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Trading mit Volumen und PA

- - - - - MarketProfile Volumen Ticks

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13 Antworten zu diesem Thema

  #1
OFFLINE   Krelian99

*
BELIEBT

Das ist also mein System. Ich hab mich auf Umkehrpunkte, Durchbrüche und Fakies, also Fehlausbrüche spezialisiert. Warum? Während die Allermeisten Trends hinterher jagen und die Allermeisten eben auch verlieren, fand ich immer schon am spannendsten, woran ich merke, dass Trends oder Swings enden oder beginnen. Die Regeln beim Handeln sind eigentlich einfach, z.B.: "Kaufe günstig, Verkaufe teuer." Warum auch immer vergessen das Leute schnell, wenn sie auf den Chart schauen. Angebot und Nachfrage ist ebenso immer gültig. Das "Smart Money" testet z.B. nach unten um das "Stupid Money" rauszuschmeißen, lockt dabei aber auch Käufer an, die günstig kaufen wollen. Wie jetzt? Man kann erkennen, ob die Bewegung ein Test ist, wer am Markt ist und wer mitkommt oder dagegenhält, und ob die Bewegung letztlich echt ist und Unterstützer findet oder eben nicht. Große Banken füttern oft den Markt an um zu schauen, wie er reagiert. Es gilt zudem auch wie in der Physik, von nichts kommt nichts und wo gehobelt wird, fallen Späne.

 

Wie aber sehe ich diese Späne? Mit Volumen oder Ticks. Ticks sind einfach die kleinste Einheit um den Markt zu bewegen, was wiederum heißt es wurde eine Menge an Kontrakten umgesetzt, also Volumen. Die beiden, sprich Eingang und Ausgang sind physikalisch vielleicht nicht einwandfrei zu vergleichen, aber sie stimmen ziemlich gut überein, zu 95% sogar. Volumen ist immer mit Preis und Zeit zusammen zu betrachten, bilden also eine Einheit. Drei Dimensionen. Ist doch besser als nur 2D, oder? Nur kurz an die, die meinen nur echtes Volumen ist sinnvoll: Schattenbanken kaufen und verkaufen täglich riesige Pakete in den Hinterhöfen von Börsen, von den Vorgängen vorne am Schalter niemand etwas sieht - ganz legal und völlig normal. Ticks kann man sicherlich auch manipulieren, es benutzen nur zu wenige dank der üblen Nachrede, zu Unrecht, wie ich finde. Egal was ihr verwendet, Ticks oder Pseudo-Realvolumen, bleibt dabei. Ich hab die kleinen Biester (akkumuliert) ein Jahr lang studiert, bevor ich richtig verstanden hab, sie zu lesen. Es hat aber meine Sicht auf den Markt komplett verändert, und ich denke das wird jeder bestätigen können, der es auch tat. Es lohnt sich also. Versprochen.

 

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So, nun aber zur Strategie. Als Basis nehm ich das PVSRA von TAH das es bei FF.com gibt. Allerdings fehlt mir da die PA (price action) um Umkehrpunkte auszumachen. Doppelte Böden und Tops und Kopf-Schulter Formationen oder sich öffnende Dreiecke sind schöne Chartmuster. Kerzen mit langen Dochten, gerne auch mehrere in einer Reihe find ich auch sehr nett. Mir ist egal wie das Verhältnis Körper-Docht ist und wie der Name dafür ist, ich will sehen, dass der Markt reagiert. Daran sehe ich, dass andere Marktteilnehmer dazugekommen sind oder andere ihren Profit abgeholt haben und nachdem sie Verkäufer waren, sind sie oft Käufer (und umgedreht). Man muss nur versuchen zu verstehen, wie die großen Jungs ticken und ihnen versuchen zu folgen (Folge der Masse und du verlierst.). Der Markt rennt nicht zufällig in die eine Richtung und plötzlich in die andere. Er ist sehr gut vorhersehbar, und da kommen die Ticks ins Spiel. Wenn der Markt im Gleichgewicht ist, sich Bullen und Bären hauen, verliert eine Gruppe und der Markt läuft los - der Trend ist geboren. Irgendwann ist der Preis zu teuer oder zu billig, Traders gehen raus, andere kommen dazu und die Meinung kann kippen. Das passiert aber nicht einfach so still und heimlich, sondern der Hypetrain muss halten um gesund zu bleiben und um neue Leute mitzunehmen oder dreht um, und dafür brauch man viel Power und es fallen Späne. Also: Trend = wenig Späne, Umkehr = sehr viele Späne, Stopp (retracement) = viele Späne.

