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Fundamentaler Devisenhandel - Das langfristige FX-Portfolio

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52 Antworten zu diesem Thema

  #1
OFFLINE   HankScorpio

*
BELIEBT

Hallo liebe Forumsmitglieder, 

 

wie ich ich in meinem Vorstellungsthema bereits erwähnt habe, bin ich im Devisenmarkt ein Fundamentalist;D

 

Das soll nicht bedeuten, dass ich die technische Analyse ablehne. Im Gegenteil - ich benötige Sie zur Eröffnung einer Position unbedingt - denn ich muss ja meinen Stop irgendwo setzen. Desweiteren ist die technische Analyse wenn die Position ordentlich ins Plus gelaufen auch sehr hilfreich, z,B. bei Gewinnstop, Trailingstop, Hedging oder beim Reentry.

 

Fundamental möchte ich aber wissen, warum es so ist. Warum bewegt sich der Kurs jetzt in diese Richtung? 

 

Im Aktienmarkt ist die fundamentale Analyse für mich nicht zu gebrauchen. Ich bin mit meinen Aktien bis jetzt gut ohne fundamentale Daten gefahren. Billig kaufen, teuer verkaufen. So einfach ist das  ;D Das gilt  für Zeiträume die sich über mehrere Jahre ziehen und das macht es dann wieder irgendwie doch schwerer  ;D

 

Im Devisenmarkt hingegen werden die fundamentalen Treiber einer Währung oft per Termin bekannt gegeben: Das sind meistens die Zinsentscheidungen der Zentralbanken, aber auch politische Wahlen, Brexit-Abstimmungen usw. usf.

 

Und damit wäre ich auch schon bei dem wohl wichtigsten fundamentalen Treiber momentan: Den Zinsen. 

 

Hier gibt es auch keine Interpretationsmöglichkeit. Entweder sie steigen, fallen oder bleiben unverändert. 

 

Desweiteren lässt sich der Fair-Value Wert einer Währung z.B. an Preisen für Konsumgütern, die sog. Kaufkraftparität messen 

 

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Beim veröffentlichen meiner Positionen werde ich vermutlich weitere Indikationen, die sich auf Value beziehen mit einbringen. 

 

Mit diesen beiden fundamentalen Daten kann man bereits schon profitable Trades, wie z.B Carry-Trades erzeugen.

Dadurch hat man einen sogenanten "Edge".  

 

Diese fundamentalen Treiber erlauben es oft, für 6 Monate oder länger eine Währung im stetig wachsenden Gewinn zu halten.

 

Das klingt bis jetzt alles sehr einfach. Jedoch fehlt noch ein weiterer Faktor. Nämlich das Momentum. Wenn wir massives Risiko bekommen, dann ist vermutlich ein Carry-Trade wie NZD/JPY ruck-zuck Geschichte. Der YEN "crasht" - er wertet auf, wird stärker. So ist zumindest die Theorie.Es ist auch in Vergangenheit so gewesen. Ob es in Zukunft noch so sein wird, kann man daraus folgend aber auch nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Also bedarf es aktiver täglicher Pflege meines Portfolios. 

 

Haltedauer ist - im Gewinnfall -  ca. 6 Monate, am besten länger. 

Dass das nicht immer funktioniert (der Gewinnfall) , muss ich wohl keinem erklären.;D

 

Gehandelt werden viele Devisenpaare gleichzeitig, so dass das Portfolio gut gestreut ist. 

 

Die Positionen werden deshalb mit entsprechend geringem Hebel und weitem Stop eröffnet. 

Durch steigende Gewinne muss man den Hebel immer weiter vergrößern bzw. teilweise absolut maximieren. 

Das ist übrigens der schwierigste Part. Buy and Hold kann jeder.

 

Hier kommt der schwierige Teil: 

 

 

 

 

Stanley Druckenmiller sagte:  

 

 

 

When asked about the most important lessons that Stan Druckenmiller learned from George Soros, he says: I've learned many things from him, but perhaps the most significant is that it's not whether you're right or wrong that's important, but how much money you make when you're right and how much you lose when you're wrong. The few times that Soros has ever criticised me was when I was really right on a market and didn't maximise the opportunity. Soros has taught me that when you have tremendous conviction on a trade, you have to go for the jugular. It takes courage to be a pig. It takes courage to ride a profit with huge leverage. As far as Soros is concerned, when you're right on something, you can't own enough.

