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Preisdifferenzen Index CFDs zwischen Brokern

- - - - - CFD Arbitrage

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3 Antworten zu diesem Thema

  #1
OFFLINE   Traffa

*Ich hoffe mal das Thema wird hier gesehen, scheint ein ziemlich toter Bereich zu sein.

 

Ich frage mich warum es zwischen verschiedenen Brokern bei Index CFDs (also NASDAQ, Nikkei, DAX, STOXX usw.) teilweise Preisdifferenzen von mehreren Punkten gibt. (Siehe Bild)

 

Ich habe jetzt nicht so darauf geachtet wie sehr die Preise schwanken, aber müsste man das nicht irgendwie ausnutzen können in Richtung Arbitrage?

Dateianhang


Bearbeitet von Traffa, 28 August 2019 - 13:43 Uhr,


  #2
OFFLINE   illiquid

Hi Traffa!

 

Sehr gute Frage, die mich auch beschäftigt. Ich habe leider keine Antwort darauf.

Was zusätzlich für Verwirrung sorgt: es gibt Broker, die CFDs auf den Cash-Index anbieten und welche, die CFDs auf den Future anbieten, oder beides. Und die Bezeichnung dieser CFDs ist nicht einheitlich, z.B. beim DAX gibt es DAX30, GER30 und ich meine auch DEU30, und es ist schwer bis gar nicht in den Spezifikationen zu erkennen, ob das jetzt Cash oder Future ist. 

 

- gibt es bei Future CFDs dann einen Preissprung beim Rollover?

- werden CFDs vom jeweiligen Broker herausgegeben und separat von CFDs anderer Broker gehandelt? Wenn dies so wäre, dann könnte der Broker ja das Volumen der im Umlauf befindlichen CFDs laufend anpassen.

- da die Kurse von Futures, CashIndex und CFDs voneinander abweichen, stellt sich die Frage welchen Kurs man eigentlich dann für die technische Analyse verwenden soll. Also z.B. der Kurs steigt und geht beim Future über die 10000 Round Number, beim Index aber gerade über 9989 und beim CFD 9981. Am logischten wäre wohl den Cash-Index und nicht irgendwelche Derivate als Maßstab zu verwenden. Allerdings sehe ich da das Problem, dass die üblichen MT4/MT5 Broker bei ihren CFDs unterschiedliche Notierungen haben und man den Cash-Index nicht direkt in den Chart bekommt mangels Datenfeed. 

 

Ich wäre sehr dankbar, wenn das mal jemand erklären würde!

 

Gruß

illiquid



  #3
OFFLINE   Scusi

Bei einem CFD wird der Preis in einer "Preisengine" erzeugt, einer Software die auf der einen Seite den realen Markt betrachtet und auf der anderen Seite die vorliegenden Orders. Daraus ermittelt die Preisengine mit ihrem Algo kontinuierlich einen optimalen Kurs (für wen optimal ist dabei immer die Frage) wobei sich der Preis dem realen Markt annähren soll damit der Kurs nicht zu abstrakt wirkt. Da kocht jeder Broker erstens sein eigenes Softwaresüppchen, und zweitens hat jeder Broker unterschiedliche Orderlagen, woraus unterschiedliche Preise resultieren. In der Regel ist die Software so programmiert das eine Ausnutzung der Arbitrage kaum Sinn macht. Meist gibt es beim Rollover ein Gap, aber auch das hängt wieder von der Software des Brokers ab. Broker die sehr korrekt arbeiten holen die Orders innerhalb des Gaps ab indem eine "Preiswelle" simuliert wird, welche die Spanne des Gap durchläuft. Andere Broker die nicht ganz so korrekt arbeiten nutzen die Gaps zum Nachteil der Kunden. Es gibt schon viele Eingriffsmöglichkeiten und Stellschrauben. Viele nutzen für die Analyse den Future, da der CFD jedoch immer nur eine Abstraktion des realen Marktes ist muss man als Retailer in gewissem Maße mit "Pi mal Daumen" leben.


  • illiquid gefällt das

Der Glaube der mittelalterlichen Alchimisten, aus Blei Gold machen zu können, war eine Manifestation der nüchternen Vernunft - im Vergleich zu dem neuzeitlichen Wahn, aus Papier Geld machen zu können.


  #4
OFFLINE   illiquid

Danke für die informative Antwort!

 

Ich hab zwar vor Jahren schon eine Phase gehabt, in der ich e-minis (ES) gehandelt habe, aber da habe ich einen anderen Ansatz und eine andere Denkweise gehabt als jetzt, und deswegen den den Futures zugrunde liegenden Indexüberhaupt nicht beachtet. Jetzt frage ich mich allerdings, ob die klassischen Preispunkte eher vom Index selber oder von den Futures respektiert werden (wie vorher erwähnt meine ich damit sowas wie große Roundnumbers). Von der Logik her müsste ja der Index den Maßstab geben, weil die Futures durch cost of carry unpräziser, verzerrter werden. 

 

Gruß

illiquid







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