aufgeteilt in 2x 0,5 Lot (Teilschließungen der Teilorders möglich, sodass statistisch aus 2 Trades auch mehr werden können)

Währungspaar: EUR/USD

Handelsrichtung: Long only
 

Einstiegszeitpunkt: jeden Morgen um 8.30
 

Stoppmarke: wird jeden Morgen charttechnisch ermittelt und ist somit variabel - idealerweise sind es markttechnisch/charttechnisch sinnvolle Marken, das ist aber nicht immer möglich, da diese Marken so weit entfernt liegen, dass das finanzielle Risiko zu groß werden würde - ich erkläre die gewählten Marken dann aber in der Trade-Nachbetrachtung
 

Zielmarken: werden ebensfalls jeden Morgen auf Basis der charttechnischen Situation ermittelt. Dabei spielen Widerstands-/Unterstützungszonen ebenso eine Rolle, wie auch Fibonacci-Ausdehungen

 

So. Das solls fürs Erste gewesen sein. Ab morgen dann mehr.


  • Joachim108, Crashbulle, €urix und 3 anderen gefällt das
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

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  #2
OFFLINE   Netsrac

Hallo DaBuschi,

Deine Kommentare, welche Du bisher hier im Forum abgegeben hast, haben für mich bisher meist einen großen Lerneffekt gehabt - sie haben mir aber auch knallhart meine derzeitigen Grenzen aufgezeigt.
Ich freue mich deshalb auf Deine kommentierten Trades und danke Dir schon vorab dafür, dass Du diesen Aufwand betreibst!
  • DaBuschi und Joachim108 gefällt das

  #3
ONLINE   DaBuschi

Hallo DaBuschi,

Deine Kommentare, welche Du bisher hier im Forum abgegeben hast, haben für mich bisher meist einen großen Lerneffekt gehabt - sie haben mir aber auch knallhart meine derzeitigen Grenzen aufgezeigt.
Ich freue mich deshalb auf Deine kommentierten Trades und danke Dir schon vorab dafür, dass Du diesen Aufwand betreibst!

 

Hi Netsrac,

 

es freut mich, wenn meine Beiträge Dir helfen. Das ist der größte Lohn, denn am Ende ist das der einzige Grund, warum ich mich hier einbringe. Früher habe ich mich eingebracht, weil ich selbst auf der Suche war und habe durch die Auseinandersetzung hier im Forum sehr viel gelernt, vor allem über mich selbst.

 

Ich denke, dass ich mittlerweile an einem Punkt angekommen bin, wo mir das Forum nicht mehr helfen kann - vielmehr war ich vor ein oder zwei Jahren bereits an diesem Punkt und war hier dann auch nicht mehr aktiv. An dem Fakt, dass das Forum mir nicht mehr helfen kann, hat sich nicht viel geändert, denn bei der Suche nach der Strategie, mit der ich reich werde, bin ich am Ende bei mir gelandet. Ich kann mir selbst helfen und stehe mir auch am stärksten im Weg. Ich denke, das wird bei der Betrachtung der Trades auch offensichtlich werden.

 

Es gibt viele zu optimierende Punkte bzw werde ich feststellen (oder habe ich schon während der ersten 12 Handelstage festgestellt), dass ich meine Gewinne deutlich optimieren hätte können. Am Ende wird das Projekt auch dahingehend interessant, weil ich sehen will, ob ich mein Trading in Nuancen verändere und wenn ja, welche emotionalen Auswirkungen das hat. Es wird auf jeden Fall auch für mich spannend, weil ich wieder mehr über mich selbst lerne, vor allem, weil es hier halt öffentlich passiert und damit nochmal ne andere Qualität bekommt, als wenn man sich im stillen Kämmerlein auch mal gut in die Tasche lügen kann. Hier geht das dann nicht mehr ;D

 

Vielleicht starte ich morgen auch gleich mit dem ersten Verlusttag. Irgendwann wird und muss er kommen - vielleicht schon morgen.


Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

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  #4
ONLINE   alexf82

Ich wollte nicht der erst sein, der den Thread mit OT beginnt :)

aber ich kann @Netsrac voll und ganz zustimmen. Ich werde den Thread auch mit einem Adlerauge verfolgen und hoffe mir das ein oder andere abschauen zu können :) vor allem interessiert es mich auch, wie du dir deine Ein- und auch Ausstiegspunkte suchst etc. Wird auf jedenfall interessant werden :)



  #5
ONLINE   DaBuschi

Machen wir die Vorbetrachtung einmal ausführlich mit meinen Überlegungen/Erfahrungen dazu.

 

Da ich immer zu einem festen Zeitpunkt long in den Markt gehe (8.30 Uhr), muss ich mir im Vorfeld Gedanken machen, wo ich aus dem Markt raus sein will, wenn er short läuft. Das heißt aus, dass ich mir überlegen muss, ab wann ein Shortszenario wahrscheinlicher wird, als ein Long.

Aktuell sind wir übergeordnet long. Ich suche jetzt nach Unterstützungszonen, wo der Kurs regelmäßig reagiert. Da sind mir spontan die beiden roten Zonen ins Auge gestochen. Widerstände werden zu Unterstützungen. Das alte Lied. Der Kurs läuft zum Widerstand, dreht, läuft zur Unterstützung, dreht wieder, durchbricht den Widerstand und läuft zum nächsten Widerstand, dreht und läuft zum vorherigen Widerstand, der nun zur Unterstützung geworden ist.

