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heute habe ich wieder einmal etwas gelernt ...

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11 Antworten zu diesem Thema

  #1
OFFLINE   ping

*
BELIEBT

Hi,

Folgendes ist passiert:

Da mir einige sich deckende Gedankenansätze über das Trading in früheren Beiträgen von DaBuschi aufgefallen sind, verfolg(t)e ich seinen derzeitigen Contest mit gewissem Interesse. Nun sieht seine proklamierte Strategie vor, den Einstieg täglich um 8:30 Uhr long durchzuführen.
Heute ergab sich bei mir im zeitlichen Vorfeld ein Shorteinstiegsszenario und zufällig kurz nach 8:30 Uhr kam der Trigger zum Short gehen. Ich trade diskretionär und just zum Zeitpunkt der Orderabsendung schoss mir der Gedanke durch den Kopf, "mach ich diesen Trade jetzt nur, um mir zu beweisen, dass ich mit meiner Meinung, dass dieser (hier) von DaBuschi gewählte Tradingansatz meiner Meinung nach einige Schwachstellen aufweist, richtig liege". Ein absurder Gedanke, wie mir dann klar wurde, denn mein Tradeplan entwickelte sich ja vor diesem Gedanken und war somit zuerst da. Aber die Verarbeitung dieses Gedanken und die Entwicklung der dargelegten Schlussfolgerung führten dazu, dass sich die Orderaufgabe einige Sekunden verzögerte und ich ca. 1,5 Pip schlechter an den Trade kam. Das ist jetzt nicht weiter tragisch, es hätte auch genauso umgedreht kommen können.

In der späteren Analyse dieses Vorfalls durchzuckte es meinen Körper, als mir bewusst wurde, was hier geschehen war.

Allein die Tatsache, dass mir dieser Gedanke überhaupt aufkam, ist schon bemerkenswert und sagt mir, dass ich mein gesteigertes Ego, hervorgerufen durch eine inzwischen schon etwas unheimlich anmutende Gewinnserie, im Zaume halten sollte und die notwendige Demut vor dem Markt keinesfalls aus den Augen verlieren darf. Dieses sind meine derzeitigen neuen Hauptbaustellen.

Einhergehend ist mir aufgefallen, dass es weitere ähnlich gelagerte Situationen in der jüngeren Vergangenheit meines Tradings gegeben hat, die im Zusammenhang mit der ForexFabrik stehen. Damit hier keine Missverständnisse aufkommen, die FF ist eine tolle Sache und ich bin gern hier! Die Crux liegt alleinig bei mir und der meinerseitigen zeitlichen Benutzung dieser. Es hatte immer nur sehr geringe Auswirkungen, aber wer den Cent nicht ehrt ... (pfeifender Smiley (wie vermisse ich dich))

Aufgrund dessen und auch aufgrund des wenig vorhandenen Feedback (der Gedanke "die Programme haben zwar einige Downloads, aber es scheint sie keiner für sinnvoll zu erachten und demzufolge zu benutzen" hat sich etabliert) werde ich die Veröffentlichung neuer Software in meinem Blog etwas zurückfahren. Der Vertrieb des Wirtschaftsdatenkalenders wird ebenfalls vorerst auf Eis gelegt. Mein Trading verlangt und bekommt, auch durch die gestiegenen Lotgrößen nun noch mehr Prioritäten und Aufmerksamkeit.