 

Dann gibt es da noch den Spread zwischen Bid und Ask. Ähnlich wie Ticks geht es um abgeschlossene Kontrakte. Asks und Bids sind wie entgegengesetzte Kräfte und ziehen unabhängig aneinander. Im Trend weitet sich der Abstand (Spread), im Gleichgewicht ist er eng, machmal sogar null oder negativ. Ein alter Fuchs nannte es im Trend Sicherheit, im Gleichgewicht Unsicherheit auf den Spread bezogen. Wenn ihr also in den Umkehrpunkten wisst, dass es Umkehrpunte sind, zahlt ihr für eure neue Position also auch nur einen kleinen Spread. Wenn ihr wartet bis der Trend etabliert ist, großen Spread. Ein anderer Vorteil ist das enge SL, dass ihr setzen könnt. Wenn der Markt doch gegen euch läuft, verliert ihr wenig und wenn ihr merkt, der Markt nimmt Fahrt auf, switcht um und könnt den Verlust vielleicht gleich wieder glattstellen. Oder der Markt hat keine Kraft mehr, eure Idee war doch richtig - sowas passiert. Ich benutze einen fixen Sicherheits-SL, der mich in 10% meiner Strategie raushaut (wenn ich nicht vorher rausgehe). Das muss man allerdings für jeder Paar und Timeframe statistisch ermitteln. 10% kann ich verkraften. Bsp: bei GBPAUD M5 sind es bei mir 22Pips für 10%. Ca. 1% wären 35Pips, was es mir aber nicht wert ist.

 

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Das Volumen hab ich in zwei Indikatoren als akkumuliertes und einmal als in Clusterboxen verteiltes. Letzteres ist ähnlich wie ein Footprint-Chart und zeigt mir innerhalb der Kerze an, wo genau die Späne gefallen sind. In Gaps fallen logischerweise keine Späne, deshalb sind die natülich auch interessant. Wenn extrem viele Späne fallen und 'nichts' passiert, ist was faul - "Bemühung und Effekt" stimmen dann offensichtlich nicht überein. Bei einem Ausbruch kaum Volumen sagt mir, es ist ein Fehlausbruch und ich sollte mich in entgegengesetzte Richtig orientieren, oft auch erhöhtes Volumen zu einem Support/Resistenz direkt hin oder davon weg. Kommt allerding bei einem Ausbruch Unterstützung rein, orientiere ich mich in Richtung Ausbruch. So kann ich kaum in eine Losing Position kommen, wenn der Markt nochmal das Sup/Res-Niveau testen sollte. Das klingt zwar aggressiv, ist aber nur vernünftig im Gegensatz dazu abzuwarten und naja, hohen Spread zu bezahlen und vielleicht in eine ungünstige Position zu kommen - jeder 1-2-3-Muster-Trader kennt das nur zu gut, denk ich.

 

Den M5-Chart nehm ich um kurzfristig zu handeln. Das Market Profile, traditionell auf M30, nutze ich um die nächsten Ziele anzupeilen und mich auf eine eventuelle Umkehr einzustellen, Punkte für wichtigere Stärke- und Schwächesignale auszumachen und demnach zu handeln. Ich habe keine festen Regeln, folge nicht dem Trend, sondern dem Markt und denke nicht schwarz-weiß, sondern in Risiko zu verlieren Schlecht und Sehr Schlecht (also im positiven Sinne), das aber von verschieden Ansätzen mit hoher Synergie getragen wird und am Ende steht ein peng oder kein peng. Das nennt man dann Fuzzy Logic, und die funktioniert recht gut, zumindest nicht schlecht :welldone:

 

Hoffe, ihr erklärt mich nicht für irre :w00t:

Wobei, ein bisschen irre muss man wohl sein um FX zu traden.