 

Die beiden Zonen fallen mit dem 61,8% und 50% Fibo-Level der gestrigen Aufwärtsbewegung zusammen, ziehen also auch die Aufmerksamkeit der Fibo-Trader auf sich. Damit habe ich die W/U-Trader (Widerstand/Unterstützung) und die Fibo-Trader im Boot.

 

Noch kurz was zu der gelben und grünen Box.

 

Die grüne Box stellt den markttechnisch sinnvollsten SL dar, liegt aber für den Contest viel zu weit weg. Einfach mal spaßhalber berechnet - würde ich bei dem Kurs im Chart @ 1,12375 Long gehen und den SL @ 1,11645 setzen und ausgestoppt werden, würde ich bei insgesamt 1 Lot 650€ verlieren. Bei einem 10.000€ Konto sind das 6,5% und damit definitiv zu viel. Beim 61.8% Retracement @ 1.12215 wären es noch 140€. Beim 50% @ 1,12106 sinds 240€. Wir reden hier vom initialen StoppLoss, der idealerweise schnell nachgezogen wird, sobald es der Markt erlaubt. Damit sind die beiden roten Zonen deutlich gesünder fürs Konto, falls man den SL nicht nachziehen kann. In der Regel setze ich die initialen SL der beiden Teilpositionen (0,5 Lot) auch unterschiedlich. Die eine Position wird aggressiv eng gemanaged. Der anderen Hälfte wird mehr Luft zum Atmen gegeben. Bei einem Mix aus beiden Stopps hätten wir ein initiales Risiko von 200€ und somit 2%. Das ist vertretbar.

 

Gelbe Box - ganz wichtig. Die markttechnisch handelnden Trader würden an dem gelben Level auf einen Ausbruch hin traden. Der ist hier gestern auch schön erfolgt und man kann hier schöne Bewegungen mitnehmen. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass der Markt immer den Weg des größten Schmerzes geht. Dieser Einstieg ist ein sehr sicherer Einstieg, weil hier viele Orders liegen und die Wahrscheinlichkeit über 50% liegt, dass der Trade sofort in den Gewinn läuft. Diese Sicherheit macht das Einstiegslevel aber dahingehend wieder unsicher, dass solche Level immer wieder abgeholt werden, sodass die Trader die dort eingestiegen sind und auf eine lange Bewegung hoffen, entweder ausgestoppt werden, wenn sie den SL auf BreakEven setzen oder aber, dass sie alle die schönen Gewinne wieder abgeben und auf einmal sogar im Verlust sind. Thema größter Schmerz - schöne Gewinne wieder wech und nun sogar im Verlust - gibt schönere Momente für Trader.

 

Das ist aber auch die Gefahr für meinen Trade, denn dieses Level liegt hinter meinen beiden Widerstandszonen.

 

Jetzt gehen wir in die nähere Betrachtung auf dem 5min-Chart

Dateianhang


Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

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  #6
ONLINE   DaBuschi

Im 5 min Chart sehen wir nun die selben roten Level, die gelbe und die grüne Box.

 

Weiterhin habe ich noch eine Fibo-Ausdehnung eingezeichnet. Korrekturen (und da wir long sind, darf der Markt nur korrigieren, damit sich der long fortsetzt) verlaufen häufig als dreiwellige a-b-c Bewegung, wo die Wellen a und c oft gleich lang sind. Die c kann auch bis zu 1,618-mal so lang wie die Welle a werden. Geht sie drüber hinaus, ist es sehr wahrscheinlich eine Welle 3 und keine c mehr und wir sehen dann eine Impuls-Bewegung und keine Korrektur-Bewegung mehr (das ist alles Elliott-Wellen-Kauderwelsch - aber gutes Zeuch).

 

Heißt auch, dass knapp hinter der 161,8% Ausdehnung @1.12177 für mich short wahrscheinlicher wird als long (zumindest im 5min-Chart, wo ich handel). Da will ich spätestens raus sein. Dieses Level hat auch den Charme, dass es hinter dem 20er Level liegt. Evtl. habt Ihr schon von den Leveln 00, 20, 50, 80 gehört, die auch gern als Widerstände und Unterstützung dienen. Aktuell schwankt der Markt zwischen dem 20er und 50er (1.1220 und 1.1250). Ein SL @ 1.1215 ist also sinnvoll, weil hinter dem 61,8% Retracement der Aufwärtsbewegung, hinter dem 20er Level und hinter der 161,8% Ausdehnung der Abwärtsbewegung, wo die Wahrscheinlichkeit für short zunimmt.

 

Auf dem aktuellen Bild hat der Markt im Rahmen der bisher angenommenen Welle c die 100% Ausdehnung der a erreicht. Idealerweise dreht er hier wieder aufwärts. Aber warten wir es ab. In 3 Minuten geht´s los. Um 8.30 Uhr geh ich long und dann schaun wir mal, was der Markt mir bereit ist, zu geben.

 

Edit: Nachtrag - noch ne kleine Info - das 38,2% Retracement hat auch eine wichtige Bedeutung. Wenn der Markt eine vorangegangene Bewegung derart stark korrigiert, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit für eine Trendfortsetzung. Heißt im Umkehrschluss auch, dass der Markt entweder eine längere Korrekturphase beginnt oder der Trend sich sogar umkehrt.

Dateianhang


Bearbeitet von DaBuschi, 01 Juni 2017 - 07:41 Uhr,

Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

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  #7
ONLINE   alexf82

erstmal vielen Dank für die super ausführliche Erklärung!! 