So gesehen waren diese neuen Erkenntnisse mit 1,5 Pip wahrlich billig erkauft.

ciao ping

P.S: Schade das dieser Trade heute zusätzlich einen Zeitstopp hat, aber einige Minuten nach 13:45 Uhr ergeben sich ja auch wieder neue Tradinggelegenheiten. Wünsche allen allzeits gute Trades. :welldone:


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8(|In Wirklichkeit  *_* ist die Realität ganz anders! 8(| 8(|¡sɹəpuɐ zuɐɓ ʇıəʞɥɔıๅʞɹıM əıp ʇsı*_*ʇəɐʇıๅɐəଧ ɹəp uI8(|

  #2
ONLINE   DaBuschi

Heute ergab sich bei mir im zeitlichen Vorfeld ein Shorteinstiegsszenario und zufällig kurz nach 8:30 Uhr kam der Trigger zum Short gehen. Ich trade diskretionär und just zum Zeitpunkt der Orderabsendung schoss mir der Gedanke durch den Kopf, "mach ich diesen Trade jetzt nur, um mir zu beweisen, dass ich mit meiner Meinung, dass dieser (hier) von DaBuschi gewählte Tradingansatz meiner Meinung nach einige Schwachstellen aufweist, richtig liege".

 

Hey @ping,

 

kurz mal zur Richtigstellung. Es ist kein Trading-Ansatz, sondern ein Projekt, welches üblicherweise vorsieht, dass die Handelsrichtung durch einen Münzwurf entschieden wird. Es hätte im Münzwurf-Fall auch durchaus short gehen können, aber ich bin einfach zu faul, diese blöde Münze zu werfen und mach deshalb nur long only.

 

Wichtig ist auch - es ist ein Projekt und das Ergebnis gilt es abzuwarten. Nichts desto trotz würde mich interessieren, welche Schwachstellen Du siehst :)

 

Nun aber zu dem wirklich wichtigen Teil. Ich bin froh, dass Du zu dieser Erkenntnis gelangt bist und das vor allem auch so schnell. Ich wünsche Dir, dass Du für die Korrektur der internen Stellschrauben ebenso wenig Zeit benötigst. Ich kenne es aus eigener Erfahrung. Man tradet sein Ding, liest im Forum quer, liest eventuell Beiträge von Usern, die man schätzt und findet etwas interessant und lässt sich dadurch beeinflussen. Das wirkt sich umgehend auf den eigenen Trading-Erfolg aus - in der Regel nicht positiv.

 

Das ist auch der Grund, warum ich lange Zeit nicht mehr im Forum war. Abgesehen davon, dass ich hier bereits alles dargelegt hatte, was ich mit anderen teilen konnte, hatte ich auch privat deutlich weniger Zeit fürs Trading und fürs Forum und hatte das Forum auch noch seinen Einfluss auf mein Trading.

 

Im Moment enpfinde ich es hier als positiv, dass es keinen anderen diskretionären Trader gibt, der seine Gedanken ausführlich und offen teilt, weil dann die Gefahr bestünde, dass ich mich davon beeinflussen lasse. Ich persönlich gehe davon aus, dass ich in meinem Trading und meinen Sichtweisen gefestigt genug bin, um diese Gefahren (so wie Du heute) rechtzeitig zu erkennen und das Problem sofort zu beheben und meine Mitte wieder einzunehmen.

 

In meinen Augen zeigt Dein heutiges Verhalten, dass Du in Deiner Entwicklung als Trader schon sehr weit fortgeschritten bist. Es zu merken ist das Eine, sein Verhalten nicht zu ändern das Andere. Deshalb wünsche ich Dir, dass Du Deine Mitte schnell wieder findest. Am Ende stelle ich eine Gefahr für Dich dar, aber eine Gefahr, die Dir überall auflauern kann und dann halt andere User-Namen trägt. Wenn Du Dich diesen Situationen wohldosiert regelmäßig aussetzt, kannst Du Dich dahingehend überprüfen, wie selbstbewusst Du schon bist, im Sinne von Dir als Trader Deiner eigenen Fähigkeiten selbst bewusst zu sein.