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Sieh Veränderungen als Change: "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit." Carl Josef »Necko« Neckermann. (1912 - 1992)


  #2
OFFLINE   Netsrac

Hallo Krelian

 

und vielen Dank für das Teilen deiner Strategie. Sehr interessant, gerade wenn man als blutiger Anfänger jede Art von konstruktivem Input gebrauchen kann. Ich beschäftige mich ebenfalls mit PVSRA aus ff.com und habe nur eine Frage in Bezug darauf. Du schriebst:

Allerdings fehlt mir da die PA (price action) um Umkehrpunkte auszumachen.

Was meinst Du damit?

 

Viele Grüße aus Halle/Saale ;-)



  #3
OFFLINE   Krelian99

Es heißt doch Price Volume Sup/Res Analysis. Die Meisten, bis auf einen, sind so auf Volume + Sup/Res fixiert, dass sie die PA völlig vergessen. Einfache Chartpattern wie Double Top/Bottom oder Candlesticks wie Hammer kommen gar nicht vor, obwohl die für sich selbst schon recht mächtig sind, siehe naked trading. Da werden dann fast nur Trades nach EMA50-Durchbruch eingegangen, weil das DER Dreh- und Angelpunkt in ihrem Chart ist. Kann man ja machen, aber effektiv ist was anderes. Zudem geht man davon aus und regt sich die ganze Zeit auf, dass das Smart Money nur manipuliert. Da denk ich mir: Seid doch froh, so seht ihr wenigstens ordentlich Späne fliegen und würdet ihr es mit sehr viel Geld nicht auch so machen? Da sind andere Herangehensweisen, den Chart zu erklären mMn sinniger, z.B. der Wyckoff-Cycle, EW oder MP (die drei ergänzen sich). Jedenfalls liebe ich Effizienz, also schaue ich, welche zusätzlichen Ansätze haben hohe Synergie dazu und ist möglichst profitabel bei kleinem Risiko. PVSRA war da nur der Start meiner Reise, wofür ich aber auch sehr dankbar bin. Vorher hab ich nur mit Indikatoren und Harmonic Patterns herumgedoktert und war naiv wie man als Anfänger nur sein kann.


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  #4
OFFLINE   masterofzaster

Hey krelian, schön dass du diesen spannenden thread aufmachst. Auch ich liebäugelte schon öfter mal mit diesen thema und hatte phasen wo ich volumen bzw marketprofile in meinem standardtemplate drin hatte. Aber letzlich flog es doch immer wieder raus weil es wie mit allen anderen indis ist: manchmal funktionierte es, manchmal nicht. Obwohl mir die grundidee schon gefällt weil es sozusagen substanz hat im gegensatz zu den meisten tradingansätzen. Oder anders formuliert, ich kann mir nicht vorstellen dass die grossen jungs sich den fibo oder harmonics oder nen schönen ma-cross oder nen trendkanal einzeichnen und aufgrund dessen hunderte von millionen einsetzen. Wie auch immer, ich würde mich freuen wenn du von zeit zu zeit mal deine trades posten könntest. Auch könntest du vielleicht den tick cluster hier posten wenns geht?

  #5
ONLINE   DaBuschi

Mal ein weniger inhaltliches Feedback, sondern mehr ein ästhetisches:

 

Bei Beiträgen, wo kaum Absätze gelassen werden, bekomme ich Augenkrebs und mir vergeht die Lust am Lesen. Ist irgendwie anstrengend.

 

Evtl. empfinde nur ich so, dann könnt ihr das gern ignorieren und so weitermachen. Falls es anderen auch so geht, wäre es der Kommunikation zuträglich, wenn ihr ein bisserl mehr Struktur reinbringt.

 

Und jetzt weiter im Programm :)


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Ein erfolgreicher Trader weiß nicht, was passieren wird. Aber er weiß zu jeder Zeit, was er tun muss.