Soweit glaube ich, auch für mich, nachvollziehbar :)

 

du schreibst, du gehst um 8:30 long -> soll das bedeuten, du ermittelst deinen Trend, die voraussichtlich von dir erwartete Richtung und steigst um Punkt 8:30 in den Markt ein, zu dem hier gültigen Kurs??



  #8
ONLINE   DaBuschi

erstmal vielen Dank für die super ausführliche Erklärung!! 

Soweit glaube ich, auch für mich, nachvollziehbar :)

 

du schreibst, du gehst um 8:30 long -> soll das bedeuten, du ermittelst deinen Trend, die voraussichtlich von dir erwartete Richtung und steigst um Punkt 8:30 in den Markt ein, zu dem hier gültigen Kurs??

 

Es ist ein Experiment vom Coin-Flip-Trading abgeleitet. Coin-Flip basierte darauf, die Handelsrichtung per Münzwurf zu ermitteln und dann immer um 8.30 Uhr in die entsprechende Handelsrichtung in den Markt zu gehen. Der Trader, der das damals gemacht hat, heißt Ingmar Volk und hat den Bund-Future gehandelt. Ich hab es für mich dahingehend abgewandelt, dass ich einfach immer long gehe. Auf lange Sicht kommt das Ergebnis einem Münzwurf gleich, weil der Markt über einen langen Zeitraum (vor allem intraday) sowohl 50% long und 50% short laufen wird.

 

Das ist das Spannende am Experiment. Ich muss halt den Trade sinnvoll managen, egal, welcher übergeordnete Trend vorliegt. Seit Beginn des Projekts sind wir in einem Long-Trend, was definitiv einen positiven Einfluss auf den aktuellen Projekt-Verlauf hatte, da ich bisher nicht einen einzigen Verlusttag hatte. 14 Tage gehandelt, 14 mit Gewinn beendet. Das wird sich aber definitiv irgendwann ändern.


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  #9
ONLINE   DaBuschi

Soderle. Tag 1 ist beendet. Ich werde kurz das Ergebnis kommentieren. Später wirds noch eine Nachbetrachtung der Trades geben, wo ich auch meine morgendliche Voranalyse nochmal

 

Mit Klick aufs Widget könnt Ihr meine Angaben validieren.

 

mini.jpg

 

Einstieg um 8.30:

Trade 1 0,5 Lot @ 1,12304 - Initial SL 1,1215

Trade 2 0,5 Lot @ 1,12303 - Initial SL 1,1215

 

Kurz nach dem Einstieg ist der EURUSD nochmal kurz gen Süden gelaufen bis auf 1,12274 und hat dort gedreht. Die Trades waren also ingesamt knapp 3 Pips unter Wasser.

 

Fangen wir mit Trade 2 an:

 

Trade 2 wurde um 8.36 Uhr @ 1.12336 und somit 3,3 Pips Gewinn geschlossen. Der SL für Trade 1 wurde zu diesem Zeitpunkt auf 1.12273 nachgezogen. Somit war der Tag vor Gebühren schonmal im Plus. Im Bild ist das mit "Risk Trade 2" und "Trade 2 TP" visualisiert.

 

Trade 1 wurde am Ende in 3 Teile gesplitted. "Risk Trade 1" gilt demensprechend für alle. Die TPs-Boxen habe ich dann gemessen am Volumen gestaltet.

 

50% TP1 @ 1,12354 um 8:37 Uhr. Short-Trend war immer noch intakt. Deshalb wurde schnell weiteres Risiko vom Tisch genommen.

 

20% TP1 @ 1,12460 um 8:50 Uhr. Kurs ist in einen Widerstands-Bereich gelaufen. Da der Kurs selten im ersten Versuch durchbricht und wir nicht wissen, ob das Level überhaupt durchbrochen wird, wurden hier weitere Gewinne vom Tisch genommen mit dem Plan, der restlichen Position Zeit zur Entfaltung zu geben. Der SL war hier bereits auf 1,12305 nachgezogen worden.

 

30% TP1 @ 1,12336 um 9:42 Uhr. Nachdem die Abwärtsbewegung wieder aufgenommen wurde und dabei das 38,2% Retracement der morgendlichen Aufwärtsbewegung erreicht wurde, habe ich erste Anzeichen von Stärke im Markt dazu genutzt, den SL weiter in den Gewinn zu ziehen. Um 9:35 Uhr hab ich den SL auf 1,12328 nachgezogen. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt keine weitere Schwäche mehr zulassen und wurde dann auch kurz später ausgestoppt.

 

Gesamtergebnis:

Initiales Risiko: 1,37%

Tagesgewinn: 0,37% (nach Gebühren)

max Drawdown intraday: 0,26%

Ledigich 19,2% meines initial SL wurden vom Markt ausgeschöpft, bevor der Trade in die Gewinnzone lief. Ein sehr gutes Ergebnis. Damit lieg der Gewinn am Ende höher als der intraday aufgelaufende (nicht realisierte) Verlust.

 

Alles in allem ein ganz guter Start in den Contest. Kritikpunkt ist die schnelle Gewinnmitnahme der halben Position des zweiten Teiltrades, weil durch die Schließung des ersten Trades bereits ein Free-Trade vorlag und der Tag (vor Gebühren) nicht mehr im Verlust landen konnte. Aber das ist ein Punkt, den ich gestern schon angerissen habe - es gibt Dinge zu optimieren. Allerdings ist die Frage, ob es für meine Psyche gut ist, wenn ich diese Dinge optimiere oder ob es für mein Wohlbefinden nicht besser ist, einfach weiter so zu machen, auch wenn ich dadurch evtl. hier und da einige Gewinne liegen lasse.