 

Ich kommentiere ja auch andere Ideen hier quer und kann mich noch gut an meine Vergangenheit erinnern. Ich wusste bereits, dass EAs mir nix bringen und das sie meines Erachtens langfristig nicht profitabel sein können und dennoch hat es mich dann doch immer wieder gepackt, wenn jemand hier einen vielversprechenden EA vorgestellt hat. Davon bin ich komplett geheilt. Ich schau es mir an, finde es vieleicht sogar interessant, bilde mir eine Meinung, teile meine Gedanken und Bedenken mit den anderen Usern (z.B. Cluster-Trading) und ziehe dann weiter, ohne dass es einen Einfluss auf mein Trading hätte.

 

Ich weiß jetzt nicht, ob und welchen Einfluss es auf mich hätte, wenn Du Deine Gedanken und Vorgehensweisen niederschreiben würdest, so wie ich es aktuell tue.

 

Wäre mal spannend zu erfahren, auch um mich mal selbst zu testen ;D

 

Viel Erfolg weiterhin

DaBuschi


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Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

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  #3
OFFLINE   Traderunner

*
BELIEBT

Hallo Ping,

 

ich kenne den Moment, wo man von Erfolg gekrönt immer weiterdenkt und will.... nur.... es ist furchtbar schwer, sich bei zu großem Erfolg wirklich und wahrhaftig zu resetten. Auch ich habe damals meine Lotgrößen mit steigendem Konto erhöht, natürlich ganz entsprechend dem Moneymanagement, aber ich hatte mich selbst dabei vergessen. Ich kam mit den größeren Größen mental nicht zurecht, was erstmal einen herben Einbruch brachte. Denn bei größeren Größen musst du umso mehr in der Lage sein, dich von schlechten Positionen zu trennen. Mach nicht denselben Fehler wie ich. Wenn du jetzt gut dabei bist, dann freue dich und bleibe eine Weile auf deiner Lotgröße stehen, bis bei dir innerlich wieder gähnende Langeweile herrscht.

Liebe Grüße

Traderunner


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Es ist nichts falsch daran, dass Menschen Reichtümer besitzen. Falsch wird es, wenn Reichtümer Menschen besitzen.

  #4
OFFLINE   ping

Hi DaBuschi,

 

... na es scheint, nun sind wir mit unserer Konversation doch in der FF gelandet. Das ist ok. Obwohl ich ja schon angedeutet hatte, meine FF-Zeit deutlich runterzufahren.

 

Ja, ist mir schon klar, dass es sich hier nur um ein Projekt handelt. Ich bin auch gespannt auf den Ausgang.

Die angesprochenen Schwachstellen, beinhalten zum einen den festgelegten Entry nach Uhrzeit. Nun ist der Entry nicht das entscheidenste Kriterium beim Trading und die Uhrzeit für den Entry ist tageszeitmäßig gut gewählt, aber aus meiner Tradinglogiksichtweise macht ein solcher Zeitentry keinen Sinn, denn er hat nichts mit der stattfindenden momentanen Marktentwicklung zu tun. Die Beschränkung auf OnlyLong macht die Sache dann nochmal schwieriger. Da aus der Projektbeschreibung nicht hervorgeht, ob du unter bestimmten Umständen (abgesehen von Feiertagen etc.), also ich rede hier von Chartbildern und Markttechnik, einen Entry verweigerst, gehe ich davon aus, du gehst sonst jeden Entry. Meiner Meinung nach ist das unlogisch und ich finde darin auch keinerlei Sinn.

Die zweite Schwachstelle, die mir allerdings erst bei deinen durchgeführten Trades aufgefallen ist, du ziehst die Stopps sehr schnell nach um Risiko aus dem Markt zu nehmen. Das führt zu vermehrt geringen Gewinnen. Ich habe jetzt nicht die genauen Zahlen deiner bisherigen Ergebnisse, aber bei z.B. durchschnittlich 0,2R Gewinn pro Trade benötigt man eine TQ von 80% für breakeven. Wir befinden uns zur Zeit noch in einem traumhaften Longmarkt im EURUSD. Eigentlich müssten jetzt bei deinem Projekt die Gewinne nur so sprudeln. Wenn nicht jetzt, wann dann? Es ist mir natürlich klar, dass der bisherige betrachtungsfähige Zeitraum noch keine relevanten Schlüsse auf das Ergebnis zulässt, aber ein paar Pfeile tendieren für mich in die falsche Richtung.