 
 

 

 

 

Auf Deutsch - frei von mir übersetzt: 

 

"Auf die Frage nach den wichtigsten Lektionen, die Stan Druckenmiller von George Soros gelernt hat, sagt er:

Ich habe viele Dinge von ihm gelernt, aber vielleicht ist das absolut Signifikanteste, dass es nicht das ist, ob man richtig oder falsch liegt was so wichtig ist.  

 

Es ist viel mehr, der Punkt wie viel Geld Du verdienst, wenn Du recht hast und wie viel Du verlierst, wenn Du falsch liegst. 

 

 

Die wenigen Male, die Soros mich jemals kritisiert hat, war, als ich wirklich richtig in einem Markt war und nicht die Gelegenheit maximierte. Soros hat mich gelehrt, dass wenn man enorm überzeugt von einer Situation ist, man den Markt an seiner empfindlichsten Stelle treffen muss.

Man braucht Mut, um ein Schwein zu sein. Man braucht Mut, um einen Gewinn mit riesigem Hebel zu fahren" 

 

 

 

 

 

 

Ich wäre generell insbesondere über Kritik erfreut, da ich die Falsifizierung (nach Karl Poppers Standard) begrüße. 

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So, das war es erstmal. Heute Abend werde ich meinen nächsten Trade ( also direkt vor/nach Eröffnung ) hier niederschreiben, sowie meinen Plan für diese Woche. 

 

 

 

 


  • DaBuschi, MANDL2007, hansjs und 3 anderen gefällt das

"The generally accepted view is that markets are always right - that is, market prices tend to discount development accurately.

I believe the market prices are always wrong in the sense that they present a bias view of the future"

 

- George Soros - 


  #2
ONLINE   €urix

Finde es erfrischend und spannend einmal einem "Fundamentalisten" über die Schulter schauen zu dürfen. Dafür Danke ich dir schon mal im Vorraus.

Viel zu wenige habe wir hier, die Meisten wollen nur schnell mal in den Markt rein und raushoppen und natürlich möglichst mit Gewinn. Ich bin auch so einer und bewundere immer Trader die Geduld in Unmengen daheim rumliegen haben. Dabei sind das diejenigen die meist den wirklichen Gewinn einfahren. Dein Thema mit den Verlinkungen und Übersetzungen finde ich schon mal Spitze. Bin schon gespannt was ich als "Kurzfristhopper" alles von dir lernen kann.

Für dein Thema hier wünsche ich dir das Beste. :welldone:  

 

€urix


  • Crashbulle und HankScorpio gefällt das

"Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel braucht" (Peter Rosegger)

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  #3
OFFLINE   HankScorpio

Vielen Dank @ €urix 

 

Man ist von Kind auf einen Full-Time Job konditioniert. Und deshalb erliegt man dem Irrtum im Markt würde man per Stunde/per Tag bezahlt. Und zeitweise funktioniert das sogar gut, wenn die Volatilität hoch ist. Dann ist Daytrading um einiges machbarer.  

 

Also ich denke schon, dass es auch dauerhaft gute/erfolgreiche Daytrader gibt.

 

Aber ich kann nur für mich sprechen. Und mir liegt das Daytradig (also per Definition Abends alle Positionen zu schließen ) nicht. Und ob man gute Gewinne schließen muss, ist natürlich auch eine Frage!? Es gibt Stops (in diesem Fall Gewinnstop fix, oder Gewinnstop Trailing Stop ) oder man kann alternativ Overnight eine Stop-Entry Hedge Position hinterlegen (weniger sinnvoll für Leute, die Positionen kürzer als eine Woche halten möchten). Wenn grosse politische Ereignisse an Wochenenden sind, (die Frankreich-Wahl war so ein Event)  sollte man für die entsprechenden Märkte 100%  Hedge-Positionen am Freitag einzugehen. Wie gesagt, alles bei gutem Gewinn.