 

Ich gehe später wie gesagt noch genauer auf den Trade-Verlauf und meine Überlegungen während des Trade-Managements ein, um meine Denkweise nachvollziehbarer zu machen.

Dateianhang


  • alexf82 und €urix gefällt das
Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

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  #10
OFFLINE   ping

Hi DaBuschi,

 

... dein Fibo-Retracement in deinen beiden ersten Bildern steht auf dem Kopf, also sind auch die 61,8 und 38,2 Levels vertauscht.

 

Ansonsten verfolge ich mit Spannung und Interesse deinen neuen Thread. Nicht nur weil ich das Gefühl habe dich in die ForexFabrik zurück geholt zu haben, sondern auch (wie schon in unseren email's erwähnt) weil wir sehr ähnliche Herangehensweisen in der Marktbetrachtung und -analyse haben (Elliott, Fibo-Expansion u.s.w.).

 

Ich bin in der FF gelandet (damals noch als "Pilger"), als ich den MT4 endeckt habe und auf der Suche nach anfänglicher Programmierunterstützung war (die es dann auch reichlich gab), um die Besonderheiten der MQL schneller zu meistern. Nun nutze ich sie, um dem gedanklich "einsamen" Traderleben etwas Abwechslung zu verschaffen, hier und da etwas Programmierhilfe zu geben, ein paar Tools bereit zu stellen (auch wenn diesbezüglich die Rückmeldungen eher spärlich sind) und auf offensichtliche Tradingfehler aufmerksam zu machen (wie neulich das Hedge-Thema), auch wenn oft eine Lernresistenz zu spüren ist.

 

Meiner Meinung nach kann man das Thema Trading nur durch eigene logische Analyse der relevanten Teilkomponenten erfolgreich meistern. Man kann sich in Foren, Büchern etc. Denkanstöße und Lösungsansätze holen, aber die Erarbeitung einer umfassenden Handels- und Moneymanagementstrategie muss im eigenen Kopf erfolgen. Nur dann hat man einen Plan, dem man vertrauen kann und wird. Wie will man sonst wissen, welche Informationen richtig und welche falsch sind.

 

viel Erfolg bei deinem Projekt

 

ciao ping


8(|In Wirklichkeit  *_* ist die Realität ganz anders! 8(| 8(|¡sɹəpuɐ zuɐɓ ʇıəʞɥɔıๅʞɹıM əıp ʇsı*_*ʇəɐʇıๅɐəଧ ɹəp uI8(|


  #11
ONLINE   DaBuschi

Soderle. Kurze Nachbetrachtung meiner Gedankenspiele im Rahmen des Live-Handels des Trades. Hierfür bietet sich der Minutenchart an, um die Emotionen quasi greifen zu können ;D

 

Wie gesagt bin ich um 8.30 Uhr long gegangen. Erkennbar an der vertikalen grünen Linie. Long gings @ 1.12304. Der Markt befand sich seit knapp 6 Uhr morgens in einer intakten Abwärtsbewegung und setzte diese auch prompt fort und lief 3 Pips gegen mich. Das Tief markierte der EURUSD @ 1.12274.

 

Wenn wir jetzt auf meine morgendliche Voranalyse schauen, dann hatte ich dort eine Fibo-Projektion eingezeichnet mit Verweis, dass Korrekturen in der Regel 3-wellig verlaufen und dabei die Wellen a und c (in welcher wir uns möglicherweise befanden) oftmals gleich lang sind. @1.12297 waren beide Wellen exakt gleich lang. 2,5 Pips tiefer hat der Kurs dann auch gedreht. Im nachhinein alles super. Während des Trades weiß man das nie so genau.

 

Der EURUSD begann also aufwärts zu laufen und mein Trade lief recht schnell in den Gewinn. Ich habe im Chart zwei Ellipsen eingezeichnet. Die linke Ellipse markiert das letzte Bewegungshoch @1.12356, welches ich gern gebrochen sehen wollte, um meinem Long etwas Hoffnung zu geben. Deshalb auch die schnellen Gewinnmitnahmen noch kurz vor diesem Level. Das ist dann auch recht fix passiert und ich konnte den SL unters Tief @1.2273 nachziehen. Durch die schnellen Gewinnmitnahmen war der Tag bereits ein Plustag und ich hab dem Kurs nun mehr Zeit geben können.

 

In einer der Voranalysen schrieb ich, dass dem 38,2% Retracement (also wenn der Kurs 61,8% der Wegstrecke korrigiert) eine wichtige Bedeutung zukommt. Wenn dieses Level durchbrochen wird, muss man mit erhöhter Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es keine Korrektur mehr ist. @1.12408 lag dieses Level für die Abwärtsbewegung seit 6 Uhr morgens (breite grüne Box - rote Fibo-Level). Um 8.49 Uhr gings da dynamisch durch. Eine Fortsetzung des übergeordneten Trends wurde zunehmend realistischer. Das nächste Ziel war nun das Hoch von ca. 6.00 Uhr @ 1.12491 (kleine grüne Box). Hier war prinzipiell mit Gegenwehr zu rechnen. Als diese offensichtlicher wurde, habe ich weitere Gewinne vom Tisch genommen (@1.1246)

Den SL hatte ich mittlerweile @1.12305 platziert, da dieses Level nun deutlich hinter der 38,2% Fibo-Linie lag (gelbe Box - grüne Fibo-Level). Wenn der Trend sich fortsetzen sollte, wäre es von Vorteil, wenn die Korrektur dieses Level nicht durchbricht. In diesem Falle würde mein Entry auch nicht mehr abgeholt und ich hätte von weiter steigenden Notierungen profitieren können.