Eingefügtes Bild

  #6
OFFLINE   Krelian99

Man denkt als Anfänger immer, Chartmuster oder Volumen zu interpretieren ist völlig subjektiv (deshalb stürzt man sich lieber auf mathematische Indikatoren). Was nur bedingt stimmt. Was ich festgestellt hab, ist, dass je erfahrener die Trader sind, desto mehr ähneln sich deren Herangehensweisen und was sie auf dem Chart sehen, bei manchen vielleicht unbewusst, aber das ist meine Beobachtung. Also wechseln viele Anfänger ständig die Strategie, alte Indis raus, neue rein, oft ohne Sinn oder Plan. Am schlimmsten sind aber die, die komplette Strategien kopieren und sich wundern, dass es für sie nicht funktionert. Man muss sein Werkzeug in und auswendig kennen, wie es sich in bestimmten Situationen verhält, bei Indis verschiedene Einstellungen vornehmen und testen, testen. Mit steigender Erfahrung kann man selbst mit Bollinger Bändern oder MACD profitabel werden. Allerdings sollte man sich weit weg von den Standardeinstellungen bewegen ;)

 

MA-cross benutz ich nicht, ich verwende die EMAs als dynamische Widerstände. Harmonic Patterns machen eigentlich bei EW erst Sinn, da bestimmte Muster bestimmten Wellen zugeorndet werden können. Und der Markt funktioniert auch harmonisch. Ob erfahrene EW-Trader die Harmonics nutzen, weiß ich aber nicht, Fibo-Cluster aber schon. Wie bei BB und MACD auch, man muss viel probieren, Extrema ausprobieren, out-of-the-box denken und sich inspirieren lassen. MP ist für sich tradebar, Footprint oder DOM sind es auch. Aber wie gesagt, es brauch Zeit und man muss Bücher lesen, Webinars gucken, andere (echte) Trader fragen usw. Bevor du profitabel wirst vergehen zusammen tausende Stunden - eigentlich wie mit allem, wenn man erfolgreich sein will.

 

--------------------------------------------------------

@DaBuschi: Sehe ich ja genauso:welldone: Ich wollte ja die Abbildungen in den Text packen, hab aber nichts gefunden, wie das geht. Die Serifenschriften sehen hier merkwürdig aus und Ligaturen gibt's nicht. Hoffe aber, Trebuchet mundet deinem schlimmen Auge mehr.


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  #7
OFFLINE   Krelian99

Die Cluster werden live aufgenommen als tks-Datei in deinen Files-Ordner gepackt. Nach drei Wochen kommen dann pro Paar so 30-40MB zusammen. Dann sollte man die Datei archivieren, sonst lahmt MT4 beim Laden.

Dateianhang


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  #8
OFFLINE   masterofzaster

Danke dir fürs hochladen. Dein handelsstil erinnert mich übrigens an ib trader (falls nicht bekannt einfach bei yt eingeben), er hat sich auf die gleichen sachen spezialisiert, nur dass du desweiteren noch elemente aus pvsra integriert hast.

  #9
OFFLINE   Krelian99

Ah cool. Den IB_Trader hab ich vor 1-2 Wochen entdeckt und sein zorniges 'Die Wahrheit'-Video. Er erzählt definitiv keinen Unsinn und erklärt auch einige Sachen gut. Laut Oli Klemm wird MP auch immer beliebter. Verständlich in meinen Augen, wenn man die Kniffe mal raushat, ist es auch relativ simpel. Footprint hatte ich entdeckt als ich mal andere Plattformen angeschaut hab und die bei Ninja Trader 8 gesehen hab. So muss ich nicht noch auf einen M1 Chart schauen und raten wie die Volumen-Verteilung in meiner M5-Kerze ausschaut. Wie schon gesagt, man nähert sich irgendwann an :borg: 


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  #10
OFFLINE   Krelian99

Ich schmeiß hier mal die Fibo-Cluster als tpl rein. GBPAUD zum Spielen und Handeln auf M15-H4. Die Level sind safe, aber natürlich nur in GBPAUD gültig. Ich hab die April bis Mai erstellt und konnte die mit der Historie nach links abgleichen. Et violà, nach rechts funktionieren sie immer noch wunderbar. 

 

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Anders sieht es mit dem DAX aus. Durch die ständig neuen Allzeit-Hochs muss man ins Leere projezieren. Ich mag Seitwärtsmärkte viel mehr. Die Zonen bitte eher als Experiment ansehen. Mal schauen, wie gut das weiterhin klappt.