 

 

Und um alle vom Quantum Fonds heute eimal zitiert zu haben.

 

 

One of the best rules anybody can learn about investing is to do nothing, absolutely nothing, unless there is something to do.

 

Jim Rogers

 

 

Zu deutsch: 

 

"Eine der besten Regeln, die jeder über die Investition lernen kann, ist nichts zu tun, absolut nichts, es sei denn, es gibt etwas zu tun."


  • €urix, Joachim108 und asfranz gefällt das

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I believe the market prices are always wrong in the sense that they present a bias view of the future"

 

- George Soros - 


  #4
OFFLINE   Joachim108

Moin,

 

erst einmal auch von mir herzlich willkommen hier.

Ich freue mich sehr, dass du diesen fundamentalen Ansatz hereinbringen willst. Ehrlich gesagt habe ich mich noch nicht zu sehr damit beschäftigt, denke aber das dies eine gute Möglichkeit ist, Geld zu verdienen.
Es gab mal eine Untersuchung, dass Trader in den USA erfolgreicher sind, als in der EU. Begründung war, dass in der EU fast ausschließlich nach Charttechnik gehandelt wird, während in den USA auch die Fundamentaldaten eine grosse Rolle spielen würden. Ob das so stimmt weiss ich zwar nicht, aber eine Bereicherung wird es allemal!!!
Daher also schon einmal Danke für den Thread im voraus und einen treuen Leser hast du schon mal...


  • HankScorpio gefällt das

Ich weiß, das ein Backtest nichts über die Zukunft sagt.
Aber warum soll ich etwas traden, das in der Vergangenheit schon nicht funktioniert hat?!

 

http://www.system-check.me


  #5
OFFLINE   HankScorpio

@Joachim

 

Vielen Dank für Deinen Kommentar. 

 

Hast Du zufällig einen Link zu dieser Studie? Würde mich auf jeden Fall interessieren. Insbesondere, welche Märkte in welchem Zeitraum untersucht wurden.


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  #6
ONLINE   DaBuschi

Fundamental möchte ich aber wissen, warum es so ist. Warum bewegt sich der Kurs jetzt in diese Richtung? 
 
Im Aktienmarkt ist die fundamentale Analyse für mich nicht zu gebrauchen. Ich bin mit meinen Aktien bis jetzt gut ohne fundamentale Daten gefahren. Billig kaufen, teuer verkaufen. So einfach ist das  ;D Das gilt  für Zeiträume die sich über mehrere Jahre ziehen und das macht es dann wieder irgendwie doch schwerer  ;D

 
Hi @HankScorpio und auch von mir ein herzliches Willkommen an Board.
 
Da Du auf Falsifizierung wert legst hier mal meine 2 Cents, warum Dein Ansatz Sinn macht, Du aber auch bei Aktien den fundamentalen Part nochmal überdenken solltest.
 
Warum ist es bei längerer Haltedauer von Aktien nicht so wichtig, auf Fundamentaldaten zu achten? Basierend auf den Zyklen, wo Aufwärtstrends in der Regel zwischen 3 und 7 Jahre andauern (der aktuelle ist immerhin schon im 9. Jahr) und Abwärtstrends sich in der Regel über einen Zeitraum zwischen 1 und 3 Jahren erstrecken, muss man nur das grobe Timing richtig haben.
 
Gemäß dem Motto "A rising tide lifts all the boats" ("Die Flut hebt alle Boote" bzw. im übertragenen Sinne "Ein starker Trend lässt alle Aktien steigen") kann man mit Aktien relativ leicht Gewinn machen, wenn wir uns übergeordnet in einem Aufwärtstrend befinden. Der Gegenpart zu Aktien ist auch immer eine Währung. So zahle ich x € oder $ um Aktien zu kaufen. Wenn man bedenkt, dass die Regierungen an einer leichten Inflation interessiert sind und somit die Währung über die Zeit langsam aber sicher entwertet wird, bedeutet das im Umkehrschluss, dass die Preise in der jeweiligen Währung steigen. Das führt unweigerlich zu steigenden Aktien-Kursen, denn Aktienunternehmen besitzen Immobilien, Patente, Maschinen usw. Diese steigen genauso im Preis, wie auch die Preise der Produkte, die Unternehmen verkaufen. All dies spiegelt sich in einem steigenden Aktienkurs wider. Es ist also nicht mal unbedingt auf die guten Analysefähigkeiten des Investors zurückzuführen.