 

Das zuvor angesprochene Hoch @ 1.12491 (kleine grüne Box) wurde wie schon erwartet nicht im ersten Anlauf gebrochen, also hieß es abwarten. Im Verlauf der nachfolgenden Korrektur kam erneute Abwärtsdynamik auf, die meine 38,2% Retracement Linie leicht durchbrach, dort aber erste Gegenwehr der Bullen erkennen ließ. Hier kam es dann zu einer 3-welligen Aufwärtsbewegung (blaue a-b-c). Zu diesem Zeitpunkt bestand die berechtigte Hoffnung, dass es mehr als ein Impuls wird. Als es dann ein neues Verlaufstief gab, welches in der roten 5 endete, ließ das Long-Szenario zunehmend unwahrscheinlicher werden. Übergeordnet sind wir immer noch long, aber der Markt nimmt selten den direkten und kürzesten Weg.

 

Somit musste ich damit rechnen, dass das bisherige Tagestief in Gefahr ist. Nur ein sofortiger impulsiver Anstieg hätte hier für Entlastung gesorgt, also habe ich das erste Anzeichen von Stärke um 9.35 Uhr genutzt, den SL unter das Tief @1.12329 nachzuziehen. Kurz später wurde ich ausgestoppt und auch mein Entry-Level wurde abgeholt und auch im weiteren Tagesverlauf ging es noch deutlich tiefer.

 

Alles in allem bin ich recht zufrieden, wie ich den Trade aus Risiko-Gesichtspunkten ins Ziel gebracht habe.

 

Noch kurz ein paar Worte zu der rechten Ellipse und den lustigen Zahlen im Chart.

 

Die rechte Ellipse ist ein Ausbruchstrade, wie ihn Markttechniker gern nehmen. Der Kurs macht einen ersten Long-Impuls, korrigiert dann und einige Trader lassen sich dann bei einem Ausbruch über den ersten Impuls long einstoppen. Für meinen Geschmack ist dieser Einstieg noch sehr riskant und früh und ich hätte ihn nicht genommen, aber ein Ausbruchstrade ist irgendwo auch immer ein Sicherheitstrade, da mit einem Ausbruch/Durchbruch der Markt eine Richtung bestätigt. Aber solche Level werden später halt gern nochmal abgegrast. There is no free lunch on Wall Street.

 

Nun zu den Zahlen. Auch ein Grund, warum ich den SL unter die rote 5 nachgezogen hatte, als erste Stärkebekundungen der Bullen aufkamen, war, dass sich die Bewegung 5-wellig nach Elliott-Wave zählen ließ. Impulswellen verlaufen dabei in der Regel 5-wellig (1-2-3-4-5) und Korrekturen 3-wellig (a-b-c) wobei die Unterwellen 1,3 und 5 selbst Impulswellen (5-wellig) sind und die Unterwellen 2 und 4 korrektiv (a-b-c) verlaufen. Auf dem Bild sieht man schön die Hauptregeln von EW erfüllt. Die Wellen 1, 3 und 5 verlaufen impulsiv und geradlinig (hier abwärts). Die Wellen 2 und 4 eher korrektiv (Welle 2 ein Mix aus grünen und roten Kursstäben, die Welle 4 schön erkennbar dreiwellig in ihrer Struktur als a-b-c).

 

Ich bin zu diesem Zeitpunkt bereits davon ausgegangen, dass das bisherige Tagestief nochmal fallen wird, aber nach einem 5-welligen Impuls kommt eine 3-welligen Korrekturbewegung, wo ich meine Gewinne mit der Restposition nochmal hätte vergrößern können. Da man 5-wellig auch immer 3-wellig zählen kann (alte EW-Weisheit), bestand aber auch die Chance, dass der Markt von hier aus direkt auf neue Höhen ansteigt. Das hätte ich dann anhand des Chartverlaufs entschieden. Am Ende kams anders und um 9.42 Uhr wurde ich ausgestoppt und der Handelstag war beendet.

Dateianhang


Bearbeitet von DaBuschi, 01 Juni 2017 - 15:57 Uhr,

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  #12
ONLINE   DaBuschi

Nachbetrachtung Teil II und kleiner Exkurs zum Thema sinnvolle Stoppsetzung auch mit Verweis auf einen anderen Thread, wo die Verwendung von SL als negativ für die Performance bezeichnet wurde. Ich entgegnete, dass die Studie, mit welcher der Beweis erbrachte, Stopps eher willkürlich gesetzt hat und dass Stopps an sinnvollen und relevanten Marken durchaus sinnvoll sind, weil sie Verluste begrenzen, aber auch dem Trade ausreichend Luft zum Atmen geben.

Auch hier heute ein schönes Beispiel.

 

Ich hatte heute Morgen vom sinnvollen SL (grüne Box) gesprochen, der für meinen Trade zu weit weg lag und daher keine ernsthafte Alternative darstellte. Auf der Shortseite gab es diesen sinnvollen SL aber auch. Es war das Hoch von 6 Uhr morgens. Im Chart unten durch die kleine Box dargestellt.