 

 

Ja, die Beeinflussung von Außen ist schon ein Ding, unterschwellig-heimtückisch kommt sie daher, schleicht sich an und versucht sich still und heimlich in einer dunklen Ecke einzunisten. Eine tägliche innere Arbeit ist von Nöten, sie davon abzuhalten. Aber es ist ein spannendes und interessantes Feld das es da zu beackern gibt.

 

ciao ping


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  #5
OFFLINE   ping

bei z.B. durchschnittlich 0,2R Gewinn pro Trade benötigt man eine TQ von 80% für breakeven

 

 

... da hat sich, sagen wir mal, ein Rundungsfehler eingeschlichen.

 

Richtig ist: bei z.B. durchschnittlich 0,2R Gewinn pro Trade benötigt man eine TQ von etwas über 83,33% für breakeven.

 

sorry. O:) :Sheepish: O:)


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  #6
ONLINE   DaBuschi

Hi @ping,
 
vielen Dank für Deine Rückmeldung zu meinem Projekt. Ich nehme nachfolgend zu einigen Punkten Stellung.
 

Die angesprochenen Schwachstellen, beinhalten zum einen den festgelegten Entry nach Uhrzeit. Nun ist der Entry nicht das entscheidenste Kriterium beim Trading und die Uhrzeit für den Entry ist tageszeitmäßig gut gewählt, aber aus meiner Tradinglogiksichtweise macht ein solcher Zeitentry keinen Sinn, denn er hat nichts mit der stattfindenden momentanen Marktentwicklung zu tun.


Im Prinzip geb ich Dir Recht, dass man bessere Einstiege finden kann, wenn man sie an markttechnischen Gegebenheiten festmacht und nicht zu einer festen Zeit einsteigt. Allerdings lernt man bei diesem Projekt so einiges. Man lernt, Overtrading komplett auszuschließen. Es gibt nur diesen einen Trade pro Tag und Du musst das Beste draus machen. Nimm, was der Markt Dir bereit zu geben ist und lass Dir möglichst wenig weg nehmen. Ich habe für mich persönlich bereits jetzt bemerkt, wieviel intensiver ich mich mit dem Markt auseinandersetze, da ich gezwungen werde, aus der mir gegebenen Situation, das Beste zu machen und nicht frei wählen zu können.
 

Die Beschränkung auf OnlyLong macht die Sache dann nochmal schwieriger. Da aus der Projektbeschreibung nicht hervorgeht, ob du unter bestimmten Umständen (abgesehen von Feiertagen etc.), also ich rede hier von Chartbildern und Markttechnik, einen Entry verweigerst, gehe ich davon aus, du gehst sonst jeden Entry. Meiner Meinung nach ist das unlogisch und ich finde darin auch keinerlei Sinn.


Long only kommt daher, dass ich bei einer hohen Sample-Size durch Münzwurf irgendwann auf 50% Long und 50% Short rauskommen würde und das in Phasen, wo der Markt am Ende auch 50% Long und 50% Short gegangen ist, sodass man unterm Strich ne 50%ige Wahrscheinlichkeit hat, dass man eine Position in Trendrichtung eingeht, wenn man über den gleichen Zeitraum einfach immer nur long geht. Es macht die Sache einfacher, kommt nach 1000 Trades aber aufs gleiche raus.
 
Einen Entry werde ich nicht verweigern. Das macht auch keinen Sinn, denn einen Entry verweigern, weil das Chartbild es nicht hergibt, bedeutet, schlauer sein zu wollen, als der Markt, wo wir beim Thema Demut sind. Ich hab das im ganzen Projektverlauf 1 mal gemacht und ich lag kräftig daneben. Seitdem hab ich jeden Trade genommen, außer an Feiertagen.
 