 

Das ist auch der Grund, warum sich viele Privat-Anleger derart die Finger verbrennen und dann nach einem Crash und vielen Verlusten der Börse den Rücken kehren. Sie haben in einem mehrere Jahre währenden Aufwärtstrend ordentlich Gewinne gemacht und waren der Meinung, dass sie es "drauf" haben und das Belohnungszentrum im Hirn suggeriert ihnen, dass sie richtig gehandelt haben. Was sie dabei nicht bemerkt haben, ist, dass es nicht ihr Verdienst war, sondern dass sie evtl. sogar schlechter als der Gesamtmarkt abgeschnitten haben. Anfängern fehlt diese Weitsicht mangels Erfahrung einfach. Hab ich selber alles durchgemacht.

 

Aus diesem Grund ist es weniger wichtig, bei Aktien auf Fundamentaldaten zu achten. Nichts desto trotz kann es durchaus von Vorteil sein, die "richtigen" Aktien im Depot zu haben und somit kann man auch hier besser performen als der Gesamtmarkt. Wer nicht auf Fundamentaldaten achten will, läuft primär Gefahr genauso gut bzw. schlecht, wie der Gesamtmarkt abzuschneiden. In diesem Fall wäre es dann aber evtl. sinnvoller in ETFs zu investieren.

 

Aber unterm Strich gilt - eine andauernde Inflation vorausgesetzt werden Aktien auf lange Sicht immer steigen, weshalb eine Long-Only-Strategie hier Sinn macht. Idealerweise sollte man Zeiten, den Investitionsgrad hochfahren, wenn eine Abwärtsbewegung altert und den Investitionsgrad herunterfahren, wenn ein Aufwärtstrend ein gewisses Alter erreicht. Wenn man dieses Spiel dauerhaft betreibt, wird man sicherlich besser abschneiden, als viele andere Marktteilnehmer und das ohne großen Aufwand, weil Zyklen nunmal Jahre dauern.

 

Bei Währungen ist es anders gelegen. Hier ist der Gegenpart eine andere Währung. Ein langfristiger Trend in eine Richtung lässt sich nicht so einfach definieren, weil primär beim EURUSD beide Währungsräume auf Wachstum durch Inflation abzielen. Auch deshalb geht man bei Währungen davon aus, dass sie sich langfristig eher in einer großen Spanne seitwärts bewegen. All das sind gute Gründe, sich mit der fundamentalen Situation zu beschäftigen, wenn man sich langfristig positionieren will.

 

Eines sollte man dabei aber nie vergessen - wenn die Gründe für eine Bewegung öffentlich bekannt sind, kann man davon ausgehen, dass die Bewegung bereits wieder beendet ist. Wenn sie weitergeht, sind meist andere Gründe dafür verantwortlich. Der Begriff "Carry-Trade" war in der breiten Masse unbekannt, bis sie aufgelöst wurden und als Begründung für die starken Bewegungen vor allem in den JPY-Währungen genannt wurden. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich JPY-Währungen aber schon mehrere 1.000 Pips bewegt. Ich habe durch Glück mal von diesen Bewegungen profitiert, als ich mit einem SL von 90 Pips Bewegungen von 2.500 Pips innerhalb einer Woche mitnehmen konnte. Wieviel Glück ich hatte, habe ich erst später verstanden. Das ist übrigens sogar hier im Forum dokumentiert.

 

Gesucht und gefunden :)

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Ich wünsche Dir maximale Erfolge

Viele Grüße

DaBuschi


Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

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  #7
OFFLINE   HankScorpio

Also ich wollte ja eigentlich gestern noch meine nächste veröffentlichen. Aber es wurde relativ spät, da mir die Eröffnung im Forex Markt gestern Nacht doch etwas heftig vorkam. Und irgendwie war das Forum offline.  