 

Im Tradeverlauf oben habe ich beschrieben, dass dieses Hoch angegriffen, aber erfolgreich verteidigt wurde. Im Chart unten hab ich mal den Abstand gemessen zwischen Hoch um 5.55 Uhr und Hoch um 8.56 Uhr. Es sind sage und schreibe 0,3 Pips. Wenn man seinen SL über dem 5.55 Uhr Hoch gesetzt und drauf vertraut hätte, wäre man jetzt immer noch in einem Short-Trade und hätte zwischenzeitlich Kurse gesehen, die ca. 45 Pips tiefer lagen.

 

Wenn man schlauer sein will, als der Markt, zieht man den Stopp zu früh nach (so wie ich eigentlich auch - hatte aber Glück, dass es wirklich tiefer ging). Wenn man sich den kleinen grünen Pfeil anschaut, sieht man, wie der Markt schon @1.12473 eine Reaktion zeigt. Ich bin mir sicher, dass einige hier den SL über dieses Hoch gezogen hatten, um die Verluste um den ein oder anderen Pip zu reduzieren. Das ist aus Risikogesichtspunkten auch durchaus vertretbar, aber nicht immer von Erfolg gekrönt. Hier hätte der SL gehalten und danach gings nochmal gut abwärts.

 

Aber so viel zum Thema sinnvolle SL.

 

Aber man sieht auch schön, wie das 38,2% Level der gestrigen Aufwärtsbewegung @1.11997 erfolgreich verteidigt wurde. Auch meine erste eingezeichnete Unterstützungszone hat sich als solche erwiesen. Zweimal angetestet, dann gebrochen, dann wieder von unten getestet. Aus Widerstand wird Unterstützung und umgekehrt. Die zweite Zone war heute nicht so sehr von Interesse. Da muss ich noch ein bisserl genauer in meiner Voranalyse sein ;D


Ab morgen wirds weniger ausführlich. So viel Zeit hab ich leider nicht, um das jeden Tag zu machen. Aber heute hab ich mir mal die Mühe gemacht, um meine Grundgedanken und meine Handelsweise darzulegen.

 

Und @ping - es war das Abschalten der Fabrik und Deine Kontaktaufnahme und dann auch die Wiederauferstehung, die mich regelmäßig haben reinschnuppern lassen und schwupps ist man wieder drin. Ich werd´s aber in einem für mich vernünftigen Rahmen halten.

Dateianhang


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  #13
ONLINE   alexf82

also erstmal vielen Dank für deine Mühe und deine sehr ausführlichen Erklärungen. Ich konnte für mich auf jedenfall schon mal das ein oder andere mitnehmen, dass auch sicher bei mir anwendung finden wird :)

 

das man so eine Ausführliche Beschreibung nicht jeden Tag liefern kann, ist klar. Aber wäre schön, wenn du immer ein paar Zeilen zu deinen Trades schreiben würdest und Bilder sagen ja eh mehr, wie tausend Worte. 

Bis jetzt konntest du ja deine Gewinnserie fortsetzen, auch weiterhin viel Erfolg dabei!



  #14
ONLINE   DaBuschi

Aber man sieht auch schön, wie das 38,2% Level der gestrigen Aufwärtsbewegung @1.11997 erfolgreich verteidigt wurde. Auch meine erste eingezeichnete Unterstützungszone hat sich als solche erwiesen. Zweimal angetestet, dann gebrochen, dann wieder von unten getestet. Aus Widerstand wird Unterstützung und umgekehrt. Die zweite Zone war heute nicht so sehr von Interesse. Da muss ich noch ein bisserl genauer in meiner Voranalyse sein ;D

Gestern noch mein zweites eingezeichnetes Level kritisiert, sieht es jetzt beim Blick auf den Chart aus, dass die Zone doch nicht so schlecht gezeichnet war. Wurde dann doch mehrere Male angelaufen und hat gehalten.

 

Heute war der Handel sehr zäh. Ihr seht meinen Einstieg, sowohl vom Level als auch zeitlich, wo sich die vertikale grüner mit der horizontalen Linie kreuzt.

 

Ich werde im nächsten Post auf das Management des Trades eingehen.

Dateianhang


Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

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  #15
ONLINE   DaBuschi

Für mich persönlich sind meine Screenshots mit den tollen bunten Farben ja sehr aussagekräftig, aber für den neutralen Betrachter kann es schonmal schwierig werden, meine Teilschließungen und Stoppversetzungen zeitlich und preislich einzuordnen. Deshalb habe ich einen neuen Versuch unternommen, das zu visualisieren - und zwar durch kleine Pfeile im Chart.

 

Nun kurz zur Auswertung:

 

Wie gestern bereits angedeutet, arbeite ich in der Regel mit 2 Teil-Trades, wovon ich einen aggressiver und enger manage und dem anderen mehr Raum und Zeit zur Entfaltung gebe, was sich in der Regel in unterschiedlichen initialen Stopps äußert.

 

Einstieg um 8.30:

Trade 1 0,5 Lot @ 1,12203 - Initial SL 1,11900

Trade 2 0,5 Lot @ 1,12203 - Initial SL 1,12119

 

Den weiteren Stopp für Trade 1 habe ich hinter der 38,2% Fibo-Linie @ 1,11900 platziert, weil der EURUSD übergeordnet momentan korrigiert und bis zum 38,2% Fibo-Level kann man mit höherer Wahrscheinlichkeit von einer Korrektur ausgehen - siehe auch gestrige Voranalysen.

 

Den engeren SL habe ich unter das Swing-Low von 2 Uhr letzter Nacht gesetzt, weil hier markttechnisch der SL sinnvoll platziert werden kann, da wir über Nacht im 5min-Chart einen intakten (wenn auch schwachen) Aufwärtstrend gesehen haben, welcher beim Reißen des SL gebrochen worden wäre.