 

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Viel Spaß

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  #11
OFFLINE   Roti

Hallo Krelian,

 

auch von mir ein Danke für das teilen deiner Strategie. Meine Frage dazu wäre diese Strategie ist nur diskretionär und hoher Erfahrung mit entsprechender Tagesfreizeit umzusetzen da man ständig Screentime hat oder kann man diese auch automatisieren lassen via EA mit den entsprechenden Filteren Market-/Volumeprofil den du sagst ja je erfahrener die Händler desto gleicher sind die Herangehensweisen bzw. die Betrachtung was da am Chart abläuft??

 

Was mich besonders interessieren würde ist deine Lernphase wo du Tag für Tag den Markt quasi "studiert" hast. Und zwar ist ja der MetaTrader-Anbieter ja nur ein künstliches Produkt (CFD, FX) und der Markt selbst geht in Kassa (Aktien) und Termin (Futures, Option) auf, Forex und Spot ist ja wieder ein eigenes Thema da es hier keine zentrale Börse gibt. Hast du dir die Ticks und das Marktverhalten am 'echten' Markt angeschaut oder reichte der 'künstliche Datenfeed' welcher am MetaTrader abläuft dafür aus?

 

Und wie passt du dich an, also ich meine dieses Verhalten der Ticks und die PA bleiben ja nicht ewig gleich, ...

 

So wie ich deine Charts interpretiere sind Market-/Volume-Profile (also Konzept von Akzeptanz und Ablehnung); Footprint und Candlevolume unverzichtbar?!

 

Danke dir :welldone:


Beste Grüße

Roti

  #12
OFFLINE   Krelian99

   Es gibt Trader, die nur ein oder zwei Muster traden, das ist zwar auch sehr erfolgreich, aber das ist mir zu viel Gesuche und Gewarte. Ich bin einer derer, die nur ein oder zwei Instrumente traden, die aber dafür sehr gut kennt und eigentlich auch fast immer traden könnte. Ich merke, wenn sich andere Verhaltensmuster einschleichen, z.B. seit Anfang des Jahres kommt es bei Pfundpaaren vor, dass es auch Ausbrüche ohne Volumenanstieg gibt. Dann rutscht der Preis langsam auf dem EMA7 aus der Range raus, still und heimlich. Das gab es vorher nie. Dann ist der ganze Tag ein Trendtag.

 

   Ich u.a. würde auch Anfängern empfehlen, bei einem Paar oder bei zwei sehr korrelativen Paaren zu bleiben. Ständiges Hin-und-Herspringen und auch noch in den tfs ist super ineffektiv fürs Lernen. Das sind dann die Leute, die meinen FX sei nicht vorhersehbar. Ob du den Markt vorhersiehst (GBP ist da recht gut geeignet) oder Muster mit hoher Wahrscheinlichkeit und Filtern tradest, ist relativ egal. Man muss aber verstehen, was dir der Markt versucht zu sagen. Blind irgendwelche Order auszuführen ist relativ plump (SMorc) und die Leute werden auch nie wirklich effektiv sein, weil sie keine Synergien finden und auch nicht optimieren können. 

 

   Mein Ansatz von vielen ist sicher nicht EA- oder Anfänger-freundlich, aber soll ja eher der Inspiration dienen. Volumen-Spread-Trading und Footprint hat den Nachteil, dass man nur sehr kurzfristig, also den nächsten Swing vorhersagen kann. Bei MP widerum weiß man recht gut, wie der Tag sich vorraussichtlich entwickeln wird und wo man sehr schnell seine Sup/Res herholt, aber wann es losgeht, eher nicht. Mit beidem zusammen kann man also planen. Der IB-Trader scheint es auch ähnlich zu machen wie ich, also kombinieren. Verzichtbar? Du kannst z.B. auch die Buchstaben-Variante von MP traden, aber dann hast du nur rudimentäre PA. Die Meisten traden MP mit Candles, weil man es eher gewohnt ist.