Die zweite Schwachstelle, die mir allerdings erst bei deinen durchgeführten Trades aufgefallen ist, du ziehst die Stopps sehr schnell nach um Risiko aus dem Markt zu nehmen. Das führt zu vermehrt geringen Gewinnen. Ich habe jetzt nicht die genauen Zahlen deiner bisherigen Ergebnisse, aber bei z.B. durchschnittlich 0,2R Gewinn pro Trade benötigt man eine TQ von 80% für breakeven.


Volltreffer. Da hast Du vollkommen Recht. Mit ein wenig mehr Geduld und Vertrauen wäre deutlich mehr drin gewesen. Diesen Punkt habe ich auch schon erkannt und ich muss versuchen daran zu arbeiten. Tage wie heute sollten hoffentlich eher selten sein, aber das wir die Zeit zeigen.
 

Wir befinden uns zur Zeit noch in einem traumhaften Longmarkt im EURUSD. Eigentlich müssten jetzt bei deinem Projekt die Gewinne nur so sprudeln. Wenn nicht jetzt, wann dann? Es ist mir natürlich klar, dass der bisherige betrachtungsfähige Zeitraum noch keine relevanten Schlüsse auf das Ergebnis zulässt, aber ein paar Pfeile tendieren für mich in die falsche Richtung.


Wir sind in einem Long-Markt, das ist richtig und die Gewinne sind auch gut gesprudelt. Wenn ich das Projekt auf meinem Live-Konto bis zum 31.05. betrachte, habe ich von 13 Handelstagen 13 im Gewinn beendet. Hier nochmal das Ergebnis:

 

Anzahl Trades 42
Größter Gewinn € 41.02
Größter Verlust (€ 16.80)
Durchschnittl. Gewinn € 12.08
Durchschnittl. Verlust (€ 8.20)
Durchschnitt. Gewinn / Durchschnitt. Verlust 1.47
Summe Gewinne € 471.13
Summe Verlierer (€ 24.59)
Profit Faktor 19.16
Profitable Trades in % 92.86%
Anzahl Gewinner 39
Anzahl Verlierer 3
Gesamtgewinn € 446.55

 

Und nun zu Deiner Aussage des Long-Marktes aus der man herauslesen könnte, dass es doch super einfach ist, bei Long only in einem Long-Markt Geld zu machen. Das hier im Contest und in meinem Journal dokumentierte Ergebnis, wurde seit 01.06.2017 erzielt, wobei am 05.06.2017 kein Trade gemacht wurde. Im Bild anbei habe ich die zeitlichen Einstiege durch vertikale Linien hervorgehoben.

 

Am 01.06. und 02.06. ging der Markt zu Beginn in meine Richtung, um dann im Tagesverlauf deutlich gegen mich zu laufen. 01.06. war effektiv ein Short-Tag und der 02.06. ein Long-Tag durch die NFP am Freitagnachmittag. In der London-Session waren beide Tage short. Gleiches trifft für die letzten 3 Tage zu. Ich hatte in meinem Journal ja geschrieben, dass der Kurs um 8.30 Uhr über die letzten 4 Handelstage immer auf dem gleichen Niveau war. Wir befinden uns also in einem Seitwärtsmarkt mit deutlichen Abwärtsimpulsen. Gemessen an dem Chartbild finde ich das Ergebnis gar nicht so schlecht. Im nächsten Beitrag werde ich eine Bilderserie posten, aller Tage seit Beginn meines Projektes am 11.05.2017. Da wird auch deutlich, dass der Markt nicht einfach so jeden Morgen den Zug gen Norden bestiegen hat.