 

Der Handel heute war extrem zäh. Direkt nach der Eröffnung lief der Kurs sofort gegen mich und fiel bis auf 1,12162, kehrte dort um und nach einen Angriff auf die 1,1220 vor. In der ersten halben Stunde bewegte sich der Kurs in einer Handelsspanne von wahnsinnigen 4 Pips - für mich meist unter meinem Einstieg. Kurz nach 9 Uhr wurde das zuvor erwähnte Level @1,12162 nochmals angegriffen und mit 1,12161 nochmal leicht unterboten. Von dort kamen aber die Bullen in den Markt und trieben meinen Trade erstmalig leicht in den Gewinn und markierten ein Hoch @ 1,12217 (9:09 Uhr). Durch die aufkommende Dynamik habe ich den SL für beide Positionen unter das Tief @1,12161 nachgezogen.

 

Ein erneuter Angriff auf dieses Level konnte @1,12163 abgewehrt werden und wieder wurde ein Versuch gestartet, das 20er Level ernsthaft zu durchbrechen. Es war ein ziemliches Gezappel, aber mit immer höheren Hochs und höheren Tiefs im 1min-Chart und damit einem weiterhin intakten leichten Aufwärtstrend.

 

Um 9:35 Uhr kam es dann zum lang ersehnten Ausbruch. Da ich meinen SL mittlerweile auf @1,12177 nachziehen konnte, habe ich den ersten Teiltrade @ 1,12244 geschlossen, als die Gesamtposition mit über 1R im Gewinn war und habe somit den Tag erfolgreich in den Gewinn gerettet.

 

4 Minuten später um 9:39 Uhr griff der Kurs das Verlaufshoch @1,12276 von gestern 16:55 Uhr an, welches als Widerstand betrachtet werden muss. Da hier mit Gegenwehr zu rechnen war, habe ich hier 40% der zweiten Teilposition @ 1,12269 vom Tisch genommen und den Rest @1,12205 abgesichert. Dieses Level hätte innerhalb einer Korrektur der impulsiven Ausbruchsbewegung nicht mehr erreicht werden dürfen, sondern hätte @1,12220 spätestens drehen müssen, weshalb diese Stoppversetzung für mich sinnvoll und logisch war. Ich wollte dem Markt einfach keinen Spielraum mehr gewähren. Deshalb wurde ich dann ausgestoppt, als die von mir gewünschte Dynamik sich nicht fortsetzte. Vor Gebühren war auch dieser Trade positiv. Nach Gebühren bleibt ein kleiner Verlust übrig, sodass myfxbook nun zum ersten Mal einen Profit-Factor berechnen kann, da sich dieser aus dem Verhältnis der Gesamtgewinne zu den Gesamtverlusten ermittelt. Ohne Verluste kein Profit-Factor ;D

 

Alles in allem war der Spuk des heutigen Handelstages nach 82 Minuten mit einem positiven Gesamtergebnis vorbei.

 

Gemessen am bisherigen Chartverlauf habe ich das bisherige Tageshoch bei den Gewinnmitnahmen gut abgreifen können. Es könnte im Verlauf des Tages durchaus noch höher gehen, aber man darf auch den Zeitfaktor nicht aus dem Auge lassen. Das Ziel ist, den Trade ausschließlich intraday zu managen und bei so wenig Volatilität macht es Sinn, den Handelstag dann auch zügig zu beenden und nicht noch größere Intraday-Verluste für mögliche Gewinne in Kauf zu nehmen.

 

Der nächste Handelstag kommt bestimmt und so konnte man den Handelstag und hier die Handelswoche bereits um kurz vor 10 Uhr beenden.

 

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende.

 

Am Feiertag werde ich nicht handeln, also gibt´s den nächsten Trade erst am Dienstag.

 

Edit: Hab noch die Kennzahlen vergessen.

 

Gesamtergebnis:

Initiales Risiko: 172,85€

Tagesgewinn: 25,05€ (nach Gebühren)

max Drawdown intraday: 37,45€

 

Damit hab ich seit Beginn des Projektes erstmalig weniger Tagesgewinn erwirtschaftet, als ich intraday Drawdown hatte. Damit bestätigt sich lediglich, wie zäh es heute war.

Dateianhang


Bearbeitet von DaBuschi, 02 Juni 2017 - 12:11 Uhr,

Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

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  #16
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Hi DaBuschi,

 

Da ich meinen SL mittlerweile auf @1,12177 nachziehen konnte, habe ich den ersten Teiltrade @ 1,12244 geschlossen, als die Gesamtposition mit über 1R im Gewinn war und habe somit den Tag erfolgreich in den Gewinn gerettet.

 

... dein durchschnittliches Initialrisiko lag bei 19,3 Pip (abgerundet), also läge 1R-Gewinn bei 1,12396 (abgerundet). Letztendlich hast du mit diesem Trade 0,18R (aufgerundet) Gewinn gemacht, abzüglich Kosten.

 

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8(|In Wirklichkeit  *_* ist die Realität ganz anders! 8(| 8(|¡sɹəpuɐ zuɐɓ ʇıəʞɥɔıๅʞɹıM əıp ʇsı*_*ʇəɐʇıๅɐəଧ ɹəp uI8(|


  #17
ONLINE   DaBuschi

Hi DaBuschi,

 

... dein durchschnittliches Initialrisiko lag bei 19,3 Pip (abgerundet), also läge 1R-Gewinn bei 1,12396 (abgerundet). Letztendlich hast du mit diesem Trade 0,18R (aufgerundet) Gewinn gemacht, abzüglich Kosten.