 

Ich hatte vorher an eine weitere Position im CAD gedacht. Hatte mir CAD/JPY angeguckt und es gefiel mir nicht so gut. Dafür gefielen mir meine sich ausweiteten Gewinne im SHORT EUR/JPY umso besser. 

 

Heute morgen sieht es weiter ein wenig nach Risk Off aus. Gold hat ja scheinbar auch schon nen Boden gefunden -  es wurde da auch um 1200 USD kritisch. Die Förderkosten war im Jahre 2014 bei 1137 USD.  Mittlerweile sollten zumindest die Förderkosten für Gold - laut Drehbuch der Zentralbanken - auch gestiegen sein.

Zu erkennen ist das übrigens auch oft an einer zunehmenden Differenz zwischen dem Börsenpreis und dem Preis für physisches Gold. Kann man in Onlineshops gut vergleichen. Wird die Differenz immer grösser, dann ist der Zeitpunkt gut um beim Gold einzusteigen. Beim Silber ist es übrigens noch viel extremer.

 

Aber ich komme vom Thema ab...also zuruck zum Trade, Habe mir dann was anderes überlegt, wo der CAD auch mitspielt. Und zwar habe ich noch in der Nacht folgende Position eröffnet:

 

 

LONG NOK/CAD  @0,154590 

 

SL: 0,152790 

 

Fundamentale Hintergründe:

 

Grundsätzlich steht hinter dieser Position die Überlegung eine an den Ölpreis "gebundene" Währung gegen eine andere zu tauschen. Und beide sind natürlich vom Ölpreis abhängig.

Desweiteren ist die Norwegische Krone als sog. "sicherer Hafen" bekannt. Und das ist enorm wichtig im Risk Off. 

 

1. Zinsen

 

Jetzt gab es allerdings letzte Woche in Canada eine Zinserhöhung. Diese war von 0,5 auf 0,75. Der Zinssatz in Norwegen ist aber auch nicht negativ, er beträgt 0,5 %.  

Als Carry Trade wäre long CAD/NOK also schonmal nicht gut geeignet. Zudem liest man schon ein paar Analysten, die von einer möglichen Erhöhung der Zinsen durch die Norske Bank (norwegische Zentralbank) in nächster Zeit rechnen. Die Wirtschaftsdaten könnten ebenfalls dafür sprechen. 

 

2. Value

 

Der Valuewert gegenüber dem Dollar ist bei der NOK stärker als beim CAD. Die NOK ist (laut IWF) also unterbewertet.  Die Valuewerte findet man übrigens auf den Seiten des IWF und der OECD. 

 

Hier mal ein Link, da sind auch andere wichtige wirtschaftliche Date dabei: 

 

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3. Momentum

 

Also ein Trend ist hier im Chart (Monatschart)  NOCH nicht zu sehen. Wir befinden uns hier seit November 2014 in einer Seitwärtsphase. Allerdings kann das auch eine stabile Bodenbildung sein, die durch die oben genannten Faktoren wie Fluchtwährung, Erhöhung der Zinsen durch die Norske Bank und einen schnell steigenden Ölpreis einen Ausbruch der NOK gegenüber dem CAD erzeugen könnte.  Generell ist das CRV also für einen längeren Zeitraum als gut zu betrachten.  


Bearbeitet von HankScorpio, 17 July 2017 - 09:49 Uhr,

  • €urix und asfranz gefällt das

"The generally accepted view is that markets are always right - that is, market prices tend to discount development accurately.

I believe the market prices are always wrong in the sense that they present a bias view of the future"

 

- George Soros - 


  #8
OFFLINE   HankScorpio

@DaBuschi 

 

Vielen Dank für Deinen Beitrag. Übrigens: Volle Zustimmung für den Part, dass wenn der Gesamtmarkt bullisch ist, der größte Teil der Aktien zwangsläufig steigen wird. 