 

Versteh mich bitte nicht falsch. Deine Kritik vor allem an den schnellen Gewinnmitnahmen ist berechtigt. Da war deutlich mehr drin, aber wenn das Projekt erfolgreich verläuft, dann kann man am Ende auch festhalten, dass ich wahrscheinlich oftmals nach der ersten Stunde wieder flat bin und in seltenen Fällen einen Trade bis in die New-York-Session retten kann. Wenn dabei eine ordentliche Performance bei rauskommt, kann man basieren darauf errechnen, ab welcher Kontogröße die Gewinne so groß sind, dass man davon leben kann. Und mal ehrlich - was gibt es Schöneres als zu wissen, dass man im Schnitt am Morgen eine Stunde arbeitet und den Rest des Tages zur freien Verfügung hat. Wenn ich diese Gewissheit nach dem Projekt habe, dann habe ich viel gewonnen, denn dann muss ich als Trader halt nicht stundenlang vor den Charts hocken und auf den richtigen Moment warten. Die Frage aktuell ist nur, ob ich diese Gewissheit haben werde bzw. welche Lehren ich aus dem Projekt ziehen kann.

 

Am Ende werde ich auch mal auswerten, wieviel Pips der Markt an Gewinntagen so gegen mich gelaufen ist. Das können auch wichtige Infos dahingehend bringen, dass man den SL deutlich enger setzt, auch wenn er dann markttechnisch evtl. nicht mehr sinnvoll ist. Für eine solche Aussage bräuchte es aber wohl einen Projektzeitraum von 3 Jahren, sodass wir hier auf mehr als 500 Trades und Tage schauen können.

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  #7
ONLINE   DaBuschi

Ich bin Dir übrigens sehr dankbar für Deine Hinweise. Dadurch habe ich mir den Verlauf seit Beginn nochmal genau angeschaut. Mein Bauchgefühl war, dass ich die positiven Ergebnisse ausschließlich dem Long-Markt verdanke, habe das aber nie validiert. Dann tue ich das jetzt. Ich betrachte hierbei vor allem die Zeit direkt nach dem Einstieg. Wenn hier keine zu große Schwankungsbreite auf der Short-Seite zu erkennen ist, bewerte ich auch noch den Rest des Tages

 

11.05. - kurz long, dann short

12.05. - kurz short, dann long

15.05. - nur long

16.05. - nur long (nicht gehandelt)

17.05. - morgens short

18.05. - anfangs long, später short

19.05. - nur long

22.05. - anfangs short

23.05. - anfangs long, später short

24.05. - anfangs long, dann volatil seitwärts

25.05. - kurz short, dann long, dann wieder short (nicht gehandelt)

26.05. - long, erst später short

29.05. - long, erst später short

30.05. - nur long

31.05. - long, Rücksetzer hinter Einstieg, dann stark long

01.06. - kurz long, dann short

02.06. - kurz long, dann short, erst später wieder stark long

05.06. - erst long, dann stark short (nicht gehandelt)

06.06. - kurz long, dann stark short

07.06. - kaum long, stark short

08.06. - nur short

 

Insgesamt 21 Tage

Nur long: 4 Tage

Nur short: 1 Tag

Anfangs long: 12

Anfangs short: 4

 

Trend London-Session:

Long 12.05/15.05./16.05./19.05./23.05./24.05./25.05./26.05./29.05./30.05./31.05. - 11 Tage

Short 11.05./17.05./18.05./22.05./01.06./02.06./05.06./06.06./07.06./08.06. - 10 Tage

 

Alles in allen recht ausgewogen während der London-Session. Wo ich besser werden muss, ist bei den Long-Only Tagen. Beim einzigen Short-Only ist eine volle Position in den SL gelaufen. Bei den 4 Long-Only Tagen, von denen ich an einem schlauer als der Markt war und nicht gehandelt habe, muss man einfach festhalten, dass die Ausbeute deutlich zu mager war.