 

ciao ping

 

Du hast damit natürlich Recht. Ich wollte damit auch lediglich zum Ausdruck bringen, dass ich zum Zeitpunkt des Gewinnmitnahme bei Schließung von 50% der Gesamtposition bereits mehr Gewinn erzielen würde, als ich noch Restrisiko im Markt hätte.

 

Sorry, wenn das für Verwirrung gesorgt hat.

 

Viele Grüße

DaBuschi


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Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

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  #18
OFFLINE   ping

Sorry, wenn das für Verwirrung gesorgt hat.

 

... ich finde es eher gut, wenn ein so wichtiges Thema hier im Forum mal ab und zu auftaucht. Das 1R- und R-Multiples-Prinzip ist ein so fundamentales Kriterium eines professionellen MoneyManagement, dass es neben den hier zahlreichen nicht zielführenden Themen viel öfter vertreten sein sollte. Ein Tradinganfänger, der sich vieleicht ernst- und gewissenhaft dem Thema Trading widmen möchte, der soll auch die richtigen Themen für seine Überlegungen mit zur Auswahl haben.


P.S.: mit hier ist das Forum gemeint, nicht der Thread.


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  #19
ONLINE   DaBuschi

Heute war ein guter Tag, aber nicht, weil ich heute riesige Gewinne gemacht habe, sondern weil heute mein Risiko-Management besonders erfolgreich war.

 

Ich hab dieses mal zwei Bilder angehängt. Im ersten sieht man den 5min-Chart und die Pfeile markieren meine initialen SL-Level für meine beiden Positionen. Dabei ist der SL für Trade 1 selbsterklärend und einem Swing-Low. Der andere sieht aus, als wäre er irgendwo im nirgendwo, ist er aber nicht, sondern er liegt ein halbes Pip unter dem Hoch von 0.30 Uhr. Im Nachhinein hätte er ein halbes Pip unter dem Hoch von gestern Abend um 22.05 Uhr liegen müssen, also @1,12583 und basiert auf der EW-Regel, dass es innerhalb eines Impulses nicht zu einer Überschneidung von Welle 1 und Welle 4 kommen darf. Damit stellt das Hoch, das Hoch der Welle 1 dar und die Bewegung heute morgen konnte als Welle 4 gezählt werden, bis sie dieses Level gebrochen hat.

Der weitere Kursverlauf zeigt, dass beide SL-Level in dem Abwärtsimpuls, der um 9.05 Uhr begann und knapp 20 Minuten andauerte, gerissen worden. Deshalb ist heute ein guter Tag, weil ich es trotz des Kursverlaufs geschafft habe, ein Plus zu erwirtschaften und meine SL so nachzuziehen, dass ich konsequent Risiko aus dem Markt genommen habe.

 

Bild 2 zeigt den Handel im 1min-Chart. Sofort nach dem Einstieg lief der Kurs innerhalbd er ersten 2 Minuten gegen mich und dann kamen die ersten Käufer in den Markt. Zwischen 8.32 Uhr und 8.41 Uhr hatte sich ein Zick-Zack ausgebildet. Als das Hoch von 8.38 dann gebrochen wurde, lag damit ein kleiner Aufwärtstrend vor (meiner eigenen Definition nach zumindest). Als dieser kleine Trend etabliert war, habe ich den SL auf das Tief von 8.32 Uhr nachgezogen. Das Gezappen zwischen 7.55 Uhr und 8.20 Uhr stellt für diesen kleinen Trend einen Widerstand dar, weshalb ich hier die erste Teilposition geschlossen habe.

 

2. Trade:

Entry @ 1,12686 / Initial SL @ 1,12595 / Exit @ 1,12721 - Haltedauer 13 Minuten

 

Für den 1. Trade habe ich den SL nach Schließen von Trade 2 nun auf das Tief von 8.32 Uhr @ 1,12654 nachgezogen. Als die um 8.55 Uhr beginnende Aufwärtsbewegung um 8.57 Uhr ein neues Hoch seit Trade-Eröffnung markierte, habe ich 40% des 1. Trades vom Tisch genommen und den SL unter das Tief von 8.57 Uhr @ 1,12673 nachgezogen. Dort wurde ich 4 Minuten später auch ausgestoppt.

 

1. Trade:

Entry @ 1,12683 / Initial SL @ 1,12507 /

40% Exit @ 1,12723 - Haltedauer 28 Minuten

60% Exit @ 1,12672 - Haltedauer 32 Minuten

 

Nach 32 Minuten war der Spuk vorbei und 5 Minuten später kam Abwärtsdynamik auf, die meinen beiden initialen SL gerissen hat.

 

Aus Gewinngesichtspunkten mein bisher schlechtestes Ergebnis, aus Risikominimierungsgesichtspunkten alles richtig gemacht.

 

Gesamtergebnis:

Initiales Risiko: 118,63€

Tagesgewinn: 14,20€ (nach Gebühren)

max Drawdown intraday: 24,41€

Dateianhang


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Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

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  #20
OFFLINE   masterofzaster

Hey buschi auch ich will mich hier bedanken für deine mühe! Welcher pro macht sich hier heutzutage noch die mühe den (tastatur)mund aufzumachen und etwas preiszugeben (ausser vielleicht scusi und denis früher mal)
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