 

   CFD oder FX sind keine künstlichen Produkte, zumindest nicht künstlicher als Futures oder Aktien. ETFs oder Indexe sind künstlich. FX gibt es ja schon sehr lange, siehe z.B. Konstantinopel

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. Was du meinst, ist, dass jeder Broker andere Preise bereitstellt, da unterschiedliche und unterschiedlich viele LiquiditätsProvider (LP) im Netzwerk sind und es keinen festen Standort gibt, wo die Order auflaufen. Wenn du aber Börsen vergleichst, also feste Standorte, haben diese auch nicht denselben Preis für ein und dasselbe Produkt, z.B. Aktie XY. Die Stuttgarter Börse ist meist am teuersten von den deutschen Börsen, hatte aber dafür irgendein Feature zusätzlich. Für meine "Lernphase", reicht mir der Datafeed eines Brokers aus, auch Demo, egal. Die Frage ist nur ob man Ticks oder echtes Volumen nimmt. Welches der beiden ist egal, aber bleib bei einem während der Lernphase.

 

     Ticks und PA bleiben nicht gleich? Naja, das zu erkennen ist eben die Kunst, die man erlernen muss. Darüber gibt es auch keine Bücher, weil das immer etwas anders ist, aber du erkennst eindeutig Regelmäßigkeiten, also Muster und Relationen, z.B. ob der Swing ein Rücksetzer ist oder nicht, ob die Hammerkerze eher Umkehr oder Fortsetzung bedeutet. Volumen ist nur im Kontext mit PA zu verwenden. Die, die nur Chartmuster trader, gucken ob an bestimmten Stellen Volumen vemehrt reinkommt oder eben nicht - also nur als Filter. Volumen als Leading Indicator (obwohl es an sich kein Indikator ist) zu benutzen, da sind wir wieder da, dass man dafür an einem Paar lernen sollte und erst später auf andere Paare gehen kann. Jedes Paar hat so seine Feinheiten. Wie gesagt, Durchbrüche und Fehlausbrüche im Seitwärtsmarkt sind ganz gut (nebenbei auch profitabler als Trends ;) um mit Volumen/Ticks anzufangen.


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  #13
OFFLINE   Netsrac

Hi Krelian,

Ich finde den Ansatz sehr spannend, weil es einer der wenigen ist, der sich mir logisch erschließt. Weil er eine "Story" hat und nicht nur stur in die Vergangenheit schaut.

Generell hast Du deine Strategie schon sehr gut und nachvollziehbar beschrieben - vielen Dank nochmals dafür. Hälst Du es darüber hinaus für möglich, anhand von zwei, drei Beispieltrades im Chart Deine Gedanken beim jeweiligen Ein- und Ausstieg zu erläutern? Gerne auch am GBPAUD.

Das wäre sehr hilfreich für's Verständnis, denke ich.
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  #14
OFFLINE   Krelian99

   Das Wichtige ist, dass man das Zusammenspiel von PriceAction, Volumen und Sup/Res versteht. Da eignet sich mein M30-Chart ganz gut. Beschreibungen sind drauf. So ähnlich arbeiten viele Institutionelle. Man liest oft: Plane deinen Trade und trade deinen Plan. Ich denke mit MP und Fibo-Clustern kann man recht planen und traden.

 

   Achtet darauf, was der Preis macht. Bricht er aus der VA des Vortags aus oder testet er nur die Grenzen, dann läuft er oft durch die gesamte VA. Bricht er durch, ist ein gutes Ziel die nächste Zone vorraus. Schaut euch an, was an der Zone geschieht. Wird sie getestet oder abgelehnt? Auch mit Anlauf Durchbrechen (viel Volumen) ist möglich und ein Zeichen, man hat sie respektiert, aber der Hypetrain war zu stark.

 

     Letztlich geht es immer nur darum was macht der Preis an Sup/Res und wieviel Kraft reingesteckt wird mit welchem Ergebnis - ob DOM oder Candlechart oder Footprint. Auf DOM nur im Kleinen, Footprint die Swings und Candlechart auch größere Bewegungen. Aber das Prinzip ist Dasselbe. Deshalb kann ich Renkochart-Benutzer nicht ganz verstehen. Das fehlt so viel Information. Auch die Zeit zu vernachlässigen ist nachteilig, denn wird eine Chance lange nicht ergriffen, scheitert sie meist und das Gegenteil tritt ein. Beispiel ist die grüne Kerze am 10. Oktober 14:30 GMT, die leicht aber mit viel Volumen über den ganzen Hammerkerzen und Dojis schließt, die alle nach unten weisen.

 

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Fortsetzung folgt...


Bearbeitet von Krelian99, 13 October 2017 - 22:33 Uhr,

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