 

Also vorab müssten wir natürlich klären was die Fundamentaldaten bei Aktien überhaupt sind. Oder besser noch, welche relevant oder weniger relevant sind. Weil da gibt es in der klassischen Fundamentalen Analyse ja doch einiges was mir Probleme bei der Bewertung bereitet.  

 

Ein Beispiel: 

 

Sind die Gewinne generell relevant? Ich würde erstmal sagen: "Ja, klar - natürlich" Dann hätte Tesla die letzten Jahre nur fallen müssen, da die keine grünen Zahlen geschrieben haben. Also können die schon mal nicht so relevant sein. 


Bearbeitet von HankScorpio, 17 July 2017 - 10:15 Uhr,

  • SchweinchenSchlau gefällt das

"The generally accepted view is that markets are always right - that is, market prices tend to discount development accurately.

I believe the market prices are always wrong in the sense that they present a bias view of the future"

 

- George Soros - 


  #9
ONLINE   DaBuschi

Sind die Gewinne generell relevant? Ich würde erstmal sagen: "Ja, klar - natürlich" Dann hätte Tesla die letzten Jahre nur fallen müssen, da die keine grünen Zahlen geschrieben haben. Also können die schon mal nicht so relevant sein. 

 

Man muss schauen, woraus Gewinne bei Aktieninvestitionen entstehen können.

 

Bei Deinen FX-Trades spekulierst Du auf eine Kursbewegung, die Dir Gewinne beschert gepaart mit Zinseinnahmen aus der Zinsdifferenz der beiden Volkswirtschaften.

 

Auf Aktien übertragen haben wir auch hier Gewinne durch Preisveränderung und Dividenden, die Du mit den Zinseinnahmen bei den Währungen vergleichen kannst.

Kaufst Du ein Unternehmen, welches keine Gewinne macht, kannst Du Gewinne aus Deiner Investition nur aus Kursveränderungen ziehen. Tesla ist hier ein Extrem-Beispiel, weil es bei dem Universum von Aktien eine Sonderposition einnimmt und eine Ausnahme darstellt. Wenn man die Unternehmensgewinne (hier Verluste) mit Zinsen gleichsetzt und ein anderes Unternehmen mit positiven Erträgen gegenüberstellt und beide als Währungspaar betrachtest, dann würdest Du Long im Unternehmen gehen, welches Gewinne generiert und short in dem Unternehmen gehen, welches Verluste macht.

Beispiel:

 

Tesla macht 10$ Verlust je Aktie und McDonalds macht 10$ Gewinn je Aktie. Beide Aktien kosten 200$.

 

Jetzt verkaufst Du Tesla, handelst also quasi USD/Tesla und kaufst McDonalds, handels also McDonalds/USD. Die USD streichen sich raus und die handelst faktisch McDonalds/Tesla im mal bei der Währungsdarstellung zu bleiben.

 

Jetzt nehmen wir an, dass McDonalds 1 Jahr später immer noch bei 200$ notiert und Tesla aufgrund der verlorenen 10$ bei 190$ steht. Du hast damit 10$ Kursgewinne gemacht, und hast 10$ Dividende(Zinsen) von McDonalds kassiert, also 20$ kassiert.

 

Das Problem bei Tesla ist, dass hier die Idee herrscht, dass sie profitabel werden und wenn das passiert, wird das Dividendenwachstum bei Tesla deutlich größer sein als bei McDonalds. Damit wird der Kurs gegen Dich laufen, weil an der Börse die Zukunft gehandelt wird und Tesla ist die neue Apple. Das will keiner verpassen.