 

Aber das aggressive Risiko-Management bezüglich Stopp-Versetzung hat mich von 18 ingesamt gehandelten Tagen, 17 mit Gewinn abschließen lassen und bei einem Blick auf die verschiedenen Charts, ist das in meinen Augen eine recht gute Leistung. Das hätte deutlich schlechter verlaufen können.

 

Also danke nochmal für Deine Kritik. Sie hat mir die Möglichkeit eröffnet, die Ergebnisse nochmal anders zu beleuchten.

Dateianhang


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Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

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  #8
OFFLINE   ping

Hi DaBuschi,

 

danke für deine ausfühlichen Statements. Auch du hast natürlich in vielen Punkten Recht. Es ist das alte Problem, dass viele Weg nach Rom führen und jeder aber den seinen als den Besten sieht und ihn verteidigen will. Was auch damit zu tun hat, dass man von seinem eigenen Weg überzeugt sein muss, um ihr überhaupt ordentlich gehen zu können. Der Nachteil dabei ist, dass man somit an eventuellen Fehlern mit festhält. Ich versuche mich aus Kritik an anderen Tradingsichtweisen eigentlich rauszuhalten, das gelingt mir leider nicht immer, wie man in einigen meiner bisherigen Beiträge nachlesen kann. Selbst über die Hedgediskussion ägere ich mich im nachhinein. Da es schon einige Ausnahmefälle gibt, wo es auch Sinn machen kann im gleichen Instrument gleichzeitig mit gleicher Lotgröße long und short zu gehen. Wenn man dies z.B. bei verschiedenen Brokern macht, könnten sich dahinter logisch nachvollziehbare Gründe verbergen, die auch den Preis von 2x unnötigen Spread rechtfertigen können.

Na die Zukunft wird es zeigen, in wie weit es mir gelingt mich auch in diesem Thema mehr zu disziplinieren.

 

ciao ping


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  #9
OFFLINE   Divecall

Danke Dabuschi, für Deine - wie immer sehr informativen - Beiträge!

 

Für die Suchmaschinen: (Man möge mir das "etwas Off-Topic" verzeihen) Ich hatte schon vor einiger Zeit mit "Random Entries" experimentiert. Mein Fazit war, das man durch "Coin Flip Trading" durchaus positiv Resultate erzielen kann. Der Knackpunkt dabei ist das Risiko- bzw. Money-Management.

 

Hier der Link zum alten Thema - für alle die es interessiert:

 

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Erstellungsdatum 18.12.2011 - 22:38 Uhr

 
OMG. das Thema ist aus dem Jahr 2011.... :(O :rolleyes: Kinder, wie die Zeit vergeht...

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Du möchtest Dich in der Forexfabrik verewigen? Evtl. sogar als ...

gastautor
Zuletzt aktualisiert Datum: 27.02.2015 - 23:49 Uhr

 


  #10
OFFLINE   Katakuja

Interessant, aber fast genau das gleiche wie in der Überschrift habe ich vor ungefähr einer 1 Stunde auch zu mir

selber gesagt, als ich um kurz nach 2 Uhr (nachts) aus dem Garten kam und sah was der Gbp/Usd gemacht hat.

 

Ich habe knapp über 500 € verloren, bzw. kein Gewinn gemacht (ok, nur 96 €) in dem Ich meine Shorts schon 2 Tage davor geschlossen hatte,

obwohl es mir schon fast klar war das es so laufen wird, war mir die Gefahr einfach zu groß das es, wenn auch sehr unwahrscheinlich anders

laufen kann und das Geld naher noch über Wochen gebunden ist, mit der Hoffnung das es doch nach unten geht usw und bla..

 

Auf was ich hinaus will, das wichtigste was ich heute gelernt habe ist, über mich selber, das ich es geschafft habe. Ich vertraue mir selber und Mir

macht es inzwischen nichts mehr aus. Nicht die Bohne.. 500 €..Egal. Die Entscheidung habe ich getroffen wie ich Sie getroffen habe und es gab

Gründe dafür. Und Ende.