 

Wenn Du aber die Masse der Aktien betrachtest, die keinen Gewinn machen, wirst Du feststellen, dass Tesla halt wirklich die Ausnahme ist. Wenn absehbar wird, dass Tesla nie profitabel wird, wird auch diese Aktie wieder fallen. Bisher befeuert sich die Kursrallye selbst, was aber auch darin begründet liegt, dass viele Menschen bei Aktien nur die Möglichkeit der Kursgewinne sehen und den langfristigen Effekt der Dividenden und des Dividendenwachstums außer Acht lassen. Aktien sind Unternehmensbeteiligungen und als solche sollten sie auch betrachtet werden. Leider wird bei Aktien immer nur von Kursgewinnen geredet und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die meisten Menschen in Deutschland Angst vor Anlagen in Aktien haben. In den USA hats da eine komplett andere Kultur. Hier gibt es sogar Aktien, die monatlich Dividende zahlen. Dort werden Aktien sehr viel mehr als Altersvorsorge und Möglichkeit betrachtet, passives Einkommen zu generieren und die Unternehmen pflegen diese Dividenden-Kultur auch sehr viel besser als europäische Unternehmen.

 

Aber wir weichen ab und verwässern das Thema - sorry dafür

 

Viele Grüße

DaBuschi


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  #10
ONLINE   alexf82

ich klink mich mal ein und werde das Thema erstmal als stiller Mitleser verfolgen. 

 

Mir geht es ähnlich wie €urix, dass mir einfach die Geduld und die Nerven fehlen, wenn ein Trade länger wie 2-3 Tage offen ist. 

Deshalb ist es für mich ebenfalls spannend zu sehen / lesen, was du so handelst ... und vielleicht kann man ja den ein oder anderen Trade abgucken ;)


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  #11
OFFLINE   ping

Die NOK ist (laut IWF) also unterbewertet.

 

jaaa, wenn's der IWF sagt ...., vieleicht wollen die ja auch nur NOK-Posis runterfahren. o_O

 

Und irgendwie war das Forum offline.

 

... die Mod's arbeiten daran, wird gemunkelt. Zumindest sind die Gelder für einen neuen Server schon mal vollständig. Warten wir mal geduldig ab. :beer:

 

Hi HS,

 

auch von mir ein herzliches Hallo hier im Forum und die besten Wünsche für deine Trades. :welldone:

 

ciao ping


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8(|In Wirklichkeit  *_* ist die Realität ganz anders! 8(| 8(|¡sɹəpuɐ zuɐɓ ʇıəʞɥɔıๅʞɹıM əıp ʇsı*_*ʇəɐʇıๅɐəଧ ɹəp uI8(|


  #12
OFFLINE   HankScorpio

jaaa, wenn's der IWF sagt ...., vieleicht wollen die ja auch nur NOK-Posis runterfahren.

 

Ja, es wäre sehr naiv zu glauben, dass der IWF keine eigenen Interessen verfolgt. Nichtsdestotrotz habe sich erstaulicherweise die Daten von IWF und OECD in der Vergangenheit als überwiegend hilfreich erwiesen.

 

MFG

 

@DaBuschi

 

Ja, Tesla ist ein Thema. Allerdings fallen mir da noch sehr viele andere Extrembeispiele ähnlicher Natur ein - aber wie Du schon sagtest, hier ist der falsche Platz für das Thema. Könnten ja ein seperates im Aktienforum eröffnen?

 

MFG  


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  #13
OFFLINE   fxnoob

Na endlich bist du hier 🤝

Vielleicht bringt jetzt mal jemand für mich Licht ins dunkel dieser so genannten "fundamental Analysen"

Freu mich schon drauf denn ich habe der Studie entsprechend null plan von dem ganzen.

Bin aber durchaus interessiert.

Schaden kann ja wohl nicht. 🤓

In dem Sinne

Willkommen in der Fabrik 🎉🍻

Und gute trades

Mfg fxnoob



Gesendet von meinem EVA-L09 mit Tapatalk

Bearbeitet von fxnoob, 17 July 2017 - 18:00 Uhr,

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  #14
OFFLINE   fxnoob

Durch tesla/usd short..
.. usd/McDonald's long auf McDonald's/tesla long zu gehen... Oder wars short?

Egal.

Allein der (durchaus richtige) Gedanke, auf den ich allein niemals gekommen wäre zeigt was ihr mir an Wissen voraus habt.

Vielen Dank für den Denkanstoß.

Ich habe mich schon oft gefragt ob so etwas möglich ist... Also zb Facebook/snapchat long...