 

Es gibt kein mehr, hätte wenn und aber und aufregen. Als der MT4 aufgeploppt ist, und ich den H1 Chart sah habe ich erst mal los gelacht

und dachte mir war ja klar. Wärst du aber drin geblieben gäbe es jetzt ne up rally.

 

Mich hätte das Minus sehr viel mehr gestresst als der Verlust des Gewinns von dem Ich überzeugt war. Lieber komme ich mit Null raus als mit Minus.

 

Damit wir Uns verstehen, nicht das ich zu viel Geld habe, aber löst man sich einmal von dem 'Verlust' Gedanken und nimmt es so wie es ist,

lebt man und tradet viel unstressiger.

 

Lg, Kata

 

der auch jetzt überzeugt ist das es jetzt erst mal (auf D1/W1) noch viel weiter nach unten gehen wird aber der Zug ist jetzt abgefahren.

Egal. Forex läuft 24 Stunden durch und da kommen noch so viele Gelegenheiten in den nächsten Monaten.


Bearbeitet von Katakuja, 09 June 2017 - 02:26 Uhr,


  #11
OFFLINE   Katakuja

Ja, die Beeinflussung von Außen ist schon ein Ding, unterschwellig-heimtückisch kommt sie daher, schleicht sich an und versucht sich still und heimlich in einer dunklen Ecke einzunisten. Eine tägliche innere Arbeit ist von Nöten, sie davon abzuhalten.

 

Ach ja.

 

Diesbezüglich.

 

Will jetzt nicht überreagieren deswegen mache ich es erst morgen. Aber.

Morgen werden erst mal alle in der Tab Bar gespeicherten Forex Links gelöscht. Alle !

Bis auf die rechnen links.

 

Braucht mal alles nicht. Kostet nur Zeit. Und lenkt ab. Nicht das ich so oft drin gelesen habe aber

ab und zu klickt man dann doch drauf.

 

Zu dem Sie deine eigene Meinung trotz allem irgendwie beeinflussen oder zumindest angreifen,

wie du es so schön geschrieben hast.

 

Irgendwann muss man entscheiden, mach ich was weil ich es kann oder verschwende ich nur meine

Lebenszeit und sollte mich was anderem widmen, töpfern zb.

 

ps. Wieso ist eigentlich der Pfeifen Smiley weg ??

 

Lg,

 

Kata.


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  #12
ONLINE   DaBuschi

Selbst über die Hedgediskussion ägere ich mich im nachhinein. Da es schon einige Ausnahmefälle gibt, wo es auch Sinn machen kann im gleichen Instrument gleichzeitig mit gleicher Lotgröße long und short zu gehen. Wenn man dies z.B. bei verschiedenen Brokern macht, könnten sich dahinter logisch nachvollziehbare Gründe verbergen, die auch den Preis von 2x unnötigen Spread rechtfertigen können.


Ich habe auch Momente, wo ich realistisch betrachtet einen Hedge offen habe. Das sind dann aber eigene Trades, die unabhängig voneinander sind mit eigenem Tradingplan usw. Aber so Sachen wie, wenn ich keinen Plan habe, geh ich gleichzeitig long und short oder anstatt eines SL hedge ich, sind rechnerisch einfach nicht sinnvoll, sondern kostet nur Geld.

 

Und ein Hedge bei einem anderen Broker ist so wirklich richtig sinnvoll. Denn gerade jetzt, wo die Nachschusspflicht verboten wird, würdest Du im Falle eines riesigen Gaps bei dem einen Broker nur Dein Guthaben verlieren und beim anderen machst Du Dir mit der Gegenposition das Konto voll. Aber nur in diesem speziellen Fall, wo dann ja doch wieder ein garantierter SL (rechtlicher SL, dass keine Nachschusspflicht besteht) greift, habe ich ein sinnvolles Szenario.


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