Für die Lösung hat mir das rechnerische Verständnis gefehlt :)

Mfg fxnoob



Gesendet von meinem EVA-L09 mit Tapatalk
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  #15
ONLINE   DaBuschi

Nichts anderes machen Hedge-Fonds. Sie suchen sich zwei Unternehmen der gleichen Branche und gehen im einen Long und im anderen Short. Damit sind sie Branchenneutral und auch cashmäßig neutral, aber wenns aufgeht, machen sie dennoch Gewinn, wenn die gekaufte Aktie stärker steigt bzw. langsamer fällt als die verkaufte Aktie
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  #16
OFFLINE   HankScorpio

Also die Position

 

NOK/CAD @0,154590

 

ist ganz gut angelaufen.

 

Momentan korrigiert sie ein wenig. Das werde ich heute im Auge behalten. Und dafür kommt natürlich die technische Analyse zum Einsatz: Beim Setzen eines Gewinnstops, um einen Reentry Punkt zu definieren und um eventuell die Korrektur für Nachkäufe zu nutzen. Noch sehe ich allerdings keinen Handlungsbedarf.

Habe das aber im Auge. 

 

Der Hebel soll aber erst ab dem Bereich bei 0,157500 zum Einsatz kommen. 

 

 

Und nun suche ich meine nächste neue Position, es soll schließlich ein möglichst breit gestreutes FX-Portfolio werden.

Vergleichbar wie mit einem Aktienindex - Verlierer werden nämlich rausgeschmissen ;D


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- George Soros - 


  #17
OFFLINE   HankScorpio

Potentielle Kandidaten sind schonmal: 

 

 

ZAR (Südafrikanischer Rand) 

long ZAR/USD  

short EUR/ZAR

short CHF/ZAR

 

AUD ( Australischer Dollar) 

 

long AUD/NZD

short EUR/AUD

 

SGD ( Singapur Dollar) 

 

als "sicherer Hafen" bekannt und eine fixierte Währung. Dementsprechend etwas schwieriger hier einen guten Partner zu finden. 

 

Wer Ideen hat, darf Sie hier gerne posten. 

 

 

EDIT: Der RUB sieht auch sehr interessant aus. 


Bearbeitet von HankScorpio, 18 July 2017 - 09:49 Uhr,

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  #18
OFFLINE   HankScorpio

Sehe gerade die "Party" im EUR/USD...da erwarten wohl ein paar Leute eine fundamentale Änderung der Geldpolitik der EZB...wie wahrscheinlich das ist oder ob Mario Draghi wieder seine übliche Rede hält, ist eine andere Frage. Daher handele ich grundsätzlich so etwas am Tag NACH der Entscheidung. 

 

Aber hier könnte gleich eine kurzfristige Gelegenheit entstehen. Wenn der EUR nämlich vor der Entscheidung schon nach oben ausbüchst, halte ich es für denkbar, dass dann die EZB einen Ihrer sog. "Mechanismen" anwenden könnte. Sprich: Also ab 1,16 besser noch kurz vor der 1,17 könnte eine gute Short Gelegenheit sein. Hier sollte man sich aber durch einen garantierten Stop-Loss absichern oder keinen/einen sehr kleinen Hebel benutzen.  


  • ping gefällt das

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- George Soros - 


  #19
OFFLINE   ping

Sehe gerade die "Party" im EUR/USD...

 

... könnte auch 'ne Abschlussparty werden. Mein derzeitiger Gedanke, 10 vor 16 und 'ne speedige c-Welle Do-Nachmittag. ... man wird sehen.


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8(|In Wirklichkeit  *_* ist die Realität ganz anders! 8(| 8(|¡sɹəpuɐ zuɐɓ ʇıəʞɥɔıๅʞɹıM əıp ʇsı*_*ʇəɐʇıๅɐəଧ ɹəp uI8(|


  #20
OFFLINE   HankScorpio

10 vor 1.16 war auf jeden Fall schonmal nicht schlecht @ping

 

C-Welle sind Elliot Wellen, oder? MIt EW-Analyse kenne ich mich leider gar nicht aus. Ist das ne Aufwärtswelle? 


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